Gottesdienst

Abschied von einem Kirchengebäude

Entwidmung


VELKD (Hrsg.)
8 Seiten
Hannover, 2006

Für eine Gemeinde, die ihren vertrauten Ort der Gottesdienste verlassen muss, ist der Abschied ein tief greifender Einschnitt in ihrem Leben. An manchen Orten sehen sich Menschen vor den Abschied von einem Gebäude gestellt, das sie selbst einmal durch ganz persönliche Spenden und anderen Einsatz miterbaut haben. Deshalb ist es gut, dass nur im Ausnahmefall und nach sehr eingehender Prüfung erwogen wird, eine Kirche aufzugeben, um sie einer anderen Nutzung zuzuführen oder sogar den Abbruch vorzusehen. Der Einschnitt soll durch eine Handlung zur Entwidmung des Kirchengebäudes markiert werden.

Die Liturgie anlässlich der Entwidmung einer Kirche ist (im Unterschied zu den lebensbegleitenden Kasualien wie z.B. der Trauung) eine Gemeindekasualie, eine gottesdienstliche Feier zu einem spezifischen Anlass. Diese Feier hat Anteile einer gemeindlichen Trauerfeier und eines gemeinsamen Schwellenrituals. Vor allem aber ist sie ? wie jeder Gottesdienst ? eine bestimmte Gelegenheit, die Verkündigung von Gottes Wort in Gesetz und Evangelium zu vernehmen und die immer wieder neue Zuwendung Gottes zu seiner Gemeinde zeichenhaft zu begehen.

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