Leitender Bischof Gerhard Ulrich

Berichte, Predigten, Texte

Osterbotschaft
„Nichts muss so bleiben, wie es ist“ - Samstag, 31. März 2018

„Auferstehung is heute!“ – Das steht auf einem riesigen Spruchband. Fans in einem Fußballstadion halten es hoch. Es soll etwas passieren - jetzt. Der Abstieg  abgewendet werden – heute. Es steht etwas auf dem Spiel. Und zugleich sehen die Menschen ganz entspannt aus. Sie scheinen sich ihrer Sache sicher zu sein. Sie glauben daran.

„Auferstehung is heute“ – etwas schräg wird hier auf den Punkt gebracht, was Ostern für die Christenheit auf Erden bedeutet: Auf-bruch, Auf-stehen ins Leben Auf-stehen zum Leben. Auferstehung! Das Leben liegt vor uns wieder. Der für uns  gestorben ist, bringt uns neu auf die Beine.

Die Auferweckung ...

Nichts muss so bleiben, wie es ist 236,55 kbSeite drucken
Gottesdienst am Sonntag Judika
... in der St. Lorenz-Kirche Nürnberg anlässlich der Bischofskonferenz der VELKD - Sonntag, 18. März 2018

Gnade sei mit euch, und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.
Amen.

Liebe Gemeinde,
irgendwo ist immer Wüste.
Wenn der Weg lang wird. Oder wenn das Ziel, das eben noch erreichbar schien, wieder weg in die Ferne rückt. Die versprochene Heimat. Die ersehnte Heimat. Die Verheißung guten, vollen Lebens. Die Freiheit. Ein auskömmliches Leben. Arbeit, die mehr ist als Last. Ein Umfeld, das nicht von dem scheelen Blick auf das geprägt ist, was mein Nachbar hat oder was der Staat an Unterstützung gibt für die, die aus eigener Kraft nicht für das sorgen können, was sie zum Leben brauchen.
Die geistliche Heimat, die ...

PREDIGT JUDIKA 18.03.2018 BIKO NÜRNBERG 155,97 kbSeite drucken
Weihnachtsbotschaft
- Samstag, 23. Dezember 2017

Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, dass er's stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. (Jesaja 9, 5-6)

Es ist wieder Weihnachten: Vertraute Klänge, vertraute Düfte, vertraute Menschen. Festlich geschmückt glänzen die Straßen und die Häuser. In den Kirchen hören Menschen die Botschaft „Fürchtet euch nicht!“ und singen „Welt ging verloren, Christ ward geboren“. Und kaum verklingen die letzten Töne, drängen aufgeregte Kinder darauf, dass ...

Weihnachtsbotschaft 2017 171,86 kbSeite drucken
Impulsreferat
... beim Internationalen Friedenstreffen der Gemeinschaft Sant’Egidio zum Thema "500 JAHRE REFORMATION: Das Wort Gottes und des Leben der Christen" vom 10. - 12. September 2017, Münster - Dienstag, 12. September 2017

I would like to start with a little story: A very devout Christian wants to do everything right. No lukewarm commitments, but a Christian life 100 % according to God’s will. He wants to live according to the Word of God, not according to his own likings. His solution: From now on he will randomly open the bible and then act exactly as it is written down there. Surely, God’s Holy Spirit will guide him in the process without failure. Eagerly he proceeds to his first try, randomly opens the bible and reads Mathew 27,5: “Judas went and hanged himself”. “Well that can’t be” he thought, “surely I should give it another try”. This time the bible opened up to Luke 10,37: “Jesus said to him, ‘Go and do likewise.’”   ...

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Podiumsbeitrag
... beim Internationalen Friedenstreffen der Gemeinschaft Sant’Egidio zum Thema "DURST NACH FRIEDEN - Religionen und Kulturen im Dialog" vom 18. - 20. September 2016, Assisi

 Identity is always in a state of flux. Identity is a process: a process of reassurance, not of certainty; of curiosity, not of knowledge; of relationships, not of selfishness. But any identity needs anchor points to which it can be secured and attached. ...

Podiumsbeitrag 306,52 kbSeite drucken
Predigt
... im Eröffnungsgottesdienst der Generalversammlung des Zentrums für Mission und Ökumene der Nordkirche, Breklum - Freitag, 8. April 2016
Liebe Gemeinde,
es ist immer gut, einen Blick für das Große und Ganze, für die Strukturen zu haben – statt festzukleben am Detail. Natürlich wollen wir den Einzelnen ernst nehmen. Den einzelnen Menschen und sein Geschick. Zugleich ist es wichtig, ihn zu verstehen in seiner Familie, seinem Dorf, seiner Stadt, in seinen gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhängen – und den internationalen Kraftströmen, in denen wir alle stecken. Von denen wir uns manchmal mitgezerrt fühlen wie ein Zweig in einem reißenden Fluss. Das ist ökumenisches Denken: die Christengemeinden vor Ort in ihrer ganz konkreten lokalen, oft bedrohten Situation zusammenzusehen mit den globalen Bewegungen. Zu glauben, dass Gott ...
Predigt Generalversammlung Breklum 324,40 kbSeite drucken
Predigt
... am 1. Sonntag n. Ostern (Quasimodogeniti) 2016 im Dom zu Lübeck - Sonntag, 3. April 2016

„Der Herr ist auferstanden – er ist wahrhaftig auferstanden!“

Predigt über den 1. Petrusbrief 1, 3-9
„Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten…“


Liebe Schwestern und Brüder,
was für ein wunderbarer Schwung; was für eine Melodie des Lebens. Bis der Glaube in diesen Osterjubel einstimmen kann aus vollem Herzen, mit ungläubigem Staunen, muss er oft einen weiten Weg gehen – damals wie heute. Muss immer wieder ganz hindurch durch Trauer und Schmerz – wie bei jeder Geburt wächst das neue Leben durch den Schmerz hindurch.

Der Osterglaube wächst durch das Entsetzen, durch die Fassungslosigkeit und durch die Angst, wächst aus der Spannung zwischen Furcht und großer Freude. ...

Predigt Quasimodogeniti 2016 313,52 kbSeite drucken
Vortrag
... an der Katholisch-theologischen Fakultät der Universität, Breslau - Samstag, 28. November 2015

„Haltepunkte einer europäischen Identität“

Identität – persönliche wie staatliche – ist immer im Fluss. Identität ist ein Prozess: Des Suchens, nicht des Habens; der Vergewisserung, nicht der Gewissheit; der Neugier, nicht des Wissens; der Beziehung, nicht des Egoismus. Aber jede Identität hat und braucht Haltepunkte, an denen sie sich festmachen kann, an die sie gebunden ist – damit Freiheit wachsen kann und Verantwortung wahrgenommen werden kann. Wenn ein Haltepunkt der Europäischen Identität die Freiheit ist, dann ist der andere notwendige Haltepunkt die Bindung – an Werte, an gemeinsame Überzeugungen.
Für mich ist ein solcher Haltepunkt ...

Vortrag 344,63 kbSeite drucken
Schlusswort
... bei der Verleihung der LutherRose im Rahmen der 8. LutherKonferenz der Internationalen Martin Luther Stiftung (IMLS), Berlin - Montag, 16. November 2015

 ... Das habe ich verstanden von unserer Preisträgerin: dass nicht verschwinden darf die Kraft und die Macht des Wortes, die Fähigkeit des Hinhörens auf das auch, was quer oft steht zu unserer Welt und nicht aufgeht im Sichtbaren und Berechenbaren. Und das zugleich birgt die Fülle und die Schönheit des Lebens, an der alle teilhaben sollen in dieser Einen Welt. ...

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Predigt
... am Reformationstag im Rahmen des ARD-Fernsehgottesdienstes zum Thema „Reformation und die Eine Welt - als Befreite leben“ - Kirche zu Groß Flottbek, Hamburg - Samstag, 31. Oktober 2015

Liebe Gemeinde,
„Freiheit jetzt!“ – Ein Ruf, liebe Gemeinde, der ertönt durch die Jahrhunderte hindurch bis heute, bis in die Erstaufnahmeeinrichtungen für die Flüchtlinge. Ein Ruf, den Jesus ernst nimmt: ...

Überall, wo das Wort Gottes in die Herzen der Menschen spricht. Und Raum schafft für Licht, Liebe, Leben. Oft in notdürftigen Verhältnissen. Unfertig. Aber diese Spielräume, die entstehen für Freiheit und Frieden, für Anerkennung, Würde und Teilhabe: Sie lassen sich nicht mehr kleinkriegen, wollen sich ausweiten. Kraft und Zuversicht gehen von ihnen aus, damals wie heute: Seit fast genau 500 Jahren. Seit Martin Luther und die anderen Reformatoren Gottes Wort wieder Wort Gottes für alle werden ließ. In jeder Sprache.
Große Freiheit für jeden Tag. Das feiern wir heute am Reformationstag.
Die Reformation und die Eine Welt. Darum geht es 2016 auf unserem Weg zum
Reformationsjubiläum. Gottes Wort und die Eine Welt ...

Hinweis: "Evangelischer Gottesdienst zum Reformationstag"
Videostream -  Das Erste Mediathek - ab 32. Minute
http://mediathek.daserste.de/Kirchliche-Sendungen/Gottesdienst-zum-Reformationstag/Das-Erste/Video?documentId=31387566&topRessort&bcastId=4112710

Predigt Reformationstag - 2015 304,67 kbSeite drucken
Grusswort
... zur Amtseinführung von Dr. Horst Gorski in das Amt des theolog. Vizepräsidenten des Kirchenamtes der EKD und des Leiters des Amtes der VELKD, Hannover - Donnerstag, 10. September 2015

... Du bist einer, den nicht zuerst alle möglichen Bedenken bewegen, sondern Freude über die Vielfalt und über die Menschen in deiner Nähe. Es sind diese Offenheit und deine Klarheit, deine Erkennbarkeit, die dich für den Dienst, in den wir dich eingeführt haben, so präzise geeignet machen. Und so heiße ich dich auch im Namen der VELKD, ihrer Kirchenleitung, ihrer Gremien und Organe und ihres Amtes hier im Haus von Herzen willkommen. Schön, ...

Grusswort 301,57 kbSeite drucken
Meditation
... beim Internationalen Friedenstreffen der Gemeinschaft Sant’Egidio - Ecumenical Closing Prayer at Orthodox Cathedral, Tirana - Dienstag, 8. September 2015
This is a word of power, the world is longing to hear in these days: Let mutual love continue! More is not necessary to say. Don’t stop loving one another. The world seems to be on fire. Destruction, hatred and violence endanger mankind. The picture of the dead little boy at Turkish sea shore moves people all around the world: we have to stand up for peace again. We have to raise our voices for refugees and poor people. We have to encourage the leaders of the world to stop war and to open the borders of the free world. ... Meditation 299,28 kbSeite drucken
Podiumsdiskussion
... beim Internationalen Friedenstreffen der Gemeinschaft Sant’Egidio zum Thema "FRIEDEN IST IMMER MÖGLICH - Religionen und Kulturen im Dialog" vom 6. - 8. September 2015, Tirana - Montag, 7. September 2015
Maybe the all important and central question for Christians to answer is: Who are we and whose are we?
I am delighted that I was asked to speak about God’s mercy, because this might help to answer this important question.
In the bible “mercy” is a close relative to “grace”.
In the Letter to the Hebrews we read for example: “Let us therefore ... Podium 306,48 kbSeite drucken
Grusswort
... zur Privataudienz bei Papst Franziskus im Rahmen einer Gesprächsreise von Vertretern der VELKD vom 14. bis 18. Dezember 2014 - Rom - Donnerstag, 18. Dezember 2014
Your Holiness,
On behalf of the United Evangelical Lutheran Church of Germany and the German National Committee of the Lutheran World Federation I greet you cordially. It is a great honour for us and we are delighted that you have made this encounter possible.
2017 – 50 – 15: These three numbers, we have brought with us, sum up our ecumenical path. ... Grusswort 201,26 kbSeite drucken
Predigt
... zum 3. Advent im Rahmen einer Gesprächsreise von Vertretern der VELKD vom 14. bis 18. Dezember 2014 - Christuskirche, Rom - Sonntag, 14. Dezember 2014
„Zion, du Freudenbotin, steig auf einen hohen Berg; Jerusalem, du Freudenbotin, erhebe deine Stimme mit Macht; erhebe sie und fürchte dich nicht! Sage den Städten Judas: Siehe, da ist euer Gott; siehe, da ist Gott der HERR! Er kommt gewaltig, und sein Arm wird herrschen.“
So haben wir gehört in der Lesung... Predigt 327,54 kbSeite drucken
Predigt
... auf der Generalsynode in Dresden beim Gemeinsamen Vespergottesdienst - Dreikönigskirche, Dresden - Freitag, 7. November 2014

... Wir werden nicht aufhören zu träumen, uns auszustrecken hin zu dem verheißenen Reich des Friedens, der Gerechtigkeit, der Fülle, an der alle teilhaben. Wir werden nicht aufhören, einzustehen für Recht und gegen Unrecht. Auch nicht angesichts der wenig traumhaften, dafür umso traumatischeren Situation der Welt, in der wir leben, in der wir Zeuginnen und Zeugen werden von immer neuem ...

Predigt Ulrich 2014 46,93 kbSeite drucken
Andacht
... anläßlich des Geburtstags von Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit im Dom St. Nikolai, Greifswald - Freitag, 17. Oktober 2014

„Gedenkt nicht an das Frühere und achtet nicht auf das Vorige! Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr's denn nicht?“ – Dieser Vers aus dem Prophetenbuch Jesaja war die Losung an Deinem 60. Geburtstag am Montag. Das ist ein gutes Wort. Es richtet uns aus auf das, was Gott mit uns vorhat. Es lässt nicht zu, dass wir in der Rückschau verharren. Siehe, ich will Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihrs denn nicht? – Ja, auch der 60. Geburtstag ist ein Anlass Gott zu danken, dass er Zukunft bereit hält, dass er Neues, Unerwartetes vor unsren Augen, auf unserem Lebensweg schafft. Eine schier unerschöpfliche Energie, Lebensenergie wird dem verzagten Volk Israel hier vor Augen geführt ...

Andacht 321,33 kbSeite drucken
Predigt
... im Vespergottesdienst auf der Synode des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland, Mainz - Freitag, 3. Oktober 2014

...Und dann steht hoffentlich am Ende die Verständigung darüber, dass die eine Kirche Jesu Christi gar nicht auskommt ohne unseren jeweiligen Stärken; dass wir die je anderen Kirchen brauchen, um ganz und vollständig zu werden. Für diesen Prozess brauchen wir Demut, Geduld und Liebe, sagt der Epheserbrief. Doch gerade in dieser Suchbewegung werden wir zu dem einen Leib. Ich bin überzeugt, dass die vielen evangelisch/alt-katholischen Begegnungen auf Gemeindeebene und unser intensiver und vertrauensvoller Dialog zwischen der Vereinigten Kirche und dem Alt-Katholischen Bistum Beispiele dafür sind, dass dieser Weg sich lohnt und auch gelingen kann. In unseren gemeinsamen Lehrgesprächen, z. B., ist die ...

Predigt 315,72 kbSeite drucken
Einführung
... von Gothart Magaard als Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein, St. Petri-Dom, Schleswig - Samstag, 6. September 2014

„Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat.“ ... Für Dich selbst, lieber Gothart, hat dieser Tag natürlich eine herausragende Bedeutung: nach den fast fünf Jahren als Bischofsbevollmächtigter, bist Du nun durch die Wahl und durch die Einführung heute, unhinterfragt Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein ...

Einführungsrede 318,49 kbSeite drucken
Verabschiedung
... von Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber, Gottesdienst im Braunschweiger Dom - Samstag, 26. April 2014

... Dein Selbstverständnis ist, dass Du Pfarrer bist mit einem besonderen Auftrag. Du warst Prediger im Dom und überall in der Landeskirche und weltweit. Du bist Seelsorger und öffentliches Gesicht der Kirche. Du verstehst Theologie immer als eine auch gesellschaftlich notwendige Stimme für eine Gesellschaft mit menschlichem Antlitz. ...

Verabschiedung 327,31 kbSeite drucken
Begegnung
... mit Erzbischof von Canterbury Justin Welby im Lambeth Palace (im Rahmen der Englandreise der Kirchenleitung vom 25. - 30. März 2014), England - Freitag, 28. März 2014

... Wherever possible we strengthen and deepen our many partnerships between dioceses and church districts, between Anglican and Lutheran parishes. We use the experiences that many pastors and priests ...

Begegnung 296,21 kbSeite drucken
Grußwort
... bei der Eröffnung der Konferenz zur Durchsicht der Lutherbibel, Rostock - Freitag, 18. Oktober 2013

... „Ich weiß wohl, …, was für Kunst, Fleiß, Vernunft, Verstand zum guten Übersetzer gehöret (Aland, S. 80)“ schreibt Martin Luther in seinem „Sendbrief vom Dolmetschen“ aus dem Jahr 1530, in dem er über die Prinzipien seiner Übersetzung Rechenschaft ablegt. „Ich weiß wohl, …, was für Kunst, Fleiß, Vernunft, Verstand zum guten Übersetzer gehöret.“ So weiß ich mich hier inmitten kunstverständiger, fleißiger, kluger Menschen, die sich gemeinsam ein hohes Ziel gesteckt haben: die Gesamtdurchsicht der Lutherbibel. ...

Die Durchsicht der Luther-Bibel: ein gewiss ebenso spannendes wie herausforderndes Unternehmen. Denn Sie beschäftigen sich damit mit dem Kern des ...

Grußwort 312,54 kbSeite drucken
Predigt
... beim Internationalen Friedenstreffen der Gemeinschaft Sant’Egidio, Rom - Dienstag, 1. Oktober 2013

Epheser 6. 13-20

Liebe Schwestern und Brüder,

das sind Worte, die erschrecken! Nicht die Sprache der Liebe; nicht die Friedensbotschaft an die Feinde, die in der Bergpredigt begegnet. Nicht, was wir hier in diesen Tagen in Rom erleben miteinander: ohne Angst, frei, allein mit dem Wort einander begegnen...

Predigt 41,49 kbSeite drucken
Andacht
... bei der Baumpflanzung des Partnerbaumes der VELKD im Projekt „Luthergarten", Kirchenamt Hannover - Donnerstag, 4. Juli 2013

Buch Hesekiel (Ezechiel) - Kapitel 47, 1-9, 12

Liebe Schwestern und Brüder,

ich muss diese Geschichte... Sie steht für die Fülle, ... das Staunen neu lernen und lehren – nicht immer nur das Verzagen, das Verzweifeln; reden über den Reichtum, der uns gegeben ist...

Und der Baum ist das Symbol für diese Fülle, für das Leben und des Lebens kraft. Und des Glaubens Kraft. Wo Gottes Lebenswasser fließt, da tut sich Erstaunliches: die Wasser werden gesund. Und es stehen Bäume da an den Wassern. Verschiedene Bäume. Mit verschiedenen Früchten – süßen und sauren. Und ihre ...

Andacht 42,09 kbSeite drucken
Bericht
... auf der Tagung der Landessynode der Ev. - luth. Landeskirche in Braunschweig - Haus Hessenkopf, Goslar - Samstag, 1. Juni 2013

Herr Präsident, hohe Synode,

haben Sie ganz herzlichen Dank für die freundliche Begrüßung. Ich bin sehr gerne heute zu Ihnen als Leitender Bischof der VELKD gekommen, um Ihnen die guten Wünsche der VELKD zu überbringen.
Was macht Kirche zur Kirche? ...

Bericht 63,12 kbSeite drucken
Weihnachtspredigt
... in Verbindung mit dem Gemälde des Malers Max Kahlke, Verkündigung an Maria, Großer Marienaltar (1927) - St. Petri-Dom, Schleswig - Montag, 24. Dezember 2012

Liebe Gemeinde!

... „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.“

So hören wir die Verheißung des Propheten Jesaja. Eine Stimme der Hoffnung für das Volk Israel mitten im Zusammenbruch, als Glaube, Hoffnung, Liebe obdachlos waren.

„Fürchtet Euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird!“
...Aufbruch braucht Ermutigung. Aufstand braucht Erinnerung. Das ist die Sehnsucht auch in dieser Zeit: ...

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Vortrag
... im Rahmen der Studienwoche "Diakonie" - Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel - Freitag, 23. November 2012

Zeugnis und Dienst. Zum Verhältnis von Kirche und Diakonie

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

... Ich beginne aus Respekt vor diesem theologiegeschichtlich bedeutenden Ort und aus innerer Überzeugung zugleich mit dem Hinweis auf die für unser Thema grundlegende Bestimmung von Kirche nach der 6. These der Theologischen Erklärung der Bekenntnissynode von Barmen aus dem Mai 1934. Es heißt dort:
„Der Auftrag der Kirche, in welchem ihre Freiheit gründet, besteht darin, an Christi Statt und also im Dienst seines eigenen Wortes und Werkes durch Predigt und Sakrament die Botschaft von der freien Gnade Gottes auszurichten an alles Volk.“

Zeugnis und Dienst in Wort und Tat werden hier als Auftrag der Kirche in aller Klarheit benannt und der Kirche als fundamentale Handlungsmaxime ganz oben in die „to-do-Liste“ geschrieben. Genau dafür ist die christliche Kirche da – und von diesem Auftrag darf sie sich nicht dispensieren lassen oder gar selbst dispensieren. Und darum gehören Kirche und Diakonie zusammen. Die eine ist Kenn- und Lebenszeichen der anderen. ...

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Predigt
... im Gottesdienst zur Eröffnung der EKD-Synode, Dom zu Lübeck - Sonntag, 4. November 2012

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Liebe Gemeinde!

„Der Worte sind genug gewechselt – wir wollen Taten sehen!“ Stimmt ja, manchmal gibt es zu viele Worte und zu wenig Taten, Ankündigungen und nichts passiert. Aber wenn einer so loslegt, dann gehe ich schon einmal in Deckung. Ich werde misstrauisch, wenn Worte und Taten gegeneinander ausgespielt werden, wenn dem Wort nichts, der Tat aber alles zugetraut wird. Ich werde vor allem dann misstrauisch, wenn mit den Worten auch das Denken ausgeschaltet werden soll, damit man nun entschlossen Taten setzen kann. Kleine politische Scharmützel und große Kriege sind allzu oft so in Gang gesetzt worden. ...

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Predigt
... im Rahmen des Kirchentags der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Italien (ELKI) - Christuskirche, Rom - Sonntag, 14. Oktober 2012

Liebe Schwestern und Brüder!

„Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen!“ – Und man muss natürlich weiter singen: „…der große Dinge tut an uns und allen Enden…“

Ja, liebe Schwestern und Brüder hier in der Christuskirche in Rom: es ist ein Grund, Gott zu danken, ihn zu loben für die großen Dinge, die er tut an uns und allen Enden: er bringt uns zusammen von Nord und Süd, Ost und West. Ja, ich bin fröhlich und dankbar, dass wir heute hier bei Euch zu Gast sein dürfen. Von weit her, aus dem Norden Deutschlands über Slowenien, wo wir unsere Lutherischen Schwestern und Brüder besucht haben hierher nach Rom – in diese Stadt, die so wunderbar ist und die so faszinierend die Geschichte bewahrt – auch die Geschichte der Menschen mit Gott. Und auch natürlich die Geschichte von Trennung und Wandel, von Krieg und Frieden. Vor allem aber in unterschiedlicher Weise bezeugt die Kraft des Glaubens, des Wortes, das uns leitet. Nirgendwo wird deutlicher hörbar, als in der Musik, was es meint, wenn wir von „versöhnter Verschiedenheit“ reden! ...

Predigt 48,57 kbSeite drucken
Dialogpredigt
... Bischöfin Rosemarie Wenner und Bischof Gerhard Ulrich - 25 Jahre Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft zwischen der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland und der VELKD - St. Lorenz-Kirche, Nürnberg - Sonntag, 30. September 2012

Liebe Schwestern und Brüder!

Der Evangelist Johannes war wahrlich kein ökumenischer Taktiker! Er geht ganz schlicht und bahnbrechend davon aus: In der Kirche ist Christus als Herr der Kirche da, präsent und lebendig: „Im Anfang war das Wort“ – so beginnt das Evangelium nach Johannes. „Und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort…„Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit…“

Christus wohnt unter uns – davon ist zu reden. Dieser besondere Mitbewohner in der so merkwürdigen und vielfältigen Wohngemeinschaft mit Namen „Kirche“ ist es, dessen Name nicht nur an der Wohnungstür steht, sondern dessen Geist überhaupt Leben in die Bude bringt! Das ist ein Geist der Liebe, des Friedens, der Barmherzigkeit; ein Geist der Weite. ...

... Alles Trennende kann und darf uns nicht abhalten davon, dass wir miteinander, als ein Leib sichtbar und hörbar sind und die Stimmen erheben für Recht und Frieden ...

Dialogpredigt 34,56 kbSeite drucken
Predigt
... im Festgottesdienst „475 Jahre Schmalkaldische Artikel“ - Stadtkirche St. Georg, Schmalkalden - Sonntag, 24. Juni 2012

Liebe Festgemeinde, liebe Schwestern und Brüder!

... „Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemandem untertan. ... Der Christenmensch lebt in Christus durch den Glauben und im Nächsten durch die Liebe. Weil Gott uns zuerst liebt – nicht weil wir so tolle Leute sind, sondern obwohl wir Leute sind mit Schwächen und Makeln und Fehlern. Das ist der Grund der Freiheit. Und diese Freiheit wächst aus der Bindung an Gottes Wort, aus dem Glauben, dass diese Macht mächtig ist. Darum gehören Freiheit und Verantwortung zusammen. ...

... Glauben fassen – ganz elementar: das ist wie – Essen fassen, Nahrung aufnehmen, tägliches Brot brechen, trinken aus der Quelle lebendigen Wassers! ...

Predigt 138,45 kbSeite drucken
Grußwort
... auf der Internationale Konsultation zur Theologischen Ausbildung in der Missionsakademie an der Universität, Hamburg - Dienstag, 24. April 2012

Dear Sisters and brothers,

It is my pleasure and honor to address all of you at the opening of this consultation on scholarships as an instrument of theological education. You come from churches and organizations of the various regions of World Christianity. I am extending my word of greeting on behalf of the United Evangelical Lutheran Church of Germany (VELKD) which is formed of eight Lutheran churches in Gemrany, which are also members of the Evangelical Church in Germany (EKD) which is hosting this consultation. Currently I serve as the presiding bishop of the VELKD. I also greet you as ...

Grußwort 124,24 kbSeite drucken
Ansprache
... nach der erfolgreichen Abstimmung über die Verfassung und das Einführungsgesetz zur Nordkirche - Rostock - Samstag, 7. Januar 2012

Liebe Schwestern und Brüder,

„nun danket alle Gott“ – das sind die Worte, die unsere Gefühle in diesem Moment zum Ausdruck bringen. Dank dafür, dass es nun geschafft ist. Gott sei Dank! Wir haben den Schritt getan. Die Ev. Luth. Kirche in Norddeutschland aus der Ev. Luth. Landeskirche Mecklenburgs, der Pommerschen Ev. Kirche und der Nordelbischen Ev. Luth. Kirche wird Realität – unsere Kirche!

Ich weiß natürlich nicht, welches Gefühl bei Ihnen allen im Vordergrund steht – bei mir ist es Erleichterung, innere Befriedigung und – zunehmend mehr – wirkliche Freude. Freude vor allem darüber, was wir gemeinsam geschafft haben. ...

Ansprache 102,97 kbSeite drucken
Einführung
... Bischöfin Kirsten Fehrs (Sprengel Hamburg und Lübeck der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche) - Dom zu Lübeck - Samstag, 26. November 2011

Liebe Kirsten, lieber Karsten, liebe Familie.

Liebe Festgemeinde!

Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Eure Güte lasst kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe!

Dies ist der Lehrtext für den heutigen Samstag vor dem Ersten Advent. Er steht im Philipperbrief im 4. Kapitel.

Jawohl, es gibt Grund zur Freude an diesem Tag, es gibt Grund, Gott zu danken – dafür, dass er sein Kommen ankündigt in diese Welt hinein, die verfinstert ist durch Krieg und Hass, von Missbrauch und unerträglichen Nazi-Mördern in diesem Land.

„O Heiland, reiß die Himmel auf, herab, herab vom Himmel lauf, reiß ab vom Himmel Tor und Tür, reiß ab, wo Schloss und Riegel für…Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt, darauf sie all ihr Hoffnung stellt…“?! – Das ist die Spannung, die Sehnsucht, mit der die Menschen im Advent sich dem Himmel entgegenstrecken, verlangend nach Aufbruch, nach Neuanfang – mit Gott! ...

Einführungsrede 128,97 kbSeite drucken
Predigt
... im Studienseminar der VELKD über Lukas 16, 1-9 - Pullach - Sonntag, 13. November 2011

Liebe Schwestern und Brüder!

Nach der hohen Weisheit des Kirchenjahres und auch der Perikopenordnung wird es nun ernst gegen Ende des Kirchenjahres:

„Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi“ – so lautet das biblische Leitwort für diese Woche aus dem 2. Korintherbrief. Dazu das große Gleichnis vom Weltgereicht aus Matthäus 25. Da können einen schon sehr ambivalente Gefühle überfallen: Angst und Hoffnung; die bange Frage: Bin ich´s Herr, der Bock da hinten in der Reihe zur Linken? Oder aber auch das unerschütterliche Selbstvertrauen: Ich bin´s ganz sicher nicht – aber natürlich der da hinten, dieser geldgierige, geizige Bock. …

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Predigt
... im Gottesdienst zur Einführung in das Amt des Leitenden Bischofs der VELKD - St. Gertraud in Magdeburg/Salbke - Freitag, 4. November 2011

Liebe Festgemeinde, Liebe Schwestern und Brüder!

Die Tatsache, dass die Lutherischen Kirchen das Reformationsfest seit Jahrhunderten (genauer: seit 1667) jedes Jahr am 31. Oktober, also an dem Tag der Veröffentlichung von Martin Luthers 95 Thesen feiern, ist schon ein wichtiges Signal: Es geht uns nicht um den Kult um eine Person, sondern es geht um die befreiende Wahrheit der reformatorischen Lehre für alle Christenmenschen: Es geht um die befreiende Wahrheit der Heiligen Schrift, die wir nie hinter uns – sondern immer vor uns haben.

Predigt 126,36 kbSeite drucken
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