Wochengebet

Die VELKD bietet zu den Sonn- und Feiertagen im Kirchenjahr sowie aus aktuellem Anlass online Gebetstexte. Sie werden jeweils Mitte der Woche für den darauf folgenden Feiertag eingestellt. Die Texte dienen sowohl dem gottesdienstlichen als auch dem privaten Beten und verbinden auf neue Weise aktuelles Geschehen mit der Struktur des Kirchenjahres. 

Die wöchentlichen Fürbittengebete werden im Auftrag der Kirchenleitung der VELKD von vier Autorinnen / Autoren verfasst. 

Wenn Sie ein Wochengebet zur Veröffentlichung nutzen wollen, verwenden Sie bitte den unveränderten Text und geben an: „Quelle: Wochengebet der VELKD, www.velkd.de“. 

Hinweis:
Sie finden unten in der Regel das Gebet für den jeweils aktuellen Feiertag. Für alle Sonn- und Feiertage im Archiv stehen weitere Fürbitten / Gebete zur Verfügung. Das jeweilige Tagesdatum oder der Name des anstehenden Fest- / Sonntages dient als Suchkriterium. Sollten z.B. zwei Feiertage in enger zeitlicher Nähe liegen, finden Sie in der Regel das Gebet für diesen Feiertag bereits im Archiv.

Sonntag, 24. Januar 2021
Gebet für den 3. Sonntag nach Epiphanias

Du Gott der Völker,
du bist das Licht und das Leben.
Du bringst die Hoffnung und der Frieden.
Höre uns.

Du Gott der Völker,
in allen Nationen leiden die Menschen,
suchen Schutz vor Ansteckung,
sehnen sich nach Heilung,
trauern um ihre Toten.
Du bist das Leben.
Du kannst heilen und trösten.
Höre uns.

Du Gott der Armen,
in der Kälte leiden die Schwachen,
frieren ohne Obdach,
suchen nach Essbaren,
verlieren die Hoffnung.
Du bist das Leben.
Du kannst retten und beschirmen.
Höre uns.

Du Gott des Friedens,
überall hoffen die Menschen deiner Gnade,
sie leben mit den Wunden der Vergangenheit,
reichen die Hände zur Versöhnung,
bauen Brücken.
Du bist das Leben.
Du bist der Friede.
Höre uns.
Verwandle uns.
Mache uns zu Menschen des Friedens
durch Jesus Christus.
Er ist das Licht in unserer Dunkelheit
und unsere Hoffnung –
heute und alle Tage.
Amen.

Gebet für den 3. Sonntag nach Epiphanias
- Sonntag, 26. Januar 2020

Du bist größer als unser Denken und Verstehen,
dein Herz ist weiter als der Himmel.
und du bist barmherzig, ewiger Gott.
Überwinde unsere engen Grenzen.

Du bist größer.
Du siehst, was die Mächtigen tun.
Du siehst, ihre Pläne und ihren Einfluss.
Du siehst, ihre Verdienste und ihr Versagen.
Lenke ihre Taten und Pläne,
damit sie davon ablassen Mauern zu errichten,
damit sie das Verbindende über das Trennende stellen,
damit Frieden wird, wo Krieg herrscht.
Du bist barmherzig, ewiger Gott.
Überwinde unsere engen Grenzen.

Dein Herz ist weiter.
Du siehst, wie Furcht die Herzen eng macht.
Du siehst, wie die Angst lähmt.
Du siehst, wie die Hoffnung versiegt.
Stell dich denen in den Weg, die auf andere einschlagen.
Falle denen ins Wort, die Hass verbreiten.
Reiß die Mauern in den Köpfen ein.
Mach die stark, die dafür sorgen,
dass noch unsere Kinder gesunde Luft atmen.
Du bist barmherzig, ewiger Gott.
Überwinde unsere engen Grenzen.

Deine Liebe ist grenzenlos.
Du siehst die Tränen der Trauernden.
Du spürst die Schmerzen der Kranken.
Du lachst mit den Glücklichen.
Wisch die Tränen ab und lass uns aufatmen.
Hülle die Müden in deinen Frieden.
Geh mit den Suchenden und bereite ihnen den Weg.
Du bist barmherzig, ewiger Gott.
Überwinde unsere engen Grenzen.

Wir glauben,
barmherziger Gott.
Wir hoffen auf dich,
ewiger Gott.
Deine Kirche sucht dich und feiert dich.
Dein Wort ist größer.
Dein Herz ist weiter.
Deine Liebe kennt kein Ende.
Antworte unserer Sehnsucht,
damit wir zusammenstehen,
damit wir einander verstehen,
damit wir und unsere Kinder leben.
Du bist barmherzig, ewiger Gott.
Überwinde unsere engen Grenzen,
durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.
Amen.

 

Gebet für den 3. Sonntag nach Epiphanias
- Sonntag, 22. Januar 2017

Du tust Zeichen und Wunder,
du bist Licht und Leben,
du Gott unseres Lebens.

Auf ein Zeichen von dir warten wir.
Auf ein Zeichen von dir warten alle,
die in Sorge sind,
weil die Lüge die Wahrheit aussticht,
weil der Hass die Freundlichkeit vertreibt,
weil Gewalt die Schwachen quält.
Kyrie eleison

Auf Zeichen und Wunder warten wir.
Auf Zeichen und Wunder warten alle,
die von Schmerzen bedrängt sind,
weil sie krank sind,
weil sie verletzt wurden,
weil sie enttäuscht wurden,
weil sie geliebte Menschen verloren haben.
Kyrie eleison.

Auf dein Licht warten wir.
Auf dein Licht warten alle,
die aufbrechen,
zu einem neuen Ort,
zu neuen Begegnungen,
zu neuen Aufgaben,
zu neuem Glück.
Kyrie eleison.

Auf dein belebendes Wort warten wir.
Hoffnungsvoll,
sehnsüchtig,
hungrig und fragend,
bedrängt und doch voller Mut.
Du tust Zeichen und Wunder,
du Gott unseres Lebens,
in den Gemeinden überall auf der Welt,
in unserer Mitte.
Erneuere, versöhne und rette deine Kirche.
Erneure, versöhne und rette deine Schöpfung.
Erneuere uns und alle, die wir lieben,
durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Bruder und Herrn.
Amen.

 

Gebet für den 3. Sonntag nach Epiphanias
- Sonntag, 26. Januar 2014

Ewiger Gott,
wo unsere Möglichkeiten enden,
wirkst du,
wo unsere Gedanken verstummen,
sprichst du,
ohne Anfang und Ende und grenzenlos bildest du
alles in allem.

Wo Christen verfolgt werden,
wo in deinem Namen Kriege toben,
wo Menschen dich vergeblich um Hilfe anrufen,
um deine rettende Hand,
wo bist du?
Wir kommen vor dich und bitten:
Erscheine, wo wir dich nicht erkennen.

Wo sich Menschen in Bunker ducken,
wo gemordet wird,
verbrannt, gequält, 
in syrischen Städten, in Afghanistan, in Zentralafrika,
wo die Toten niemand mehr zählt und erinnert,    
wo bist du? 
Wir kommen vor dich und bitten:
Erscheine, wo wir dich nicht erkennen.

Wo sich Krankheit als unheilbar erweist,
wo Schmerzen ohne Linderung bleiben,
wo Gebrechen und Siechtum ein Leben
für immer beschränken,
wo bist du? 
Wir kommen vor dich und bitten:
Erscheine, wo wir dich nicht erkennen.

Wo seelisches Leid die Tage verdunkelt
und die Nächte ruhelos macht,
in Depressionen,
in der Verzweiflung psychisch Kranker
und derer, die mit ihnen leben,
wo bist du?
Wir kommen vor dich und bitten:
Erscheine, wo wir dich nicht erkennen.

Wo wir dich vermissen,
wo uns die Angst, vor dem was kommt,
den Atem nimmt,
weil wir dich nicht mehr erwarten,
wo es eng wird,
wo die Blicke in Tunnel geraten,
wo bist du?
Wir kommen vor dich und bitten:
Erscheine, wo wir dich nicht erkennen.

Ewiger Gott,
wo unsere Worte verstummen,
sprichst du,
ohne Anfang und Ende und grenzenlos wirkst du
alles in allem.
Dir vertrauen wir uns an in Zeit und Ewigkeit.
Amen.

Gebet für den 3. Sonntag nach Epiphanias
- Sonntag, 22. Januar 2012

Gütiger und ewiger Gott,
du Licht der Völker,
du Trost der Leidenden,
sei Quelle und Brot in Wüstennot.

In aller Welt sehnen sich Menschen nach Freiheit.
Wir bitten dich für die Menschen in Syrien.
In aller Welt sehnen sich Menschen nach Frieden.
Wir bitten dich für die Menschen im Irak.
In aller Welt sehnen sich die Menschen nach Versöhnung.
Wir bitten dich für die Menschen in Nigeria.
Du Licht der Völker leuchte auf.
Wir rufen dich an:
Sei Quelle und Brot in Wüstennot.

Die Kranken sehnen sich nach Heilung.
Wir bitten dich für alle, die wie Naaman weite Wege zurücklegen,
um Hilfe zu finden.
Die Opfer von Katastrophen sehnen sich nach dem Ende ihres Schreckens.
Wir bitten dich für die Angehörigen der Toten und Vermissten von der Costa Concordia.
Wir bitten dich für die Menschen in den Überschwemmungsgebieten von Südbrasilien.
Die Enttäuschten sehnen sich nach Wahrhaftigkeit.
Wir bitten dich für die Opfer von Gewalt und Mißbrauch.
Du Trost der Leidenden greife ein.
Wir rufen dich an:
Sei Quelle und Brot in Wüstennot.

Deine Kirche sehnt sich nach Einheit.
Wir bitten dich für alle, die in diesen Tagen um die Einheit beten.
Deine Kirche sehnt sich nach Glaubwürdigkeit.
Wir bitten dich für alle, die dein Evangelium in Worten und Taten verbreiten.
Deine Kirche sehnt sich nach Frieden.
Wir bitten dich für alle, die verfolgt werden.
Du ewiges Wort sprich.
Wir rufen dich an:
Sei Quelle und Brot in Wüstennot.

Wir hoffen auf deine barmherzige Nähe.
Wir bitten dich für unsere Stadt/unseren Ort und alle, die hier leben.
Wir hoffen auf deine erlösende Nähe.
Wir bitten dich für alle, die aneinander schuldig geworden sind.
Wir hoffen auf deine liebende Nähe.
Wir bitten dich für alle, die zu uns gehören und die uns lieb sind.
Du Hoffnung unseres Lebens.
Wir rufen dich an:
Sei Quelle und Brot in Wüstennot.

Liebender und starker Gott.
Höre uns, durch Jesus Christus, Abgrund der Liebe und Quelle unseres Lebens.
Amen.

Der Gebetsruf  „Sei Quelle und Brot in Wüstennot“ kann auch wie im Lied EG 171 um „sei um uns mit deinem Segen“ ergänzt und gesungen werden.

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