Wochengebet

Die VELKD bietet zu den Sonn- und Feiertagen im Kirchenjahr sowie aus aktuellem Anlass online Gebetstexte. Sie werden jeweils Mitte der Woche für den darauf folgenden Feiertag eingestellt. Die Texte dienen sowohl dem gottesdienstlichen als auch dem privaten Beten und verbinden auf neue Weise aktuelles Geschehen mit der Struktur des Kirchenjahres. 

Die wöchentlichen Fürbittengebete werden im Auftrag der Kirchenleitung der VELKD von vier Autorinnen / Autoren verfasst. 

Wenn Sie ein Wochengebet zur Veröffentlichung nutzen wollen, verwenden Sie bitte den unveränderten Text und geben an: „Quelle: Wochengebet der VELKD, www.velkd.de“. 

Hinweis:
Sie finden unten in der Regel das Gebet für den jeweils aktuellen Feiertag. Für alle Sonn- und Feiertage im Archiv stehen weitere Fürbitten / Gebete zur Verfügung. Das jeweilige Tagesdatum oder der Name des anstehenden Fest- / Sonntages dient als Suchkriterium. Sollten z.B. zwei Feiertage in enger zeitlicher Nähe liegen, finden Sie in der Regel das Gebet für diesen Feiertag bereits im Archiv.

Sonntag, 30. Januar 2022
Gebet für den Letzten Sonntag nach Epiphanias

Du Licht, nach dem wir uns sehnen,
Jesus Christus.
Du Hoffnung, nach der wir uns ausstrecken,
Jesus Christus.

Dein Licht suchen wir im Dunkel des Schreckens.
Wir bitten dich
für die Opfer des Amoklaufs in Heidelberg und ihre Angehörigen,
für die Studierenden und die Lehrenden,
für alle, für die vertraute Orte zu Räumen des Schreckens wurden.
Komm in ihre Dunkelheit und mach sie hell.
Wir bitten dich:
Erbarme dich.

Dein Licht suchen wir im Dunkel der Angst.
Wir bitten dich
für die Menschen in der Ukraine,
für die Mächtigen, die über Krieg und Frieden entscheiden,
für alle, die dem Frieden dienen und der Gewalt widerstehen.
Hindere die Liebhaber des Todes und die Kräfte der Zerstörung.
Schaffe deinem Frieden Raum.
Wir bitten dich:
Erbarme dich.

Dein Licht suchen wir im Dunkel der Lüge.
Wir bitten dich
für die Opfer von Missbrauch und Gewalt,
für die, denen der Lebensatem geraubt wird,
für alle, die keinen Ort für ihre Empörung finden.
Setze dem Leugnen und Vertuschen ein Ende.
Komm mit deiner Wahrheit.
Wir bitten dich:
Erbarme dich.

Dein Licht suchen wir im Dunkel der Sorgen.
Wir bitten dich
für unsere Kranken und die, die sie versorgen,
für alle, denen die Kräfte schwinden,
für alle, die erschöpft sind.
Komm in ihre Müdigkeit.
Wir bitten dich:
Erbarme dich.

Dein Licht suchen wir
in unserem Leben,
für unsere Lieben,
in diesen Tagen.
Komm mit deinem Licht und deiner Klarheit.
Voller Vertrauen bitten wir dich:
Erbarme dich.

Amen.

Gebet für den Letzten Sonntag nach Epiphanias
- Sonntag, 31. Januar 2021

Lebendiger Gott,
Licht lässt du aufscheinen in dieser Welt.
Wie sehr sehnen wir uns danach.
Wie dringend braucht es deine Schöpfung.
Wie abhängig ist die Welt von deinem Licht.

Wir bitten dich um Licht
in den Herzen und Köpfen der Mächtigen,
damit Besonnenheit ihre Entscheidungen bestimmt,
damit Klugheit ihr Handeln regiert,
damit Weisheit ihre Worte lenkt.
Um dein Licht, Lebendiger,
bitten wir dich.
Erhöre uns

Wir bitten dich um Licht
in den Kliniken und an den Betten der Sterbenden,
damit die Pflegenden gesund bleiben,
damit Kranken genesen,
damit Lebensmut die Schatten des Todes vertreibt
und Trost die Trauernden erreicht.
Um dein Licht, Lebendiger,
bitten wir dich.
Erhöre uns.

Wir bitten dich um Licht
an den Orten des Grauens und der Angst,
an den Orten der Zerstörung,
an den Orten des Aufbruchs und der Hoffnung,
damit dein Leben einkehrt.
Wir bitten dich um Licht
in deiner Gemeinde,
in den Herzen aller,
die dir, Lebendiger, vertrauen.
Um dein Licht und deine Liebe,
bitten wir dich.
Durch Jesus Christus lass es aufscheinen –
heute und alle Tage.
Amen.

Gebet für den Letzten Sonntag nach Epiphanias
- Sonntag, 02. Februar 2020

Herr, du hast uns geschaffen,
uns ins Leben gerufen,
uns unter deinen Namen gestellt,
uns miteinander verbunden,
aber unruhig ist unser Herz, Gott,
bis es Ruhe findet in dir.

Unsere Gegenwart ist voller Widersprüche,
groß sind viele Sorgen.
Was soll werden
in unserem Land,
mit all dem Streit,
den ungelösten Aufgaben?
Was soll werden
in dieser Welt,
mit ihren Kriegen,
der Bedrohung des Lebens?
Was soll werden
mit deiner Kirche,
in ihrer Unsicherheit
und Zukunftsangst?
Was soll werden
mit unseren Glaubensgeschwistern
in der Ferne,
in Verfolgung und Bedrängnis?

Dein ist das Licht des Tages,
dein ist das Dunkel der Nacht.
Dein ist unser Leben,
dein sind die Grenzen der Zeit.
Du bist Anfang und Ende,
unser Frieden und unser Trost,
unsere Freude und unser Mut.
Unruhig ist unser Herz, Gott,
bis es Ruhe findet in dir.

Amen

 

Letzter Sonntag nach Epiphanias (Verklärung Jesu)
- Sonntag, 27. Januar 2019

Licht im Licht,
allwirkender Gott,
in dem wir sehen und sind,
in dem wir leben und atmen,
fühlen und denken,
dein Antlitz leuchtet über uns
wie die Sonne auf das Land.

Erscheine,
wo du fremd bist,
wo Menschen nur auf sich selbst hoffen
und auf ihre eigene Möglichkeiten,
wo dein Wort sich verliert im Dickicht
von Tausenden Wörtern und wuchernden Lügen,
wo Macht sich allmächtig fühlt,
wir rufen:
Kyrie eleison.

Licht von Licht,
gehe auf,
wo Einsamkeit herrscht und Menschen
versinken im Strudel
dunkler Erinnerungen und quälender Träume,
wo ihnen Schmerz die Tage wie ein Dunst überschattet
und alles ein Tanz von Zufällen und Widrigkeiten wird,
wo Lebenszeit leer scheint,
wir rufen:
Kyrie eleison.

Licht aus dem Licht,
erscheine
über ausgebeuteten Landschaften,
überdüngten Feldern,
toten Brachen,
über dem Elend von Tieren in Menschengewalt,
wir rufen:
Kyrie eleison.

Erscheine,
im Dunkel,
wo Egoismus sich als Dienst tarnt
und Gleichgültigkeit als Liebe,
wo Neid, wo Angst,
wo erstarrte Strukturen
Menschen verkümmern lassen,
wo Wachstum zur tödlichen Ideologie wird
und Reichtum zum Götzen,
wir rufen:
Kyrie eleison.

Licht im Licht,
unsere einzige Hoffnung,
verkläre uns in deiner Gegenwart, die alles verwandelt,
die uns ins wahre Leben führt
und in deine Nähe,
wo du vollendest,
was wir sind, Bruchstücke deiner Menschlichkeit.
In deinem Augenlicht sehen wir das Licht.
Amen.

 

Gebet für den Letzten Sonntag nach Epiphanias
- Sonntag, 21. Januar 2018

Gott, du siehst uns an im Licht
und dein Blick durchdringt uns,
tröstend,
verstörend,
erfüllt von Liebe.
Du siehst uns an,
und es ist dein Licht, das uns trägt und verwandelt.

Wir bitten dich, sieh all jene an,
die nach Vergebung hungern,
die Schuld beschwert
und die eine dunkle Vergangenheit nicht losläßt.
Sieh auch auf uns,
die wir jeden Tag aus Deinem Erbarmen leben.
Wir rufen:
Kyrie eleison.

Sieh an die Enttäuschten und Verbitterten,
die Gehetzten und Getriebenen,
alle, die sich fremd und gefangen fühlen
in den Umständen ihres Lebens.
Sieh auch auf uns,
die wir auf Deinen Trost hoffen.
Wir rufen:
Kyrie eleison.

Sieh an
alle, die mit einer Krankheit ins Ungewisse schauen,
die sich an der Grenze ihres Lebens wissen
und fragen,
was sie erwartet und wie sie bestehen können in ihrer Angst.
Sieh auch auf uns, die wir deiner Liebe vertrauen.
Wir rufen:
Kyrie eleison.

Sieh an die Verblendeten und Verstockten,
die sehen und doch nicht sehen,
die Recht und Gewissen verlachen,
die töten, sengen und quälen,
die in allem nur an sich selbst denken.
Sieh auch auf uns,
die wir dein Gericht erwarten.
Wir rufen:
Kyrie eleison.

Sieh an die Flüchtlinge und die Entwurzelten,
alle, die um das nackte Überleben ringen,
die aus ihrer Heimat vertrieben sind,
durch Krieg und Dürre,
durch Armut und Zerstörung der Natur.
Sieh auch auf uns,
die wir uns nach Deiner neuen Schöpfung sehnen.
Wir rufen:
Kyrie eleison.

Gott, Barmherziger,
du siehst uns an
und es ist dein heller Blick, der uns trägt und verwandelt.
Du kennst uns,
du suchst uns,
du erbarmst dich unser.
Die sei Ehre in Ewigkeit.

Amen

 

Gebet für den Letzten Sonntag nach Epiphanias
- Sonntag, 05. Februar 2017

Du Gott Abrahams, du Gott Jakobs,
du unser Gott,
Jesus Christus.
Deine Liebe schenkst du uns.
Deine Gebote hältst du uns vor.
Dein Licht zeigt uns den Weg zu Leben.

Du unser lebendiger Gott,
in diesen Tagen,
in denen das Licht wieder aufsteigt,
bitten wir dich um dein helles Licht,
damit es denen scheint,
die gefangen sind in Trauer.
Wir denken an die 6 Jugendlichen aus Arnstein
und alle, die sie beweinen.
Wir denken an alle, die ihre Kinder verloren haben.
Wir bitten dich um dein helles Licht,
damit es denen scheint,
deren Leben von Sorgen und Verzweiflung dunkel ist.
Wir denken an die Kranken,
an die Gemobbten,
an die Ausgestoßenen.
Du Licht vom Licht,
wir bitten dich:
Komm und mache diese Welt hell.

Du unser lebendiger Gott,
in diesen Tagen,
in denen wir danach fragen,
wer für Gerechtigkeit und Barmherzigkeit einsteht,
bitten wir dich um deinen Frieden.
Dein Friede soll die Welt durchdringen,
damit sich die Mächtigen ihrer Verantwortung bewusst sind,
damit die Mächtigen deine Gebote achten,
damit die Mächtigen Brücken bauen.
Du Wunderrat, Ewigvater, Friedefürst:
Wir bitten dich:
Komm und mache diese Welt hell.

Du unser lebendiger Gott,
in diesen Tagen,
in denen wir erleben,
dass Fremde einander helfen,
dass Kinder geboren werden und
die Liebe trotzdem wächst wie Weizen,
bitten wir dich um Hoffnung.
Dein Wort soll die Herzen der Menschen erfüllen,
damit wir mutig werden,
damit wir Liebe schenken,
damit wir dir nachfolgen.
Du Feuer, das nicht verlischt,
ewiger Gott.
Wir bitten dich:
Komm und mache diese Welt hell.

Amen.

 

Gebet für den Letzten Sonntag nach Epiphanias
- Sonntag, 17. Januar 2016

Du ewiger und barmherziger Gott,
dein Licht kehrt wieder,
unsere Dunkelheit machst du hell.
Wir bitten dich,
erleuchte und bewege uns,
leite und begleite uns.

Du ewiger und barmherziger Gott,
wir trauern und sind bestürzt.
Wir klagen dir den Tod der 10 Männer und Frauen,
die in Istanbul durch ein Attentat getötet wurden.
Wir ahnen das Leid der Angehörigen,
die Schmerzen der Verwundeten,
die Ohnmacht der Rettungskräfte.
Für sie und uns vertrauen wir darauf,
dass du die Dunkelheit hell machst.
Für sie und uns bitten wir dich:
erleuchte und bewege uns,
leite und begleite uns.

Du ewiger und barmherziger Gott,
wir fürchten uns und sind alarmiert.
Wir klagen dir den Hass und die Gewalt in unserer Gesellschaft.
Wir lesen, wie andere beleidigt und bedroht werden,
wie Schlägertruppen Brände legen und Wehrlose verletzen.
Wir hören, wie andere entwürdigt werden.
Wir sehen, wie Angst geschürt wird.
Wir aber vertrauen darauf,
dass du die Dunkelheit hell machst
und Versöhnung schaffst.
Darum bitten wir dich:
erleuchte und bewege uns,
leite und begleite uns.

Du ewiger und barmherziger Gott,
wir sorgen uns und haben Mitleid.
Wir klagen dir die unerträgliche Lage der Menschen in Syrien,
die Verzweiflung in allen Kriegsgebieten und auf den Fluchtrouten,
die Gewalt der Diktatoren und ihrer Handlanger.
Wir vertrauen darauf,
dass du die Dunkelheit hell machst
und die Mächtigen mit Weisheit ausrüstest.
Darum bitten wir dich:
erleuchte und bewege uns,
leite und begleite uns.

Du ewiger und barmherziger Gott,
wir freuen uns aber auch und loben dich.
Wir danken dir für die Menschen,
die du uns an die Seite stellst.
Wir danken dir für die weltweite Kirche,
in die du uns berufen hast und für alle Verbundenheit in ihr.
Wir danken dir für alles,
was du uns anvertraust und
was du uns abverlangst:
Schweres und Leichtes,
Großes und Kleines.
Wir vertrauen darauf,
dass du die Dunkelheit hell machst
und unsere Herzen durch deine Gegenwart weit werden.
Im Vertrauen auf Jesus Christus bitten wir dich:
erleuchte und bewege uns,
leite und begleite uns.

Amen.

 

Gebet für den Letzten Sonntag nach Epiphanias
- Sonntag, 25. Januar 2015

Du unser Gott,
du Licht und Leben,
deine Treue gibt uns Halt.
In der Dunkelheit und Verunsicherung dieser Tage
vertrauen wir dir unsere Sorgen und Ängste an.
Wir bitten dich:
Strahle auf und vertreibe das Dunkel.

Du unser Gott,
Hass und Gewalt verdunkeln die Welt.
Angst bestimmt das Denken und Handeln vieler.
Du kannst die Angst vertreiben.
Du kannst den Hass auflösen.
Du kannst der Gewalt Einhalt gebieten.
Berühre die Herzen der Ängstlichen.
Bekehre die Herzen der Hasserfüllten
Zerbrich die Waffen der Gewalttäter.
Wir bitten dich:
Strahle auf und vertreibe das Dunkel.

Du unser Gott,
Trauer bedrückt die Überlebenden.
Die Erinnerungen der Alten mahnen die Jüngeren.
Du bist das Leben.
Du vergibst.
Tröste die, die um verlorenes Leben trauern.
Mahne uns, das kostbare Leben zu feiern
und den Feinden des Lebens entgegenzutreten.
Behüte die Überlebenden von Auschwitz,
deren Befreiung wir in dieser Woche gedenken.
Wir bitten dich:
Strahle auf und vertreibe das Dunkel.

Du unser Gott,
Kinder und Frauen werden entführt und vergewaltigt.
Wehrlose gefoltert.
Der Glaube wird missbraucht.
Du bist der Friede.
Du willst das Heil für deine Schöpfung.
Befreie die Verschleppten in Nigeria, im Kongo, im Jemen.
Befreie alle Folteropfer, besonders Raif Badawi.
Schütze alle, die wegen ihres Glaubens
und wegen ihrer Überzeugung verfolgt werden.
Stifte Frieden zwischen den Religionen.
Wir bitten dich:
Strahle auf und vertreibe das Dunkel.

Du unser Gott,
deine Kirche hofft auf dich,
deine Gläubigen vertrauen dir.
Du stärkst sie mit Wort und Sakrament.
Du willst, dass wir eins sind.
Komm in unsere Mitte,
heile und tröste uns
und segne alle, die zu uns gehören.
Im Vertrauen auf Jesus Christus bitten wir dich:
Strahle auf und vertreibe das Dunkel.

Amen

Gebet für den letzten Sonntag nach Epiphanias
- Sonntag, 09. Februar 2014

Gottes Wort und Licht,
himmlische Stimme in der Finsternis,
Jesus Christus.
Du Morgenstern, gehe in unseren Herzen auf.

Deine Barmherzigkeit tut not.
Sprich. Leuchte.
Sprich zu den Ratlosen -
dein Wort für die Traurigen und Verzweifelten,
dein Wort für die Suchenden und Ängstlichen.
Mache das Leben hell.
Dein Licht für Flüchtlinge
aus Syrien,
aus Zentralafrika,
dein Licht für die Hungernden,
dein Licht für die Vertriebenen und Erschöpften.
Du Morgenstern, du Licht vom Licht,
du Quelle der Barmherzigkeit.
Wir bitten dich:
Du Morgenstern, gehe in unseren Herzen auf.

Deine Weisheit tut not.
Breite dich aus.
Berühre und erleuchte die Mächtigen.
Dein Rat für die Regierungen.
Dein Rat für die Generäle.
Dein Rat für Wirtschaftsführer.
Bekehre die Menschenverächter.
Gib den Starken Verständnis für die Schwachen.
Gib den Großen Einsicht in die Not der Kleinen.
Gib Frieden.
Du Morgenstern, du Licht vom Licht,
du Quelle der Weisheit.
Wir bitten dich:
Du Morgenstern, gehe in unseren Herzen auf.

Deine Liebe tut not.
Durchbrich die Mauern.
Belebe deine Kirche.
Dein Geist in unseren Gemeinden.
Dein Geist für unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden.
Dein Geist für die mit uns verbundenen Gemeinden.
Schütze deine Gläubigen.
Dein Segen für die Christen im Nahen Osten.
Dein Segen für alle, die sich nach deinem Reich sehnen.
Dein Segen für uns und alle, die uns anvertraut sind.
Du Morgenstern, du Licht vom Licht,
du Quelle der Liebe,
Jesus Christus.
Wir bitten dich:
Du Morgenstern, gehe in unseren Herzen auf.
Amen.

Gebet für den letzten Sonntag nach Epiphanias
- Sonntag, 20. Januar 2013

Christus, du Licht,
wir bitten dich:
Mache dich auf und vertreibe das Dunkel.

Christus, du Licht,
wir erleben Hass und Gewalt.
Die Kriege enden nicht
und neue Kriege beginnen.
Wir denken an die Menschen,
deren Land verwüstet wird.
Wir denken an die Menschen,
die vor der Gewalt fliehen.
Wir denken an die Menschen,
die von Schmerzen zerrissen werden
in Syrien,
in Mali,
in Algerien,
in Pakistan.
Wir bitten dich:
Mache dich auf und vertreibe das Dunkel.

Christus, du Licht,
wir sehen Not und Verzweiflung in unserer Nachbarschaft.
Deine Menschen, Christus, verlieren ihre Arbeit.
Deine Menschen, Christus, verlieren den Sinn des Lebens.
Deine Menschen, Christus, verlieren ihr Zuhause.
Wir denken an die Menschen im südlichen Europa
in ihrer Verzweiflung und ausweglosen Lage.
Wir denken an die Menschen, die nicht ankommen können,
weil ihnen niemand erlaubt, zu bleiben.
Wir denken an die Obdachlosen in Kälte und Schnee.
Wir bitten dich:
Mache dich auf und vertreibe das Dunkel.

Christus, du Licht,
wir leben mit Schmerzen und Ängsten.
Deine Schöpfung, Christus, leidet.
Deine Menschen, Christus, leiden.
Wir denken an die Kranken,
an ihre Hoffnung,
an ihre Furcht,
an die Menschen, die sie pflegen und versorgen.
Wir denken an die Sterbenden.
Wir warten mit den Trauernden auf deinen Trost.
Wir bitten dich:
Mache dich auf und vertreibe das Dunkel.

Christus, du Licht,
wir sind voller Hoffnung.
Deine Kirche vertraut dir.
Deine Kirche hat ihre Sehnsucht nach Einheit nicht aufgegeben.
Wir bitten dich zusammen mit den Gemeinden,
die in diesen Tagen um die Einheit beten.
Wir denken an die Gemeinden,
mit denen wir in der Ferne verbunden sind.
Wir denken an unsere Schwestern und Brüder in Irak, Nigeria und Ägypten.
Wir denken an unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden.
Wir denken an unsere Bischöfinnen und Bischöfe.
Wir sehnen uns nach deinem Licht, Christus.
Wir bitten dich:
Mache dich auf und vertreibe das Dunkel.

Christus, du Licht.
Du bist unsere Hoffnung.
Du bist unsere Zukunft.
Du bist das wahre Leben.
Dir vertrauen wir uns und alle, die zu uns gehören, an –
heute und alle Tage.
Wir bitten dich:
Mache dich auf und vertreibe das Dunkel.
Amen.

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Gebete für den Ewigkeits- und Totensonntag
- Sonntag, 21. November 2021

Gebet für den Ewigkeitssonntag

Ewiger Gott,
zu dir kommen wir mit unserer Trauer.
Wir gedenken unserer Lieben,
die der Tod von uns genommen hat.
Ihre Namen sind in dein Buch des Lebens eingeschrieben.

Wir gedenken der Toten,
deren Schicksal uns anrührt.
Wir gedenken der Corona-Toten.
(Stille)

Wir gedenken der Toten,
die ohne Abschied starben.
(Stille)

Wir gedenken der Toten,
die einsam und allein starben.
(Stille)

Wir gedenken der Toten,
die unter unsäglichen Schmerzen gelitten haben.
(Stille)

Wir gedenken der Toten,
die obdachlos waren.
(Stille)

Wir gedenken der Toten,
die an den Grenzen starben,
im Meer ertrunken sind,
im Krieg den Tod fanden,
gefoltert und ermordet wurden.
(Stille)

Wir gedenken der Toten,
um die niemand trauert.
(Stille)

Bei dir sind sie geborgen.
In deiner Liebe endet
ihr Schmerz,
ihre Einsamkeit,
ihr Tod.
Behüte sie bis zum Ende aller Tage.

Ewiger Gott,
in unserer Trauer danken wir dir
für die Menschen,
die uns hoffen lassen,
für die Menschen,
die für andere da sind,
für die Menschen,
die pflegen und heilen,
für die Menschen,
die die Tränen abwischen und
den Schmerz mittragen.
(Stille)

Ewiger Gott,
in unserer Trauer bitten wir dich
für deine seufzende Schöpfung,
die sich nach Erlösung und Frieden sehnt.
Du hast uns versprochen,
alles neu zu machen.
Beginne schon jetzt damit.
Tröste und segne deine Menschen,
deine Gemeinde,
unsere Lieben
und auch uns
durch Jesus Christus.
Er ist die Auferstehung und das Leben.
Ihm vertrauen wir uns an.
Amen.

 

Gebet für den Totensonntag

Mit Psalm 90 und Kehrvers: Wochenlied EG 533, 1. Strophe: „Du kannst nicht tiefer fallen“ (auf die Melodie von EG 516, Christus, der ist mein Leben)

Alle: Du kannst nicht tiefer fallen/ als nur in Gottes Hand, /
die er zum Heil uns allen / barmherzig ausgespannt.

Gott,
lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen.
Immer wieder. Bis das Denken ins Herz geht.
Gott, ich bitte dich für all die Kranken, Gepflegten, Umsorgten.
Und die es gern wären.
Für die Pflegenden, Sorgenden
auf den Intensivstationen, in den Pflegeheimen, zuhause.
Der zweite Coronawinter steht vor der Tür.
Du hältst unser Leben in deiner Hand.

Alle: Du kannst nicht tiefer fallen / als nur in Gottes Hand, /
die er zum Heil uns allen / barmherzig ausgespannt.

Gott,
du lässt die Menschen sterben und sprichst: Kommt wieder, Menschenkinder!
Am Anfang und am Ende ist es am gefährlichsten.
Und gerade da bist du. Mit Engelsflügeln. Mit Hirtensternen.
Gott, ich bitte dich für alle, die ein Kind erwarten. Für alle Neugeborenen.
Für alle Kinder und Jugendlichen.
Der zweite Coronawinter steht vor der Tür.
Du hältst unser Leben in deiner Hand.

Alle: Du kannst nicht tiefer fallen/ als nur in Gottes Hand, /
die er zum Heil uns allen / barmherzig ausgespannt.

Gott,
1.000 Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist.
Für das Jetzt bitte ich dich. Für die Menschen im Jetzt.
An den Grenzen Europas. In Belarus und in Afghanistan.
Und an so vielen anderen Orten.
Für Rettende und Gerettete.
Der zweite Coronawinter steht vor der Tür.
Du hältst unser Leben in deiner Hand.

Alle: Du kannst nicht tiefer fallen/ als nur in Gottes Hand, /
die er zum Heil uns allen / barmherzig ausgespannt.

Gott,
ehe die Berge wurden und die Welt, bist du
von Ewigkeit zu Ewigkeit. Gekommen um zu bleiben.
Hilf uns in den Advent, Gott.
In Nähe und Abstand loben und feiern wir.
Schenk uns dein Licht. Lass die Häuser warm sein und schick Mäntel für alle.
Der zweite Coronawinter steht vor der Tür.
Du hältst unser Leben in deiner Hand.
Du kommst.
Amen.

Alle: Du kannst nicht tiefer fallen/ als nur in Gottes Hand, /
die er zum Heil uns allen / barmherzig ausgespannt.

 

 

Gebet für den Ewigkeitssonntag
- Sonntag, 22. November 2020

Gebet für den Totensonntag – 22. November 2020

Heute nennen wir vor dir,
ewiger Gott,
die Namen unserer Toten.
In das Buch des Lebens hast du sie eingetragen.

Heute denken wir vor dir, Gott,
an die Toten,
deren Namen uns verborgen sind.
In das Buch des Lebens hast du sie eingetragen.

Heute beklagen wir die Toten,
die uns nur in täglich neuen Zahlen bewusst sind.
In das Buch des Lebens hast du sie eingetragen.

Heute gedenken wir der Toten,
die mit Gewalt aus diesem Leben gerissen wurden.
In das Buch des Lebens hast du sie eingetragen.

Heute weinen wir um die Kinder,
die gefoltert, verschleppt und getötet wurden,
die ertrunken sind und die niemand gerettet hat.
In das Buch des Lebens hast du sie eingetragen.

Heute trauern wir um die Toten,
für die es keine Hilfe gab,
deren Tod unsere Herzen in Angst versetzen.
In das Buch des Lebens hast du sie eingetragen.

Du, Gott, teilst mit uns unsere Schmerzen,
bis sie aufhören.
Behüte unsere Toten.
Du, Gott, liebst mit uns die, die zu uns gehören,
und die, die wir verloren haben.
Behüte unsere Toten.
Du, Gott, teilst mit uns unsere Erinnerungen,
bis sie verblassen,
Behüte unsere Toten.

Nimm, Gott,
unsere Trauer und unsere Schuld,
unsere Schmerzen und unsere Wut,
unsere Sehnsucht und unseren Abschied –
Du bist das Leben,
verwandele unsere Angst und unsere Tränen durch deine Liebe.
Dies bitten wir durch Jesus Christus,
den du vom Tode erweckt hast.

Amen.

 

Gebet für den Ewigkeitssonntag
- Sonntag, 24. November 2019

Ewigkeitssonntag

Ewiger Gott, du bist die Tür.
Du siehst, wo wir verschlossen sind, traurig und ohne Rat. Öffne die Tür unseres Herzens, dass wir hinausgehen können zu unseren Mitmenschen, zu denen, die uns brauchen.

Ewiger Gott, du bist der gute Hirte.
Du hörst, wenn wir nach dir rufen, aus der Verwirrung und Einsamkeit. Komm und führe uns zusammen, dass wir mit dir verbunden sind, dass wir uns mit denen verbinden, die im Abseits sind.

Ewiger Gott, du bist die Auferstehung und das Leben.
Du weißt, wie sehr wir unsere Verstorbenen vermissen, in den Tiefen unserer Seele. Schenke uns eine Ahnung des ewigen Lebens, das die Grenzen der Zeit übersteigt, das unsere Toten und uns umfängt.

Ewiger Gott, du bist das Brot des Lebens.
Du kennst unseren Hunger nach Gerechtigkeit und einem guten Leben. Gib uns dein Wort als Speise, dass wir eine Richtung finden für unser Leben auf dieser Erde.

Ewiger Gott, du bist das Licht der Welt
Du schaust in unsere Finsternisse, die Abgründe unserer Gedanken und Gefühle. Lass es hell werden in uns und allen Menschen, dass wir dich sehen und dir folgen.

<Stille>

Ewiger Gott, du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Amen

 

Gebet für den Ewigkeitssonntag
- Sonntag, 25. November 2018

Der Himmel ist dein und die Erde ist dein.
Wir sind dein.
Deine Liebe trägt den Himmel.
Deine Liebe trägt die Erde.
Deine Liebe trägt uns.
Ewiger Gott,
zu dir beten wir.

Nimm dich unserer Verstorbenen an.
Birg sie in deiner Liebe.
Halte du an ihnen fest,
wenn sie uns entgleiten.
Sprich
und die Worte,
die nicht mehr gesagt wurden,
werden aufklingen.
Höre,
und die Worte,
die noch gesprochen werden sollten,
werden Gehör finden.
Wische die Tränen ab.
Tröste und heile.
Segne die Erinnerungen und
lass uns den neuen Himmel und die neue Erde schauen.

Nimm dich der Schutzlosen an.
Begleite sie.
Zeige ihnen den Weg zu den Orten,
an denen sie sicher und geborgen sind.
Sprich,
damit die guten Worte,
die gesagt werden müssen.
laut werden.
Sprich,
damit das Brot,
das geteilt werden muss,
alle satt macht.
Richte du die, die andere verletzten.
Heile die Wunden und
lass uns den neuen Himmel und die neue Erde schauen.

Nimm dich der Mächtigen an.
Begeistere sie für die Gerechtigkeit.
Sprich,
damit sie sich ihrer Verantwortung erinnern:
für das Miteinander in Europa,
für die Rechte von Flüchtlingen,
und für die Welt, die wir unseren Kindern hinterlassen.
Versöhne die Verfeindeten.
Komm mit deinem Frieden und
lass uns den neuen Himmel und die neue Erde schauen.

Nimm dich deiner Kirche an.
Ermutige sie durch dein Wort.
Stärke sie durch dein Mahl.
Beschütze sie durch deine Liebe.
Der Himmel ist dein und die Erde ist dein.
Wir sind dein.
Auf dich hoffen wir,
ewiger Gott.
Höre unsere Bitten
durch Jesus Christus und
lass uns den neuen Himmel und die neue Erde schauen.

Amen.

 

Gebet für den Ewigkeitssonntag
- Sonntag, 26. November 2017

Ewiger Gott,
vor aller Zeit und in jedem Augenblick,
an jedem Tag,
in Geburt und Tod
bist du gegenwärtig und geschiehst.
Unerwartet kommst du wie ein Dieb in der Nacht
und bist immer schon da –
auch dort, wo wir dich nicht erkennen.

So bitten wir dich für alle,
die Abschied nehmen müssen,
deren Heimat zerstört ist,
deren Lebensumstände zerrüttet,
deren seelische Grundfesten erschüttert sind,
für alle die gehen und
alle die zurückbleiben.
Wir rufen:
Herr, erbarme Dich.

Wir bitten dich für alle,
die von uns gegangen sind,
die uns fehlen und die wir vermissen,
ohne die wir uns ein Weiterleben gar nicht vorstellen können,
für unsere Toten,
die wir bei Dir, in deiner Nähe glauben,
geborgen in Deiner zeitlosen Gegenwart.
Wir rufen:
Herr, erbarme Dich.

Wir bitten Dich für alle,
die zurückschauen und verzweifeln über dem,
was geschah,
für Kinder ohne ihre Eltern,
Eltern ohne ihre Kinder,
für Fliehende ohne Hoffnung,
für Gefolterte, Traumatisierte, Verletzte
und Verstümmelte,
für alle, die nicht mehr an Menschlichkeit glauben können.
Wir rufen:
Herr, erbarme Dich.

Wir bitten dich für alle,
die auf Dich warten,
die Dein Kommen ersehnen,
die Dich vermissen,
die Dich suchen, überall,
die nach dir fragen,
dem Gott, der ihr Leben umfangen
und mit Sinn erfüllen möge.
Wir rufen:
Herr, erbarme Dich.

Ewiger Gott,
vor aller Zeit und in jedem Augenblick,
an jedem Tag
bist du gegenwärtig und geschiehst.
Wenn diese Welt vergeht - und wir in ihr,
so bleibst du - und wir in dir.
In allem,
was wir sind und haben,
was wir waren und sein werden,
warten wir auf die Vollendung Deiner Schöpfung
und Dein Kommen in unsere Welt.

Amen.

 

Fürbitte für den Ewigkeitssonntag
- Sonntag, 20. November 2016

Ewiger, treuer Gott.
Zu wem sollen wir kommen,
wenn wir trauern?
Du bist das Leben.
Nimm dich unserer Verstorbenen an.
Wir vermissen sie.
Halte sie in deinen liebenden Händen.
Erbarme dich, denn
deine Liebe hört nicht auf!

Ewiger, treuer Gott.
Zu wem sollen wir kommen,
wenn wir in Angst vor der Zukunft sind?
Du bist unsere Hoffnung.
Nimm dich der Gutwilligen und Friedliebenden an.
Wir brauchen sie.
Schütze sie vor Hass und Verleugnung.
Erbarme dich, denn
deine Liebe hört nicht auf!

Ewiger, treuer Gott.
Zu wem sollen wir kommen,
wenn wir am Hunger in der Welt verzweifeln?
Du hast Brot und Leben.
Nimm dich der Hungernden in den Dürrgebieten Afrikas an.
Schau auf die Hungernden in unserer Nachbarschaft.
Sie wollen leben.
Fülle du ihre Hände.
Erbarme dich, denn
deine Liebe hört nicht auf!

Ewiger, treuer Gott.
Zu wem sollen wir kommen,
wenn Krieg und Gewalt nicht enden wollen?
Du bist der Frieden.
Nimm dich der Menschen in Syrien und im Irak an.
Sieh auf die Menschen in Afghanistan und im Süd-Sudan.
Sie und ihre Kinder wollen in Frieden leben.
Behüte und rette sie.
Erbarme dich, denn
deine Liebe hört nicht auf!

Ewiger, treuer Gott.
Zu wem sollen wir kommen,
wenn Krankheit und Schwäche schmerzen?
Du hast Heil und Segen.
Nimm dich unserer Kranken und ihrer Angehörigen an.
Sieh auf die Sterbenden.
Sie sehnen sich danach, dass die Qual endet.
Erbarme dich, denn
deine Liebe hört nicht auf!

Ewiger, treuer Gott.
Zu wem sollen wir kommen,
wenn wir an dir zweifeln?
Du bist da.
Sieh auf deine Gemeinde.
Sieh auf unsere Sehnsucht,
wisch die Tränen ab und komm mit deinem Trost.
Stärke unseren Glauben.
Segne uns und alle,
die zu uns gehören.
Um Jesu Christi willen und
in der Kraft des Heiligen Geistes rufen wir:
Erbarme dich, denn
deine Liebe hört nicht auf!

 

Gebet für den Ewigkeitssonntag
- Sonntag, 22. November 2015

Wenn du das Unerträgliche mitträgst,
dann können wir gehen.
Wenn du dein Licht aufstrahlen lässt,
dann können wir den Weg finden.
Komm mit deinem Licht und deiner Hilfe,
du Freund und Ewiger,
du Trost und Leben.

In diesen Tagen,
in denen uns in Europa die weltweite Gewalt nahe kommt,
bitten wir dich für die Opfer des Hasses
und für die Menschen, die sich schützend vor sie stellen.
Du machst die Liebe stärker als den Hass.
Wir bitten dich:
Komm mit deinem Licht und deiner Hilfe!

In diesen Tagen der Unsicherheit und Angst
bitten wir dich für die Menschen,
die sich vor dem morgigen Tag sorgen,
sich verhärten und den anderen misstrauen.
Deine Gegenwart ist stärker als die Angst.
Wir bitten dich:
Komm mit deinem Licht und deiner Hilfe!

In diesen Tagen, in denen Millionen auf der Flucht sind,
bitten wir dich für die,
die bei uns Schutz suchen und
für alle, die ihnen helfen.
Unter deinem Schutz können sie sicher ausruhen.
Wir bitten dich:
Komm mit deinem Licht und deiner Hilfe!

In diesen Tagen des Streits und Zerrissenheit
bitten wir dich für das Zusammenleben der Menschen in unserem Land.
Du liebst die Kleinen
und gibst den Schwachen Würde.
Wir bitten dich:
Komm mit deinem Licht und deiner Hilfe!

In diesen Tagen, in denen Weltklimaabkommen in Gefahr ist,
bitten wir dich für alle,
die sich um den Schutz deiner Schöpfung mühen.
Du hörst das Seufzen deiner Geschöpfe
und willst sie retten.
Wir bitten dich:
Komm mit deinem Licht und deiner Hilfe!

In diesen Tagen der Trauer
bitten wir dich für alle Verstorbenen
und alle, die einen geliebten Menschen verloren haben.
Sammle die Tränen,
heile die Schmerzen,
hüte die Erinnerungen,
lass dein Licht aufstrahlen,
damit die Dunkelheit des Todes die Macht verliert.
Im Vertrauen auf den Auferstandenen,
der die Finsternis des Todes erlitten hat,
bitten wir dich:
Komm mit deinem Licht und deiner Hilfe!
Heute und alle Tage bitten wir dich:
Umhülle mit deinem Heiligen Geist uns und alle,
die wir lieben,
du Freund und Ewiger,
du Trost und Leben!

Amen.

 

Gebet für den Ewigkeitssonntag
- Sonntag, 23. November 2014

Gott, du Ursprung und Ziel unseres Lebens.
Du hast den Tod besiegt.
Bei dir sind wir geborgen.
Inmitten von Dunkelheit und Trauer bist du Trost und Licht.
Sei unseren Toten Trost und Licht.
Wir haben sie geliebt,
wir mussten sie hergeben,
wir vermissen sie.
Gib du ihnen die Liebe, die mehr vermag als unsere Liebe.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Sei den Menschen in deinem Heiligen Land Trost und Licht.
Wir sind ratlos,
wir erschrecken über die Gewalt,
wir hoffen auf Versöhnung.
Verwandle mit deinem Frieden die verhärteten Herzen.
Verbanne alle Gewalt.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Sei den Menschen im Irak und in Syrien Trost und Licht.
Wir sind entsetzt über die Brutalität,
wir fürchten um das Leben der Verschleppten,
wir bangen mit unseren christlichen Geschwistern.
Errichte du dein Reich in unserer Welt.
Bewahre deine Kirche und alle Menschen guten Willens.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Sei den Flüchtlingen Trost und Licht.
Wir überlassen sie ihrem Schicksal,
wir kennen ihre Not nur von Ferne,
wir erlauben den Mächtigen die Grenzen zu verschließen.
Rette sie, wie du einst dein Volk Israel gerettet hast.
Behüte die Kinder in den Flüchtlingslagern.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Sei den Kranken und Sterbenden Trost und Licht.
Wir fürchten uns vor Schmerzen und Seuchen,
wir haben Mitleid mit den Leidenden,
wir sind froh über alle, die sie pflegen.
Heile du, wo unser Mitleid versagt.
Gib Kraft allen, die sich in der Pflege anderer verausgaben.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Sei für deine Kirche Trost und Licht.
Wir leben von deinem Wort,
wir vertrauen dir unsere Kinder an,
wir sehnen uns nach Einheit.
Erfülle deine weltweite Kirche mit deinem Heiligen Geist.
Mache uns zu deinen Zeuginnen und Zeugen.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich um Jesu Christi willen,
der das Licht der Welt und unsere Hoffnung ist.

Amen

Gebet für den Ewigkeitssonntag
- Sonntag, 24. November 2013

(mit dem Lied EG 153)

Ewiger Gott,
Anfang und Ende und alle Zeit
hältst du umfangen.
Kein Heimweg und keine Flucht,
kein Aufstieg und kein Fallen,
kein Wachsen und kein Niedergang
ohne dich.
Wie unser Atem geht, wie die Tage kommen und sich neigen,
wachsen die Hoffnungen der Menschen und verlöschen,
aber du bist unsere Hoffnung, die bleibt.
Wir danken dir und singen:

Der Himmel, der ist, ist nicht der Himmel der kommt,
wenn einst Himmel und Erde vergehen.

Wir bringen vor dich all das Leid, das entsteht,
wenn im Namen der Zukunft Menschen Gewalt üben,
wenn Andersdenkende verfolgt werden,
wenn Natur zerstört und kulturelle Erinnerungen ausgelöscht werden,
wenn der technische Fortschritt über Leichen geht.
Wir denken an die Inhaftierten und die Gefolterten in Arbeitslagern  
in China, in Russland und in Nordkorea.
Du bist unsere Hoffnung, die niemanden unterwirft.
Wir danken dir und singen:

Der Himmel, der kommt, das ist der kommende Herr,
wenn die Herren der Erde gegangen.

Tote liegen in den Straßen auf den Philippinen,
Tote in Syrien, in Lybien
und in den vielen Kriegsgebieten dieser Erde,
Verhungerte in den Slums,
Ertrunkene vor Europas Küsten,
sie folgen uns wie Schatten.
Sie fragen uns nach unserem Leben und unseren Taten.
Du bist die Hoffnung auf eine andere Welt.
Wir danken dir und singen:

Der Himmel, der kommt, das ist die Welt ohne Leid,
wo Gewalttat und Elend besiegt sind.

Wir bringen vor dich
die abgeschnittenen Lebensfäden, die seelischen Wunden,
die Krater des Todes in unserem Leben:
Menschen, um die wir trauern,
schmerzlich Vermisste.
Du bist unsere Hoffnung,
dass die Toten uns vorangegangen sind ins Leben der kommenden Welt.
Wir danken dir und singen:

Der Himmel, der kommt, das ist die fröhliche Stadt
und der Gott mit dem Antlitz des Menschen.

Ewiger Gott,
Anfang und Ende und alle Zeit
hältst du umfangen.
Du bist unsere Hoffnung im Leben und im Sterben.
Was auch immer geschieht, du bist uns nah. 
Wir danken dir und singen:

Der Himmel, der kommt, grüßt schon die Erde, die ist,
wenn die Liebe das Leben verändert.
Amen.

Weitere Gebete zu den Sonn- und Festtagen 

Gebet für den Ewigkeitssonntag
- Sonntag, 22. November 2009

Christus, tröste uns,
denn wir sind traurig.
Der Tod greift nach denen, die uns nahe sind.
Er vernichtet, und niemand kann ihm entgehen.
Christus, tröste alle,
denen der Tod ihre Lieben entrissen hat.
Du kennst alle ihre Namen.
(Stille)
Christus – auf dich hoffen wir.

Christus, tröste uns,
denn wir haben Angst.
Krankheiten brechen ohne Vorwarnung über uns nahe Menschen herein.
Sie reißen die Macht an sich
und bestimmen über die Gedanken am Tag und die Träume in der Nacht.
Christus, tröste alle,
die sich nach Heilung sehnen.
Erbarme dich.
Du kennst alle ihre Namen.
(Stille)
Christus – auf dich hoffen wir.

Christus, tröste uns,
denn wir sind so machtlos.
Die Kriege enden nicht.
Sie verwüsten Stadt und Land.
Bomben zerfetzen Schuldige und Unschuldige.
Christus, tröste die Verwundeten,
hab du Mitleid mit den Opfern inmitten von Trümmern und Waffen.
Du kennst alle ihre Namen.
(Stille)
Christus – auf dich hoffen wir.

Christus, tröste uns,
denn wir sind so erfolglos.
Unrecht und Korruption bleiben ungeahndet.
Die Armen werden ärmer.
Christus, tröste die Verachteten und Armen,
hab du Mitleid mit den Kindern und Jugendlichen,
denen eine gute Zukunft verweigert wird.
Du kennst alle ihre Namen.
(Stille)
Christus – auf dich hoffen wir.

Christus, tröste uns,
denn wir sind so hilflos.
Naturkatastrophen und der Klimawandel verwandeln deine gute Schöpfung in einen unwirtlichen Ort.
Christus, tröste und heile die angegriffene Schöpfung.
Du kennst jeden Ort und jedes leidende Geschöpf.
(Stille)
Christus – auf dich hoffen wir.

Christus, tröste uns,
denn wir sind so kleingläubig.
Deine Kirche ist uneins,
deine Gemeinde ist in Sorge um den morgigen Tag.
Christus, tröste alle Bischöfe und Bischöfinnen,
stärke alle, die ein Amt in deiner weltweiten Kirche übernommen haben.
Du kennst sie alle.
Du hörst, für wen sie dich bitten.
Du hast alle ihre Namen ins Buch des Lebens eingeschrieben.
(Stille)
Christus – auf dich hoffen wir.
Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Leite und geleite uns.
Segne alle, für die wir dich bitten,
heute und alle Tage.
Amen.

Weitere Gebete zu den Sonn- und Festtagen 

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