Gebet zum Drittletzten Sonntag des Kirchenjahres 2026

Barmherziger Gott, du Gott des Friedens und der Gerechtigkeit,
wir danken dir, dass deine Hand über uns ist, 
dass du deine Welt nicht loslässt, 
dass du Frieden willst 
und Frieden wirkst für deine Schöpfung.

Wir bringen die Orte und Menschen vor dich, 
die unter Krieg und Gewalt und Terror leiden. 
Wir denken besonders an die Menschen 
in der Ukraine, in Israel, in Gaza, 
im Iran, im Sudan, im Kongo. 
Überall ist so viel Leid, so viel Schmerz, so viel Hass. 
Mach dem Leid ein Ende. 
Wende die Herzen der Gewalttäter, 
bewahre deine Welt vor neuen Kriegen 
und hilf uns, 
Wege des Friedens zu finden.

Wir bringen die Menschen vor dich, 
in deren Zuhause kein Frieden ist. 
Wir denken besonders an die Frauen, 
die von ihren eigenen Partnern bedroht und misshandelt werden; 
an die Kinder, die in Gewalt und Lieblosigkeit aufwachsen müssen; 
an alle, denen sexuell Gewalt angetan wird. 
Schütze sie. 
Schütze alle, die sich nicht wehren können. 
Senke deinen Frieden auf unsere Familien und Gemeinschaften. 
Nimm den Männern die Angst, schwach zu erscheinen, 
und den Frauen die Angst, zu stark zu wirken. 
Lass deine Liebe heilen, wofür unsere Liebe zu schwach ist, 
damit alle ein Zuhause im Frieden finden.

Wir bitten dich für alle, 
denen der innere Frieden verloren gegangen ist. 
Für alle, die nicht mehr schlafen können. 
Für die, die immer zu viel arbeiten. 
Für alle, deren Seele permanent im Alarmzustand ist, 
die sich morgens vor dem Tag fürchten und abends vor der Nacht. 
Lass sie deine Nähe spüren. 
Lass sie in dir Ruhe finden. 
Umfange sie mit deinem Frieden, 
und schenke ihnen Zeiten der Stille und des Aufatmens.

Wir bringen die Menschen vor dich, 
deren Leid unerkannt bleibt, 
die kein Aufhebens machen, 
deren Kummer niemand sehen kann 
oder niemand sehen darf. 
Lass sie spüren, dass du sie siehst, 
dass du um sie weißt, 
dass du ihr Schicksal wenden 
und ihnen neue Freude schenken willst.

Wir bringen uns selbst vor dich, 
mit allem, was uns Angst macht,
mit allem, was uns Kraft kostet, 
mit allem, was uns wütend macht, 
und mit allem, wonach wir uns sehnen.

Wir bringen die Menschen vor dich, 
die wir lieben und um die wir uns sorgen, 
und die, die uns das Leben schwer machen. 
In einem Moment der Stille sagen wir dir, 
was uns heute besonders auf dem Herzen liegt.

Dir vertrauen wir uns an, 
uns und deine ganze Welt, 
und wir hoffen auf deinen Frieden.

Amen.

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