Wochengebet

Die VELKD bietet zu den Sonn- und Feiertagen im Kirchenjahr sowie aus aktuellem Anlass online Gebetstexte. Sie werden jeweils Mitte der Woche für den darauf folgenden Feiertag eingestellt. Die Texte dienen sowohl dem gottesdienstlichen als auch dem privaten Beten und verbinden auf neue Weise aktuelles Geschehen mit der Struktur des Kirchenjahres. 

Die wöchentlichen Fürbittengebete werden im Auftrag der Kirchenleitung der VELKD von vier Autorinnen / Autoren verfasst. 

Wenn Sie ein Wochengebet zur Veröffentlichung nutzen wollen, verwenden Sie bitte den unveränderten Text und geben an: „Quelle: Wochengebet der VELKD, www.velkd.de“. 

Hinweis:
Sie finden unten in der Regel das Gebet für den jeweils aktuellen Feiertag. Für alle Sonn- und Feiertage im Archiv stehen weitere Fürbitten / Gebete zur Verfügung. Das jeweilige Tagesdatum oder der Name des anstehenden Fest- / Sonntages dient als Suchkriterium. Sollten z.B. zwei Feiertage in enger zeitlicher Nähe liegen, finden Sie in der Regel das Gebet für diesen Feiertag bereits im Archiv.

Sonntag, 05. Dezember 2021
Gebet für den 2. Sonntag im Advent

Wann reißt du den Himmel auf, Gott?
Wann greifst du ein?
Du siehst doch das Leid.
Du siehst doch die Trauer.
Du siehst doch, wie wir warten.
Reiß den Himmel auf.
Greif ein.
Wir bitten dich.
Komm!

Barmherziger Gott,
sieh auf unsere Kranken.
Sieh auf die Kranken, die wir nicht kennen.
Höre ihre Klagen und ihr Schreien.
Hilf allen, die sie pflegen und ihnen beistehen.
Hilf allen, die Medikamente entwickeln
und allen, die für eine gerechte Verteilung einstehen.
Reiß den Himmel auf.
Greif ein.
Wir bitten dich.
Komm!

Barmherziger Gott,
sieh auf die Verantwortlichen.
Sieh, wie schwer es ist, das Richtige zu tun.
Höre die Ratlosigkeit und den Zweifel.
Hilf den Ungeduldigen.
Hilf denen, die ihre Kräfte für andere hergeben.
Reiß den Himmel auf.
Greif ein.
Wir bitten dich.
Komm!

Barmherziger Gott,
sieh deine Schöpfung.
Sieh unsere Unfähigkeit, ihr zu helfen.
Höre ihr Seufzen.
Hilf denen, die unter den Folgen unserer Sorglosigkeit leiden.
Hilf den Flutopfern dieses Sommers.
Hilf den Hungernden.
Reiß den Himmel auf.
Greif ein.
Wir bitten dich.
Komm!

Barmherziger Gott,
sieh deine Kirche.
Sieh unser Vertrauen.
Höre unsere Sehnsucht.
Hilf deiner Gemeinde, die sich auf dein Kommen vorbereitet.
Hilf deiner weltweiten Kirche, dich glaubwürdig zu bezeugen.
Reiß den Himmel auf.
Greif ein.
Wir bitten dich.
Komm!

Barmherziger Gott,
sieh auf uns und unsere Kinder.
Sieh auf die Trauernden.
Sieh, wie wir dich brauchen.
Wir warten auf dich.
In Jesu Namen rufen wir:
Reiß den Himmel auf.
Greif ein.
Wir bitten dich.
Komm!
Amen.

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 06. Dezember 2020

Du hast Geduld mit uns,
ewiger Gott.
Wir danken dir
für den langen Atem,
für die Barmherzigkeit,
für die Liebe und das Glück.

Du bist geduldig, Gott -
wir warten und werden ungeduldig.
Wir hungern danach,
dass die Krankheiten aufhören,
dass die Infektionen enden,
dass die Impfstoffe wirksam sind.
Komm.

Du bist geduldig, Gott -
wir warten und werden ungeduldig.
Wir wünschen uns,
dass die Sterbenden in Frieden gehen,
dass die Trauernden Trost finden,
dass unsere Toten bei dir geborgen sind.

Du bist geduldig, Gott -
wir warten und werden ungeduldig.
Wir sehnen uns danach,
dass Barmherzigkeit diese Welt regiert,
dass die Hungernden satt werden,
dass die Betrogenen Wiedergutmachung erfahren,
dass die Entwurzelten Heimat finden.

Du bist geduldig, Gott -
wir warten und werden ungeduldig,
mit dieser Welt,
mit unseren Nächsten,
mit uns.
Du hast Geduld mit uns,
ewiger Gott, und
gibst uns deinen Atem.
Komm mit deiner Barmherzigkeit und Liebe.
Wir warten.
Komm.

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 08. Dezember 2019

Wir warten auf dich, guter Gott,
und hoffen,
dass das Gute wirklich siegt.
Wir warten auf dich, barmherziger Gott,
und hoffen,
dass sich deine Barmherzigkeit ausbreitet.
Wir warten auf dich, heiliger Gott,
und hoffen,
dass du deine Schöpfung rettest.
Wir warten auf dich und rufen dir zu:
Komm, Herr Jesus.

Wir warten darauf,
dass du das Leben zum Guten wendest.
Wir denken an die Kinder,
die in Angst leben,
die bedroht werden,
die missbraucht werden.
Wir denken an die Menschen ohne eigene Wohnung,
die Obdachlosen in den kalten Nächten,
die Frauen, die vor Gewalt fliehen,
die Flüchtlinge.
Du hast es uns versprochen,
dass du kommst und alles gut wird.
Wir warten auf dich und rufen dir zu:
Komm, Herr Jesus.

Wir warten darauf,
dass die Barmherzigkeit die Welt regiert.
Wir denken an die Mächtigen,
die ehrlich und integer sind,
die das Beste wollen,
die sich verausgaben und das Recht schützen.
Wir denken an die Gewaltherrscher,
die über Heere befehlen,
die nur ihre Interessen verfolgen,
die die Schwachen quälen.
Du hast es versprochen,
dass die Barmherzigen Barmherzigkeit erlangen
und die Sanftmütigen das Erdreich besitzen werden.
Wir warten auf dich und rufen dir zu:
Komm, Herr Jesus.

Wir warten darauf,
dass dein Heiliger Geist unsere Herzen erfüllt.
Wir denken an alle,
die für die Bewahrung der Schöpfung arbeiten,
an die Teilnehmer und Regierungsvertreter der Weltklimakonferenz in Madrid,
an unsere Kinder und ihren Mut,
an alle, die sich mit kleinen Mitteln dem Klimawandel entgegenstellen.
Wir denken an die weltweite Kirche,
an die Gemeinden im Heiligen Land,
an alle, die in diesen adventlichen Tagen voller Unruhe sind,
an unsere Gemeinde und alle, mit denen wir verbunden sind
Du hast es uns versprochen,
dass du kommen wirst und das Antlitz der Erde neu wird.
Heute und alle Tage dieses Advents rufen wir dir zu:
Wir warten auf dich.
Komm, Herr Jesus.
Amen.

 

Gebet für den 2. Sonntag im Advent
- Sonntag, 09. Dezember 2018

Komm, du Gott, der uns rettet.
Komm, du Gott, der auf unsere Sehnsucht achtet.
Komm, du Gott, auf den wir warten.

Komm und stärke die müden Hände.
Müde sind die Hände derer,
die für die Hungernden sorgen.
Müde sind die Hände derer,
die die Kranken pflegen.
Müde sind die Hände derer,
die das Unrecht abwehren.
Komm und stärke die müden Hände,
damit die Hungernden essen,
damit sich die Wunden schließen,
damit die Betrogenen zu ihrem Recht kommen.
Du bist es, der uns rettet.
Komm.

Komm und mach fest die wankenden Knie.
Es wanken die Knie derer,
die den Weg zum Frieden beschreiten.
Es wanken die Knie derer,
die sich für ein gerechtes Leben einsetzen.
Es wanken die Knie derer,
die nur das Dunkel in der Welt sehen.
Komm und mach fest die wankenden Knie,
damit in allen wichtigen Gesprächen dieser Tage die Brückenbauer Erfolg haben,
damit Frieden in Syrien, im Jemen, in Afghanistan einkehrt.
damit die Suche Gerechtigkeit nicht zur Gewalt führt
und dass Lichter der Hoffnung entfacht werden.
Du bist es, der auf unsere Sehnsucht Acht hat.
Komm.

Komm und zeige uns deinen Weg,
ewiger Gott.
Komm und begeistere deine Kirche.
Steck sie mit deiner Liebe an,
damit sie auf dem Weg zu dir,
den Suchenden antwortet,
die Trauernden tröstet
und zusammen mit den Hoffnungsvollen deine Liebe besingt.
Komm und begeistere uns.
Nimm uns unsere Sorgen und unsere Unruhe,
erfülle uns mit adventlicher Freude
und segne alle, die zu uns gehören.

Komm, du Gott, auf den wir warten,
Schöpfer, Retter, Heiliger Geist.
Komm und ebene den Weg durch die Wüste
und stimme mit uns das Lied der Freude an -
heute und alle Tage deines Advents.
Komm.

Amen.

 

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 10. Dezember 2017

Ach, dass du doch eingreifen mögest,
barmherziger, ewiger Gott.
Ach, dass du doch den Himmel aufreißt
und die Erde aufatmet.

So schau doch herab, du unser Gott,
und komm.
Wir warten.
Noch dringender warten die Armen,
die die Wünsche ihrer Kindern nicht erfüllen können,
die auf der Straße leben und
sich in den Nächten vor Gewalt und Kälte fürchten.
Noch dringender warten die Verzweifelten,
denen die Kraft zu hoffen fehlt,
die allein gelassen sind und auf die niemand achtet.
So schau doch herab
und komm ihnen zu Hilfe.
Schicke ihnen gute Menschen
Komm du selbst und zögere nicht länger.
Komm und erbarme dich.

So schau doch herab, du unser Gott,
und komm.
Wir sehnen uns nach Frieden.
Noch dringender nach Frieden
sehnen sich die Menschen in den Kriegsgebieten,
die Menschen in Syrien, Afghanistan, im Jemen,
auch die Soldaten.
Noch dringender nach Frieden sehnen sich die Überlebenden,
die Traumatisierten,
die von den Bilder des Grauens verfolgt werden.
So schau doch herab
und komm ihnen zu Hilfe.
Schicke ihnen Friedensbringer, Brückenbauer, Therapeuten.
Schicke ihnen gut Menschen.
Komm du selbst und zögere nicht länger.
Komm und erbarme dich.

So schau doch herab, du unser Gott,
und komm.
Wir hoffen auf Heilung.
Noch dringender auf Heilung hoffen die Kranken,
die, die eine erschreckende Diagnose erfahren haben,
deren Angehörige sich aufreiben,
die Kranken, die unter unsäglichen Schmerzen leiden.
Noch dringender auf Heilung hofft die verwundete Schöpfung,
die Tiere, die uns dienen,
die Luft, die wir vergiften.
So schau doch herab, du unser Gott
und komm uns allen zu Hilfe.
Segne die Pflegenden und alle, die deine Schöpfung schützen.
Komm du selbst und zögere nicht länger.
Komm und erbarme dich.

So schau doch herab, du unser Gott
und komm.
Wir beten dich an.
Wir singen von deinem Kommen.
Höre unsere Lieder,
höre unser Beten,
damit wir zum Segen für diese Welt werden.
Komm du selbst und zögere nicht länger.
Komm und erbarme dich.

Um Jesu Christi Willen
hoffen wir
für alle, die zu uns gehören,
für alle, die wir lieben,
auf dich, du ewiger und barmherziger Gott.
So komm und zögere nicht länger.
Komm und erbarme dich.
Amen.

 

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 04. Dezember 2016

Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?
Komm, denn wir warten.
Komm, denn so wie es ist, kann es nicht bleiben.

In Syrien leiden die Menschen.
Aleppo ist eine Trümmerstadt,
die Überlebenden hungern und haben den Tod vor Augen.
Diktatoren und Mörder machen sich die Welt als Beute genommen.
Komm, denn die Menschen in Aleppo warten.
Komm, denn so wie es ist, kann es nicht bleiben.
Wir rufen zu dir:
Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?

Die Flüsse und Wälder sind bedroht.
Die Ureinwohner Amerikas verlieren ihre Erde.
Hilflos ist die Schöpfung der Gewalt ausgeliefert.
Gier und Gift zerstören unsere Lebensgrundlagen.
Komm, denn deine Schöpfung wartet.
Komm, denn so wie es ist, kann es nicht bleiben.
Wir rufen zu dir:
Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?

Hass und Angst breiten sich aus.
Nächstenliebe und Güte werden verlacht und verächtlich gemacht.
Die Menschen haben die Wahl – in Österreich, in Italien –
in ihren Worten und mit ihren Taten.
Komm, denn es ist genug Hass ausgeschüttet.
Komm, denn so wie es ist, kann es nicht bleiben.
Wir rufen zu dir:
Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?

Krankheit und Tod reißen Wunden.
Voller Hoffnung rufen die Verzweifelten.
Mit Tränen in den Augen hoffen die Trauernden.
Mit letzter Kraft kämpfen die Guten für ihre Lieben.
Komm, denn die Schwachen und Müden warten.
Komm, denn so wie es ist, kann es nicht bleiben.
Wir rufen zu dir:
Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?

Überall glauben Menschen an dich.
Überall sehnen sie sich nach Frieden und Einheit.
Überall singen sie dein Lob.
Komm, denn deine Gemeinde wartet auf dich.
Komm, o Heiland Jesus Christ, tröste uns.
Wir rufen zu dir:
Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?
Amen.

 

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 06. Dezember 2015

Komm, du Barmherziger.
Komm, lass uns nicht länger warten.

Komm und breite deinen Frieden aus.
Wehre der Gewalt
und zeige den Mächtigen den Weg zum Frieden.
Komm und breite deinen Frieden aus.
Zerbrich du die Waffen der Gewalttäter
und befreie alle, die in ihrer Gewalt leben.
Komm und breite deinen Frieden aus.
Beschütze die Bedrohten und Verängstigten
und hindere allen Hass.
Komm, du Barmherziger.
Komm, lass uns nicht länger warten.

Komm, du Trost der ganzen Welt.
Trockne die Tränen der Trauernden
und heile die Verletzten.
Komm, du Trost der ganzen Welt.
Weise den Flüchtenden den Weg
und bewahre sie vor Hass und Neid.
Komm, du Trost der ganzen Welt.
Mache die Hoffnung heller als die Verzweiflung
und den Mut stärker als die Angst.
Komm, du Barmherziger.
Komm, lass uns nicht länger warten.

Komm und zieh in unsere Herzen ein.
Schaffe Gerechtigkeit für die Armen
und mach die Sehnsucht nach deiner Gerechtigkeit groß.
Komm und zieh in unsere Herzen ein.
Rette deine Schöpfung
und führe die Verhandlungen zum Weltklima zum Erfolg.
Komm und zieh in unsere Herzen ein.
Begeistere deine Kirche für dein Kommen
und lass uns geduldig und treu an deiner Seite mitgehen.
Komm, du Barmherziger.
Komm, lass uns nicht länger warten.

Komm und zeige dich,
durch dein Wort und dein Sakrament,
mit deiner Liebe,
in Jesus Christus.
Ihm vertrauen wir uns an – heute, und alle Tage bis er kommt.

Amen.

 

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 07. Dezember 2014

So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.
Du Beistand der Bedrängten,
du Schutz
der Verschleppten,
der Geschlagenen
und Gefolterten.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Du Gerechter,
du Anwalt
der Hungernden,
der Verlachten
und Bloßgestellten.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Du Friede,
du Hoffnung
für dein Heiliges Land,
für Syrien und den Irak,
für die Ukraine und alle Menschen guten Willens.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Du Licht in der Nacht,
du Trost
der Hilflosen,
der Trauernden
und Verzweifelten.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Du Zuflucht in der Fremde,
du Heimat
der Entwurzelten,
der Flüchtlinge und Vertriebenen.
Du Obdach für alle,
die auf der Straße leben.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Schöpfer des Himmels und der Erde,
Du Weisheit
für uns Menschen,
für die Beratungen der Weltklimakonferenz,
für alle Mächtigen.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Du Liebe,
du Lebenskraft
für unsere Kinder,
für unsere Lieben,
für unsere Freunde,
unsere Feinde,
für die Kranken und Sterbenden.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Du lebendiges Wort,
Du Ursprung und Ziel unseres Lebens,
Du Sehnsucht deiner Kirche.
Zögere nicht, deine Welt zu erlösen.
Reiße die Wolken auf
und erbarme dich durch Christus,
den wir ungeduldig und hoffnungsvoll erwarten -
heute und unser Leben lang.
Amen

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 08. Dezember 2013

Bald wirst du erscheinen,
du Tröster,
du Weisheit,
du Schutz,
du Hoffnung.
Noch brauchen wir Geduld,
aber bald wirst du erscheinen.
Wir bitten dich:
Komm und hilf.

Du Tröster,
in diesen Adventstagen ist Geduld nötig,
aber Einsame und Traurige verzweifeln,
Obdachlose frieren,
Flüchtlinge werden zurückgewiesen.
Du Tröster,
halte du ihnen allen die Tür auf
und komme ihnen entgegen.
Noch brauchen sie Geduld,
aber bald wirst du erscheinen.
Wir bitten dich:
Komm und hilf.

Du Weisheit,
in diesen Adventstagen ist es nötig,
Verantwortung zu übernehmen,
aber die Politiker schauen dem Klimawandel tatenlos zu,
die Generationen werden gegeneinander ausgespielt,
die reichen Länder schützen sich vor den armen,
Ungerechtigkeit und Überwachung vergiften das Zusammenleben.
Du Weisheit,
schreibe dein Gesetz in die Herzen der Mächtigen.
Noch brauchen wir Geduld,
aber bald wirst du erscheinen.
Wir bitten dich:
Komm und hilf.

Du Schutz,
in diesen Adventstagen ist es nötig,
aufeinander achtzugeben,
viele Kinder sind voller Erwartung,
die Verkäuferinnen und Verkäufer sind erschöpft,
Kranke sehnen sich nach Gesundung,
Reisende hoffen auf sicheres Geleit.
Du Schutz,
bewahre die Kleinen und Verletzlichen.
Noch brauchen sie Geduld,
aber bald wirst du erscheinen.
Wir bitten dich:
Komm und hilf.

Du Hoffnung,
in diesen Adventstagen vertraut dir deine Kirche.
Die Gemeinden in aller Welt glauben, lieben, hoffen.
Deine Gemeinde will hören, was der Geist ihr sagt.
Noch brauchen sie Geduld,
aber bald wirst du erscheinen.
Wir bitten dich:
Komm und hilf.

Du Tröster,
du Weisheit,
du Schutz,
du Hoffnung.
Wenn du da bist, sind Angst und Schrecken überwunden.
Zögere nicht,
wir bitten dich:
Komme bald.
Amen.

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 09. Dezember 2012

Wie fern bist du noch?
Täglich halten wir Ausschau danach,
dass die Lahmen springen.
Aber wir sehen,
wie sich die Armen abquälen und verhöhnt werden.
Wir erleben, wie Kranke unter Schmerzen leiden,
wir spüren, wie mächtig die Angst ist.
Nun komm doch,
mache deine Verheißung wahr
und erbarme dich
der Armen, der Gequälten, der Kranken, der Ängstlichen.
Tauet ihr Himmel,
komm, du Erlöser.

Wie lange müssen wir noch warten?
Täglich hoffen wir darauf,
dass es gerecht zugeht.
Aber wir sehen
Obdachlose,
Gemobbte.
Wir müssen damit leben,
dass die einen Glück haben
und die anderen ohne Chancen sind.
Nun komm doch,
mache deine Verheißung wahr
und erbarme dich
der Flüchtlinge, der Heimatlosen, der Kinder der Armen.
Tauet ihr Himmel,
komm, du Erlöser.

Kann nicht endlich Friede sein?
Täglich sehnen wir uns danach,
dass die Gewalt aufhört und die Kriege ein Ende haben.
Aber wir sehen,
wie der Krieg in Syrien weitergeht,
wie im Heiligen Land Gewalt geübt wird,
wie die arabischen Völker die Früchte ihres Mutes verlieren,
wie in Nigeria Christen ermordet werden.
Nun komm doch,
mache deine Verheißung wahr
und erbarme dich
der Opfer,
leg den Tätern das Handwerk,
zerbrich die Waffen.
Tauet ihr Himmel,
komm, du Erlöser.

Warum zögerst du?
Täglich wartet die Schöpfung darauf,
dass du auch sie befreist.
Aber in den Meeren schwimmt Müll,
Dürre treibt Bauern in den Ruin
und Millionen hungern.
Nun komm doch,
mache deine Verheißung wahr
und erbarme dich der Schöpfung.
Tauet ihr Himmel,
komm, du Erlöser.

Siehst du unsere Glauben?
Täglich hoffen wir auf dein Kommen.
Aber der Advent ist voller Unruhe.
Nun komm doch,
mache deine Verheißung wahr
und erbarme dich deiner Kirche,
unserer Gemeinde,
und aller, die von deinem Kommen erzählen.
Erbarme dich
unserer Kinder in ihrer Vorfreude auf Weihnachten.
Erbarme dich aller, die uns anvertraut sind.
Tauet ihr Himmel,
komm, du Erlöser.
Komm, wir warten, dass Schmerz und Seufzen aufhören.
Komm, wir warten, dass Freude und Wonne uns ergreifen.
Komm.
Amen.

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Gebete für den Ewigkeits- und Totensonntag
- Sonntag, 21. November 2021

Gebet für den Ewigkeitssonntag

Ewiger Gott,
zu dir kommen wir mit unserer Trauer.
Wir gedenken unserer Lieben,
die der Tod von uns genommen hat.
Ihre Namen sind in dein Buch des Lebens eingeschrieben.

Wir gedenken der Toten,
deren Schicksal uns anrührt.
Wir gedenken der Corona-Toten.
(Stille)

Wir gedenken der Toten,
die ohne Abschied starben.
(Stille)

Wir gedenken der Toten,
die einsam und allein starben.
(Stille)

Wir gedenken der Toten,
die unter unsäglichen Schmerzen gelitten haben.
(Stille)

Wir gedenken der Toten,
die obdachlos waren.
(Stille)

Wir gedenken der Toten,
die an den Grenzen starben,
im Meer ertrunken sind,
im Krieg den Tod fanden,
gefoltert und ermordet wurden.
(Stille)

Wir gedenken der Toten,
um die niemand trauert.
(Stille)

Bei dir sind sie geborgen.
In deiner Liebe endet
ihr Schmerz,
ihre Einsamkeit,
ihr Tod.
Behüte sie bis zum Ende aller Tage.

Ewiger Gott,
in unserer Trauer danken wir dir
für die Menschen,
die uns hoffen lassen,
für die Menschen,
die für andere da sind,
für die Menschen,
die pflegen und heilen,
für die Menschen,
die die Tränen abwischen und
den Schmerz mittragen.
(Stille)

Ewiger Gott,
in unserer Trauer bitten wir dich
für deine seufzende Schöpfung,
die sich nach Erlösung und Frieden sehnt.
Du hast uns versprochen,
alles neu zu machen.
Beginne schon jetzt damit.
Tröste und segne deine Menschen,
deine Gemeinde,
unsere Lieben
und auch uns
durch Jesus Christus.
Er ist die Auferstehung und das Leben.
Ihm vertrauen wir uns an.
Amen.

 

Gebet für den Totensonntag

Mit Psalm 90 und Kehrvers: Wochenlied EG 533, 1. Strophe: „Du kannst nicht tiefer fallen“ (auf die Melodie von EG 516, Christus, der ist mein Leben)

Alle: Du kannst nicht tiefer fallen/ als nur in Gottes Hand, /
die er zum Heil uns allen / barmherzig ausgespannt.

Gott,
lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen.
Immer wieder. Bis das Denken ins Herz geht.
Gott, ich bitte dich für all die Kranken, Gepflegten, Umsorgten.
Und die es gern wären.
Für die Pflegenden, Sorgenden
auf den Intensivstationen, in den Pflegeheimen, zuhause.
Der zweite Coronawinter steht vor der Tür.
Du hältst unser Leben in deiner Hand.

Alle: Du kannst nicht tiefer fallen / als nur in Gottes Hand, /
die er zum Heil uns allen / barmherzig ausgespannt.

Gott,
du lässt die Menschen sterben und sprichst: Kommt wieder, Menschenkinder!
Am Anfang und am Ende ist es am gefährlichsten.
Und gerade da bist du. Mit Engelsflügeln. Mit Hirtensternen.
Gott, ich bitte dich für alle, die ein Kind erwarten. Für alle Neugeborenen.
Für alle Kinder und Jugendlichen.
Der zweite Coronawinter steht vor der Tür.
Du hältst unser Leben in deiner Hand.

Alle: Du kannst nicht tiefer fallen/ als nur in Gottes Hand, /
die er zum Heil uns allen / barmherzig ausgespannt.

Gott,
1.000 Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist.
Für das Jetzt bitte ich dich. Für die Menschen im Jetzt.
An den Grenzen Europas. In Belarus und in Afghanistan.
Und an so vielen anderen Orten.
Für Rettende und Gerettete.
Der zweite Coronawinter steht vor der Tür.
Du hältst unser Leben in deiner Hand.

Alle: Du kannst nicht tiefer fallen/ als nur in Gottes Hand, /
die er zum Heil uns allen / barmherzig ausgespannt.

Gott,
ehe die Berge wurden und die Welt, bist du
von Ewigkeit zu Ewigkeit. Gekommen um zu bleiben.
Hilf uns in den Advent, Gott.
In Nähe und Abstand loben und feiern wir.
Schenk uns dein Licht. Lass die Häuser warm sein und schick Mäntel für alle.
Der zweite Coronawinter steht vor der Tür.
Du hältst unser Leben in deiner Hand.
Du kommst.
Amen.

Alle: Du kannst nicht tiefer fallen/ als nur in Gottes Hand, /
die er zum Heil uns allen / barmherzig ausgespannt.

 

 

Gebet für den Ewigkeitssonntag
- Sonntag, 22. November 2020

Gebet für den Totensonntag – 22. November 2020

Heute nennen wir vor dir,
ewiger Gott,
die Namen unserer Toten.
In das Buch des Lebens hast du sie eingetragen.

Heute denken wir vor dir, Gott,
an die Toten,
deren Namen uns verborgen sind.
In das Buch des Lebens hast du sie eingetragen.

Heute beklagen wir die Toten,
die uns nur in täglich neuen Zahlen bewusst sind.
In das Buch des Lebens hast du sie eingetragen.

Heute gedenken wir der Toten,
die mit Gewalt aus diesem Leben gerissen wurden.
In das Buch des Lebens hast du sie eingetragen.

Heute weinen wir um die Kinder,
die gefoltert, verschleppt und getötet wurden,
die ertrunken sind und die niemand gerettet hat.
In das Buch des Lebens hast du sie eingetragen.

Heute trauern wir um die Toten,
für die es keine Hilfe gab,
deren Tod unsere Herzen in Angst versetzen.
In das Buch des Lebens hast du sie eingetragen.

Du, Gott, teilst mit uns unsere Schmerzen,
bis sie aufhören.
Behüte unsere Toten.
Du, Gott, liebst mit uns die, die zu uns gehören,
und die, die wir verloren haben.
Behüte unsere Toten.
Du, Gott, teilst mit uns unsere Erinnerungen,
bis sie verblassen,
Behüte unsere Toten.

Nimm, Gott,
unsere Trauer und unsere Schuld,
unsere Schmerzen und unsere Wut,
unsere Sehnsucht und unseren Abschied –
Du bist das Leben,
verwandele unsere Angst und unsere Tränen durch deine Liebe.
Dies bitten wir durch Jesus Christus,
den du vom Tode erweckt hast.

Amen.

 

Gebet für den Ewigkeitssonntag
- Sonntag, 24. November 2019

Ewigkeitssonntag

Ewiger Gott, du bist die Tür.
Du siehst, wo wir verschlossen sind, traurig und ohne Rat. Öffne die Tür unseres Herzens, dass wir hinausgehen können zu unseren Mitmenschen, zu denen, die uns brauchen.

Ewiger Gott, du bist der gute Hirte.
Du hörst, wenn wir nach dir rufen, aus der Verwirrung und Einsamkeit. Komm und führe uns zusammen, dass wir mit dir verbunden sind, dass wir uns mit denen verbinden, die im Abseits sind.

Ewiger Gott, du bist die Auferstehung und das Leben.
Du weißt, wie sehr wir unsere Verstorbenen vermissen, in den Tiefen unserer Seele. Schenke uns eine Ahnung des ewigen Lebens, das die Grenzen der Zeit übersteigt, das unsere Toten und uns umfängt.

Ewiger Gott, du bist das Brot des Lebens.
Du kennst unseren Hunger nach Gerechtigkeit und einem guten Leben. Gib uns dein Wort als Speise, dass wir eine Richtung finden für unser Leben auf dieser Erde.

Ewiger Gott, du bist das Licht der Welt
Du schaust in unsere Finsternisse, die Abgründe unserer Gedanken und Gefühle. Lass es hell werden in uns und allen Menschen, dass wir dich sehen und dir folgen.

<Stille>

Ewiger Gott, du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Amen

 

Gebet für den Ewigkeitssonntag
- Sonntag, 25. November 2018

Der Himmel ist dein und die Erde ist dein.
Wir sind dein.
Deine Liebe trägt den Himmel.
Deine Liebe trägt die Erde.
Deine Liebe trägt uns.
Ewiger Gott,
zu dir beten wir.

Nimm dich unserer Verstorbenen an.
Birg sie in deiner Liebe.
Halte du an ihnen fest,
wenn sie uns entgleiten.
Sprich
und die Worte,
die nicht mehr gesagt wurden,
werden aufklingen.
Höre,
und die Worte,
die noch gesprochen werden sollten,
werden Gehör finden.
Wische die Tränen ab.
Tröste und heile.
Segne die Erinnerungen und
lass uns den neuen Himmel und die neue Erde schauen.

Nimm dich der Schutzlosen an.
Begleite sie.
Zeige ihnen den Weg zu den Orten,
an denen sie sicher und geborgen sind.
Sprich,
damit die guten Worte,
die gesagt werden müssen.
laut werden.
Sprich,
damit das Brot,
das geteilt werden muss,
alle satt macht.
Richte du die, die andere verletzten.
Heile die Wunden und
lass uns den neuen Himmel und die neue Erde schauen.

Nimm dich der Mächtigen an.
Begeistere sie für die Gerechtigkeit.
Sprich,
damit sie sich ihrer Verantwortung erinnern:
für das Miteinander in Europa,
für die Rechte von Flüchtlingen,
und für die Welt, die wir unseren Kindern hinterlassen.
Versöhne die Verfeindeten.
Komm mit deinem Frieden und
lass uns den neuen Himmel und die neue Erde schauen.

Nimm dich deiner Kirche an.
Ermutige sie durch dein Wort.
Stärke sie durch dein Mahl.
Beschütze sie durch deine Liebe.
Der Himmel ist dein und die Erde ist dein.
Wir sind dein.
Auf dich hoffen wir,
ewiger Gott.
Höre unsere Bitten
durch Jesus Christus und
lass uns den neuen Himmel und die neue Erde schauen.

Amen.

 

Gebet für den Ewigkeitssonntag
- Sonntag, 26. November 2017

Ewiger Gott,
vor aller Zeit und in jedem Augenblick,
an jedem Tag,
in Geburt und Tod
bist du gegenwärtig und geschiehst.
Unerwartet kommst du wie ein Dieb in der Nacht
und bist immer schon da –
auch dort, wo wir dich nicht erkennen.

So bitten wir dich für alle,
die Abschied nehmen müssen,
deren Heimat zerstört ist,
deren Lebensumstände zerrüttet,
deren seelische Grundfesten erschüttert sind,
für alle die gehen und
alle die zurückbleiben.
Wir rufen:
Herr, erbarme Dich.

Wir bitten dich für alle,
die von uns gegangen sind,
die uns fehlen und die wir vermissen,
ohne die wir uns ein Weiterleben gar nicht vorstellen können,
für unsere Toten,
die wir bei Dir, in deiner Nähe glauben,
geborgen in Deiner zeitlosen Gegenwart.
Wir rufen:
Herr, erbarme Dich.

Wir bitten Dich für alle,
die zurückschauen und verzweifeln über dem,
was geschah,
für Kinder ohne ihre Eltern,
Eltern ohne ihre Kinder,
für Fliehende ohne Hoffnung,
für Gefolterte, Traumatisierte, Verletzte
und Verstümmelte,
für alle, die nicht mehr an Menschlichkeit glauben können.
Wir rufen:
Herr, erbarme Dich.

Wir bitten dich für alle,
die auf Dich warten,
die Dein Kommen ersehnen,
die Dich vermissen,
die Dich suchen, überall,
die nach dir fragen,
dem Gott, der ihr Leben umfangen
und mit Sinn erfüllen möge.
Wir rufen:
Herr, erbarme Dich.

Ewiger Gott,
vor aller Zeit und in jedem Augenblick,
an jedem Tag
bist du gegenwärtig und geschiehst.
Wenn diese Welt vergeht - und wir in ihr,
so bleibst du - und wir in dir.
In allem,
was wir sind und haben,
was wir waren und sein werden,
warten wir auf die Vollendung Deiner Schöpfung
und Dein Kommen in unsere Welt.

Amen.

 

Fürbitte für den Ewigkeitssonntag
- Sonntag, 20. November 2016

Ewiger, treuer Gott.
Zu wem sollen wir kommen,
wenn wir trauern?
Du bist das Leben.
Nimm dich unserer Verstorbenen an.
Wir vermissen sie.
Halte sie in deinen liebenden Händen.
Erbarme dich, denn
deine Liebe hört nicht auf!

Ewiger, treuer Gott.
Zu wem sollen wir kommen,
wenn wir in Angst vor der Zukunft sind?
Du bist unsere Hoffnung.
Nimm dich der Gutwilligen und Friedliebenden an.
Wir brauchen sie.
Schütze sie vor Hass und Verleugnung.
Erbarme dich, denn
deine Liebe hört nicht auf!

Ewiger, treuer Gott.
Zu wem sollen wir kommen,
wenn wir am Hunger in der Welt verzweifeln?
Du hast Brot und Leben.
Nimm dich der Hungernden in den Dürrgebieten Afrikas an.
Schau auf die Hungernden in unserer Nachbarschaft.
Sie wollen leben.
Fülle du ihre Hände.
Erbarme dich, denn
deine Liebe hört nicht auf!

Ewiger, treuer Gott.
Zu wem sollen wir kommen,
wenn Krieg und Gewalt nicht enden wollen?
Du bist der Frieden.
Nimm dich der Menschen in Syrien und im Irak an.
Sieh auf die Menschen in Afghanistan und im Süd-Sudan.
Sie und ihre Kinder wollen in Frieden leben.
Behüte und rette sie.
Erbarme dich, denn
deine Liebe hört nicht auf!

Ewiger, treuer Gott.
Zu wem sollen wir kommen,
wenn Krankheit und Schwäche schmerzen?
Du hast Heil und Segen.
Nimm dich unserer Kranken und ihrer Angehörigen an.
Sieh auf die Sterbenden.
Sie sehnen sich danach, dass die Qual endet.
Erbarme dich, denn
deine Liebe hört nicht auf!

Ewiger, treuer Gott.
Zu wem sollen wir kommen,
wenn wir an dir zweifeln?
Du bist da.
Sieh auf deine Gemeinde.
Sieh auf unsere Sehnsucht,
wisch die Tränen ab und komm mit deinem Trost.
Stärke unseren Glauben.
Segne uns und alle,
die zu uns gehören.
Um Jesu Christi willen und
in der Kraft des Heiligen Geistes rufen wir:
Erbarme dich, denn
deine Liebe hört nicht auf!

 

Gebet für den Ewigkeitssonntag
- Sonntag, 22. November 2015

Wenn du das Unerträgliche mitträgst,
dann können wir gehen.
Wenn du dein Licht aufstrahlen lässt,
dann können wir den Weg finden.
Komm mit deinem Licht und deiner Hilfe,
du Freund und Ewiger,
du Trost und Leben.

In diesen Tagen,
in denen uns in Europa die weltweite Gewalt nahe kommt,
bitten wir dich für die Opfer des Hasses
und für die Menschen, die sich schützend vor sie stellen.
Du machst die Liebe stärker als den Hass.
Wir bitten dich:
Komm mit deinem Licht und deiner Hilfe!

In diesen Tagen der Unsicherheit und Angst
bitten wir dich für die Menschen,
die sich vor dem morgigen Tag sorgen,
sich verhärten und den anderen misstrauen.
Deine Gegenwart ist stärker als die Angst.
Wir bitten dich:
Komm mit deinem Licht und deiner Hilfe!

In diesen Tagen, in denen Millionen auf der Flucht sind,
bitten wir dich für die,
die bei uns Schutz suchen und
für alle, die ihnen helfen.
Unter deinem Schutz können sie sicher ausruhen.
Wir bitten dich:
Komm mit deinem Licht und deiner Hilfe!

In diesen Tagen des Streits und Zerrissenheit
bitten wir dich für das Zusammenleben der Menschen in unserem Land.
Du liebst die Kleinen
und gibst den Schwachen Würde.
Wir bitten dich:
Komm mit deinem Licht und deiner Hilfe!

In diesen Tagen, in denen Weltklimaabkommen in Gefahr ist,
bitten wir dich für alle,
die sich um den Schutz deiner Schöpfung mühen.
Du hörst das Seufzen deiner Geschöpfe
und willst sie retten.
Wir bitten dich:
Komm mit deinem Licht und deiner Hilfe!

In diesen Tagen der Trauer
bitten wir dich für alle Verstorbenen
und alle, die einen geliebten Menschen verloren haben.
Sammle die Tränen,
heile die Schmerzen,
hüte die Erinnerungen,
lass dein Licht aufstrahlen,
damit die Dunkelheit des Todes die Macht verliert.
Im Vertrauen auf den Auferstandenen,
der die Finsternis des Todes erlitten hat,
bitten wir dich:
Komm mit deinem Licht und deiner Hilfe!
Heute und alle Tage bitten wir dich:
Umhülle mit deinem Heiligen Geist uns und alle,
die wir lieben,
du Freund und Ewiger,
du Trost und Leben!

Amen.

 

Gebet für den Ewigkeitssonntag
- Sonntag, 23. November 2014

Gott, du Ursprung und Ziel unseres Lebens.
Du hast den Tod besiegt.
Bei dir sind wir geborgen.
Inmitten von Dunkelheit und Trauer bist du Trost und Licht.
Sei unseren Toten Trost und Licht.
Wir haben sie geliebt,
wir mussten sie hergeben,
wir vermissen sie.
Gib du ihnen die Liebe, die mehr vermag als unsere Liebe.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Sei den Menschen in deinem Heiligen Land Trost und Licht.
Wir sind ratlos,
wir erschrecken über die Gewalt,
wir hoffen auf Versöhnung.
Verwandle mit deinem Frieden die verhärteten Herzen.
Verbanne alle Gewalt.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Sei den Menschen im Irak und in Syrien Trost und Licht.
Wir sind entsetzt über die Brutalität,
wir fürchten um das Leben der Verschleppten,
wir bangen mit unseren christlichen Geschwistern.
Errichte du dein Reich in unserer Welt.
Bewahre deine Kirche und alle Menschen guten Willens.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Sei den Flüchtlingen Trost und Licht.
Wir überlassen sie ihrem Schicksal,
wir kennen ihre Not nur von Ferne,
wir erlauben den Mächtigen die Grenzen zu verschließen.
Rette sie, wie du einst dein Volk Israel gerettet hast.
Behüte die Kinder in den Flüchtlingslagern.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Sei den Kranken und Sterbenden Trost und Licht.
Wir fürchten uns vor Schmerzen und Seuchen,
wir haben Mitleid mit den Leidenden,
wir sind froh über alle, die sie pflegen.
Heile du, wo unser Mitleid versagt.
Gib Kraft allen, die sich in der Pflege anderer verausgaben.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Sei für deine Kirche Trost und Licht.
Wir leben von deinem Wort,
wir vertrauen dir unsere Kinder an,
wir sehnen uns nach Einheit.
Erfülle deine weltweite Kirche mit deinem Heiligen Geist.
Mache uns zu deinen Zeuginnen und Zeugen.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich um Jesu Christi willen,
der das Licht der Welt und unsere Hoffnung ist.

Amen

Gebet für den Ewigkeitssonntag
- Sonntag, 24. November 2013

(mit dem Lied EG 153)

Ewiger Gott,
Anfang und Ende und alle Zeit
hältst du umfangen.
Kein Heimweg und keine Flucht,
kein Aufstieg und kein Fallen,
kein Wachsen und kein Niedergang
ohne dich.
Wie unser Atem geht, wie die Tage kommen und sich neigen,
wachsen die Hoffnungen der Menschen und verlöschen,
aber du bist unsere Hoffnung, die bleibt.
Wir danken dir und singen:

Der Himmel, der ist, ist nicht der Himmel der kommt,
wenn einst Himmel und Erde vergehen.

Wir bringen vor dich all das Leid, das entsteht,
wenn im Namen der Zukunft Menschen Gewalt üben,
wenn Andersdenkende verfolgt werden,
wenn Natur zerstört und kulturelle Erinnerungen ausgelöscht werden,
wenn der technische Fortschritt über Leichen geht.
Wir denken an die Inhaftierten und die Gefolterten in Arbeitslagern  
in China, in Russland und in Nordkorea.
Du bist unsere Hoffnung, die niemanden unterwirft.
Wir danken dir und singen:

Der Himmel, der kommt, das ist der kommende Herr,
wenn die Herren der Erde gegangen.

Tote liegen in den Straßen auf den Philippinen,
Tote in Syrien, in Lybien
und in den vielen Kriegsgebieten dieser Erde,
Verhungerte in den Slums,
Ertrunkene vor Europas Küsten,
sie folgen uns wie Schatten.
Sie fragen uns nach unserem Leben und unseren Taten.
Du bist die Hoffnung auf eine andere Welt.
Wir danken dir und singen:

Der Himmel, der kommt, das ist die Welt ohne Leid,
wo Gewalttat und Elend besiegt sind.

Wir bringen vor dich
die abgeschnittenen Lebensfäden, die seelischen Wunden,
die Krater des Todes in unserem Leben:
Menschen, um die wir trauern,
schmerzlich Vermisste.
Du bist unsere Hoffnung,
dass die Toten uns vorangegangen sind ins Leben der kommenden Welt.
Wir danken dir und singen:

Der Himmel, der kommt, das ist die fröhliche Stadt
und der Gott mit dem Antlitz des Menschen.

Ewiger Gott,
Anfang und Ende und alle Zeit
hältst du umfangen.
Du bist unsere Hoffnung im Leben und im Sterben.
Was auch immer geschieht, du bist uns nah. 
Wir danken dir und singen:

Der Himmel, der kommt, grüßt schon die Erde, die ist,
wenn die Liebe das Leben verändert.
Amen.

Weitere Gebete zu den Sonn- und Festtagen 

Gebet für den Ewigkeitssonntag
- Sonntag, 22. November 2009

Christus, tröste uns,
denn wir sind traurig.
Der Tod greift nach denen, die uns nahe sind.
Er vernichtet, und niemand kann ihm entgehen.
Christus, tröste alle,
denen der Tod ihre Lieben entrissen hat.
Du kennst alle ihre Namen.
(Stille)
Christus – auf dich hoffen wir.

Christus, tröste uns,
denn wir haben Angst.
Krankheiten brechen ohne Vorwarnung über uns nahe Menschen herein.
Sie reißen die Macht an sich
und bestimmen über die Gedanken am Tag und die Träume in der Nacht.
Christus, tröste alle,
die sich nach Heilung sehnen.
Erbarme dich.
Du kennst alle ihre Namen.
(Stille)
Christus – auf dich hoffen wir.

Christus, tröste uns,
denn wir sind so machtlos.
Die Kriege enden nicht.
Sie verwüsten Stadt und Land.
Bomben zerfetzen Schuldige und Unschuldige.
Christus, tröste die Verwundeten,
hab du Mitleid mit den Opfern inmitten von Trümmern und Waffen.
Du kennst alle ihre Namen.
(Stille)
Christus – auf dich hoffen wir.

Christus, tröste uns,
denn wir sind so erfolglos.
Unrecht und Korruption bleiben ungeahndet.
Die Armen werden ärmer.
Christus, tröste die Verachteten und Armen,
hab du Mitleid mit den Kindern und Jugendlichen,
denen eine gute Zukunft verweigert wird.
Du kennst alle ihre Namen.
(Stille)
Christus – auf dich hoffen wir.

Christus, tröste uns,
denn wir sind so hilflos.
Naturkatastrophen und der Klimawandel verwandeln deine gute Schöpfung in einen unwirtlichen Ort.
Christus, tröste und heile die angegriffene Schöpfung.
Du kennst jeden Ort und jedes leidende Geschöpf.
(Stille)
Christus – auf dich hoffen wir.

Christus, tröste uns,
denn wir sind so kleingläubig.
Deine Kirche ist uneins,
deine Gemeinde ist in Sorge um den morgigen Tag.
Christus, tröste alle Bischöfe und Bischöfinnen,
stärke alle, die ein Amt in deiner weltweiten Kirche übernommen haben.
Du kennst sie alle.
Du hörst, für wen sie dich bitten.
Du hast alle ihre Namen ins Buch des Lebens eingeschrieben.
(Stille)
Christus – auf dich hoffen wir.
Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Leite und geleite uns.
Segne alle, für die wir dich bitten,
heute und alle Tage.
Amen.

Weitere Gebete zu den Sonn- und Festtagen 

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