Texte aus der VELKD

Seelsorge und assistierter Suizid

Eine Handreichung des Seelsorgeausschusses der VELKD

Weiße Schrift: „Texte aus der VELKD“, darunter die Nummer 197 und der Hinweis „April 2026“ auf violettem Hintergrund.

Wenn der Wunsch zu sterben zur Sprache kommt, wird Seelsorge existenziell. Diese Handreichung unterstützt Seelsorgende darin, Menschen mit Gedanken an einen assistierten Suizid offen, verantwortungsvoll und fachlich reflektiert zu begleiten. Sie bietet rechtliche Orientierung, pastoralpsychologische Vertiefung und praxisnahe Fallbeispiele – ohne vorschnelle Antworten, aber mit Raum für Ambivalenz, Gewissensfragen und professionelle Selbstklärung.

Reihe
Texte aus der VELKD
Sprache
Deutsch
Seitenzahl
32
Format
21 x 29,7 cm
Veröffentlichungsjahr
2026

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Die Handreichung Seelsorge und assistierter Suizid wurde vom Seelsorgeausschuss der Vereinigten Evangelisch‑Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) erarbeitet. Sie richtet sich an Pfarrpersonen sowie an alle seelsorglich Tätigen, die in ihrem beruflichen Alltag mit Sterbewünschen und Fragen nach assistiertem Suizid konfrontiert sind.

Den Ausgangspunkt bildet die veränderte rechtliche Situation in Deutschland seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2020, mit dem ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben anerkannt wurde. Vor diesem Hintergrund nimmt die Publikation die daraus erwachsenden seelsorglichen Herausforderungen in den Blick, ohne eine ethische Bewertung vorwegzunehmen oder konkrete Handlungsanweisungen zu geben.

Inhaltlich ist die Handreichung in mehrere thematische Schwerpunkte gegliedert. Sie bietet eine verständliche Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen, differenzierte Begriffsklärungen sowie eine systematische Beschreibung psychosozialer Situationen und Entscheidungsphasen, die Menschen mit Sterbewünschen durchlaufen. Ein zentrales Kapitel widmet sich zudem der seelsorglichen Haltung und pastoralpsychologischen Reflexion, insbesondere Fragen von Rollenklarheit, Ambiguitätstoleranz und Selbstwirksamkeit.

Dabei versteht sich die Handreichung ausdrücklich nicht als normative Positionsbestimmung. Vielmehr lädt sie kollegial zur eigenen fachlichen und geistlichen Auseinandersetzung ein und möchte Seelsorgende darin stärken, Menschen in existenziellen Grenzsituationen respektvoll, ergebnisoffen und professionell zu begleiten.


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