Pressemitteilungen 2014

Mit dem Relaunch von velkd.de, im Oktober 2014 ist eine neue URL-Struktur entstanden. Hinweise zu internen Links, Weiterleitungen, Downloads etc. sind in diesem Archiv nicht mehr aktiv.         - Die Pressestelle -

DNK/LWB: Neue Qualität des ökumenischen Miteinanders
LWB und Vatikan kündigen gemeinsame liturgische Handreichung zu 2017 an - Freitag, 19. Dezember 2014

Hannover/Rom. "Ja, wir bewegen uns, und wir tun das zusammen." Das betonte der Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes (LWB), Pfarrer Martin Junge (Genf), im Hinblick auf die Beziehungen von lutherischen und römisch-katholischer Kirche(n) am gestrigen Donnerstagabend in Rom.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion in der evangelisch-lutherischen Christuskirche zur Frage möglicher Formen gemeinsamen Reformationsgedenkens hob Junge hervor, dass sich das Verhältnis der beiden Kirchen im Wandel „vom Konflikt zur Gemeinschaft“ befände. Gerade in einer Welt, „in der Religion und Glaube immer wieder auch als Unruhestifter porträtiert und wahrgenommen werden“, sei es ein „phänomenales Zeugnis“, dass sich lutherische und römisch-katholische Kirche(n) weiter „hin zu einer tiefen Gemeinschaft [bewegen], die uns frei macht zum Dienst an Gott und an der Welt“. Neben Junge nahmen an dem Podiumsgespräch der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kurt Kardinal Koch (Rom), der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), und der Vorsitzende der Ökumene-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Gerhard Feige (Magdeburg), teil.

In diesem Zusammenhang kündigten LWB-Generalsekretär Junge und Kardinal Koch eine gemeinsame liturgische Handreichung für das Reformationsgedenken an. Die Veröffentlichung ist für 2015 geplant. Das lutherisch/römisch-katholische Material soll Kirchen in aller Welt auf dem Weg ins Jahr 2017 die Möglichkeit eröffnen, ökumenisch einen Blick auf die 500 Jahre der Reformation zu werfen. Die Handreichung soll an das 2013 veröffentlichte Dialogdokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ anknüpfen und es Ortsgemeinden und ökumenische Arbeitskreisen weltweit ermöglichen, die dort entwickelten Positionen liturgisch umzusetzen. Mit einem Dreischritt von Buße der gegenseitigen Verletzungen, Freude über die durch die Reformation eingebrachten Einsichten und Dimensionen des Evangeliums im Hinblick auf das Zeugnis von Jesus Christus in der Welt, und schließlich Hoffnung auf die Einheit, lehnt es sich auch an die Struktur des Dialogdokumentes an.

Auf dem Podium wurde auch die Frage diskutiert, was man 2017 denn überhaupt feiern könne. Christus in den Mittelpunkt der Feierlichkeiten 2017 zu stellen und auf diese Weise ein Christusfest zu feiern, würde eine verbindende Brücke für beide Partner bauen, merkte Bischof Feige an. Gleichzeitig müsse der Begriff aber noch stärker mit konkreten Inhalten gefüllt werden. Der Catholica-Beauftragte der VELKD, Landesbischof Manzke unterstrich, dass der Begriff "Christusfest" für fünfzig Jahre fruchtbaren ökumenischen Dialog stehe. Dies gelte es herauszustellen.

Einigkeit herrschte auf dem Podium auch über die Frage eines gemeinsamen Zeichens der Buße zwischen Lutheranern und Katholiken. „Ich würde es sehr schön finden, wenn zwischen Katholiken und Lutheranern ein solches Zeichen passieren könnte“, sagte Kardinal Koch. Dabei gehe es jedoch nicht um einseitige Schuldzuweisungen oder Aufforderungen zur Buße. Beide Seiten seien nicht frei von Fehlern, so Koch und Feige. Buße meine immer die Bitte um Vergebung, diese müsse einen öffentlichen Ort haben, ergänzte Bischof Manzke.

LWB-Generalsekretär Junge bestätigte den Wert der Buße mit Verweis auf die Erfahrungen des LWB im Gespräch mit der mennonitischen Weltgemeinschaft: „Wir sind einfach nicht weitergekommen, weil Erinnerungen im Raum standen, die zu lebendig waren. „Der Bußakt während der LWB-Vollversammlung 2010 in Stuttgart habe diese Hindernisse aus dem Weg geräumt. Diesen Gedanken unterstützte Landesbischof Manzke. Er rief bei aller Notwendigkeit der Buße aber auch dazu auf, die positiven Erfahrungen und Gemeinsamkeiten nicht zu vergessen, nämlich „dass unsere Kirchen einen gemeinsamen Auftrag haben: Ein klares Zeugnis in Wort und Tat zu geben.“

Die Podiumsveranstaltung fand im Rahmen des Abschlusses des deutschen Internetprojektes „2017 gemeinsam unterwegs“ statt. In dem Projekt hatten das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB), die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) und das Johann-Adam-Möhler-Institut in ökumenischer Trägerschaft das Dialogdokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ im Internet zur Diskussion gestellt. Vor dem Podiumsgespräch erfolgte die Übergabe der Ergebnisse des Projektes durch Bischof Manzke und Bischof Feige. Kardinal Koch und Generalsekretär Junge nahmen die Ergebnisse stellvertretend für die Römisch-Katholische Kirche und den Lutherischen Weltbund entgegen.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.dnk-lwb.de und www.velkd.de.

Hannover, 19. Dezember 2014
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher des DNK/LWB

Seite drucken
DNK/LWB: Lutheraner und Katholiken „gemeinsam unterwegs"
Ergebnisse des ökumenischen Internet-Projekts in Rom vorgestellt - Donnerstag, 18. Dezember 2014

Hannover/Rom. „Auch im Internet kann man ernsthaft über Theologie und Glauben diskutieren!“ Dies konstatierten der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), und der Vorsitzende der Ökumene-Kommission der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gerhard Feige (Magdeburg), anlässlich der Präsentation der Ergebnisse des ökumenischen Internetprojekts „2017 gemeinsam unterwegs“.

Im Rahmen eines ökumenisch besetzten Symposiums in der evangelisch-lutherischen Christuskirche zu Rom wurden das Projekt und dessen Umsetzung vorgestellt sowie die Chancen einer online-basierten Kommunikation für den ökumenischen Dialog erörtert. Im Anschluss übergaben Bischof Feige und Landesbischof Manzke die Ergebnisse des Projekts an den Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes (LWB), Pfarrer Martin Junge (Genf), und den Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch (Rom). Auslöser für das Projekt www.2017gemeinsam.de war die Bitte von LWB und Päpstlichem Einheitsrat, das 2013 gemeinschaftlich publizierte Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft. Gemeinsames lutherisch-katholisches Reformationsgedenken im Jahr 2017“ in ökumenischer Verbundenheit zu rezipieren.

Im Verlauf der Veranstaltung unterstrichen Manzke und Feige, dass der Weg zum Reformationsjahr 2017 ökumenisch begangen werden müsse. Mit dem Projekttitel „2017 gemeinsam unterwegs“ sei ein gelungenes und eingängiges Leitwort gefunden worden, „das uns als Christen und als Kirchen auf dem Weg zum Jahr 2017 weiterhin begleiten und herausfordern kann“, so Bischof Feige. Insbesondere die Statements von insgesamt 62 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens – etwa zur Frage eines einmaligen gesetzlichen Feiertages am Reformationsfest 2017 – seien intensiv auf der digitalen Plattform diskutiert worden. Die Kommentierung des Dokumentes „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ konzentrierte sich u.a. auf Kontroversfragen wie das Amts- und Schriftverständnis, andere theologische Fragen seien dahinter zurückgetreten. Daher bleibe es eine gemeinsame Herausforderung für die Kirchen, „wie wir die befreiende Botschaft von der Rechtfertigung des Sünders allein aus Gnade zeitgemäß und überzeugend formulieren können“, so Manzke.

Laut Bischof Feige habe das Projekt „2017 gemeinsam unterwegs“ vor allem deutlich gemacht, wie man neue ökumenische Aktionen gestalten könne. „Zugleich wurde aber durchaus kontrovers darüber diskutiert, ob und wie man der Reformation gedenken beziehungsweise ob und wie man sie feiern solle – eine Frage, die ja gerade für ein ökumenisches Begehen von großer Bedeutung ist.“ Eine Reihe von evangelischen Kommentaren hätten ausdrücklich den Begriff des Gedenkens in den Vordergrund gestellt, auf der anderen Seite wurde in vielen katholischen Beiträgen darauf hingewiesen, was die katholische Kirche Luther verdanke und wo sie Impulse von ihm aufgenommen und von ihm gelernt habe. Das Grundanliegen eines gemeinsamen Gedenkens könne nur sein, dass „niemand anderes als Jesus Christus in der Mitte zu stehen hat“, so Feige. Das Fazit beider Ökumene-Bischöfe: „Das Projekt ,2017 gemeinsam unterwegs‘ ist zwar offiziell beendet, aber zugleich eröffnet es uns Wege zueinander und miteinander in unserem gemeinsamen Zeugnis als Christen in der Welt von heute.“

Das ökumenische Internetprojekt www.2017gemeinsam.de wurde vom 23. April bis 24. November 2014 durchgeführt. Es wurde vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) in Verbindung mit der VELKD und dem Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn getragen. Die Site wurde pro Monat von 2000 bis 3000 Nutzern besucht, insgesamt wurden mehr als 1.000 Kommentare auf der Site publiziert.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.dnk-lwb.de, www.velkd.de sowie unter www.2017gemeinsam.de.

Hannover, 18. Dezember 2014
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher des DNK/LWB

 

Statement Landesbischof Feige
Statement Landesbischof Manzke
Ergebnisse des ökumenischen Internet-Projekts

 

 

    

(Bild: VELKD, v.l.n.r.: Bischof Dr. Gerhard Feige, Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke, Landesbischof Gerhard Ulrich, Kardinal Kurt Koch, Pfarrer Martin Junge)

Seite drucken
„Den gemeinsamen Glaubensschatz wiederentdecken“
Leitender Bischof der VELKD zur Privataudienz bei Papst Franziskus - Donnerstag, 18. Dezember 2014

Hannover/Rom. „Wir sind nahe beieinander“, betonte der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), während einer Privataudienz bei Papst Franziskus, die heute im Rahmen einer mehrtägigen Romreise stattfand. Der Leitende Bischof wurde begleitet vom Catholica-Beauftragten der VELKD, Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), und von weiteren Vertretern der VELKD. Als besonderes Zeichen der Verbundenheit zwischen Lutheranern und Katholiken in Deutschland nahm auch Bischof Dr. Gerhard Feige (Magdeburg) an der Audienz teil.

Im Verlauf der rund 20-minütigen Audienz verwies Ulrich auf den fruchtbaren gemeinsamen ökumenischen Weg, den lutherische und römisch-katholische Christen seit langem miteinander gehen. So könne man dank der Impulse, die das Zweite Vatikanische Konzil ausgelöst habe, auf „fünf Jahrzehnte der Weggemeinschaft“ zurückblicken. Die Erarbeitung und Verabschiedung der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigung von römisch-katholischer Kirche und Lutherischem Weltbund habe maßgeblich dazu beigetragen, über eines der kontroversesten theologischen Themen einen „differenzierten Konsens“ herzustellen. Dieser Weg sei im vergangenen Jahr mit der gemeinsamen Veröffentlichung des Dialogdokuments „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ weitergeführt worden und habe in den letzten Monaten durch die öffentliche Diskussion des Dokuments im Internet auf der Plattform www.2017gemeinsam.de seine Fortsetzung erfahren.

Mit Blick auf die 500. Wiederkehr der Reformation sagte Gerhard Ulrich: „Für Lutheraner auf der Weltebene wie auch in Deutschland ist dabei völlig klar, dass wir diesen Weg auf das Gedenkjahr 2017 hin nur zusammen mit der römisch-katholischen Kirche gehen können.“ Ulrich regte in diesem Zusammenhang an, dass beide Kirchen weitere verbindliche Schritte und Vereinbarungen anvisieren. So könnte eine Gemeinsame Erklärung zu Kirche, Eucharistie und Amt, wie sie Kardinal Koch ins Gespräch gebracht hat, ab 2017 in Angriff genommen werden.

Als „großer Freund einer ‚wertschätzenden Erkundung‘ in Sachen Ökumene“ sei er „ausgesprochen neugierig“, Früchte und Glaubensschätze (wieder) zu entdecken. „Dazu müssen wir uns aber aufmachen – zu dem Anderen hin“, so Gerhard Ulrich.

Der Leitende Bischof und der Catholica-Beauftragte der VELKD sind im Rahmen einer Gesprächsreise vom 14. bis 18. Dezember in Rom. Neben der Privataudienz bei Papst Franziskus standen Gespräche mit dem Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre, mit dem Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen sowie mit der Botschafterin Deutschlands am Heiligen Stuhl auf dem Programm. Am 18. Dezember ab 17.30 Uhr findet in der lutherischen Christuskirche in Rom ein Pressegespräch mit den Bischöfen Ulrich und Manzke statt, um 19.00 Uhr folgt am selben Ort die Präsentation der Ergebnisse des ökumenischen Projekts „2017 gemeinsam unterwegs“. Daran schließt sich ein Podiumsgespräch zu den weiteren ökumenischen Planungen auf 2017 hin an.

Hinweis: Gerhard Ulrich ist Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD – www.velkd.de) und Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche – www.nordkirche.de) sowie qua Amt Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB – www.dnk-lwb.de).

Hannover, 18. Dezember 2014
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

Das Grusswort finden Sie unter Berichte, Predigten, Texte in der Rubrik Leitender Bischof. 

      

 (Bild: VELKD / Landesbischof Gerhard Ulrich)

Seite drucken
„Advent heißt: Mit Gott rechnen.“
Leitender Bischof der VELKD predigt in der Christuskirche in Rom - Sonntag, 14. Dezember 2014

Hannover/Rom. „Gott ist im Kommen. Er sieht, was geschieht.“ Dies sagte der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), am Sonntag, dem 14. Dezember 2014 in seiner Predigt zum 3. Advent in der evangelisch-lutherischen Christuskirche in Rom.

Ulrich thematisierte am Beispiel der den im babylonischen Exil lebenden Israeliten zuteil gewordenen Prophezeiung (Jesaja 40,1-11) die trostspendende Kraft der Verheißung von Gottes Beistand – gerade vor dem Hintergrund existenzieller Krisen und scheinbar auswegloser Situationen. Dies manifestiere sich in der Adventszeit in besonderer Weise und gebe ihr den Impuls hin zu Aufbruch und Neubeginn. „Raus aus der Depression und hinein in eine neue Zukunft mit Gott“, so Ulrich weiter.

So erneuere sich in der Adventszeit das Versprechen auf Erlösung und Heilung durch Gott: „Er kehrt sich nicht ab, sondern kehrt um – zu uns. Das traut Gott uns zu, dazu will sein Advent uns leuchten: dass wir unsere kleine Kraft nutzen, den kleinen Glauben in die Waagschale werfen. Dass wir den Bildern, den Lebensbildern des Advent, den Lichtern trauen, dass sie sich festsetzen in uns als Wegweiser durch unsere Lebenswege, als Hoffnung über den Tag hinaus!“

Bischof Ulrich ist im Rahmen einer Gesprächsreise von Vertretern der VELKD vom 14. bis 18. Dezember 2014 in Rom. Unter anderem stehen eine Privataudienz bei Papst Franziskus, Gespräche mit dem Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre, mit dem Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, der Botschafterin Deutschlands am Heiligen Stuhl sowie mit Repräsentanten der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Italien (ELKI) auf dem Programm.

Am 18. Dezember ab 19 Uhr findet ein Podiumsgespräch zum Projekt „2017 gemeinsam unterwegs“ bzw. zu den ökumenischen Planungen auf 2017 hin in der Christuskirche statt.
Für Pressevertreter besteht die Möglichkeit, am 18. Dezember 2014 um 17.30 Uhr an einem Pressegespräch und um 19 Uhr an der Podiumsveranstaltung in der Christuskirche teilzunehmen. Anmeldungen sowie weitere Informationen zu presserelevanten Terminen bitte über pressestelle@velkd.de.

Hinweis: Gerhard Ulrich ist Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD – www.velkd.de) und Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche – www.nordkirche.de) sowie qua Amt Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB – www.dnk-lwb.de)

Hannover, 14. Dezember 2014
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

Seite drucken
VELKD-Delegation zu Gesprächen in Rom
Präsentation der Ergebnisse des ökumenischen Projekts „2017 gemeinsam unterwegs“ - Dienstag, 2. Dezember 2014

Hannover. Eine Delegation der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) ist zu Gesprächen mit Vertretern der evangelisch-lutherischen und der römisch-katholischen Kirche vom 14. bis 18. Dezember in Rom. Schwerpunkte der Gesprächsreise sind die Begegnung des Leitenden Bischofs, Landesbischof Gerhard Ulrich, und des Catholica-Beauftragten, Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke, mit dem Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch, eine Privataudienz bei Papst Franziskus, ein Gespräch mit dem Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, die Präsentation der Ergebnisse des ökumenischen Projektes „2017 gemeinsam unterwegs“ im Rahmen einer öffentlichen Podiumsveranstaltung sowie Gespräche mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Italien (ELKI). Am Sonntag, den 14. Dezember um 10 Uhr wird der Leitende Bischof der VELKD, Gerhard Ulrich, die Predigt im Gottesdienst in der Evangelisch-lutherischen Christuskirche Rom (Via Sicila 70, 00187 Rom) halten. Zudem finden Gespräche mit der Deutschen Botschaft vom Heiligen Stuhl sowie mit der Gemeinschaft Sant´Egidio statt.

Am Podiumsgespräch zum ökumenischen Projekt „2017 gemeinsam unterwegs“ am Donnerstag 18. Dezember um 19 Uhr in der Christuskirche nehmen von evangelischer Seite der Catholica-Beauftragte Karl-Hinrich Manzke und der Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes, Pfarrer Martin Junge, sowie von katholischer Seite Kardinal Kurt Koch und Bischof Dr. Gerhard Feige teil. Zum einen werden die Ergebnisse des Projekts „2017 gemeinsam unterwegs“ präsentiert und erste Folgerungen daraus gezogen, zum anderen wird der Fragestellung „Wie können wir 2017 gemeinsam als Christusfest feiern?“ nachgegangen. Grundlage für „2017 gemeinsam unterwegs“ ist das im Jahr 2013 vom LWB und vom päpstlichen Einheitsrat publizierte Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft. Gemeinsames lutherisch-katholisches Reformationsgedenken im Jahr 2017“.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.velkd.de sowie unter www.2017gemeinsam.de. Für Pressevertreter besteht die Möglichkeit, am 18. Dezember 2014 um 17.30 Uhr an einem Pressegespräch und um 19 Uhr an der Podiumsveranstaltung in der Christuskirche teilzunehmen. Anmeldungen sowie weitere Informationen zu presserelevanten Terminen bitte über pressestelle@velkd.de.

Hannover, 2. Dezember 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Seite drucken
Ökumene-Bischöfe sehen gemeinsamen Weg auf 2017 zu
Abschluss des ökumenischen Internetprojekts – Symposium zu den Ergebnissen in Rom - Montag, 24. November 2014

Hannover. Der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), und der Vorsitzende der Ökumene-Kommission der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gerhard Feige (Magdeburg), haben das ökumenische Internetprojekt “2017 gemeinsam unterwegs“ mit einem gemeinsamen Statement beendet.

Feige und Manzke würdigen die große Resonanz auf die Website www.2017gemeinsam.de, die seit April dieses Jahres für das lutherisch/römisch-katholische Dialogdokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ geworben hat. Rund 15.000 Nutzer besuchten die Seite und die dort zu dem Text publizierten Statements von 62 bekannten Personen aus Gesellschaft und Kirche. „Diese Beteiligung imponiert uns, und wir danken allen Besucherinnen und Besuchern der Internetseite – vor allem jenen, die einen der weit über 1.000 Kommentare hinterlassen haben. Besonders freut uns, dass sich evangelische und katholische Christen gleichermaßen beteiligt haben.“

„Die Frage, was wir 2017 gemeinsam machen wollen, wird in Deutschland und auf internationaler Ebene lebhaft diskutiert. Wird es ein Gedenken oder eine Feier sein?“, fragen die beiden Ökumeniker. Dabei sei das Interesse deutlich geworden, „über die Konfessionsgrenzen hinweg darüber ins Gespräch zu kommen, was wir in den zurückliegenden 50 Jahren ökumenisch erreicht haben und wie wir uns gemeinsam auf 2017 vorbereiten“. Auf manche Fragen sei keine abschließende Antwort zu geben. Die Besucher der Internetseite hätten aber „mit ihren Kommentaren durchaus kritisch die Finger in die Wunden gelegt“. Auch vor Ort gebe es viele Möglichkeiten, ökumenisch ins Gespräch zu kommen und zusammenzuarbeiten. „Lassen Sie uns auf dem Weg nach 2017 gemeinsam unterwegs sein“, so Feige und Manzke.

Das Statement von Manzke und Feige kann unter www.2017gemeinsam.de nachgelesen werden. Die Internetseite bleibt online erreichbar, Kommentare sind nicht mehr möglich. Die erfolgten Statements, Diskussionen und Kommentare werden im Rahmen eines Symposiums am 18. Dezember in Rom an den Lutherischen Weltbund und an den Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen überreicht. Das Projekt „2017 gemeinsam unterwegs“ wurde vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes und vom Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn getragen. Grundlage war das lutherische-katholische Dialog-Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft. Gemeinsames lutherisch-katholisches Reformationsgedenken im Jahr 2017“.

Hinweis: Das Internetprojekt www.2017gemeinsam.de bleibt bis auf Weiteres online, Kommentare sind nicht mehr möglich.

Hannover, 24. November 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher des DNK/LWB

Seite drucken
Ordnung der gottesdienstlichen Lese- und Predigttexte geht in die Erprobungsphase
Rund 5.000 Gemeinden beteiligen sich - Dienstag, 18. November 2014

Hannover. Die von der Evangelischen Kirche in Deutschland neu gefasste Ordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte, die sogenannte Perikopenordnung, geht mit dem ersten Adventssonntag in eine einjährige Erprobungsphase. Über 10.000 Probelektionare sind von den Landeskirchen angefordert worden. Demnach beteiligen sich schätzungsweise mehr als 5.000 Gemeinden an der Erprobung. Die Kirchengemeinden können die neue Ordnung im Verlauf eines Kirchenjahres in ihren Gottesdiensten verwenden und Veränderungs- und Ergänzungsvorschläge an ihre jeweilige Landeskirche geben. Online können Rückmeldungen auf der Website www.perikopenrevision.de gegeben werden. Die Ergebnisse gehen in eine weitere Überarbeitung ein, sodass die revidierte Ordnung der Lese- und Predigttexte im Herbst 2017 beschlossen und zum Ersten Advent 2018 eingeführt werden kann. Der zur Erprobung vorliegende Entwurf wurde in gemeinsamer Verantwortung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Union Evangelischer Kirchen (UEK) und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) erarbeitet.

Die Neuordnung zielt darauf, den Reichtum biblischer Worte, Bilder und Geschichten angemessen zu berücksichtigen. Der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich, zeigt sich erfreut, dass bekannte Erzählungen wie Jakobs Kampf am Jabbok oder Jesu Ringen in Gethsemane nun einen Platz gefunden haben. „Im Kernbereich des kirchlichen Lebens erschließen wir unsere Tradition neu.“ Insgesamt ist der Anteil alttestamentlicher Lesungen von bisher einem Fünftel auf rund ein Drittel der Gesamttexte gestiegen. Erstmals sind auch Psalmen als Grundlage für Predigten vorgesehen. Gleichzeitig wurden alle Texte auf ihre Eignung für die Lesung im Gottesdienst und für die Predigt geprüft. Bewährtes, wie die prägende Reihe der Leseevangelien, wurde fortgeschrieben. So sind rund 82 Prozent der bisherigen Texte, allerdings in neuer Anordnung, erhalten geblieben. Die sechs Reihen der Predigttexte sollen künftig aus Evangelien, Episteln und Altem Testament gemischt sein.

Kirchenpräsident Christian Schad, Vorsitzender des Präsidiums der UEK, begrüßt diesen Schritt: „Dass die Textsorte künftig von Woche zu Woche wechselt, erleichtert den Predigenden ihre Arbeit. Ich glaube, dass es ihre Lust am Predigen steigern wird. Und auch die Gottesdienstgemeinden werden die größere Abwechslung begrüßen.“

Weiterhin wurde der Bezug zu aktuellen Themen wie z. B. Arbeit und Freizeit, Schöpfung und Gerechtigkeit berücksichtigt. Dazu wurden „Text-Themen-Felder“ zusammengestellt, die eine Auswahl für Schwerpunktsetzungen vor Ort anbieten. Darüber hinaus führt die Neuordnung die bewährte und in seiner Struktur seit Jahrhunderten vertraute Prägung des Kirchenjahres fort. Deutliche Veränderungen sind hingegen bei der Ordnung der Wochenlieder vorgeschlagen.

Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, erwartet sich von der Neufassung eine weitere Bereicherung des gottesdienstlichen Lebens: „Die Perikopenordnung bietet einen wesentlichen Impuls für die Gemeinden, zu einer lebendigen Debatte über die Bibel im Gottesdienst zu kommen. Ich freue mich darauf, künftig über die in der Ordnung neu aufgenommenen Texte zu predigen“, so Bedford-Strohm.

Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Perikopenrevision, Prof. Dr. Alexander Deeg, hebt im Blick auf die etwa zweijährige Erarbeitungsphase hervor, „dass sich immer wieder zeigte, wie anregend und schön es ist, mit biblischen Texten zu arbeiten und das Wechselspiel unterschiedlicher Texte im Klangraum der Sonn- und Feiertage zu reflektieren“.

Der Beschluss zur Erarbeitung einer erneuerten Perikopenordnung war 2011 gefasst worden.

Hinweis: Weitere Informationen und Materialien zur Perikopenrevision finden sich unter unserer Rubrik Perikopenrevision sowie auf der Internetseite www.perikopenrevision.de.

Hannover, 18.November 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

 

Seite drucken
Chatandacht und Gedenkseiten: Online der Verstorbenen gedenken
Trauernetz.de macht zum sechsten Mal Angebote zum Ewigkeitssonntag - Freitag, 14. November 2014

Hannover. Am Ewigkeitssonntag gedenken Christinnen und Christen in Gottesdiensten ihrer Verstorbenen und befehlen sie Gott an. Neben der Ortsgemeinde bietet die evangelische Kirche im Internet einen Raum, wo Menschen ihre Trauer vor Gott aussprechen können. Bereits zum sechsten Mal seit 2009 findet auf www.trauernetz.de am Ewigkeitssonntag, 23. November 2014, um 18 Uhr eine Chatandacht statt.

Ab sofort ist unter www.trauernetz.de ein Trauerbuch geschaltet, in das bis zum Ewigkeitssonntag die Namen von Verstorbenen eingetragen werden können. Während der Online-Andacht werden die Namen der Verstorbenen im Chat eingeblendet, im Anschluss beten die Chatteilnehmerinnen und -teilnehmer gemeinsam das Vaterunser und bitten um Gottes Segen.

Bei den Online-Andachten in den letzten Jahren wurde dieses Angebot besonders von Menschen wahrgenommen, deren Angehörige oder Freunde vor längerer Zeit gestorben sind. Auch wenn die Gemeinde der Verstorbenen zu weit vom Wohnort der Angehörigen entfernt ist, um dort am Ewigkeitssonntag am Gottesdienst teilnehmen zu können, bietet die Chatandacht im Internet eine Möglichkeit, so namentlich der Toten zu gedenken.

In evangelischen Gottesdiensten werden am letzten Sonntag jedes Kirchenjahres die Namen der im Kirchenjahr verstorbenen Gemeindeglieder verlesen und die Gemeinde schließt sie und ihre Angehörigen in die Fürbitte ein. Was in den Gemeindegottesdiensten guter Brauch ist, wird über die Form des Chats so auch online möglich auf www.trauernetz.de.

Trauer- und Gedenkkultur im Wandel

„Auch die Trauer- und Gedenkkultur verändert sich durch die Digitalisierung unserer Gesellschaft. Online-Angebote wie das Trauernetz.de ersetzen nicht, sondern bereichern herkömmliche Orte für Trauer. Der Bildschirm stiftet eine ganz eigene Form von Nähe, die digitale Kommunikation vernetzt Menschen über räumliche Distanzen hinweg. Dass dies trotz der Rasanz des Internets möglich ist, hat das Trauernetz als Angebot der evangelischen Kirche seit vielen Jahren bewährt“, fasst Dr. Georg Raatz, Seelsorgereferent im Amt der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), die Erfahrungen aus der Arbeit auf www.trauernetz.de zusammen.

Deshalb hat sich der Herausgeberkreis entschlossen, auch Online-Gedenkseiten für Verstorbene anzubieten. Dieses Angebot wird zum Ewigkeitssonntag freigeschaltet. Ab dann können Angehörige oder Freunde für Verstorbene eine Gedenkseite anlegen. Datenschutz ist dabei wichtig, deshalb kann jeder beim Einrichten einer Gedenkseite entscheiden, ob diese privat oder öffentlich ist. Unter gedenkseiten.trauernetz.de können Freunde und Bekannte online eine Kerze anzünden oder ein kurzes Wort an die Angehörigen richten.

Mehr dazu: http://theonet.de/2012/11/27/rueckblick-auf-chatandacht-gott-kennt-alle-unsere-namen/

Hinweis: www.trauernetz.de ist ein Online-Projekt der Evangelischen Kirche im Rheinland in Kooperation mit der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) sowie der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.

Hannover, 14. November 2014
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

Seite drucken
Leitender Bischof der VELKD gratuliert neuem Ratsvorsitzenden der EKD
Kontinuierliche Zusammenarbeit und verbindliches Miteinander - Dienstag, 11. November 2014

Hannover. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat dem Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm (München), zu dessen Wahl gratuliert.

„Zu Deiner Wahl zum Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland gratuliere ich Dir im Namen der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche sehr herzlich. Es freut mich, dass Du das Vertrauen der Synode der EKD erhalten hast, die evangelische Kirche im kommenden Jahr an entscheidender Stelle mitgestalten zu können“, schreibt Ulrich.

„Nicht nur ich schätze insbesondere Deine hohe kommunikative Kompetenz sowie unser brüderliches und verbindliches Miteinander. Du bist jemand, der gut auf die Menschen zugehen, sie mitnehmen und einbinden kann. Zudem bin ich froh, dass Du sowohl großes Verständnis als auch umfangreichen Sachverstand für die ökumenischen Belange der christlichen Kirchen hierzulande und weltweit mitbringst.“ Bei dem neuen Ratsvorsitzenden komme hinzu, dass er als ausgewiesener systematischer Theologe aktuelle Impulse für sozialethische Problemstellungen sowie für Fragen der Öffentlichen Theologie geben könne. „Du bist sowohl ein schneller Denker als auch ein guter Zuhörer und verstehst es, theologische Sachverhalte verständlich zu kommunizieren.“

Der Leitende Bischof freue sich auf die Kontinuität in der Gemeinschaft der VELKD- Bischofskonferenz und der EKD-Kirchenkonferenz sowie auf die Weiterarbeit an der Fortentwicklung des Verbindungsmodells, die mit dem neuen Ratsvorsitzenden „in vertrauensvoller Art und Weise“ geschehen werde.

Hinweis: Gerhard Ulrich ist Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD – www.velkd.de) und Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche – www.nordkirche.de).

Hannover, 11. November 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Seite drucken
DNK/LWB: Staatsministerin Özoğuz: „Versöhnte Verschiedenheit“ im Zusammenleben der Kulturen
ÖRK-Generalsekretär und Staatsministerin zum Umgang mit Unterschieden - Montag, 10. November 2014

Hannover. Das Prinzip der „versöhnten Verschiedenheit“ hat nicht nur für Katholiken und Lutheraner Vorbildcharakter, sondern „ist auch für Deutschland als Einwanderungsland insgesamt beispielhaft“, schreibt die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoğuz (MdB), auf der Internetseite des ökumenischen Projekts www.2017gemeinsam.de. Dabei gehe es um das Zusammenleben mit Menschen anderer Religionen und den Respekt, den man füreinander aufbringe. Der Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ habe eine nationale Debatte hervorgebracht, „die irgendwie dann doch nicht zu Ende geführt“ wurde. Es sei die Frage zu beantworten, aus welcher Perspektive heraus man auf andere schaue. „Es kann einen Unterschied machen, ob als Christ, als Atheist, als Jude oder als Buddhist. Wo und wann sprechen wir gemeinsam darüber?“ Sich selbst und andere ernst zu nehmen und „Religionen nicht als Gefahr zu begreifen, kann nur erarbeitet werden“, so Özoğuz.

Zur Frage „Wie viel Unterschied halten wir aus?“ äußert sich auch der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen in Genf, Pastor Dr. Olav Fykse Tveit. „Alle Kirchen in der ökumenischen Bewegung sind sich einig, dass die Einheit, die wir suchen, nicht Uniformität bedeutet. Aber die Frage, wie weit die Verschiedenheit gehen kann, wird unterschiedlich beantwortet.“ Daher sollte man das Urteil über die Lehren und das Leben anderer Gott überlassen. „Unterschiede sind auszuhalten, solange sie dem göttlichen Prinzip der Liebe und des Lebens der Menschen und der übrigen Schöpfung nicht widersprechen“, so Tveit.

Beide Statements können unter www.2017gemeinsam.de nachgelesen und kommentiert werden. Hier äußern sich noch bis zum 24. November 2014 wöchentlich jeweils zwei Personen des öffentlichen Lebens zu wechselnden Fragestellungen. In dieser Woche steht die Frage „Wie viel Unterschied halten wir aus?“ im Mittelpunkt. Das interaktive Internetprojekt „2017 gemeinsam unterwegs“ basiert auf dem ökumenischen Dialog-Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft. Gemeinsames lutherisch-katholisches Reformationsgedenken im Jahr 2017“. Das Projekt wird vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes und vom Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn getragen.

Hinweis: Das Internetprojekt ist unter der Adresse www.2017gemeinsam.de zu erreichen. Weitere Informationen unter www.dnk-lwb.de und www.moehlerinstitut.de.

Hannover, 10. November 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher des DNK/LWB

Seite drucken
7. und letzte Tagung der 11. Generalsynode der VELKD beendet
Präsident Hartmann dankt Synodalen für engagierte Arbeit - Samstag, 8. November 2014

Hannover/Dresden. Mit einem Rückblick hat der Präsident der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Prof. Dr. Dr. h. c. Wilfried Hartmann (Hamburg), die 7. und letzte Tagung der 11. Generalsynode beschlossen. „Ich danke Ihnen für ihre engagierte und kreative Mitarbeit in den zurückliegenden sechs Jahren der Generalsynode“, sagte er zu den Synodalen gewandt. „Sie haben nicht nur die reguläre Arbeit wie Haushalt und Gesetzgebung bewältigt, eine Vielzahl von Impulsen für Gliedkirchen und Kirchengemeinden gegeben – ich erinnere an Agenden, die Brotgeschichten, Anregungen für das Reformationsjubiläum –, sondern darüber hinaus mit unglaublichem Einsatz die weitere Gestaltung des Verbindungsmodells zur vertieften und vertrauensvollen Kooperation mit der EKD und der UEK befördert.“

Dies alles sei in einer Situation geleistet worden, die sich von früheren Generalsynoden deutlich unterschieden habe. Zahlenmäßig weniger Synodale mussten bei verkürzter Synodendauer und einer Vielzahl zusätzlicher Ausschusssitzungen mehr Arbeit bewältigen. An den Ergebnissen der diesjährigen Synode ließe sich das exemplarisch aufzeigen. Bei nicht einmal zwei Sitzungstagen wurden nicht nur Gesetze und Haushaltsfragen bearbeitet, in Abstimmung mit EKD und UEK ein Leitbeschluss für die gemeinsame Arbeit verabschiedet, das gemeinsame Thema zur Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft im Blick auf einen gemeindebezogenen Wettbewerb präzisiert und der Leitende Bischof wiedergewählt.

„Dass wir dazu in der Lage sind, verdanken wir zu einem großen Teil der klaren Orientierung unserer Arbeit an unserem Bekenntnis, dessen Grundlage das Evangelium ist, vorrangig bezeugt im Kleinen Katechismus und der Augsburger Konfession, an der Verpflichtung, die in Barmen bezeugte Gemeinschaft zu wahren und zu fördern, sowie an der engen Verbindung mit den Kirchen des Lutherischen Weltbundes, der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa und der weltweiten Christenheit“, sagte Hartmann. Dies habe dazu geholfen, dass die Anforderungen nicht zu einem Alptraum wurden, „sondern als Schritte auf einem hoffnungsvollen Weg in die Zukunft gesehen werden konnten“.

„Ich danke für Ihre Mitarbeit in sechs ereignisreichen Jahren, in dem gemeinsamen Bemühen gemäß Kapitel 4 Vers 17 des Kolosserbriefes zu handeln: ,Sieh auf das Amt, das du empfangen hast in dem Herrn, dass du es ausfüllst‘“, resümierte Hartmann.

Das Schwerpunktthema „Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft“ soll laut Beschluss der Generalsynode mit der Ausschreibung eines Wettbewerbs in die Kirchengemeinden getragen werden. Bis Juli 2015 können Beiträge zur digital gestützten Arbeit von Gemeinden eingereicht werden. Im Weiteren hat die Generalsynode der VELKD Entschließungen zu den Berichten gefasst, ein agendarisches Formular zur Verpflichtung von Synodalen verabschiedet, die Jahresrechnung 2013 festgestellt sowie den Doppelhaushalt 2015/2016 beschlossen.

Die 11. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hatte sich im Frühjahr 2009 in Würzburg konstituiert. Die nächste, 12. Generalsynode der VELKD wird vom 30. April bis 1. Mai 2015 ebenfalls in Würzburg zu ihrer konstituierenden Tagung zusammenkommen. Die erste reguläre Tagung wird vom 5. bis 7. November 2015 in Bremen stattfinden.

Dresden, 8. November 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Seite drucken
Römisch-katholische Kirche im Aufbruch
Erster Synodenbericht des Catholica-Beauftragten Karl-Hinrich Manzke - Samstag, 8. November 2014

Hannover/Dresden. Der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), hat in seinem Bericht vor der in Dresden tagenden Generalsynode die gegenwärtig zu beobachtenden Aufbrüche in der katholischen Kirche gewürdigt. Dazu gehörten insbesondere die diesjährige außerordentliche Bischofssynode zu Fragen von Ehe und Familie sowie das päpstliche Sendschreiben „Evangelii gaudium“. Darin beeindrucke insbesondere, „dass der Papst mit den Texten des Zweiten Vatikanischen Konzils den Reformbegriff innerhalb der katholischen Kirche rehabilitiert und ihm ein großes und bemerkenswertes Gewicht gibt“. Hinzu komme der ausdrückliche Bezug auf Christus als Zentrum kirchlich-theologischer Reformen. „Es beeindruckt mich, dass der Bischof von Rom in wünschens¬werter Deutlichkeit in seinem Sendschreiben jede Gestalt von Kirche und alle Äußerungen des kirchlichen Lebens daran messen will, inwieweit sie das christliche Zeugnis in der Welt – im Sinne einer überzeugenden und den Menschen zugewandten Liturgie und Diakonie – klar zur Geltung bringen.“ In diesem Zusammenhang sei ein erneuertes Missionsverständnis wahrzunehmen, das die evangelisch-lutherischen Kirchen weltweit und die römisch-katholische Kirche miteinander verbinde. Es sei gut, auf „prophetische und markante Stimmen aus der weltweiten Kirche“ zu hören, so Manzke. So sei es durchaus gerechtfertigt, die Probleme der Weltwirtschaft „aus der Perspektive der globalen Ausgrenzung“ und nicht nur der deutschen sozialen Marktwirtschaft zu beurteilen.

Aufbruch und Christusbezogenheit seien auch für die ökumenische Gestaltung des Reformationsjubiläums 2017 leitend. „Genaues Hinhören ist für den Weg auf 2017 hin für uns evangelische Kirchen, die wir die ökumenischen Partner, besonders auch aus dem Katholizismus, als Gäste dabei haben wollen, eine ganz wichtige Grundhaltung.“ Auf evangelischer Seite sei zu klären, „wozu und in welcher Form der Gemeinschaft die ökumenischen Partner für 2017 eingela¬den sind“. Auf katholischer Seite gebe es „ermutigende Beispiele“ für das ökumenische Miteinander. Dazu gehörten die Einladung der katholischen deutschen Bistümer zur gemeinsamen Feier anlässlich 50 Jahre Ökumenismus¬dekret des Zweiten Vatikanischen Konzils am 21. November, die Einrichtung einer Projektstelle „Ökumene vor dem Reformationsgedenken 2017“ bei der katholischen Deutschen Bischofskonferenz sowie ein in diesem Jahr in Erfurt durchgeführtes Symposium unter dem Titel „Luther. Katholizität und Reform“.

In diesem Zusammenhang wies Manzke auf das ökumenische Internetprojekt www.2017gemeinsam.de hin. Das Projekt, das auf dem Dialog-Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft. Gemeinsames lutherisch/katholisches Reformationsgedenken im Jahr 2017“ basiere, gebe zum ersten Mal die Möglichkeit, „dass ein ökumenischer Text auf einer so breiten Basis ökumenisch kommentierbar ist und dass evangelische und katholische Christen gemeinsam um ihre Meinung gefragt werden“, so der Catholica-Beauftragte. Noch bis Ende November könne das Dokument online gelesen, kommentiert und diskutiert werden. Die Ergebnisse sollen im Dezember an den Lutherischen Weltbund und den Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen überreicht werden.

Zum Abschluss gab Manzke der Hoffnung Ausdruck, dass die Kirchen voneinander lernen können, um aus ihrer Selbstbezogenheit herauszukommen. „So werden sie wirklich gemeinsam und vertrauensvoll miteinander unterwegs sein können, damit angesichts des bevorstehenden 500. Jahrestages der Reformation das Evangelium von Jesus Christus ganz im Mittelpunkt ihres gemein¬samen Zeugnisses steht.“

Es war der erste Bericht von Karl-Hinrich Manzke als Catholica-Beauftragter vor der Generalsynode der VELKD und Gästen aus der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen (UEK).

Hinweis: Der Text des Catholica-Berichts steht zum Download zur Verfügung.

Dresden, 8. November 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Catholica Bericht Dresden 2014 169,04 kbSeite drucken
VELKD schreibt Wettbewerb zur digitalen Kommunikation aus
Bewerbungen von Kirchengemeinden bis Sommer 2015 möglich - Samstag, 8. November 2014

Hannover/Dresden. Die Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) schreibt einen Wettbewerb zu Projekten digitaler Kommunikation aus. Kirchengemeinden und kirchliche Gruppen können Projekte einreichen, die sie in den Bereichen Audio oder Video, Social Media wie beispielsweise Blog, Facebook und Twitter oder im Bereich Cross-Media durchgeführt haben. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Arbeit von Kirchengemeinden oder kirchlichen Gruppen mit digitalen Medien darzustellen und bekannt zu machen. Die Generalsynode gibt damit einen Impuls, die Möglichkeiten digitaler Medien zur Kommunikation des Evangeliums auszuloten und anzuwenden. Es werden drei Preise in Höhe von 2.000, 1.000 und 500 Euro ausgelobt.

Die eingereichten Projekte müssen innerhalb des Zeitraums von Januar 2014 bis Juni 2015 stattgefunden haben. Die Projekte sollen niedrigschwellige Angebote zur Kommunikation des Evangeliums und kurz- bis mittelfristig angelegt sein, sich dialogisch an bestimmte Zielgruppen wenden sowie von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern gemeinsam verantwortet werden.

Die Projekte sind für die Bewerbung digital aufzubereiten und an die VELKD (pressestelle@velkd.de) einzureichen. Die Jury setzt sich aus dem Präsidenten sowie zwei weiteren Vertretern der Generalsynode, dem Pressesprecher der VELKD sowie Professorin Ilona Nord zusammen. Die Preisverleihung soll im Rahmen der Generalsynode der VELKD vom 5. - 7. November 2015 in Bremen stattfinden.

Dresden, 8. November 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Seite drucken
Wahl des Leitenden Bischofs der VELKD
Gerhard Ulrich geht in zweite Amtsperiode - Freitag, 7. November 2014

Hannover/Dresden. Die Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat am heutigen Freitag, 7. November 2014, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin) als Leitenden Bischof der VELKD wiedergewählt. Eine Wahl des Leitenden Bischofs findet alle drei Jahre statt. Ulrich wurde 2011 zum ersten Mal zum Leitenden Bischof gewählt.

Gerhard Ulrich dankte den Synodalen und sagte: „Ich danke Ihnen für ihr großes Vertrauen, das sie mir in den zurückliegenden drei Jahren und nun erneut bei der heutigen Wahl entgegengebracht haben. Ich freue mich, dass ich die vielfältige und vielschichtige Aufgabe des Leitenden Bischofs für eine weitere Amtsperiode wahrnehmen darf. Zugleich hoffe ich, dass ich den Erwartungen und Ansprüchen, die nicht nur von ihnen, sondern auch von anderen Seiten an mich herangetragen werden, soweit wie möglich gerecht werden kann.“ Ein Schwerpunkt seiner Arbeit werde weiterhin die theologische Ausrichtung der VELKD sein. „Ich habe mich immer dafür eingesetzt, die theologischen, liturgischen, gemeinde-pädagogischen und ökumenischen Arbeitsbereiche der VELKD stark zu machen.“ Zudem sei die evangelisch-lutherisch ausgerichtete Arbeit der VELKD notwendig, „um ein gesundes Maß an protestantischer Pluralität in Deutschland nicht nur wahrnehmen, sondern auch aufrecht erhalten zu können“, so Ulrich. „Durch unsere Beziehungen zu den lutherischen Kirchen in anderen Ländern sind wir an der Vernetzung beteiligt, für die auch die Arbeit des Lutherischen Weltbundes steht.“

Gerhard Ulrich (63) studierte an der Universität Hamburg Evangelische Theologie. Nach Pfarrstellen in Barsbüttel und Hamburg-Wellingsbüttel war er als Mentor in der Vikariatsausbildung tätig. 1991 wurde er Direktor des Prediger- und Studienseminars in Preetz, fünf Jahre später Propst des Kirchenkreises Angeln. 2008 wurde Ulrich zum Bischof im damaligen Sprengel Schleswig und Holstein gewählt. In der Zeit von 2009 bis 2011 war er stellvertretender Leitender Bischof der VELKD. Seit Juni 2013 ist er erster Landesbischof der Nordkirche und Vorsitzender der Ersten Kirchenleitung.

Der Leitende Bischof ist der erste Geistliche der VELKD. Er hat das Recht, auf allen Kanzeln der Gliedkirchen der VELKD zu predigen. Er führt den Vorsitz in der Kirchenleitung und in der Bischofskonferenz. In Personalunion übt er das Amt des Vorsitzenden des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes aus.

Die Wahl eines stellvertretenden Leitenden Bischofs/einer stellvertretenden Leitenden Bischöfin nimmt die Bischofskonferenz aus dem Kreis ihrer Mitglieder vor. Die Bischofskonferenz hat sich darauf verständigt, im Falle der Wahl von Gerhard Ulrich zum Leitenden Bischof erneut Landesbischöfin Ilse Junkermann (Magdeburg) zur stellvertretenden Leitenden Bischöfin zu wählen.

Hinweis: Gerhard Ulrich ist Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD – www.velkd.de) und Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche – www.nordkirche.de).

Ein Portraitfoto von Gerhard Ulrich kann unter www.velkd.de/downloads/Leitender_Bischof_Ulrich.jpg heruntergeladen werden und unter Angabe der Quelle VELKD lizenzfrei verwendet werden.

Dresden, 7. November 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Seite drucken
Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft
Thementag auf der 11. Generalsynode der VELKD - Freitag, 7. November 2014

Hannover/Dresden. Die Hamburger Praktische Theologin, Prof. Dr. Ilona Nord, hat sich vor der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), für ein stärkeres Engagement der Kirche in der digitalen Gesellschaft ausgesprochen. „Es gibt ein allgemeines Bedürfnis nach Kommunikation zu religiösen Themen; gerade das Internet scheint ein gern genutztes Medium hierfür zu sein.“ Zwar sei festzuhalten, „dass die Verbreitung von online-Kommunikationen znächst weder allein fortschrittsoptimistisch als neues Heilsmittel zu feiern noch als Beschleunigungs- und Entfremdungsmaschinerie zu verteufeln“ sei. Medien zeitigten, wie alle kulturellen Errungenschaften menschlicher Zivilisationen, ambivalente Wirkungen und bedürften der gesellschaftlichen und kulturellen Deutung und Regulierung. Dennoch würden die neuen medialen Möglichkeiten die Kommunikation bereichern, und sollten nicht nur als Verdrängung der face-to-face-Kommunikation begriffen werden. Auch diese sei nicht frei von Ambivalenzen, „sondern wurde und wird häufig als ein Instrument der Kontrolle eingesetzt“. Zudem sei zu beobachten, dass die face-to-face-Kommunikation medial inszeniert werde. „Politikerinnen reisen in Krisenregionen, Regierungschefs treffen sich, um öffentlich zu kommunizieren, dass sie nun ganz dicht dran sind und sich kümmern werden.“

In diesem Zusammenhang stelle sich die Frage, wie die Kommunikation des Evangeliums den gegenwärtigen medialen Bedingungen gerecht werden könne. Das Evangelium sei schon immer an Medien gebunden. „Alle Glaubenserlebnisse basieren auf medialer Vermittlung, sei es durch die Schrift, sei es durch die Sakramente oder sei es durch die Medien der Kommunikation, die mit der Sprache im Gespräch genutzt werden.“ Die evangelische Kirche habe gute Gründe, „Religion(en) in mediatisierten Welten zu entdecken, sie zu ‚teilen‘ und mit anderen Kooperationspartnerinnen und -partnern selbst herzustellen sowie nicht zuletzt sie auch kritisch zu reflektieren und zu beforschen“, so Nord. Tatsächlich sei kirchliches Leben längst von online-Kommunikationen durchzogen, und sowohl in der einzelnen Gemeinde wie auf weiteren Ebenen kirchlicher Organisation seien Internet-basierte Netzwerkstrukturen zahlreich nachweisbar. „Kirchen sind Akteurinnen innerhalb digitalisierter Gesellschaften.“ Von daher sei eine medial ausgerichtete Kommunikation des Evangeliums keinesfalls als Anpassung des Evangeliums an die Gesellschaft zu verstehen.

„Vielmehr liegt hier sowohl für Kirchen als auch für Theologien eine Chance bereit: die eigene Medienkompetenz zu schärfen, sie innerhalb der Wahrnehmung von Kirche und Theologie zu verankern sowie sich auf dieser Grundlage öffentlich relevant für eine lebensdienliche Gestaltung der digitalen Gesellschaft einzusetzen.“

Der Vortrag von Ilona Nord wurde von drei Praxisbeispielen flankiert: das Projekt „Global Young Reformers Network“ des Lutherischen Weltbundes, der Video-Youtube-Kanal der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern sowie die Vernetzung von Pastoren in der Evangelischen Kirche am La Plata, Südamerika. Am Rande des Plenums bestand die Möglichkeit, sich über den Relaunch der Internetseite der VELKD sowie über das ökumenische Internetprojekt www.2017gemeinsam.de zu informieren.

Dresden, 7. November 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Seite drucken
Generalsynode der VELKD beschließt Fortentwicklung des Verbindungsmodells
„Arbeitsteilig und komplementär“ - Freitag, 7. November 2014

Hannover/Dresden. Die 11. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat auf ihrer 7. Tagung die Fortentwicklung des Verbindungsmodells von Evangelischer Kirche in Deutschland (EKD) und VELKD beschlossen. Der Beschluss liegt in gleicher Weise auch der Synode der EKD sowie der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen (UEK) vor. Die gemeinsame Beschlussvorlage sieht vor, die konfessionellen Bünde UEK und VELKD in ihrer Eigenständigkeit zu erhalten, zugleich aber die Zusammenarbeit auf der Prozess-, Struktur- und Organisationsebene zu verstärken. Insgesamt geht es um die „Fortentwicklung des Verbindungsmodells hin zu vertiefter und verdichteter Gemeinschaft von EKD, UEK und VELKD in der EKD“, so der Beschluss.

Die Synoden kommen zudem im „Verständnis von der ekklesialen Funktion der EKD als Kirche, in der die Gemeinschaft der Gliedkirchen zum Ausdruck kommt“, überein. Dabei stehe die EKD für die Einheit der Gliedkirchen und der gliedkirchlichen Zusammenschlüsse unter den Bedingungen konfessioneller Pluralität. „Die EKD anerkennt und achtet die in ihr lebendigen Bekenntnistraditionen und ermöglicht deren gemeinschaftliches Handeln.“ Die konfessionellen Bünde „regeln ihre Angelegenheiten eigenständig und dienen damit zugleich der Gemeinschaft in der EKD. Sie arbeiten arbeitsteilig und komplementär.“ Die Identität der VELKD komme in den Handlungsfeldern Theologie, Gemeinde, Liturgie und Ökumene zum Ausdruck.

Das Verbindungsmodell soll insbesondere hinsichtlich einer gemeinsamen Themensteuerung im Sinne einer „vertieften Kooperation und Koordination“ fortentwickelt werden. Beabsichtigt ist eine engere personelle Verzahnung zwischen dem Rat der EKD und der Kirchenleitung der VELKD sowie zwischen den Kammern und Ausschüssen. Die Anerkenntnis der EKD als Kirche werde eine Grundordnungsänderung nach sich ziehen, der die Gliedkirchen zustimmen müssten. Für die verbundenen Synoden gilt: „Die Personenidentität von EKD-Synodalen und Mitgliedern der Vollkonferenz der UEK bzw. der Generalsynode der VELKD hat sich bewährt und wird weitergeführt.“ Die zukünftige Arbeit der Generalsynode soll sich auf die legislativen und legitimierenden Funktionen konzentrieren. Die weitere Zusammenführung der Ämter der gliedkirchlichen Zusammenschlüsse mit dem Kirchenamt der EKD wird in einem Organisationsentwicklungsprozess umgesetzt, der im Frühjahr 2016 abgeschlossen sein soll.

Dresden, 7. November 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Seite drucken
Bericht des Leitenden Bischofs vor der 11. Generalsynode der VELKD
Pluralität gehört zum Protestantismus - Donnerstag, 6. November 2014

Hannover/Dresden. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), hat sich in seinem Bericht vor der in Dresden tagenden Generalsynode für den Beschluss zur Fortentwicklung des Verbindungsmodells zwischen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Union Evangelischer Kirchen (UEK) und der VELKD ausgesprochen. „Wir brauchen einen gleichlautenden Beschluss in allen drei Gremien, wir haben deshalb eine hohe Verantwortung.“ In der weiteren Zusammenarbeit komme es darauf an, „eine gute Balance von Eigenständigkeit und Dienstbarkeit“ zu wahren.

Mit der Anerkenntnis der EKD als Kirche komme ihr die Aufgabe zu, für die konfessionelle Pluralität des Protestantismus einzustehen. „Es spricht für eine Gemeinschaft, dass sie innere Pluralität zulässt, ja diese Pluralität als Reichtum begreift und so zum Reichtum werden lässt.“ Wenn das „Anderssein des Anderen“ als Reichtum verstanden werde, könne der weitere Prozess „einen guten Verlauf nehmen“, so der Leitende Bischof. In den anstehenden Veränderungsprozessen sei „eine Änderung der Haltung die Basis für strukturelle Änderungen“. Dies betreffe allerdings nicht die Existenz der konfessionellen Bünde: „Sowohl innerhalb der VELKD als auch in der gemeinsamen Steuerungsgruppe haben wir uns darauf verständigt, dass es nicht das Ziel ist, die VELKD aufzulösen. Dies festzuhalten ist ein wichtiger Fortschritt. Denn es eröffnet zugleich die Möglichkeit für eine weitere Einsicht: Die VELKD versteht sich ausdrücklich als ein Teil der EKD.“

Ulrich hatte seinen Bericht unter das biblische Motto „Einer komme dem anderen mit Ehrerbietung zuvor“ (Römerbrief 12, 10) gestellt. Eine besondere Weise der gegenseitigen Ehrerbietung habe er bei einer Konsultation der Bischofskonferenzen der VELKD und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania erfahren. „Wir leben in einer sehr bunten, plural gewordenen Welt. Ganz unterschiedliche Lebenswelten, die früher kaum eine Chance hatten, einander zu begegnen, sind nun nur wenige Flugstunden voneinander entfernt.“ Ehrerbietung ermögliche, „Pluralität nicht nur zu ertragen, sondern vielleicht sogar fruchtbar zu machen“, so Ulrich.

Ein Gleiches gelte für die Vorbereitungen auf das Reformationsjahr 2017. „Das Reformationsjubiläum, auf das wir zugehen, hat Auswirkungen auf unsere ökumenischen Beziehungen hier vor Ort in Deutschland.“ Die evangelischen Kirchen seien herausgefordert, auch die katholischen Glaubensgeschwister im Blick zu behalten. „Wo ist die Grenze zwischen Hochmut, gebotener Rücksichtnahme und unangemessener Selbstverleugnung?“

Der Leitende Bischof beschloss seinen Bericht mit einem Dank an die Synodalen, die Gremienvertreter und Mitarbeitenden der VELKD. „Sechs Jahre lang haben Sie den Kurs unserer Kirchen mit bestimmt. Viel Zeit und Kraft haben Sie eingebracht. Dafür gebührt Ihnen ein großer Dank.“

Dresden, 6. November 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Seite drucken
Generalsynode der VELKD in Dresden eröffnet
7. Tagung der 11. Generalsynode vom 6. bis 8. November 2014 - Donnerstag, 6. November 2014

Hannover/Dresden. Am heutigen Donnerstag um 16 Uhr ist in Dresden die 7. und letzte Tagung der 11. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) eröffnet worden. Der Präsident der Synode, Prof. Dr. Dr. h. c. Wilfried Hartmann, verwies zu Beginn auf die besondere Bedeutung dieser Synode als doppelte Weichenstellung, und zwar „zum einen für das weitere Miteinander der evangelischen Kirchen in Deutschland, zum anderen dafür, in reformatorischer Tradition auch mit neuen Medien den Auftrag des Evangeliums zu erfüllen“.

Zum Schwerpunktthema der Generalsynode „Die Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft“ wird Prof. Dr. Ilona Nord (Hamburg) am Freitag, 7. November, 11:00 Uhr den Hauptvortrag halten. Vier Präsentationen digitaler Projekte zeigen Best-Practice-Beispiele.

Am Donnerstag, 6. November (ca. 16.30 Uhr) gibt der Leitende Bischof, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), seinen Bericht vor der Synode; am Samstag, 8. November, 11:15 Uhr hält der Catholica-Beauftragte der VELKD, Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke, seinen Bericht.

Am Freitagnachmittag, 7. November (ab 15.00 Uhr) erfolgt die Wahl des Leitenden Bischofs/der Leitenden Bischöfin, da die dreijährige Amtszeit von Gerhard Ulrich endet. Eine Wiederwahl ist möglich. Im weiteren Verlauf befasst sich die Generalsynode mit der Fortentwicklung des Verbindungsmodells von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Union Evangelischer Kirchen (UEK) und VELKD sowie mit dem Doppelhaushalt 2015/2016.

Der Freitagabend, 7. November (ab 18.30 Uhr) ist geprägt vom gemeinsamen Gottesdienst der Generalsynode der VELKD und der Vollkonferenz der UEK in der Dreikönigskirche. Daran schließt sich im Haus der Kirche der ebenfalls gemeinsam begangene Ökumenische Abend der Begegnung an.

Zur Generalsynode der VELKD gehören 50 Synodale, davon acht berufene. Präsident der Synode ist Prof. Dr. Dr. h. c. Wilfried Hartmann (Hamburg). Es werden rund 40 ökumenische Gäste erwartet. Eine aktuelle Berichterstattung sowie die Bereitstellung von Tagungsbeiträgen erfolgt auf der Internetseite www.velkd.de. Die neue 12. Generalsynode der VELKD wird sich vom 30. April bis 3. Mai 2015 in Würzburg konstituieren.

Dresden, 6. November 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Seite drucken
„Du bist mir täglich nahe …“ in neuer Ausgabe
Trauerbroschüre der VELKD jetzt im Westentaschenformat - Donnerstag, 30. Oktober 2014

Hannover. Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) hat die Verteilschrift „Du bist mir täglich nahe … – Sterben, Tod, Bestattung, Trauer“ neu herausgegeben. Die Schrift wendet sich an Menschen, „die trauern und an jene, die sie in ihrer Trauer begleiten“. In seinem Geleitwort schreibt der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin): „Zur Kunst des Lebens gehört auch die Kunst des Sterbens und des Trauerns, und diese will eingeübt sein.“ Neben praktischen Hinweisen bietet die Broschüre auch seelsorgerliche Begleitung. „Wie gut ist es zu wissen, dass wir dies nicht immer neu erfinden müssen, sondern auf die altbewährten Worte der Bibel und der christlichen Tradition zurückkommen können.“

In jedem der vier Kapitel sind situationsbezogene „Gedanken und Gefühle“ beschrieben, eine Auswahl von biblischen und außerbiblischen Zitaten als „Trostworte“ zusammengestellt sowie konkrete Hinweise gegeben, was am Lebensende zu bedenken ist. Das Heft eignet sich für die pastorale und gemeindliche Arbeit, für Besuchs-, Hospiz- und Trauergruppen sowie für den einzelnen Leser.

Die neugestaltete Broschüre löst vorherige Ausgaben ab. Neben behutsamen textlichen Korrekturen sind vor allem die Bildmotive vollständig erneuert worden. Das praktische Bookletformat im VELKD-Design mit den abgerundeten Ecken passt gut in jede Tasche.

Herausgeber des 92-seitigen Heftes sind Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler (München), Prof. Dr. Kerstin Lammer (Freiburg) und Oberkirchenrat Dr. Georg Raatz (Hannover).

Hinweis: Das Booklet „Du bist mir täglich nahe … – Sterben, Tod, Bestattung, Trauer“ kann beim Amt der VELKD (Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, Tel.: 0511/27 96 421, Fax: 0511/27 96 182, E-Mail: versand@velkd.de) oder direkt unter www.velkd.de/2014/publikationen/publikationen.php gegen eine Schutzgebühr von 2,00 Euro (zzgl. Versandkosten) bestellt werden.

Hannover, 30. Oktober 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Seite drucken
DNK/LWB: Gesetzlicher Feiertag am 31. Oktober 2017?
Schäuble und Hundt äußern sich gegensätzlich - Montag, 27. Oktober 2014

Hannover. Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble unterstützt die Initiative der Bundesländer für einen einmaligen gesetzlichen Feiertag am Reformationstag 2017. "Nutzen wir alle gemeinsam – ob Christen oder Nichtchristen, ob religiös oder areligiös – den einmaligen Feiertag am 31. Oktober 2017, um uns an diese glückliche Wendung in unserer Geschichte zu erinnern, die uns bis heute prägt", schreibt Schäuble auf der Internetseite www.2017gemeinsam.de. Die Reformation habe nicht nur religiös, sondern auch gesellschaftlich und politisch "einen tiefgreifenden Wandel in der europäischen Geschichte" herbeigeführt. Luthers Lehre von den beiden Reichen habe dazu beigetragen, "dass wir heute in Deutschland in einer freiheitlichen, pluralistischen Demokratie leben können", so der Bundesfinanzminister. Ein weltanschaulich neutraler Staat wie die Bundesrepublik sei dazu verpflichtet, "nicht nur die Religionsfreiheit zu gewährleisten, sondern auch die Religionsausübung zu ermöglichen". Dieses kostbare Gut werde insbesondere im Blick auf andere Regionen der Welt, in denen Menschen aus religiösen Gründen verfolgt werden, deutlich.

Gegen einen einmaligen gesetzlichen und damit arbeitsfreien Feiertag am Reformationstag 2017 wendet sich der Präsident der Arbeitgeber Baden-Württemberg, Professor Dr. Dieter Hundt. Zwar sei die Reformation "von herausragender Bedeutung für die kirchliche und gesellschaftliche Entwicklung der letzten fünf Jahrhunderte", aber ein generell arbeitsfreier gesetzlicher Feiertag im Jahr 2017 würde auch andere Wünsche auf den Plan rufen und zudem Kosten für die Volkswirtschaft verursachen. "Eine entsprechende Änderung in den betroffenen Landesgesetzen muss deshalb meines Erachtens unterbleiben." Bereits heute sei der Reformationstag ein gesetzlich anerkannter kirchlicher Feiertag. "An einem solchen Feiertag können Arbeitnehmer von der Arbeitspflicht befreit werden, soweit es die betrieblichen Erfordernisse zulassen", schreibt Hundt. "Das stärkt die individuelle Möglichkeit, diesen Feiertag angemessen würdig zu begehen."

Beide Statements können unter nachgelesen und kommentiert werden. Hier äußern sich noch bis zum 24. November 2014 wöchentlich jeweils zwei Personen des öffentlichen Lebens zu wechselnden Fragestellungen. In dieser Woche steht die Frage "Feiertag für alle?" im Mittelpunkt. Das interaktive Internetprojekt "2017 gemeinsam unterwegs" basiert auf dem ökumenischen Dialog-Dokument "Vom Konflikt zur Gemeinschaft. Gemeinsames lutherisch/katholisches Reformationsgedenken im Jahr 2017". Das Projekt wird vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes und vom Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn getragen.

Hinweis: Das Internetprojekt ist unter der Adresse www.2017gemeinsam.de zu erreichen. Weitere Informationen unter www.dnk-lwb.de und www.moehlerinstitut.de.

Hannover, 27. Oktober 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher des DNK/LWB

Seite drucken
„Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft“
Vom 6. bis 8. November 2014 findet die 7. Tagung der 11. Generalsynode statt - Montag, 27. Oktober 2014

Hannover/Dresden. Vom 6. bis 8. November 2014 kommt die 11. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) zu ihrer 7. und letzten Tagung der laufenden Amtsperiode in Dresden zusammen. Zum Schwerpunktthema „Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft“ wird Prof. Dr. Ilona Nord (Hamburg) den Hauptvortrag halten, der durch vier Kurzreferate über Praxisbeispiele flankiert wird.

Ilona Nord ist ausgewiesene Fachfrau für digitale Kommunikation. Als Praktische Theologin an der Universität Hamburg untersucht sie insbesondere den Einfluss sozialer Medien und Netzwerke auf die kirchliche Kommunikation. Ihre These ist, dass kirchliche Gemeinschaften seit jeher als Netzwerke organisiert sind und insofern gute Voraussetzungen für die Anwendung neuer Medien mitbringen. „Die Kommunikation des Evangeliums ist prinzipiell an Medien gebunden“, so Nord, und auch heute gebe es ein allgemeines Bedürfnis nach Kommunikationen zu religiösen Themen. „Das Evangelium in digitalisierten Welten zu kommunizieren heißt, in direkter Kommunikation, dialogisch und ohne Berufung auf einen besonderen Status gesprächsbereit zu sein.“ Dies gelte auch über die Grenzen der kirchlichen Mitgliedschaft hinaus. „Keine Angst vor den Transformationsprozessen in der digitalen Gesellschaft, es geht vielmehr darum, sie mitzugestalten, denn wir sind längst ein Teil von ihr“, so das Fazit von Nord.

Die Praxisbeispiele beziehen sich auf Projekte kirchlicher Kommunikation in den Bereichen Blog, Facebook, Twitter und Youtube-Videos.

Weitere Themen der Generalsynode sind: Bericht des Leitenden Bischofs, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin); Bericht des Catholica-Beauftragten, Landesbsichof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg); Wahl eines Leitenden Bischofs / einer Leitenden Bischöfin, da die dreijährige Amtszeit von Gerhard Ulrich endet, eine Wiederwahl für drei Jahre ist möglich; Beratungen und Beschluss zur Fortentwicklung des Verbindungsmodells von EKD, UEK und VELKD; agendarisches Formular zur Verpflichtung von Synodalen; Beratungen und Beschluss zum Haushalt 2015/2016.

Am Freitag, den 7. November finden ab 18.30 Uhr ein Gottesdienst und daran anschließend der Ökumenische Abend der Begegnung statt. Beide Veranstaltungen werden von der Generalsynode der VELKD und der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen (UEK) gemeinsam durchgeführt.

Zur Generalsynode der VELKD gehören 50 Synodale, davon acht berufene. Präsident der Synode ist Prof. Dr. Dr. h. c. Wilfried Hartmann (Hamburg). Es werden rund 40 ökumenische Gäste erwartet. Eine aktuelle Berichterstattung sowie die Bereitstellung von Tagungsbeiträgen erfolgt auf der Internetseite www.velkd.de. Die neue 12. Generalsynode der VELKD wird zu ihrer konstituierenden Tagung vom 30. April bis 3. Mai 2015 in Würzburg zusammenkommen.

Hannover, 27. Oktober 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Eine Würdigung der ökumenischen Bedeutung des Pontifikats Benedikt XVI. 222,63 kbSeite drucken
Bischofskonferenz der VELKD tagt in Hannover
Auf der Tagesordnung: Verbindungsmodell sowie liturgische und ökumenische Themen - Montag, 13. Oktober 2014

Hannover. Die Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) kommt am 15. und 16. Oktober zu ihrer Herbstsitzung in Hannover zusammen. Auf der Tagesordnung stehen Beratungen zur Fortentwicklung des Verbindungsmodells zwischen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der VELKD sowie gemeindliche, liturgische und ökumenische Themen.

Zur Fortentwicklung des Verbindungsmodells liegt der Bischofskonferenz eine Beschlussvorlage vor, die Anfang November in die verbundene Tagung der Synoden von EKD, UEK und VELKD eingebracht werden soll. Im Weiteren werden die Planungen für eine „Konsultation Kirchenleitung und wissenschaftliche Theologie“ in 2015, die Erprobungsphase für die revidierten gottesdienstlichen Lese- und Predigttexte, die Veröffentlichung des neuen VELKD-Konfirmandenkurses „konfi live“ sowie ein liturgisches Formular zur Verpflichtung von Synodalen thematisiert. Zudem berät die Bischofssynode über einen Besuch des Leitenden Bischofs, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), und des Catholica-Beauftragten, Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), beim Vorsitzenden des Päpstlichen Einheitsrates in Rom, Kardinal Prof. Dr. Kurt Koch. Der Besuch Mitte Dezember sieht auch eine Privataudienz bei Papst Franziskus vor. In diesem Zusammenhang sollen zudem die Ergebnisse des Internetprojekts „2017 gemeinsam unterwegs“ (www.2017gemeinsam.de) übergeben werden.

Der Bischofskonferenz gehören insgesamt 16 Bischöfe und leitende Geistliche aus den VELKD-Kirchen an. Erstmals dabei sind der neue Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig, Landesbischof Dr. Christoph Meyns (Wolfenbüttel), sowie Landessuperintendent Dr. Hans Christian Brandy (Stade) aus der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Sechs weitere Bischöfe bzw. leitende Geistliche nehmen als ständige Gäste an den Konferenzen teil. Vorsitzender der Bischofskonferenz ist der Leitende Bischof Gerhard Ulrich. Die Bischofskonferenz tagt nicht-öffentlich.


Hannover, 13. Oktober 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 13. Oktober 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
VELKD gratuliert Hans-Jürgen Abromeit zum 60. Geburtstag
- Sonntag, 12. Oktober 2014

Die stellvertretende Leitende Bischöfin der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischöfin Ilse Junkermann (Magdeburg), hat Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit (Greifswald) zu dessen 60. Geburtstag am 13. Oktober 2014 gratuliert. „Neben Ihren zahlreichen Ämtern und Funktionen sind Sie der VELKD insbesondere über die Bischofskonferenz verbunden“ schreibt Junkermann in ihrem Gratulationsbrief.

„Ihre Beiträge auf der Bischofskonferenz sind für uns in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung. Unter anderem sind Ihre theologischen Ausführungen stets detaillliert und weiterführend. Mit Ihnen haben wir zudem einen Fachmann zu den Fragen des Nahen Ostens beziehungsweise Israels in unserer Runde“ so Junkermann. „Außerdem bringen Sie die Themen Gemeindeentwicklung und Evangelisation ein. Für all dies danke ich Ihnen im Namen der VELKD.“ Die stellvertretende Leitende Bischöfin beschließt ihr Schreiben mit dem Wort aus Jesaja 43, Verse 18 und 19: „Gedenkt nicht an das Frühere und achtet nicht auf das Vorige! Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr's denn nicht?“

Anlässlich des 60. Geburtstages von Bischof Abromeit findet am Freitag, 17. Oktober 2014, um 17 Uhr im Dom zu Greifswald eine Andacht statt. Die Predigt hält der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin).

Hinweis: Ilse Junkermann ist stellvertretende Leitende Bischöfin der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD – www.velkd.de) und Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM – www.ekmd.de).


Hannover, 12. Oktober 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Sonntag, 12. Oktober 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Leitender Bischof der VELKD predigt auf Bistumssynode der Alt-Katholiken
Suchbewegungen zur Einheit - Freitag, 3. Oktober 2014

Hannover/Mainz. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), hat sich in einem Vespergottesdienst auf der Synode des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland für weitere ökumenische Suchbewegungen ausgesprochen. „Ich bin überzeugt, dass die vielen evangelisch/alt-katholischen Begegnungen auf Gemeindeebene und unser intensiver und vertrauensvoller Dialog zwischen der Vereinigten Kirche und dem Alt-Katholischen Bistum Beispiele dafür sind, dass dieser Weg sich lohnt und auch gelingen kann. Gerade in dieser Suchbewegung werden wir zum einen Leib Christi.“ (Predigt)

Bei der Suche nach Gemeinsamkeiten werde zudem deutlich, dass die eine Kirche Jesu Christi nicht ohne die jeweiligen Stärken des anderen auskomme. „Wir brauchen die anderen Kirchen, um ganz und vollständig zu werden.“ Dafür benötigten beide Seiten „Demut, Geduld und Liebe“, so der Leitende Bischof. „Ohne Vorurteile oder Schwarz-Weiß-Malerei sollten wir versuchen, die anderen kennen zu lernen, wie sie wirklich sind. So treten auf beiden Seiten Gemeinsamkeiten und Differenzen sowie Stärken und Schwächen zutage.“ Zwar hätten beide Kirchen die theologischen Differenzen in der Frage des kirchlichen Amtes bislang nicht lösen können, aber es sei deutlich geworden, „wie die jeweils andere Kirche zu ihren Überzeugungen kommt und warum diese ihr wertvoll und wichtig sind. Genau diese geduldige und liebevolle Suchbewegung hat es möglich gemacht, dass wir bereits jetzt in eucharistischer Gastfreundschaft stehen, auch wenn die volle Einheit noch nicht da ist.“ 

Der Gottesdienst fand am Freitag, 3. Oktober, um 18 Uhr in der Mainzer Augustinerkirche statt. Seit 1985 stehen die Alt-Katholiken und die evangelischen Kirchen in Deutschland in eucharistischer Gastfreundschaft zueinander. Vor zwei Jahren hatten die VELKD und die Alt-Katholiken unter dem Titel „Hände-Reichung“ eine Arbeitshilfe zum alt-katholisch/evangelischen Dialog herausgegeben, siehe www.velkd.de/downloads/Haende-Reichung.pdf.


Hannover, 3. Oktober 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 3. Oktober 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
VELKD-Informationen Nr. 145: Landesbischöfin Junkermann sieht Kirchengemeinden vor Paradigmenwechsel
„Gemeinde neu finden – Vom Rückbau zum Umbau“ - Donnerstag, 2. Oktober 2014

Hannover. Die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Ilse Junkermann (Magdeburg), sieht die Kirchengemeinden angesichts starker struktureller Veränderungen vor einem Paradigmenwechsel. Bislang wurde mit einem „Rückbau“ von Stellen, Personal und Gebäuden sowie mit Fusionen von Kirchengemeinden reagiert, aber die Möglichkeiten des Rückbaus scheinen ausgeschöpft zu sein: „Es braucht einen Paradigmenwechsel. Es braucht einen ,Umbau‘. Doch woher nehmen?“

Eine der möglichen Antworten sieht Junkermann darin, „Gemeinde neu zu finden“, indem an die Stelle gewohnter Vorstellungen und Leitbilder neue Bilder, Pläne und Programme treten. „Immer deutlicher wird, dass es auch einen geistlichen Prozess braucht.“ Zugleich beschreibt Junkermann beispielhafte Aufbrüche im Bereich der EKM. Der Beitrag der stellvertretenden Leitenden Bischöfin der VELKD ist unter der Überschrift „Gemeinde neu finden – Vom Rückbau zum Umbau“ in der Ausgabe Nr. 145 der VELKD-Informationen erschienen.

Im Weiteren weisen die VELKD-Informationen auf die Materialien für den neuen Konfirmandenkurs „konfi live“, auf das Jahresprogramm 2015 des Theologischen Studienseminars der VELKD in Pullach sowie auf ein liturgisches Angebot des Lutherischen Weltbundes für einen Gottesdienst zum Reformationstag (Download unter: www.dnk-lwb.de) hin. Schließlich sind die Pressemitteilungen der zurückliegenden drei Monate zum Nachlesen zusammengestellt.

Hinweis: Die Nr. 145 der VELKD-Informationen (Juli 2014 bis September 2014) kann unter http://www.velkd.de/downloads/VELKD-Informationen-Nr_145.pdf heruntergeladen und unter der E-Mail-Anschrift texte-vi@velkd.de angefordert bzw. kostenfrei abonniert werden. Weitere Informationen unter www.velkd.de.

 


Hannover, 2. Oktober 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 2. Oktober 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
DNK/LWB: 100 Kirchlich-Theologische Stipendien vergeben
Deutsches Nationalkomitee des LWB und Brot für die Welt kooperieren - Montag, 29. September 2014

Hannover/Berlin. Das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) und Brot für die Welt haben in diesem Jahr 100 Stipendien an ausländische und inländische Studierende vergeben. Rund ein Drittel der Stipendien (33) werden vom DNK/LWB getragen. Davon gehen neun Stipendien an internationale Studierende im zweiten oder dritten Studienjahr, sechs an internationale Studienanfänger sowie 17 Stipendien an deutsche Studierende im Ausland, insbesondere am Centro Melantone in Rom und am Center for the Study of Japanese Religion in Kyoto/Japan. Brot für die Welt fördert vor allem junge Studierende aus Osteuropa.
Alle internationalen Studierenden sind zurzeit zu einer Einführungstagung in Wustermark-Elstal westlich von Berlin zusammengekommen. Auf dem Programm stehen u. a. Informationen zum Studium in Deutschland, zur Arbeit der evangelischen Kirche und der Diakonie, Gottesdienstbesuche und Kirchenbesichtigungen unterschiedlicher Konfessionen sowie ein Besuch in Wittenberg.
Die Stipendien werden jeweils für zunächst ein Jahr vergeben. Die ausländischen Studierenden kommen in der Regel hierher, um Deutsch zu lernen und Literatur für ihre Forschungsarbeiten zu recherchieren. Einige Studierende absolvieren reguläre Bachelor- oder Masterstudiengänge. Das DNK/LWB-Programm fördert beispielsweise eine Studentin von der Escola Superior de Teologia (EST) in Sao Leopoldo/Brasilien, die in München zwei Semester Theologie studieren möchte. Zu den 67 Studierenden, die Brot für die Welt in diesem Jahr fördert, gehört eine russische Stipendiatin, die in Dresden Soziale Arbeit studieren wird.
Das Stipendienprogramm des DNK/LWB arbeitet im Referat Kirchlich-Theologische Stipendien mit Brot für die Welt zusammen. Laut Kooperationsvereinbarung werden die Stipendien des DNK/LWB durch ein eigenes Komitee vergeben. Für die Betreuung und Begleitung der Stipendiaten sind Pfarrer Dionisie Arion, Angelika Kühl und Carolin Rölle zuständig. Die Zusammenarbeit ist ein über Jahrzehnte bewährtes Modell, das auch in Zukunft fortgeführt werden soll.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.dnk-lwb.de und http://info.brot-fuer-die-welt.de/stipendien.

Diese Pressemitteilung versenden das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (LWB) und Brot für die Welt gemeinsam - wir bitten Doppelsendungen zu entschuldigen.


Hannover, 29. September 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher des DNK/LWB

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 29. September 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
DNK/LWB: „Ein sichtbares Zeichen christlicher Gemeinschaft“
Dreyer und Ueberschär zum gemeinsamen Abendmahl - Montag, 29. September 2014

Hannover. Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, und Dr. Ellen Ueberschär, Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages, äußern sich im Rahmen des Internetprojekts www.2017gemeinsam.de zu der Frage, wann evangelische und katholische Christen gemeinsam Abendmahl feiern können.

Das gemeinsame Abendmahl wäre ein „sichtbares Zeichen christlicher Gemeinschaft und Verbundenheit über alle theologischen Unterschiede hinweg“, so Dreyer. „Ich hoffe es vor allem für die vielen Menschen in Familien mit verschiedenen Konfessionen, die unter dem Ausschluss leiden“. Die Aufforderung von Jesus Christus, das Abendmahl zu seinem Gedächtnis zu feiern, gelte auch heute für eine gemeinsame Feier. Es sei daher an der Zeit, seine Worte wieder ernst zu nehmen. Sie könne sich hierfür „vor allem auch von Seiten der Kirchenleitungen“ eine stärkere Unterstützung vorstellen.

Dr. Ellen Ueberschär fragt: „Wann darf endlich laut gesagt werden, was im Verborgenen längst gelebt wird?“ Vielerorts feierten Christen beider Kirchen das Abendmahl gemeinsam. „Wann dürfen Christen, die heilsame Erfahrungen damit gemacht haben, gemeinsam Brot und Wein unter den Einsetzungsworten über die Konfessionen hinweg zu teilen, endlich sagen, wie gut das tut?“ Sobald dies möglich sei, „wird man sich fragen, warum das Schweigen so lange währte“, so die Generalsekretärin. Die „theologischen Brücken“ der interkonfessionellen Gemeinschaft seien vorhanden. „Aber sie sind noch gesperrt. Wann sie auch offiziell begangen werden dürfen, ist weniger eine Frage des Zeitpunktes als des Mutes, sich vom gewohnten, kontroverstheologischen Habitus zu verabschieden.“

Beide Statements können unter www.2017gemeinsam.de nachgelesen und kommentiert werden. Hier äußern sich wöchentlich jeweils zwei Personen des öffentlichen Lebens zu wechselnden Fragestellungen. Das interaktive Internetprojekt „2017 gemeinsam unterwegs“ basiert auf dem ökumenischen Dialog-Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft. Gemeinsames lutherisch/katholisches Reformationsgedenken im Jahr 2017“. Das Projekt wird vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes und vom Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn getragen.

Hinweis: Das Internetprojekt ist unter der Adresse www.2017gemeinsam.de zu erreichen. Weitere Informationen unter www.dnk-lwb.de und www.moehlerinstitut.de.


Hannover, 29. September 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher des DNK/LWB

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 29. September 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
VELKD-Catholica-Beauftragter Manzke würdigt Ökumene-Wort der katholischen Bischofskonferenz
Den ökumenischen Weg gehen - Freitag, 26. September 2014

Hannover. Der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), hat das heute veröffentlichte „Wort der deutschen Bischöfe zur Ökumene aus Anlass des 50. Jahrestages des Ökumenismusdekretes ,Unitatis redintegratio‘ am 21. November 2014“ unter dem Titel „Zur Einheit gerufen“ begrüßt. Seine Würdigung des Textes hat folgenden Wortlaut:

» „Der ökumenische Weg ist der Weg der katholischen Kirche“ – haben die römisch-katholischen Bischöfe Deutschlands heute in dem gemeinsamen Wort „Zur Einheit gerufen“ festgehalten. Anlass des Textes ist der kommende 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Ökumenismusdekrets auf dem 2. Vatikanischen Konzil. Für den deutschen Episkopat wurde damals mit der Verabschiedung des Dokumentes die Sorge um die Wiederherstellung der Einheit der Christen zu einer Hauptaufgabe des Zweiten Vatikanischen Konzils und „einer Sache der ganzen Kirche“ erklärt. Angesichts dieses bleibenden Grundauftrags werden in „Zur Einheit gerufen“ die ökumenischen Anliegen des Konzils erneut ins Gedächtnis gerufen, dessen unumkehrbare Bedeutung für die römisch-katholische Kirche unterstrichen und die Erträge des ökumenischen Dialogs auf den unterschiedlichen Ebenen des kirchlichen Lebens gewürdigt. Abschließend benennen die Bischöfe einige Aufgaben für die Zukunft.

Ich freue mich und bin sehr dankbar dafür, dass das Jubiläum des Ökumenismusdekrets nicht nur einzelnen ökumenisch engagierten Bischöfen eine Stellungnahme Wert ist, sondern der gesamte deutsche Episkopat sich mit der Stellungnahme gemeinsam und einmütig zur Ökumene bekennt. Dazu gehört auch die Einladung zu ökumenischen Andachten zum Jahrestag des Ökumenismusdekrets am 21. November, die bundesweit von den katholischen Bischöfen an die evangelischen Partner ausgesprochen worden ist. Dies ist ein großer Schritt des Weges, zu dem die katholischen Bischöfe die Gläubigen aber auch alle, die in ihren Diözesen Verantwortung tragen, auffordern, nämlich „die ökumenische Begegnung weiterhin und erneut zu suchen und sie als echte Chance und wirksamen Aufbruch für das Christsein in unserer Gesellschaft zu verstehen“.

Mit Freude habe ich zudem gelesen, wie die Bischöfe einige zentrale Anliegen des Konzils mit theologischen Herzensanliegen anderer Konfessionsfamilien in Beziehung setzen. So heißt es: „Die Offenbarungskonstitution ‚Dei Verbum‘ hebt die Bedeutung der Offenbarung des Wortes Gottes und der Heiligen Schrift im Leben und Handeln der Kirche hervor. Damit nimmt das Konzil Impulse auf, die auch für die Reformatoren des 16. Jahrhunderts von zentraler Bedeutung waren. In der Liturgiekonstitution ‚Sacrosanctum concilium‘ wird an den bedeutenden Schatz der Alten Kirche und der altkirchlichen liturgischen Traditionen erinnert, womit der Boden für eine Verständigung mit den orthodoxen Kirchen bereitet wurde. In der Erklärung über die Religionsfreiheit ‚Dignitatis humanae‘ bekennt sich die katholische Kirche zum weltweiten Recht der Person und der Gemeinschaft auf die soziale und bürgerliche Freiheit der Religionsausübung; dadurch kommt die katholische Kirche auch den freikirchlichen Traditionen nahe, die ganz auf die Freiheit des christlichen Bekenntnisses von staatlicher Bevormundung setzen.“
Eine der aufgeworfenen Frage scheint mir besonders dringlich: Die Bischöfe halten fest, dass sie sich mit der „unübersehbaren Vielfalt in der Christenheit“ nicht abfinden wollen. Dies könnte nahe legen, dass es innerhalb der einen Kirche gar keine Vielfalt geben könne und solle. Doch die Bischöfe fahren fort: „Dabei meint Einheit keine Uniformität, sondern eine Einheit in der legitimen Vielfalt. Die Frage, wie viel Verschiedenheit möglich ist, ohne die Einheit zu gefährden, und wie viel Einheit nötig ist, damit Vielfalt nicht zur Beliebigkeit wird, ist eine bleibende Herausforderung für die Ökumene.“ Dieses Bekenntnis der Bischöfe zur Einheit in legitimer Vielfalt finde ich für den weiteren ökumenischen Weg sehr hilfreich. Die Bischöfe benennen ein dringliches Desiderat: nämlich, dass wir zu gemeinsamen und präziseren Zielvorstellungen von „Einheit in legitimer Vielfalt“ als bisher kommen. Wie genau soll sichtbare Einheit aussehen? Wann herrscht unübersehbare Vielfalt, die abzulehnen ist, und wie weit geht eine wünschenswerte Vielfalt, die die Kirche Jesu Christi bereichert und ihren Missionsauftrag in unterschiedlichen kulturellen und gesellschaftlichen Kontexten möglich macht?
„Der ökumenische Weg ist der Weg der katholischen Kirchen. Entschieden muss sie alles tun, um auf dem Weg zur Wiederherstellung der vollen Einheit voranzukommen“ – sagen die römisch-katholischen Bischöfe. Ich teile ihre Hoffnung und den Wunsch, „dass wir in der theologischen Verständigung weiter vorankommen und die erreichten Annäherungen und Übereinstimmungen von den Kirchen rezipiert werden, ähnlich wie dies in der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre bereits gelungen ist.“ Das ist aus meiner Sicht sehr ermutigend für alle ökumenischen Kontakte, Gespräche und gemeinsamen Planungen zwischen den evangelischen Kirchen in Deutschland und der katholischen Kirche. Denn der ökumenische Weg ist auch der Weg, wie wir ihn seitens der evangelisch-lutherischen Kirchen sehen. Gemeinsam haben wir ihn zu gehen und wollen dies auch tun.  


Hannover, 26. September 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 26. September 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
VELKD plädiert für ökumenisches Reformationsjubiläum
Leitender Bischof Gerhard Ulrich spricht auf katholischem Luther-Symposium - Montag, 22. September 2014

Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), kann sich das Reformationsgedenken 2017 ausschließlich ökumenisch vorstellen. „Wir in der VELKD wollen nur gemeinsam auf 2017 zugehen, mit unseren Partnern und Geschwistern“, sagte Ulrich zur Eröffnung des Symposiums „Luther. Katholizität und Reform. Wurzeln – Wege – Wirkungen“ am Sonntag in Erfurt. „Luther 2017“ sei eine „große, vielleicht einmalige Chance, das Gemeinsame erneut und stark zu betonen“. Es sei nun an der Zeit zu überlegen, wie die Feiern zu 2017 als gemeinsames Christusfest begangen werden könnten, denn „nie zuvor wurde ein Reformationsjubiläum mit dem festen Willen nach so viel ökumenischer Beteiligung wie irgend möglich anvisiert“.
Zuletzt habe das lutherisch/römisch-katholische Dialogdokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ die Begriffe Katholizität und Reform näher zusammengebracht. Die von katholischer Seite erfolgte Annäherung an Luthers Anliegen habe „zu einer neuen Beurteilung seiner Katholizität geführt“, so der Leitende Bischof. Es sei bemerkenswert, dass von katholischer Seite aus ein fünftägiges Luther-Symposium veranstaltet werde.
Für das ökumenische Miteinander stelle sich die Frage, wie Reformen innerhalb einer Konfessionskirche stets auf die Gesamtheit der einen Kirche bezogen werden könnten. „Wie kann vermieden werden, dass Reform und Erneuerungsprozesse zu neuen Spaltungen und Verwerfungen führen?“ Das Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ habe dafür den Ausdruck „Healing of Memory“ (Heilung der Erinnerung) geprägt. Er sei zuversichtlich, dass „von diesem Symposium wichtige Impulse für die innerkatholische Debatte um Luther aber auch für das ökumenische Miteinander“ ausgehen würden, so Ulrich.
Der Leitende Bischof der VELKD sprach zur Eröffnung des Luther-Symposiums des römisch-katholischen Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik, das vom 21. bis 25. September in Erfurt stattfindet.


Hannover, 22. September 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 22. September 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Christina Costanza als Studienleiterin in Pullach eingeführt
Team im Theologischen Studienseminar wieder vollständig - Sonntag, 21. September 2014

In einem Gottesdienst ist Pastorin Dr. Christina Costanza in ihr Amt als Studienleiterin am Theologischen Studienseminar der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Pullach eingeführt worden. Die Einführung nahm der Leiter des Amtes der VELKD, Dr. Friedrich Hauschildt (Hannover), vor. Der Gottesdienst erinnerte zugleich an das 60-jährige Bestehen der Jakobuskirche Pullach.
In seiner Ansprache wies Hauschildt darauf hin, dass das Theologische Studienseminar Raum für theologische und existentielle Gespräche biete, in denen man sich „gemeinsam unter die Wahrheit“ stelle. Ziel des fachlichen Austausches sei es, die Kraft des besseren Argumentes zu erproben. „Überzeugen, nicht überreden, dem freien Einverständnis Raum geben“ sei das Prinzip der Studienkurse. Die Aufgabe der neuen Studienleiterin bestehe darin, „das Nachdenken, das Miteinander-auf-dem-Weg-Sein zu fördern, unterschiedliche Kontexte aufeinander zu beziehen, unterschiedliche Erfahrungen zusammenzubringen und Einsichten der Theorie fruchtbar zu machen“, so Hauschildt.
Christina Costanza sagte: „Ich möchte daran mitwirken, die Theologie auf die Praxis zu beziehen und einen nachdenklichen Abstand zu manchen Selbstverständlichkeiten zu ermöglichen. Zudem freue ich mich auf die Begegnungen mit Pfarrerinnen und Pfarrern aus ganz Deutschland und aus dem Ausland.”
Rektor Dr. Detlef Dieckmann-von Bünau sagte: „Mit Frau Costanza kommt eine Studienleiterin nach Pullach, bei der sich die Tiefe des theologischen Nachdenkens mit einem Herz für die Gemeindearbeit verbindet. Auch mit Ihrer Aufgeschlossenheit für die sozialen Medien ist sie eine große Bereicherung für uns.“

Das Theologische Studienseminar der VELKD in Pullach bietet Studienkurse für Pfarrerinnen und Pfarrer sowie für Personen in kirchenleitender Verantwortung an. Die ein- und zweiwöchigen Studienkurse dienen der theologischen Vertiefung, dem Austausch über die Grenzen der Landeskirchen hinweg und der Begegnung zwischen akademischer Theologie und kirchlicher Arbeit.
Christina Costanza tritt die Nachfolge von Dr. Rüdiger Gebhardt an, der zum Rektor der CVJM-Hochschule in Kassel berufen wurde.


Hannover, 21. September 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Sonntag, 21. September 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
DNK/LWB: „Glauben ist kein Leistungssport“
De Maizière und Schneider zur Frage guter Taten - Montag, 15. September 2014

Hannover. Für „eine Haltung, die sich in Taten niederschlägt“, hat sich Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière auf www.2017gemeinsam.de ausgesprochen. Im Motto der Pfadfinder „Jeden Tag eine gute Tat“ komme die Selbstverpflichtung zum Ausdruck, dass fromme Wünsche alleine nicht reichten. Eine gute Tat zeichne sich insbesondere durch die „innere Zuwendung zum Mitmenschen“ aus. Zugleich gelte: „Das Gebot der Nächstenliebe kennt keinen Mindestumfang oder quantitativen Maßstab, auch nicht nach oben hin. Glauben ist kein Leistungssport.“ Dieser Gedanke helfe ihm auch in seinem politischen Amt, denn vor aller Entscheidung stehe „die Dimension der Verantwortung und des Dienstes“, so de Maizière.

Auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Dr. h. c. Nikolaus Schneider, verweist auf das Pfadfindermotto. Es beziehe das Tun des Guten auf das Maß des menschlich Möglichen: „Unsere guten Taten werden nie reichen, um die Erde in ein Paradies zu verwandeln. Und auch nicht, um uns als gute Menschen die Seligkeit zu verdienen“, so Schneider. Aber dadurch, dass allein Gott den Menschen vergeben und aus Liebe gerecht sprechen könne, mache er sie zu guten Menschen. „Daraus erwachsen gute Taten als Früchte der Dankbarkeit.“

Beide Statements können unter www.2017gemeinsam.de nachgelesen und kommentiert werden. Hier äußern sich wöchentlich jeweils zwei Personen des öffentlichen Lebens zu wechselnden Fragestellungen. Das interaktive Internetprojekt „2017 gemeinsam unterwegs“ basiert auf dem ökumenischen Dialog-Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft. Gemeinsames lutherisch/katholisches Reformationsgedenken im Jahr 2017“. Das Projekt wird vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes und vom Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn getragen.

Hinweis: Das Internetprojekt ist unter der Adresse www.2017gemeinsam.de zu erreichen. Weitere Informationen unter www.dnk-lwb.de und www.moehlerinstitut.de.


Hannover, 15. September 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher des DNK/LWB

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 15. September 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Leitender Bischof der VELKD Ulrich führt Gothart Magaard als Bischof für Schleswig und Holstein ein
„Ein Diener des Wortes, der wahrnimmt, was dran ist.“ - Samstag, 6. September 2014

Hannover/Schleswig. In einem Festgottesdienst im St. Petri-Dom zu Schleswig ist Gothart Magaard am heutigen Sonnabend, dem 6. September 2014, in sein Amt als Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein der Nordkirche eingeführt worden. „Das ist ein wichtiger, ein guter Tag für unsere junge Nordkirche“, konstatierte der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), in seiner Einführungsrede.

Denn Gothart Magaard habe sich durch seine Arbeit weithin „Respekt und Anerkennung“ erworben. So habe der 58-jährige Theologe in seinen Ämtern als Bischofsvertreter und  -bevollmächtigter, als Beauftragter der Landeskirche beim Land Schleswig-Holstein, in der Kirchenverwaltung oder auf synodaler Ebene die Umgestaltungsprozesse, die der Gründung der Nordkirche vorausgingen, entscheidend begleitet und geprägt. Sowohl bei den Menschen der Kirchenkreise seines Sprengels, den kirchlichen Diensten und Werken als auch bei den Partnern auf kommunaler und Landesebene genieße Magaard als „ihr Mann der Nordkirche“ Akzeptanz und Vertrauen.

In seiner Ansprache zum Bibelwort „Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat“ (Jesaja 61,1) wies der Leitende Bischof auf die besonderen Anforderungen hin, die das Bischofsamt an dessen Inhaber stelle. Der Bischof sei „die Figur, an der“ die Menschen „ihre Kirche erkennen.“ Gerade bei der so vielgestaltigen und geografisch ausgedehnten Nordkirche sei es wichtig, die Sprengel und deren Leitung sichtbar werden zu lassen und ihnen Präsenz zu verleihen. Diese notwendige Präsenz nicht in erster Linie medial, sondern geistlich zu gestalten, gehöre zu den Herausforderungen des Amtes. Denn „der Bischof ist nichts anderes als ein Pastor. Ein Diener des Wortes.“, so Landesbischof Gerhard Ulrich. Für die Aufgabe, dieses Amt klar, verlässlich und partnerschaftlich als ein geistliches zu gestalten, wünschte der Leitende Bischof Gothard Magaard und seiner Familie Gottes Segen. Denn „wir sind nichts Besonderes, weil wir Bischöfe sind. Wir sind etwas Besonderes, weil wir sind, was alle sind – Gottes Kinder.“

Als Bischof ist Gothard Magaard zuständig für die geistliche Leitung des Sprengels Schleswig und Holstein. Er steht dem Konvent der Pröpstinnen und Pröpste vor, ordiniert Pastorinnen und Pastoren und repräsentiert die Kirche gegenüber Politik und Gesellschaft. Magaard ist Mitglied der Kirchenleitung und des Bischofsrates der Nordkirche und wirkt so an gesamtkirchlichen Fragen und Entscheidungen mit. Darüber hinaus gehört er qua Amt zur Bischofskonferenz der VELKD.

Magaard war am 11. April 2014 von der Landessynode der Nordkirche zum Bischof für Schleswig und Holstein gewählt worden. Zuvor war er bereits Vertreter des damaligen Schleswiger Bischofs Gerhard Ulrich, der jetzt Landesbischof der Nordkirche ist.

Hinweis: Gerhard Ulrich ist Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD – www.velkd.de), Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB – www.dnk-lwb.de) und Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche – www.nordkirche.de).


Hannover, 6. September 2014
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Samstag, 6. September 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
DNK/LWB: Die Zeit ist gekommen, um Konsequenzen zu ziehen
Taizéprior Frère Alois und Wolfgang Thierse sehen die katholische Kirche im Umbruch - Montag, 1. September 2014

Hannover. „Das Selbstverständnis als ‚wanderndes Volk Gottes‘ muss endlich strukturelle Konsequenzen haben“, fordert Wolfgang Thierse auf der ökumenischen Internetseite www.2017gemeinsam.de. „Einerseits sollten die Kirchen das Reformationsjubiläum 2017 zu einem neuen ökumenischen Aufbruch nutzen, sonst bleibt es ein eher rückwärtsgewandtes Ereignis“. Zum anderen müsse die Kirche begreifen, dass sie sich in einer „tiefen Glaubwürdigkeitskrise“ befinde. Aus dieser führten nur der „endgültige Abschied vom Klerikalismus“ und eine Intensivierung der Dialogprozesse heraus, die auch vor Tabus nicht Halt machten.

Frère Alois, Prior der ökumenischen Bruderschaft von Taizé, drängt darauf, „Konsequenzen aus der wachsenden theologischen Übereinstimmung zu ziehen und Versöhnung zu wagen“. In Taizé habe Frère Alois nicht nur das „Katholischsein“, sondern auch „das Erbe der Reformation“ tiefer kennen und schätzen gelernt. „Es gehört mittlerweile wie meine katholische Herkunft zu meiner Glaubensgeschichte.“ Infolge des Zweiten Vatikanischen Konzils habe sich eine ökumenische Offenheit ergeben, die ein Leben in der Kommunität von Taizé erst ermögliche. „In der Begegnung und im Gespräch mit Jugendlichen aus aller Welt und aus verschiedenen Traditionen wird uns deutlich, wie dringend es ist, den Glauben neu zu formulieren.“

Die Statements können unter www.2017gemeinsam.de nachgelesen und kommentiert werden. Hier äußern sich wöchentlich jeweils zwei Personen des öffentlichen Lebens zu wechselnden Fragestellungen, in dieser Woche die Frage: „500 Jahre nach der Gegenreformation – Katholische Kirche im Umbruch?“ Das interaktive Internetprojekt „2017 gemeinsam unterwegs“ basiert auf dem ökumenischen Dialog-Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft. Gemeinsames lutherisch/katholisches Reformationsgedenken im Jahr 2017“. Das Projekt wird vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes und vom Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn getragen.

Hinweis: Das Internetprojekt ist unter der Adresse www.2017gemeinsam.de zu erreichen. Weitere Informationen unter www.dnk-lwb.de und www.moehlerinstitut.de.


Hannover, 1. September 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher des DNK/LWB

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 1. September 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
DNK/LWB: „Neue Pfarrer braucht das Land?“
Internetprojekt www.2017gemeinsam.de fragt nach Pfarrerbild - Montag, 18. August 2014

Hannover. Der Unternehmer Heinz-Horst Deichmann hält es für notwendig, dass sich Pfarrerinnen und Pfarrer mit ihrer Botschaft identifizieren. Auf www.2017gemeinsam.de schreibt er: „Als Einzelhändler weiß ich: Nur wer mit Überzeugung hinter seinem ,Produkt‘ steht, kann es auch anderen erfolgreich anbieten. Das gilt auch für die Hirten der Gemeinde.“ Pfarrerinnen und Pfarrer hätten die Aufgabe, auf Jesus Christus hinzuweisen, „der in die Welt kam, um uns mit seinem Tod und seiner Auferstehung mit dem Vater zu versöhnen“. Das Internetprojekt www.2017gemeinsam.de fragt in dieser Woche: „Neue Pfarrer braucht das Land?“
Für eine aktive Suche nach jungen Pfarrern und Pfarrerinnen spricht sich die Personaldezernentin der braunschweigischen Landeskirche, Brigitte Müller, aus. Aufgrund eines sich abzeichnenden Pfarrermangels komme es darauf an, „junge Menschen für den Pfarrberuf zu gewinnen“, die Altes und Neues miteinander verbinden könnten. „In diesem Sinne wünsche ich mir neue Pfarrer und Pfarrerinnen, mit Liebe zu den Menschen, orientiert    am biblischen Fundament, aufgeschlossen und kritisch gegenüber den Herausforderungen der Zeit und mit Weitblick für die Kirche Jesu Christi in der Welt.“
Die Statements können unter www.2017gemeinsam.de nachgelesen und kommentiert werden. Hier äußern sich wöchentlich jeweils zwei Personen des öffentlichen Lebens zu wechselnden Fragestellungen. Das interaktive Internetprojekt „2017 gemeinsam unterwegs“ basiert auf dem ökumenischen Dialog-Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft. Gemeinsames lutherisch/katholisches Reformationsgedenken im Jahr 2017“. Das Projekt wird vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes und vom Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn getragen.

Hinweis: Das Internetprojekt ist unter der Adresse www.2017gemeinsam.de zu erreichen. Weitere Informationen unter www.dnk-lwb.de und www.moehlerinstitut.de.


Hannover, 18. August 2014
Dr. Eberhard Blanke
(Pressesprecher des DNK/LWB)

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 18. August 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Bücher zu theologischen, gemeindlichen, gottesdienstlichen und ökumenischen Themen
Neuer Prospekt informiert über VELKD-Publikationen - Freitag, 15. August 2014

Hannover. Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) hat den Prospekt über ihre Veröffentlichungen neu herausgegeben. Das 44-seitige Heft gibt einen Überblick zu den aktuell lieferbaren Büchern und Broschüren der VELKD. Unter den Rubriken „Theologie“, „Gemeinde“, „Gottesdienst“ und „Ökumene“ sind die Publikationen aus den jeweiligen Arbeitsbereichen zusammengestellt. Unter „Grundwissen“ wird auf die Booklets der VELKD wie z. B. „Was ist lutherisch?“ und unter „Periodika“ u. a. auf die „Texte aus der VELKD“ und die „VELKD-Informationen“ hingewiesen. Der Prospekt steht sowohl in gedruckter als auch in elektronischer Form zur Verfügung.

Neue Publikationen sind u. a. die aktuelle Ausgabe der evangelisch-lutherischen Bekenntnisschriften „Unser Glaube“ sowie das im Herbst erscheinende Buch „Dimensionen christlicher Freiheit“. Auf einer Doppelseite werden die Materialien zum neuen Konfirmandenkurs „konfi live“ vorgestellt: ein einjähriger und ein zweijähriger Kurs, ein Begleitbuch für die Hand der Konfirmanden sowie ein Sammelordner. Im Herbst erscheint der Entwurf der Neuordnung der gottesdienstlichen Lese- und Predigttexte zur Erprobung im Kirchenjahr 2014/2015. Im Weiteren sind Nachschlagewerke und Lexika wie beispielsweise der „Evangelische Erwachsenenkatechismus“ und das „Handbuch Religiöse Gemeinschaften und Weltanschauungen“ sowie Dokumentationen von Tagungen und Publikationen für die Seelsorge und die Gemeindearbeit verzeichnet.

Die im Prospekt präsentierten Bücher können per E-Mail oder über das Internet bestellt werden. Nutzer von Smartphones können sich das gesamte Heft über einen QR-Code auf ihr mobiles Endgerät laden.

Hinweis: Der Prospekt kann – ab zehn Exemplaren – beim Amt der VELKD (Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, Tel.: 0511/27 96 527, Fax: 0511/27 96 182, E-Mail: versand@velkd.de) kostenfrei bestellt werden. Zudem liegt der Prospekt unter der Internetadresse http://velkd.de/downloads/Publikationen_2014.pdf zum Download bereit.


Hannover, 15. August 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 15. August 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Bildung durch Begegnung
Jahresprogramm 2015 des Theologischen Studienseminars der VELKD erschienen - Montag, 4. August 2014

Hannover/Pullach. Das Theologische Studienseminar der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat sein Jahresprogramm 2015 veröffentlicht. Insgesamt werden 25 Kurse für Pfarrerinnen und Pfarrer, Prädikantinnen und Prädikanten, kirchenleitende Personen sowie Synodale und Ehrenamtliche angeboten. Einzelne Einheiten wenden sich speziell an Religionslehrer, Kirchenmusiker, Juristen und Verwaltungsmitarbeiter.

Das Programm bietet eine breite Palette unterschiedlicher Themen: Dort finden sich neben Schulungen für die gemeindliche Praxis wie etwa „Die Kunst der Moderationstechnik“ oder „Exerzitien im Alltag“ auch religionsphilosophische Fortbildungen wie „Der Umgang mit der Zeit“ oder „Tillich für die pastorale Praxis?“ sowie medienrelevante Angebote wie „Religion im ‚Tatort‘“. Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern, wird je ein Kurs für Pfarrfamilien sowie mit Kinderbetreuung angeboten.

Das Jahresprogramm des Theologischen Studienseminars kann über die Internetseite www.theologisches-studienseminar.de heruntergeladen werden. Anmeldungen zu den Kursen sind ab sofort online möglich. Das Theologische Studienseminar steht auch Gastgruppen und Einzelgästen offen. Die Einrichtung bietet seit 1960 theologische Studienkurse zu Austausch und Begegnung zwischen akademischer Theologie und kirchlicher Arbeit an.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.theologisches-studienseminar.de sowie www.velkd.de.


Hannover, 4. August 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 4. August 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
DNK/LWB: Reich und Schön
ZdK-Präsident Glück und Schönheitschirurg Mang zur Unvollkommenheit - Montag, 4. August 2014

Hannover. „Unsere heutige Art zu leben ist nicht zukunftsfähig. Wir brauchen eine Lebenskultur, die langfristig und in weltweiter Solidarität tragfähig ist, eine Kultur der Nachhaltigkeit“, schreibt der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, auf der Internetseite www.2017gemeinsam.de. In einer Gesellschaft, die aus allem das Maximum herausholen will, könne keine Nachhaltigkeit verwirklicht werden. „Ich denke hierbei auch an alle Versuche, den Menschen immer leistungsfähiger, immer ,perfekter‘ und immer ,schöner‘ zu machen.“ Es komme stattdessen auf eine „Kultur des rechten Maßes“ an, die „eine zentrale christliche Einheit und Tugend“ darstelle. „Nachhaltigkeit sagt, in aller Lebensfreude: Mehr muss es nicht sein.“

„Schöner“ ist das Stichwort für Prof. Werner L. Mang, der seit 30 Jahren als Facharzt für Ästhetische Chirurgie arbeitet. Wo gutes Aussehen und materielle Dinge an Bedeutung gewinnen, seien Menschen unzufrieden mit ihrem Leben. „Zunehmend jüngere Patienten versuchen beim Schönheitschirurgen ihr Glück zu finden. Innere Werte gehen verloren, Glück und Zufriedenheit werden auf das Aussehen reduziert.“ Die wahre Schönheitschirurgie greife nicht schöpferisch ein, sondern versuche, auch die Seele zu heilen. „Ich sehe durchaus eine Berechtigung im Sinne des christlichen Gedankens: Schönheitswahn nein, vernünftige Schönheitschirurgie ja.“ Nur ein starker Glaube und Rücksicht aufeinander könnten die abendländische Kultur vor ihrem Niedergang bewahren.

Die Statements können unter www.2017gemeinsam.de nachgelesen und kommentiert werden. Hier äußern sich wöchentlich jeweils zwei Personen des öffentlichen Lebens zu wechselnden Fragestellungen. Das interaktive Internetprojekt „2017 gemeinsam unterwegs“ basiert auf dem ökumenischen Dialog-Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft. Gemeinsames lutherisch/katholisches Reformationsgedenken im Jahr 2017“. Das Projekt wird vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes und vom Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn getragen.

Hinweis: Das Internetprojekt ist unter der Adresse www.2017gemeinsam.de zu erreichen. Weitere Informationen unter www.dnk-lwb.de und www.moehlerinstitut.de.


Hannover, 4. August 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher des DNK/LWB

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 4. August 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
DNK/LWB: Öffentliche Geständnisse: Massenabsolution oder Pranger?
BILD-Chef Diekmann und Jesuit Mertes auf www.2017gemeinsam.de - Montag, 21. Juli 2014

Hannover. „Eine Massen-Absolution gibt es nur über die Medien“, sagt Kai Diekmann, Chefredakteur der BILD, im Rahmen des ökumenischen Internetprojekts „2017 gemeinsam unterwegs“. Immer weniger Menschen gingen zur Beichte in die Kirche und Prominente würden ihre Fehltritte in den Medien vor einem „Millionenpublikum“ preisgeben, „weil unsere Gesellschaft den transparenten Umgang mit Fehlern honoriert.“ Als Beispiel führt der BILD-Chefredakteur die ehemalige Ratsvorsitzende der EKD an: „Selbst im Scheitern war Margot Käßmann für viele noch ein Vorbild.”

Gegen öffentliche Beichten spricht sich der Jesuitenpater Klaus Mertes aus. „Der Pranger funktioniert nämlich wie das vorgezogene und damit auch angemaßte ‚Jüngste Gericht’”, das Beichtgeheimnis dagegen schütze die Menschen. Geständnisse müssten „nicht notwendig vor laufenden Kameras erfolgen – im Übrigen auch oft im Interesse der Opfer nicht”. Gleichzeitig unterstreicht Mertes, der 2010 als einer der ersten an der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der Kirche mitwirkte, dass die öffentliche Verantwortung von Institutionen im Blick behalten werden müsse. „Die Alternative dazu wäre sonst das Totschweigen der Opfer und somit die Fortsetzung der Sünde.”

Beide Statements können unter www.2017gemeinsam.de nachgelesen und diskutiert werden. Hier äußern sich wöchentlich jeweils zwei Personen des öffentlichen Lebens zu wechselnden Fragestellungen. Das interaktive Internetprojekt „2017 gemeinsam unterwegs“ basiert auf dem ökumenischen Dialog-Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft. Gemeinsames lutherisch/katholisches Reformationsgedenken im Jahr 2017“. Das Projekt wird vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes und vom Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn getragen.

Hinweis: Das Internetprojekt ist unter der Adresse www.2017gemeinsam.de zu erreichen. Weitere Informationen unter www.dnk-lwb.de und www.moehlerinstitut.de.


Hannover, 21. Juli 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher des DNK/LWB

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 21. Juli 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Ökumene-Referentin Inken Wöhlbrand wechselt zurück zur Nordkirche
Elf Jahre lang bei der VELKD tätig - Dienstag, 8. Juli 2014

Hannover. Die Referentin für Ökumenische Zusammenarbeit und Mission im Amt der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Oberkirchenrätin Inken Wöhlbrand, wechselt nach elf Jahren in ihre Heimatkirche zurück. Ab Anfang August wird sie mit je einer halben Stelle in der Studierendenseelsorge an der Fachhochschule Westküste in Heide (Holstein) sowie als Pastorin in der Kirchengemeinde Meldorf tätig sein.
Zur Nachfolgerin im Amt der VELKD hat die Kirchenleitung im Frühjahr Dr. Christine Keim aus Stuttgart berufen.
In ihrer Funktion als Ökumene-Referentin hat Wöhlbrand seit 2003 die Beziehungen der VELKD zu den lutherischen Schwesterkirchen in Afrika, Asien und im Pazifik gepflegt und ausgebaut. „Für mich ist ein wichtiger Schwerpunkt immer die Entwicklung der Beziehungen zu unseren Partnerkirchen gewesen. Dabei haben sich regionale Schwerpunkte entwickelt“, erläutert die Theologin. So standen neben den Kirchen in Ost- und Südafrika die Beziehungen zur Partnerkirche in Palästina und zu Kirchen in Indien und Japan im Fokus.
Zugleich führte Inken Wöhlbrand die Geschäfte des Ausschusses für Kirchliche Zusammenarbeit und Weltdienst des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB), dessen Arbeit eng mit der ökumenischen Arbeit der VELKD verzahnt ist. In dieser Funktion koordinierte sie u.a. die Kooperation mit dem Lutherischen Weltbund (LWB) in den Feldern Mission, Entwicklung und humanitäre Hilfe. Auch die Förderung von Projekten von Mitgliedskirchen des LWB in diesen Bereichen gehörte zu ihren Aufgaben.
Zu Inken Wöhlbrands weiteren Arbeitsfeldern zählte der Themenbereich Kirche und Islam. Gemeinsam mit Martin Affolderbach hat sie 2011 im Auftrag von EKD und VELKD das Buch „Was jeder vom Islam wissen muss“ in einer vollständig neu erarbeiteten 8. Auflage herausgegeben. „Mein Ziel war und ist es, das Verständnis füreinander zu vertiefen, Respekt auch für andere Sichtweisen einzuüben und nicht nachzulassen, miteinander um die Wahrheit und um eine ethische Haltung zu ringen, die sich im Evangelium gründet“, so Wöhlbrand.


Hannover, 8. Juli 2014
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 8. Juli 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
DNK/LWB: Kurt Kardinal Koch und LWB-Generalsekretär Junge zum Selbstverständnis der Evangelischen Kirche
Notwendige Klärung auf dem Weg zur Anerkennung - Montag, 7. Juli 2014

Hannover. Im Rahmen des ökumenischen Internetprojekts „2017 gemeinsam unterwegs“ hat Kurt Kardinal Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung Einheit der Christen (Rom), zu der Frage Stellung genommen, wann die Katholische Kirche die Evangelische Kirche als Kirche anerkenne. „Fünfzig Jahre des ökumenischen Dialogs, auf die Lutheraner und Katholiken dankbar zurückblicken, zeigen, dass evangelische und katholische Christen mehr verbindet als sie trennt“, so Koch. Die Evangelische Kirche habe sich bisher „auf andere Weise“ als Kirche verstanden und als solche sei sie von der Katholischen Kirche anerkannt. In seinem Beitrag fragt er nach dem neuen Selbstverständnis der Evangelischen Kirche, die sich inzwischen anders darstelle: „Da man kennen muss, was man anerkennen will, setzt die Anerkennung der Evangelischen Kirche als Kirche diese weitere Klärung des Kirchenverständnisses voraus“.

Zu derselben Frage äußerte sich auch Martin Junge, Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Genf. Die evangelischen Kirchen seien Kirchen im vollen Sinn und Teil der „einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche“. „Evangelische Kirchen sind darum nicht auf eine Anerkennung angewiesen“, so der LWB-Generalsekretär. Nichtsdestotrotz betrachte er einen kontinuierlichen Dialog zu diesem Thema als grundlegend für einen „fortwährenden Heilungsprozess in dem durch Trennung gezeichneten Leib Christi“. Notwendige „Meilensteine“ in der Verständigung seien sowohl auf theologischer als auch auf praktischer Ebene bereits gesetzt, wie Junge betont. „Im Sinne eines vertieften Miteinanders ist darum die Anerkennung als Kirche ein folgerichtiger und nötiger Schritt.“

Beide Statements können unter www.2017gemeinsam.de nachgelesen und diskutiert werden.
Das Internetprojekt „2017 gemeinsam unterwegs“ basiert auf dem ökumenischen Dialog-Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft. Gemeinsames lutherisch-katholisches Reformationsgedenken im Jahr 2017“. Dieses kann online abgerufen, kommentiert und diskutiert werden. Hier äußern sich wöchentlich jeweils zwei Personen des öffentlichen Lebens zu wechselnden Fragestellungen. Die kommentierte Fassung des Textes soll nach Ende des Projekts an den LWB und den Päpstlichen Einheitsrat überreicht werden.

Das Ziel des Projekts „2017 gemeinsam unterwegs“ ist es, das ökumenische Dialog-Dokument in Deutschland bekannt zu machen und eine Diskussionsplattform für Fragen der Ökumene bereitzustellen. Das Projekt wird vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes und vom Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn getragen.

Hinweis: Das interaktive Internetprojekt ist unter der Adresse www.2017gemeinsam.de zu erreichen. Weitere Informationen unter www.dnk-lwb.de und www.moehlerinstitut.de.


Hannover, 7. Juli 2014
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher des DNK/LWB

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 7. Juli 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Leitender Bischof der VELKD führt Landesbischof Christoph Meyns ein
Neuer Braunschweiger Landesbischof seit Juni im Amt - Samstag, 5. Juli 2014

Hannover/Braunschweig. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), hat Dr. Christoph Meyns in sein Amt als Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig eingeführt. In seiner Ansprache hob Ulrich hervor, dass das Bischofsamt zuallererst ein „pastorales Amt“ und ein „leitender Dienst“ sei, „der vom Wort des Friedens abgeleitet ist“. Der anwesenden Gemeinde sicherte er zu: „Sie bekommen einen Bischof, der freundlich zugewandt ist, der hinhören kann und der das offene Gespräch sucht und führt.“ Mit der Einführung von Christoph Meyns vollziehe sich ein Generationenwechsel. In seinem Dissertationsprojekt „Kirchenreform und betriebswissenschaftliches Denken“ habe Meyns Fragen des pastoralen Dienstes und der Leitung gekonnt miteinander verbunden, denn „alle Theologie will praktisch werden, aber auch alle Praxis braucht die theologische Reflexion.“ Für seine Aufgaben als Bischof einer Landeskirche sei Meyns gut vorbereitet. „Die unterschiedlichen, vielfältigen Profile als einen Reichtum zu begreifen, der gestaltet werden will – das ist eine besondere Herausforderung, der Sie sich mit all Ihren Erfahrungen stellen werden.“

Der eingeführte Landebischof hielt seine Predigt über eine Bibelstelle aus dem Evangelium nach Matthäus: „Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker.“ (Matthäus 13,44)

Der neue Landesbischof ist qua Amt Mitglied der zweimal im Jahr tagenden Bischofskonferenz der VELKD.

 


Hannover, 5. Juli 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Samstag, 5. Juli 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
VELKD-Informationen Nr. 144: Landesbischof Ralf Meister zur Frage der Lagerung atomarer Rückstände
Wöchentliche aktuelle Lesepredigt und Wochengebete online verfügbar - Donnerstag, 3. Juli 2014

„Der Atommüll ist keine Altlast, er ist eine Zukunftslast.“ Zu dieser Einschätzung kommt Landesbischof Ralf Meister (Hannover) in seinem Beitrag für die Kolumne „Bischöfe zu Fragen der Zeit“ in der aktuellen Ausgabe Nr. 144 der VELKD-Informationen. In seinem Essay, der den Titel „Endlager – jenseits menschlicher Vorstellungskraft“ trägt, fragt Meister nach den sozialen und ethischen Herausforderungen, die mit der Suche nach einer verträglichen Lösung für die langfristige Lagerung für Atommüll verknüpft sind. „Wir sind bei der Endlagerfrage an einem Punkt, wo wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass unsere technische Praxis nicht mächtig genug ist, dieses Material so zu befrieden, dass es für kommendes Leben keine tödliche Gefahr mehr darstellt“, so Meister. Es gelte nun durch verantwortliches und nüchternes Handeln, das Vertrauen und die Teilhabe der Öffentlichkeit in bzw. an der Endlagersuche zu gewinnen. Diesen Prozess gesellschaftlich transparent und nachvollziehbar machen, sei eine Hauptaufgabe der mit der Suche beauftragten Kommission. Es sei nur konsequent, dass die Evangelische Kirche hier ihre Verantwortung wahrnehme und in diesem Gremium mitarbeite.

Das Luther-Zitat dieser Ausgabe kommentiert Fabian Gartmann, scheidender Medienvikar in der Pressestelle der VELKD. Es stammt aus einer Predigt über das 1. Gebot.

Ein besonderer Hinweis in dieser Ausgabe der VELKD-Informationen gilt den gottesdienstlichen bzw. liturgischen Angeboten der VELKD. Dies betrifft zum einen die wöchentliche aktuelle Lesepredigt, die von der VELKD- Internetseite heruntergeladen werden kann und zum anderen das Wochengebet, das ebenso rechtzeitig vor den Sonn- und Feiertagen unter www.velkd.de zum Download bereit steht.

Desweiteren enthalten die VELKD-Informationen Nr. 144 die Pressemeldungen der VELKD, des DNK/LWB und des LWB aus dem Zeitraum April bis Juni 2014. Hinweise auf aktuelle Veröffentlichungen beschließen das Heft.

Hinweis: Die Nr. 144 der VELKD-Informationen (April 2014 – Juni 2014) kann unter http://www.velkd.de/downloads/VELKD-Informationen-Nr_144_download.pdf heruntergeladen und unter der E-Mail-Anschrift texte-vi@velkd.de angefordert bzw. kostenfrei abonniert werden.


Hannover, 3. Juli 2014
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 3. Juli 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Tiefer Respekt und Anerkennung für Nikolaus Schneider
Leitender Bischof bedauert Rückzug des Ratsvorsitzenden von seinem Amt - Montag, 30. Juni 2014

Mit Bedauern, Verständnis und tiefem Respekt hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), den Entschluss von Nikolaus Schneider aufgenommen, zum November dieses Jahres vom Amt des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), das er seit 2010 innehat, zurückzutreten. Der Grund liegt in der schweren Erkrankung seiner Ehefrau.

„Nikolaus Schneider ist als Ratsvorsitzender ein Glücksfall für die EKD“, betonte Ulrich. Mit seiner theologischen Weite, seiner ökumenischen Offenheit, mit seiner von tiefer, einfacher Frömmigkeit geprägten pastoralen Identität habe er die EKD in den letzten Jahren geprägt. So habe es Schneider verstanden, den Protestantismus in seiner Vielfalt zu repräsentieren und seine Stimme in den gesellschaftlichen Debatten einzubringen - auch kontrovers, immer aber den Menschen freundlich zugewandt. Die Vielfalt der Stimme des Protestantismus habe Nikolaus Schneider „nicht als Schwäche, sondern als Stärke und Gestaltungsaufgabe verstanden.“ Gerade die gliedkirchlichen Zusammenschlüsse innerhalb der EKD und nicht zuletzt die VELKD hätten ihm und seinem vermittelnden Wesen viel zu verdanken, stellte Ulrich fest und hob die hervorragende Zusammenarbeit auf landeskirchlicher und konfessioneller Ebene hervor.

„Mit meinen Gedanken und Gebeten bin ich bei ihm und seiner Frau Anne. Ich habe großen Respekt vor seiner Entscheidung, nun ganz für den gemeinsamen Weg durch die Therapien hindurch da zu sein. Ich wünsche seiner Frau und ihm Kraft und Geduld und Glaubensgewissheit.“


Hannover, 30. Juni 2014
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 30. Juni 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Entsetzen über den gewaltsamen Tod von Christof Schorling
Leitender Bischof Ulrich kondoliert Angehörigen des Superintendenten der Badener Lutheraner - Freitag, 27. Juni 2014

Mit „Entsetzen und Fassungslosigkeit“ hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), auf die Nachricht vom tödlichen Angriff auf Christof Schorling, Superintendent und leitender Geistlicher der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Baden, reagiert. Der Freiburger Theologe wurde am Dienstag, dem 24. Juni, von einem mutmaßlich psychisch-gestörten Mann während eines seelsorgerlichen Gespräches niedergestochen.

In seinem Kondolenzschreiben sprach Gerhard Ulrich der Ehefrau Schorlings und seinen Angehörigen die tief empfundene Anteilnahme der VELKD und des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB), dessen Vorsitz Ulrich zugleich innehat, aus und übermittelte auch das herzliche Beileid und den tiefen Respekt der Kirchenkonferenz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD): „Der Tod Ihres Mannes hinterlässt eine Lücke, die nicht zu schließen sein wird“, so Ulrich. Ob als ständiger Gast der VELKD-Bischofskonferenz, in der vielfältigen Gremienarbeit des DNK/LWB und des Lutherischen Weltbundes (LWB) oder durch die Intensität seines Engagements in Gemeinde und Ökumene – „wir werden Christof Schorling schmerzlich vermissen: sein Engagement, seine Ideen, sein freundliches Wesen, seine tiefe Menschlichkeit.“

Ebenfalls tief erschüttert vom Tod Christof Schorlings zeigte sich der Präsident der 11. Generalsynode der VELKD, Professor Dr. Dr. h.c. Wilfried Hartmann (Hamburg). „Sein stets abgewogener Rat und sein Einsatz für die lutherischen Kirchen werden uns fehlen – sei es in den Debatten der Generalsynode oder bei den Synodalpräsidestagungen der VELKD. Ihm dort nicht mehr zu begegnen, ist ein Verlust, dessen Größe wir noch gar nicht ganz ermessen können.“

Superintendent Christof Schorling hatte neben seinem Pfarramt in Freiburg seit 1999 zugleich die geistliche Leitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Baden inne. Er wurde 55 Jahre alt, er hinterlässt seine Ehefrau Bettina und drei erwachsene Kinder.


Hannover, 27. Juni 2014
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 27. Juni 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Texte aus der VELKD thematisieren theologisch-ethischen Umgang mit Homosexualität
Orientierungslinien zur Urteilsbildung in christlicher Perspektive - Dienstag, 17. Juni 2014

Hannover. In der Reihe der „Texte aus der VELKD“ widmet sich die aktuelle Ausgabe Nr. 170 dem theologischen und kirchlichen Umgang mit Homosexualität. Das Heft trägt den Titel „Orientierungslinien zur ethischen Urteilsbildung am Beispiel der strittigen Bewertung von Homosexualität in christlicher Perspektive“. Autorin Dr. Mareile Lasogga, Oberkirchenrätin für theologische Grundsatzfragen im Amt der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), stellt darin Möglichkeiten theologisch-ethischer Urteilsbildung am Beispiel des Umgangs mit gleichgeschlechtlichen Partnerschaften vor. Die Bischofskonferenz der VELKD hat den Text beauftragt und zustimmend beraten. Mit der Veröffentlichung legt sie ihn als Diskussionsbeitrag der VELKD zur Lektüre vor.

Bei jeder ethischen Urteilsbildung stellt sich die Frage, wie innerhalb der Kirche mit widersprüchlichen Urteilen umzugehen ist, ohne die Einheit der Kirche zu gefährden. Die theologische Antwort darauf sieht Lasogga in der durch Jesus Christus gestifteten Einheit aller Christen begründet, die unterschiedliche soziokulturelle Orientierungen und geschlechtsbezogene Identitäten aufhebt. „In Christus sind die, die an ihn glauben, die den einen Geist der Taufe empfangen haben und das eine Brot beim Abendmahl brechen, eins. Das ist der Indikativ, aus dem Christen leben.“ Das für Christen leitende Ethos hat sich an diesem Indikativ auszurichten und das Einende gegenüber dem Trennenden stark zu machen. Von diesen theologischen Voraussetzungen aus entwickelt die Autorin modellhaft einen methodisch strukturierten und kontrollierten Prozess zur ethischen Urteilsbildung. „Das leitende Prüfkriterium bildet dabei die Frage, ob eine ethische Entscheidung der Verwirklichung der biblisch bezeugten Bestimmung des Menschen und seiner Welt dient oder ihr im Wege steht.“
Dieser Ansatz wird für die Bearbeitung ethisch-theologischer Spannungen im Kontext der weltweiten Ökumene fruchtbar gemacht, indem theologisch einsichtig gemacht wird, „warum es ethisch geboten ist, miteinander – als Christen und als Kirchen – auf einem gemeinsamen Weg zu bleiben.“

Hinweis: Die Nr. 170 der Texte aus der VELKD kann unter der Internetadresse www.velkd.de/downloads/Texte_170_Orientierungslinien_zur_ethisch-theologischen_Urteilsbildung.pdf heruntergeladen und unter der E-Mail-Anschrift texte-vi@velkd.de abonniert werden.


Hannover, 17. Juni 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 17. Juni 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
DNK/LWB: Kardinal Marx: Sichtbare Einheit als Ziel
Ökumenisches Internetprojekt „2017 gemeinsam unterwegs“ thematisiert Unterschiedlichkeit der Kirchen - Montag, 16. Juni 2014

Hannover. Im Rahmen des ökumenischen Internetprojekts „2017 gemeinsam unterwegs“ hat der Vorsitzende der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx (München), zur Überwindung der kirchlichen Trennungen aufgerufen. „Für die katholische Kirche besteht das Ziel in einer sichtbaren Einheit.“ Diese bestehe aber weder in einer uniformen Einheitlichkeit noch in der Beliebigkeit, alle Unterschiede nebeneinander bestehen zu lassen. „Diese Spannung zwischen Vielfalt und Einheit gilt es miteinander auszuloten, denn Vielfalt ist auch eine Chance“, so Marx. Entscheidend sei, dass die Kirchen in Liebe und Geduld einander verbunden blieben und das gemeinsame Ziel nicht aus den Augen verlören. „Die Fortschritte, die wir erzielt haben, machen mir Hoffnung, dass es uns gelingt, das Gedenkjahr 2017 gemeinsam als ein Christusfest zu begehen. Wenn wir Jesus Christus und seine Botschaft in die Mitte stellen, dann kommen wir nicht nur ihm, sondern auch einander näher.“

In einem zweiten Beitrag für das Projekt „2017 gemeinsam unterwegs“ spricht sich Thomas von Mitschke-Collande, Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken, für eine größere Authentizität kirchlicher Amtsträger aus. Die katholische Kirche betone eher zentrale Deutungskompetenzen, die lutherische Kirche dagegen eher partizipative Strukturen, die zur Identifikation einlüden. Für die Glaubwürdigkeit der Kirchen sei in beiden Fällen „nicht so sehr die Kompetenz des Amtes, sondern die Authentizität und das Charisma des Amtsinhabers“ entscheidend. Heute überzeuge nicht mehr das Argument der Macht, sondern die Macht der Argumente und die Authentizität der Person. Ein Pfarrer oder Priester müsse „ein authentischer Nachfolger des Wanderpredigers aus Palästina“ sein. Dies lebe auch Papst Franziskus überzeugend vor. „Eifern wir alle, die mit einer Leitungsfunktion betraut sind, dieser Haltung nach, rückt das unterschiedliche Amtsverständnis als kirchentrennendes Element in den Hintergrund.“

Das Internetprojekt „2017 gemeinsam unterwegs“ basiert auf dem ökumenischen Dialog-Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft. Gemeinsames lutherisch-katholisches Reformationsgedenken im Jahr 2017“, das online gelesen, kommentiert und anhand einer wöchentlich wechselnden Fragestellung diskutiert werden kann. Ziel des Projekts „2017 gemeinsam unterwegs“ ist es, den Dialog-Text in Deutschland bekannt zu machen und eine Diskussionsplattform für Fragen der Ökumene bereitzustellen. Das Projekt wird vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes und vom Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn getragen.

Hinweis: Das interaktive Internetprojekt ist unter der Adresse www.2017gemeinsam.de zu erreichen. Weitere Informationen unter www.dnk-lwb.de und www.moehlerinstitut.de.


Hannover, 16. Juni 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher des DNK/LWB

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 16. Juni 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
DNK/LWB: Beckstein und Mazyek rufen zu Toleranz zwischen den Religionen auf
Ökumenisches Internetprojekt „2017 gemeinsam unterwegs“ thematisiert Religionsfrieden - Montag, 19. Mai 2014

Hannover. Der frühere bayerische Ministerpräsident und Vizepräses der EKD-Synode, Dr. Günther Beckstein, hat sich für Respekt und Toleranz gegenüber anderen Religionen ausgesprochen. Angesichts der gesellschaftlichen Pluralisierung und Globalisierung sei „ein friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Glaubens und unterschiedlicher Religionen heute unbedingt nötig“, so Beckstein in seinem Beitrag zum ökumenischen Internetprojekt „2017 gemeinsam unterwegs“.

„Wenn ich meinen eigenen Glauben ernst nehme und für die Wahrheit halte, so muss ich dem anderen zubilligen, dass er seinen Glauben in derselben Weise beachtet und für die Wahrheit hält.“ Von daher sei „ein totaler Wahrheitsanspruch“ aufzugeben. Voraussetzung für Toleranz sei, dass die staatliche Grundordnung von jeder Religion anerkannt werde. „Die Nagelprobe dafür ist, dass jede Religion den Wechsel zu einer anderen Religion ohne Sanktionen ermöglichen und anerkennen muss.“ Beckstein ist auch Mitglied der Generalsynode und der Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD).

In einem weiteren Beitrag schreibt der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek: „Islam heißt übersetzt Frieden und Hingabe an Gott und betrachtet die Menschheit als eine Gemeinschaft.“ Daher sollten die Religionen nach gemeinsamen Werten streben. „Die Gemeinsamkeiten von Christentum und Islam überwiegen. Judentum und Christentum sind Teil der Offenbarung des Einen Gottes und werden so auch im Koran beschrieben.“ Zugleich profitiere die Gesellschaft von den Religionen. Sie seien eine „wichtige zivilgesellschaftliche Ressource und Stütze für unser Land und sollten in Zukunft viel mehr auch für die Integration in Anspruch genommen werden“, so Mazyek.

Das Internetprojekt „2017 gemeinsam unterwegs“ basiert auf dem ökumenischen Dialog-Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft. Gemeinsames lutherisch-katholisches Reformationsgedenken im Jahr 2017“, das online gelesen, kommentiert und anhand einer wöchentlich wechselnden Fragestellung diskutiert werden kann. Die Beiträge von Beckstein und Mazyek beziehen sich auf den Augsburger Religionsfrieden von 1555, wie er in diesem Dokument dargestellt wird. Ziel des Projekts „2017 gemeinsam unterwegs“ ist es, den Dialog-Text in Deutschland bekannt zu machen und eine Diskussionsplattform für Fragen der Ökumene bereitzustellen. Das Projekt wird vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) und vom Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn getragen.

Hinweis: Das interaktive Internetprojekt ist unter der Adresse www.2017gemeinsam.de zu erreichen. Weitere Informationen unter www.dnk-lwb.de und www.moehlerinstitut.de.


Hannover, 19. Mai 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher des DNK/LWB

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 19. Mai 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Christine Keim wird Ökumenereferentin
Gespräche dienen dem gegenseitigen Lernen - Dienstag, 29. April 2014

Hannover. Die Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat Dr. Christine Keim (47) zur Referentin für Ökumenische Zusammenarbeit und Mission im Amt der VELKD berufen. In dieser Funktion ist sie für die ökumenischen Kontakte nach Afrika, Asien und in den Pazifik sowie für den Themenbereich Kirche und Islam zuständig. Zu ihren Aufgaben gehört die Geschäftsführung des Programmausschusses des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB). Christine Keim wird ihr Amt voraussichtlich zum Oktober dieses Jahres antreten.

Die promovierte Theologin freut sich auf ihre neue Aufgabe. Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit sieht sie in den Beziehungen zu den Kirchen des Südens. „In einer Zeit, in der die Gemeinden auf der südlichen Halbkugel wachsen, ist der Austausch mit ihnen von besonderer Bedeutung.“ Das ökumenische Miteinander zwischen Nord und Süd müsse dem gegenseitigen Lernen dienen. „Als besondere Herausforderung sehe ich die Weiterarbeit am Thema ökonomischer und ökologischer Gerechtigkeit.“ Wesentliche Bausteine eines ganzheitlichen Glaubens an Jesus Christus seien kirchliche Hilfsprogramme zur Unterstützung der Flüchtlingsarbeit. „Zudem wird das Gespräch mit den lutherischen Kirchen und den ökumenischen Partnern im Hinblick auf das Reformationsjubiläum 2017 einen wichtigen Stellenwert einnehmen“, so Keim. Im Blick auf andere Religionen werde sie das Gespräch mit dem Islam suchen.

Christine Keim hat in Tübingen und München evangelische Theologie sowie einen Master-Studiengang „Mission, Ökumene und Religionswissenschaft“ in Princeton/USA absolviert. Nach dem Vikariat in Oberböbingen war sie in der Kirchengemeinde Riedlingen tätig, hat ein Auslandsvikariat am Ökumenischen Institut in Bossey durchlaufen und war anschließend Pfarrerin in Vaihingen a. d. Enz. Seit 2005 ist sie Pfarrerin an der Gedächtniskirche in Stuttgart.

Christine Keim war als Jugenddelegierte bei ökumenischen Versammlungen vertreten, hat mehrere Jahre im Ökumene-Ausschuss des Evangelischen Jugendwerkes sowie von 2000 bis 2005 im Jugendausschuss des Gustav-Adolf-Werkes in Württemberg mitgearbeitet. Von 2005 bis 2010 hat sie einen Lehrauftrag an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg wahrgenommen. Seit 2010 ist Keim Geschäftsführerin der Konferenz Europäischer Pfarrverbände sowie Mitglied im Vorstand des Deutschen Pfarrerverbandes. In ihrer Dissertation hat sie sich mit dem Thema „Frauenmission und Frauenemanzipation“ befasst.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.velkd.de. Unter www.velkd.de/downloads/Christine_Keim_PM.jpg steht ein Portraitfoto zur Verfügung.


Hannover, 29. April 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 29. April 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Leitender Bischof der VELKD entpflichtet Landesbischof Weber
Wichtiger Gesprächspartner in der Ökumene - Samstag, 26. April 2014

Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), hat den Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig, Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), von seinem Amt entpflichtet. Während seiner Zeit als Landesbischof war Weber Mitglied der VELKD-Bischofskonferenz. Von 2005 bis Ende März dieses Jahres war er Catholica-Beauftragter der VELKD.

In seiner Ansprache würdigte Ulrich die vielfältigen kirchlichen und theologischen Leistungen Webers. Friedrich Weber werde von manchen als „Alleskönner“ bezeichnet, der „die Stationen eines Pastors, Dekans, Propstes und Bischofs“ sowohl in erfolgreichen als auch in schwierigen Zeiten gemeistert habe. In seinen unterschiedlichen Funktionen habe er stets daran festgehalten, dass die Kirche durch das Wort Gottes geleitet werde. „Seine geistliche Leitung war von einem breiten Wissen getragen, das weit über die Theologie hinausreicht.“ Auf dieser Basis habe er die öffentliche Wahrnehmung der Kirche in herausragender Weise mitgeprägt. „Theologie war für Friedrich Weber immer auch eine notwendige Stimme für eine Gesellschaft mit menschlichem Antlitz.“

Als Catholica-Beauftragter der VELKD sei Friedrich Weber über viele Jahre „ein wichtiger Gesprächspartner in der Ökumene mit der römisch-katholischen Schwesterkirche“ gewesen. Weber habe „zusammen mit den Partnern manches voran gebracht, manchen Konflikt offen disputiert und so bei den Bistümern hier im Land und bei den zuständigen Stellen in Rom Vertrauen gewonnen“.

Seine klaren Analysen seien in hohem Respekt vor dem Anderen sowie aus der eigenen theologischen Position erwachsen und werden „für manchen ökumenischen Schritt von großer Bedeutung bleiben“. Die Catholica-Berichte vor der Generalsynode der VELKD unter Beteiligung von Mitgliedern der Vollversammlung der Union Evangelischer Kirchen (UEK) zählte Ulrich „zu den ganz großen theologischen Momenten des Verbindungsmodells“.

In der Bischofskonferenz der VELKD werde seine „klare, theologisch fundierte Positionierung in vielen Themen“ fehlen, so Ulrich. „Wir danken dir für deine Präsenz, für deinen Humor und dein blitzschnelles Denken, Planen und Umsetzen.“


Hannover, 26. April 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Samstag, 26. April 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
DNK/LWB: Online-Projekt „2017 gemeinsam unterwegs” gestartet
Interaktive Internetseite „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ - Mittwoch, 23. April 2014

Hannover. Der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), und der Vorsitzende der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gerhard Feige (Magdeburg), haben ein interaktives Internetprojekt zu ökumenischen Fragestellungen eröffnet. Unter der Adresse www.2017gemeinsam.de kann das im vergangenen Jahr von der gemeinsamen Dialogkommission von Lutherischem Weltbund (LWB) und Päpstlichem Rat zur Förderung der Einheit der Christen herausgegebene Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ gelesen und kommentiert werden. Das Internetprojekt steht unter dem Motto „2017 gemeinsam unterwegs“ und wird vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) und vom Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn getragen. Ziel ist es, das ökumenisch bedeutsame Dokument in Deutschland bekannt zu machen und eine Diskussionsplattform für Fragen der Ökumene bereitzustellen.

Landesbischof Manzke sieht in dem Projekt die Chance für einen weitgefächerten Dialog zu ökumenischen Themen. „Die Frage, die sich uns heute genauso wie vor 500 Jahren aufdrängt, lautet: Welche und wie viele Reformen benötigen Kirche und Gesellschaft, um ihrem Auftrag gerecht zu werden? Und: Können wir die über Jahrhunderte wirksame Dynamik der Reformation eines Martin Luther für unsere heutigen Fragen nutzen? So laden wir mit dem Projekt ,2017 gemeinsam unterwegs‘ dazu ein, sich an der Diskussion zu aktuellen Themen des christlichen Glaubens und des ökumenischen Miteinanders zu beteiligen. Ich wünsche dem Projekt viele Kommentatoren und Besucher. Es freut mich, dass ich gleich zu Beginn meiner Zeit als Catholica-Beauftragter ein Projekt dieser Art starten und begleiten kann.“

Bischof Feige hält das Projekt „2017 gemeinsam unterwegs“ für eine gute Möglichkeit, sich mit dem Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ auseinanderzusetzen, dessen Impulse aufzunehmen und darüber miteinander ins Gespräch zu kommen. „Mit dem ökumenischen Text aus dem vergangenen Jahr haben wir einen gemeinsamen Blick auf die Reformation und die nachfolgende Geschichte geworfen. Heute stellt sich für uns manches anders dar. Deshalb freue ich mich, dass wir zu dieser ökumenischen Diskussion anregen und einladen können. Ich sehe das Projekt als ein Teilstück des Weges, auf dem wir gemeinsam unterwegs sind, zum Reformationsjahr 2017, aber auch unterwegs zu Jesus Christus, in dessen Licht wir uns untereinander tiefer erkennen und verbinden können.“

Neben der Möglichkeit, den ökumenischen Dialogtext Absatz für Absatz zu kommentieren, regen wöchentliche Kurzbeiträge von je zwei bekannten Personen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kirche zu weiteren Beiträgen an. Die zur Diskussion gestellten „Fragen der Woche“ beziehen das Dialogdokument auf aktuelle theologische, kirchliche und gesellschaftliche Fragen wie beispielsweise: „Braucht die Kirche einen Papst?“, „Religionsfrieden – Wie ist eine friedliches Zusammenleben heute möglich?“ oder „Wie viel Freiheit braucht der Mensch?“ Die ersten beiden Beiträge stammen von Manzke und Feige, die nächsten Statements werden u. a. von Norbert Lammert und Klaus Töpfer sein. Eine thematische Bündelung findet anhand der fünf ökumenischen Imperative des Textes „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ statt, die zur Veränderung und Einheit aufrufen. Die Konkretionen daraus sollen in Handlungsoptionen für das ökumenische Miteinander einmünden. Es ist geplant, die kommentierte Fassung des Textes nach Ende des Projekts an den LWB und den Päpstlichen Einheitsrat zu überreichen. Die Internetseite www.2017gemeinsam.de ist vom 23. April bis zum 21. November 2014 online. 


Hannover, 23. April 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher des DNK/LWB

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 23. April 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Christina Costanza wird neue Studienleiterin in Pullach
Göttinger Pastorin wechselt zum Theologischen Studienseminar der VELKD - Dienstag, 22. April 2014

Hannover/Pullach. Die Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat die Göttinger Pastorin Dr. Christina Costanza (37) zur neuen Studienleiterin und stellvertretenden Leiterin des Theologischen Studienseminars in Pullach berufen. Der Dienstbeginn ist für Anfang August vorgesehen. Costanza folgt Dr. Rüdiger Gebhardt nach, der zum Rektor der CVJM-Hochschule in Kassel ernannt worden ist.

„Das vielfältige Kursprogramm in Pullach zeigt, dass theologische Reflexion und kirchenpraktische Orientierung im Theologischen Studienseminar Hand in Hand gehen. Diese Ausrichtung liegt mir persönlich am Herzen. Das Ineinander von wissenschaftlicher Theologie auf der einen sowie Pfarramt und Gemeinde auf der anderen Seite haben meinen bisherigen Werdegang bestimmt. Ich freue mich sehr, dass ich diesen Weg nun in Pullach fortsetzen kann“, sagt Costanza.

Nach Studienaufenthalten in Bethel, Heidelberg, Cambridge und Göttingen wurde Costanza 2008 an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Göttingen promoviert. Dort war sie von 2010 bis 2013 am Lehrstuhl für Systematische Theologie als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Ihr Vikariat absolvierte die aus Andernach bei Koblenz stammende Theologin zuvor in Hannover. Nach ihrer mehrjährigen pastoralen Arbeit im Ehrenamt ist sie seit Anfang 2013 Gemeindepastorin in Göttingen. Costanza widmete sich zuletzt mit Vorträgen und Fortbildungsveranstaltungen verstärkt dem Themenbereich der Social Media unter theologischer und praktischer Perspektive.

Das Theologische Studienseminar der VELKD bietet Pfarrerinnen und Pfarrern, kirchenleitend Verantwortlichen, Synodalen sowie theologisch Interessierten Kurse zur Fort- und Weiterbildung an. Dabei kommen insbesondere aktuelle und perspektivische Fragen von Kirche und Gesellschaft auf der Grundlage evangelisch-lutherischer Theologie zum Tragen.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.velkd.de und www.theologisches-studienseminar.de. Ein Portraitfoto von Christina Costanza kann unter www.velkd.de/downloads/Christina_Costanza_PM.jpg heruntergeladen werden.


Hannover, 22. April 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 22. April 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Stellvertretende Leitende Bischöfin der VELKD gratuliert neuem Bischof in Schleswig und Holstein
"Großes Vertrauen und Freude an der Verkündigung" - Freitag, 11. April 2014

Hannover. Die stellvertretende Leitende Bischöfin der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischöfin Ilse Junkermann (Magdeburg), hat dem neuen Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein, Gothart Magaard, zu dessen Wahl gratuliert.

„Mit Gothart Magaard ist ein Bischof gewählt worden, der sich im Sprengel Schleswig und Holstein bestens auskennt und sich in den zurückliegenden Jahren in seiner Funktion als Bischofsvertreter ein großes Vertrauen erworben hat. Als ehemaliger Leiter des Predigerseminars in Preetz sowie als Personaldezernent im Nordelbischen Kirchenamt bringt er zwei entscheidende Fähigkeiten mit: Die Freude an der Verkündigung des Evangeliums sowie das Feingefühl im Umgang mit den Menschen.“

Der neugewählte Bischof wird auch Mitglied der Bischofskonferenz der VELKD sein. „Ich freue mich, dass Gothart Magaard unsere Gespräche in der Bischofskonferenz bereichern wird. Erst in der Vielfalt der Beiträge gewinnt die evangelische Kirche ihr erkennbares Profil.“, so Junkermann.


Hannover, 11 April 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 11. April 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Catholica-Beauftragter Weber zeigt ökumenische Linien auf
VELKD-Informationen Nr. 143 erschienen - Mittwoch, 2. April 2014

Hannover. Die Ausgabe Nr. 143 der VELKD-Informationen widmet sich schwerpunktmäßig dem Ende der Amtszeit des bisherigen Catholica-Beauftragten der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel). Weber hatte das Amt des Catholica-Beauftragten von 2005 bis März 2014 inne. Anfang April ist ihm der schaumburg-lippische Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg) nachgefolgt.

In seinem Beitrag spricht Weber – im Zugang auf „Luther 2017 – 500 Jahre Reformation“ – die großen theologischen Linien der Ökumene an. Dabei sieht er die Einheit der Kirche in der Verkündigung des Evangeliums und im Bekenntnis zur in Christus gegebenen Einheit begründet. „Es liegt also nicht im Willen oder Wollen der unterschiedlichen Konfessionskirchen, Einheit zu konstituieren. Diese ist konstituiert und liegt allem ökumenischen Bestreben voraus. Sie ist also zu suchen, weil sie vorausgesetzt ist. Ohne die vorausliegende Einheit gäbe es keine ökumenische Bewegung und nicht die Sehnsucht danach, dass doch alle eins seien.“ Aus persönlicher Sicht resümiert Weber, dass er das Amt des Catholica-Beauftragten „all die Jahre hindurch mit Freude und Gewinn ausüben durfte“. Im Weiteren ist die Predigt Webers zur Eröffnung der Gebetswoche für die Einheit der Christen abgedruckt, die er am 19. Januar 2014 im Hohen Dom zu Münster gehalten hat. Aus der Online-Ausgabe der VELKD-Informationen heraus wird auf weitere Texte von Friedrich Weber verlinkt, so u. a. auf die Catholica-Berichte vor der Generalsynode sowie auf die Beiträge in der Rubrik „Bischöfe zu Fragen der Zeit“ während seiner Amtszeit.

Es schließen sich eine Würdigung des bisherigen Catholica-Beauftragten durch den Leitenden Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), sowie durch den Ökumene-Bischof der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gerhard Feige (Magdeburg), an. Zugleich stellt sich der neue Catholica-Beauftragte Manzke mit einem Text vor. In einer weiteren Übersicht sind die Namen und Amtszeiten der Catholica-Beauftragten der VELKD zusammengestellt.

Wie gewohnt enthalten die VELKD-Informationen Pressemeldungen aus dem Bereich der VELKD, des DNK/LWB und des LWB sowie Hinweise auf neue Publikationen und Veranstaltungen.

Hinweis: Die Nr. 143 der VELKD-Informationen (Dezember 2013 – März 2014) kann unter der Internetadresse http://www.velkd.de/downloads/VELKD-Informationen-Nr_143_download.pdf heruntergeladen und unter der E-Mail-Anschrift texte-vi@velkd.de abonniert werden. Weitere Informationen unter www.velkd.de.


Hannover, 2. April 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 2. April 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Kirchenleitung der VELKD zu Gesprächen in England
Begegnung mit dem Erzbischof von Canterbury Justin Welby - Montag, 31. März 2014

Hannover. Eine Delegation der Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) war vom 25. bis 30. März zu Gesprächen mit Kirchenvertretern in England. Es haben Begegnungen mit dem Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, mit dem Bischof der Lutherischen Kirche in Großbritannien (LCiGB), Dr. Martin Lind, sowie mit Vertretern vom Rat der Lutherischen Kirchen (CLC) in England stattgefunden.

Bei der Begegnung mit dem Erzbischof von Canterbury unterstrich der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), die „guten und vertrauensvollen Beziehungen“ zwischen der lutherischen und anglikanischen Kirche. Der vollen Kirchengemeinschaft stünden vor allem noch Fragen des kirchlichen Amtes entgegen, aber er hoffe, dass diese Themen gelöst werden können. „Wir haben den Glauben, dass unsere Kirchen eines Tages die volle und sichtbare Gemeinschaft erreichen werden. Wir können diese selbst nicht herstellen, aber Gott kann sie uns schenken.“ Bis dahin komme es darauf an, „die vielen Partnerschaften zwischen den beiden Kirchen zu stärken und zu vertiefen.“ Als Gastgeschenk überbrachte der Leitende Bischof dem Erzbischof die kürzlich erschienene Neuausgabe der evangelisch-lutherischen Bekenntnisschriften „Unser Glaube“.

Weitere Schwerpunkte der sechstägigen Reise waren die Gespräche mit Vertretern der Lutherischen Kirche in Großbritannien (LCiGB) und des deutschsprachigen Rates der Lutherischen Kirchen. Insbesondere die LCiGB ist als Minderheitenkirche an Begegnungen mit der VELKD interessiert. Dabei standen vor allem Erfahrungen mit neuen Formen des Gottesdienstes und der Gemeindearbeit im Mittelpunkt. Zudem hat sich die Kirchenleitung mit dem Rat für die Einheit der christlichen Kirchen (CCUC) in England über aktuelle kirchliche und gesellschaftliche Herausforderungen ausgetauscht.

Hinweis: Gerhard Ulrich ist Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD – www.velkd.de) und Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche – www.nordkirche.de).


Hannover, 31. März 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 31. März 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
konfi live – das neue Konfirmandenwerk
Flexible Unterrichtsmaterialien für eine aktive Konfirmandenzeit - Montag, 24. März 2014

konfi live – das neue Konfirmandenwerk

Flexible Unterrichtsmaterialien für eine aktive Konfirmandenzeit

Hannover. Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) legt in Zusammenarbeit mit dem Göttinger Verlag Vandenhoeck & Ruprecht ab dem 27. März 2014 ein neues Konfirmandenwerk vor: konfi live. Verlag und Herausgeber reagieren damit auf Veränderungen in der heutigen Konfirmandenzeit, indem erstmals Unterrichtsmaterialien sowohl für einjährige als auch für zweijährige Kurse bereitgestellt werden. Neu ist zudem der „Begleiter“ für die Konfirmanden. Die Materialien wurden von Konfirmandengruppen sowie von Pfarrern und Pfarrerinnen in einer Testphase erprobt, deren Ergebnisse in die Entwicklung mit eingegangen sind.

„Die Konfirmandenarbeit hat sich enorm verändert“, sagt der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin). Stark gemischte Gruppen, immer weniger Anknüpfungspunkte religiöser Themen und die Belastung der Konfirmanden und Konfirmandinnen durch Ganztagsschulen würden die Verantwortlichen in den Gemeinden in besonderer Weise herausfordern. „Die Gestaltung der Konfirmandenzeit verlangt daher mehr Aufmerksamkeit und vor allem eine intensivere Vorbereitung.“ Es hätten sich vielfältige Modelle, Formen und Methoden entwickelt, um die aktuellen Herausforderungen meistern zu können. „Es geht nicht nur darum Wissen zu vermitteln, sondern die Begegnung mit einem tragfähigen Glauben zu ermöglichen und diesen mit allen Sinnen erfahrbar zu machen. Das Konzept von konfi live bietet den Verantwortlichen in den Gemeinden dafür hilfreiche Materialien“, so Ulrich.

Aus Sicht der für den Konfirmandenunterricht Verantwortlichen sagt Pfarrerin Jacqueline Barraud-Volk (Marktbreit): „Ich schätze den didaktischen Dreischritt von ‚entdecken, deuten und gestalten‘ sowie die Kombinationsmöglichkeit der Gestaltungsvorschläge. Die Einheiten sind so durchlässig, dass ich einzelne Module gut mit meinen eigenen Materialien verbinden kann. Das Programm berücksichtigt zudem die Arbeit im Team und setzt damit Maßstäbe zeitgemäßer Gestaltung der Konfirmandenzeit. Digital abrufbare Bausteine, wie z. B. Bilder und Arbeitsblätter erleichtern mir die Arbeit.“

konfi live ist als fertige Einheit verwendbar, die einzelnen Bestandteile lassen sich aber auch flexibel einsetzen und mit eigenen Materialien kombinieren. Für Pfarrer/Pfarrerinnen und ihre Teams bietet konfi live präzise Vorschläge zur Unterrichtsvorbereitung mit Kopiervorlagen und digitalem Zusatzmaterial, und zwar sowohl für einen einjährigen als auch für einen zweijährigen Kurs. Darüber hinaus bekommen die Konfirmanden einen Wegbegleiter mit allen wichtigen Texten an die Hand, der persönlich gestaltet werden kann. Auf ein klassisches Arbeitsbuch wird verzichtet. Ein Ordner dient zur Aufbewahrung der gesammelten Unterrichtsmaterialien.

Die Idee des Konfirmandenwerks setzt sich bewusst ab vom Lernen in der Schule und bietet den Rahmen zum eigenständigen Ausprobieren. Um den Umgang mit stark gemischten Gruppen zu erleichtern, wird auch die Einbindung von Konfirmanden und Konfirmandinnen mit Handicaps und unterschiedlichen Leistungsniveaus berücksichtigt.

konfi live wurde im Auftrag der Kirchenleitung der VELKD erarbeitet von Martina Steinkühler und wird herausgegeben von Andreas Brummer, Georg Raatz und Martin Rothgangel.

Hinweis: konfi live – das neue Konfirmandenwerk. Vandenhoeck & Ruprecht 2014.
Die konfi-live-Produktfamilie (ein- und zweijähriger Kurs, Begleitheft, Sammelordner) ist ab 27.03.2014 im Buchhandel erhältlich. Rezensionsexemplare/Presse-E-Books vorab können angefordert werden bei Vandenhoeck & Ruprecht, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Tel. 0551 50 84 471, Fax: 0551 50 84 477, E-Mail:
u.schermuly@v-r.de. Weitere Informationen unter www.velkd.de sowie www.v-r.de.

Die Pressemeldung wird zeitgleich vom Verlag Vandenhoeck & Ruprecht versendet. Doppelungen bitten wir zu entschuldigen.


Hannover, 24. März 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 24. März 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Leitender Bischof würdigt Catholica-Beauftragten Friedrich Weber
Neun Jahre lang am Puls des ökumenischen Dialogs - Montag, 24. März 2014

Hannover. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), hat den Catholica-Beauftragten der VELKD, Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), zum Ende seiner Amtszeit gewürdigt. Weber wurde zwischen 2005 und 2014 dreimal in Folge zum Catholica-Beauftragten berufen. Im April tritt der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe, Dr. Karl-Hinrich Manzke, dieses Amt an.

Bischof Ulrich sagte: „An erster Stelle danke ich Friedrich Weber für die umsichtige und nachhaltige Arbeit, die er über neun Jahre als Catholica-Beauftragter der VELKD geleistet hat. Er war immer am Puls des Dialogs mit der römisch-katholischen Kirche. Wir haben seiner Arbeit eine Reihe von innovativen Impulsen für beide Seiten zu verdanken.“ Dies gelte, so Ulrich, für die langfristigen Themen der Amtsfrage, des gemeinsamen Abendmahls sowie der Einheit der Kirche. Ein weiterer Schwerpunkt sei gewesen, dass Weber die Auswirkungen des II. Vatikanischen Konzils für die römisch-katholische Kirche beobachtet habe. „Zudem hat Friedrich Weber die internationalen Gespräche zwischen Lutheranern und Katholiken in den deutschsprachigen Kontext vermittelt.“ In den letzten Jahren habe er zudem die Bedeutung der Taufe für die bilaterale Ökumene betont. „Die Taufe ist auf beiden Seiten anerkannt und Friedrich Weber hat sie zu Recht als Basis für weitere Dialoge verstärkt in den Blick genommen.“

Mit seinem jährlichen Catholica-Bericht vor der Generalsynode habe er ein Aushängeschild der VELKD innerevangelisch verankert. „Der Bericht vor der Generalsynode und den Gästen von der Vollkonferenz der Union evangelischer Kirchen hat uns näher zusammengebracht.“ Die Catholica-Berichte seien als verbindende und verbindliche Einschätzung der ökumenischen Lage akzeptiert worden. „Seine Berichte haben es vermocht, in kluger Weise zwischen allgemeinen Anfragen und spezifischen Antworten, zwischen Problemlagen und Lösungsperspektiven sowie zwischen Distanz und Nähe zu unseren römisch-katholischen Glaubensgeschwistern zu vermitteln.“ Dies sei möglich gewesen, weil Weber theologisch verständlich und detailgetreu argumentieren könne. „Es waren neun ertragreiche Jahre der Catholica-Arbeit, auf die wir gerne zurückblicken.“

Innerhalb der ökumenischen Arbeit nimmt Friedrich Weber (65) weiterhin den Co-Vorsitz der Dritten Bilateralen Arbeitsgruppe der Deutschen Bischofskonferenz und der Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (III. BILAG) sowie das Amt des geschäftsführenden Präsidenten der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) wahr.

Hinweis: Gerhard Ulrich ist Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD – www.velkd.de) und Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche – www.nordkirche.de).


Hannover, 24. März 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 24. März 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Leitender Bischof der VELKD hat Joachim Zirkler eingeführt
Für die Durchführung von internationalen Seminaren zuständig - Sonntag, 16. März 2014

Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), hat Pfarrer Joachim Zirkler als Studienleiter am Zentrum des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Wittenberg eingeführt. Zirkler ist insbesondere für die Vorbereitung und Durchführung internationaler Seminare sowie für die Begleitung von Gruppen aus lutherischen Kirchen verschiedener Länder zuständig. An der Einführung waren der Personaldezernent der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, OLKR Martin Lerchner, der Leiter des Hauses der Stille der sächsischen Landeskirche, Pfarrer Thomas Schönfuß, Missionsdirektor i. R. Peter Große, der Direktor des LWB-Zentrums, Pastor Hans W. Kasch sowie Teilnehmer des 9. Internationalen Seminars beteiligt. Anschließend pflanzten Kirchenvertreter aus Bangladesch, Indien und Madagaskar Bäume im Luthergarten.

Der Leitende Bischof wies auf die Bedeutung der internationalen Seminare zur Theologie Martin Luthers am LWB-Zentrum hin. Es gehe darum, Wissen über die Reformation zu vermitteln sowie die lutherische Identität in den jeweiligen Heimatländern zu stärken. „Es gibt Anfragen gerade von kleinen Mitgliedskirchen nach Materialien zu Luther und zum Reformationsjubiläum. Hier zu sammeln, zu sichten und aufzubereiten, wird eine Ihrer Aufgaben sein.“ In den Seminaren komme „die Vielfalt, in der sich unser Glaube an Christus in den unterschiedlichen Kulturen zeigt, sichtbar und fruchtbar zutage. Diese theologische und ökumenische Weite ist es, die diesen Ort so reich macht.“

Joachim Zirkler zeigte sich erfreut über seinen neuen Aufgabenbereich. „Nach 15 Jahren in einer dörflich geprägten niedersächsischen Gemeinde und elf Jahren an der evangelischen Hauptkirche von Dresden stelle ich mich sehr gerne auf eine völlig neue Tätigkeit ein, die mich mit Menschen aus aller Welt zusammenbringt.“ Außerdem sei es eine große Herausforderung, seitens des LWB-Zentrums an der Vorbereitung des Reformationsjubiläums 2017 mitwirken zu können.

Joachim Zirkler (59) ist in Dresden geboren und aufgewachsen. Nach dem Abitur 1973 studierte er Evangelische Theologie in Berlin und Leipzig und absolvierte sein Vikariat in Leipzig. 1984 siedelte er nach Westdeutschland über. Nach einem weiteren Vikariat in Hildesheim war er von 1987 bis 2002 Pastor in Gleidingen bei Hannover. 2002 kehrte Joachim Zirkler nach Dresden zurück und übernahm die Pfarrstelle an der Kreuzkirche. In Vorbereitung auf seine Tätigkeit als Studienleiter des LWB-Zentrums hat Zirkler im Herbst 2013 drei Monate in Südafrika zugebracht. Dort war er zunächst an der Theologischen Fakultät in Pietermaritzburg und anschießend in einer multiethnischen, englischsprachigen Kirchengemeinde in Johannesburg tätig. Zirkler ist Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Seinen Dienst im LWB-Zentrum hat er mit Jahresbeginn aufgenommen.

Hinweis: Gerhard Ulrich ist Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche – www.nordkirche.de).

Hinweis: Weitere Informationen unter www.velkd.de sowie www.lwb-zentrum-wittenberg.de


Hannover, 16. März 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher des DNK/LWB

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Sonntag, 16. März 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Leitender Bischof der VELKD gratuliert Kardinal Reinhard Marx
Herausfordernde und erfüllende Aufgabe der Gestaltung - Mittwoch, 12. März 2014

Hannover. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), hat dem neugewählten Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, dem Erzbischof von München und Freising Kardinal Reinhard Marx, zu dessen Wahl gratuliert.

„Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands freut sich, dass mit Ihnen ein Theologe den Vorsitz der Bischofskonferenz übernimmt, der vielfältige Leitungserfahrungen auf nationaler und internationaler Ebene mitbringt und es versteht, sein profundes theologisches und sozialethisches Wissen deutlich und verständlich in die gesellschaftliche Debatte einzubringen. Wir sind sicher, dass Sie die vertrauensvolle ökumenische Zusammenarbeit, die Sie bereits in München pflegen, nun auch auf Bundesebene in der Tradition Ihres Vorgängers fortführen werden.“

Angesicht der aktuellen gesellschaftlichen, religiösen und kirchlichen Situation sei es eine herausfordernde, aber auch erfüllende Aufgabe, den Weg der Deutschen Bischofskonferenz und der katholischen Kirche in Deutschland mitzuprägen, zumal die nationalen Bischofskonferenzen eine zunehmende Bedeutung erhielten. „Für die Doppelaufgabe als Erzbischof der Diözese München und Freising und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz wünsche ich Ihnen viel Kraft und Gottes Segen“, so Ulrich.

Hinweis: Gerhard Ulrich ist Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD – www.velkd.de) und Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche – www.nordkirche.de).


Hannover, 12. März 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 12. März 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Hendrik Mattenklodt in seinen Dienst am Gemeindekolleg der VELKD eingeführt
„Gottes Bewegung ist unsere Mission“ - Donnerstag, 6. März 2014

Hannover/Neudietendorf. Pfarrer Hendrik Mattenklodt ist in seinen Dienst als theologischer Referent am Gemeindekolleg der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Neudietendorf eingeführt worden. Die Einführung im Rahmen eines Gottesdienstes nahm der Leiter des Amtes der VELKD, Dr. Friedrich Hauschildt (Hannover), vor. Weitere Beteiligte waren unter anderen Bischof em. Biörn Fjärstedt (Uppsala) und Kaplan Bimbi Ollberg (Visby) von der Schwedischen Kirche, Pfarrer Christian Theile von der Herrnhuter Brüdergemeine, Diakonin Sabine Riddermann vom Ev. Perthes-Werk sowie der Leiter des Gemeindekollegs, Prof. Dr. Reiner Knieling. Mattenklodt arbeitet seit November 2013 am Gemeindekolleg.

In seiner Ansprache hob Hauschildt den Beitrag des Gemeindekollegs zur religiösen Sinnsuche hervor. „Wenn das Gemeindekolleg Menschen für die Begleitung von Sterbenden befähigt, wenn mit Kirchenvorständen darüber nachgedacht wird, wie Gemeinde neu aufgestellt werden kann, wenn nach neuen Weisen gesucht wird, mit Konfessionslosen ins Gespräch zu kommen: immer geht es darum, mit der Erfahrung von Gewissheit, von Zuversicht, von Sinn in Kontakt zu bleiben oder neu in Kontakt zu kommen.“ Die Arbeit des  Gemeindekollegs ziele darauf, dass Gottes Gnade als befreiend und sinnstiftend erfahren werde.

Der Leiter der Einrichtung, Reiner Knieling, wies auf die Kompetenzen Mattenklodts hin. „Aus seiner Zeit in Soest in Westfalen bringt er vielfältige Gemeindeerfahrungen und ökumenische Kontakte mit, die seiner Arbeit mit dem Projekt ‚Sterbende begleiten lernen‘ sowie der Öffentlichkeitsarbeit und der Vernetzung des Gemeindekollegs zugutekommen.“ Er freue sich sehr auf die weitere Zusammenarbeit.

Hendrik Mattenklodt zeigte sich begeistert über die große Bandbreite und Teamorientierung in der Arbeit des Gemeindekollegs. Bei der Entwicklung neuer und Durchführung bewährter Projekte seien die vielfältigen Erfahrungen und Denkansätze aus der Projektarbeit Quellen der Inspiration. „Unser Ziel ist es, neue Bewegungen und in diesen Bewegungen Gott und die Menschen vor Ort wahrzunehmen. Gottes Bewegung ist unsere Mission“, so Mattenklodt. Die vielfältige und ökumenische Beteiligung im Einführungsgottesdienst sei ein Zeichen dafür.

Hendrik Mattenklodt (48) war zuletzt Pfarrer an der Evangelischen Wiese-Georgs-Kirchengemeinde in Soest. Davor war er als pädagogischer Mitarbeiter in der Berufsintegration für Langzeitarbeitslose tätig. Nach seinem Studium der Evangelischen Theologie in Marburg, Münster und Bielefeld-Bethel absolvierte Mattenklodt ein Gemeindepraktikum in Visby in Schweden und war Vikar in Geseke sowie in Stockholm und Visby.

Das 1986 gegründete Gemeindekolleg hat die Aufgabe, bundesweit Projekte für Gemeindearbeit zu entwickeln und zu vermitteln, Ideen und Impulse zur Gemeindeentwicklung zu vernetzen sowie Veränderungsprozesse zu begleiten. Neben Konsultationen und Wochenenden für Kirchenvorsteher führt das Gemeindekolleg unter anderem Seminare zu Projekten wie „Sterbende begleiten lernen“ oder „Spiritualität im Alltag“ durch, zudem bietet es Beratungen, Moderationen und Vorträge an. Die Angebote richten sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kirche.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.velkd.de und www.gemeindekolleg.de.


Hannover, 6. März 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher des DNK/LWB

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 6. März 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Neue Buchreihe des Liturgiewissenschaftlichen Instituts der VELKD begründet
„Impulse für Liturgie und Gottesdienst“ - Dienstag, 4. März 2014

Hannover. Das Liturgiewissenschaftliche Institut der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) bei der theologischen Fakultät der Universität Leipzig hat die neue Buchreihe „Impulse für Liturgie und Gottesdienst“ begründet. Der erste Band unter dem Titel „Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen …“ widmet sich dem öffentlichen Gebet und versammelt dazu Beiträge von Jochen Arnold, Johann Hinrich Claussen, Alexander Deeg, Anne Gidion, Thomas Hirsch-Hüffell, Norbert Hummelt, Hermann Kurzke, Christian Lehnert, Michael Meyer-Blanck, Dirk Pilz, Ulrich Schacht und Fulbert Steffensky.

Der Geschäftsführer des Liturgiewissenschaftlichen Instituts, Pfarrer Christian Lehnert, schreibt: „Viel ist heute von einer Krise des Gebetes die Rede. Die Kunst des öffentlichen Gebets erfordert viel Nachdenken und Kreativität. Wir wollen denen, die vor der Aufgabe stehen, laut und mit anderen zu beten, unterstützende Anregungen geben.“ Aus den gegenwärtigen kulturellen und spirituellen Gegebenheiten würden sich diffuse Erwartungen an öffentliche Gebete ergeben. „Das Buch versammelt Beiträge von Theologen und Schriftstellern, von Machern und von Betroffenen, von Lehrenden und Suchenden, die sich unterschiedlichen Aspekten des öffentlichen Gebetes zuwenden.“ Dabei handele es sich um einen praxisnahen Versuch, „Reflexion und Handlungsvorschläge zu einer Sprachschule des Gebets zu verbinden“, so Lehnert.

Hinweis: Die Publikation kann über den Buchhandel bezogen werden.
„Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen …“. Hrsg. vom Liturgiewissenschaftlichen Institut der VELKD. Impulse für Liturgie und Gottesdienst, Band 1. Evangelische Verlagsanstalt Leipzig, 2014. ISBN 978-3-374-03756-8. 112 Seiten, 14,80 EUR.

Weitere Informationen unter www.velkd.de.


Hannover, 4. März 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 4. März 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
„Religion und christlicher Glaube in der Optionsgesellschaft“
Bischofskonferenz der VELKD kommt zur Klausurtagung in Hildesheim zusammen - Montag, 3. März 2014

Hannover. Die Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) kommt zu ihrer diesjährigen Klausurtagung unter dem Thema „Religion und christlicher Glaube in der Optionsgesellschaft“ zusammen. Die Tagung findet vom 8. bis 11. März 2014 in Hildesheim statt und ist nicht öffentlich. Gastgeberin ist die hannoversche Landeskirche.
Die Klausurtagung ist insbesondere durch drei Vorträge geprägt. Die Referenten und ihre Themen lauten: Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Joas, Freiburg Institute for Advanced Studies an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg: „Glauben in der Option“, Prof. Dr. Hans-Joachim Höhn, Institut für Katholische Theologie/Lehrstuhl für Systematische Theologie und Religionsphilosophie an der Universität zu Köln: „Signaturen des Religiösen im postsäkularen Zeitalter – Theologische Problemanzeigen, Herausforderungen und Perspektiven“ sowie Dr. Reinhard Hempelmann, Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin: „Chancen, Herausforderungen und Gefährdungen des kirchlich bestimmten Glaubens im postsäkularen Zeitalter“.
Im weiteren Verlauf der Tagung tritt die Bischofskonferenz zur ihrer Geschäftssitzung zusammen, auf der u. a. die nationalen und internationalen Gäste aus ihren Kirchen berichten. Die Bischofskonferenz der VELKD tagt nicht öffentlich. Die Presse wird durch eine Pressekonferenz informiert.
Die Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) besteht aus 16 Mitgliedern. Ihr gehören die Bischöfe der VELKD-Mitgliedskirchen sowie fünf weitere ordinierte Inhaber eines kirchenleitenden Amtes an. Vorsitzender ist der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin). Die Bischofskonferenz tritt zweimal im Jahr zusammen. Ihre Aufgabe ist es unter anderem, bei der Beschlussfassung über  Kirchengesetze, über Agenden und Ordnungen für den Gottesdienst sowie über Verordnungen mit Gesetzeskraft mitzuwirken.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.velkd.de.


Hannover, 3. März 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 3. März 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Delegation der VELKD-Bischofskonferenz zu Konsultationen in Tansania
Gemeinsame Herausforderungen in den internationalen Partnerschaften - Mittwoch, 19. Februar 2014

Hannover. Eine Delegation der Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) ist zu Gesprächen mit Bischöfen der Evangelical Lutheran Church in Tanzania (ELCT) vom 20. bis 25. Februar in Arusha/Tansania. An der Konsultationsreise nehmen der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin) sowie der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm (München), teil. Sie werden vom Direktor des „Zentrum für Mission und Ökumene - nordkirche weltweit“ (ZMÖ) der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, Dr. Klaus Schäfer, sowie vom Tansania-Referenten der „MissionEineWelt“ (MEW) der bayerischen Landeskirche, Pfarrer Manfred Scheckenbach, fachlich begleitet.

Der Leitende Bischof der VELKD, Gerhard Ulrich, sieht in der Konsultation die Fortsetzung eines behutsamen Dialogs („careful dialogue“), der zwischen der ELCT und der VELKD geführt wird. „Seit einigen Jahren sind wir in guten Gesprächen mit den Bischöfen der lutherischen Kirche in Tansania. Desto mehr freue ich mich, dass wir nun einige Tage in Ruhe miteinander sprechen können. Aufgrund unserer sehr unterschiedlichen religiösen, kulturellen und politischen Verhältnisse ist der Austausch für das gegenseitige Verständnis und eine vertiefte Vertrauensbildung sehr wichtig.“

In den geplanten Gesprächen sollen die gemeinsamen Herausforderungen für die lutherischen Kirchen in Tansania und Deutschland thematisiert werden. Dabei geht es unter anderem um das Verständnis des Bischofsamtes, um weitere Planungen in der Partnerschaftsarbeit zwischen den beteiligten Kirchen und Diözesen sowie um Fragen der Landgerechtigkeit und des Klimawandels. Dazu bereitet sich jeweils ein Teilnehmer aus Deutschland und aus Tansania besonders vor und gibt einen Gesprächsimpuls. Sowohl Landesbischöfin Junkermann als auch die Landesbischöfe Bedford-Strohm und Ulrich sehen die Konsultation zudem als Gelegenheit für den Ausbau ihrer zumeist langjährigen landeskirchlichen Partnerschaften mit der tansanischen Kirche.

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Tansania ist mit mehr als sechs Millionen Mitgliedern die größte lutherische Kirche in Afrika und eine der mitgliederstärksten Kirchen im Lutherischen Weltbund (LWB). Das Wachstum der Kirche liegt bei etwa acht Prozent jährlich. Schwerpunkte der kirchlichen Arbeit sind neben den pastoralen Aufgaben insbesondere das Gesundheits- und Bildungswesen. Leitender Bischof der ELCT ist Dr. Alex G. Malasusa, zugleich Bischof der „Eastern and Coastal Diocese“ in Daressalam. Der Sitz der Kirchenleitung der ELCT befindet sich in Arusha.

Hinweis: Gerhard Ulrich ist Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD – www.velkd.de) und Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche – www.nordkirche.de). Weitere Informationen unter www.velkd.de.


Hannover, 19. Februar 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 19. Februar 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Einmaliges Zusammenwirken von wissenschaftlicher Theologie und kirchlicher Verantwortung
Leitender Bischof der VELKD würdigt Eduard Lohse zum 90. Geburtstag - Montag, 17. Februar 2014

Hannover. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), hat Prof. Dr. Eduard Lohse zu seinem 90. Geburtstag am Mittwoch, dem 19. Februar, gratuliert und seine kirchlichen und wissenschaftlichen Leistungen gewürdigt. Eduard Lohse war von 1975 bis 1978 Leitender Bischof der VELKD.
In seinem Gratulationsschreiben betont Ulrich das Zusammenwirken von Wissenschaft und Kirche im Leben des Jubilars. „Ihr Lebenslauf und Lebenswerk erscheint mir durch zwei große Linien gekennzeichnet zu sein: Zum einen durch die Bindung an unsere Kirche und zum anderen durch das Engagement für die Wissenschaft.“ So habe Lohse über viele Jahre kirchliche Leitungsämter wahrgenommen, zu denen auch das Amt des Leitenden Bischofs der VELKD gehört habe.
„Neben den kirchlichen Ämtern haben Sie unablässig Ihre Arbeit in der theologischen Wissenschaft fortgeführt, indem Sie grundlegende und wegweisende Schriften verfasst haben, unter anderem exegetische Kommentare, Monographien zur Entstehung des Neuen Testaments, zum Grundriss der neutestamentlichen Theologie und zur Theologische Ethik des Neuen Testaments. Darüber hinaus möchte ich vor allem auch die Psalm-Auslegungen und die Studie zum Vaterunser erwähnen.“
Lohse habe auf überzeugende Weise gezeigt, „dass sich theologische Wissenschaft und kirchliche Verantwortung nicht ausschließen, sondern auf kreative Weise miteinander verbinden lassen“, schreibt Ulrich. „So wie die Kirchenleitung auf solide Theologie angewiesen ist, so ist die Wissenschaft auf den Bezug zur Glaubenspraxis verwiesen. Nicht ohne Grund waren Sie als Präsident des Weltbundes der Bibelgesellschaften für viele Jahre an der Schnittstelle zwischen akademischer Forschung und Gemeindebezug tätig.“
Als Leitender Bischof freue sich Ulrich insbesondere darüber, dass Lohse es sich nicht nehmen lassen, nach Möglichkeit an den Sitzungen der VELKD-Generalsynode teilzunehmen. „Ihre treue und verlässliche Präsenz auf unseren Synodentagungen ist uns ein großes Zeichen Ihrer Verbundenheit mit den lutherischen Kirchen, und dies bis in das nun erreichte hohe Alter hinein.“

Hinweis: Weitere Informationen unter www.velkd.de.


Hannover, 17. Februar 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 17. Februar 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Sprache für den Gottesdienst finden
Liturgiewissenschaftliches Institut der VELKD feiert 20-jähriges Bestehen - Montag, 17. Februar 2014

Hannover/Leipzig. Das Liturgiewissenschaftliche Institut der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) bei der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig veranstaltet am 25. Februar eine Feier zu seinem zwanzigjährigen Bestehen. Das Programm der Festveranstaltung sieht ein Gespräch über die liturgische Sprache der Gegenwart mit der Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff (Berlin) und der Kulturbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Petra Bahr (Berlin), vor. Die Moderation hat der Geschäftsführer des Instituts, Christian Lehnert. Zudem sprechen Ralf Meister, Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, sowie Prof. Dr. Wolfgang Ratzmann, ehemaliger Leiter des Liturgiewissenschaftlichen Instituts. Die musikalische Rahmung übernimmt der Saxophonist Uwe Steinmetz.

Der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), sieht im Liturgiewisenschaftlichen Institut einen der Arbeitsschwerpunkte der VELKD verortet. „Als lutherische Kirche sind wir vor allem an der Feier des Gottesdienstes interessiert. Da wir glauben, dass Gott uns im Gottesdienst begegnet, ist uns kein Aufwand zu groß, hierfür den Weg zu ebnen. Dabei geht es vor allem um eine zugleich tiefgründige und verständliche Sprache sowie um eine ansprechende Gestaltung.“

Der Leiter des Liturgiewissenschaftlichen Instituts, Prof. Dr. Alexander Deeg, freut sich, dass die Einrichtung nach nunmehr zwanzigjähriger Arbeit nicht mehr wegzudenken ist aus dem theologischen Angebot der Universität und der kirchlichen Landschaft. „Mit dem Kooperationsvertrag von 1993 haben die VELKD und die Universität Leipzig Maßstäbe gesetzt. Mittlerweile hat das Institut seinen festen Platz in der universitären Ausbildung von Pastorinnen und Pastoren, in der liturgiewissenschaftlichen Forschung und in den liturgischen Arbeitsfeldern der VELKD erworben. Es ist ein Ort, an dem in ökumenischer Verbundenheit an der Gestalt des lutherischen Gottesdienstes weitergedacht und weitergearbeitet wird. Dabei erschließt das Leipziger Institut die Schätze der Tradition ebenso wie es neue kulturwissenschaftliche und ästhetische Ansätze einbezieht.“

Pfarrer Christian Lehnert, seit 2012 Geschäftsführer des Instituts, ist in seiner Arbeit vor allem an der gottesdienstlichen Sprache interessiert. „In erster Linie geht es uns darum, eine angemessene Sprache für den Gottesdienst zu finden. Dazu forscht, lehrt und publiziert unser Institut. Seit den Anfängen vor zwanzig Jahren arbeiten wir an der Nahtstelle zwischen Kirche und Universität. Heute ist insbesondere der Bezug zur Kultur hinzugekommen, der aus der Einsicht resultiert, dass wesentliche Gestaltungsfragen des Gottesdienstes kultureller Art sind.“ Die Fragestellungen, denen sich das Liturgiewissenschaftliche Institut widmet, seien gegenwärtig durch den unübersichtlichen, individualisierten und pluralistischen gesellschaftlichen Kontext gekennzeichnet. Allerdings würden liturgiehistorische und systematisch-theologische Perspektiven dadurch eher geschärft und „das Miteinander von Universität und Kirche vertieft“, so Lehnert.

Neben den liturgischen und den liturgiewissenschaftlichen Angeboten, an denen rund 40 Studierende pro Jahr teilnehmen, bietet das Institut ab dem kommenden Sommersemester auch ein Kontaktstudium  für Pfarrer/innen und Kirchenmusiker/innen an. Das Institut verfügt über eine Spezialbibliothek und über ein Schallarchiv mit mehr als 40.000 Tonträgern. In der eigenen Buchreihe „Beiträge zu Liturgie und Spiritualität“ sind mittlerweile 24 Bände erschienen, im Herbst dieses Jahres kommt eine zweite Reihe unter dem Titel „Impulse für Liturgie und Gottesdienst“ hinzu. Um die Diskussion innerhalb der wissenschaftlichen Theologie zu fördern, lädt das Institut einmal im Jahr zum liturgiewissenschaftlichen Fachgespräch ein. Ebenfalls jährlich finden die „Tage gelebter Liturgie auf Burg Rothenfels“ statt.

Die VELKD und die Universität Leipzig hatten den Kooperationsvertrag zur Errichtung des Instituts im Dezember 1993 unterzeichnet. Es nahm seine Arbeit im Februar 1994 auf.

Hinweis: Die Festveranstaltung zum zwanzigjährigen Bestehen des Liturgiewissenschaftlichen Instituts der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) bei der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig findet am Dienstag, dem 25. Februar 2014, ab 18:00 Uhr im Alten Senatssaal der Universität Leipzig, Ritterstraße 26, 04109 Leipzig statt. Weitere Informationen unter www.velkd.de sowie www.velkd.de/leipzig.


Hannover, 17. Februar 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 17. Februar 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Rüdiger Gebhardt aus Pullach verabschiedet
„Ihn gehen zu lassen, fällt schwer“ - Sonntag, 26. Januar 2014

Hannover/Pullach. Mit einem Gottesdienst ist der Studienleiter am Theologischen Studienseminar der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Pullach, Pfarrer Dr. Rüdiger Gebhardt, verabschiedet worden. Gebhardt war seit März 2010 in der Pfarrerfortbildung am Studienseminar tätig und hatte zudem das Amt des stellvertretenden Rektors inne. Am 1. Februar nimmt Gebhardt seinen Dienst als Rektor und Professor für Kirchliche Handlungsfelder an der CVJM-Hochschule in Kassel auf.

Die Entpflichtung und Würdigung von Rüdiger Gebhardt nahm die theologische Grundsatzreferentin des Amtes der VELKD in Hannover, Oberkirchenrätin Dr. Mareile Lasogga, vor. Im Rückblick habe sich bestätigt, was man vor vier Jahren erwartet habe: „Wir suchten einen profilierten lutherischen Theologen, der fundierte Erfahrungen sowohl aus dem Pfarramt als auch aus der wissenschaftlichen Arbeit mitbringt.“ Daher sei die Entscheidung für Rüdiger Gebhardt leicht gefallen. „Ihn nun wieder gehen zu lassen, fällt hingegen schwer“, so Lasogga. Gebhardt sei ein Gewinn für Pullach gewesen, zugleich zeige sein Wechsel, dass er noch andere Gaben und Möglichkeiten für sich sehe. „Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Engagement, Ihre Ideen und für die theologische Kompetenz, die Sie im Studienseminar eingebracht haben. Wir wünschen Ihnen viel Freude an den neuen Aufgaben.“

Der Rektor des Theologischen Studienseminars, Dr. Detlef Dieckmann-von Bünau, sagte: „Mit Rüdiger Gebhardt verlässt ein Studienleiter das Haus, der Studienkurse auf einem sehr hohen theologischen Niveau durchgeführt hat. Deswegen hat ihm das Theologische Studienseminar viel zu verdanken. Auch für mich persönlich war es ein Gewinn, mit ihm fast ein Jahr zusammenzuarbeiten. Nun wünschen wir ihm einen guten Anfang in seinem neuen Amt und seiner Familie alles Gute und Gottes Segen für den Umzug nach Kassel.“

Studienleiter Rüdiger Gebhardt sagte: „Ich blicke auf vier erfüllte Jahre in Pullach zurück. Wenn es nach meiner Familie und mir gegangen wäre, hätten es ruhig noch ein einige Jahre mehr werden können. Trotzdem haben wir entschieden, dass ich mich der überraschenden Berufung an die CVJM-Hochschule nicht entziehe. So empfinde ich heute beides: Dankbarkeit für die schöne Zeit und die gute Zusammenarbeit im Theologischen Studienseminar, aber auch Vorfreude auf die neuen Herausforderungen.“

Im Gottesdienst zur Verabschiedung von Dr. Gebhardt haben Pfarrer Kurt Bordon (Pullach), Rektor Dr. Detlef Dieckmann-von Bünau (Pullach), Prof. Dr. Wilfried Härle (Heidelberg) sowie Oberkirchenrätin Dr. Mareile Lasogga (Hannover) mitgewirkt.

Das Theologische Studienseminar der VELKD bietet Pfarrerinnen und Pfarrern, kirchenleitend Verantwortlichen, Synodalen sowie theologisch Interessierten Kurse zur Fort- und Weiterbildung an. Dabei kommen insbesondere aktuelle und perspektivische Fragen von Kirche und Gesellschaft auf der Grundlage lutherischer Theologie zum Tragen.

Hinweis: Weitere Hinweise unter www.velkd.de sowie www.theologisches-studienseminar.de.


Hannover, 26. Januar 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Sonntag, 26. Januar 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Evangelisch-lutherische liturgische Identität
Ein Thesenpapier der VELKD - Dienstag, 14. Januar 2014

Hannover. Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) hat ein Thesenpapier unter dem Titel „Evangelisch-lutherische liturgische Identität“ herausgegeben. Der rund 20-seitige Text thematisiert im Kontext aktueller liturgischer und liturgiewissenschaftlicher Fragen Möglichkeiten einer lutherischen Identität. Der Text ist als Nr. 169 in der Reihe der „Texte aus der VELKD“ erschienen.

Im Geleitwort weist der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), darauf hin, dass sich insbesondere für die Erarbeitung von gottesdienstlichen Agenden die Frage nach der liturgischen Identität stelle. „Resultierend aus breit angelegten Konsensfindungsprozessen bilden sie das Selbstverständnis ihrer Auftraggeber ab und verkörpern kirchliche Identität im Wandel der Zeit.“ Die Veröffentlichung der Thesen solle dazu dienen, die liturgisch Verantwortlichen in den Landeskirchen in die weitere Entwicklung des Themas mit einzubeziehen. „Damit verbindet sich die Hoffnung, dass die Arbeit am Gottesdienst zu grundlegenden Reflexionen anregt, und die Verständigung über sein Wesen, sein Herkommen und seine weitere Ausrichtung Raum gewinnt“, so Ulrich.

Der Text „Evangelisch-lutherische liturgische Identität“ geht auf eine Anregung der Kirchenleitung der VELKD zurück, die das Papier im Sommer vergangenen Jahres angenommen hat. Die Bischofskonferenz der VELKD hat sich den Text im Rahmen der Sitzung im November 2013 in seinen Grundzügen zu eigen gemacht. Er wurde vom Vorsitzenden des Liturgischen Ausschusses, Prof. Dr. Klaus Raschzok, der Vorsitzenden des Theologischen Ausschusses, Prof. Dr. Christine Axt-Piscalar sowie dem Leiter des Liturgiewissenschaftlichen Institutes der VELKD an der Universität Leipzig, Prof. Dr. Alexander Deeg, verfasst.

Hinweis: Die Nr. 169 der Texte aus der VELKD kann unter der Adresse www.velkd.de/downloads/Texte_169_Ev_luth_liturgische_Identitaet.pdf heruntergeladen werden.


Hannover, 14. Januar 2014
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 14. Januar 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

Seite drucken
Seite drucken