Wochengebet

Die VELKD bietet zu den Sonn- und Feiertagen im Kirchenjahr sowie aus aktuellem Anlass online Gebetstexte. Sie werden jeweils Mitte der Woche für den darauf folgenden Feiertag eingestellt. Die Texte dienen sowohl dem gottesdienstlichen als auch dem privaten Beten und verbinden auf neue Weise aktuelles Geschehen mit der Struktur des Kirchenjahres. 

Die wöchentlichen Fürbittengebete werden im Auftrag der Kirchenleitung der VELKD von vier Autorinnen / Autoren verfasst. 

Wenn Sie ein Wochengebet zur Veröffentlichung nutzen wollen, verwenden Sie bitte den unveränderten Text und geben an: „Quelle: Wochengebet der VELKD, www.velkd.de“. 

Hinweis:
Sie finden unten in der Regel das Gebet für den jeweils aktuellen Feiertag. Für alle Sonn- und Feiertage im Archiv stehen weitere Fürbitten / Gebete zur Verfügung. Das jeweilige Tagesdatum oder der Name des anstehenden Fest- / Sonntages dient als Suchkriterium. Sollten z.B. zwei Feiertage in enger zeitlicher Nähe liegen, finden Sie in der Regel das Gebet für diesen Feiertag bereits im Archiv.

Sonntag, 05. Dezember 2021
Gebet für den 2. Sonntag im Advent

Wann reißt du den Himmel auf, Gott?
Wann greifst du ein?
Du siehst doch das Leid.
Du siehst doch die Trauer.
Du siehst doch, wie wir warten.
Reiß den Himmel auf.
Greif ein.
Wir bitten dich.
Komm!

Barmherziger Gott,
sieh auf unsere Kranken.
Sieh auf die Kranken, die wir nicht kennen.
Höre ihre Klagen und ihr Schreien.
Hilf allen, die sie pflegen und ihnen beistehen.
Hilf allen, die Medikamente entwickeln
und allen, die für eine gerechte Verteilung einstehen.
Reiß den Himmel auf.
Greif ein.
Wir bitten dich.
Komm!

Barmherziger Gott,
sieh auf die Verantwortlichen.
Sieh, wie schwer es ist, das Richtige zu tun.
Höre die Ratlosigkeit und den Zweifel.
Hilf den Ungeduldigen.
Hilf denen, die ihre Kräfte für andere hergeben.
Reiß den Himmel auf.
Greif ein.
Wir bitten dich.
Komm!

Barmherziger Gott,
sieh deine Schöpfung.
Sieh unsere Unfähigkeit, ihr zu helfen.
Höre ihr Seufzen.
Hilf denen, die unter den Folgen unserer Sorglosigkeit leiden.
Hilf den Flutopfern dieses Sommers.
Hilf den Hungernden.
Reiß den Himmel auf.
Greif ein.
Wir bitten dich.
Komm!

Barmherziger Gott,
sieh deine Kirche.
Sieh unser Vertrauen.
Höre unsere Sehnsucht.
Hilf deiner Gemeinde, die sich auf dein Kommen vorbereitet.
Hilf deiner weltweiten Kirche, dich glaubwürdig zu bezeugen.
Reiß den Himmel auf.
Greif ein.
Wir bitten dich.
Komm!

Barmherziger Gott,
sieh auf uns und unsere Kinder.
Sieh auf die Trauernden.
Sieh, wie wir dich brauchen.
Wir warten auf dich.
In Jesu Namen rufen wir:
Reiß den Himmel auf.
Greif ein.
Wir bitten dich.
Komm!
Amen.

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 06. Dezember 2020

Du hast Geduld mit uns,
ewiger Gott.
Wir danken dir
für den langen Atem,
für die Barmherzigkeit,
für die Liebe und das Glück.

Du bist geduldig, Gott -
wir warten und werden ungeduldig.
Wir hungern danach,
dass die Krankheiten aufhören,
dass die Infektionen enden,
dass die Impfstoffe wirksam sind.
Komm.

Du bist geduldig, Gott -
wir warten und werden ungeduldig.
Wir wünschen uns,
dass die Sterbenden in Frieden gehen,
dass die Trauernden Trost finden,
dass unsere Toten bei dir geborgen sind.

Du bist geduldig, Gott -
wir warten und werden ungeduldig.
Wir sehnen uns danach,
dass Barmherzigkeit diese Welt regiert,
dass die Hungernden satt werden,
dass die Betrogenen Wiedergutmachung erfahren,
dass die Entwurzelten Heimat finden.

Du bist geduldig, Gott -
wir warten und werden ungeduldig,
mit dieser Welt,
mit unseren Nächsten,
mit uns.
Du hast Geduld mit uns,
ewiger Gott, und
gibst uns deinen Atem.
Komm mit deiner Barmherzigkeit und Liebe.
Wir warten.
Komm.

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 08. Dezember 2019

Wir warten auf dich, guter Gott,
und hoffen,
dass das Gute wirklich siegt.
Wir warten auf dich, barmherziger Gott,
und hoffen,
dass sich deine Barmherzigkeit ausbreitet.
Wir warten auf dich, heiliger Gott,
und hoffen,
dass du deine Schöpfung rettest.
Wir warten auf dich und rufen dir zu:
Komm, Herr Jesus.

Wir warten darauf,
dass du das Leben zum Guten wendest.
Wir denken an die Kinder,
die in Angst leben,
die bedroht werden,
die missbraucht werden.
Wir denken an die Menschen ohne eigene Wohnung,
die Obdachlosen in den kalten Nächten,
die Frauen, die vor Gewalt fliehen,
die Flüchtlinge.
Du hast es uns versprochen,
dass du kommst und alles gut wird.
Wir warten auf dich und rufen dir zu:
Komm, Herr Jesus.

Wir warten darauf,
dass die Barmherzigkeit die Welt regiert.
Wir denken an die Mächtigen,
die ehrlich und integer sind,
die das Beste wollen,
die sich verausgaben und das Recht schützen.
Wir denken an die Gewaltherrscher,
die über Heere befehlen,
die nur ihre Interessen verfolgen,
die die Schwachen quälen.
Du hast es versprochen,
dass die Barmherzigen Barmherzigkeit erlangen
und die Sanftmütigen das Erdreich besitzen werden.
Wir warten auf dich und rufen dir zu:
Komm, Herr Jesus.

Wir warten darauf,
dass dein Heiliger Geist unsere Herzen erfüllt.
Wir denken an alle,
die für die Bewahrung der Schöpfung arbeiten,
an die Teilnehmer und Regierungsvertreter der Weltklimakonferenz in Madrid,
an unsere Kinder und ihren Mut,
an alle, die sich mit kleinen Mitteln dem Klimawandel entgegenstellen.
Wir denken an die weltweite Kirche,
an die Gemeinden im Heiligen Land,
an alle, die in diesen adventlichen Tagen voller Unruhe sind,
an unsere Gemeinde und alle, mit denen wir verbunden sind
Du hast es uns versprochen,
dass du kommen wirst und das Antlitz der Erde neu wird.
Heute und alle Tage dieses Advents rufen wir dir zu:
Wir warten auf dich.
Komm, Herr Jesus.
Amen.

 

Gebet für den 2. Sonntag im Advent
- Sonntag, 09. Dezember 2018

Komm, du Gott, der uns rettet.
Komm, du Gott, der auf unsere Sehnsucht achtet.
Komm, du Gott, auf den wir warten.

Komm und stärke die müden Hände.
Müde sind die Hände derer,
die für die Hungernden sorgen.
Müde sind die Hände derer,
die die Kranken pflegen.
Müde sind die Hände derer,
die das Unrecht abwehren.
Komm und stärke die müden Hände,
damit die Hungernden essen,
damit sich die Wunden schließen,
damit die Betrogenen zu ihrem Recht kommen.
Du bist es, der uns rettet.
Komm.

Komm und mach fest die wankenden Knie.
Es wanken die Knie derer,
die den Weg zum Frieden beschreiten.
Es wanken die Knie derer,
die sich für ein gerechtes Leben einsetzen.
Es wanken die Knie derer,
die nur das Dunkel in der Welt sehen.
Komm und mach fest die wankenden Knie,
damit in allen wichtigen Gesprächen dieser Tage die Brückenbauer Erfolg haben,
damit Frieden in Syrien, im Jemen, in Afghanistan einkehrt.
damit die Suche Gerechtigkeit nicht zur Gewalt führt
und dass Lichter der Hoffnung entfacht werden.
Du bist es, der auf unsere Sehnsucht Acht hat.
Komm.

Komm und zeige uns deinen Weg,
ewiger Gott.
Komm und begeistere deine Kirche.
Steck sie mit deiner Liebe an,
damit sie auf dem Weg zu dir,
den Suchenden antwortet,
die Trauernden tröstet
und zusammen mit den Hoffnungsvollen deine Liebe besingt.
Komm und begeistere uns.
Nimm uns unsere Sorgen und unsere Unruhe,
erfülle uns mit adventlicher Freude
und segne alle, die zu uns gehören.

Komm, du Gott, auf den wir warten,
Schöpfer, Retter, Heiliger Geist.
Komm und ebene den Weg durch die Wüste
und stimme mit uns das Lied der Freude an -
heute und alle Tage deines Advents.
Komm.

Amen.

 

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 10. Dezember 2017

Ach, dass du doch eingreifen mögest,
barmherziger, ewiger Gott.
Ach, dass du doch den Himmel aufreißt
und die Erde aufatmet.

So schau doch herab, du unser Gott,
und komm.
Wir warten.
Noch dringender warten die Armen,
die die Wünsche ihrer Kindern nicht erfüllen können,
die auf der Straße leben und
sich in den Nächten vor Gewalt und Kälte fürchten.
Noch dringender warten die Verzweifelten,
denen die Kraft zu hoffen fehlt,
die allein gelassen sind und auf die niemand achtet.
So schau doch herab
und komm ihnen zu Hilfe.
Schicke ihnen gute Menschen
Komm du selbst und zögere nicht länger.
Komm und erbarme dich.

So schau doch herab, du unser Gott,
und komm.
Wir sehnen uns nach Frieden.
Noch dringender nach Frieden
sehnen sich die Menschen in den Kriegsgebieten,
die Menschen in Syrien, Afghanistan, im Jemen,
auch die Soldaten.
Noch dringender nach Frieden sehnen sich die Überlebenden,
die Traumatisierten,
die von den Bilder des Grauens verfolgt werden.
So schau doch herab
und komm ihnen zu Hilfe.
Schicke ihnen Friedensbringer, Brückenbauer, Therapeuten.
Schicke ihnen gut Menschen.
Komm du selbst und zögere nicht länger.
Komm und erbarme dich.

So schau doch herab, du unser Gott,
und komm.
Wir hoffen auf Heilung.
Noch dringender auf Heilung hoffen die Kranken,
die, die eine erschreckende Diagnose erfahren haben,
deren Angehörige sich aufreiben,
die Kranken, die unter unsäglichen Schmerzen leiden.
Noch dringender auf Heilung hofft die verwundete Schöpfung,
die Tiere, die uns dienen,
die Luft, die wir vergiften.
So schau doch herab, du unser Gott
und komm uns allen zu Hilfe.
Segne die Pflegenden und alle, die deine Schöpfung schützen.
Komm du selbst und zögere nicht länger.
Komm und erbarme dich.

So schau doch herab, du unser Gott
und komm.
Wir beten dich an.
Wir singen von deinem Kommen.
Höre unsere Lieder,
höre unser Beten,
damit wir zum Segen für diese Welt werden.
Komm du selbst und zögere nicht länger.
Komm und erbarme dich.

Um Jesu Christi Willen
hoffen wir
für alle, die zu uns gehören,
für alle, die wir lieben,
auf dich, du ewiger und barmherziger Gott.
So komm und zögere nicht länger.
Komm und erbarme dich.
Amen.

 

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 04. Dezember 2016

Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?
Komm, denn wir warten.
Komm, denn so wie es ist, kann es nicht bleiben.

In Syrien leiden die Menschen.
Aleppo ist eine Trümmerstadt,
die Überlebenden hungern und haben den Tod vor Augen.
Diktatoren und Mörder machen sich die Welt als Beute genommen.
Komm, denn die Menschen in Aleppo warten.
Komm, denn so wie es ist, kann es nicht bleiben.
Wir rufen zu dir:
Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?

Die Flüsse und Wälder sind bedroht.
Die Ureinwohner Amerikas verlieren ihre Erde.
Hilflos ist die Schöpfung der Gewalt ausgeliefert.
Gier und Gift zerstören unsere Lebensgrundlagen.
Komm, denn deine Schöpfung wartet.
Komm, denn so wie es ist, kann es nicht bleiben.
Wir rufen zu dir:
Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?

Hass und Angst breiten sich aus.
Nächstenliebe und Güte werden verlacht und verächtlich gemacht.
Die Menschen haben die Wahl – in Österreich, in Italien –
in ihren Worten und mit ihren Taten.
Komm, denn es ist genug Hass ausgeschüttet.
Komm, denn so wie es ist, kann es nicht bleiben.
Wir rufen zu dir:
Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?

Krankheit und Tod reißen Wunden.
Voller Hoffnung rufen die Verzweifelten.
Mit Tränen in den Augen hoffen die Trauernden.
Mit letzter Kraft kämpfen die Guten für ihre Lieben.
Komm, denn die Schwachen und Müden warten.
Komm, denn so wie es ist, kann es nicht bleiben.
Wir rufen zu dir:
Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?

Überall glauben Menschen an dich.
Überall sehnen sie sich nach Frieden und Einheit.
Überall singen sie dein Lob.
Komm, denn deine Gemeinde wartet auf dich.
Komm, o Heiland Jesus Christ, tröste uns.
Wir rufen zu dir:
Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?
Amen.

 

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 06. Dezember 2015

Komm, du Barmherziger.
Komm, lass uns nicht länger warten.

Komm und breite deinen Frieden aus.
Wehre der Gewalt
und zeige den Mächtigen den Weg zum Frieden.
Komm und breite deinen Frieden aus.
Zerbrich du die Waffen der Gewalttäter
und befreie alle, die in ihrer Gewalt leben.
Komm und breite deinen Frieden aus.
Beschütze die Bedrohten und Verängstigten
und hindere allen Hass.
Komm, du Barmherziger.
Komm, lass uns nicht länger warten.

Komm, du Trost der ganzen Welt.
Trockne die Tränen der Trauernden
und heile die Verletzten.
Komm, du Trost der ganzen Welt.
Weise den Flüchtenden den Weg
und bewahre sie vor Hass und Neid.
Komm, du Trost der ganzen Welt.
Mache die Hoffnung heller als die Verzweiflung
und den Mut stärker als die Angst.
Komm, du Barmherziger.
Komm, lass uns nicht länger warten.

Komm und zieh in unsere Herzen ein.
Schaffe Gerechtigkeit für die Armen
und mach die Sehnsucht nach deiner Gerechtigkeit groß.
Komm und zieh in unsere Herzen ein.
Rette deine Schöpfung
und führe die Verhandlungen zum Weltklima zum Erfolg.
Komm und zieh in unsere Herzen ein.
Begeistere deine Kirche für dein Kommen
und lass uns geduldig und treu an deiner Seite mitgehen.
Komm, du Barmherziger.
Komm, lass uns nicht länger warten.

Komm und zeige dich,
durch dein Wort und dein Sakrament,
mit deiner Liebe,
in Jesus Christus.
Ihm vertrauen wir uns an – heute, und alle Tage bis er kommt.

Amen.

 

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 07. Dezember 2014

So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.
Du Beistand der Bedrängten,
du Schutz
der Verschleppten,
der Geschlagenen
und Gefolterten.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Du Gerechter,
du Anwalt
der Hungernden,
der Verlachten
und Bloßgestellten.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Du Friede,
du Hoffnung
für dein Heiliges Land,
für Syrien und den Irak,
für die Ukraine und alle Menschen guten Willens.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Du Licht in der Nacht,
du Trost
der Hilflosen,
der Trauernden
und Verzweifelten.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Du Zuflucht in der Fremde,
du Heimat
der Entwurzelten,
der Flüchtlinge und Vertriebenen.
Du Obdach für alle,
die auf der Straße leben.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Schöpfer des Himmels und der Erde,
Du Weisheit
für uns Menschen,
für die Beratungen der Weltklimakonferenz,
für alle Mächtigen.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Du Liebe,
du Lebenskraft
für unsere Kinder,
für unsere Lieben,
für unsere Freunde,
unsere Feinde,
für die Kranken und Sterbenden.
So schau nun vom Himmel herab Gott -
und erbarme dich.

Du lebendiges Wort,
Du Ursprung und Ziel unseres Lebens,
Du Sehnsucht deiner Kirche.
Zögere nicht, deine Welt zu erlösen.
Reiße die Wolken auf
und erbarme dich durch Christus,
den wir ungeduldig und hoffnungsvoll erwarten -
heute und unser Leben lang.
Amen

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 08. Dezember 2013

Bald wirst du erscheinen,
du Tröster,
du Weisheit,
du Schutz,
du Hoffnung.
Noch brauchen wir Geduld,
aber bald wirst du erscheinen.
Wir bitten dich:
Komm und hilf.

Du Tröster,
in diesen Adventstagen ist Geduld nötig,
aber Einsame und Traurige verzweifeln,
Obdachlose frieren,
Flüchtlinge werden zurückgewiesen.
Du Tröster,
halte du ihnen allen die Tür auf
und komme ihnen entgegen.
Noch brauchen sie Geduld,
aber bald wirst du erscheinen.
Wir bitten dich:
Komm und hilf.

Du Weisheit,
in diesen Adventstagen ist es nötig,
Verantwortung zu übernehmen,
aber die Politiker schauen dem Klimawandel tatenlos zu,
die Generationen werden gegeneinander ausgespielt,
die reichen Länder schützen sich vor den armen,
Ungerechtigkeit und Überwachung vergiften das Zusammenleben.
Du Weisheit,
schreibe dein Gesetz in die Herzen der Mächtigen.
Noch brauchen wir Geduld,
aber bald wirst du erscheinen.
Wir bitten dich:
Komm und hilf.

Du Schutz,
in diesen Adventstagen ist es nötig,
aufeinander achtzugeben,
viele Kinder sind voller Erwartung,
die Verkäuferinnen und Verkäufer sind erschöpft,
Kranke sehnen sich nach Gesundung,
Reisende hoffen auf sicheres Geleit.
Du Schutz,
bewahre die Kleinen und Verletzlichen.
Noch brauchen sie Geduld,
aber bald wirst du erscheinen.
Wir bitten dich:
Komm und hilf.

Du Hoffnung,
in diesen Adventstagen vertraut dir deine Kirche.
Die Gemeinden in aller Welt glauben, lieben, hoffen.
Deine Gemeinde will hören, was der Geist ihr sagt.
Noch brauchen sie Geduld,
aber bald wirst du erscheinen.
Wir bitten dich:
Komm und hilf.

Du Tröster,
du Weisheit,
du Schutz,
du Hoffnung.
Wenn du da bist, sind Angst und Schrecken überwunden.
Zögere nicht,
wir bitten dich:
Komme bald.
Amen.

Gebet für den 2. Advent
- Sonntag, 09. Dezember 2012

Wie fern bist du noch?
Täglich halten wir Ausschau danach,
dass die Lahmen springen.
Aber wir sehen,
wie sich die Armen abquälen und verhöhnt werden.
Wir erleben, wie Kranke unter Schmerzen leiden,
wir spüren, wie mächtig die Angst ist.
Nun komm doch,
mache deine Verheißung wahr
und erbarme dich
der Armen, der Gequälten, der Kranken, der Ängstlichen.
Tauet ihr Himmel,
komm, du Erlöser.

Wie lange müssen wir noch warten?
Täglich hoffen wir darauf,
dass es gerecht zugeht.
Aber wir sehen
Obdachlose,
Gemobbte.
Wir müssen damit leben,
dass die einen Glück haben
und die anderen ohne Chancen sind.
Nun komm doch,
mache deine Verheißung wahr
und erbarme dich
der Flüchtlinge, der Heimatlosen, der Kinder der Armen.
Tauet ihr Himmel,
komm, du Erlöser.

Kann nicht endlich Friede sein?
Täglich sehnen wir uns danach,
dass die Gewalt aufhört und die Kriege ein Ende haben.
Aber wir sehen,
wie der Krieg in Syrien weitergeht,
wie im Heiligen Land Gewalt geübt wird,
wie die arabischen Völker die Früchte ihres Mutes verlieren,
wie in Nigeria Christen ermordet werden.
Nun komm doch,
mache deine Verheißung wahr
und erbarme dich
der Opfer,
leg den Tätern das Handwerk,
zerbrich die Waffen.
Tauet ihr Himmel,
komm, du Erlöser.

Warum zögerst du?
Täglich wartet die Schöpfung darauf,
dass du auch sie befreist.
Aber in den Meeren schwimmt Müll,
Dürre treibt Bauern in den Ruin
und Millionen hungern.
Nun komm doch,
mache deine Verheißung wahr
und erbarme dich der Schöpfung.
Tauet ihr Himmel,
komm, du Erlöser.

Siehst du unsere Glauben?
Täglich hoffen wir auf dein Kommen.
Aber der Advent ist voller Unruhe.
Nun komm doch,
mache deine Verheißung wahr
und erbarme dich deiner Kirche,
unserer Gemeinde,
und aller, die von deinem Kommen erzählen.
Erbarme dich
unserer Kinder in ihrer Vorfreude auf Weihnachten.
Erbarme dich aller, die uns anvertraut sind.
Tauet ihr Himmel,
komm, du Erlöser.
Komm, wir warten, dass Schmerz und Seufzen aufhören.
Komm, wir warten, dass Freude und Wonne uns ergreifen.
Komm.
Amen.

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Gebet für den 2. Sonntag vor der Passionszeit (Sexagesimä)
- Sonntag, 07. Februar 2021

Ewiger Gott,
mach uns zu gutem Land,
damit wir mit deinem Wort
diese Welt besser machen.

Gib den Einflussreichen wache Ohren,
damit sie dein Wort hören
und dem Frieden dienen.

Gib den Mächtigen gute Herzen,
damit sie dein Wort tun
und die Last der Schwachen mittragen.

Gib den Klugen barmherzige Hände,
damit sie deine Liebe weitergeben
und die Kranken heilen.

Ewiger Gott,
mach uns zu einem guten Land.
Hundertfache Frucht lass wachsen,
damit wir einander beistehen,
damit die Trauernden getröstet werden,
damit die Sterbenden geborgen sind,
damit die Verzweifelten aufatmen,
damit die Geschlagenen freikommen.
Hundertfache Frucht lass wachsen,
damit unsere Kinder eine gute Zukunft haben.

Ewiger Gott,
mach uns zu gutem Land
durch Jesus Christus.
Ihn wollen wir hören.
Ihm vertrauen wir -
heute und alle Tage.
Amen.

 

Gebet für den 2. Sonntag vor der Passionszeit (Sexagesimä)
- Sonntag, 16. Februar 2020

Dein Wort tröstet und befreit.
Dein Wort ist unser Glück.
Dein Wort ist Hoffnung und Leben.
Sprich zu uns, du unser Gott.

Sprich dein Wort,
damit die Mächtigen es hören.
Sprich, damit aus Misstrauen Vertrauen wird,
damit sich Zerstrittene versöhnen,
damit das Recht über Gewalt und Lüge siegt.
Sprich dein Wort durch deine Propheten
und öffne die Ohren und Herzen der Starken.
Sprich und erbarme dich.

Sprich dein Wort,
damit es die Verletzten und Kranken hören.
Sprich, damit die Wunden heilen,
damit wirksame Medizin entwickelt wird,
damit die Trauernden Trost finden.
Sprich dein Wort durch die Klugen
und öffne die Ohren und Herzen der Verunsicherten.
Sprich und erbarme dich.

Sprich dein Wort,
damit es die Schwachen und Verzweifelten hören.
Sprich, damit Krieg und Gewalt enden,
damit die Heimatlosen und Flüchtlingen einen sicheren Ort finden,
damit die Feindschaft ihre Macht verliert.
Sprich dein Wort durch den Mund der Mutigen
und schenke Frieden.

Sprich dein Wort,
damit es deine Kirche hört.
Sprich, damit die Enttäuschten zurückkehren,
damit sich die Ratlosen zurechtfinden,
damit unsere Kinder dich kennenlernen.
Sprich dein Wort zu uns,
verwandele unsere Herzen und Sinne
durch Jesus Christus.
Er ist dein Wort, er ist die Liebe.
Sende deinen Geist aus,
damit wir dich hören und lieben.
Sprich und erbarme dich
heute und alle Tage.
Amen.

 

Gebet für den 2. Sonntag vor der Passionszeit (Sexagesimä)
- Sonntag, 24. Februar 2019

Du sprichst, guter Gott,
und wer dich hört,
sieht die Welt mit neuen Augen.

Du sprichst, treuer Gott,
und wer auf dich hört,
findet neue Wege.

Du sprichst, barmherziger Gott
und Hartherzige werden milde.

Wir bitten dich:
Sprich zu denen, die Macht haben,
zu denen, die die politische Zukunft Europas verhandeln,
zu denen, die mit ihren Worten Herzen öffnen oder verschließen,
zu denen, die über andere urteilen.
Rühre ihre Herzen an
und leite sie auf den Weg zu deiner Barmherzigkeit.
Herr, erbarme dich – Christus, erbarme dich – Herr, erbarme dich.

Wir bitten dich:
Sprich zu den Müden und Erschöpften,
zu denen, die sich in ihrer Arbeit aufreiben,
zu denen, die für andere ihre Kräfte einsetzen,
zu denen, die am Sinn ihres Tuns zweifeln.
Rühre ihre Herzen an
und gib ihnen neuen Mut, neue Kraft, neue Liebe.
Herr, erbarme dich – Christus, erbarme dich – Herr, erbarme dich.

Wir bitten dich:
Sprich zu den Gedemütigten und Leidenden,
zu denen, die inmitten von Gewalt und Krieg leben,
zu denen, die umgeben von Reichtum betteln, um zu überleben,
zu denen, die krank sind.
Befreie sie von ihren Schmerzen, ihrer Verzweiflung und ihrem Hunger.
Sprich du, gerechter Gott, und schicke ihnen Hilfe.
Herr, erbarme dich – Christus, erbarme dich – Herr, erbarme dich.

Wir bitten dich:
Sprich zu deiner Kirche,
zu denen, die am Alten festhalten,
zu denen, die dich aus den Augen verloren haben,
zu denen, die voller Sehnsucht nach dir suchen.
Sprich dein Wort,
damit unsere Kinder, dich finden.
Sprich dein Wort,
damit wir dich glaubwürdig bezeugen.
Sprich dein Wort,
damit wir Werkzeug deiner Barmherzigkeit und Liebe sind.
Herr, erbarme dich – Christus, erbarme dich – Herr, erbarme dich.

Du sprichst, ewiger Gott,
und wer dich hört,
sieht die Welt mit neuen Augen.
Sprich zu uns,
rühre unsere Herzen an.
Sprich zu uns und zu allen, die uns auf dem Herzen liegen.
Dir vertrauen wir uns und alle, die zu uns gehören an.
Dir dem lebendigen Gott,
Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.

 

Gebet für Sexagesimae (Vor-Passion, 60 Tage vor Ostern)
- Sonntag, 04. Februar 2018

Wir danken dir,
barmherziger und wunderbarer Gott.
Wir danken dir für die Liebe,
die wir erfahren.
Wir bitten dich um das Wunder der Liebe
für alle, denen die Liebe verweigert wird:
für die, die verachtet und gedemütigt werden,
denen Gewalt angetan wird,
über deren Tränen und Schmerzen andere lachen,
die das Vertrauen zu dir und zu den Menschen verloren haben.
Du, wunderbarer Gott,
du liebst deine Geschöpfe,
du heilst.
Wir bitten dich:
Erbarme dich.

Wir danken dir für das Glück,
das wir empfangen und erleben.
Wir danken dir dafür,
dass unser Land nun länger wieder zusammengehört
als die Mauer stand, die uns getrennt hat.
Wir bitten dich um Gerechtigkeit und Frieden,
um Weisheit und Geschick in der Regierungsbildung.
Wir bitten dich um Respekt in unserem Land,
um die Achtung der Menschen voreinander,
um Offenheit füreinander.
Verbanne Hass und Gewalt aus den Herzen und Köpfen.
Du Liebhaber der Gerechtigkeit,
dein heiliger Geist vertreibt die Feindschaft.
Wir bitten dich:
Erbarme dich.

Wir danken dir für die Freude und alles,
was uns gelingt.
Wir danken dir für die Menschen, die Besonderes leisten.
Wir bitten dich in diesen Tagen für die Sportlerinnen und Sportler,
die mit ihren Leistungen an ihre Grenzen gehen
und bei denn Olympischen Spielen ihre Fans begeistern.
Wir bitten dich für die Menschen in Korea,
die sich Einheit wünschen.
Wir bitten dich für die Gemeinden in Korea,
besonders für die bedrängten Christinnen und Christen in Nordkorea.
Du machst unser Leben hell, du Gott des Lebens,
du segnest deine Geschöpfe.
Wir bitten dich:
Erbarme dich.

Wir danken dir für die Hoffnung,
die du in uns weckst.
Wir bitten dich für die Menschen,
die verzweifelt sind und die,
die ihren Lebensmut verlieren.
Wir bitten dich für die Kranken
und alle, die sie pflegen.
Wir bitten dich für die Obdachlosen
und alle, die ihnen Wärme bringen.
Wir bitten dich für deine Kirche
um Segen für ihre Worte und ihre Taten.
Du bist Ursprung und Ziel.
Du bist Quelle und Brot.
Von deiner Liebe leben wir.
Im Vertrauen auf Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Bruder und Herrn,
bitten wir dich heute und alle Tage:
Erbarme dich.

Amen.

Gebet für Sexagesimae (Vor-Passion, 60 Tage vor Ostern)
- Sonntag, 19. Februar 2017

Du Schöpfer, wunderbarer Gott,
dein Atem lässt uns leben.
Deine Liebe lässt uns wachsen.
Dein Wort macht uns frei.

Um deinen belebenden Atem bitten wir:
Belebe die,
deren Atem schwach ist,
die von Schmerzen bedrängt werden,
deren Verzweiflung alle Hoffnung erstickt.
Belebe die,
denen das Leid der Schöpfung zusetzt,
die erschöpft sind,
die sich vor dem morgigen Tag fürchten.
Stille
Wir rufen zu dir:
Komm und erbarme dich.

Um deine Liebe bitten wir:
Mache die Liebe stark,
damit die Obdachlose Schutz und Wärme finden,
damit die Flüchtlinge Aufnahme und Verständnis finden,
damit die Gemobbten Recht und Beistand finden.
Mache die Liebe stark,
in den Worten der Einflussreichen,
in den Entscheidungen der Mächtigen,
in unseren Worten, in unseren Entscheidungen, in unserem Tun.
Stille
Wir rufen zu dir:
Komm und erbarme dich.

Um Freiheit bitten wir:
Deine weltweite Kirche befreie
von der Furcht Anstoß zu erregen,
von der Sorge um ihr Ansehen,
vom Egoismus.
Deine Kirche befreie dazu,
einander zu vergeben,
auf die Kleinen zu achten,
deinem Wort zu vertrauen.
Stille
Wir rufen zu dir:
Komm und erbarme dich.

Du Schöpfer, wunderbarer Gott,
du zeigst uns den Weg zum Leben,
du bist uns nahe,
wir beten dich an und hoffen auf dich,
durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Bruder und Herrn.

Amen.

 

Gebet für Sexagesimae (Vor-Passion, 60 Tage vor Ostern)
- Sonntag, 31. Januar 2016

Dein lebendiges Wort,
Gott,
hat uns geschaffen und erhält uns
an jedem Tag und in jeder Stunde.
Du sprichst
und es scheiden sich Licht und Dunkel,
Leben und Tod.

Wir möchten deine Stimme fühlen und verstehen,
heute,
Gott, wo auch immer dein Wort geschieht.
Hilf uns! Nimm uns auf
in dein Sprechen und in deine Wahrheit,
die alles durchdringen!

Wir bitten dich:
Sprich dein heilendes Wort zu den Menschen,
denen Leid die Sprache genommen hat,
zu den Flüchtlingen vor Krieg und Verfolgung
auf ihren gefährlichen Wegen,
zu den Verschleppten,
Gefolterten,
zu allen, die von uns Beistand erhoffen.
Wir rufen:
Kyrie eleison.

Wir bitten dich:
Sprich dein lebendiges Wort zu den Menschen,
denen die Welt stumm und leer ist,
denen Trauer und Abschied jeden Sinn verdunkeln,
die zermürbt sind von Krankheit,
die erschöpft sind,
denen Armut ihre Würde nimmt.
Wir rufen:
Kyrie eleison.

Wir bitten dich:
Sprich dein kräftiges Wort mit allen,
die von dir erzählen sollen,
mit den Eltern, die mit ihren Kindern beten,
mit Lehrenden
und allen, die Worte, Bilder oder Klänge
finden sollen für dein Geheimnis.
Wir rufen:
Kyrie eleison.

Wir bitten dich:
Sprich dein scharfes Wort, das durch Mark und Bein geht,
über allem Unrecht,
allem schweigenden Egoismus,
aller Gleichgültigkeit,
allem kalten Macht- und Besitzstreben.
Wir rufen:
Kyrie eleison.

Wir bitten dich:
Sprich dein klärendes Wort zusammen mit allen,
die Friedenslösungen suchen
für Syrien, für Libyen, für Afghanistan und in der Ukraine,
mit allen,
die offen Unrecht und Verbrechen benennen,
mit allen,
die mit ihrer Ausdruckskraft und ihren Taten dir antworten.
Wir rufen:
Kyrie eleison.

Du sprichst, Gott,
dein lebendiges Wort,
und es scheiden sich Licht und Dunkel,
Leben und Tod, Heil und Gericht.
Hilf uns,
daß wir dich hören und verstehen können und dir vertrauen
in allem, was geschieht.
Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Amen.

 

Gebet für Sexagesimae (Vor-Passion, 60 Tage vor Ostern)
- Sonntag, 08. Februar 2015

„Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht.“ (Hebr. 3,15)

Jesus Christus, des Vaters Wort,
du rufst alles, was ist, ins Dasein.
Du rufst auch uns – und wir leben.

Wir bitten dich:
Sprich zu uns heute,
daß uns deine Stimme umgibt,
uns tröstet, befreit und aufnimmt in deinen Frieden.
Wir rufen:
Herr, erbarme dich.

Sprich zu allen Menschen, die nach dir fragen,
die dich suchen,
die dich vermissen,
die klagen: Wo bist du Gott?
Wir rufen:
Herr, erbarme dich.

Sprich zu allen, die im Krieg sind,
in der Ukraine, im Irak, in Syrien und in Afrika,
zu den Soldaten in Unterständen und Gefechtsgräben,
zu verängstigten Zivilisten in Wohnblocks und Bunkern,
zu Hassenden,
zu Verzweifelten,
zu Verblendeten,
sprich du, daß sie hören vom Frieden.
Wir rufen:
Herr, erbarme dich.

Sprich zu allen, die in der Fremde sind,
zu allen die Zuflucht suchen
vor den Wunden der Vergangenheit,
vor Hunger und Krieg, vor Folter und Elend,
sprich zu allen, die fortgehen
auf der Suche nach einem lebenswerten Leben,
sprich du, daß sie hören von Heimat in deinem Geist.
Wir rufen:
Herr, erbarme dich.

Sprich zu allen, die sich selbst erhöhen,
die ihre Religion, ihre Herkunft oder ihre Kultur über andere stellen,
die mobben, die quälen und Andersdenkende verfolgen,
sprich zu allen Verblendeten
die im Namen ihres Glaubens
Kirchen oder Moscheen oder Synagogen angreifen,
sprich du, daß sie hören von deiner umfassenden Liebe.
Wir rufen:
Herr, erbarme dich.

Sprich zu allen,
die sich sorgen um die Zukunft unseres Landes
und um die Zukunft Europas,
sprich zu den Mächtigen
und zu den Geringen,
die Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit und Teilhabe einfordern,
zu allen, die nach Wegen in die Zukunft suchen
und fragen, was uns wirklich gemeinsam tragen kann,
sprich du, daß sie hören von deiner Kraft.
Wir rufen:
Herr, erbarme dich.

Sprich zu uns,
die wir dich hören wollen und oft nicht verstehen,
die nach dem Wind haschen,
unruhig, wie irrende Vögel,
die wir gern nur der eigenen Stimme trauen,
die sich sehnen nach dir,
sprich du, daß wir dich erkennen.

Laßt uns in der Stille beten, daß wir Gottes Stimme hören …

(Stille)

Wir rufen:
Herr, erbarme dich.

Christus,
des Vaters Wort,
du rufst alles, was ist, ins Dasein
von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Dich preisen wir mit allen deinen Geschöpfen.

Amen

Gebet für Sexagesimae (Vor-Passion, 60 Tage vor Ostern)
- Sonntag, 23. Februar 2014

Unlösbar sind für uns die Probleme dieser Welt.
Wo sind die, die dein Wort hören?
Dein Wort schafft Leben.
Dein Wort verändert die Welt.
Sende dein Wort aus,
damit es wirkt.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Erschüttert sehen wir,
wie Gewalt neue Gewalt gebiert,
wie Demonstranten getötet werden,
wie Syrien vom Krieg zerrissen wird,
wie Flüchtende ins Meer zurückgestoßen werden.
Wo ist Hilfe?
Wer hört auf dein Wort?
Sende dein Wort aus und berufe Boten deines Wortes,
damit dein Frieden Raum gewinnt.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Erschrocken lesen wir,
dass der Missbrauch von Kindern nicht aufhört,
dass die Würde deiner Geschöpfe verachtet wird,
dass sich Lüge auf Lüge türmt.
Wer schützt die Schwachen?
Wo wird dein Wort laut?
Öffne den Mund deiner Zeugen,
damit deine Wahrheit ans Licht kommt.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Mit Sorge denken wir an die Menschen
in den zahllosen Katastrophengebieten,
an die, die unter Hochwasser, Schneestürmen und Dürre leiden,
an die, die alles verloren haben,
an die, die kein Obdach mehr haben.
Wo bleibt die nötige Hilfe?
Wer spricht die rettenden Worte?
Schick deine Engel aus,
damit dein Leben den Tod besiegt.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Voller Glauben hören wir,
wie deine Gemeinde dir vertraut.
Voller Hoffnung vertrauen wir dir
unsere Kinder an,
unsere Familien und Freunde,
alle, die zu uns gehören.
Voller Liebe vertrauen wir dir
unsere Kranken an,
die Trauernden und unsere Verstorbenen.
Du bist unsere Hilfe.
Dein Wort ist das Leben.
Im Vertrauen auf Jesus Christus,
dein lebendiges Wort,
rufen wir zu dir:
Erbarme dich.

Amen.

Gebet für Sexagesimae (Vor-Passion, 60 Tage vor Ostern)
- Sonntag, 03. Februar 2013

Gott, du unbegreiflicher!
Unsere Not und unsere Freude,
unsere Angst und unsere Hoffnung –
sie sind dir nicht verborgen.
Wir suchen dich,
wir rufen dich an.

Die Verletzten und Gefolterten schreien.
Ihre Not wende.
Sei nahe,
lass dich finden
dort, wo Krieg herrscht:
in Syrien,
in Mali,
in Afghanistan,
Sprich dein Wort
an allen Orten, an denen die Waffen die lauteste Sprache sprechen.
Wir suchen dich,
wir rufen dich an.

Die Trauernden weinen.
Heile und tröste sie.
Lass dich finden
von denen, die ihre Lieben verloren haben,
von denen, die starr sind vor Trauer,
von den Angehörigen der Brandopfer in Brasilien.
Sprich dein Wort
zu allen, deren Augen vor Tränen blind sind.
Wir suchen dich,
wir rufen dich an.

Die Mutigen brechen ihr Schweigen.
Stärke ihre Tapferkeit.
Lass dich finden
von den Frauen in Indien,
von denen, die sich um den Frieden bemühen,
von denen, die Flüchtlinge aufnehmen und schützen.
Sprich dein Wort
zu allen, die nicht aufgeben wollen.
Wir suchen dich,
wir rufen dich an.

Die Ängstlichen brauchen Schutz.
Begleite ihre Wege.
Lass dich finden
von den Kindern, die in diesen Tagen ihre Zeugnisse bekommen.
von denen, die nur verschlossene Türen finden,
von den Überarbeiteten und Ratlosen.
Sprich dein Wort
zu allen, die in Sorgen leben.
Wir suchen dich,
wir rufen dich an.

Die Hoffnungsvollen freuen sich.
Mache ihre Freude groß.
Lass dich von ihnen finden.
Sprich dein Wort
und gib Segen.
Wir suchen dich,
wir rufen dich an.

Deine Kirche verkündigt dich.
Gib ihr deinen Geist.
Lass dich finden
von denen, die an dich glauben.
Lass dich finden
in deiner Kirche,
in deinem Sakrament,
in deiner Gemeinde hier.
Sprich dein Wort
zu uns.
Wir suchen dich,
wir rufen dich an
durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Bruder und Herrn.
Amen.

Gebet für Sexagesimae (Vor-Passion, 60 Tage vor Ostern)
- Sonntag, 12. Februar 2012

Gnädiger Gott,
deine Liebe ist größer als alles Leben.
Wir danken dir.
Deine Gnade ist stärker als die Kraft der Mächtigen. 
Du hältst zu denen, die in Gefahr sind.
Wir bitten dich: 
Für die Menschen, die auf der Straße leben.
Bewahre sie mit deiner Gnade.
Für die Armen in unserem reichen Land.
Bewahre sie mit deiner Gnade.
Für die Alleingelassenen, deren Einsamkeit niemand wahrnimmt.
Bewahre sie mit deiner Gnade.
Für die Unbequemen, die sich nicht scheuen, die Wahrheit zu sagen.
Bewahre sie mit deiner Gnade.


Gnädiger Gott,
du schenkst den Frieden, der mehr ist, als wir uns vorstellen.
Du lässt die Friedfertigen nicht allein.
Wir bitten dich:
Für die Opfer von Krieg und Gewalt.
Bewahre sie mit deiner Gnade.
Für die Friedensstifter und alle, die zwischen zerstrittenen Lagern vermitteln.
Bewahre sie mit deiner Gnade.
Für die Flüchtlinge.
Bewahre sie mit deiner Gnade.
Für die Hoffnungsvollen, die nach Streit Versöhnung suchen.
Bewahre sie mit deiner Gnade.


Gnädiger Gott,
bei dir ist Weisheit und Gerechtigkeit.
Du rührst das Herz der Menschen an.
Wir bitten dich:
Für die Machthaber, die die Wege des Todes verlassen.
Bewahre sie mit deiner Gnade.
Für die Wissenschaftler in ihrem Streben nach Wissen und Erkenntnis.
Bewahre sie mit deiner Gnade.
Für die, die anderen helfen.
Bewahre sie mit deiner Gnade.
Für die, die über andere richten.
Bewahre sie mit deiner Gnade.


Gnädiger Gott,
du gibst deine Kirche nicht preis.
Nimm sie unter deinen Schutz.
Wir bitten dich für die Christen in Nigeria und Ägypten.
Bewahre sie mit deiner Gnade.
Wir bitten dich für alle, die Religionsunterricht erteilen.
Bewahre sie mit deiner Gnade.
Wir bitten dich für die kleinen Gemeinden in ihrer Sorge um die Zukunft.
Bewahre sie mit deiner Gnade.
Wir bitten dich für unsere Gemeinde und alle Christen an diesem Ort.
Bewahre sie mit deiner Gnade.

Gnädiger Gott,
du bleibst deiner Schöpfung treu.
Du schenkst das Leben und bist stärker als der Tod.
Wir bitten dich für die geschundene Erde.
Bewahre sie mit deiner Gnade.
Wir bitten dich für unsere Verstorbenen und alle, die um sie trauern.
Bewahre sie mit deiner Gnade.
Wir bitten dich für uns und alle, die zu uns gehören.
Bewahre uns mit deiner Gnade.

Gnädiger Gott,
deine Kraft ist in den Schwachen mächtig.
Darauf vertrauen wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Bruder.
Amen.

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