Pressemitteilungen 2021

Leitender Bischof der VELKD gratuliert Thorsten Latzel
Akademiedirektor zum Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland gewählt - Donnerstag, 14. Januar 2021

Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Ralf Meister (Hannover), gratuliert dem Direktor der Evangelischen Akademie Frankfurt, Dr. Thorsten Latzel, im Namen der Bischofskonferenz und der Kirchenleitung der VELKD zur Wahl zum Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland: 

„Für das kirchliche Leitungsamt, in dem sich das öffentliche Zeugnis, die Arbeit an den Zukunftsfragen der Kirche und die Zuwendung zu den Menschen verbinden, bringen Sie aus Ihren unterschiedlichen beruflichen Stationen vielfältige Erfahrungen mit. Wissenschaftliche Theologie und gelebter Glaube, digitale Kommunikation und seelsorgerliche Ansprache, Deutungskompetenz und öffentliche Verantwortung – die unterschiedlichen Ausdrucksformen kirchlichen Handelns und christlichen Lebens prägen Ihren bisherigen Weg.  Ich wünsche Ihnen, dass Sie all dies in Ihrer neuen Aufgabe zum Wohl der Menschen und zum Lob Gottes einsetzen können!“, heißt es im Glückwunschschreiben. 

Dr. Thorsten Latzel ist von der Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland im ersten Wahlgang mit 113 von 190 Stimmen zum Präses gewählt worden. Er folgt im März auf Präses Manfred Rekowski, der in den Ruhestand tritt. 

Hannover, 14. Januar 2021

Pressestelle der VELKD
Henrike Müller


 

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Prinzipien der Bibelauslegung im Gespräch
Texte der 5. VELKD-Tagung für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler erschienen - Donnerstag, 7. Januar 2021

Die Auslegung der Texte der Bibel gehört zu den zentralen Aufgaben von Theologie und Kirche. Besonders in den evangelischen Kirchen spielt der programmatische Grundsatz „sola scriptura“ „allein durch die Schrift“ eine wichtige Rolle: Die Bibel soll Quelle und Norm christlicher Glaubenspraxis sein.  

 

Auf Einladung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) haben sich 16 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus zehn Fakultäten und vier Ländern über Grundprinzipien der Schriftauslegung ausgetauscht. Ausgangspunkt war die Frage, wie sich die von Luther festgestellte „claritas scripturae“, die „Klarheit der Schrift“, heute verstehen lässt. Denn diese Klarheit ist nicht selbstverständlich: Wie kann man die vielfältigen und teils Widersprüche aufweisenden Texte der Bibel angemessen verstehen? Kann oder sollte man sie auf einen Nenner bringen? Wie kann ein angemessener Umgang mit der Schrift in der Gegenwart aussehen? Welche Zugänge aus der geschichtlichen Vielfalt des Christentums und der Wissenschaften tragen zu einer Klarheit des Schriftverständnisses bei?

 

Die Beiträge der Tagung sind nun im Tagungsband „Claritas scripturae. Schrifthermeneutik aus evangelischer Perspektive“ erschienen. Unterschiedliche Perspektiven von bibelwissenschaftlichen und historischen Fächern über literatur- und kulturwissenschaftliche Zugänge bis zu praktisch-theologischen Ansätzen und Religionswissenschaften kamen zusammen. Die Aufsätze stehen für die vielfältigen und verschiedenen Zugänge zur Frage nach der „Klarheit der Schrift“ und verweisen auf die Stärke eines interdisziplinären Herangehens an diese Frage. 

 

Hinweis: Claritas scripturae. Schrifthermeneutik aus evangelischer Perspektive, herausgegeben von Christina Costanza, Martin Keßler und Andreas Ohlemacher, Leipzig 2020, ISBN 978-3-374-06646-9, 29.80 €. Das Buch ist ausschließlich über den Buchhandel erhältlich. Mehr unter www.velkd.de/claritas-scripturae.

 

Hannover, 7. Januar 2021
Pressestelle der VELKD
Henrike Müller

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