
Missionarisch Kirche sein – was heißt das heute?
Missionarisch Kirche sein heißt: Kirche für andere sein.
Kirche teilt den christlichen Glauben so, dass Menschen eingeladen werden, ihm zu begegnen – offen, dialogisch und in aller Freiheit. Sie richtet sich nicht auf sich selbst, sondern sucht das Gespräch mit den Menschen und ihren Lebenswelten.
Dieses Verständnis von Mission unterstützt die VELKD seit vielen Jahren mit dem Fonds zur Förderung missionarischer Projekte. Der Fonds fördert zeitlich befristete Vorhaben in Kirchengemeinden, Kirchenkreisen und kirchlichen Regionen der VELKD-Gliedkirchen. Unterstützt werden Projekte, die neue inhaltliche oder methodische Wege erproben und Impulse für die Gemeinde- und Regionsentwicklung geben.
Der Fonds folgt dabei einem reformatorischen Missionsverständnis: Glaube lässt sich nicht herstellen oder verordnen. Er entsteht dort, wo das Evangelium hörbar wird und Menschen Raum finden, sich frei damit auseinanderzusetzen.
Missionarische Projekte schaffen solche Räume – für Begegnung, für Fragen und für Erfahrungen des Glaubens im Alltag. Sie laden ein, ohne zu vereinnahmen, und eröffnen Möglichkeiten, christliche Traditionen und Überzeugungen neu zu entdecken und zu teilen. Diese Form von Mission möchte die VELKD stärken und begleiten.
Informationen
Antragsberechtigt sind Kirchengemeinden, Kirchenkreise sowie kirchliche Regionen aus den Gliedkirchen der VELKD.
Gefördert werden missionarische Projekte und Initiativen mit Projektcharakter, die Gemeinden und Regionen dabei unterstützen, sich an ihrem jeweiligen Ort inhaltlich oder methodisch auf neue Wege zu begeben.
Die Förderung erfolgt als zweckgebundener Zuschuss in Form einer Festbetragsförderung:
- förderfähig sind einmalig Personal- und Sachkosten
- bis zu einem Drittel der zuwendungsfähigen Kosten
- maximal 4.000 € pro Projekt
Der Antrag muss in der Planungsphase und vor Beginn des Projekts gestellt werden.
Der Fonds fördert missionarische Projekte, die einen Bezug zur Arbeit und zu den Aufgaben der VELKD im Handlungsfeld „Leben in der Gemeinde und Vermittlung des Glaubens“ haben. Gefragt sind Vorhaben, die inhaltlich und methodisch Neues erproben und sich bewusst als zeitlich begrenzte Projekte verstehen.
Dies umfasst insbesondere:
- Initiativen auf Gemeinde- und Regionenebene, in denen Themen der lutherischen Reformation für heutige missionarische Kontexte fruchtbar gemacht werden,
- Projekte, die Menschen unterschiedlicher Generationen oder bestimmter Zielgruppen in neuer inhaltlicher und methodischer Weise ansprechen – und insbesondere junge Menschen in den Blick nehmen
- Impulse für kirchliche Praxis vor Ort geben
Entscheidend ist dabei nicht die Größe des Projekts, sondern seine inhaltliche Stringenz, seine Experimentierfreude und sein Beitrag zur Weiterentwicklung kirchlicher Praxis.
Der Antrag muss enthalten:
- eine ausführliche Projektbeschreibung
- einen detaillierten Kosten- und Finanzierungsplan
Erforderlich ist zudem eine befürwortende Stellungnahme der jeweiligen Landeskirche.
Nach Abschluss des Projekts ist spätestens sechs Monate später ein Verwendungsnachweis in Form einer Dokumentation vorzulegen, die auch eine Kostenübersicht enthält. Zusätzlich ist ein Evaluationsbogen einzureichen. Nicht verbrauchte Mittel werden zurückgefordert.
Beispiele für Projekte
Seit 1998 wurden mit dem Fonds zur Förderung missionarischer Projekte über 40 missionarische Projekte in Gemeinden und Regionen der VELKD-Gliedkirchen gefördert. Dazu zählen unter anderem Initiativen aus der Gemeinde- und Regionsarbeit, Projekte mit generationsübergreifender Ausrichtung sowie Vorhaben, die neue Formen kirchlicher Präsenz und Glaubenskommunikation erproben, wie beispielsweise:
Wir freuen uns auf Ihre Ideen!
Kontakt:
Kirchenrätin Dr. Jonah Klee