Wochengebet

Die VELKD bietet zu den Sonn- und Feiertagen im Kirchenjahr sowie aus aktuellem Anlass online Gebetstexte. Sie werden jeweils Mitte der Woche für den darauf folgenden Feiertag eingestellt. Die Texte dienen sowohl dem gottesdienstlichen als auch dem privaten Beten und verbinden auf neue Weise aktuelles Geschehen mit der Struktur des Kirchenjahres. 

Die Internetfürbitten werden im Auftrag der Kirchenleitung der VELKD vom Gottedienstreferat und vom Liturgiewissenschaftlichen Institut der VELKD in Leipzig erarbeitet.    

Hinweis:
Sie finden unten in der Regel das Gebet für den jeweils aktuellen Feiertag. Für alle Sonn- und Feiertage im Archiv stehen weitere Fürbitten / Gebete zur Verfügung. Das jeweilige Tagesdatum oder der Name des anstehenden Fest- / Sonntages dient als Suchkriterium.Sollten z.B. zwei Feiertage in enger zeitlicher Nähe liegen, finden Sie in der Regel das Gebet für diesen Feiertag bereits im Archiv.

Sonntag, 06. Dezember 2020
Gebet für den 2. Advent

Du hast Geduld mit uns,
ewiger Gott.
Wir danken dir
für den langen Atem,
für die Barmherzigkeit,
für die Liebe und das Glück.

Du bist geduldig, Gott -
wir warten und werden ungeduldig.
Wir hungern danach,
dass die Krankheiten aufhören,
dass die Infektionen enden,
dass die Impfstoffe wirksam sind.
Komm.

Du bist geduldig, Gott -
wir warten und werden ungeduldig.
Wir wünschen uns,
dass die Sterbenden in Frieden gehen,
dass die Trauernden Trost finden,
dass unsere Toten bei dir geborgen sind.

Du bist geduldig, Gott -
wir warten und werden ungeduldig.
Wir sehnen uns danach,
dass Barmherzigkeit diese Welt regiert,
dass die Hungernden satt werden,
dass die Betrogenen Wiedergutmachung erfahren,
dass die Entwurzelten Heimat finden.

Du bist geduldig, Gott -
wir warten und werden ungeduldig,
mit dieser Welt,
mit unseren Nächsten,
mit uns.
Du hast Geduld mit uns,
ewiger Gott, und
gibst uns deinen Atem.
Komm mit deiner Barmherzigkeit und Liebe.
Wir warten.
Komm.

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 08. Dezember 2019

Wir warten auf dich, guter Gott,
und hoffen,
dass das Gute wirklich siegt.
Wir warten auf dich, barmherziger Gott,
und hoffen,
dass sich deine Barmherzigkeit ausbreitet.
Wir warten auf dich, heiliger Gott,
und hoffen,
dass du deine Schöpfung rettest.
Wir warten auf dich und rufen dir zu:
Komm, Herr Jesus.

Wir warten darauf,
dass du das Leben zum Guten wendest.
Wir denken an die Kinder,
die in Angst leben,
die bedroht werden,
die missbraucht werden.
Wir denken an die Menschen ohne eigene Wohnung,
die Obdachlosen in den kalten Nächten,
die Frauen, die vor Gewalt fliehen,
die Flüchtlinge.
Du hast es uns versprochen,
dass du kommst und alles gut wird.
Wir warten auf dich und rufen dir zu:
Komm, Herr Jesus.

Wir warten darauf,
dass die Barmherzigkeit die Welt regiert.
Wir denken an die Mächtigen,
die ehrlich und integer sind,
die das Beste wollen,
die sich verausgaben und das Recht schützen.
Wir denken an die Gewaltherrscher,
die über Heere befehlen,
die nur ihre Interessen verfolgen,
die die Schwachen quälen.
Du hast es versprochen,
dass die Barmherzigen Barmherzigkeit erlangen
und die Sanftmütigen das Erdreich besitzen werden.
Wir warten auf dich und rufen dir zu:
Komm, Herr Jesus.

Wir warten darauf,
dass dein Heiliger Geist unsere Herzen erfüllt.
Wir denken an alle,
die für die Bewahrung der Schöpfung arbeiten,
an die Teilnehmer und Regierungsvertreter der Weltklimakonferenz in Madrid,
an unsere Kinder und ihren Mut,
an alle, die sich mit kleinen Mitteln dem Klimawandel entgegenstellen.
Wir denken an die weltweite Kirche,
an die Gemeinden im Heiligen Land,
an alle, die in diesen adventlichen Tagen voller Unruhe sind,
an unsere Gemeinde und alle, mit denen wir verbunden sind
Du hast es uns versprochen,
dass du kommen wirst und das Antlitz der Erde neu wird.
Heute und alle Tage dieses Advents rufen wir dir zu:
Wir warten auf dich.
Komm, Herr Jesus.
Amen.

 

Gebet für den 2. Sonntag im Advent
- Sonntag, 09. Dezember 2018

Komm, du Gott, der uns rettet.
Komm, du Gott, der auf unsere Sehnsucht achtet.
Komm, du Gott, auf den wir warten.

Komm und stärke die müden Hände.
Müde sind die Hände derer,
die für die Hungernden sorgen.
Müde sind die Hände derer,
die die Kranken pflegen.
Müde sind die Hände derer,
die das Unrecht abwehren.
Komm und stärke die müden Hände,
damit die Hungernden essen,
damit sich die Wunden schließen,
damit die Betrogenen zu ihrem Recht kommen.
Du bist es, der uns rettet.
Komm.

Komm und mach fest die wankenden Knie.
Es wanken die Knie derer,
die den Weg zum Frieden beschreiten.
Es wanken die Knie derer,
die sich für ein gerechtes Leben einsetzen.
Es wanken die Knie derer,
die nur das Dunkel in der Welt sehen.
Komm und mach fest die wankenden Knie,
damit in allen wichtigen Gesprächen dieser Tage die Brückenbauer Erfolg haben,
damit Frieden in Syrien, im Jemen, in Afghanistan einkehrt.
damit die Suche Gerechtigkeit nicht zur Gewalt führt
und dass Lichter der Hoffnung entfacht werden.
Du bist es, der auf unsere Sehnsucht Acht hat.
Komm.

Komm und zeige uns deinen Weg,
ewiger Gott.
Komm und begeistere deine Kirche.
Steck sie mit deiner Liebe an,
damit sie auf dem Weg zu dir,
den Suchenden antwortet,
die Trauernden tröstet
und zusammen mit den Hoffnungsvollen deine Liebe besingt.
Komm und begeistere uns.
Nimm uns unsere Sorgen und unsere Unruhe,
erfülle uns mit adventlicher Freude
und segne alle, die zu uns gehören.

Komm, du Gott, auf den wir warten,
Schöpfer, Retter, Heiliger Geist.
Komm und ebene den Weg durch die Wüste
und stimme mit uns das Lied der Freude an -
heute und alle Tage deines Advents.
Komm.

Amen.

 

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 10. Dezember 2017

Ach, dass du doch eingreifen mögest,
barmherziger, ewiger Gott.
Ach, dass du doch den Himmel aufreißt
und die Erde aufatmet.

So schau doch herab, du unser Gott,
und komm.
Wir warten.
Noch dringender warten die Armen,
die die Wünsche ihrer Kindern nicht erfüllen können,
die auf der Straße leben und
sich in den Nächten vor Gewalt und Kälte fürchten.
Noch dringender warten die Verzweifelten,
denen die Kraft zu hoffen fehlt,
die allein gelassen sind und auf die niemand achtet.
So schau doch herab
und komm ihnen zu Hilfe.
Schicke ihnen gute Menschen
Komm du selbst und zögere nicht länger.
Komm und erbarme dich.

So schau doch herab, du unser Gott,
und komm.
Wir sehnen uns nach Frieden.
Noch dringender nach Frieden
sehnen sich die Menschen in den Kriegsgebieten,
die Menschen in Syrien, Afghanistan, im Jemen,
auch die Soldaten.
Noch dringender nach Frieden sehnen sich die Überlebenden,
die Traumatisierten,
die von den Bilder des Grauens verfolgt werden.
So schau doch herab
und komm ihnen zu Hilfe.
Schicke ihnen Friedensbringer, Brückenbauer, Therapeuten.
Schicke ihnen gut Menschen.
Komm du selbst und zögere nicht länger.
Komm und erbarme dich.

So schau doch herab, du unser Gott,
und komm.
Wir hoffen auf Heilung.
Noch dringender auf Heilung hoffen die Kranken,
die, die eine erschreckende Diagnose erfahren haben,
deren Angehörige sich aufreiben,
die Kranken, die unter unsäglichen Schmerzen leiden.
Noch dringender auf Heilung hofft die verwundete Schöpfung,
die Tiere, die uns dienen,
die Luft, die wir vergiften.
So schau doch herab, du unser Gott
und komm uns allen zu Hilfe.
Segne die Pflegenden und alle, die deine Schöpfung schützen.
Komm du selbst und zögere nicht länger.
Komm und erbarme dich.

So schau doch herab, du unser Gott
und komm.
Wir beten dich an.
Wir singen von deinem Kommen.
Höre unsere Lieder,
höre unser Beten,
damit wir zum Segen für diese Welt werden.
Komm du selbst und zögere nicht länger.
Komm und erbarme dich.

Um Jesu Christi Willen
hoffen wir
für alle, die zu uns gehören,
für alle, die wir lieben,
auf dich, du ewiger und barmherziger Gott.
So komm und zögere nicht länger.
Komm und erbarme dich.
Amen.

 

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 04. Dezember 2016

Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?
Komm, denn wir warten.
Komm, denn so wie es ist, kann es nicht bleiben.

In Syrien leiden die Menschen.
Aleppo ist eine Trümmerstadt,
die Überlebenden hungern und haben den Tod vor Augen.
Diktatoren und Mörder machen sich die Welt als Beute genommen.
Komm, denn die Menschen in Aleppo warten.
Komm, denn so wie es ist, kann es nicht bleiben.
Wir rufen zu dir:
Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?

Die Flüsse und Wälder sind bedroht.
Die Ureinwohner Amerikas verlieren ihre Erde.
Hilflos ist die Schöpfung der Gewalt ausgeliefert.
Gier und Gift zerstören unsere Lebensgrundlagen.
Komm, denn deine Schöpfung wartet.
Komm, denn so wie es ist, kann es nicht bleiben.
Wir rufen zu dir:
Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?

Hass und Angst breiten sich aus.
Nächstenliebe und Güte werden verlacht und verächtlich gemacht.
Die Menschen haben die Wahl – in Österreich, in Italien –
in ihren Worten und mit ihren Taten.
Komm, denn es ist genug Hass ausgeschüttet.
Komm, denn so wie es ist, kann es nicht bleiben.
Wir rufen zu dir:
Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?

Krankheit und Tod reißen Wunden.
Voller Hoffnung rufen die Verzweifelten.
Mit Tränen in den Augen hoffen die Trauernden.
Mit letzter Kraft kämpfen die Guten für ihre Lieben.
Komm, denn die Schwachen und Müden warten.
Komm, denn so wie es ist, kann es nicht bleiben.
Wir rufen zu dir:
Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?

Überall glauben Menschen an dich.
Überall sehnen sie sich nach Frieden und Einheit.
Überall singen sie dein Lob.
Komm, denn deine Gemeinde wartet auf dich.
Komm, o Heiland Jesus Christ, tröste uns.
Wir rufen zu dir:
Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?
Amen.

 

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 06. Dezember 2015

Komm, du Barmherziger.
Komm, lass uns nicht länger warten.

Komm und breite deinen Frieden aus.
Wehre der Gewalt
und zeige den Mächtigen den Weg zum Frieden.
Komm und breite deinen Frieden aus.
Zerbrich du die Waffen der Gewalttäter
und befreie alle, die in ihrer Gewalt leben.
Komm und breite deinen Frieden aus.
Beschütze die Bedrohten und Verängstigten
und hindere allen Hass.
Komm, du Barmherziger.
Komm, lass uns nicht länger warten.

Komm, du Trost der ganzen Welt.
Trockne die Tränen der Trauernden
und heile die Verletzten.
Komm, du Trost der ganzen Welt.
Weise den Flüchtenden den Weg
und bewahre sie vor Hass und Neid.
Komm, du Trost der ganzen Welt.
Mache die Hoffnung heller als die Verzweiflung
und den Mut stärker als die Angst.
Komm, du Barmherziger.
Komm, lass uns nicht länger warten.

Komm und zieh in unsere Herzen ein.
Schaffe Gerechtigkeit für die Armen
und mach die Sehnsucht nach deiner Gerechtigkeit groß.
Komm und zieh in unsere Herzen ein.
Rette deine Schöpfung
und führe die Verhandlungen zum Weltklima zum Erfolg.
Komm und zieh in unsere Herzen ein.
Begeistere deine Kirche für dein Kommen
und lass uns geduldig und treu an deiner Seite mitgehen.
Komm, du Barmherziger.
Komm, lass uns nicht länger warten.

Komm und zeige dich,
durch dein Wort und dein Sakrament,
mit deiner Liebe,
in Jesus Christus.
Ihm vertrauen wir uns an – heute, und alle Tage bis er kommt.

Amen.

 

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 07. Dezember 2014

So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.
Du Beistand der Bedrängten,
du Schutz
der Verschleppten,
der Geschlagenen
und Gefolterten.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Du Gerechter,
du Anwalt
der Hungernden,
der Verlachten
und Bloßgestellten.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Du Friede,
du Hoffnung
für dein Heiliges Land,
für Syrien und den Irak,
für die Ukraine und alle Menschen guten Willens.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Du Licht in der Nacht,
du Trost
der Hilflosen,
der Trauernden
und Verzweifelten.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Du Zuflucht in der Fremde,
du Heimat
der Entwurzelten,
der Flüchtlinge und Vertriebenen.
Du Obdach für alle,
die auf der Straße leben.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Schöpfer des Himmels und der Erde,
Du Weisheit
für uns Menschen,
für die Beratungen der Weltklimakonferenz,
für alle Mächtigen.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Du Liebe,
du Lebenskraft
für unsere Kinder,
für unsere Lieben,
für unsere Freunde,
unsere Feinde,
für die Kranken und Sterbenden.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Du lebendiges Wort,
Du Ursprung und Ziel unseres Lebens,
Du Sehnsucht deiner Kirche.
Zögere nicht, deine Welt zu erlösen.
Reiße die Wolken auf
und erbarme dich durch Christus,
den wir ungeduldig und hoffnungsvoll erwarten -
heute und unser Leben lang.
Amen

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 08. Dezember 2013

Bald wirst du erscheinen,
du Tröster,
du Weisheit,
du Schutz,
du Hoffnung.
Noch brauchen wir Geduld,
aber bald wirst du erscheinen.
Wir bitten dich:
Komm und hilf.

Du Tröster,
in diesen Adventstagen ist Geduld nötig,
aber Einsame und Traurige verzweifeln,
Obdachlose frieren,
Flüchtlinge werden zurückgewiesen.
Du Tröster,
halte du ihnen allen die Tür auf
und komme ihnen entgegen.
Noch brauchen sie Geduld,
aber bald wirst du erscheinen.
Wir bitten dich:
Komm und hilf.

Du Weisheit,
in diesen Adventstagen ist es nötig,
Verantwortung zu übernehmen,
aber die Politiker schauen dem Klimawandel tatenlos zu,
die Generationen werden gegeneinander ausgespielt,
die reichen Länder schützen sich vor den armen,
Ungerechtigkeit und Überwachung vergiften das Zusammenleben.
Du Weisheit,
schreibe dein Gesetz in die Herzen der Mächtigen.
Noch brauchen wir Geduld,
aber bald wirst du erscheinen.
Wir bitten dich:
Komm und hilf.

Du Schutz,
in diesen Adventstagen ist es nötig,
aufeinander achtzugeben,
viele Kinder sind voller Erwartung,
die Verkäuferinnen und Verkäufer sind erschöpft,
Kranke sehnen sich nach Gesundung,
Reisende hoffen auf sicheres Geleit.
Du Schutz,
bewahre die Kleinen und Verletzlichen.
Noch brauchen sie Geduld,
aber bald wirst du erscheinen.
Wir bitten dich:
Komm und hilf.

Du Hoffnung,
in diesen Adventstagen vertraut dir deine Kirche.
Die Gemeinden in aller Welt glauben, lieben, hoffen.
Deine Gemeinde will hören, was der Geist ihr sagt.
Noch brauchen sie Geduld,
aber bald wirst du erscheinen.
Wir bitten dich:
Komm und hilf.

Du Tröster,
du Weisheit,
du Schutz,
du Hoffnung.
Wenn du da bist, sind Angst und Schrecken überwunden.
Zögere nicht,
wir bitten dich:
Komme bald.
Amen.

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 09. Dezember 2012

Wie fern bist du noch?
Täglich halten wir Ausschau danach,
dass die Lahmen springen.
Aber wir sehen,
wie sich die Armen abquälen und verhöhnt werden.
Wir erleben, wie Kranke unter Schmerzen leiden,
wir spüren, wie mächtig die Angst ist.
Nun komm doch,
mache deine Verheißung wahr
und erbarme dich
der Armen, der Gequälten, der Kranken, der Ängstlichen.
Tauet ihr Himmel,
komm, du Erlöser.

Wie lange müssen wir noch warten?
Täglich hoffen wir darauf,
dass es gerecht zugeht.
Aber wir sehen
Obdachlose,
Gemobbte.
Wir müssen damit leben,
dass die einen Glück haben
und die anderen ohne Chancen sind.
Nun komm doch,
mache deine Verheißung wahr
und erbarme dich
der Flüchtlinge, der Heimatlosen, der Kinder der Armen.
Tauet ihr Himmel,
komm, du Erlöser.

Kann nicht endlich Friede sein?
Täglich sehnen wir uns danach,
dass die Gewalt aufhört und die Kriege ein Ende haben.
Aber wir sehen,
wie der Krieg in Syrien weitergeht,
wie im Heiligen Land Gewalt geübt wird,
wie die arabischen Völker die Früchte ihres Mutes verlieren,
wie in Nigeria Christen ermordet werden.
Nun komm doch,
mache deine Verheißung wahr
und erbarme dich
der Opfer,
leg den Tätern das Handwerk,
zerbrich die Waffen.
Tauet ihr Himmel,
komm, du Erlöser.

Warum zögerst du?
Täglich wartet die Schöpfung darauf,
dass du auch sie befreist.
Aber in den Meeren schwimmt Müll,
Dürre treibt Bauern in den Ruin
und Millionen hungern.
Nun komm doch,
mache deine Verheißung wahr
und erbarme dich der Schöpfung.
Tauet ihr Himmel,
komm, du Erlöser.

Siehst du unsere Glauben?
Täglich hoffen wir auf dein Kommen.
Aber der Advent ist voller Unruhe.
Nun komm doch,
mache deine Verheißung wahr
und erbarme dich deiner Kirche,
unserer Gemeinde,
und aller, die von deinem Kommen erzählen.
Erbarme dich
unserer Kinder in ihrer Vorfreude auf Weihnachten.
Erbarme dich aller, die uns anvertraut sind.
Tauet ihr Himmel,
komm, du Erlöser.
Komm, wir warten, dass Schmerz und Seufzen aufhören.
Komm, wir warten, dass Freude und Wonne uns ergreifen.
Komm.
Amen.

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Es wurden 9 Fürbitten gefunden

Gebet für den 5. Sonntag nach Ostern (Rogate)
- Sonntag, 17. Mai 2020

Vater unser.
Du bist unser Vater,
dir verdanken wir unser Leben.
Dir sagen wir,
worauf wir hoffen,
wonach wir uns sehen,
wovor wir uns fürchten.

Geheiligt werde dein Name.
Wir hoffen darauf,
dass deine Liebe die Welt verwandelt.
Verwandle uns,
damit wir deine Liebe zeigen.

Dein Reich komme.
Wir sehnen uns danach,
dass sich Gerechtigkeit und Frieden küssen.
Schaffe deinem Frieden Raum,
damit die Sanftmütigen das Erdreich besitzen.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Wir fürchten uns davor,
dass Leid und Krankheit kein Ende haben.
Heile die Kranken und behüte die Leidenden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.
Nicht nur uns,
auch denen, die verzweifelt nach Hilfe rufen,
die vor den Trümmern ihres Lebens stehen
und die sich vor der Zukunft fürchten.
Du bist die Quelle des Lebens,
verbanne den Hunger.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Öffne unsere harten Herzen für die Vergebung.
Öffne die Fäuste der Gewalttäter für die Sanftmut.
Lenke unsere Füße auf den Weg des Friedens.
Versöhne uns und alle Welt.

Führe uns nicht in Versuchung.
Dein Wort ist das Leben.
Du kannst unsere Herzen verschließen vor Neid, Gier und Hochmut.
Halte uns ab von Hass und Gewalttätigkeit.
Bewahre uns vor den falschen Wegen!

Erlöse uns von dem Bösen
Öffne unsere Augen,
damit wir das Böse hinter seinen Verkleidungen erkennen.
Lass uns dem Bösen widerstehen und
befreie alle, die in der Gewalt des Bösen gefangen sind.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Du rufst uns beim Namen.
Du siehst uns -
wo wir auch sind,
am Küchentisch, in der Kirchenbank, in unseren Kammern.
Bei dir schweigen Angst und Schmerz. Auf dich hoffen wir heute und alle Tage.
In Jesu Namen vertrauen wir uns dir an.

Amen.

 

Gebet für den 5. Sonntag nach Ostern (Rogate)
- Sonntag, 26. Mai 2019

Gelobt seist du, unser Gott,
der unser Gebet nicht verwirft.
Wenn wir zu dir sprechen,
antwortet uns dein Geist.

Wir wissen oft nicht, was wir beten sollen.
Ungeübt sind unsere Hände und Stimmen.
Deshalb bitten wir dich:
Gib uns deinen Geist, dass er uns zeige,
wie wir zu dir sprechen und deine Antwort hören können.

Gelobt seist du, unser Gott,
der unser Gebet nicht verwirft.
Wenn wir zu dir sprechen,
antwortest uns dein Geist.

Unser Gebet zu dir verbindet uns
mit vielen Menschen auf der ganzen Welt,
besonders mit unseren Schwestern und Brüdern im Glauben.
Deshalb bitten wir dich:
Stärke unsere Verbundenheit und Zuneigung zueinander,
besonders zu unseren christlichen Geschwistern,
die wegen ihres Glaubens bedrängt und verfolgt werden.

Gelobt seist du, unser Gott,
der unser Gebet nicht verwirft.
Wenn wir zu dir sprechen,
antwortest uns dein Geist.

Wenn wir uns zu dir wenden, öffnet sich unsere Seele
für deine Schöpfung: ihre Größe, Schönheit und Kostbarkeit.
Wir beten und seufzen dann gemeinsam
mit allen Kreaturen, den Tieren und Pflanzen.
Deshalb bitten wir dich:
Mach uns aufmerksam auf die Wunder dieser Welt,
lass uns klar und mutig werden,
dem Verbrauch und der Zerstörung entgegenzutreten,
einzutreten für die Bewahrung deiner Schöpfung.

Gelobt seist du, unser Gott,
der unser Gebet nicht verwirft.
Wenn wir zu dir sprechen,
antwortest uns dein Geist.

(Anliegen aus der Gemeinde und dem Gemeinwesen)

Gelobt seist du, unser Gott,
der unser Gebet nicht verwirft.
Wir wissen oft nicht, was wir beten sollen.
Deshalb sind wir jetzt vor dir in einem Moment der Stille.

(Stille)

Gelobt seist du, unser Gott,
der unser Gebet nicht verwirft.
Du hörst, was wir dir im Herzen sagen,
und nimmst an, wofür uns die Worte fehlen.

Dir sei Dank in Ewigkeit.

Amen.

 

Gebet für den 5. Sonntag nach Ostern (Rogate)
- Sonntag, 06. Mai 2018

Groß ist das Geheimnis des Glaubens,
Jesus Christus.
Wunderbar ist deine Liebe.
Wir danken dir und beten dich an.
Du bist die Hoffnung und Trost.

Wir bitten dich:
Schau auf die Leidenden.
Du kennst die Not,
du spürst ihre Schmerzen,
du hörst ihre Klagen.
Auf dich hoffen die Kranken,
die Verletzten,
die Trauernden.
Auf deine Liebe hoffen
die Verzweifelten,
die Sterbenden.
Reiße sie aus den Schmerzen,
rette sie.
Zu dir rufen wir:
Erbarme dich.

Wir bitten dich:
Sprich zu den Mächtigen.
Du kennst die Versuchungen,
du hörst ihre Fragen,
du siehst die Schuld.
Auf Frieden warten
die Völker,
die Menschen in Syrien und im Jemen,
im Irak und Afghanistan.
Auf Gerechtigkeit hoffen
die Hungernden,
die Heimatlosen,
die Verfolgten.
Spare nicht mit deinen Wundern,
rette sie.
Zu dir rufen wir:
Erbarme dich.

Wir bitten dich:
Höre die Gebete deiner weltweiten Gemeinde.
Du siehst ihren Glauben.
Deinem Heiligen Geist vertrauen wir.
Um deinen Heiligen Geist bitten wir
für deine ganze Kirche,
für unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden,
für unsere neu Getauften,
für alles, was wir in deinem Namen tun.
Bewege und erneuere uns,
leite uns.
Zu dir rufen wir:
Erbarme dich.

Groß ist das Geheimnis des Glaubens,
Jesus Christus.
Wunderbar ist deine Liebe.
Erfülle uns mit deinem Frieden
und segne uns, heute und alle Tage.
Amen.

 

Gebet für den 5. Sonntag nach Ostern (Rogate)
- Sonntag, 21. Mai 2017

Ewiger Gott,
du Nachbar und Freund.

Dein Sohn sagt:
Wer da bittet, der empfängt.
Der Hunger ist groß.
Die Hungernden klagen uns an.
Die Armen halten uns ihr Elend vor.
Die Schwachen beschämen uns.
Du Gott, Nachbar und Freund -
damit die Hungernden satt werden,
damit die Armen dem Elend entrinnen,
damit die Schwachen kraftvoll werden,
bitten wir dich:
Kyrie eleison – Christe eleison – Kyrie eleison.

Dein Sohn sagt:
Wer da sucht, der findet.
Die Sehnsucht nach Frieden ist groß.
Die Mächtigen streiten gegeneinander.
Die Gefolterten und Vergewaltigten schreien.
Die Verzweifelten sind allein.
Du Gott, Nachbar und Freund -
damit die Einflussreichen deine Gebote achten,
damit die Gequälten Ruhe finden,
damit die ohne Hoffnung aufatmen,
bitten wir dich:
Kyrie eleison – Christe eleison – Kyrie eleison.

Dein Sohn sagt:
Wer da anklopft, dem wird aufgetan.
Dein Heiliger Geist ist die Kraft, die diese Welt verwandelt.
Die Jugend steht vor verschlossenen Türen.
Deine Kirche wartet auf die Einigkeit.
Du Gott, Nachbar und Freund -
ebene den jungen Menschen die Wege in eine friedliche Zukunft,
eine deine Kirche und
segne die Gemeinschaft aller,
die zum Deutschen Evangelischen Kirchentag zusammenkommen.

Du bist die Zukunft,
du bist die Quelle der Liebe,
du bist die Wahrheit.
Deinem Sohn Jesus Christus vertrauen wir uns an,
denn er sagt:
Wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.

Amen.

 

Gebet für den 5. Sonntag nach Ostern (Rogate)
- Sonntag, 01. Mai 2016

Bitten wir,
beten wir,
rufen wir zu unserem Gott:
Lass das Licht der Wahrheit aufscheinen.

Bitten wir
für die Menschen,
die sich nach Freiheit sehnen,
die bedroht werden,
die in Angst leben.
Gott der Wahrheit und der Barmherzigkeit:
Ermutige sie,
beschütze die,
hilf du, dass die Mauern fallen.
Beten wir zu unserem Gott:
Lass das Licht der Wahrheit aufscheinen.

Bitten wir
für die Menschen,
die in Not sind,
die vor Krieg und Hunger fliehen,
die die Hoffnung aufgegeben haben.
Gott der Wahrheit und Gerechtigkeit.
Stell dich an ihre Seite,
gib denen, die helfen, Kraft und Ausdauer,
verwandle diese Welt in einen guten Ort
und beende das Elend.
Beten wir zu unserem Gott:
Lass das Licht der Wahrheit aufscheinen.

Bitten wir
für die Menschen,
die Verantwortung für andere haben,
für die Regierungen,
für die Meinungsmacher,
für alle, die über das Leben der anderen entscheiden.
Gott der Wahrheit und des Friedens.
Mahne sie zum Frieden.
Erfülle ihre Herzen mit Freundlichkeit.
Erinnere sie an dein Gebot.
Beten wir zu unserem Gott:
Lass das Licht der Wahrheit aufscheinen.

Bitten wir
für die weltweite Kirche,
für unsere Gemeinde und alle Gemeinden,
für unsere Bischöfe und Bischöfinnen,
für unsere Konfirmanden und Täuflinge.
Gott der Wahrheit und des Lebens.
Sende deinen Geist aus,
eine deine Gemeinde,
gib Vollmacht für ihr Tun und Reden,
begleite unsere Kinder.
Beten wir zu unserem Gott:
Lass das Licht der Wahrheit aufscheinen.

Bitten wir
für uns und alle, die uns nahe sind,
für die Traurigen und die Glücklichen,
die Kranken und die Einsamen.
Gott der Wahrheit und der Liebe.
Tröste die Trauernden,
heile die Kranken,
segne uns.
Beten wir zu Gott:
Lass das Licht der Wahrheit aufscheinen
durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Bruder.
Amen.

 

Gebet für den 5. Sonntag nach Ostern (Rogate)
- Sonntag, 10. Mai 2015

Jesus Christus, dein Sohn, hat uns zu beten gelehrt.
In seinem Namen rufen wir dich an:
Vater unser im Himmel,
dir verdanken wir unser Leben,
du sprichst zu uns,
du liebst uns,
du willst Gemeinschaft mit uns.

Geheiligt werde dein Name.
Du hast uns bei unserem Namen gerufen,
damit wir deinen Namen bekennen.
Stell dich an die Seite aller,
die deinen Namen anrufen,
die nach dir suchen,
die Schmerzen erleiden, weil sie von dir nicht lassen.

Dein Reich komme.
Du hast uns in deinem Sohn verheißen,
wie deine Gerechtigkeit alles erfassen wird,
wie Frieden alles durchdringen wird.
Verwandle unsere elenden Verhältnisse,
damit Gewaltopfer den Diktatoren entrinnen,
damit Flüchtlinge einen sicheren Ort finden,
damit Barmherzigkeit unsere Angst überwindet.

Dein Wille geschehe,
Du hast uns durch deinen Sohn gezeigt,
wie du uns gemeint hast.
Leite uns.
Erfülle die Herzen der Menschen mit deinem Geist.
Lass die Mächtigen nach deinem Willen suchen.
Falle den Gewalttätern in den Arm.

wie im Himmel, so auf Erden.
Du bist unsere Hoffnung,
wenn sich Himmel und Erde verdunkeln.
Zeige dich,
damit Kranke aufleben,
damit Sterbende getrost gehen,
damit Trauernde neu vertrauen,
damit Verzweifelte aufatmen.

Unser tägliches Brot gib uns heute.
Du hast uns in deinem Sohn das Brot des Lebens geschenkt.
Öffne unsere Hände,
deine Gaben zu empfangen
und weiterzugeben.
Fülle die Brotkörbe,
die Reisschalen,
die Wasserquellen
und verbanne den Hunger.

Und vergib uns unsere Schuld,
Du vergibst uns durch deinen Sohn,
darum erlöse uns
von unserer Verstrickung in ungerechte Verhältnisse,
von unserer Selbstbezogenheit
von unserer Unfähigkeit, einander Gutes zu tun,
von unserer Blindheit für dich und deine Schöpfung.

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Du stiftest Versöhnung durch deinen Sohn.
Mache uns milde und vergebungsbereit.
Überwinde in uns alles,
was sich dem Frieden und der Vergebung in den Weg stellt.

Und führe uns nicht in Versuchung,
Dein Sohn ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Lass uns in ihm bleiben.

sondern erlöse uns von dem Bösen.
Dein Sohn hat gelitten,
damit das Leid ein Ende findet.
Befreie uns von den Mächten,
die deine Schöpfung zerstören,
die Hass säen,
die zerstören und töten.

Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen.

 

Fürbitten für den Sonntag Rogate
- Sonntag, 25. Mai 2014

(mit dem Lied EG 128, Heilger Geist, du Tröster mein)

Gott,
zu beten – wer vermag das?
Menschen mit unreinen Lippen und gespaltenen Herzen,
so kommen wir vor dich
mit unseren hilflosen Worten, unserem Schweigen,
mit unserer Verschlossenheit in uns selbst, noch vor dir.
Erfülle unser Gebet mit deinem Geist,
dass es wahrhaftig wird und zur wirklichen Fürbitte vor dir. 
Wir rufen:
Heilger Geist, du Tröster mein,/
hoch vom Himmel uns erschein/
mit dem Licht der Gnaden dein. (EG 128,1)

Wir bitten für alle, die zu dir schreien,
in welcher Sprache und mit welchen Vorstellungen auch immer,
für die Verzweifelten,
für die unschuldig Leidenden.
Wir bitten für die Angehörigen der Opfer des Grubenunglücks in Soma,
für alle, die arbeiten müssen unter lebensbedrohlichen Bedingungen.
Wir bitten für alle, die der Folter und der Lust am Quälen ausgesetzt sind,
für die Kinder, die hilflos und ohne zu verstehen
Elend, Missbrauch und Gewalt erfahren:
Komm, Vater der armen Herd,/
komm mit deinen Gaben wert,/
uns erleucht auf dieser Erd. (EG 128,2)

Wir bitten dich für alle,
die dich verlästern mit ihrem Gebet,
weil sie nur an sich denken und dich für sich verrechnen,
für alle Selbstgerechten,
für alle, die sich über andere stellen. 
Wir bitten für alle, die auch wir allein lassen
und in ihrer Bedürftigkeit nicht sehen
oder für die Mitleid zu empfinden wir nicht fähig sind.
Wir rufen:
Ohn dein Beistand, Hilf und Gunst/
ist all unser Tun und Kunst
vor Gott ganz und gar umsonst. (EG 128,4)

Wir bitten für alle, die nicht beten können,
weil es ihnen die Sprache im Glauben verschlagen hat
und denen du zu fern und unfasslich geworden bist. 
Wir bitten für alle, die dich und deine Kirche verachten
und gegen sie arbeiten.
Wir bitten dich für die religiösen Fanatiker und die Mitglieder von Sekten,
für die verblendeten Mörder und Schinder
von Boko Haram und Al-Quaida,
für alle, die ihren Glauben gegen andere wenden. 
Wir rufen:
Lenk uns nach dem Willen dein,/
wärm die kalten Herzen fein,
bring zurecht, die irrig sein. (EG 128,5)

Wir bitten dich für uns selbst,
dass wir dich voll Vertrauen wirken lassen in unserem Leben,
sei es Gutes oder Bedrohliches,
Schönes oder Schweres,
dass wir getragen von Deiner Verheißung
alle Hilfe von Dir erwarten,
dass es Menschen und Engel geben möge,
die für uns bitten vor dir,
wenn unser Gebet verstummt.  
Wir rufen:
Gib dem Glauben Kraft und Halt,/
Heilger Geist, und komme bald
mit den Gaben siebenfalt. (EG 128,6)

Heute am Wahlsonntag bitten wir dich für die Völker Europas
und für die gespaltene Ukraine, 
dass Frieden bleibe und werde,
dass Mitmenschlichkeit und Verantwortung uns gemeinsam tragen.  

In der Stille bringen wir unsere persönlichen Bitten vor dich …

Wir rufen:
Führ uns durch die Lebenszeit,/
gib im Sterben dein Geleit,
hol uns heim zur ewgen Freud. (EG 128,7)
Amen.

Fürbitten für den Sonntag Rogate
- Sonntag, 05. Mai 2013

Vater unser,
dich bitten wir.
Wen sollten wir bitten, wenn nicht dich?
Du bist im Himmel -
nicht nur dort,
du bist gegenwärtig -
hier und dort,
in unserer Mitte,
bei unseren Freunden,
bei unseren Feinden,
bei denen, die uns Nächste sind,
bei denen, die uns fremd sind,
im Himmel und auf Erden.

Geheiligt werde dein Name,
die Namen der Mächtigen dieser Welt
mögen verblassen.
Ihre Macht soll die Armen nicht mehr quälen ,
die Schwachen nicht mehr bedrücken,
die Gerechten nicht mehr bedrohen.

Dein Reich komme
und bis dahin
reiß die Mauern an den Grenzen der Reiche dieser Welt ein.
Zerbrich die Waffen,
die den Wehrlosen Gewalt antun,
die Flüchtlinge daran hindern, Sicherheit zu finden,
die das Blutgeld der Waffenkonzerne vermehren.

Dein Wille geschehe,
in unserem Taten,
in unserem Worten,
in unserem Nichttun,
in unserem Schweigen,
in deiner Kirche,
wie im Himmel, so auf Erden.

Unser täglich Brot gib uns heute,
uns und den Hungernden in den Dürregebieten,
uns und den Familien, die von den Tafeln leben,
uns und den Kindern, die morgens ohne Frühstück zur Schule kommen,
uns und denen, die verzweifelt dem morgigen Tag entgegen sehen.

Und vergib uns unsere Schuld.
Vergib uns,
dass wir uns auf Kosten der Näherinnen in Bangladesh kleiden,
dass wir auf Kosten der Arbeiter in den Handyfabriken surfen,
dass wir auf Kosten von Kindern in den Kakao- und Bananenplantagen essen,
dass wir zuerst an uns denken.

Vergib uns
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Ja, gib uns ein versöhnliches Herz,
öffne die geballten Fäuste und
bewege uns,
damit wir unsere Hände zum Frieden reichen.

Führe uns nicht in Versuchung,
lass uns dich suchen.
Lass dich finden.
Zeige dich den Friedlosen.
Zeige dich den Hoffenden.
Zeige dich den Trauernden.
Besiege alle Angst.

Erlöse uns von dem Bösen.
Greif ein,
wir können es nicht,
aber du kannst
das Elend beenden,
die Gewalt beenden,
das Unrecht beenden.
Du kannst uns erlösen.
Zögere nicht.

Denn ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
heute - weil du durch Christus bei uns bist,
morgen - weil du uns nicht dem Tod überlässt,
in Ewigkeit - weil wir zu Christus gehören.
Amen.

 

Fürbitten für den Sonntag Rogate
- Sonntag, 13. Mai 2012

Wenn wir dich bitten, Gott, können Wunder geschehen.
Täglich rufen deine Gläubigen dich an.
Täglich vertrauen wir darauf,
dass du es gut machst.
Täglich hoffen wir auf deine Wunder.

Wir hoffen auf dein Eingreifen,
dort wo der Tod reiche Beute machen will:
Sorge dich um die Menschen
in den Kriegsgebieten und Straflagern,
an den Orten der Zerstörung und Gewalt.
Höre uns, denn du kannst es gut machen.
Höre uns und tu deine Wunder.
 
Wir hoffen auf dein Eingreifen,
wo die Gerechtigkeit mit Füßen getreten wird.
Sorge dich um die Menschen,
denen das Glück verweigert wird,
die von den Verhältnissen nichts erwarten können.
Höre uns, denn du kannst es gut machen.
Höre uns und tu deine Wunder.

Wir hoffen auf dein Eingreifen,
wo Hunger wütet.
Sorge dich um die Menschen im Sudan und der ganzen Sahelzone,
um die Bauern, die kein Saatgut mehr haben,
um die verdorrten Felder.
Höre uns, denn du kannst es gut machen.
Höre uns und tu deine Wunder.

Wir hoffen auf dein Eingreifen,
wo Heilung ersehnt wird.
Sorge dich um die Menschen,
in den Hospizen und Pflegestationen,
um die Verzweifelten und die, die verhöhnt und verlacht werden.
Höre uns, denn du kannst es gut machen.
Höre uns und tu deine Wunder.

Wir hoffen auf dein Eingreifen,
wo Angst regiert.
Sorge dich um die Menschen,
die bedroht werden,
Sorge dich um die Verfolgten,
um die Hausgemeinden in China,
um die Christen im Irak und in Ägypten.
Höre uns, denn du kannst es gut machen.
Höre uns und tu deine Wunder.

Wir hoffen auf deine Gegenwart,
wo Hoffnung aufkeimt.
Mache die stark,
die gegen Korruption und Gewalt ankämpfen.
Gib Kraft denen,
die sich nicht mit den Verhältnissen abfinden wollen.
Höre uns, denn du kannst es gut machen.
Höre uns und tu deine Wunder.

Wir hoffen auf deine Gegenwart,
wo Liebe wächst.
Segne die Familien,
die Mütter,
die Menschen, die füreinander einstehen.
Segne die Kinder, unsere Kinder und alle Kinder.
Höre uns, denn du kannst es gut machen.
Höre uns und tu deine Wunder.

Wir hoffen auf deine Gegenwart,
wo der Glaube an Jesus Christus wohnt,
sei in unserer Mitte und
erfülle uns und deine Gemeinde mit deinem Geist.
Höre uns, denn du kannst es gut machen.
Höre uns und tu deine Wunder.
Höre uns durch Jesus Christus.
Amen.

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