Wochengebet

Die VELKD bietet zu den Sonn- und Feiertagen im Kirchenjahr sowie aus aktuellem Anlass online Gebetstexte. Sie werden jeweils Mitte der Woche für den darauf folgenden Feiertag eingestellt. Die Texte dienen sowohl dem gottesdienstlichen als auch dem privaten Beten und verbinden auf neue Weise aktuelles Geschehen mit der Struktur des Kirchenjahres. 

Die wöchentlichen Fürbittengebete werden im Auftrag der Kirchenleitung der VELKD von vier Autorinnen / Autoren verfasst. 

Wenn Sie ein Wochengebet zur Veröffentlichung nutzen wollen, verwenden Sie bitte den unveränderten Text und geben an: „Quelle: Wochengebet der VELKD, www.velkd.de“. 

Hinweis:
Sie finden unten in der Regel das Gebet für den jeweils aktuellen Feiertag. Für alle Sonn- und Feiertage im Archiv stehen weitere Fürbitten / Gebete zur Verfügung. Das jeweilige Tagesdatum oder der Name des anstehenden Fest- / Sonntages dient als Suchkriterium. Sollten z.B. zwei Feiertage in enger zeitlicher Nähe liegen, finden Sie in der Regel das Gebet für diesen Feiertag bereits im Archiv.

Sonntag, 05. Februar 2023
Gebet für den 3. Sonntag vor der Passionszeit (Septuagesimä)

Deine Gerechtigkeit, Gott, ist anders.
Deine Gerechtigkeit schenkt Leben.
Wo wir kritisieren, belohnst du,
wo wir zögern, hilfst du,
wo wir uns abwenden, bist du da.
Ohne deine Gerechtigkeit, wäre die Welt verloren.

Auf deine Gerechtigkeit warten die Armen.
Wir bitten dich:
Mach deine Gerechtigkeit groß für die Armen,
damit ihre Kinder gute Schulen besuchen,
damit die Tafeln überflüssig werden,
damit sie in warmen Wohnungen leben.
Ohne deine Gerechtigkeit, wären die Armen verloren.
So rufen wir zu dir:
Erbarme dich.

Auf deine Gerechtigkeit warten die einfachen Leute.
Wir bitten dich:
Mach deine Gerechtigkeit groß für die Opfer von Gewalt
damit sie sichere Zuflucht finden,
damit ihre Nächte von Albträumen verschont werden.
damit die Kriege enden.
Ohne deine Gerechtigkeit, wären die einfachen Leute verloren.
So rufen wir zu dir:
Erbarme dich.

Auf deine Gerechtigkeit wartet die Schöpfung.
Wir bitten dich:
Rette durch deine Gerechtigkeit die leidende Kreatur,
damit um unsertwillen kein Tier gequält wird,
damit das Artensterben endet,
damit den Flutopfern geholfen wird.
Ohne deine Gerechtigkeit, wäre die Schöpfung verloren.
So rufen wir zu dir:
Erbarme dich.

Um deine Gerechtigkeit betet deine Gemeinde.
Wir bitten dich:
Deine Gerechtigkeit
wecke das Gewissen der Mächtigen,
mahne die Einflussreichen,
versöhne die Streitenden.
In deiner Gerechtigkeit
heile die Kranken,
schütze die Verzweifelten,
tröste die Trauernden.
Deine Gerechtigkeit öffne uns
für dein Wort,
deine Liebe,
deine Gegenwart.
Ohne deine Gerechtigkeit wären wir verloren.
So rufen wir:
Verwandele deine Gemeinde.
Behüte alle, die uns lieb sind
und segne uns und deine Welt
durch Jesus Christus,
unseren Bruder und Herrn.
Amen.

 

Gebet für den 3. Sonntag vor der Passionszeit (Septuagesimä)
- Sonntag, 13. Februar 2022

Du bist barmherzig, Gott.
Wir sehen auf diese Welt
mit Sorgen und Angst,
mit Trauer und in Schmerzen.
Wir sehnen uns nach deiner Barmherzigkeit
und hoffen auf dich.
Wir bitten dich für alle,
die über andere urteilen.
Wir bitten dich für alle,
die sich in den sozialen Medien äußern.
Wir bitten dich für alle,
die wehrlos sind und betrogen werden,
für alle, die auf Trost und Zuspruch warten.
Gib den Einflussreichen die Kraft der Weisheit.
Deine Weisheit sei stärker als alle gedankenlosen und verletzenden Worte.
Erbarme dich.

Wir sehnen uns nach deiner Barmherzigkeit
und hoffen auf dich.
Wir bitten dich für die Mächtigen,
die um den Erhalt des Friedens ringen.
Wir bitten dich für alle,
die zu Opfern von Gewalt geworden sind.
Wir bitten dich für alle,
die der Gewalt entgegentreten,
für alle, die mutig an der Seite der Gequälten bleiben.
Begrenze die Macht der Starken durch das Recht.
Dein Recht sei stärker als die Macht aller Gewaltherrscher.
Erbarme dich.

Wir sehnen uns nach deiner Barmherzigkeit
und hoffen auf dich.
Wir bitten dich für die, die viel haben.
Wir bitten dich für alle,
die Gutes tun.
Wir bitten dich für die,
denen das Nötigste fehlt,
die auf Hilfe angewiesen sind.
Lenke die Herzen der Reichen durch Gerechtigkeit.
Deine Gerechtigkeit sei stärker als aller guter Wille.
Erbarme dich.

Wir sehnen uns nach deiner Barmherzigkeit
und hoffen auf dich.
Wir bitten dich für alle,
die krank sind,
für alle, denen der Lebensmut schwindet,
die nichts mehr hoffen.
Wir bitten dich für alle,
die für andere da sind und für sie sorgen.
Für alle, die an dir festhalten,
für alle, die nach dir fragen,
für alle, die deine Weisheit,
die dein Recht und deine Gerechtigkeit suchen.
Du bist barmherzig, Gott.
Wir sehen auf diese Welt
und hoffen auf dich.
Erbarme dich durch Jesus Christus,
deinen Sohn und unseren Herrn und Bruder.
Amen.

Gebet für den 3. Sonntag vor der Passionszeit (Septuagesimä)
- Sonntag, 09. Februar 2020

Du bist gerecht, barmherziger und treuer Gott.
Du sorgst dich um deine Schöpfung.
Du liebst die Menschen und freust dich mit uns.
Wie gut ist es,
wenn wir deine Gerechtigkeit erleben.
Wie beruhigend ist es,
wenn wir deine Sorge spüren.
Wie groß ist das Glück,
wenn deine Liebe in uns atmet.

Du bist gerecht.
Zeig uns deine Gerechtigkeit.
Wir sehnen uns danach,
dass die Mächtigen gerecht handeln.
Wir sehnen uns danach,
dass es gerechten Lohn gibt, alle satt werden
und in Sicherheit leben.
Wir sehnen uns danach,
dass die Lügen scheitern
und die Wahrheit frei macht.
Du bist gerecht,
zeig uns deine Gerechtigkeit –
erbarme dich.

Du sorgst dich um deine Schöpfung.
Steh uns in unserer Sorge bei.
Die Furcht vor dem Corona-Virus geht um.
Der Klimawandel bedroht die Schwachen
und unser Tun genügt nicht.
Die Kriege machen aus fruchtbaren Gärten Schlachtfelder
und aus wunderbaren Inseln Flüchtlingslager.
Du sorgst dich um deine Schöpfung.
Steh uns in unserer Sorge bei –
erbarme dich.

Du liebst die Menschen
und berufst uns, deine Liebe weiterzugeben.
Komm am Morgen und
wecke deine weltweite Kirche.
Komm am Mittag und
zeige deiner Gemeinde die Liebe.
Komm am Abend und
tröste die Trauernden und Verzweifelten.
Komm in der Nacht,
hülle unsere Verstorbenen in dein Licht
und lass uns Kraft schöpfen.
Wie groß ist das Glück,
wenn deine Liebe in uns atmet.
Im Vertrauen auf Jesus Christus, der die Liebe ist,
bitten wir dich:
Erbarme dich.

Amen

 

Gebet für den 3. Sonntag vor der Passionszeit (Septuagesimä)
- Sonntag, 17. Februar 2019

Gott,
wir liegen vor dir mit unserem Gebet.
Gerecht sein?
Das ist oft schwer.
Allen alles zu sein – verlockend, aber wie soll das gelingen?
Wir fliehen zu Dir.
Wir vertrauen auf Deine große Barmherzigkeit.
Du bist gerecht, so erzählen Menschen von Dir.
Du teilst auf und für sie ist genug da.

Aber wo finden wir Dich?
Wo legen wir die Bitten hin?
Wenn das Herz pocht.
Wenn der Kalender zu voll ist.
Oder bei manchen viel zu leer.
Wenn die Tage dahingleiten, und wir ruhelos in ihnen.
Mit hängenden Schultern, mit hängenden Köpfen.
Andere verlangen so viel von uns, und vor allem wir selbst.

Wende Dich zu uns, Gott.
Leg Deinen Sinn auf das, was wir tun.
Deinen Geist auf unser Trotten und Traben.
Deine ausgestreckten Hände auf unseren übervollen Kopf.
Lass uns fühlen, was es braucht,
um kraftvoll zu sein und klar.

Ja, Du birgst und trägst,
tröstest und teilst.
Am Ende ist genug da.
Soviel wir brauchen.
Amen

 

Gebet für Septuagesimä
- Sonntag, 28. Januar 2018

Ewiger, barmherziger Gott,
dein Atem belebt uns.
Dein Wort gibt Klarheit.
Atme in uns
und öffne die Ohren und Herzen deiner Menschen.
Erbarme dich, damit wir leben.
Kyrie eleison – erbarme dich.

Du, unser Gott, sprich,
zeige den richtigen Weg für das Miteinander deiner Menschen.
Gib Klarheit im Streit.
Gib Demut denen, die meinen, im Recht zu sein.
Gib Besonnenheit denen, die für andere entscheiden.
Atme in uns
und öffne die Ohren und Herzen deiner Menschen.
Erbarme dich, damit wir leben.
Kyrie eleison – erbarme dich.

Du, unser Gott, sei nicht ferne,
mische dich mit deinem Frieden ein.
Hülle in deine Liebe
die Überlebendenden,
die Geflüchteten,
die Traumatisierten,
die Witwen und Waisen dieses elenden Kriegs in Syrien.
Verwandle die Kriegslust der Mächtigen in Friedensliebe.
Atme in uns
und öffne die Ohren und Herzen deiner Menschen.
Erbarme dich, damit wir leben.
Kyrie eleison – erbarme dich.

Du, unser Gott, mache die Hoffnung groß,
lege deinen Trost in die Herzen der Trauernden,
lindere die Schmerzen der Kranken,
vertreibe die Angst.
Vergelte die Liebe aller, die anderen beistehen, mit Liebe.
Atme in uns
und öffne die Ohren und Herzen deiner Menschen.
Erbarme dich, damit wir leben.
Kyrie eleison – erbarme dich.

Du, unser Gott, du Ursprung der Wunder,
sieh unsere Freude,
über die Menschen, die wir lieben,
über das Glück, das uns umgibt,
über die Schönheit deiner Schöpfung.
Höre unseren Dank
für deine weltweite Kirche,
für dein Wort und Sakrament,
für Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Bruder und Herrn.
Er ist unser Friede.
Durch ihn bitten wir:
Atme in uns
und öffne die Ohren und Herzen deiner Menschen.
Erbarme dich, damit wir leben.
Amen.

 

Gebet für Septuagesimae (Vor-Passion, 70 Tage vor Ostern)
- Sonntag, 12. Februar 2017

(mit Versen aus Psalm 31)

A: Herr, auf dich traue ich,
laß mich nimmermehr zuschanden werden,
errette mich durch deine Gerechtigkeit!

B: Mit allen, deren Leben bedroht ist,
mit den Verwundeten in den Kriegen in Syrien, im Irak und in der Ukraine,
mit Verschleppten,
mit Häftlingen, die der Folter ins Auge sehen,
mit denen, die vor den Trümmern ihres Lebens
und ihrer Hoffnung stehen,
rufen wir zu dem barmherzigen Gott:

Gemeinde: Herr, erbarme dich.

A: Neige deine Ohren zu mir, hilf mir eilends!
Sei mein starker Fels und meine Burg,
daß du mir helfest!

B: Mit allen, die in Gefahr sind,
die ihren Glauben inmitten
einer feindlich gesinnten Mehrheit bekennen und leben,
die ausharren,
die bleiben, wo sie gebraucht werden,
rufen wir zu dem barmherzigen Gott:

Gemeinde: Herr, erbarme dich.

A: In deine Hände befehle ich meinen Geist;
du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.

B: Mit allen, die Abschied nehmen müssen
und deren einzige und letzte Hoffnung Gott ist,
mit den Sterbenden
und mit den unheilbar Kranken
rufen wir zu dem barmherzigen Gott:

Gemeinde: Herr, erbarme dich.

A: Ich freue mich und bin fröhlich über deine Güte,
daß du mein Elend ansiehst und kennst die Not meiner Seele
und übergibst mich nicht in die Hände des Feindes;
du stellst meine Füße auf weiten Raum.

B: Mit allen, denen du Verantwortung für andere gegeben hast,
die für andere sprechen,
die sich für andere vorwagen in unbekannte Räume und Träume
in Wissenschaft und Kunst,
mit allen Mächtigen,
gefährdet von Selbstüberschätzung und Egoismus,
rufen wir zu dem barmherzigen Gott:

Gemeinde: Herr, erbarme dich.

A: Herr, sei mir gnädig, denn mir ist angst!
Mein Auge ist trüb geworden vor Gram,
matt meine Seele und mein Leib.

B: Mit allen, die sich selbst aufgegeben haben,
entkräftet von Hunger,
verfolgt von schrecklichen Erinnerungen,
verloren an Drogen,
mit allen, deren Psyche sich dem eigenen Leben in den Weg stellt,
rufen wir zu dem barmherzigen Gott:

Gemeinde: Herr, erbarme dich.

A: Laß leuchten dein Antlitz über deinem Knecht;
hilf mir durch deine Güte!
Herr, laß mich nicht zuschanden werden,
denn ich rufe dich an.

B: Wir, die wir hier versammelt sind,
bedürftig nach einer Wahrheit, die wir uns nicht selbst sagen können,
nach deiner Gegenwart, Gott, die uns barmherzig das Leben gewährt
und uns immer wieder zurückführt zu dir,
wir werden still vor dir und bringen dir unsere Bitten:

(Stille)

Wir rufen gemeinsam:

Gemeinde: Herr, erbarme dich.

A: Liebet den Herrn, alle seine Heiligen!
Seid getrost und unverzagt alle, die ihr des Herrn harret!

B: Wir vertrauen auf dich, Gott.
In allem, was vor uns liegt,
erwarten wir dein Kommen,
deine Liebe,
das heilende Licht deiner Augen.
Dir sei Ehre in Ewigkeit.

Gemeinde: Amen.

 

Gebet für Septuagesimae (Vor-Passion, 70 Tage vor Ostern)
- Sonntag, 24. Januar 2016

Gott der Barmherzigkeit,
dein Wort bewegt und versöhnt.
Deine Liebe stärkt und schützt.
Dein Heiliger Geist tröstet.

Wir bitten dich für deine Welt.
Durchdringe sie mit deiner Barmherzigkeit,
damit die Mächtigen für die sorgen,
die keine Macht haben,
damit die Einflussreichen ihre Worte wägen
und die Würde der Verachteten schützen,
damit die Starken ihrer Verantwortung gerecht werden
und ihre Stärke für die Schwachen nutzen.
Gott der Barmherzigkeit,
erhöre uns.

Wir bitten dich für das Zusammenleben in unserem Land.
Präge uns deine Barmherzigkeit ein,
damit der Respekt voreinander die Worte bestimmt,
damit der Hass in den lauten Reden und in den geschriebenen Kommentaren aufhört,
damit die Gewalt verschwindet,
damit Vernunft und Mitgefühl gewinnen.
Gott der Barmherzigkeit,
erhöre uns.

Wir bitten dich für die anderen Völker.
Mache deine Barmherzigkeit groß,
damit die Waffen endlich schweigen,
damit Attentate der Vergangenheit angehören,
damit die Kriege enden und Verfeindete miteinander Frieden suchen.
Gott der Barmherzigkeit,
erhöre uns.

Wir bitten dich für dein Volk Israel.
Erinnere uns an deine Barmherzigkeit,
damit das Gedenken an den Holocaust Mahnung bleibt,
damit das Vergessen nicht neue Schuld gebiert,
damit wir dich gemeinsam loben.
Gott der Barmherzigkeit,
erhöre uns.

Wir bitten dich für alle,
die dir vertrauen.
Umhülle sie mit deiner Barmherzigkeit,
damit die Trauernden getröstet werden,
damit die Kranken gesunden,
damit die Traurigen aufleben,
damit wir dich zusammen mit allen,
die Jesus Christus nachfolgen,
mit unserem Worten und Taten bezeugen.
Durch ihn vertrauen wir uns dir an.
Du Gott der Barmherzigkeit,
erhöre uns.
Heute und alle Tage.

Amen.

 

Gebet für Septuagesimae (Vor-Passion, 70 Tage vor Ostern)
- Sonntag, 01. Februar 2015

Gütiger und liebender Gott,
Quelle und Licht des Lebens,
Angst und Not machen heimatlos.
Flüchtlinge suchen Brot, Obdach und Arbeit.
Deine Barmherzigkeit öffnet Türen und löst geballte Fäuste.
Wir bitten dich:
Gieße deinen Geist aus, komm mit deinem Frieden.

Gerechter und treuer Gott,
Mahnung und Richtschnur zum Leben,
Streit zerstört das Zusammenleben.
Fremde werden bedroht
und als Bedrohung empfunden.
Dein Geist versöhnt und eint.
Wir bitten dich:
Gieße deinen Geist aus, komm mit deinem Frieden.

Tröstender und heilender Gott,
Sehnsucht und Ziel des Lebens,
Krieg und Gewalt verwüsten
die Erde und die Seelen deiner Menschen.
Deine Gerechtigkeit bringt die Verschleppten zurück
und lindert die Schmerzen.
Wir bitten dich:
Gieße deinen Geist aus, komm mit deinem Frieden.

Ewiger und heiliger Gott,
Liebe und Segen zum Leben,
Lüge und Verleumdung quälen deine Gläubigen.
Deine Wahrheit verbindet.
Deine Sorge hilft einander zu verstehen.
Dein Wort ist Brot.
Deine Liebe führt Fremde zueinander.
Dein Atem besiegt den Tod.
Im Vertrauen auf Jesus Christus
bitten wir dich:
Gieße deinen Geist aus und komm mit deinem Frieden.

Amen

Gebet für Septuagesimae (Vor-Passion, 70 Tage vor Ostern)
- Sonntag, 16. Februar 2014

Du unser Gott,
machtvoll ist dein Erbarmen,
unbegreiflich dein Tun.
Selbst im Dunkel bist du gegenwärtig.
Darauf vertrauen wir
und rufen zu dir:
Zeige dein Erbarmen.

Du unser Gott,
machtvoll ist deine Liebe.
Erweise sie an den Orten des Todes.
Weise den Tod in seine Schranken,
damit die Tränen der Trauernden trocknen,
damit die Verzweiflung schwindet,
damit neues Leben aufblüht.
Vor dir denken wir an die,
die gegen die Macht des Todes kämpfen
in den Hilfsorganisationen in aller Welt,
in Krankenhäusern,
in Forschung und Wissenschaft,
in unserer Nachbarschaft.
Du bist das Leben.
Darauf vertrauen wir
und rufen zu dir:
Zeige dein Erbarmen.

Du unser Gott,
machtvoll ist deine Weisheit.
Durchbreche mit ihr die Mauern um die Herzen der Mächtigen.
Lehre sie deinem Willen zu folgen,
damit die Armen essen,
damit sich die Sehnsucht nach Gerechtigkeit erfüllt,
damit aus den Orten der Angst Gärten des Glücks werden.
Vor dir denken wir an die,
die auf dich achten
und Flüchtlinge schützen,
Kinder vor Gewalt bewahren,
sich dem Hass entziehen.
In dir finden wir Weisheit.
Darauf vertrauen wir
und rufen zu dir:
Zeige dein Erbarmen.

Du unser Gott,
machtvoll ist dein Frieden.
Schaffe deinem Frieden Raum in dieser Welt,
damit  Versöhnung geschieht.
Vor dir denken wir an die Menschen, die sich nach Frieden sehnen
in Syrien,
in Afghanistan,
in der Ukraine.
Vor dir denken wir an unsere Unfähigkeit zum Frieden.
Du bist der Friede der die Welt überwindet.
Darauf vertrauen wir
und rufen zu dir:
Zeige dein Erbarmen.

Du unser Gott,
machtvoll ist dein Wort.
Sprich zu uns.
Verwandle deine weltweite Kirche,
damit die Welt deine Herrlichkeit erkennt.
Vor dir denken wir an die Christen,
die mit ihrem Leben deine Gegenwart zeigen
in unserer Gemeinde
und in den Gemeinden, mit denen wir verbunden sind.
Du bist unsere Hoffnung und unsere Zukunft.
Durch Jesus Christus vertrauen wir dir
und rufen zu dir:
Zeige dein Erbarmen.
Amen.

Gebet für Septuagesimae (Vor-Passion, 70 Tage vor Ostern)
- Sonntag, 27. Januar 2013

Gott, Barmherziger,
du siehst uns an und dein Blick durchdringt uns,
tröstend, 
verstörend, 
erfüllt von Liebe.
Du siehst uns an,
und es ist dein heller Blick, der uns trägt und verwandelt.  

Wir bitten dich,
sieh all jene an,
die nach Vergebung hungern,
die Schuld beschwert
und die eine dunkle Vergangenheit nicht losläßt.
Sieh auch auf uns,
die wir jeden Tag aus deinem Erbarmen leben.
Wir rufen: 
Kyrie eleison.


Sieh an
die Enttäuschten und Verbitterten,
die Gehetzten und Getriebenen,
alle, die sich fremd und gefangen fühlen
in den Umständen ihres Lebens.
Sieh auch auf uns,
die wir auf deinen Trost hoffen.
Wir rufen: 
Kyrie eleison.


Sieh an
alle, die mit einer Krankheit ins Ungewisse schauen,
die sich an der Grenze ihres Lebens wissen 
und fragen,
was sie erwartet und wie sie bestehen können in ihrer Angst.
Sieh auch auf uns,
die wir deiner Liebe vertrauen.
Wir rufen: 
Kyrie eleison.


Sieh an
die Verblendeten und Verstockten,
die sehen
und doch nicht sehen,
die Recht und Gewissen verlachen,
die töten, sengen und quälen. 
Sieh auch auf uns,
die wir dein Gericht erwarten.
Wir rufen: 
Kyrie eleison.


Sieh an
die Flüchtlinge und die Entwurzelten, 
alle, die um das nackte Überleben ringen
in Mali, in Syrien, in den Slums dieser Welt. 
Sieh auch auf uns,
die wir uns nach deiner neuen Schöpfung sehnen.
Wir rufen:
Kyrie eleison.


Gott, Barmherziger,
du siehst uns an
und es ist dein heller Blick, der uns trägt und verwandelt.  
Du kennst uns,
du suchst uns,
du erbarmst dich unser.
Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Amen.

Archiv

Es wurden 11 Fürbitten gefunden

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 04. Dezember 2022

... mit Psalm 80 und EG 7

Sprecher(in) 1:
Du Hirte Israels, höre,
der du Joseph hütest wie Schafe!
Erscheine, der du thronst über den Cherubim!
Erwecke deine Kraft
und komm uns zu Hilfe!

Sprecher(in) 2:
Erscheine allen,
die allein nicht mehr weiterwissen,
denen die Gewissheiten zerbrochen,
der Glaube zerronnen,
alle Hoffnungen schal geworden sind.
Erscheine,
wo du nicht mehr denkbar,
nicht mehr vorstellbar bist,
wo das Wort „Gott“ leer geworden ist.
Wir singen:

Gemeinde:
O klare Sonn, du schöner Stern / dich wollten wir anschauen gern; /
O Sonn, geh auf, ohn deinen Schein / in Finsternis wir alle sein.

Sprecher(in) 1:
Du Hirte Israels, höre,
der du Joseph hütest wie Schafe!
Erscheine, der du thronst über den Cherubim!
Erwecke deine Kraft
und komm uns zu Hilfe!

Sprecher(in) 2:
Erscheine denen,
die sich ihrer selbst sicher sind,
die zu wissen meinen,
wohin die Zukunft weist und was gilt,
die Andersdenke verachten und bedrohen,
die sich selbst nicht mehr hinterfragen können
und sich für das Maß aller Dinge halten.
Erscheinen allen,
in deren Seele die Gewalt keimt.
Wir singen:

Gemeinde:
O klare Sonn, du schöner Stern / dich wollten wir anschauen gern; /
O Sonn, geh auf, ohn deinen Schein / in Finsternis wir alle sein.

Sprecher(in) 1:
Du Hirte Israels, höre,
der du Joseph hütest wie Schafe!
Erscheine, der du thronst über den Cherubim!
Erwecke deine Kraft
und komm uns zu Hilfe!

Sprecher(in) 2:
Erscheine denen, die in Kellern frieren,
die in Unterständen ausharren,
die mit ihren eigenen Körpern ihre Kinder
oder ihre Alten wärmen.
Erscheinen allen,
denen der nächste Tag eine bedrohliche Ungewissheit ist,
die nur noch vegetieren ohne jeden Gedanken an ein Licht.
Wir singen:

Gemeinde:
O klare Sonn, du schöner Stern / dich wollten wir anschauen gern; /
O Sonn, geh auf, ohn deinen Schein / in Finsternis wir alle sein.

Sprecher(in) 1:
Du Hirte Israels, höre,
der du Joseph hütest wie Schafe!
Erscheine, der du thronst über den Cherubim!
Erwecke deine Kraft
und komm uns zu Hilfe!

Sprecher(in) 2:
Erscheinen denen,
die in Schuld verstrickt sind,
denen, die nichts davon merken,
wie sie ihre Seelen verkaufen und sich selbst verraten,
die töten und morden und sengen und quälen,
die kein Mitleid mehr kennen,
nicht einmal mit sich selbst.
Wir singen:

Gemeinde:
O klare Sonn, du schöner Stern / dich wollten wir anschauen gern; /
O Sonn, geh auf, ohn deinen Schein / in Finsternis wir alle sein.

Sprecher(in) 1:
Du Hirte Israels, höre,
der du Joseph hütest wie Schafe!
Erscheine, der du thronst über den Cherubim!
Erwecke deine Kraft
und komm uns zu Hilfe!

Sprecher(in) 2:
Erscheine deiner Kirche
und allen Glaubenden,
die auf dich warten und dich suchen,
die dich ersehnen und die dich verleugnen,
die dich so oft mit der eigenen Meinung,
mit dem eigenen Glück,
mit dem eigenen Erfolg verwechseln,
die darauf hoffen,
dass du ihre Horizonte aufreißt.
Wir singen:

Gemeinde:
O klare Sonn, du schöner Stern / dich wollten wir anschauen gern ; /
O Sonn, geh auf, ohn deinen Schein / in Finsternis wir alle sein.

Sprecher(in) 2:
In der Stille bringen wir vor dich, was uns bewegt …

Sprecher(in) 1:
So wollen wir von dir nicht weichen.
Lass uns leben, so wollen wir deinen Namen anrufen.
HERR, Gott Zebaoth, tröste und wieder;
Lass leuchten dein Antlitz, so ist uns geholfen.
Amen.

 

Gebet für den 2. Sonntag im Advent
- Sonntag, 05. Dezember 2021

Wann reißt du den Himmel auf, Gott?
Wann greifst du ein?
Du siehst doch das Leid.
Du siehst doch die Trauer.
Du siehst doch, wie wir warten.
Reiß den Himmel auf.
Greif ein.
Wir bitten dich.
Komm!

Barmherziger Gott,
sieh auf unsere Kranken.
Sieh auf die Kranken, die wir nicht kennen.
Höre ihre Klagen und ihr Schreien.
Hilf allen, die sie pflegen und ihnen beistehen.
Hilf allen, die Medikamente entwickeln
und allen, die für eine gerechte Verteilung einstehen.
Reiß den Himmel auf.
Greif ein.
Wir bitten dich.
Komm!

Barmherziger Gott,
sieh auf die Verantwortlichen.
Sieh, wie schwer es ist, das Richtige zu tun.
Höre die Ratlosigkeit und den Zweifel.
Hilf den Ungeduldigen.
Hilf denen, die ihre Kräfte für andere hergeben.
Reiß den Himmel auf.
Greif ein.
Wir bitten dich.
Komm!

Barmherziger Gott,
sieh deine Schöpfung.
Sieh unsere Unfähigkeit, ihr zu helfen.
Höre ihr Seufzen.
Hilf denen, die unter den Folgen unserer Sorglosigkeit leiden.
Hilf den Flutopfern dieses Sommers.
Hilf den Hungernden.
Reiß den Himmel auf.
Greif ein.
Wir bitten dich.
Komm!

Barmherziger Gott,
sieh deine Kirche.
Sieh unser Vertrauen.
Höre unsere Sehnsucht.
Hilf deiner Gemeinde, die sich auf dein Kommen vorbereitet.
Hilf deiner weltweiten Kirche, dich glaubwürdig zu bezeugen.
Reiß den Himmel auf.
Greif ein.
Wir bitten dich.
Komm!

Barmherziger Gott,
sieh auf uns und unsere Kinder.
Sieh auf die Trauernden.
Sieh, wie wir dich brauchen.
Wir warten auf dich.
In Jesu Namen rufen wir:
Reiß den Himmel auf.
Greif ein.
Wir bitten dich.
Komm!
Amen.

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 06. Dezember 2020

Du hast Geduld mit uns,
ewiger Gott.
Wir danken dir
für den langen Atem,
für die Barmherzigkeit,
für die Liebe und das Glück.

Du bist geduldig, Gott -
wir warten und werden ungeduldig.
Wir hungern danach,
dass die Krankheiten aufhören,
dass die Infektionen enden,
dass die Impfstoffe wirksam sind.
Komm.

Du bist geduldig, Gott -
wir warten und werden ungeduldig.
Wir wünschen uns,
dass die Sterbenden in Frieden gehen,
dass die Trauernden Trost finden,
dass unsere Toten bei dir geborgen sind.

Du bist geduldig, Gott -
wir warten und werden ungeduldig.
Wir sehnen uns danach,
dass Barmherzigkeit diese Welt regiert,
dass die Hungernden satt werden,
dass die Betrogenen Wiedergutmachung erfahren,
dass die Entwurzelten Heimat finden.

Du bist geduldig, Gott -
wir warten und werden ungeduldig,
mit dieser Welt,
mit unseren Nächsten,
mit uns.
Du hast Geduld mit uns,
ewiger Gott, und
gibst uns deinen Atem.
Komm mit deiner Barmherzigkeit und Liebe.
Wir warten.
Komm.

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 08. Dezember 2019

Wir warten auf dich, guter Gott,
und hoffen,
dass das Gute wirklich siegt.
Wir warten auf dich, barmherziger Gott,
und hoffen,
dass sich deine Barmherzigkeit ausbreitet.
Wir warten auf dich, heiliger Gott,
und hoffen,
dass du deine Schöpfung rettest.
Wir warten auf dich und rufen dir zu:
Komm, Herr Jesus.

Wir warten darauf,
dass du das Leben zum Guten wendest.
Wir denken an die Kinder,
die in Angst leben,
die bedroht werden,
die missbraucht werden.
Wir denken an die Menschen ohne eigene Wohnung,
die Obdachlosen in den kalten Nächten,
die Frauen, die vor Gewalt fliehen,
die Flüchtlinge.
Du hast es uns versprochen,
dass du kommst und alles gut wird.
Wir warten auf dich und rufen dir zu:
Komm, Herr Jesus.

Wir warten darauf,
dass die Barmherzigkeit die Welt regiert.
Wir denken an die Mächtigen,
die ehrlich und integer sind,
die das Beste wollen,
die sich verausgaben und das Recht schützen.
Wir denken an die Gewaltherrscher,
die über Heere befehlen,
die nur ihre Interessen verfolgen,
die die Schwachen quälen.
Du hast es versprochen,
dass die Barmherzigen Barmherzigkeit erlangen
und die Sanftmütigen das Erdreich besitzen werden.
Wir warten auf dich und rufen dir zu:
Komm, Herr Jesus.

Wir warten darauf,
dass dein Heiliger Geist unsere Herzen erfüllt.
Wir denken an alle,
die für die Bewahrung der Schöpfung arbeiten,
an die Teilnehmer und Regierungsvertreter der Weltklimakonferenz in Madrid,
an unsere Kinder und ihren Mut,
an alle, die sich mit kleinen Mitteln dem Klimawandel entgegenstellen.
Wir denken an die weltweite Kirche,
an die Gemeinden im Heiligen Land,
an alle, die in diesen adventlichen Tagen voller Unruhe sind,
an unsere Gemeinde und alle, mit denen wir verbunden sind
Du hast es uns versprochen,
dass du kommen wirst und das Antlitz der Erde neu wird.
Heute und alle Tage dieses Advents rufen wir dir zu:
Wir warten auf dich.
Komm, Herr Jesus.
Amen.

 

Gebet für den 2. Sonntag im Advent
- Sonntag, 09. Dezember 2018

Komm, du Gott, der uns rettet.
Komm, du Gott, der auf unsere Sehnsucht achtet.
Komm, du Gott, auf den wir warten.

Komm und stärke die müden Hände.
Müde sind die Hände derer,
die für die Hungernden sorgen.
Müde sind die Hände derer,
die die Kranken pflegen.
Müde sind die Hände derer,
die das Unrecht abwehren.
Komm und stärke die müden Hände,
damit die Hungernden essen,
damit sich die Wunden schließen,
damit die Betrogenen zu ihrem Recht kommen.
Du bist es, der uns rettet.
Komm.

Komm und mach fest die wankenden Knie.
Es wanken die Knie derer,
die den Weg zum Frieden beschreiten.
Es wanken die Knie derer,
die sich für ein gerechtes Leben einsetzen.
Es wanken die Knie derer,
die nur das Dunkel in der Welt sehen.
Komm und mach fest die wankenden Knie,
damit in allen wichtigen Gesprächen dieser Tage die Brückenbauer Erfolg haben,
damit Frieden in Syrien, im Jemen, in Afghanistan einkehrt.
damit die Suche Gerechtigkeit nicht zur Gewalt führt
und dass Lichter der Hoffnung entfacht werden.
Du bist es, der auf unsere Sehnsucht Acht hat.
Komm.

Komm und zeige uns deinen Weg,
ewiger Gott.
Komm und begeistere deine Kirche.
Steck sie mit deiner Liebe an,
damit sie auf dem Weg zu dir,
den Suchenden antwortet,
die Trauernden tröstet
und zusammen mit den Hoffnungsvollen deine Liebe besingt.
Komm und begeistere uns.
Nimm uns unsere Sorgen und unsere Unruhe,
erfülle uns mit adventlicher Freude
und segne alle, die zu uns gehören.

Komm, du Gott, auf den wir warten,
Schöpfer, Retter, Heiliger Geist.
Komm und ebene den Weg durch die Wüste
und stimme mit uns das Lied der Freude an -
heute und alle Tage deines Advents.
Komm.

Amen.

 

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 10. Dezember 2017

Ach, dass du doch eingreifen mögest,
barmherziger, ewiger Gott.
Ach, dass du doch den Himmel aufreißt
und die Erde aufatmet.

So schau doch herab, du unser Gott,
und komm.
Wir warten.
Noch dringender warten die Armen,
die die Wünsche ihrer Kindern nicht erfüllen können,
die auf der Straße leben und
sich in den Nächten vor Gewalt und Kälte fürchten.
Noch dringender warten die Verzweifelten,
denen die Kraft zu hoffen fehlt,
die allein gelassen sind und auf die niemand achtet.
So schau doch herab
und komm ihnen zu Hilfe.
Schicke ihnen gute Menschen
Komm du selbst und zögere nicht länger.
Komm und erbarme dich.

So schau doch herab, du unser Gott,
und komm.
Wir sehnen uns nach Frieden.
Noch dringender nach Frieden
sehnen sich die Menschen in den Kriegsgebieten,
die Menschen in Syrien, Afghanistan, im Jemen,
auch die Soldaten.
Noch dringender nach Frieden sehnen sich die Überlebenden,
die Traumatisierten,
die von den Bilder des Grauens verfolgt werden.
So schau doch herab
und komm ihnen zu Hilfe.
Schicke ihnen Friedensbringer, Brückenbauer, Therapeuten.
Schicke ihnen gut Menschen.
Komm du selbst und zögere nicht länger.
Komm und erbarme dich.

So schau doch herab, du unser Gott,
und komm.
Wir hoffen auf Heilung.
Noch dringender auf Heilung hoffen die Kranken,
die, die eine erschreckende Diagnose erfahren haben,
deren Angehörige sich aufreiben,
die Kranken, die unter unsäglichen Schmerzen leiden.
Noch dringender auf Heilung hofft die verwundete Schöpfung,
die Tiere, die uns dienen,
die Luft, die wir vergiften.
So schau doch herab, du unser Gott
und komm uns allen zu Hilfe.
Segne die Pflegenden und alle, die deine Schöpfung schützen.
Komm du selbst und zögere nicht länger.
Komm und erbarme dich.

So schau doch herab, du unser Gott
und komm.
Wir beten dich an.
Wir singen von deinem Kommen.
Höre unsere Lieder,
höre unser Beten,
damit wir zum Segen für diese Welt werden.
Komm du selbst und zögere nicht länger.
Komm und erbarme dich.

Um Jesu Christi Willen
hoffen wir
für alle, die zu uns gehören,
für alle, die wir lieben,
auf dich, du ewiger und barmherziger Gott.
So komm und zögere nicht länger.
Komm und erbarme dich.
Amen.

 

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 04. Dezember 2016

Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?
Komm, denn wir warten.
Komm, denn so wie es ist, kann es nicht bleiben.

In Syrien leiden die Menschen.
Aleppo ist eine Trümmerstadt,
die Überlebenden hungern und haben den Tod vor Augen.
Diktatoren und Mörder machen sich die Welt als Beute genommen.
Komm, denn die Menschen in Aleppo warten.
Komm, denn so wie es ist, kann es nicht bleiben.
Wir rufen zu dir:
Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?

Die Flüsse und Wälder sind bedroht.
Die Ureinwohner Amerikas verlieren ihre Erde.
Hilflos ist die Schöpfung der Gewalt ausgeliefert.
Gier und Gift zerstören unsere Lebensgrundlagen.
Komm, denn deine Schöpfung wartet.
Komm, denn so wie es ist, kann es nicht bleiben.
Wir rufen zu dir:
Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?

Hass und Angst breiten sich aus.
Nächstenliebe und Güte werden verlacht und verächtlich gemacht.
Die Menschen haben die Wahl – in Österreich, in Italien –
in ihren Worten und mit ihren Taten.
Komm, denn es ist genug Hass ausgeschüttet.
Komm, denn so wie es ist, kann es nicht bleiben.
Wir rufen zu dir:
Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?

Krankheit und Tod reißen Wunden.
Voller Hoffnung rufen die Verzweifelten.
Mit Tränen in den Augen hoffen die Trauernden.
Mit letzter Kraft kämpfen die Guten für ihre Lieben.
Komm, denn die Schwachen und Müden warten.
Komm, denn so wie es ist, kann es nicht bleiben.
Wir rufen zu dir:
Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?

Überall glauben Menschen an dich.
Überall sehnen sie sich nach Frieden und Einheit.
Überall singen sie dein Lob.
Komm, denn deine Gemeinde wartet auf dich.
Komm, o Heiland Jesus Christ, tröste uns.
Wir rufen zu dir:
Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?
Amen.

 

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 06. Dezember 2015

Komm, du Barmherziger.
Komm, lass uns nicht länger warten.

Komm und breite deinen Frieden aus.
Wehre der Gewalt
und zeige den Mächtigen den Weg zum Frieden.
Komm und breite deinen Frieden aus.
Zerbrich du die Waffen der Gewalttäter
und befreie alle, die in ihrer Gewalt leben.
Komm und breite deinen Frieden aus.
Beschütze die Bedrohten und Verängstigten
und hindere allen Hass.
Komm, du Barmherziger.
Komm, lass uns nicht länger warten.

Komm, du Trost der ganzen Welt.
Trockne die Tränen der Trauernden
und heile die Verletzten.
Komm, du Trost der ganzen Welt.
Weise den Flüchtenden den Weg
und bewahre sie vor Hass und Neid.
Komm, du Trost der ganzen Welt.
Mache die Hoffnung heller als die Verzweiflung
und den Mut stärker als die Angst.
Komm, du Barmherziger.
Komm, lass uns nicht länger warten.

Komm und zieh in unsere Herzen ein.
Schaffe Gerechtigkeit für die Armen
und mach die Sehnsucht nach deiner Gerechtigkeit groß.
Komm und zieh in unsere Herzen ein.
Rette deine Schöpfung
und führe die Verhandlungen zum Weltklima zum Erfolg.
Komm und zieh in unsere Herzen ein.
Begeistere deine Kirche für dein Kommen
und lass uns geduldig und treu an deiner Seite mitgehen.
Komm, du Barmherziger.
Komm, lass uns nicht länger warten.

Komm und zeige dich,
durch dein Wort und dein Sakrament,
mit deiner Liebe,
in Jesus Christus.
Ihm vertrauen wir uns an – heute, und alle Tage bis er kommt.

Amen.

 

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 07. Dezember 2014

So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.
Du Beistand der Bedrängten,
du Schutz
der Verschleppten,
der Geschlagenen
und Gefolterten.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Du Gerechter,
du Anwalt
der Hungernden,
der Verlachten
und Bloßgestellten.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Du Friede,
du Hoffnung
für dein Heiliges Land,
für Syrien und den Irak,
für die Ukraine und alle Menschen guten Willens.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Du Licht in der Nacht,
du Trost
der Hilflosen,
der Trauernden
und Verzweifelten.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Du Zuflucht in der Fremde,
du Heimat
der Entwurzelten,
der Flüchtlinge und Vertriebenen.
Du Obdach für alle,
die auf der Straße leben.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Schöpfer des Himmels und der Erde,
Du Weisheit
für uns Menschen,
für die Beratungen der Weltklimakonferenz,
für alle Mächtigen.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Du Liebe,
du Lebenskraft
für unsere Kinder,
für unsere Lieben,
für unsere Freunde,
unsere Feinde,
für die Kranken und Sterbenden.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Du lebendiges Wort,
Du Ursprung und Ziel unseres Lebens,
Du Sehnsucht deiner Kirche.
Zögere nicht, deine Welt zu erlösen.
Reiße die Wolken auf
und erbarme dich durch Christus,
den wir ungeduldig und hoffnungsvoll erwarten -
heute und unser Leben lang.
Amen

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 08. Dezember 2013

Bald wirst du erscheinen,
du Tröster,
du Weisheit,
du Schutz,
du Hoffnung.
Noch brauchen wir Geduld,
aber bald wirst du erscheinen.
Wir bitten dich:
Komm und hilf.

Du Tröster,
in diesen Adventstagen ist Geduld nötig,
aber Einsame und Traurige verzweifeln,
Obdachlose frieren,
Flüchtlinge werden zurückgewiesen.
Du Tröster,
halte du ihnen allen die Tür auf
und komme ihnen entgegen.
Noch brauchen sie Geduld,
aber bald wirst du erscheinen.
Wir bitten dich:
Komm und hilf.

Du Weisheit,
in diesen Adventstagen ist es nötig,
Verantwortung zu übernehmen,
aber die Politiker schauen dem Klimawandel tatenlos zu,
die Generationen werden gegeneinander ausgespielt,
die reichen Länder schützen sich vor den armen,
Ungerechtigkeit und Überwachung vergiften das Zusammenleben.
Du Weisheit,
schreibe dein Gesetz in die Herzen der Mächtigen.
Noch brauchen wir Geduld,
aber bald wirst du erscheinen.
Wir bitten dich:
Komm und hilf.

Du Schutz,
in diesen Adventstagen ist es nötig,
aufeinander achtzugeben,
viele Kinder sind voller Erwartung,
die Verkäuferinnen und Verkäufer sind erschöpft,
Kranke sehnen sich nach Gesundung,
Reisende hoffen auf sicheres Geleit.
Du Schutz,
bewahre die Kleinen und Verletzlichen.
Noch brauchen sie Geduld,
aber bald wirst du erscheinen.
Wir bitten dich:
Komm und hilf.

Du Hoffnung,
in diesen Adventstagen vertraut dir deine Kirche.
Die Gemeinden in aller Welt glauben, lieben, hoffen.
Deine Gemeinde will hören, was der Geist ihr sagt.
Noch brauchen sie Geduld,
aber bald wirst du erscheinen.
Wir bitten dich:
Komm und hilf.

Du Tröster,
du Weisheit,
du Schutz,
du Hoffnung.
Wenn du da bist, sind Angst und Schrecken überwunden.
Zögere nicht,
wir bitten dich:
Komme bald.
Amen.

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 09. Dezember 2012

Wie fern bist du noch?
Täglich halten wir Ausschau danach,
dass die Lahmen springen.
Aber wir sehen,
wie sich die Armen abquälen und verhöhnt werden.
Wir erleben, wie Kranke unter Schmerzen leiden,
wir spüren, wie mächtig die Angst ist.
Nun komm doch,
mache deine Verheißung wahr
und erbarme dich
der Armen, der Gequälten, der Kranken, der Ängstlichen.
Tauet ihr Himmel,
komm, du Erlöser.

Wie lange müssen wir noch warten?
Täglich hoffen wir darauf,
dass es gerecht zugeht.
Aber wir sehen
Obdachlose,
Gemobbte.
Wir müssen damit leben,
dass die einen Glück haben
und die anderen ohne Chancen sind.
Nun komm doch,
mache deine Verheißung wahr
und erbarme dich
der Flüchtlinge, der Heimatlosen, der Kinder der Armen.
Tauet ihr Himmel,
komm, du Erlöser.

Kann nicht endlich Friede sein?
Täglich sehnen wir uns danach,
dass die Gewalt aufhört und die Kriege ein Ende haben.
Aber wir sehen,
wie der Krieg in Syrien weitergeht,
wie im Heiligen Land Gewalt geübt wird,
wie die arabischen Völker die Früchte ihres Mutes verlieren,
wie in Nigeria Christen ermordet werden.
Nun komm doch,
mache deine Verheißung wahr
und erbarme dich
der Opfer,
leg den Tätern das Handwerk,
zerbrich die Waffen.
Tauet ihr Himmel,
komm, du Erlöser.

Warum zögerst du?
Täglich wartet die Schöpfung darauf,
dass du auch sie befreist.
Aber in den Meeren schwimmt Müll,
Dürre treibt Bauern in den Ruin
und Millionen hungern.
Nun komm doch,
mache deine Verheißung wahr
und erbarme dich der Schöpfung.
Tauet ihr Himmel,
komm, du Erlöser.

Siehst du unsere Glauben?
Täglich hoffen wir auf dein Kommen.
Aber der Advent ist voller Unruhe.
Nun komm doch,
mache deine Verheißung wahr
und erbarme dich deiner Kirche,
unserer Gemeinde,
und aller, die von deinem Kommen erzählen.
Erbarme dich
unserer Kinder in ihrer Vorfreude auf Weihnachten.
Erbarme dich aller, die uns anvertraut sind.
Tauet ihr Himmel,
komm, du Erlöser.
Komm, wir warten, dass Schmerz und Seufzen aufhören.
Komm, wir warten, dass Freude und Wonne uns ergreifen.
Komm.
Amen.

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