Der neue Präsident des LWB ruft zum „Glauben in Aktion“ auf

Vollversammlung wählt den dänischen Bischof Henrik Stubkjær zum Präsidenten und Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt neben vier weiteren Mitgliedern von VELKD-Kirchen in den Rat.

Ein freundlich blickender Mann im violetten Collar-Hemd und schwarzem Sakko. Das Bild zeigt den dänischen Bischof Henrik Stubkjær.

Die 13. Vollversammlung des Lutherischen Weltbunds (LWB) im polnischen Krakau hat den dänischen Bischof Henrik Stubkjær mit großer Mehrheit zum neuen Präsidenten gewählt. Er tritt die Nachfolge des nigerianischen Erzbischofs Musa Panti Filibus an, der das Amt seit 2017 innehatte.

In den Rat gewählt wurde die stellvertretende leitende Geistliche der VELKD, Kristina Kühnbaum-Schmidt, Landesbischöfin der Nordkirche, die im Dezember 2023 zusätzlich den Vorsitz beim Deutschen Nationalkomitee des LWB übernimmt. Aus den Gliedkirchen der VELKD wurden außerdem Tim Götz und Oberkirchenrat Michael Martin (beide Bayern) sowie Oberkirchenrat Dirk Stelter (Hannover) und die Präsidentin der sächsischen Landessynode, Bettina Westfeld, in den Rat des LWB gewählt.

Stubkjær, Vater von vier Kindern und Opa dreier Enkel, sagte auf die Frage, was für ihn „lutherisch“ in einem Satz bedeute: „Befreit in Gottes Gnade.“ Diese Botschaft sei auch heute noch aktuell, weil sie einem Dogma entgegenwirke, unter dem viele Menschen leiden würden: Du bist, was du tust. Gleichzeitig sei eine lutherische Haltung immer ein „Glaube in Aktion“. Gottes Gnade könne man nicht für sich behalten, sondern gebe sie als Nächstenliebe weiter.

Kühnbaum-Schmidt freut sich auf die Zusammenarbeit im Rat mit dem „ausgewiesenen Diakoniker mit breiter ökumenischer Erfahrung“ und gratuliert dem neuen Präsidenten: „Herzliche Glück- und Segenswünsche für diese wichtige Aufgabe in der weltweiten lutherischen Gemeinschaft.“

Der Lutherische Weltbund ist die Gemeinschaft lutherischer Kirchen. 149 Mitgliedskirchen aus 99 Ländern weltweit gehören ihm mit mehr als 77 Millionen lutherischen Christen gehören ihm an.

Krakau, 16.09.2023

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