26. Liturgiewissenschaftliches Fachgespräch

vom 11. bis 13. März 2024 in der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig (Räume 113 und 213)

Wer bin ich im Gottesdienst?

Liturgisches Selbstverständnis in widerstreitenden Erwartungen 

Die klassische Bestimmung, dass der Gottesdienst durch Rollen strukturiert wird, die Beteiligte in ihm wahrnehmen, ist brüchig geworden. Von Liturg:innen wird heute mehr verlangt: Sie sollen authentisch sein und Charisma ausstrahlen, sollen in ihrer eigenen spirituellen Bewegung erkennbar werden und andere ins Geheimnis führen, ja, sie werden selbst zu religiösen Symbolen. Konzepte neuzeitlicher Identität, etwa das Empfinden einer unergründlichen Tiefe des Selbst oder ein expressiver Individualismus, aber auch die zunehmende Geschwindigkeit im Wechsel von Zugehörigkeiten und Verbindungen verändern unsere Gottesdienste: Sie werden verstärkt zu Orten subjektiven Erlebens, und das wirft alte, neue Fragen auf. Wie hängen liturgische Rollen und Personen zusammen? Wie bestimmt sich das Verhältnis von Einzelnem und Gemeinschaft im liturgischen Spiel? Wer bin ich als Liturg? Ausgehend von Theater und Philosophie begeben wir uns auf die Spur des „kleinen Ich bin Ich“ der Liturgik. 

Tagungsablauf

Kontakt:

Liturgiewissenschaftliches Institut der VELKD
bei der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig
Beethovenstr. 25
04107 Leipzig