Archiv: Pressemitteilungen 2013

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„Texte aus der VELKD“: Luthers Schriften über die Juden
Volker Weymann zu den theologischen und politischen Herausforderungen - Donnerstag, 19. Dezember 2013

Hannover. Das Verhältnis Martin Luthers zum Judentum und seinen jüdischen Zeitgenossen, wie es in seinen Schriften über die Juden zum Ausdruck kommt, fordert insbesondere mit Blick auf das Reformationsjubiläum eine klärende und differenzierte Betrachtung.
In der Nr. 168 ihrer Reihe „Texte aus der VELKD“ hat die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) jetzt einen Beitrag von Prof. Dr. Volker Weymann mit dem Titel „Luthers Schriften über die Juden – Theologische und Politische Herausforderungen“ veröffentlicht.

Aus zeitgeschichtlicher und hermeneutischer Perspektive untersucht Weymann, von 1994 bis 2006 Rektor des Theologischen Studienseminars der VELKD, die Entwicklung in Luthers Äußerungen von anfänglich beachtlicher Offenheit gegenüber den Juden bis hin zu verheerender Polemik. Insbesondere Luthers Spätschriften „gegen die Juden“ seien eine „schwere Hypothek“. Daher brauche es eine sachkritische und „quellenbewusste Wahrnehmung“. Wo es nötig sei, müsse man „Luther gegen Luther ins Feld führen“, um an den „Kern notwendiger Auseinandersetzung“ heranzukommen. So könnten Ansätze entstehen, die „Herausforderungen und Perspektiven“ für den „christlich-jüdischen Dialog“ aufzeigten.

Hinweis: Die „Texte aus der VELKD“ Nr. 168 – Dezember 2013 können unter der Adresse http://www.velkd.de/downloads/Texte_168_
Luthers__Schriften_ueber_die_Juden_download.pdf
heruntergeladen werden. Nutzer von Smartphones können die Datei über einen QR-Code auf ihr mobiles Endgerät laden.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 19. Dezember 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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Lutherisches Bekenntnis, ökumenische Perspektiven und politische Verantwortung
„Texte aus der VELKD“ und „VELKD-Informationen“ dokumentieren Beiträge der VELKD-Generalsynode - Freitag, 6. Dezember 2013

Ab sofort liegen die Berichte, Beiträge und Beschlüsse von der 6. Tagung der 11. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in der Ausgabe Nr. 167 der „Texte aus der VELKD“ vor.
Der Bericht des Leitenden Bischofs, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), befasst sich u. a. mit dem Verhältnis von Kirche und Politik. In ihrer Entschließung zum Bericht unterstreicht die Synode, dass „das Flüchtlingsproblem ein Schwerpunktthema der Europapolitik“ sein müsse und sich dieses eng mit „dem kritischen Umgang mit vor Ort erlebter Fremdenfeindlichkeit“ berühre.
Der Catholica-Beauftragte der VELKD, Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), thematisiert in seinem Bericht insbesondere die ökumenischen Perspektiven in Hinblick auf „Luther 2017 – 500 Jahre Reformation“.
Im Rahmen der Diskussion zur Weiterführung des Verbindungsmodells zwischen der VELKD und der EKD befasste sich die Synode mit der Bewahrung und Bewährung der lutherischen Bekenntnisse und hat eine Kundgebung zur theologischen Position der VELKD beschlossen. Sowohl die Kundgebung als auch das einführende Impulsreferat der Vorsitzenden des Theologischen Ausschusses, Prof. Dr. Christine Axt-Piscalar (Göttingen), sind in den „Texten aus der VELKD“ abgedruckt.
In der Ausgabe Nr. 142 der „VELKD-Informationen“ ist unter dem Titel „Aus Geschichten wird Geschichte“ ein Beitrag von Dr. Stefan Cosoroaba aus der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien zu lesen. Der Dozent für Praktische Theologie am Protestantisch-Theologischen Institut in Sibiu/Hermannstadt sieht die Geschichte der Siebenbürger Sachsen als Teil der europäischen Migrationsgeschichte und fordert im Vertrauen auf das Evangelium „Mut zum Deuten und zur Deutlichkeit“ ein.

Hinweis: Die „Texte aus der VELKD“ Nr. 167 können unter der Internetadresse www.velkd.de/downloads/Texte_167_Catholica_Leibi_Thema_download.pdf, die „VELKD-Informationen“ Nr. 142 unter www.velkd.de/downloads/VELKD-Informationen-Nr_142_download.pdf heruntergeladen werden.

Nutzer von Smartphones können die Dateien über einen QR-Code auf ihr mobiles Endgerät laden.
Ein kostenfreies Abonnement der Texte aus der VELKD und der VELKD-Informationen kann über die E-Mailadresse texte-vi@velkd.de bestellt werden.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Leitender Bischof der VELKD würdigt Friedrich-Otto Scharbau
Langjähriger Präsident des Lutherischen Kirchenamtes verstorben - Donnerstag, 5. Dezember 2013

Hannover. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), hat das Lebenswerk von Dr. h. c. Friedrich-Otto Scharbau gewürdigt. Scharbau war von 1983 bis 2000 Präsident des Lutherischen Kirchenamtes der VELKD in Hannover. Er verstarb am 1. Dezember 2013 im Alter von 78 Jahren.

In seinem Kondolenzschreiben sprach der Leitende Bischof der Familie des Verstorbenen sein herzliches Beileid und Mitgefühl aus. „Wir trauern mit Ihnen und behalten Friedrich-Otto Scharbau als fröhlichen Christenmenschen und gewissenhaften Theologen in dankbarer Erinnerung. Wir vertrauen darauf, dass er nun schaut, was er geglaubt hat.“

Friedrich-Otto Scharbau habe der Kirche in verschiedenen Positionen in hervorragender Weise gedient. „17 Jahre lang hat er das Lutherische Kirchenamt der VELKD mit großer theologischer Klarheit und einem sicheren Gespür auch für rechtliche und verfahrensmäßige Gegebenheiten geleitet. Nach der politischen Wende war er maßgeblich daran beteiligt, den Beitritt der drei östlichen lutherischen Kirchen zur VELKD zu begleiten.“ Viele Jahre habe er europaweit die Arbeit in der Leuenberger Kirchengemeinschaft mitgeprägt, die er als lutherischer Präsident mit geleitet hat. „Im Amt der VELKD denken wir gerne an die Zeit, als Friedrich-Otto Scharbau Präsident des damaligen Lutherischen Kirchenamtes in der Richard-Wagner-Straße in Hannover war. Wir werden ihm in der VELKD ein ehrendes Andenken bewahren.“

Friedrich-Otto Scharbau wurde am 4. Oktober 1935 in Kiel geboren. Nach seinem Studium der Evangelischen Theologie in Kiel und Göttingen wirkte er als Gemeindepastor in Kiel, als Studieninspektor am Predigerseminar in Preetz und als Oberkirchenrat im Dienst der Schleswig-Holsteinischen und später der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Von 1983 bis 2000 war er Präsident des Lutherischen Kirchenamtes der VELKD in Hannover. Darüber hinaus war Scharbau von 1987 bis 1993 Lutherischer Präsident des Exekutivausschusses der Leuenberger Kirchengemeinschaft (später: Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa) und von 1993 bis 2001 dessen Mitglied. Von 2000 bis 2003 war er ehrenamtlich Präsident der Luther-Akademie Ratzeburg, von 2003 bis 2007 Präsident der Luther-Akademie Sondershausen-Ratzeburg. Scharbau wurde im Jahr 2002 zum Ehrenstiftsherrn des Klosters Loccum ernannt. Die Theologische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) verlieh ihm am 25. November 2005 die Ehrendoktorwürde für seine wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Kirchenverfassung und des ökumenischen Dialogs.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Leitender Bischof der VELKD gratuliert neuem braunschweigischen Landesbischof
Gerhard Ulrich freut sich auf Zusammenarbeit mit Christoph Meyns - Samstag, 23. November 2013
Der Leitende Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), hat dem neugewählten Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig, Dr. Christoph Meyns (Kiel), zu dessen Wahl gratuliert. „Darüber hinaus grüße ich Sie auch persönlich sehr herzlich und wünsche Ihnen für Ihre neue Aufgabe Gottes Segen, viel Kraft und eine glückliche Hand. Im Blick auf die Gemeinschaft der lutherischen Landeskirchen in Deutschland freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen im Rahmen der VELKD und deren Bischofskonferenz.“ Ulrich sprach seine Gratulation zugleich als Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) aus.

In seinem Gratulationsschreiben betont Ulrich, dass der neue Landesbischof für seine Aufgabe bestens vorbereitet sei. „Für Ihr Amt als Bischof bringen Sie vielfältige Erfahrungen sowohl aus der pastoralen Arbeit als auch aus landeskirchlichen Bezügen mit.“ Ihm seien nicht nur die grundlegenden Anforderungen an die gemeindliche Arbeit vertraut, sondern auch projektbezogene Verantwortung in kirchlichen Veränderungsprozessen. So habe Meyns während der zurückliegenden eineinhalb Jahre sein „theologisches und organisationstheoretisches Wissen als Mitarbeiter im Dezernat für Theologie und Publizistik“ im Landeskirchenamt der Nordkirche eingebracht.

Auf der zweimal im Jahr tagenden Bischofskonferenz werde es vielfältige Möglichkeiten geben, „in den Austausch über theologische Grundsatzfragen, über Fragen des Gottesdienstes und der Liturgie sowie über ökumenische Themenbereiche zu kommen“, so der Leitende Bischof. „Wir freuen uns auf Ihre Stimme.“ 


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

 

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Leitender Bischof der VELKD gratuliert Günther Beckstein zum 70. Geburtstag
Kirche und Politik im Gespräch miteinander halten - Freitag, 22. November 2013

Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), hat Dr. Günther Beckstein (Nürnberg) zu dessen 70. Geburtstag gratuliert. In seinem Schreiben dankt Ulrich  dem Jubilar für sein langjähriges kirchliches Engagement, das er „bis heute unverdrossen und mit einer unnachahmlichen Eigenständigkeit“ ausübe. „Ich gratuliere Ihnen im Namen der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands und grüße Sie auch persönlich ganz herzlich zu Ihrem Ehrentag. Für all Ihr Tun und Lassen wünsche ich Ihnen Gottes Segen.“ Beckstein ist seit 2009 Mitglied der Generalsynode und der Kirchenleitung der VELKD.

Ulrich schreibt: „Es ist gut, wenn Politik und Kirche in Personen wie Ihnen im Gespräch miteinander bleiben.“ Beckstein bringe sein vielfältiges Engagement in der evangelischen Kirche mit seiner langjährigen politischen Erfahrung zusammen. Seit seiner Jugend habe er sich neben seinem beruflichen und politischen Leben in der evangelischen Kirche engagiert. „Ihre Beiträge werden in den kirchlichen Gremien immer aufmerksam gehört und sind für manchen Diskussionsverlauf maßgeblich gewesen.“ So habe sich Beckstein insbesondere „für eine engere Verbindung der VELKD und der EKD eingesetzt, um das theologische Profil des Protestantismus in Deutschland zu stärken“, heißt es im Schreiben des Leitenden Bischofs.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Gemeindeentwicklung und Spiritualität
Jahresprogramm 2014 des Gemeindekollegs der VELKD erschienen - Dienstag, 19. November 2013

„Neues entwickeln, vernetzen, von Gottes Geheimnis inspiriert“ ¬ mit diesen Begriffen hat das Gemeindekolleg der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Neudietendorf bei Erfurt sein Jahresprogramm 2014 überschrieben. Im Mittelpunkt des Programms steht die gemeindliche Entwicklungsarbeit, die sich auf zwei Schwerpunkte konzentriert: Zum einen nehmen die Veranstaltungen die „gegenwärtigen Herausforderungen der Gemeinden und des kirchlichen Lebens“ auf und entwickeln „Hilfen und Weiterführendes“; zum anderen gehe es darum, wahrzunehmen, „welche Bedürfnisse und Trends gesamtgesellschaftlich in der Luft liegen“ und dafür geeignete Module zu entwickeln, erklärt Prof. Dr. Reiner Knieling, Leiter des Gemeindekollegs. Dabei sei der „Kontakt zu den Menschen in den Gemeinden vor Ort und in den kirchlichen Leitungsebenen“ ebenso wichtig wie der Dialog mit Menschen ohne kirchliche Anbindung.

Neben der Entwicklungsarbeit für die Gemeinden, deren Portfolio u.a. Module zu Themen wie „Kooperation, Konkurrenz und Konfliktfähigkeit“ oder zum Verhältnis von Realität und Erwartungen in der „Gemeindewirklichkeit“ bietet, finden sich bewährte Veranstaltungen für Kirchenvorstände wie etwa das „Große Kirchenvorstandswochenende“ (jeweils Ende Januar 2014/15) und Theologiestudierende („Gottessehnsucht, Kirchenreform und Gemeindeentwicklung“). Daneben werden auch Kurse zur „Spiritualität im Alltag“ sowie zur Sterbebegleitung angeboten.

Das Gemeindekolleg der VELKD wurde 1986 gegründet und setzt unter den Leitbegriffen „Öffnen und Verdichten“ die 1983 von der VELKD verabschiedete missionarische Doppelstrategie um. Zum einen ist es Ziel, Menschen in ihrem Christsein zu stärken und sie für den Glauben sprachfähig zu machen. Zum anderen möchte das Gemeindekolleg in einer „Ökumene der dritten Art“ den Zugang zum Evangelium ermöglichen und die Offenheit für die „spirituelle Dimension des Lebens“ fördern.

Hinweis: Das Jahresprogramm 2014 ist online unter www.gemeindekolleg.de abrufbar.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Angebot zum Ewigkeitssonntag: Online der Verstorbenen gedenken
Chatandacht am 24. November auf <A href="http://www.trauernetz.de">www.trauernetz.de</A> - Freitag, 15. November 2013

Hannover. Am Ewigkeitssonntag feiern Christen in ihren Gemeinden Gottesdienst, der dem Gedenken an ihre Verstorbenen gewidmet ist. Bereits zum fünften Mal seit 2009 bietet das Projekt „Trauernetz“ der evangelischen Kirche an, sich auch online der Verstorbenen zu erinnern. Dies geschieht in einer Chatandacht, die am Sonntag, 24. November, um 18 Uhr auf www.trauernetz.de stattfindet.

Ab sofort besteht unter www.trauernetz.de die Möglichkeit, die Namen von Verstorbenen in ein Trauerbuch einzutragen. Diese werden während der Online-Andacht eingeblendet, alle Teilnehmenden an der Internet-Andacht sind währenddessen im Chat zu Gebet und Gedenken eingeladen, die Andacht schließt mit Vaterunser und Segen.

Im Gemeindegottesdienst vor Ort werden am Ewigkeitssonntag die Namen verstorbener Angehöriger oder Freunde vorgelesen und im Gebet vor Gott gebracht. „Namen stehen für konkrete Menschen und ihre Biographien. Sie gemeinsam zu erinnern, sie im Gebet vor Gott zu bringen, vergewissert Hinterbliebene ihres Glaubens, dass uns Gott beim Namen kennt und dass wir sein sind – im Leben und im Sterben. Ob die Namen von einem Blatt Papier verlesen werden oder online am Bildschirm eingeblendet werden, ist dabei unwesentlich“, beschreibt Dr. Georg Raatz, Seelsorgereferent im Amt der VELKD, die Intention der Chatandacht. „Es ist gut, dass das Internetprojekt Trauernetz.de dieses Bedürfnis aufnimmt. Die Chatandacht ist zu einem festen Bestandteil dessen geworden, was man als evangelische Internetgemeinde bezeichnen kann. Die große Beteiligung spricht für sich“, so sein Resümee.

In den Gemeindegottesdiensten werden nur die Namen der im zurückliegenden Jahr Verstorbenen verlesen, die Chatandacht kennt diese Beschränkung nicht. Die Chatandacht richtet sich daher besonders – so die Erfahrung aus dem letzten Jahr – an Menschen, die ihrer Freunde oder Verwandten namentlich gedenken wollen, auch wenn der Todesfall schon länger zurück liegt oder die räumlichen Entfernungen zur Gemeinde zu groß sind. Die Chatandacht auf www.trauernetz.de erweitert so das Angebot der Kirchengemeinden vor Ort.

Hinweis: www.trauernetz.de ist ein Online-Projekt der Evangelischen Kirche im Rheinland in Kooperation mit der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) sowie der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Generalsynode der VELKD beendet ihre Tagung
Beschlüsse zur Weiterentwicklung des Verbindungsmodells - Samstag, 9. November 2013

Hannover/Düsseldorf. Die 6. Tagung der 11. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), hat ihre Beratungen an diesem Sonnabend mit Entschließungen und Beschlüssen beendet.

Hinsichtlich der Zusammenarbeit der Kirchenbünde hat die Generalsynode beschlossen, „das Verbindungsmodell hin zu vertiefter und verdichteter Gemeinschaft von EKD, UEK und VELKD in der EKD fortzuentwickeln“. In einem VELKD-internen sowie in einem gemeinsamen Entwicklungsprozess soll die Beschlussfassung der verbundenen Synodaltagungen in 2014 vorbereitet werden. Zentrale Punkte der Weiterentwicklung sind demnach ein gemeinsames Verständnis der kirchlichen Funktion der EKD sowie der konfessionellen Bünde als Kirche, die Benennung identitätsstiftender Arbeitsfelder sowie die weitere Verzahnung der Kirchenämter. Dieser Beschluss lag in gleichlautender Fassung der Vollkonferenz der UEK vor und kommt auch auf der Synode der EKD zur Abstimmung. Das Verbindungsmodell regelt seit 2007 auf vertraglicher Grundlage die Zusammenarbeit und die Aufgabenverteilung zwischen den Kirchenbünden in den Bereichen Theologie, Liturgie, Ökumene, Recht und Verwaltung sowie die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur des Kirchenamtes.

Zur theologischen Position der VELKD hat die Generalsynode in einer Kundgebung festgehalten, dass das die evangelischen Kirchen leitende und einende Verständnis des Evangeliums „an der reformatorischen Lehre von der Rechtfertigung allein aus Glauben ausgerichtet“ sei. In diesem Sinne sei die Leuenberger Konkordie von 1973 als Grundlage für ein Verständnis der EKD als Kirche anzusehen, und zwar indem sie „für die Einheit der Gliedkirchen und ihrer gliedkirchlichen Zusammenschlüsse unter den Bedingungen konfessioneller Pluralität“ einstehe. Innerhalb dieser Gemeinschaft habe die VELKD als konfessionsgebundene Kirche die Aufgabe, für „die Bewahrung und die je aktuelle Bewährung der lutherisch geprägten Aneignung des Evangeliums und für ihre Profilierung im Kontext der EKD“ Sorge zu tragen.

Im Weiteren hat die Generalsynode eine Entschließung zum Bericht des Leitenden Bischofs, eine Entschließung zum Bericht des Catholica-Beauftragten, eine Verfassungsnovelle zur Beibehaltung der Zahl der Generalsynodalen, eine Änderung des Kirchenbeamtengesamtvertretungsgesetzes sowie die Abrechnung der Haushaltspläne für das Jahr 2012 beschlossen.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.velkd.de/Generalsynode2013.php.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Catholica-Beauftragter Friedrich Weber hält letzten Bericht vor Generalsynode
Ökumenische Perspektiven auf dem Weg zu 2017 - Samstag, 9. November 2013

Hannover/Düsseldorf. Der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), ist von einem nicht nachlassenden Engagement für die lutherisch/katholische Ökumene überzeugt. Er selbst habe trotz mancher Schwierigkeiten vor allem „beglückende Erfahrungen“ gemacht, die zur „tiefen Gewissheit“ führten, dass sich der „manchmal mühsame Dialog zwischen unseren Kirchen lohnt und auch weiter vorangehen wird.“ Die ökumenische Arbeit habe sein Leben und seine theologische Existenz „ungemein bereichert“.

In seinem letzten Bericht vor der VELKD-Generalsynode skizzierte Weber die ökumenischen Perspektiven im Hinblick auf 500 Jahre Reformation. Es müsse deutlich werden, dass die evangelische Kirche 2017 „das befrei¬ende Evangelium, das uns durch die Reformation neu erschlossen wurde“, feiere, nicht aber eine „Kirchenspaltung“. Ein erster Schritt zum ökumenischen Reformationsgedenken sei mit dem Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ der Internationalen lutherisch/römisch-katholi¬schen Kommission erfolgt. Darin werde erstmals eine gemeinsame Sicht auf die Geschichte der Reformation entwickelt, wie sie sich aus den theologischen Lehrgesprächen der zurückliegenden 50 Jahre ergebe.

Der Catholica-Beauftragte stellte zudem heraus, dass der Fortgang der ökumenischen Bemühungen maßgeblich vom innerkatholischen Verständnis des Zweiten Vatikanischen Konzils abhänge. Daran entscheide sich, wie die römisch-katholische Kirche in den nächsten Jahrzehnten offene Fragen und den „oft festgestellten Reformstau“ angehen könne. In der Amtsführung von Papst Franziskus seien in ökumenischer Hinsicht „noch keine eindeutigen Akzente erkennbar“, dessen Auftreten fasziniere aber durch seine Hinwendung zu den Menschen, seine persönliche Glaubwürdigkeit und seinen einfachen Lebensstil. Weber erhoffe sich daher, dass die katholische Kirche künftig noch stärker am Dialog interessiert sei.

Im Rückblick auf seine Zeit als Catholica-Beauftragter  dankte Weber für die ökumenischen Begegnungen und theologischen Auseinandersetzungen: „Und nun bleibt es, Dank zu sagen. Allen, die mich in meinen acht Jahren als Catholica-Beauftragter begleitet haben, die mir auf katholischer und evangelischer Seite vertrauensvolle Gesprächspartner geworden sind“.

Friedrich Weber wurde 2005 durch die Kirchenleitung der VELKD zum Catholica-Beauftragten berufen und darin zweimal bestätigt. Im April 2014 geht das Amt an seinen Nachfolger, den schaumburg-lippischen Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg). Aufgabe des Catholica-Beauftragten ist es, die Beziehungen zur römisch-katholischen Kirche zu beobachten und zu fördern.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.velkd.de/Generalsynode2013.php.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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VELKD-Generalsynode spricht sich für Weiterentwicklung des Verbindungsmodells aus
Beschlüsse zum gemeinsamen und zum VELKD-internen Entwicklungsprozess - Samstag, 9. November 2013

Hannover/Düsseldorf. Die Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat beschlossen, das Verbindungsmodell zwischen der VELKD und der EKD in einem gestuften Prozess weiter zu entwickeln.

In einem ersten Beschluss, der in gleichlautender Fassung auch der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen (UEK) und der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vorliegt, wird festgestellt, dass „das Verbindungsmodell hin zu vertiefter und verdichteter Gemeinschaft von EKD, UEK und VELKD in der EKD fortzuentwickeln“ ist. Dazu soll ein gemeinsamer Prozess initiiert werden, der auf eine grundlegende Beschlussfassung der verbundenen Synodaltagungen 2014 zielt. Kernelemente der Fortentwicklung sind ein gemeinsames Verständnis der kirchlichen Funktion der EKD sowie der konfessionellen Bünde als Kirche, die Klärung von deren Bündelungsfunktion, die Benennung identitätsstiftender Arbeitsfelder sowie die weitere Verzahnung der Kirchenämter.

In einem zweiten Beschluss hat die Generalsynode die Ergebnisse der Evaluation des Verbindungsmodells aufgenommen. Zum einen stellt der Beschluss fest: „Das Verbindungsmodell hat sich in seiner gegenwärtigen Form in vielen Bereichen bewährt.“ Dazu gehörten insbesondere der jährliche Bericht des Catholica-Beauftragten der VELKD, die Treffen der Präsidien der Synoden, die Begegnungstreffen der VELKD-Kirchenleitung mit dem Präsidium der UEK-Vollkonferenz, die Entwicklung der Zusammenarbeit in den Bereichen Recht und Finanzen sowie die gemeinsam genutzte Infrastruktur der Kirchenämter.

Zum anderen bekräftigt die Generalsynode ihren Beschluss aus dem Jahr 2012, „eine neue Qualität des Verbindungsmodells“ zu erreichen. Dies solle durch einen VELKD-internen und einen gemeinschaftlichen Zielprozess geschehen. Dabei sei zu prüfen, „ob und inwieweit die Strukturen der Zusammenarbeit von EKD, UEK und VELKD dem Ziel einer vertieften und verdichteten Gemeinschaft dienlich sind und welche Alternativen der Organ- und Rechtsstrukturen in Betracht kommen“.

Die Beratungen der Generalsynode zur Evaluation des Verbindungsmodells waren in einen theologischen Diskurs zur Bedeutung von Bekenntnisfragen für die evangelisch-lutherische Kirche eingebettet. Zuvor hatten die Synodalen die Ergebnisse der Evaluation  im Sinne eines Zwischenberichts zur Kenntnis genommen. Die Evaluation des Verbindungsmodells war auf der 5. Tagung der 11. Generalsynode in 2012 beschlossen worden. Die Beschlüsse zur Umsetzung der Weiterentwicklung des Verbindungsmodells sind auf der 7. Tagung im Herbst 2014 vorgesehen. 

Die 6. Tagung der 11. Generalsynode der VELKD findet vom 7. bis 9. November in Düsseldorf statt.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.velkd.de/Generalsynode2013.php.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Bewahrung und Bewährung der lutherischen Bekenntnisse
Generalsynode bestimmt theologische Position der VELKD - Samstag, 9. November 2013

Hannover/Düsseldorf. Die Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat auf ihrer Tagung in Düsseldorf die Bedeutung theologischer Bekenntnisse für die eigene Arbeit thematisiert. „Das evangelisch-lutherische Bekenntnis ist die Basis, auf der wir unsere theologische Arbeit tun“, sagte der Leitende Bischof, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin). „Das Bekenntnis ist der Ausdruck für die theologische Identität einer Kirche und ist bei konfessionellen Gesprächen zu berücksichtigen.“
In einer Kundgebung der Generalsynode und der Bischofskonferenz ist die theologische Position der VELKD in Thesen zusammengefasst. Darin wird betont, dass Jesus Christus als „Grund der Kirche“ die „Einheit seiner Kirche in der gestalteten Vielfalt der Kirchen“ konstituiere. Das die evangelischen Kirchen leitende und einende Verständnis des Evangeliums sei „an der reformatorischen Lehre von der Rechtfertigung allein aus Glauben ausgerichtet“. In diesem Sinne sei die Leuenberger Konkordie von 1973 als Grundlage für ein Verständnis der EKD als Kirche anzusehen, und zwar indem sie „für die Einheit der Gliedkirchen und ihrer gliedkirchlichen Zusammenschlüsse unter den Bedingungen konfessioneller Pluralität“ einstehe. Innerhalb dieser Gemeinschaft habe die VELKD als konfessionsgebundene Kirche die Aufgabe, für „die Bewahrung und die je aktuelle Bewährung der lutherisch geprägten Aneignung des Evangeliums und für ihre Profilierung im Kontext der EKD“ Sorge zu tragen. Daraus ergäben sich sogenannte „Strukturbildungsstandards“ für die konkrete Organisationsgestalt der VELKD als gliedkirchlicher Zusammenschluss, die zu prüfen seien.
Im Zusammenhang mit dem Bekenntnisthema erhielt jeder Synodale ein Exemplar der jüngst erschienenen Neubearbeitung der evangelisch-lutherischen Bekenntnisschriften „Unser Glaube“. Die 6. Tagung der 11. Generalsynode der VELKD findet vom 7. bis 9. November in Düsseldorf statt.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.velkd.de/Generalsynode2013.php.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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VELKD und UEK veranstalten ökumenischen „Abend der Begegnung“ erstmals gemeinsam
Gemeinsamer Synodengottesdienst mit Dialogpredigt - Freitag, 8. November 2013

Hannover/Düsseldorf. Erstmals haben die Mitglieder der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und die Mitglieder der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen (UEK) ihren „Ökumenischen Abend“ gemeinsam gefeiert. Vorausgegangen war ein ebenfalls gemeinsamer Gottesdienst der Vollkonferenz und der Generalsynode, in dem die Bischöfin des Sprengels Hamburg und Lübeck, Kirsten Fehrs (Hamburg), und der Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden, Dr. Ulrich Fischer (Karlsruhe), eine Dialogpredigt hielten. Die liturgische Gestaltung oblag der Ortspfarrerin Ulrike Heimann. In ihrer Predigt über das Zusammenleben der Urgemeinde gingen Fehrs und Fischer auf den Zusammenhang von Gottesdienst und Alltag sowie von Verkündigung und sozialem Tun ein. „Kirche in der Kraft des Heiligen Geistes ist eucharistische Gemeinde, die alles miteinander teilt, das Wort und die Tat, das Brot am Tisch des Herrn ebenso wie Freude und Leid, wie Trauer und Glück, wie Not und Überfluss, wie Güter und Besitz.“

Beim anschließenden Ökumenischen Abend der Begegnung begrüßte der Präsident der VELKD-Generalsynode, Prof. Dr. Dr. h. c. Wilfried Hartmann (Hamburg), die rund 250 Gäste: „Ich freue mich sehr, dass wir nun zum ersten Mal zusammen mit den Vertreterinnen und Vertretern der Vollkonferenz der UEK einen gemeinsamen ökumenischen Abend mit unseren Gästen aus aller Welt feiern können. So haben die verbundenen Synodaltagungen den Weg zu mehr Gemeinsamkeit auch im Hinblick auf unsere internationalen Kontakte geebnet.“

In seinem Grußwort wies der Vorstandssprecher der Kaiserswerther Diakonie, Pfarrer Klaus Riesenbeck, auf erhebliche Transformationsprozesse von Kirche und Diakonie hin und deutete die Anwesenheit der Generalsynode und der Vollkonferenz „an diesem diakoniehistorisch bedeutsamen Ort als ein hoffnungsvolles Zeichen für das Miteinander von Kirche und Diakonie“.

Zum Schwerpunktthema der verbundenen Synoden „Es ist genug für alle da – Welternährung und nachhaltige Landwirtschaft“ stellten der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Namibia (ELKIN-DELK), Erich Hertel (Windhoek/Namibia), die Leiterin der Außenabteilung der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands (ELKL), Rita Bruvers (Riga), sowie der bisherige Indienreferent des Leipziger Missionswerkes, Dr. Christian Samraj (Leipzig), die Erfahrungen und Erwartungen ihrer Kirchen dar.

Am Samstag, dem 9. November kommen die Mitglieder der Generalsynode und der Vollkonferenz um 11.30 Uhr erneut zusammen, um auf Einladung der VELKD Generalsynode den Bericht des Catholica-Beauftragten, Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber, zu hören.

Die 6. Tagung der 11. Generalsynode der VELKD findet vom 7. bis 9. November in Düsseldorf statt.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.velkd.de/Generalsynode2013.php.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Kirche ermutigt zu politischer Verantwortung
Leitender Bischof der VELKD gibt Bericht vor Generalsynode - Donnerstag, 7. November 2013

Hannover/Düsseldorf. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), sieht die Rolle der Kirche darin, die Menschen zu ermutigen, „im privaten und öffentlichen Bereich Verantwortung zu übernehmen“. Das schließe auch ein, Leitungsverantwortung zum Nutzen aller zu übernehmen. In seinem Bericht vor der VELKD-Generalsynode sagte er: „Wenn Kirche sich nicht einmischt in politische Angelegenheiten, wenn Menschenrechte bedroht oder Flüchtlinge abgewiesen werden, dann ist Kirche nicht Kirche, dann verrät sie ihren Auftrag geradezu.“ Die Reformation habe zwar eine falsche Entgegensetzung von Weltlichem und Geistlichem aufgehoben, das Verhältnis von Kirche und Politik bleibe aber spannungsreich. Einerseits halte die lutherische Tradition die Politik für unerlässlich, da sie dafür sorge, „dass es überhaupt eine Ordnung“ gebe. Andererseits relativiere der Gottesglaube die Gegebenheiten und lasse eine andere und größere Dimension als die Politik aufscheinen. „Keine politische Struktur, auch nicht die der Demokratie, ist vor Missbrauch gefeit.“ Ulrich stellte seinen Bericht in den Zusammenhang des Themenjahres 2014 „Reformation und Politik“ auf dem Weg zu „Luther 2017 – 500 Jahre Reformation“.

Auf die Frage nach der Einheit der Kirchen verwies der Leitende Bischof auf die in Jesus Christus geglaubte Einheit. „Diese Einheit ist uns vorgegeben, wir stellen sie nicht her. Alles, was sonst noch über Einheit zu sagen ist, muss sich davon ableiten lassen.“ Dazu gehöre auch die konfessionelle Vielfalt. „Das eine Evangelium wird schon in der Heiligen Schrift von vier unterschiedlichen Evangelisten bezeugt. Auf diesem Hintergrund ist auch die Vielgestaltigkeit der Konfessionen und Kirchen evangeliumsgemäß.“ Die eigene Identität ergebe sich für die lutherischen Kirchen aus ihren Bekenntnissen. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Bekenntnisse der Reformationszeit in ihrer grundlegenden Art uns bis heute prägen und uns Orientierung für unseren Weg in die Zukunft sind“, so der Leitende Bischof.

Ulrichs Bericht vor der Generalsynode war der zweite in seiner Zeit als Leitender Bischof der VELKD. Die 6. Tagung der 11. Generalsynode findet vom 7. bis 9. November in Düsseldorf statt.

Hinweise: Weitere Informationen unter www.velkd.de/Generalsynode2013.php.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 7. November 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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Generalsynode der VELKD tagt in Düsseldorf
Theologische Fragen des Bekenntnisses und Evaluation des Verbindungsmodells auf der Tagesordnung - Donnerstag, 7. November 2013

Hannover/Düsseldorf. Die 11. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) ist zu ihrer 6. Tagung, die vom 7. bis 9. November in Düsseldorf stattfindet, zusammengekommen. Zur Eröffnung hat der Präsident der Generalsynode, Prof. Dr. Dr. h. c. Wilfried Hartmann (Hamburg), auf die Schwerpunkte der anstehenden Beratungen hingewiesen. „Die diesjährige Generalsynode verbindet zwei Themen miteinander: die Bedeutung der Bekenntnisse für die evangelisch-lutherischen Kirchen sowie die Evaluation des Verbindungsmodells zwischen der VELKD und der EKD.“ Zu beiden Themen sind Beschlüsse der Synode zu erwarten.

Im Weiteren nimmt die Generalsynode zu Beginn ihrer Tagung am Donnerstag, dem 7. November, den jährlichen Bericht des Leitenden Bischofs, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), und zum Abschluss am Samstag, dem 9. November, den Bericht des Catholica-Beauftragten, Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), entgegen. Am Freitag, dem 8. November, werden die Ergebnisse der Evaluation des Verbindungsmodells im Sinne eines Zwischenberichts vorgestellt und beraten. Daran schließen sich die theologischen  Beratungen zur Bedeutung der Bekenntnisse für die Kirchen an, in die Prof. Dr. Christine Axt-Piscalar (Göttingen) als Vorsitzende des Theologischen Ausschusses der VELKD einleiten wird.

Gemeinsam mit den Mitgliedern der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen (UEK) feiern die Synodalen der VELKD am Abend des Freitag einen Abendmahlsgottesdienst in der Mutterhauskirche der Kaiserwerther Diakonie, an den sich der ebenfalls gemeinsam durchgeführte „Abend der Begegnung“ mit den ökumenischen Gästen anschließt.

Am Samstagvormittag erfolgen die Beschlüsse zur Verfassungsnovelle 2013, zur Änderung des Kirchenbeamtenvertretungsgesetzes und zur Abrechnung der Haushaltspläne für das Jahr 2012.

Unmittelbar vor der Generalsynode tagten die Bischofskonferenz und die Kirchenleitung der VELKD, um insbesondere die Beschlüsse zur Weiterentwicklung des Verbindungsmodells vorzubereiten. Die 6. Tagung der 11. Generalsynode der VELKD endet am 9. November um 13 Uhr mit dem Mittagsgebet.

Hinweise: Weitere Informationen unter www.velkd.de/Generalsynode2013.php.

 


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Rüdiger Gebhardt zum Rektor der CVJM-Hochschule berufen
Studienleiter des Theologischen Studienseminars wird Professor in Kassel - Donnerstag, 7. November 2013

Hannover/München. Der Studienleiter des Theologischen Studienseminars der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Pfarrer Dr. Rüdiger Gebhardt, ist zum Rektor der CVJM-Hochschule in Kassel berufen worden. Ab Sommersemester 2014 wird er die Leitung der Hochschule und zugleich die Professur „Kirchliche Handlungsfelder“ übernehmen. Am Theologischen Studienseminar in Pullach war Gebhardt vier Jahre lang in der Pfarrerfortbildung tätig und hatte zudem das Amt des stellvertretenden Rektors inne.

Im Rückblick auf seine Zeit im Studienseminar sagt Gebhardt: „Vier Jahre in Pullach zu leben und zu arbeiten war ein Geschenk für mich. Besonders haben mich die vielen Begegnungen mit den Kursteilnehmern, den Referenten und nicht zuletzt mit den engagierten Mitarbeitern im Haus sehr bereichert.“ Das Theologische Studienseminar sei ein Ort für kreative Ideen und nachhaltige Fortbildungen. „Wenn es das Studienseminar nicht gäbe, müsste man es erfinden“, so Gebhardt. Er verlasse Pullach ungern, sei aber von der CVJM-Hochschule in Kassel als Rektor angefragt worden und sehe darin eine neue berufliche Herausforderung.

Rüdiger Gebhardt (45) wuchs in Kassel auf und studierte evangelische Theologie in Marburg und Tübingen. Nach seinem Vikariat wurde er in Heidelberg in Systematischer Theologie promoviert und absolvierte ein Zweitstudium der Psychologie. Von 2000 bis 2009 war er Gemeindepfarrer in Fuldabrück-Bergshausen und lehrte Systematische Theologie an der Universität Kassel. Daran schloss sich seine Zeit in Pullach an.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.velkd.de/pullach.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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DNK/LWB: Luthergarten weltweit
Projekt aus Wittenberg wirbt auf Vollversammlung des ÖRK - Montag, 28. Oktober 2013

Hannover/Busan. Das Projekt „Luthergarten“ aus Wittenberg präsentiert sich mit einem Informationsstand auf der diesjährigen 10. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) im südkoreanischen Busan. Ziel ist es, möglichst viele der rund 350 Mitgliedskirchen des ÖRK auf dem Weg zu „Luther 2017 – 500 Jahre Reformation“ dafür zu interessieren, einen Baum im Luthergarten zu pflanzen. Bislang haben insgesamt 161 Kirchen aus 65 Ländern eine Baum-Patenschaft übernommen. Das Projekt „Luthergarten“ wurde durch den Lutherischen Weltbund (LWB) in Genf initiiert und wird unter Mitwirkung des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Kooperation mit der Lutherstadt Wittenberg umgesetzt.

Pastor Hans W. Kasch, zugleich Direktor des LWB-Zentrums in Wittenberg, ist für den Luthergarten verantwortlich. „Wir sind mit dem Luthergarten auf der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen, um über das Projekt zu informieren und um weitere Baumpartner zu gewinnen.“ Auf dem Informationsstand des Luthergartens im Ausstellungsbereich der ÖRK-Vollversammlung erhalten Besucher Postkarten, die sie portofrei an ihre Kirchenleitung senden können, um eine Baumpflanzung anzuregen. Ein rund 10-minütiger Film zeigt die Entstehung und die aktuelle Entwicklung des Luthergartens. 

Das LWB-Zentrum in Wittenberg organisiert und koordiniert die Pflanzungen sowie die feierlichen Adoptionen der Bäume durch Kirchen aus aller Welt. „Durch sein partnerschaftliches Konzept stiftet der Luthergarten Gemeinschaft und setzt Gespräche in Gang. Auf diese Weise entstehen Impulse, die positiv in die Stadt Wittenberg, die Region, das Land und letztlich in die Welt ausstrahlen. Damit wird die internationale und Konfessionen übergreifende Bedeutung der Reformation sichtbar“, so Direktor Kasch.

Die ersten Baumpflanzungen im Luthergarten haben im Zusammenhang mit dem Reformationstag 2009 stattgefunden. Bis zum Jahr 2017 sollen insgesamt 500 Bäume in den Wallanlagen und im Stadtgebiet von Wittenberg und an den Orten der teilnehmenden Kirchen gepflanzt sein.
Der Informationsstand des Luthergartens ist während der gesamten Zeit der 10. Vollversammlung des ÖRK vom 30. Oktober bis zum 8. November in der Ausstellungshalle erreichbar. Die Tagung steht unter dem Motto „Gott des Lebens, weise uns den Weg zu Gerechtigkeit und Frieden“.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.luthergarten.de, www.dnk-lwb.de sowie www.velkd.de.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher des DNK/LWB

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Verbindungsmodell und Bekenntnisfragen
Generalsynode der VELKD tagt in Düsseldorf - Mittwoch, 23. Oktober 2013

Hannover. Vom 7. bis 9. November 2013 kommt die 11. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Düsseldorf zu ihrer 6. Tagung zusammen.

Die Generalsynode wird am Donnerstag, dem 7. November, um 16.00 Uhr mit einer Andacht im Plenarsaal eröffnet. Daran schließen sich nach der Wahl eines beisitzenden Mitglieds des Präsidiums die Einbringung und Beratung der Berichte des Leitenden Bischofs, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), und der Kirchenleitung an. Am Donnerstagabend werden die Vorlagen zur Verfassungsnovelle 2013, zur Änderung des Kirchenbeamtenvertretungsgesetzes und zur Abrechnung der Haushaltspläne für das Jahr 2012 eingebracht.

Auf ihrer letztjährigen Tagung hat die Generalsynode beschlossen, das Verbindungsmodell zwischen der VELKD und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) auf Grundlage des Vertrages von 2005 zu evaluieren. Am Freitag, dem 8. November, sollen die dann vorliegenden Ergebnisse der Evaluation im Sinne eines Zwischenberichts vorgestellt und beraten werden. Es schließen sich grundsätzliche Beratungen zur Bedeutung der Bekenntnisse für die verschiedenen Kirchenbünde an.

Ebenfalls am Freitag, dem 8. November, laden die VELKD und die Union Evangelischer Kirchen (UEK) zu einem gemeinsamen Gottesdienst in die Mutterhauskirche der Kaiserwerther Diakonie ein. An den Gottesdienst schließt sich der „Ökumenische Abend“ an, der traditionsgemäß im Zeichen der Begegnung und des Austausches mit Gästen aus der weltweiten Ökumene steht und den die Mitglieder von VELKD-Generalsynode und UEK-Vollkonferenz mit ihren Gästen ebenfalls gemeinsam begehen.
Am Samstag, dem 9. November, hält der Catholica-Beauftragte der VELKD, Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), seinen jährlichen Bericht, zu dem die Mitglieder der Vollkonferenz der UEK eingeladen sind. Die Tagung der Generalsynode wird in diesem Jahr am Samstag gegen 13.00 Uhr enden.

Hinweis: Die Generalsynode tagt vom 7. bis 9.11.2013 im Saal „Düsseldorf“, MARITIM Hotel, Maritim-Platz 1, 40474 Düsseldorf. Die Pressestelle vor Ort befindet sich im Raum „Malta“, Tel: 0511/ 2796-535/-526, Fax: 0511/2796-99 535 oder Mobil: 0151/46 10 15 20, E-Mail: blanke@velkd.de oder pressestelle@velkd.de. Weitere Informationen unter www.velkd.de/Generalsynode2013.php.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Leitender Bischof der VELKD würdigt die Arbeit von Walter Lührs
Langjähriger Vorsitzender des Liturgischen Ausschusses verstorben - Freitag, 18. Oktober 2013

Hannover. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), hat die Verdienste von Walter Lührs um die liturgische Arbeit der VELKD gewürdigt. Lührs verstarb am 3. Oktober im Alter von 85 Jahren.

In seinem Kondolenzschreiben an die Witwe des Verstorbenen heißt es: „Sein Name wird vor allem mit dem Evangelischen Gottesdienstbuch verbunden bleiben, das im Jahr 2000 von der VELKD gemeinsam mit der EKU, der Evangelischen Kirche der Union, herausgegeben wurde.“ Als einem der Vorsitzenden der gemeinsamen Arbeitsgruppe „Erneuerte Agende“ sei es ihm gelungen, Gegensätze zu überbrücken und unterschiedliche Traditionen und Positionen auszugleichen sowie die Entwicklungen in den westlichen und den östlichen Landeskirchen aufeinander zu beziehen. Ohne seine klare, aber auch weitherzige und humorvolle Leitung sei der Abschluss des fast zwei Jahrzehnte währenden Arbeitsprozesses kaum denkbar gewesen.

Walther Lührs war 17 Jahre lang Mitglied der VELKD-Generalsynode und hat deren Arbeit insbesondere im liturgischen Bereich mitgeprägt. Dem Liturgischen Ausschuss der VELKD saß er von 1976 bis 1997 vor. Während dieser Zeit gestaltete er die Entwicklung der gottesdienstlichen Agenden maßgeblich mit. So tragen unter anderem die Agenden zu Taufe, Trauung und Ordination, die in den 80er Jahren erschienen sind, seine Handschrift. Walter Lührs habe wesentlich dazu beigetragen, „dass die Vereinigte Kirche vieles auf den Weg bringen konnte, was in den Gemeinden dazu hilft, die befreiende Botschaft des Evangeliums zu den Menschen zu bringen und die Gegenwart Gottes in den Gottesdiensten zu feiern“, hob der Leitende Bischof hervor.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.velkd.de


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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„VELKD-Informationen“ Nr.141 erschienen
Bischof Bünker plädiert für eine „spezifisch evangelische Nüchternheit“ bei der Gestaltung Europas - Mittwoch, 2. Oktober 2013

In der aktuellen Ausgabe Nr. 141 der „VELKD-Informationen“ beschreibt Bischof  Prof. Dr. Michael Bünker, Evangelische Kirche A. B. in Österreich, das derzeitige gesellschaftliche Klima sowie die wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen Europas. Unter dem Titel „Europa ist anstrengend“ macht Bischof Bünker deutlich, dass sich die evangelischen Kirchen als „Akteurinnen in der europäischen Zivilgesellschaft“ verstehen. Mit einer „spezifisch evangelischen Nüchternheit“ ließen sich auch in Krisenzeiten „Gestaltungsspielräume für eine gerechtere, solidarische und friedliche Gesellschaft“ gewinnen.

In der Rubrik „Publikationen“ findet sich insbesondere der Hinweis auf die 6., überarbeitete Auflage der evangelisch-lutherischen Bekenntnisschriften „Unser Glaube“ sowie ein Interview mit den für die redaktionelle Bearbeitung Verantwortlichen, Dr. Johannes Hund (Mainz) und Hans Otto Schneider (Mainz). Im Weiteren wird eine Übersicht zu den Beiträgen der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) auf dem Weg zum Reformationsgedenken im Jahre 2017 präsentiert. Auch zum 65. Jahrestag der VELKD gibt es ein Resümee der diesbezüglich durchgeführten Aktionen.

Die VELKD-Informationen enthalten erneut ein kommentiertes Lutherzitat, die Pressemeldungen der VELKD und des DNK/LWB sowie des LWB selbst.

Hinweis: Die „VELKD-Informationen“ Nr. 141 können unter der Internetadresse www.velkd.de/downloads/VELKD-Informationen-Nr_141_download.pdf heruntergeladen werden. Ein kostenfreies Abonnement der VELKD-Informationen kann über die E-Mailadresse texte-vi@velkd.de bestellt werden.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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„Gottes Spielräume sind allemal größer als unsere Möglichkeiten“
Leitender Bischof der VELKD spricht sich für anhaltendes ökumenisches Engagement aus - Dienstag, 1. Oktober 2013

Hannover/Rom. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin) hat sich auf dem Internationalen Friedenstreffen der Gemeinschaft Sant’Egidio in Rom dafür ausgesprochen, im Engagement für die ökumenische Einheit nicht nachzulassen. „Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater unser aller. Dieser kurze Satz aus dem Epheserbrief zeigt an, um was es zwischen unseren Kirchen geht – und was zugleich auf dem Spiel steht. Es geht um das eine Grundbekenntnis der weltweiten Christenheit.“ Mit Gerhard Ulrich nahm erstmals ein Leitender Bischof der VELKD am Friedenstreffen der Gemeinschaft Sant’Egidio teil. Ulrich sprach auf einem Podium und wird als einer von drei Predigern im christlichen Abschlussgottesdienst mitwirken.

Bischof Ulrich betonte, dass sich die grundlegenden Einsichten der Ökumene nicht von selbst verstünden. „Im Gegenteil: Wie oft braucht gerade das Selbstverständliche die Einübung und die Pflege, damit es tatsächlich im alltäglichen Miteinander präsent ist.“ Dazu gehöre auch die religiöse Toleranz. Diese werde vielfach nur als Duldung begriffen. „Aber es gibt noch eine andere Seite der Toleranz: Sie rechnet damit, dass in dem Anderen, dem Fremden, die eigene notwendige Ergänzung zu finden sein könnte. Solche Toleranz rechnet damit, dass Gottes Spielräume allemal größer sind als unsere Möglichkeiten zu denken und zu handeln.“

Im Weiteren würdigte der Leitende Bischof die zwischen der evangelisch-lutherischen und der römisch-katholischen Kirche erreichten Gemeinsamkeiten sowie die Gemeinschaft der lutherischen Kirchen im Lutherischen Weltbund (LWB). „Diese Welt hat einen Anspruch darauf, dass wir ein Beispiel geben zum respektvollen Dialog und zur Überwindung der Trennung und des Hasses, des Misstrauens und der Gewalt; sie hat einen Anspruch darauf, dass wir nicht verstummen, dass wir die Wahrheit, die wir erkannt haben, die in uns gelegt ist, nicht verschweigen.“ Nicht zuletzt zeige die Gemeinschaft von Sant’Egidio eindrücklich, „wie aus dem gemeinsamen Gebet die Kraft zum Frieden und der Dialog zwischen den Religionen und Kulturen“ erwachse.

Die Teilnahme von Bischof Ulrich an dem interreligiösen Internationalen Friedenstreffen knüpft an einen Gesprächsbesuch der Kirchenleitung der VELKD im Jahre 2011 bei der Gemeinschaft Sant'Egidio an. Die Friedenstreffen gehen auf die Initiative der Gemeinschaft zurück und finden in Folge des Weltfriedensgebetes von Assisi, das Papst Johannes Paul II. 1986 einberufen hatte, jährlich an wechselnden Orten statt. Die Gemeinschaft Sant’Egidio wurde 1968 gegründet.

 


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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„Startpaket“ für neue Pastorinnen und Pastoren
VELKD beschenkt Geistliche zur Ordination - Montag, 30. September 2013

Ab 2014 stattet die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) die neu ordinierten Pastorinnen und Pastoren ihrer Gliedkirchen mit einem „Startpaket“ aus. „Die Ordination ist die festliche Aufnahme in den kirchlichen Dienst der Verkündigung. Wir als VELKD möchten zu diesem einmaligen Ereignis Glück- und Segenswünsche übermitteln und darüber hinaus einen praktischen Beitrag leisten“, begründet der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), den Impuls für die Geschenkgabe. Diese umfasst die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche, eine Auswahl an Broschüren sowie eine Umhängetasche mit dem Signet der VELKD. „Gleichzeitig machen wir so auf unsere Arbeit aufmerksam und zeigen: Unsere Publikationen sind für die Pastoren und Pastorinnen und ihre Arbeit in den Gemeinden gemacht“, so Bischof Ulrich weiter.

Das „Startpaket“ für neu ordinierte Pastorinnen und Pastoren führt eine Initiative fort, die für das 65. Gründungsjahr der VELKD 2013 entwickelt wurde und die bereits 120 neu Ordinierte erreichte – mit durchweg erfreulicher Resonanz. So lobt Verena Koch, seit Juni Pastorin in Jembke, besonders die Publikationen: „Die kleinen Broschüren zur Taufe oder zum Abendmahl geben einem wirklich brauchbares Material an die Hand.“ Ihr Amtskollege Björn Beißner, seit Juni 2013 Pastor in Hambergen, nutzt die schwarze VELKD-Tasche ganz pragmatisch für den Transport seines Talars oder des Aktenordners für die KV-Sitzung.
Auch aus den Kirchenleitungen der Gliedkirchen gibt es zustimmende Rückmeldungen. „Die jungen Ordinierten stehen vor einer großen Aufgabe. Da tut es gut zu wissen, dass man nicht nur in die Ortsgemeinde, sondern in die kirchliche Gemeinschaft ordiniert wird, die einen unterstützt und fördert. Das Startparket der VELKD ist dafür ein gutes Zeichen“, sagt Landessuperintendent Dr. Burghard Krause (Osnabrück), der in diesem Jahr bereits mehrere Ordinationen vorgenommen hat. Aufgrund der positiven Reaktionen auf die Initiative hat die Kirchenleitung der VELKD nun beschlossen, das VELKD-Startpaket zur Ordination als regelmäßige Maßnahme fortzuführen.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.velkd.de.

 


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Karl-Hinrich Manzke ist neuer Catholica-Beauftragter der VELKD
Letztmaliger Catholica-Bericht von Friedrich Weber auf der Generalsynode - Freitag, 27. September 2013

Die Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat den Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe, Dr. Karl-Hinrich Manzke, auf Vorschlag der VELKD-Bischofskonferenz zu ihrem neuen Catholica-Beauftragten berufen. Die Berufung tritt mit Wirkung vom 1. April 2014 für zunächst drei Jahre in Kraft. Der Berufungszeitraum kann verlängert werden. Manzke löst den braunschweigischen Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber ab, der das Amt von 2005 an innehatte. Den Co-Vorsitz in der Bilateralen Arbeitsgruppe zwischen der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz und der Kirchenleitung der VELKD nimmt Weber noch bis zum Abschluss der laufenden Gespräche, die voraussichtlich bis Ende 2014 andauern, wahr.
 
„Ich freue mich sehr auf die theologisch und ökumenisch herausfordernde Arbeit des Catholica-Beauftragten und danke der Bischofskonferenz und der Kirchenleitung für ihr Vertrauen“, so Landesbischof Manzke. Den Schwerpunkt seiner Arbeit sieht Manzke darin, die seit Jahren stabilen Beziehungen zur römisch-katholischen Kirche in Deutschland weiterzuführen. „Es kommt mir darauf an, die bewährte und hoch geschätzte Arbeit meines Vorgängers weiter zu führen und zunächst vor allem dafür Sorge zu tragen, dass das Vertrauen zu den katholischen Partnern wachsen und weiter entwickelt werden kann.“

Karl-Hinrich Manzke (55), gebürtig aus Stade, hat nach seinem Abitur in Celle evangelische Theologie und Philosophie in Tübingen, London und München studiert. Nach seinem Vikariat in der St. Nikolai-Gemeinde Sarstedt ist er am Lehrstuhl für Fundamentaltheologie und Ökumene in München bei Prof. Dr. Wolfhart Pannenberg promoviert worden. Von 1988 bis 1995 war Manzke Gemeindepastor in der St. Johannis Gemeinde in Soltau, von 1995 bis 1998 Studiendirektor des Predigerseminars Imbshausen/Northeim und von 1998 bis 2009 Superintendent des Kirchenkreises Aurich. Er war langjähriges Mitglied der hannoverschen Landessynode. Seit Dezember 2009 ist Karl-Hinrich Manzke Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe. Manzke ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter.

Der scheidende Catholica-Beauftragte Friedrich Weber wird seinen jährlichen Bericht vor den Mitgliedern der Generalsynode der VELKD und Gästen von der Vollkonferenz der UEK letztmalig auf der verbundenen Tagung Anfang November in Düsseldorf halten.

Aufgabe des Catholica-Beauftragten der VELKD ist es, die Beziehungen zur römisch-katholischen Kirche zu fördern und in einem Bericht vor der jährlich tagenden Generalsynode die Entwicklungen zu beschreiben, die sich daraus für den ökumenischen Dialog ergeben. Erster Catholica-Beauftragte der VELKD war von 1956 an der damalige bayerische Landesbischof Hermann Dietzfelbinger. Ihm folgten u. a. Bischof Prof. em. Dr. Ulrich Wilckens, Bischof Dr. Hans Christian Knuth und Landesbischof Dr. Johannes Friedrich. Landesbischof Karl-Hinrich Mazke ist der neunte Catholica-Beauftragte der VELKD.

Hinweis: Ein Porträtfoto des neuen Catholica-Beauftragten, Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke, kann unter der Internetadresse http://www.velkd.de/downloads/Karl-Hinrich_Manzke.jpg herunter geladen werden.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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DNK/LWB: „Global Young Reformers Network“ startet in Wittenberg
Lutherischer Weltbund initiiert Jugendprogramm zum Reformationsjubiläum - Freitag, 13. September 2013

Hannover/Wittenberg. Der Lutherische Weltbund (LWB) startet Ende September das auf vier Jahre angelegte Programm „Global Young Reformers Network“ (Globales Netzwerk junger Reformer). Dazu kommt eine international besetzte Steuerungsgruppe vom 26. September bis zum 1. Oktober zu ihrer konstituierenden Sitzung in der Lutherstadt Wittenberg zusammen. Die Initiative findet im Rahmen der Reformationsdekade „Luther 2017 – 500 Jahre Reformation“ statt. Kooperationspartner in Deutschland ist das Deutsche Nationalkomitee des LWB (DNK/LWB) sowie insbesondere dessen Jugendausschuss.  

Im „Global Young Reformers Network“ sollen sich junge Menschen international vernetzen, um die Umsetzung von Reformationsprojekten in ihren Ländern voranzubringen. Auf der ersten Sitzung berät die Steuerungsgruppe über die thematischen Prioritäten, den strategischen Fahrplan sowie über beabsichtigte Aktivitäten. Außerdem werden internetbezogene Möglichkeiten der weltweiten Netzwerkbildung und die Gewinnung von Multiplikatoren  erörtert. Ergänzend ist eine Begegnung mit Vertretern der evangelischen Jugend der gastgebenden Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) geplant.

Im weiteren Verlauf des Programms werden bis Ende 2013 drei Kernthemen erarbeitet. Im kommenden Jahr 2014 erfolgt die Auswahl der 175 Teilnehmenden aus den Mitgliedskirchen und eine erste Internetkonferenz. Im August 2015 treffen sich die Delegierten zu einer gemeinsamen Jugendkonferenz in Wittenberg und vereinbaren Lern- und Praxiserkundungen in Form von Reformationsprojekten in ihren Heimatkirchen. Anschließend soll der Kreis der Beteiligten auf bis zu 10.000 junge Erwachsene ausgeweitet werden, die sich über das Internet miteinander vernetzen. Die Teilnehmer sollen möglichst unterschiedliche kirchliche und gesellschaftliche Gruppen vertreten. Der Prozess schließt im Jahr 2017 mit der Einbringung der erarbeiteten Themen und Thesen auf der Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes in Namibia und bei ausgewählten Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum.

Die Jugendreferentin des LWB in Genf, Caroline Richter, die das Projekt organisiert, sieht das „Global Young Reformers Network“ als einen „aufregenden und inspirierenden“ Beitrag zum Reformationsjubiläum. „Junge Menschen werden entscheiden, welche Prioritäten und Themen sie als globale Gemeinschaft bis 2017 bewegt und was sie verhandeln möchten. Damit wird das Netzwerk ein strategischer Impuls sein, der die drei Schwerpunkte des LWB für 2017 umsetzt: die Reformation als Weltbürgerin sichtbar zu machen, ökumenisch verantwortlich zu sein und eine Kirche zu sein, die sich fortwährend erneuert.“

Die Steuerungsgruppe setzt sich aus je einem Vertreter aus einer der sieben Weltregionen des LWB sowie zwei „kreativen Beratern“ zusammen. Für Deutschland ist Julia Braband aus der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland nominiert, die zugleich Mitglied des Jugendausschusses des DNK/LWB ist. Die weiteren Mitglieder der Steuerungsgruppe sind Gints Graudiņš (Lettland/für Zentral- und Osteuropa), Carolina Huth (Argentinien, für Lateinamerika und die Karibik), Helvi Nasiwa Muremi (Namibia, für Afrika), Karin Rubenson (Schweden, für Nordeuropa), Monica Marie Villarreal (USA, für Nordamerika), Lee Darius Zhen Ying (Singapore, für Asien) sowie Moti Daba Fufa (Äthiopien) und Pamela Schulz (Brasilien).

Hinweis: Für Interviews mit den Teilnehmenden wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des DNK/LWB. Weitere Informationen unter www.dnk-lwb.de und www.lutheranworld.org.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher des DNK/LWB

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Leidenschaftlicher Lutheraner
Leitender Bischof der VELKD gratuliert Landesbischof i. R. Horst Hirschler zum 80. Geburtstag - Mittwoch, 4. September 2013

Hannover. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), hat dem früheren Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, D. Horst Hirschler, Abt zu Loccum, persönlich und im Namen der VELKD zum 80. Geburtstag gratuliert und ihm herzliche Glück- und Segenswünsche übermittelt.

In seinem Schreiben würdigt Ulrich das theologische und kirchliche Wirken Hirschlers. „Ob als Pastor, in kirchenleitenden Ämtern oder als Abt: Immer haben Sie es verstanden, die Zusage Gottes mitten im Leben erfahrbar, Gottes Wort und das Vertrauen darauf als alltagstaugliche und befreiende Kraft deutlich zu machen.“
Ulrich dankt dem Jubilar insbesondere für sein Engagement als Leitender Bischof der VELKD. Hirschler habe sich vielfach eindrücklich und auf kreative Weise auf die Theologie Martin Luthers bezogen und damit gezeigt, dass das evangelisch-lutherische Gottes- und Weltverständnis sich auch für die heutige Zeit als tragfähig erweist. Zudem habe er die lutherische Position maßgeblich bei der Erarbeitung der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ eingebracht. „Auf diese Weise haben Sie entscheidend dazu beigetragen, das ökumenische Potenzial der lutherischen Theologie zur Wirkung zu bringen.“
Innerhalb der VELKD habe Hirschler seine Spuren insbesondere durch das Büchlein „Christus vertrauen“ hinterlassen, in dem er in zugänglicher Weise schildere, wie die Rechtfertigung allein aus Glauben Freiheit schenkt. Seit ihrem Erscheinen 2008 gehört diese Broschüre zu den am stärksten nachgefragten VELKD-Publikationen.“

Horst Hirschler, der von 1988 bis 1999 Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers war, übte zwischen 1993 und 1999 auch das Amt des Leitenden Bischofs der VELKD sowie des Vorsitzenden des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) aus. Von 1990 bis 1997 war er einer der Vizepräsidenten des LWB. Seit 2000 ist er Abt des Kloster Loccum.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Neuausgabe von „Unser Glaube“
VELKD gibt evangelisch-lutherische Bekenntnisschriften in 6. Auflage heraus - Montag, 2. September 2013

Hannover. Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) hat eine Neubearbeitung der evangelisch-lutherischen Bekenntnisschriften unter dem Titel „Unser Glaube“ herausgegeben. Die neue Ausgabe der in 6., überarbeiteter und ergänzter Auflage vorliegenden Bekenntnisschriften orientiert sich am aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung; die Übersetzung der Texte ist um theologische Genauigkeit und Klarheit sowie um ein zeitgemäßes Deutsch bemüht.

Das 976 Seiten starke Buch enthält die altkirchlichen Glaubensbekenntnisse, die Augsburger Konfession, die sogenannte Apologie der Augsburger Konfession, die Schmalkaldischen Artikel, den Kleinen und den Großen Katechismus Martin Luthers, die Konkordienformel sowie die Abhandlung über die Amtsgewalt und die Vorrangstellung des Papstes. Über den Bestand der vorangegangenen Ausgabe sind die „Feierliche Erklärung“, die den ersten Teil der Konkordienformel bildet, sowie die Leuenberger Konkordie von 1973 zusätzlich aufgenommen worden. Da die Leuenberger Konkordie kirchenrechtlich einen anderen Status als die lutherischen Bekenntnisschriften besitzt, ist sie im Anhang abgedruckt.

Den einzelnen Texten ist eine kurze Einleitung bzw. eine Inhaltsübersicht vorangestellt, bibliographische Hinweise regen zu weiterführender Lektüre an. An markanten Punkten wird auf Beschlüsse und Erklärungen hingewiesen, die für den ökumenischen Dialog richtungsweisend geworden sind.

In seinem Geleitwort schreibt der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), dass die in den Bekenntnisschriften formulierten Einsichten den hermeneutischen Schlüssel zum Verständnis des Evangeliums von der Rechtfertigung des Sünders allein aus Glauben als Mitte der Heiligen Schrift darstellen. Das Bekenntnis bilde daher auch die Grundlage, „auf der Christen mit Christen anderer Konfessionen, aber auch mit Vertretern anderer Religionen und Weltanschauungen ins Gespräch kommen. Die Pluralität, in der wir leben, erfordert nicht weniger, sondern mehr Bekenntnis.“

Die redaktionelle Betreuung der vorliegenden Neuausgabe lag in der Verantwortung von PD Dr. Johannes Hund (Mainz) und Hans Otto Schneider (Mainz). Die erste Auflage der von der VELKD herausgegebenen evangelisch-lutherischen Bekenntnisschriften „Unser Glaube“ erschien 1986.

Hinweis: Unser Glaube – Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche. Ausgabe für die Gemeinde. Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche (Hrsg.). 6. überarbeitete und ergänzte Auflage. 976 Seiten. Gütersloher Verlagshaus. Gütersloh 2013. ISBN 978-3579064734. 39,99 EUR.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 2. September 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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„Denn du hast einen weiten Weg vor dir“
Stellvertretende Leitende Bischöfin der VELKD gratuliert Gerhard Ulrich zur Amtseinführung - Sonntag, 25. August 2013

Hannover/Schwerin. Die stellvertretende Leitende Bischöfin der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischöfin Ilse Junkermann (Magdeburg), hat Gerhard Ulrich zu seiner Einführung in das Amt des Landesbischofs der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) Glück- und Segenswünsche übermittelt. „Ich gratuliere Dir im Namen der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands und auch persönlich sehr herzlich zu Deiner Einführung.“ Sie sei froh und zuversichtlich, dass Ulrich, den weiteren Weg der Nordkirche in der „Kraft und Kreativität des Evangeliums“ mitgestalten werde.

In ihrer Ansprache zur Einführung machte Junkermann Mut, sich auf die Zusagen Gottes zu berufen. Es komme darauf an, sich auf bevorstehende Weg- und Durststrecken einzustellen. „Es geht um den Weg des Gottvertrauens. Es geht darum aufzustehen und Gott zu suchen; Gott kann man nicht haben, Gott kann man nur begegnen.“ Das könne und solle Landesbischof Ulrich auch den Menschen in der Nordkirche vermitteln. „Das ist Dein Auftrag, Kirche und Gemeinde, Menschen diesen Weg zu weisen; dass sie Kraft und Wahrheit für ihren Lebensweg finden, Elementares, Brot und Wasser und das Wort: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.“ Sie sei gewiss, dass Ulrich der Nordkirche auf diesem Weg „Gestalt und Inhalt“ geben werde.

Der Präsident der Generalsynode der VELKD, Prof. Dr. Wilfried Hartmann, sieht mit der Einführung von Landesbischof Ulrich, der zugleich Leitender Bischof der VELKD ist, einen ersten Meilenstein als erreicht an. „Mit dem heutigen Tag beginnt ein neues Kapitel in der noch jungen Geschichte der Nordkirche. Nachdem deren förmliche Bildung einen vorläufigen Abschluss gefunden hat, können wir uns nun verstärkt den inhaltlichen Aufgaben zuwenden.“ Diese gelte es sowohl auf landeskirchlicher Ebene als auch innerhalb der VELKD zukunfts- und tragfähig zu gestalten. „Dafür ist Gerhard Ulrich der richtige Mann“, so Präsident Hartmann.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Sonntag, 25. August 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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Kierkegaard-Symposium in Dänemark
VELKD veranstaltet wissenschaftliche Tagung zu „Christliche Existenz heute“ - Montag, 19. August 2013

Anlässlich des 200. Geburtstages des dänischen Theologen, Religionsphilosophen und Schriftstellers Søren A. Kierkegaard (1813-1855) veranstaltet die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) ein wissenschaftliches Symposium für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler. Zu der vom
30. August bis zum 1. September 2013 in Løgumkloster, Dänemark, stattfindenden Tagung sind Studierende, Doktoranden und Habilitanden der Theologie aus Deutschland und Dänemark eingeladen. Die rund 25 Teilnehmenden widmen sich dem Thema „Christliche Existenz heute“.

Das Programm sieht Vorträge zu zentralen Themen der Theologie Kierkegaards vor. Unter dem Titel „In sich verstrickte Freiheit“ referiert Prof. Dr. Christine Axt-Piscalar (Göttingen) zum Verständnis der Sünde bei Kierkegaard und Luther. Der Leiter des Amtes der VELKD Dr. Friedrich Hauschildt (Hannover) spricht über die Bedeutung der Ethik für den Glauben. Die Kierkegaard-Forscherin Dr. Dorothea Glöckner (Glostrup) thematisiert den „Zusammenhang von Freiheits- und Wiederholungsdenken bei Kierkegaard“. Weitere Vorträge befassen sich mit der Sprache des Glaubens, mit dem Begriff der Wahrheit sowie mit „Humor und Ironie“ bei Kierkegaard. Die Beiträge des Symposiums sollen in einem Aufsatzband publiziert werden.

Søren A. Kierkegaard begründete den theologischen Existenzialismus, indem er die Bedeutung des einzelnen Menschen vor Gott herausstellte. Seine theologischen Bücher tragen Titel wie „Furcht und Zittern“, „Der Begriff Angst“ oder „Einübung in das Christentum“, zu den philosophischen Schriften zählen unter anderen „Über den Begriff der Ironie“, „Entweder – Oder“ sowie „Philosophische Brocken“. Der Nachlass Kierkegaards liegt bei der unabhängigen Stiftung „Sören Kierkegaard-Forschungszentrum“ in Kopenhagen, die derzeit eine neue Gesamtausgabe seiner Schriften herausgibt. 

Hinweis: Weitere Informationen finden sich unter www.tpcloegumkloster.dk.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Leitender Bischof der VELKD gratuliert neugewählter Bischöfin der ELCA
Lutherische Kirchen stehen vor gemeinsamen Herausforderungen - Donnerstag, 15. August 2013

Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), hat Rev. Elizabeth A. Eaton, Bischöfin der Northeastern Ohio Synod zu ihrer Wahl zur Leitenden Bischöfin der Evangelical Lutheran Church of America (ELCA) gratuliert. Mit Elizabeth Eaton übernimmt erstmals eine Frau die Leitung der ELCA.

In seinem Gratulationsschreiben betont Bischof Ulrich die über viele Jahre gewachsenen Beziehungen zwischen der ELCA und der VELKD sowie die Verbundenheit beider Kirchen innerhalb der „weltweiten Familie“ des Lutherischen Weltbundes (LWB). Zuletzt war Ulrich im April dieses Jahres zu Gesprächen mit Vertretern der ELCA in den USA. Dabei wurden unter anderem die gemeinsamen Herausforderungen in einer nicht mehr konfessionell geprägten Zeit sowie die Folgerungen daraus für die Ausbildung von Pastorinnen und Pastoren thematisiert. „Ich hoffe, dass wir in naher Zukunft die Gelegenheit haben werden, uns persönlich zu treffen, um die Gespräche zwischen unseren Kirchen fortzuführen.“ Das Schreiben schließt mit dem Wunsch: „Möge Gott ihnen für die anstehenden Überlegungen und Entscheidungen Weisheit und Kraft sowie das Geleit durch den Heiligen Geist geben.“

Dem bisherigen Leitenden Bischof der ELCA, Mark S. Hanson, dankt Ulrich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit während dessen Zeit als Leitender Bischof der ELCA sowie als Präsident des LWB.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.elca.org.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Bildung und Begegnung
Jahresprogramm 2014 des Theologischen Studienseminars der VELKD erschienen - Montag, 29. Juli 2013

Hannover/Pullach. Das Theologische Studienseminar der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat sein Jahresprogramm 2014 veröffentlicht. Insgesamt werden 20 Kurse mit einer Gesamtdauer von 25 Kurswochen angeboten.
Das Programm sieht bewährte Kurse wie die Fortbildung „Neu im Amt“ für frisch gewählte Ephoren -  an der unter anderen der hannoversche Landesbischof Ralf Meister mitwirken wird -, die „Homiletische Werkstatt“ oder den „Familienkurs“ vor. Daneben stehen neue Themen und Formate auf dem Programm wie der Kurs „Hebräisch und Musik“, die für Juristen angebotene „Praxiswerkstatt“ zum neuen Pfarrdienstgesetz sowie der Studienkurs für Synodale „Ist die Luther-Bibel noch zeitgemäß?“. Für den Studienkurs zum Thema „Reformation und Politik“ konnte Ministerpräsident a. D. Dr. Günther Beckstein als Gesprächspartner gewonnen werden.
Als Referenten wirken profilierte Fachleute aus dem Bereich der universitären Theologie und aus der kirchlichen Praxis mit. Die Leitung der Kurse nehmen der Rektor des Theologischen Studienseminars, PD Dr. Detlef Dieckmann-von Bünau, sowie Studienleiter Dr. Rüdiger Gebhardt wahr. Das Studienseminar bietet theologische Fortbildungen für Pfarrerinnen und Pfarrer, für kirchliche Mitarbeiter in leitender Position sowie für ehrenamtlich Tätige. Das gastfreundliche Haus in Pullach ermöglicht eine kreative Balance zwischen Bildung und Erholung.  
„Unsere Angebote geben Raum für Theologie, Raum für den Geist und Raum für das Wesentliche“, so Rektor Dieckmann-von Bünau. „Wir legen Wert darauf, Bildung und Begegnung miteinander zu verbinden. Die Kurse bieten Neues und Altes und bringen auf diese Weise unterschiedliche Perspektiven in das wechselseitige Gespräch ein.“
In den Zeiten zwischen den Studienkursen steht das Theologische Studienseminar für kirchliche Gruppen (mit bis zu 34 Personen) wie zum Beispiel für Pfarrkonvente sowie für Einzelgäste zur Verfügung. Bei rechtzeitiger Anmeldung ist eine inhaltliche Mitarbeit von Seiten des Rektors oder des Studienleiters möglich.

Hinweis: Das Jahresprogramm 2014 des Theologischen Studienseminars der VELKD steht unter der Adresse www.velkd.de/pullach/download/studienkurse-2014.pdf zum Download zur Verfügung. Anmeldungen sind ab sofort unter ww.velkd.de/pullach möglich.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Einladung und Herausforderung zum ökumenischen Dialog
Catholica-Beauftragter der VELKD begrüßt päpstliche Enzyklika „Lumen fidei“ - Dienstag, 16. Juli 2013

Hannover. Der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), hat die päpstliche Enzyklika „Lumen fidei“ in einer ausführlichen Stellungnahme als ein „zentrales Dokument für den ökumenischen Dialog“ gewürdigt. Anhand der Enzyklika ließen sich die „Gemeinsamkeiten fruchtbar und Wegmarken für den weiteren Prozess der ökumenischen Arbeit“ sichtbar machen. Sie verdeutliche, „wo und wie die verbindenden und divergierenden Linien theologisch verlaufen“, so Weber.

Im Einzelnen sieht der VELKD-Catholica-Beauftragte eine inhaltliche und zeitdiagnostische Kontinuität zu vorangegangen Enzykliken. Thematisch vervollständige die aktuelle Enzyklika den biblischen Dreischritt von Glaube, Hoffnung und Liebe. Zeitkritisch zeige der Text den Verlust des Glaubens in modernen Gesellschaften auf, angesichts dessen die vordringliche Aufgabe darin bestehe, das Licht des Glaubens wiederzuentdecken. „Vor diesem Hintergrund kann nicht hoch genug gewürdigt werden, dass die Enzyklika den Begriff des Glaubens als christlichen Wahrheitsanspruch entfaltet, den die Kirchen in der Öffentlichkeit zu vertreten und zu verantworten haben.“ Aus lutherischer Sicht könne er die „theologisch profunde und präzise Beschreibung des Wesens des Glaubens“ voll und ganz unterschreiben. „Dieser Konsens bildet ein belastbares Fundament für die künftige gemeinsame Arbeit an offenen, weil strittigen Fragen.“

Eine der offenen Frage sieht Weber im Verhältnis von Glaube und Liebe. Während in der römisch-katholischen Theologie ein durch die Liebe geformter und sich darin vollendender Glaube gelehrt werde, genüge nach evangelisch-lutherischem Verständnis der Glaube allein. „Für Luther ist und bleibt der Glaube der Liebe prinzipiell vorgeordnet. Allein im Glauben erschließt sich dem Menschen die Gewissheit über seine Annahme durch Gott.“ Der Glaube vollziehe sich daher in der persönlichen, inwendigen Erfahrung, dass das Wort Gottes wahr ist, und nicht in der gehorsamen Zustimmung der Vernunft und des Willens. „Dieser Glaube als das unbedingte und gewisse Vertrauen in Gott um Christi willen bestimmt die Person. Die Liebe hingegen bestimmt das Werk.“

Die Enzyklika, so Weber, sei zu verstehen „als eine Einladung und Herausforderung, im ökumenischen Dialog auf der Grundlage unserer jeweiligen Bekenntnisse und hermeneutischen Perspektiven nach der Wahrheit des Evangeliums, die Jesus Christus selber ist, zu suchen – in der Hoffnung auf Gottes Verheißung, dass sie sich von uns finden lassen will.“

Hinweis: Die Stellungnahme des Catholica-Beauftragten kann unter der Adresse www.velkd.de/downloads/VELKD-Catholica-Beauftragter-zu-Lumen-Fidei-2013.pdf von der Internetseite der VELKD heruntergeladen werden. Ein Abdruck findet sich in „Ökumenische Information“ der Katholischen Nachrichten-Agentur GmbH (KNA) vom 16. Juli 2013.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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65 Jahre Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche
Andacht in Eisenach erinnert an Gründung der VELKD am 8. Juli 1948 - Montag, 8. Juli 2013

Hannover/Eisenach. Mit einer feierlichen Andacht wurde an die Gründung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) heute vor 65 Jahren am 8. Juli 1948 in Eisenach erinnert.

Der Festakt fand im Vorfeld der Kollegiumsklausur der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) in der dortigen Kapelle Hainstein statt. Zu den Gästen zählten Landesbischöfin Ilse Junkermann (Magdeburg/Erfurt) sowie der stellvertretende Leiter des Amtes der VELKD, Oberkirchenrat Christian Frehrking.

In seiner Predigt zu Lukas 11, 14-23 hob der Regionalbischof von Eisenach-Erfurt, Propst Dr. Christian Stawenow, das einheitsstiftende Wirken der VELKD und die Qualität ihrer kontinuierlichen Grundlagenarbeit hervor. „Dankbar dürfen wir sein für die theologische Arbeit und die vielen theologischen Einzelschriften der VELKD, für den Erwachsenenkatechismus, auch für alles Ringen um ökumenische Beziehungen und Verständigung“, so Propst Stawenow. Dabei sei für die VELKD gestern wie heute stets der Gedanke leitend, „die Gemeinschaft im Bekennen und Handeln“ zu stärken. Deshalb sei es so wichtig, „dass wir als Mittelpunkt unseres kirchlichen Lebens beim Gottesdienst bleiben“. Ihn gelte es, „in seiner liturgischen Kraft zu stärken“ und einer Tendenz zur „Verflachung und Ausdünnung“ vorzubeugen.

„Kirche muss sich damals wie heute den Herausforderungen ihrer Zeit stellen“, ergänzte Oberkirchenrat Christian Frehrking in seinem Grußwort vor der Festgemeinde. Dies gelte gerade für die Feier des Gottesdienstes, die „eine kulturelle Nähe zu den Menschen unserer Tage gewinnen“ müsse.

Weitere Informationen unter www.velkd.de/downloads/65_Jahre_VELKD_65_Seiten_2013.pdf  


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Denkwerkstatt für die Gemeindearbeit
VELKD-Gemeindekolleg: Neues entwickeln, Bewährtes ausbauen - Montag, 8. Juli 2013

Hannover. „Wir wollen in grundlegenden Fragen des Glaubens sprachfähig machen.“ So beschrieb der Leiter des Gemeindekollegs der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Prof. Dr. Reiner Knieling, eine zentrale Aufgabe der Einrichtung. Anlässlich der Juli-Sitzung der Kirchenleitung der VELKD 2013 in Hannover wies Knieling auf die besonderen Herausforderungen hin, die dem Gemeindekolleg im Blick auf das Reformationsjubiläum und durch dessen Standort in Neudietendorf bei Erfurt zuwachsen.

Zum einen eröffne die Verortung „mitten in Deutschland“ die Chance, die „Elementarisierung“ in Glaubensfragen im Dialog mit Konfessionslosen voranzutreiben, erläuterte Knieling. Dafür gebe ein vitales Interesse. Das verdeutliche das hohe Engagement von Konfessionslosen in einem Arbeitskreis, der praxistaugliche Ideen, Formate und Angebote entwickelt. Zum anderen kämen neue Möglichkeiten der Vernetzung in den Blick. So ist für 2014 eine Konsultation zu einer „Ökumene der dritten Art“ gemeinsam mit dem Atelier Sprache in Braunschweig und der Arbeitsstelle „Kirche im Dialog“ in Rostock geplant. Ebenfalls im nächsten Jahr soll eine Gesprächsreihe stattfinden, die Themen wie Wachstum, Freiheit und Gerechtigkeit „durchbuchstabiert“ und nach deren theologischen und sozialen Ursprüngen und Maximen fragt.

Eine zweite „Entwicklungsspur“ betreffe die Frage, „wie Gemeinden geistlich begleitet werden können“ und wie in den aktuellen Strukturveränderungen „die Sehnsucht nach Gott neuen Raum gewinnen kann“. So erprobt das Format „Großes Kirchenvorstandswochenende“ Konzepte und Methoden, „die es erleichtern, Spiritualität und Tagesgeschäft zu verknüpfen“. Für nächstes Jahr seien wegen der starken Nachfrage zwei Termine vorgesehen, darüber hinaus plane man für Juni 2014 eine Konsultation „Geistliche Begleitung von Gruppen- und Veränderungsprozessen“.

Parallel zu den Neuentwicklungen bietet das Gemeindekolleg weiterhin Trainings für bewährte Projekte an und entwickelt diese weiter. Hierbei sei es wichtig, die eingeführten Projekte auf ihre Tragfähigkeit in aktuellen Kontexten hin zu überprüfen. „Schließlich soll Bewährtes nicht in Erstarrung verfallen“, so Reiner Knieling abschließend.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.velkd.de und www.gemeindekolleg.de.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Lebendiges Symbol der Vielfalt und versöhnten Verschiedenheit
VELKD pflanzt Partnerbaum im Rahmen des Projektes „Luthergarten“ - Donnerstag, 4. Juli 2013

Hannover. „Die Vielfalt, die sichtbar wird an den Bäumen, steht für die Vielfalt, in der sich unser Glaube und unsere Verkündigung entfalten.“ Darauf hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), in seiner Andacht anlässlich der Pflanzung des VELKD-Partnerbaums im Rahmen des Projektes „Luthergarten“ hingewiesen.

Gerade diese Vielfalt sei es, die „eine Stärke des Protestantismus“ ausmache und nicht etwa dessen „nicht zu überwindende Schwäche“ darstelle, hob Bischof Ulrich bei dem Festakt hervor, der heute auf dem Gelände des Kirchenamtes in Hannover stattfand und an dem Vertreter des Kirchenleitung der VELKD, des Präsidiums der Union Evangelischer Kirchen (UEK) und des Kirchenamtes teilnahmen.

Anlass des Projektes „Luthergarten“ bildet das Gedenken an die lutherisch geprägte Reformation, die vor fast 500 Jahren in Wittenberg begann. Damit soll ihre Bedeutung für den christlichen Glauben in Geschichte und Gegenwart sowie aus ökumenischer Perspektive gewürdigt werden. „Darum sind auch von Anfang an andere weltweite christliche Gemeinschaften zur Beteiligung eingeladen worden“, so Pastor Hans Kasch vom LWB-Zentrum-Wittenberg, der für das Projekt zuständige Koordinator. So zählten 2009 die Römisch-Katholische Kirche, das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel, die Anglikanische Gemeinschaft, der Weltbund Reformierter Kirchen, der Weltrat der Methodistischen Kirchen und der Lutherische Weltbund zu den ersten, die die einen Baum im „Luthergarten“ pflanzten. Bislang haben Weltgemeinschaften und Kirchen aus 63 Ländern sich an dem Projekt beteiligt. Teil des Konzeptes ist es, auch an einem prominenten Ort in der eigenen Kirche einen Baum mit dem Hinweis auf den Partnerbaum in Wittenberg zu pflanzen. So soll ein weltweites Netz von Kirchen entstehen, die sich der Reformation, ihrer Wirkungsgeschichte und einem ökumenischen Miteinander heute verbunden wissen.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.velkd.de und www.luthergarten.de.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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„Kirchliche Gemeinschaft gelingt nur im Miteinander“
„VELKD-Informationen“ Nr. 140: Johann Schneider zu Chancen kirchlicher Präsenz im ländlichen Raum - Montag, 1. Juli 2013

Hannover. In der aktuellen Ausgabe Nr. 140 der „VELKD-Informationen“ spricht sich Regionalbischof Dr. Johann Schneider, Propstsprengel Halle-Wittenberg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) für eine lokal verankerte und auf Kontinuität angelegte Gemeindearbeit aus. Unter dem Titel „Die Identität evangelischer Gemeinschaften – unsere Kirche in der Fläche“ skizziert Schneider die Veränderungen der heutigen Gemeinschaftskultur und zeigt die Chancen einer zugewandten, fürsorglich agierenden Kirche vor Ort auf. Kirchliche Gemeinschaft sei auf Dauer angelegt und zeichne sich gerade im ländlichen Raum durch ein „generationsübergreifendes Miteinander“ aus, so Johann Schneider in seinem Beitrag. Das unterscheide sie positiv von „allen fragmentarischen, losen und schnelllebigen“ Formen von Gemeinschaft. „Würde das lokale Miteinander aufgekündigt, verlöre kirchliche Gemeinschaft ein Spezifikum oder zumindest ihre glaubwürdige Zuwendung zu den Menschen als wesentliches Identitätsmerkmal“, konstatiert der Regionalbischof.

Darüber hinaus beinhalten die aktuellen VELKD-Informationen wiederum ein kommentiertes Lutherzitat, das sich anhand einer Passage aus der Torgauer Einweihungspredigt mit der Differenz zwischen physischem und spirituellem Kirchenraum beschäftigt.

Außerdem gibt die Ausgabe einen Quartalsrückblick über die Pressemeldungen der VELKD, des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) sowie des LWB selbst. Darunter findet sich auch der ausführliche Kommentar des Catholica-Beauftragten der VELKD, Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber, zum Dokument „From Conflict to Communion“ (Vom Konflikt zur Gemeinschaft) der gemeinsamen Dialogkommission von Lutherischem Weltbund und Päpstlichem Einheitsrat sowie der Hinweis auf das Magazin „65 Seiten VELKD“, das anlässlich der Gründung der VELKD am 8. Juli 1948 erschienen ist.

Hinweis: Die „VELKD-Informationen“ Nr. 140 können als kostenfreie PDF-Datei entweder über die Internetseite www.velkd.de heruntergeladen oder über die E-Mail-Adresse texte-vi@velkd.de bestellt werden.

 


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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50 Jahre ELCT - VELKD würdigt Gründung der lutherischen Kirche in Tansania
Enge Gemeinschaft über kulturelle Unterschiede hinweg - Sonntag, 23. Juni 2013

Hannover. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), hat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania (ELCT) zu ihrem 50-jährigen Bestehen gratuliert. Bei seinem Besuch bei der ELCT mit Sitz in Arusha sagte Ulrich: „Ich freue mich sehr, der ELCT zu ihrem Geburtstag im Namen der VELKD und auch ganz persönlich herzliche Glück- und Segenswünsche überbringen zu können.“ Die VELKD sei der lutherischen Kirche in Tansania seit deren Gründung eng verbunden und begleite deren Weg mit großer Sympathie. „Ich bin immer wieder tief davon beeindruckt, wie das gemeinsame Bekenntnis uns über große kulturelle Unterschiede hinweg verbindet und eine tiefe Gemeinschaft erfahren lässt“, so Bischof Ulrich.

2011 war der Leitende Bischof der ELCT, Bischof Dr. Alex G. Malasusa, zu Gast bei den Tagungen der Bischofskonferenz und der Generalsynode der VELKD in Magdeburg. Dabei wurden unter anderem Fragen der interkontinentalen Partnerschaft sowie theologische Fragen zum Verständnis der biblischen Schriften thematisiert.

Neben Gerhard Ulrich nimmt auch die stellvertretende Leitende Bischöfin der VELKD, Landesbischöfin Ilse Junkermann (Magdeburg/Erfurt), an der Reise teil.

Die VELKD unterhält seit deren Gründung direkte Beziehungen zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania. Die ELCT ist die größte lutherische Kirche in Afrika, ihre Mitgliederzahl liegt aktuell bei rund 5,6 Millionen. Sie wurde am 19. Juni 1963 von den sieben lutherischen Kirchen in Tanganyika (ab 1964: Tansania) gegründet. Die ELCT gehört den Organisationen All Africa Conference of Churches (AACC), dem Christian Council of Tanzania, dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) und dem Lutherischen Weltbund (LWB) an.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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VELKD gratuliert neuem reformierten Kirchenpräsidenten
Leitender Bischof Ulrich würdigt „leidenschaftlichen Protestanten“ - Freitag, 21. Juni 2013

Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), hat Oberkirchenrat Dr. Martin Heimbucher zu seiner Wahl zum neuen Kirchenpräsidenten der Evangelisch-reformierten Kirche herzlich gratuliert. Der 57-jährige Theologe wird Nachfolger von Jann Schmidt, der im Oktober 2013 in den Ruhestand geht.

Heimbucher, der seit 2007 als theologischer Referent im Amt der Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) in Hannover tätig ist, habe großen Anteil an der „Schärfung des theologischen Profils der Union“, hob Bischof Ulrich hervor und würdigte dessen „beharrliches Eintreten für die kontinuierliche Ausgestaltung des Verbindungsmodells von UEK, VELKD und EKD“.

Die Wahl Heimbuchers zum Kirchenpräsidenten der Evangelisch-reformierten Kirche sehe er als einen wichtigen Beitrag „zur Stärkung der konfessionellen Prägungen in der EKD“, so der Leitende Bischof abschließend.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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„Vom Konflikt zur Gemeinschaft“
Catholica-Beauftragter der VELKD würdigt gemeinsame Studie von Lutherischem Weltbund und Päpstlichem Einheitsrat - Montag, 17. Juni 2013

Hannover. Der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), hat das von der gemeinsamen Dialogkommission von Lutherischem Weltbund (LWB) und Päpstlichem Einheitsrat herausgegebene Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft: Gemeinsames lutherisch-katholisches Reformationsgedenken im Jahr 2017“ (englischsprachiger Originaltitel: „From Conflict to Communion: Lutheran-Catholic Common Commemoration of the Reformation in 2017”) begrüßt und eine erste Stellungnahme dazu abgegeben. Diese hat folgenden Wortlaut:

Heute wurde das Dokument der Internationalen Lutherisch/Römisch-katholischen Kommission unter dem Titel „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Welche Bedeutung dieses Dokument für den Lutherischen Weltbund (LWB) und den Päpstlichen Rat für die Einheit der Christen hat, wird daran deutlich, dass Generalsekretär Martin Junge und Kurt Kardinal Koch gemeinsam das Dokument während der diesjährigen Ratstagung des LWB in Genf vorgestellt haben. Nach einer ersten Lektüre des Dokuments erscheinen mir besonders die folgenden Punkte für unser ökumenisches Miteinander bedeutsam und hoffnungsvoll:

1) Zu begrüßen ist, dass die Geschichte der lutherischen Reformation erstmalig gemeinsam von Lutheranern und Katholiken beschrieben wird. Es geht der Dialogkommission nicht darum, die Vergangenheit nachträglich umzudeuten, sondern vielmehr die Geschichte neu, nämlich gemeinsam zu erzählen. Die in den letzten Jahrzehnten gewachsenen Beziehungen erlauben es, das Vergangene nicht ausschließlich von den Abgrenzungen her zu erzählen und zu beurteilen, sondern sich auch der Perspektive des Anderen zu öffnen.
2) Vor einigen Jahren hat sich Kardinal Kasper darum verdient gemacht, den theologischen Ertrag der gemeinsamen Lehrgespräche der zurückliegenden 50 Jahre aus seiner römisch-katholischen Perspektive festzuhalten. Es ist ein großer Fortschritt, dass mit der Studie eine solche Bilanz wider das ökumenische Vergessen nun auch gemeinsam verantwortet vorliegt. Anhand der Themen von Rechtfertigung, Abendmahl, Amt sowie Schrift und Tradition wird dargestellt, was heute bereits gemeinsam zu den zentralen theologischen Anliegen Luthers  gesagt werden kann und welcher differenzierte Konsens auf dem Weg zu mehr Gemeinschaft erreicht werden konnte. Wie in keinem ökumenischen Dokument bislang konnte so die Theologie Luthers in ihrer Breite gemeinsam dargestellt werden. Die Studie stellt somit reiches Material bereit, um über die Konfessionsgrenzen hinweg über die und mit der Theologie Luthers ins Gespräch zu kommen.
3) Hilfreich sind zudem die Überlegungen im Hinblick auf das Jahr 2017. Der gemeinsame Blick auf die Reformationsgeschichte macht für die Autoren der Studie – erstmals seit der Reformation – auch ein gemeinsames Gedenken möglich. Das Dokument verwendet dabei durchweg den Begriff „Gedenken“, um deutlich zu machen, dass sich die römisch-katholische Seite schwer tut, die Reformation, die eben auch zur Spaltung der westlichen Christenheit führte, zu feiern. Zugleich erkennt die katholische Seite aber an, dass lutherische Christinnen und Christen in 2017 nicht diese Kirchenspaltung feiern, sondern sich von Herzen dankbar zeigen für alles, was Luther und die anderen Reformatoren ihnen eröffnet haben und dass sie die Gaben der Reformation auch mit andern teilen wollen. Lutherischer Weltbund und Einheitsrat schlagen daher im Hinblick auf das Reformationsjubiläum vor, selbstkritisch die gegenseitigen Verfehlungen aneinander und an anderen zu bekennen, die gemeinsame Freude am Evangelium dankbar zum Ausdruck zu bringen, jene frohe Botschaft von Jesus Christus auch zu feiern und schließlich gemeinsam für die Einheit zu beten.
4) Im historisch orientierten Teil der Studie wird deutlich gemacht, dass die Reformationszeit immer auch eine Zeit der verpassten Chancen war und es nie zu einem wirklichen Dialog über die kontroversen Fragen kommen konnte. Dankbar nehmen die lutherischen Kirchen zur Kenntnis, dass dies heute fundamental anders ist. Die lutherisch/römisch-katholischen Beziehungen sind vertrauensvoll und intensiv. Echter Dialog und Annäherung sind möglich geworden. Daher hat die Kommission einen sehr treffenden und eindrücklichen Titel für ihr Dokument gewählt: „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“. In der Tat sind wir auf dem Weg zur Gemeinschaft, ja durch unsere Taufe, dem „sakramentalen Band der Einheit“, sind wir bereits gemeinschaftlich verbunden. Das Dokument spricht von der „unmöglichen Möglichkeit“, dass wir in getrennten Gemeinschaften leben und dennoch zu dem einen Leib Christi gehören, und fährt fort: „Da sie zu dem einen Leib gehören, ringen Katholiken und Lutheraner angesichts ihrer Spaltung um die volle Katholizität der Kirche. Dieses Ringen hat zwei Seiten: Die Anerkennung  dessen, was ihnen gemeinsam ist und sie miteinander verbindet, und die Anerkennung dessen, was sie trennt. Das Erste ist Anlass zu Dankbarkeit und Freude; das Zweite ist Anlass für Schmerz und Klage“. Auf diesem Hintergrund ist es zu begrüßen, dass das Dokument einen ökumenischen Zugang zum Reformationsjubiläum eröffnet, der die Sorgen unserer römisch-katholischen Geschwister ernst nimmt und uns zugleich gemeinsam die reformatorischen Errungenschaften in Dankbarkeit und Freude feiern lässt.
5) Über eine erste Stellungnahme hinaus verdient das Dokument jedoch eine gründliche und breitgefächerte Bearbeitung. Ich freue mich daher, dass das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes den Catholica-Arbeitskreis der VELKD beauftragt hat, Ideen und Konzepte zu erarbeiten, wie auf den verschiedenen Ebenen des DNK/LWB und der VELKD weiter mit dem Papier gearbeitet werden kann und welche ökumenischen Impulse dadurch freigesetzt werden können. Dabei verdient es auch weitere Überlegungen und Anstrengungen, wie die fünf abschließenden Imperative in unseren Kirchen und Gemeinden mit Leben gefüllt werden können: immer von der Perspektive der Einheit und nicht der Spaltung ausgehen, mit Veränderungen durch die Begegnung rechnen, sich erneut zur Suche nach sichtbarer Einheit verpflichten, gemeinsam die Kraft des Evangeliums für unsere Zeit neu entdecken und gemeinsam der Welt Zeugnis für die Gnade Gottes geben. Wichtig ist aber auch, dass die anderen aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen in diesen Prozess eingebunden werden.

Hinweis: Die deutschsprachige Ausgabe des Dokuments „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ erscheint im Laufe des Juli im Buchhandel. Der englische Text des Dokumentes „Vom Konflikt zur Gemeinschaft: Gemeinsames lutherisch-katholisches Reformationsgedenken in Jahr 2017“ kann unter der Internetadresse www.lutheranworld.org/content/council-2013 heruntergeladen werden.

Weitere Informationen unter www.velkd.de sowie  www.lutheranworld.org.


Gundolf  Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 17. Juni 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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„Bildung ist Begegnung“
Neuer Rektor des Theologischen Studienseminars der VELKD eingeführt - Sonntag, 16. Juni 2013

Hannover/Pullach. Am Sonntag, dem 16. Juni 2013, ist PD Dr. Detlef Dieckmann-von Bünau als Rektor des Theologischen Studienseminars der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Pullach eingeführt worden. Die Einführung hat der Leiter des Amtes der VELKD, Dr. Friedrich Hauschildt, vorgenommen.

„Bildung bzw. Fortbildung ist Begegnung mit wertvollen Gedanken, mit geistigen Wirklichkeiten, mit der Kraft des Evangeliums“, stellte Friedrich Hauschildt in seiner Predigt heraus. Das Theologische Studienseminar sei ein Ort, der solche Begegnungen in besonderer Weise ermögliche. Die Teilnahme an den Studienkursen gemeinsam mit anderen erweitere den Horizont und befördere „ein neues Sehen“. So werde auch der Blick für die „heilsame Gegenwart Christi“ geschärft – ein Leitmotiv, das in allen Seminaren mitschwinge.
Für die Aufgabe, dafür die geeigneten Rahmenbedingungen zu schaffen, sprach Hauschildt dem neuen Rektor im Namen der VELKD die herzlichsten Segenswünsche aus.

Das Studienseminar und dessen Programm machten Pullach zu einem „sehr guten Ort“ für ein „Studium auf Zeit“, ergänzte der neue Rektor, der seinen Dienst Anfang März 2013 aufgenommen hatte. Er sei „glücklich, an dieser Schnittstelle zwischen akademischer Theologie und Gemeindewirklichkeit zu arbeiten“, so Dieckmann-von Bünau.

Seit 1959 bietet das Theologische Studienseminar der VELKD in Pullach Pfarrerinnen und Pfarrern, kirchenleitend Verantwortlichen und weiteren Interessierten Kurse zur Fort- und Weiterbildung an. Der Fokus liegt dabei auf der Reflexion aktueller und perspektivischer Fragen von Kirche und Gesellschaft auf der Grundlage lutherischer Theologie.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Sonntag, 16. Juni 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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Neuer Referent für Gemeindepädagogik und Seelsorge
Dr. Georg Raatz wechselt im September zur VELKD - Montag, 3. Juni 2013

Hannover. Die Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat Pastor Dr. Georg Raatz zum Referenten für Gemeindepädagogik und Seelsorge im Amt der VELKD berufen. Der Dienstbeginn ist für Anfang September vorgesehen. Georg Raatz ist derzeit Pastor im mecklenburgischen Teterow. Er folgt Andreas Brummer nach, der Anfang April in die hannoversche Landeskirche gewechselt ist.

Georg Raatz (37) hat nach seiner Schulzeit und seinem Zivildienst in Bernburg/Saale von 1995 bis 2002 Evangelische Theologie an der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg studiert. 2003-2007 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich der Systematischen Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Rostock tätig. Dort war Raatz unter anderem Mitglied in der Interdisziplinären Arbeitsgemeinschaft Ethik und Recht in der Medizin sowie Mitglied des Zentrums für Logik, Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte. Von 2007 bis 2010 absolvierte er sein Gemeindevikariat in Bützow und ist seit 2010 Pastor in Teterow im heutigen Kirchenkreis Mecklenburg. Im Rahmen seiner 2012 abgeschlossenen Promotion hat er sich mit der „Bestimmung des Menschen“ beim Aufklärungstheologen Johann Joachim Spalding befasst. Im Bereich der Seelsorge hat er eine Klinische Seelsorgeausbildung (KSA) durchlaufen.

In seiner Tätigkeit als theologischer Referent für Gemeindepädagogik und Seelsorge im Amt der VELKD möchte sich Raatz für eine konzeptionelle Weiterentwicklung der evangelischen Erwachsenenbildung auf der Grundlage des christlichen Glaubens einsetzen. Dazu gehört für ihn insbesondere die Weiterarbeit am Evangelischen Erwachsenenkatechismus und an den Leitlinien kirchlichen Lebens. „Mir liegt vor allem daran, meine Arbeit auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kirchengemeinden sowie auf diejenigen, mit denen wir in unseren Kirchen ins Gespräch kommen, auszurichten.“ In seiner Zeit als Gemeindepastor hat Georg Raatz erwachsenenpädagogische Erfahrungen in unterschiedlichen Kontexten gesammelt. Dazu gehören Film- und Themenabende unter dem Titel „Religion und solche Sachen …“, kunsthistorische Samstagabend Gottesdienste sowie ein konfessionsübergreifender „Männerstammtisch im Pfarrhaus“. Die genannten Projekte sieht er „als wichtige Bestandteile einer pluralen Gemeindekultur, in der alle Generationen, Milieus und Interessengruppen ihren Ort finden.“ Auch in seinem neuen Tätigkeitsbereich ist ihm daran gelegen, „sich der lutherischen Identität zu vergewissern und sich zugleich auf die moderne Gesellschaft einzulassen.“

Hinweis: Ein Portraitfoto von Dr. Georg Raatz kann unter http://www.velkd.de/img/Georg_Raatz_PM.jpg heruntergeladen werden.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 3. Juni 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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„Die Vielfalt des Protestantismus zum Leben bringen“
Leitender Bischof Ulrich würdigt Potenzial des „Verbindungsmodells“ - Samstag, 1. Juni 2013

Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich, hat sich für die Fortentwicklung des sogenannten Verbindungsmodells zwischen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der VELKD ausgesprochen. In einem Bericht vor der in Goslar tagenden Landessynode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig betonte er „deutliche positive Beobachtungen“ in der Zusammenarbeit. Dazu gehörten die verbundenen Synodentagungen, gemeinsame Agenden und andere Veröffentlichungen, die Zusammenarbeit in der Nahostarbeit sowie das Miteinander der Kirchenämter. „Es gibt aus meiner Sicht keinen Grund, das, was gut gelaufen ist, schlecht zu reden. Wir sollten das erst einmal wertschätzen.“

Allerdings gebe es auch eine Reihe von Fragen, die das Verbindungsmodell mit sich gebracht habe. „Gibt es Felder, auf denen wir die Zusammenarbeit noch intensivieren können und sollen? Wenn ja, in welcher Form? Wie steht es mit wirklich arbeitsteiligen Formen?“ Antworten darauf würden sowohl eine engere Zusammenarbeit als auch eine größere Selbstständigkeit der Partner erfordern. „Je enger die Zusammenarbeit ist, desto wichtiger ist, dass die verabredeten Strukturen in wechselseitigem Vertrauen und Respekt ausgefüllt werden können. Ohne gegenseitigen Respekt gibt es keinen Dialog. Und ohne Dialog kein Verbindungsmodell.“ In diesem Sinne sei Miteinander anspruchsvoll. „Dieser anspruchsvollen Aufgabe haben wir uns zu stellen: Es geht um eine produktive Balance von geprägter Identität und Bereitschaft zur Gemeinschaft.“

Eine gemeinsame Bekenntnisgrundlage, wie sie die VELKD mit dem Augsburgischen Bekenntnis habe, sei für die EKD nicht notwendig. Als Gemeinschaft bekenntnisverschiedener Kirchen im Sinne der Leuenberger Konkordie sei die EKD Kirche und müsse dies nicht erst noch werden. „Der Protestantismus nimmt seine Selbstunterscheidung vom Glaubensgrund sehr ernst. Diese Einsicht findet auch darin ihren Ausdruck, dass er nicht gleichschaltet, nicht in eine organisatorische Form zwängt.“

Der Leitende Bischof sprach auf Einladung der braunschweigischen Landeskirche. Im Weiteren thematisierte er die pluralismusfähige Gestalt des Protestantismus sowie die inkulturierten Ausprägungen der lutherischen Kirchen weltweit.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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„Eine Gemeinschaft, die bereichert“
EKD, EmK und VELKD wollen bestehende Kirchengemeinschaft ausbauen und stärken - Dienstag, 28. Mai 2013

Hannover. Zu einem Spitzengespräch und zur Feier eines gemeinsamen Abendmahlsgottesdienstes kamen gestern Vertreter der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) im Kirchenamt in Hannover zusammen. Das Treffen war im Anschluss an das 25-jährige Jubiläum der gegenseitigen Erklärung von Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft am 30. September 2012 vereinbart worden. An dem Gespräch und dem Gottesdienst nahmen die Bischöfin der EmK, Rosemarie Wenner (Frankfurt am Main), der Ratsvorsitzende der EKD, Dr. h.c. Nikolaus Schneider (Berlin), der Auslands- und Ökumenebischof der EKD, Martin Schindehütte (Hannover), und der Leitende Bischof der VELKD, Gerhard Ulrich (Kiel), sowie weitere Personen aus der EmK, der VELKD und der EKD teil.

Der Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider und Bischof Martin Schindehütte würdigten das bewährte und gute Zusammenwirken zwischen EKD und EmK in der Ökumene und die vielfältige und enge Kooperation im Bereich der Werke und der Diakonie. Bischof Ulrich zeigte sich erfreut, dass im Jubiläumsjahr in vielen Gemeinden gemeinsame Abendmahlsgottesdienste gefeiert wurden und betonte die großen Potenziale dieser Kirchengemeinschaft mit Blick auf die gemeinsame Aufgabe der Verkündigung. Bischöfin Wenner erklärte: „Ich bin dankbar für die Gemeinschaft. Vieles von dem, was wir inzwischen gemeinsam tun, scheint uns heute bereits fast selbstverständlich. Für uns ist die Kirchengemeinschaft sehr präsent.“

Die Teilnehmer vereinbarten, sich in regelmäßigen Abständen zu treffen, um die Zusammenarbeit in Fragen der Theologie, des Gottesdienstes und der Ausbildung zu vertiefen und die Kirchengemeinschaft noch stärker im Bewusstsein ihrer Gemeinden zu verankern. Eine Arbeitsgruppe soll Vorschläge zu diesen Themen unterbreiten.
Am 29. September 1987 war in einem Gottesdienst in der Nürnberger St. Lorenz-Kirche die Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft proklamiert worden. Damals wurde festgestellt, dass im Verständnis des Evangeliums keine grundlegenden Unterschiede bestehen: „In Christus sind wir eins. Gemeinsam dürfen wir das Wort Gottes verkündigen, gemeinsam haben wir Anteil am Mahl des Herrn.“


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Als Gemeinde-Entwickler unterwegs
Hendrik Mattenklodt wird theologisch-pädagogischer Referent am Gemeindekolleg der VELKD - Donnerstag, 23. Mai 2013

Hannover. Die Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat Pfarrer Hendrik Mattenklodt zum theologisch-pädagogischen Referenten am Gemeindekolleg der VELKD in Neudietendorf berufen. Der Dienstbeginn ist für November 2013 vorgesehen. Hendrik Mattenklodt ist derzeit Pfarrer der Evangelischen Wiese-Georgs-Kirchengemeinde Soest. Er folgt Pfarrer Dr. Christoph Burba nach, der in die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) gewechselt ist.

Hendrik Mattenklodt (47) hat nach seinem Abitur in Lippstadt von 1984 bis 1992 Evangelische Theologie in Marburg, Münster und Bielefeld-Bethel studiert. Nach einem Gemeindepraktikum in der Domgemeinde Visby in Schweden war er Vikar in Geseke sowie in Stockholm und Visby. 1996 war Mattenklodt als pädagogischer Mitarbeiter in der Berufsintegration für Langzeitarbeitslose beim ESTA-Bildungswerk e. V. tätig. Seine Zeit als Pastor im Hilfsdienst leistete er in der Möhne-Kirchengemeinde (Kirchenkreis Soest) ab und kam 1997 als Pfarrer in die Ev. Wiese-Georgs-Kirchengemeinde Soest. Besondere Schwerpunkte seiner dortigen Arbeit bildeten die Stadtkirchenarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen und die Mitarbeit im Vorstand des Rates christlicher Gemeinden sowie in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Nordrhein-Westfalen (ACK-NRW). Mehr als zehn Jahre war er in der Partnerschaftsarbeit mit dem Bistum Visby in Schweden engagiert. Seit 2006 hat er insbesondere das „Leuchtfeuerprojekt Wiesenkirche“ vorangetrieben.

In der theologisch-pädagogischen Arbeit des Gemeindekollegs der VELKD in Neudietendorf möchte Hendrik Mattenklodt als „Gemeinde-Entwickler unterwegs“ mitwirken. „Die Bedingungen, unter denen wir in den Gemeinden unsere Arbeit tun, verändern sich rasant. Indem wir versuchen, mit dem Schritt zu halten, was um uns und mit uns geschieht, merken wir, dass unsere gewohnten Formen nicht mehr passen.“ Daher sei es gut, „dass sich das Gemeindekolleg zur Gesamtgesellschaft hin öffnet, dass es hinhört, Trends beobachtet, den Dialog sucht und theologische Antworten auf die Fragen formuliert, die es dabei wahrnimmt“. Um Gemeinde grundsätzlich neu buchstabieren zu können, seien aus seiner Sicht Erfahrungen von anderen Orten einzubeziehen und die an der Leitung der Kirchen und Gemeinden Beteiligten anzusprechen. „Ich freue mich darauf, im Team des Gemeindekollegs zusammen mit Menschen, denen ihre eigene Gemeinde und die eine, weltweite Kirche Jesu Christi am Herzen liegen, Begegnungsflächen mit dem noch Unbekannten zu entdecken.“

Hinweis: Ein Portraitfoto von Hendrik Mattenklodt kann unter der Internetadresse http://www.velkd.de/img/Mattenklodt_Hendrik_PM.jpg heruntergeladen werden.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 23. Mai 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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Wissen im Westentaschenformat
VELKD-Broschüren zu „Adressen und Informationen“ sowie „Publikationen“ neu aufgelegt - Montag, 13. Mai 2013

Hannover. Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) hat ihre beiden Broschüren „Adressen und Informationen“ sowie „Publikationen“ in aktualisierten Printausgaben herausgegeben. Zugleich stehen beide Hefte auf der Internetseite der VELKD zum Download zur Verfügung.

In den „Adressen und Informationen“ sind die Grundinformationen zur VELKD und zum Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) auf 48 Seiten zusammengestellt. Ein Organigramm gibt einen Überblick zur strukturellen Verfasstheit der VELKD. Die Texte sind sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache verfasst. In der Online-Version werden die aktuellen Adressänderungen kontinuierlich eingepflegt.

Die 40-seitige Broschüre zu den aktuell verfügbaren „Publikationen“ der VELKD kommt in zweiter, aktualisierter Auflage heraus. Das Buchprogramm ist in Rubriken wie „Gottesdienst und Liturgie“, „Glauben und Verstehen“, „Theologie und Wissen“ sowie „Kirche und Ökumene“ eingeteilt. Neben den VELKD-Klassikern wie „Evangelischer Erwachsenenkatechismus“ und „Was jeder vom Islam wissen muss“ ist auch die neue Ausgabe der liturgischen Handreichung „Die Feier des Taufgedächtnisses“ sowie die vierte, überarbeitete Auflage von „Was ist lutherisch?“ verzeichnet. Die im Publikationsprospekt präsentierten Bücher können per E-Mail oder über das Internet bestellt werden. Ein besonderer Service besteht darin, dass sich Nutzer von Smartphones das gesamte Heft über einen QR-Code auf ihr mobiles Endgerät laden können.

Hinweis: Sowohl das Heft „Adressen und Informationen“ als auch der Prospekt „Publikationen“ kann beim Amt der VELKD (Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, Tel.: 0511/27 96 527, Fax: 0511/27 96 182, E-Mail: versand@velkd.de) kostenfrei bestellt werden. Zudem liegen die „Adressen und Informationen“ unter der Adresse www.velkd.de/downloads/Adressen.pdf und der Publikationenprospekt unter der Internetadresse http://www.velkd.de/downloads/publikationen.pdf zum Download bereit.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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„Was ist lutherisch? Wissenswertes für Interessierte“ erneut aufgelegt
VELKD-Publikation erscheint in 4. überarbeiteter Auflage - Dienstag, 7. Mai 2013

Hannover. Die Entstehung und Geschichte der evangelisch-lutherischen Kirche, ihre theologischen Grundlagen und ihre gemeindliche Praxis sowie ihr Verständnis von Ökumene stellt die Publikation „Was ist lutherisch? Wissenswertes für Interessierte“ der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in mittlerweile 4. überarbeiteter Auflage dar. Zudem finden sich Hinweise auf weiterführende Literatur. Die 65-seitige Broschüre wendet sich an theologisch interessierte Laien und insbesondere jene, die in der Gemeinde oder im Kirchenkreis bzw. Dekanat ehrenamtliche Leitungsaufgaben übernommen haben.

In seinem Geleitwort unterstreicht der Leitende Bischof der VELKD, Bischof Gerhard Ulrich (Kiel), dass sich die Bedeutung des Glaubens sowohl auf den Einzelnen als auch auf die Gemeinschaft bezieht. „Zum einen: Lutherischer Glaube will persönlicher Glaube sein. Wer glaubt, ist existentiell von Gott erfasst.“ Zum anderen ist der Glaube aber nicht allein die Sache des Einzelnen. „Er sucht und braucht gemeinsame Worte. Er drängt zur theologischen Erkenntnis. So bilden sich Einsichten und Bekenntnisse.“

Aufgrund der beständigen Nachfrage ist „Was ist lutherisch?“ jetzt zum vierten Mal neu aufgelegt worden. Damit gehört die Broschüre mit einer Gesamtauflage von 15.000 Exemplaren zu den am häufigsten nachgefragten Veröffentlichungen der VELKD.

Hinweis: „Was ist lutherisch? Wissenswertes für Interessierte“ kann im Amt der VELKD (Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, Tel.: 0511/27 96 438, Fax: 0511/27 96 182, E-Mail: versand@velkd.de) zum Selbstkostenpreis von 2,00 Euro (zzgl. Versandkosten) bestellt bzw. im Internet unter http://www.velkd.de/downloads/Was_ist_Lutherisch_2013.pdf kostenlos heruntergeladen werden.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Magazin zu „65 Jahre VELKD“ erschienen
Geschichte, gegenwärtige Themen und Arbeitsbereiche, Ausblicke - Montag, 29. April 2013

Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) hat anlässlich ihres 65-jährigen Bestehens ein Magazin mit dem Titel „65 Seiten VELKD“ herausgegeben. Unter Rubriken wie „65 Jahre VELKD“, „Die Themen und Arbeitsbereiche der VELKD“, „Aus der Geschichte der VELKD“ und „Luther 2017“ wird die theologische Vielfalt der VELKD dargestellt. Weitere Beiträge gelten den Einrichtungen der VELKD, den Organen und Gremien sowie den Kontakten zum Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LBW) und zum LWB selbst.

„Die beiden Säulen unserer theologischen Arbeit sind der Bezug zur Gemeinde und zur Ökumene“, schreibt der Leitende Bischof der VELKD, Bischof Gerhard Ulrich (Kiel), in seinem Vorwort. „Was mich an der VELKD am meisten freut, ist, dass sie eine sowohl grundsolide als auch kreative theologische Arbeit leistet. Diese Arbeit ist innerhalb der reformatorischen Kirchenfamilie und über die Konfessionsgrenzen hinaus hoch anerkannt.“

Insgesamt sind rund 50 Autoren mit Beiträgen vertreten, unter anderem Wolfgang Thierse, Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Martin Junge, Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes, sowie Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland. Der Präsident der VELKD-Generalsynode, Prof. Dr. Wilfried Hartmann, gibt in einem Interview Auskunft über die synodale Arbeit, der Vorsitzende der römisch-katholischen Ökumenekommission, der Magdeburger Bischof Prof. Dr. Gerhard Feige, sowie der Catholica-Beauftragte der VELKD, der braunschweigische Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber, äußern sich zu den aktuellen ökumenischen Gesprächen.

Die Herausgabe des Magazins „65 Seiten VELKD“ ist eine von vier Maßnahmen zum 65-jährigen Bestehen der VELKD. Weitere Aktivitäten sind eine Buchgabe an die rund 120 Ordinanden, die in 2013 in den sieben Gliedkirchen der VELKD zu Pastoren und Pastorinnen ordiniert werden, die Herausgabe eines Buches zur Geschichte der VELKD sowie die Pflanzung eines Baumes beim Amt der VELKD in Korrespondenz zum VELKD-Baum im Luthergarten in Wittenberg.

Die VELKD wurde am 8. Juli 1948 in Eisenach gegründet. Anfangs zählten sich acht Gliedkirchen zur VELKD, heute sind es sieben Landeskirchen mit insgesamt rund zehn Millionen Gläubigen. Die Leitungsgremien der VELKD sind die Generalsynode, die Bischofskonferenz und die Kirchenleitung. Das Amt der VELKD befindet sich in Hannover.

Hinweis: Das Magazin „65 Seiten VELKD“ liegt unter der Internetadresse http://www.velkd.de/downloads/65_Jahre_VELKD_65_Seiten_2013.pdf zum Download bereit und kann über einen QR-Code auf Smartphones geladen werden. Die „65 Seiten VELKD“ erscheinen zudem als Printausgabe mit der ISBN 978-3-943201-04-8 und können unter versand@velkd.de beim Amt der VELKD (ausschließlich Portokosten) bestellt werden.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Die VELKD auf dem 34. Kirchentag: Luthercafé und Nothilfe für Syrien
Gemeinschaftsstand präsentiert Angebote für Gemeinde, Ökumene und Gottesdienst - Mittwoch, 24. April 2013

„So viel du brauchst im Luthercafé“ – unter diesem Motto präsentiert sich die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) vom 1. bis 5. Mai 2013 auf dem 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) in Hamburg.
Wie seit dem Kirchentag 2003 in Frankfurt/Main gute Tradition, lädt auch diesmal das „Luthercafé“ der VELKD zum Verweilen und Gespräch ein. Auf dem ca. 100 qm großen Stand im Bereich „Markt der Möglichkeiten“, Halle A1, Stand C42 können Besucher einen Becher frischen Kaffee oder Tee genießen. Die dafür erbetene Spende kommt der Nothilfe für syrische Flüchtlinge des Lutherischen Weltbundes (LWB) zugute.

Daneben ist Gelegenheit, sich über das breite Angebot an Aktivitäten und Publikationen der VELKD, ihrer Einrichtungen Gemeindekolleg, Theologisches Studienseminar und Liturgiewissenschaftliches Institut sowie ihres Partners Deutsches Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) zu informieren. So werden u. a. Veröffentlichungen zu den Themen Gottesdienst, Gemeindepädagogik, Theologie und Ökumene vorgestellt; außerdem liegen Broschüren und Basisinformationen zu Kernthemen wie Taufe, Abendmahl, oder ökumenischer Dialog zur kostenlosen Mitnahme bereit.

Zum Kirchentag 2013 haben sich zahlreiche Gäste angekündigt. So wird u. a. am Freitag, 3. Mai, ab 11.00 Uhr der äthiopische Musikstar Dawit Getachew den Gemeinschaftsstand besuchen, am selben Tag wird um 13.00 Uhr die Jugend-Sekretärin des LWB Caroline Richter zu Gast sein.
Darüber hinaus beteiligen sich Vertreter der VELKD und ihrer Einrichtungen an der inhaltlichen Gestaltung des DEKT. So leitet der Catholica-Beauftragte der VELKD, Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), u.a. mit einer Bibelarbeit am 2. Mai und ist an einem ökumenischen Gottesdienst nach Lima-Liturgie am 4. Mai beteiligt. Der Leitende Bischof der VELKD, Gerhard Ulrich, ist zudem als Landesbischof der gastgebenden Nordkirche bei zahlreichen Veranstaltungen vertreten.

Hinweis: Die VELKD finden Sie auf dem 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) 2013 in Hamburg auf dem „Markt der Möglichkeiten“ in Halle A1, Stand C42, Messegelände. Aktuelle Informationen über die Beteiligung der VELKD am Kirchentagsprogramm unter www.velkd.de/Kirchentag_Hamburg_2013.php

 


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Agendarische Handreichung zur Feier des Taufgedächtnisses
Grundlegend neu bearbeitete und erweiterte 3. Auflage - Mittwoch, 24. April 2013

Hannover. Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) hat ihre agendarische Handreichung zur Feier des Taufgedächtnisses in vollständig neu bearbeiteter und erweiterter dritter Auflage herausgegeben. Die Handreichung soll der „Vertiefung des Taufbewusstseins sowie der Verbindung von Taufe und Leben“ dienen, wie der Leitende Bischof der VELKD, Bischof Gerhard Ulrich (Kiel), im Vorwort schreibt. „Martin Luther hat betont, dass ein Christ lebenslang an der Taufe lernen und im Versprechen der Taufe Trost finden kann. Die meisten lutherischen Christen werden als Kind getauft, umso wichtiger ist daher die Erinnerung an die Taufe“, so Ulrich.
Insgesamt eröffnet die Neuauflage der agendarischen Handreichung erweiterte dramaturgische und musikalische Gestaltungsmöglichkeiten. Dazu gehören unter anderem die Stärkung der leiblichen Aspekte des Taufgedächtnisses, die Symbolik des Wassers, der Handauflegung und des Kreuzeszeichens. Zudem sind sämtliche Gebetstexte sprachlich überarbeitet worden.
Die zehn Kapitel mit liturgischen Abläufen reichen von einzelnen Bausteinen für Gottesdienste mit Kindern über ökumenische Gottesdienstentwürfe bis hin zu praktikablen Vorschlägen für ein Taufgedächtnis im häuslichen Rahmen. Neu sind insbesondere zwei Formulare zur Feier des Tauftages sowie ebenfalls zwei Formulare für die ökumenische Feier der Taufe. Abgerundet wird die Handreichung durch homiletische Impulse und einen Anhang mit alternativen Texten und zahlreichen Liedvorschlägen.
In den Gemeinden der lutherischen Kirchen wächst seit Jahren das Bewusstsein für die Bedeutung der Tauferinnerung, dafür sind liturgische Elemente entstanden und in der Praxis erprobt worden. Die nun vorliegende Neuauflage ist notwendig geworden, nachdem die 2006 erschienene zweite Auflage vergriffen war.

Bibliografischer Hinweis: Die Feier des Taufgedächtnisses. Agendarische Handreichung. Herausgegeben vom Amt der VELKD, Hannover 2013. Format: 17 x 24 cm, 96 Seiten. ISBN 978-3-7859-1137-2. Preis: 9,90 Euro. Zu bestellen unter: lvh@lvh.de oder www.einfach-evangelisch.de.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Leitender Bischof der VELKD zu Gesprächen in den USA
Treffen mit Vertretern von Kirche und Universität der ELCA - Dienstag, 2. April 2013

Hannover. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) kommt auf einer Reise in die USA mit Vertretern der Evangelical Lutheran Church in America (ELCA) sowie mit Vertretern dreier zur ELCA gehörenden theologischen Hochschulen zusammen. Die Stationen seiner 7-tägigen Gesprächsreise sind Chicago, Philadelphia und Gettysburg. Es ist die erste Reise eines Leitenden Bischofs der VELKD in die USA.
Bischof Ulrich kommt in Chicago mit dem Leitenden Bischof, Rev. Mark S. Hanson, sowie mit Mitgliedern der Kirchenleitung der ELCA zu Gesprächen über strukturelle Herausforderungen und Veränderungen in den Kirchen zusammen. Außerdem trifft sich Ulrich mit Fachdezernenten der ELCA, um Fragen von Ökumene und Mission im globalen Kontext zu erörtern.
Zu Themen der theologischen Ausbildung kommt Bischof Ulrich an der Lutheran School of Theology at Chicago (LSTC) mit deren Präsidenten Rev. Dr. James Nieman, am Lutheran Theological Seminary at Philadelpia (LTSP) mit Präsident Rev. Dr. Philip D. W. Krey sowie am Lutheran Theological Seminary at Gettysburg (LTSG) mit Präsident Rev. Dr. Michael Cooper-White zusammen. Im Fokus der Gespräche steht die Bedeutung der lutherischen Theologie und Identität im Kontext der USA und innerhalb der Gemeinschaft der Mitgliedskirchen des Lutherischen Weltbundes. Weitere Themen sind Konzepte für die Pastorenausbildung, Fragen der wissenschaftlichen Standards in der theologischen Ausbildung sowie die Bedeutung einer ökumenischen Theologie in der Ausbildung. Der Besuch einer lokalen Kirchengemeinde führt den Leitenden Bischof zur Holy Family Lutheran Church in Chicago.
Die ELCA ist mit 4,2 Millionen Mitgliedern in rund 10.000 Gemeinden eine der größten christlichen Kirchen in den USA, auf Puerto Rico und den Jungferninseln. Für die Beziehungen zwischen der VELKD und der ELCA ist im Amt der VELKD Ökumene-Referent OKR Dr. Oliver Schuegraf zuständig, der den Leitenden Bischof auf der Reise begleitet.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.velkd.de.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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„VELKD-Informationen“ Nr. 139 erschienen
Bischöfin Fehrs spricht sich für eine alltagstaugliche Interreligiosität aus - Dienstag, 26. März 2013

Hannover. In der aktuellen Ausgabe 139 der „VELKD-Informationen“ beschreibt Bischöfin Kirsten Fehrs, Sprengel Hamburg und Lübeck der Nordkirche, mögliche Schritte auf dem Weg zu einer alltagstauglichen Interreligiosität und geht auf das in Hamburg praktizierte Modell „Interreligiöses Forum“ sowie auf den „Religionsunterricht für Alle in evangelischer Verantwortung“ ein. „Es ist die Sache aller Religionen und aller Konfessionen, gemeinsam gegen die Gottvergessenheit oder besser: Areligiosität anzugehen. Den Menschen von klein auf religiös wieder Obdach zu geben, ist deshalb so dringlich, weil sonst Grundüberzeugungen wie Nächstenliebe und Toleranz in unserer Gesellschaft verloren gehen“, heißt es in ihrem Beitrag.
In der Rubrik „Fragen der Zeit“ erörtert ein Beitrag aus der Ökumene die Tragfähigkeit der Basis weltweiter kirchlicher Gemeinschaften. Die Beziehungen zwischen den Kirchen in verschiedenen Weltgegenden seien „vielfach Belastungsproben ausgesetzt“. Die Autoren, Pfarrer Christoph Anders (Hamburg), Direktor des Evangelischen Missionswerks in Deutschland, und Wolfgang Vogelmann (Kiel), Oberkirchenrat und Dezernent für Mission, Ökumene, Entwicklungsdienst und Diakonie im Landeskirchenamt der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Norddeutschland, sprechen in diesem Zusammenhang von „Ökumenischen Verstörungen“.
Im Weiteren enthalten die aktuellen VELKD-Informationen erneut ein kommentiertes Lutherzitat, die Pressemeldungen der VELKD und des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) sowie des LWB selbst.

Hinweis: Die „VELKD-Informationen“ Nr. 139 können als kostenfreie PDF-Datei entweder über die Internetseite www.velkd.de/velkd_informationen.php heruntergeladen oder über die E-Mail-Adresse texte-vi@velkd.de bestellt werden. Besitzer von Smartphones können die Datei über einen QR-Code auf ihr mobiles Endgerät laden.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 26. März 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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Leitender Bischof der VELKD gratuliert neuem Papst
Lutherische Kirchen bieten ökumenische Zusammenarbeit an - Mittwoch, 13. März 2013

Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Bischof Gerhard Ulrich (Kiel), hat Jorge Mario Bergoglio zu seiner Wahl zum Bischof von Rom und Papst der römisch-katholischen Kirche gratuliert. Ulrich ist zugleich Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes. Seine Grußadresse lautet:

 „Als Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) und Deutsches National­komitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) wissen wir uns mit unseren Schwestern und Brüdern in der römisch-katholischen Kirche in ihrer Freude verbunden, dass die Sedisvakanz vorüber ist und sich Papst Franziskus heute von der Loggia der Vatikanischen Basilika den wartenden Gläubigen vorgestellt hat.

 Wir gratulieren Jorge Mario Bergoglio zu seiner Wahl zum Bischof von Rom und Papst der römisch-katholischen Kirche. Mit ihm wurde der erste Lateinamerikaner in das Papstamt gewählt. Wir grüßen Franziskus I. in ökumenischer Verbundenheit und bitten den Herrn der Kirche, dass er ihn in der Aufgabe segne, das Evangelium Jesu Christi zu verkündigen und seine Kirche zu führen. Möge der Heilige Geist Franziskus die Kraft verleihen, dass Schiff der römisch-katholischen Kirche in einer sich schnell veränderten Welt umsichtig und weise zu steuern, sowie die Gabe schenken, ein begeisternder Hirte zu sein, der die Menschen berührt und anspricht.

 In unseren lutherischen Kirchen blicken wir dankbar auf die in den letzten Jahrzehnten gewachsene Gemeinschaft mit der römisch-katholischen Kirche zurück. Zugleich ist uns schmerzlich bewusst, was uns weiterhin trennt. Schnell besteht die Gefahr, dass die durch die Gnade Gottes bereits erreichten Fortschritte in der ökumenischen Annäherung verblassen. Unsere Grüße verbinden wir daher mit der Hoffnung und dem Gebet, dass sich Franziskus als ein Diener der Einheit und unermüdlicher Brückenbauer auch hin zu den Kirchen der Reformation erweisen möge und dass er die intensiven und vertrauensvollen Beziehungen zwischen Päpstlichem Einheitsrat und Lutherischem Weltbund (LWB) weiter fördern wird.

 Gerade in Fragen des Weltfriedens sowie der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gerechtigkeit werden Päpste in der Öffentlichkeit häufig als Sprecher der Christenheit wahrgenommen. In der Tat haben die Vorgänger Franziskus häufig ein eindrückliches Zeugnis davon abgelegt, dass wir Christinnen und Christen zum Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt berufen sind. Wir hoffen, dass auch Franziskus in den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen der Menschheit mit und für die anderen Kirchen mutige Worte der christlichen Orientierung finden wird. Die Wahl seines Namens legt es nahe, dass es ihm ein Anliegen ist, dem Frieden und der Gerechtigkeit Gehör zu verschaffen und für die Bekämpfung der Armut einzutreten.

Eingebunden in die Gemeinschaft aller Mitgliedskirchen des Lutherischen Weltbundes bieten wir evangelisch-lutherischen Kirchen in Deutschland Franziskus die Zusammenarbeit an, damit wir uns gemeinsam vom Gebet unseres Herrn, 'damit sie alle eins seien', leiten lassen und in den Überlebensfragen der Menschheit prophetisch Zeugnis von der frohen und lebensrettenden Botschaft geben.“


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Leitender Bischof der VELKD nimmt neue Einführungsagende in Gebrauch
Erste Ordinationen der Nordkirche nach Agende IV „Berufung – Einführung – Verabschiedung“ - Sonntag, 10. März 2013

Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), hat anlässlich eines Ordinationsgottesdienstes die neue Agende IV „Berufung – Einführung – Verabschiedung“ in Gebrauch genommen. In einem Gottesdienst in der Kirche St. Laurentii in Itzehoe hat Ulrich insgesamt acht Pastorinnen und Pastoren ordiniert.

Im liturgischen Vollzug der Ordination richtete der Leitende Bischof die Fragen zur Verpflichtung an die Ordinanden und die Gemeinde. Im Ordinationsgelübde nach der Form des sogenannten „Langen Vorhalts“ verpflichteten sich die Pastorinnen und Pastoren zur Verkündigung des Evangeliums in Wort und Sakrament, zur seelsorgerlichen Verschwiegenheit und zur Einhaltung des Beichtgeheimnisses. Die Gemeinde verpflichtete sich stellvertretend für die Kirche dazu,  den Ordinierten in ihrem Dienst beizustehen. Unter Handauflegung und Segnung verlieh der Leitende Bischof den Ordinanden die geistlichen Rechte und Pflichten eines Pastors. Bischof Ulrich wies darauf hin, dass alle Getauften zur Weitergabe des Evangeliums berufen seien. Das Priestertum der Getauften sei die Grundlage, auf der einzelne mit der öffentlichen Verkündigung beauftragt würden.

Die ordinierten Pastorinnen und Pastoren werden die neue Einführungsagende in ihrem pastoralen Dienst in Zukunft selbst verwenden, um haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende wie Kirchenmusiker, Religionslehrer, Küster oder Kirchenvorsteher in ihren Dienst einzuführen oder sie daraus zu verabschieden. An dem Ordinationsgottesdienst waren Propst Dr. Thomas Bergemann für den Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf, der Personaldezernent des Landeskirchenamtes Kiel, Oberkirchenrat Ulrich Tetzlaff, sowie Oberkirchenrätin Christine Jahn vom Amt der VELKD in Hannover liturgisch beteiligt.

In den Gemeinden der VELKD-Kirchen werden in diesem Jahr rund 120 Pastorinnen und Pastoren in ihr Amt ordiniert. Die Agende „Berufung – Einführung – Verabschiedung“ war im Herbst 2012 erschienen und steht seitdem für die Gliedkirchen der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und der Union Evangelischer Kirchen (UEK) zum Gebrauch zur Verfügung. Sie enthält Ordnungen und Gestaltungshinweise für die Gottesdienste, in denen kirchliche Mitarbeitende zu Beginn oder am Ende ihrer Tätigkeit gesegnet werden. Die neue Einführungsagende wurde vom Liturgischen Ausschuss der VELKD in Zusammenarbeit mit der UEK erarbeitet. Die Vorläuferagende stammt aus dem Jahr 1987.

Bibliographische Hinweise: Die Buchausgabe ist unter folgenden Angaben erhältlich: Berufung – Einführung – Verabschiedung, Agende IV/Teilband 1. Format: 17 x 24 cm, 368 Seiten, Lutherisches Verlagshaus Hannover, 2012. ISBN 978-3-7859-1093-1. Preis: 45,00 Euro. Herausgegeben von der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und der Union Evangelischer Kirchen (UEK). Die Online-Version der Agende ist unter www.gottesdienstbuch.de zugänglich.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Leitender Bischof der VELKD würdigt Präses Schneider
Freude über weitere gemeinsame Wegstrecke - Freitag, 1. März 2013

Hannover. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Bischof Gerhard Ulrich (Kiel) hat dem Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Dr. h. c. Nikolaus Schneider, zum Ende seiner Amtszeit als Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland sowohl im Namen der VELKD als auch persönlich herzliche Grüße übersandt.

In seinem Schreiben hebt Ulrich die Glaubwürdigkeit hervor, mit der Präses Schneider die Botschaft des Evangeliums weitergesagt habe. „Die sozialen Nöte und Fragen der Menschen haben bei Dir immer ein offenes Ohr gefunden. So haben viele Menschen Dich zuerst als einen Pastor im ursprünglichen Sinn des Wortes, als einen warmherzigen Seelsorger und  glaubwürdigen Zeugen erlebt.“ Schneider sei daran gelegen gewesen, dass sich der Glaube im Alltag als tragfähig und hilfreich erweist. Das habe er überzeugend gelebt und weitergesagt. „Wenn wir dankbar auf eine Lebens- und Arbeitsphase zurückblicken, bleibt unser Blick nicht allein auf menschliches Tun fixiert.“ Die Dankbarkeit für geleistete Arbeit gründe „in dem Dank an Gott“.

Ulrich spricht Schneider zugleich seinen Dank für die Art und Weise seiner Amtsführung als Ratsvorsitzender der EKD aus. „Angesichts der gegenwärtigen kirchlichen Diskussionen ist es gut zu wissen, dass Du weiterhin mit Deiner theologisch grundgelegten und stets ausgleichenden Stimme für den Protestantismus in unserem Land sprechen wirst.“ In den Debatten um die Zusammenarbeit der evangelischen Kirchen habe er sich als ein verständnisvoller und fairer Gesprächspartner erwiesen. „Der Protestantismus in unserem Land zeichnet sich durch einen großen inneren und äußeren Reichtum aus. Wir haben die gemeinsame Verpflichtung, die darin liegenden Möglichkeiten fruchtbar und mit Zuversicht weiterzuentwickeln.“ Ulrich freue sich auf die weitere gemeinsame Wegstrecke.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.velkd.de.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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VELKD würdigt ökumenische Verdienste Papst Benedikt XVI.
Catholica-Beauftragter Weber dankt einem intellektuell beeindruckenden Gesprächspartner - Mittwoch, 27. Februar 2013

Hannover. Der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), hat die ökumenische Bedeutung des Pontifikats Benedikt XVI. anlässlich seines Amtsverzichts kritisch gewürdigt. In einer Erklärung zum morgigen Ende des Pontifikats betont Weber den unermüdlichen Einsatz Benedikt XVI. „den Glauben zu Gehör zu bringen“. Der scheidende Papst sei stets „ein intellektuell beeindruckender Gesprächspartner“ gewesen. Zugleich könne aus evangelischer Perspektive eine erste, vorläufige Bilanz gezogen werden, die auch die Grenzen der ökumenischen Bemühungen benennt.

Papst Benedikt XVI. habe sein Amt im Jahre 2005 mit einem Bekenntnis zur Ökumene begonnen und in den acht Jahren seines Pontifikats wiederholt „eindeutige ökumenische Akzente“ gesetzt. Dazu gehöre insbesondere sein Besuch 2012 in Deutschland und das Gespräch mit Vertretern der evangelischen Kirche im Erfurter Augustinerkloster, einer der Wirkungsstätten Martin Luthers. „Erstmals kam es während eines Papstbesuches in Deutschland zu einem ökumenischen Gottesdienst in einer evangelischen Kirche.“ Zudem habe sich Benedikt XVI. dabei ausdrücklich auf die Frage Luthers nach dem gnädigen Gott, wie er den Menschen in Christus begegnet, bezogen. „Generell waren seine Predigten und Ansprachen immer wieder von einer beeindruckenden Christusbezogenheit geprägt, die von evangelischer Seite nur gewürdigt werden kann.“ Allerdings seien die ökumenischen Chancen des Erfurter Besuches nicht voll genutzt worden. „In Erinnerung wird wohl vielmehr die unglückliche Äußerung des Papstes bleiben, dass er kein ökumenisches Gastgeschenk habe mitbringen können.“

Laut Weber habe Benedikt XVI. in manchen brisanten Themen auch Irritationen verursacht, so etwa im Hinblick auf seine Äußerungen, die als islamkritisch missverstanden wurden. Auch die neuerliche Feststellung, dass die reformatorischen Kirchen „nicht Kirchen im eigentlichen Sinne“ seien, führte zu Unverständnis auf protestantischer Seite. Hinzu kamen die Wiedereinführung der Karfreitagsfürbitte zur Bekehrung der Juden sowie die Aufhebung der Exkommunikation des Holocaust-Leugners Richard Williamson.

Insgesamt ende das Pontifikat Benedikt XVI. „mit der wohl spektakulärsten Entscheidung seiner Amtszeit“, so der Catholica-Beauftragte. Es zeuge von Größe und Demut, wenn man die eigenen physischen Begrenztheiten so deutlich und letztlich ohne jedes geschichtliche Vorbild artikulieren könne. „Er hat seine Person zum Wohle des Amtes zurückgenommen und so zugleich das Papstamt auf außergewöhnliche Art menschlicher gemacht.“ Für seinen neuen Lebensabschnitt wünscht Weber Benedikt XVI. im Namen der VELKD Gottes Segen und Geleit.

Hinweis: Der Wortlaut der Erklärung des VELKD-Catholica-Beauftragten kann über die Internetadresse www.velkd.de/downloads/13-02-27_Weber_Wuerdigung_Benedikt_XVI.pdf  herunter geladen werden.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Stellvertretende Leitende Bischöfin der VELKD gratuliert Gerhard Ulrich
Erster Landesbischof der Nordkirche überzeugt persönlich und fachlich - Donnerstag, 21. Februar 2013

Die stellvertretende Leitende Bischöfin der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischöfin Ilse Junkermann (Magdeburg), hat Gerhard Ulrich zu seiner Wahl zum Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland gratuliert. „Damit ist ein großer Schritt zur weiteren Gestaltung der fusionierten Nordkirche getan. Die Erwartungen an den ersten Landesbischof sind sicherlich hoch. Ich wünsche Gerhard Ulrich Gottes Segen, ein zuversichtliches Herz und eine glückliche Hand.“

Junkermann hebt in ihrem Schreiben hervor, dass Ulrich mit seiner persönlichen und fachlichen Kompetenz sowie mit seiner engagierten und mitnehmenden Art entscheidende Anteile am Entstehen der Nordkirche gehabt habe. „Nach der geglückten Gründung der Nordkirche unter seiner Leitung ist es gut, dass er nun als Landesbischof die ersten gemeinsamen Schritte auf dem weiteren Weg mit verantwortet.“ Die Zusammenführung der drei Landeskirchen Nordelbien, Mecklenburg und Pommern sei vorbildlich verlaufen. Die neue Nordkirche setze zudem Maßstäbe für das kirchliche Miteinander zwischen Ost und West.

In der Zusammenarbeit in der Bischofskonferenz und der Kirchenleitung der VELKD habe sie, so Junkermann weiter, die klare und im Geist des Evangeliums gegründete zuversichtliche Art von Ulrich schätzen gelernt. „Für Gerhard Ulrich gilt: Das Evangelium macht Menschen froh, das kann gar nicht anders sein. Und wer ihm begegnet, begegnet dieser Überzeugung in Person. Wie er aus dieser Freude lebt, das ist ihm eine Quelle für große Freiheit.“ Im Fusionsprozess sei er besonders darauf bedacht gewesen, dass sich die Partner auf Augenhöhe begegnen konnten. „Dies, und nicht quantitative Aspekte, hat er als wesentlich für die anzustrebende Gemeinschaft herausgestellt.“ Umgang auf Augenhöhe und Freude an der Vielfalt der verschiedenen Partner sei nun in besonderem Maße für die fusionierte Kirche vonnöten. „Als Leitender Bischof der VELKD hat er vielfach gezeigt, dass darin seine Stärke liegt.“

Beim Empfang nach der Wahl überbrachte der Präsident der Generalsynode, Prof. Dr. Dr. Wilfried Hartmann, persönlich die Glückwünsche der VELKD. „Die Erfahrung, die Sie nicht nur im Nordelbischen Reformprozess, sondern auch in der Gestaltung des Miteinanders von EKD, UEK und VELKD und vor allem natürlich bei der Fusion der drei Vorgängerkirchen der Nordkirche sammeln konnten, wird Ihnen in Ihrem neuen Amt sicher zu Gute kommen.“ Ulrich habe überzeugend gezeigt, wie man es trotz unterschiedlicher Vorstellungen erreichen könne,  „das Gemeinsame zu finden, Trennendes zu analysieren und zu relativieren und vor allem Verbindendes zu stärken“. In der Nordkirche gehe es nun um die Zusammenführung von Kirchen, die über 45 Jahre ihre Identität in ganz unterschiedlichen Gesellschaftsformen bewahren und weiter entwickeln mussten.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Ausgabe Nr. 166 der „Texte aus der VELKD“ erschienen
Beiträge zum Thema „magnus consensus“ - Freitag, 15. Februar 2013

Hannover. In ihrer Reihe „Texte aus der VELKD“ hat die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) jetzt Beiträge zum Thema „magnus consensus“ veröffentlicht. Sowohl die Bischofskonferenz als auch die Kirchenleitung der VELKD haben die Texte beraten und als Grundlage für die weitere Diskussion empfohlen. Die beiden Arbeitspapiere stehen für theologisch Interessierte in Kirche und Gesellschaft ab sofort online zur Verfügung.

Der Begriff „magnus consensus“ bedeutet sinngemäß so viel wie „große Übereinstimmung“. In theologischen und kirchenpolitischen Fragen treten wiederholt Situationen auf, in denen die Art und der Umfang von Übereinstimmungen zu prüfen ist. Dazu gehören beispielsweise Überlegungen zur Aufnahme eines Artikels in kirchliche Verfassungen, der sich auf das Verhältnis der lutherischen Kirchen zum Judentum bezieht oder aktuelle Diskussionen zur Frage des Zusammenlebens homosexueller Pfarrerinnen und Pfarrer im Pfarrhaus.

Um einen „magnus consensus“ feststellen zu können, empfehlen die Autoren, Wahrheitsfragen von Ordnungsfragen zu unterscheiden. „Damit ergibt sich die Notwendigkeit, den Begriff des ‚magnus consensus‘ zu unterscheiden von der Mehrheitsbildung in aktuellen Entscheidungsgremien. Der ‚magnus consensus‘ hat das zum Gegenstand, was die Kirche konstituiert und ihrem Verfügen somit entzogen ist.“ Ein „magnus consensus“ könne demnach nicht willentlich oder methodisch kontrolliert herbeigeführt, sondern nur rückblickend festgestellt werden. Von daher plädieren die Autoren für ein eng gefasstes Verständnis des „magnus consensus“ als Wahrheitskriterium, „das die geistgewirkte Übereinstimmung des menschlichen Willens mit dem göttlichen Willen anzeigt“. Dies bringe einen sparsamen Gebrauch des Begriffs im Zusammenhang kirchlicher Entscheidungsprozesse mit sich.

Als Autoren des Hauptbeitrags zeichnen Friederike Nüssel, Walther Rießbeck und Notger Slenczka verantwortlich. Ein ergänzender Text stammt von Mareile Lasogga.

Hinweis: Die „Texte aus der VELKD“ Nr. 166 – Februar 2013 mit dem Titel „Magnus consensus“ können unter folgender Adresse heruntergeladen werden: http://www.velkd.de/downloads/Texte_166_
magnus_consensus_download.pdf
. Nutzer von Smartphones können die Datei über einen QR-Code laden.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Untersuchungen zu Glaubenskursen in den östlichen Landeskirchen
Dorothee Land beim Gemeindekolleg der VELKD eingeführt - Mittwoch, 13. Februar 2013

Hannover. Heute ist Pfarrerin Dorothee Land in die Projektstelle „Glaubenskurse Ost“ beim Gemeindekolleg der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Neudietendorf offiziell eingeführt worden. Das Ziel des auf zwei Jahre angelegten Projekts ist es, die in den östlichen Kirchen durchgeführten Glaubenskurse zu sichten und auszuwerten sowie Ergebnisse daraus zu veröffentlichen. Die 47-jährige Theologin ist von der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) entsandt, in der sie zuletzt als Landesjugendpfarrerin tätig war. Ihre Arbeit in Neudietendorf hat sie bereits im Dezember vergangenen Jahres aufgenommen.

Dorothee Land bringt ein besonderes Interesse an den mit dem Projekt verbundenen Fragestellungen mit. „Das sind neben den Besonderheiten der Glaubensweitergabe unter den gesellschaftlichen und kirchlichen Bedingungen im Osten Deutschlands auch die Fragen nach einer Sprache des Glaubens, die nicht nur Eingeweihte verstehen.“ Hinzu kämen Fragen nach Kernthemen evangelischen Glaubens unter den Bedingungen der Säkularisierung. „Spannend wird auch sein, zu sehen, welche Berufsgruppen neben Pfarrerinnen und Pfarrern bei Glaubenskursen eingebunden sind, nicht zu vergessen die Ehrenamtlichen.“ Das Projekt sei als erfolgreich anzusehen, wenn auf die „religiöse Sehnsuchtsmelodie“ der Menschen „Antwortklänge“ gefunden würden, die „neue Hör- und Sichtweisen“ entstehen ließen. Sie sei davon überzeugt, dass das Gemeindekolleg der passende Ort für dieses Projekt sei.

Der Leiter des Gemeindekollegs, Prof. Dr. Reiner Knieling, unterstrich, dass das Projekt „Glaubenskurse Ost“ ein Gewinn für die Arbeit der Einrichtung sei. „Der Dialog zwischen Kirchenleuten und Konfessionslosen ist ein wichtiger Teil der Gemeindeentwicklung, für die das Gemeindekolleg steht. Die Projektstelle passt hervorragend zu unserem Gesamtprofil.“ Zudem werde auf diese Weise die Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland gestärkt. Christian Fuhrmann, Kirchenrat für Gemeinde und Kirchenmusik im Landeskirchenamt der EKM, wirkte bei der Einführung mit.

Mit der Projektstelle „Glaubenskurse Ost“ besteht erstmals die Möglichkeit, die in den östlichen Landeskirchen entstandenen und durchgeführten Glaubenskurse methodisch zu erfassen und zu analysieren sowie ihre Übertragbarkeit in andere Gemeindesituationen zu prüfen und entsprechend weiter zu entwickeln. Bislang haben diese Kurse kaum Eingang in Materialien für Glaubenskurse gefunden. Die Projektstelle wird von der VELKD, der EKM und der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD) inhaltlich und finanziell getragen.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.gemeindekolleg.de, www.velkd.de, www.ekmd.de.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Leitender Bischof und Catholica-Beauftragter der VELKD würdigen Papst Benedikt XVI.
- Montag, 11. Februar 2013

Hannover. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Bischof Gerhard Ulrich (Kiel), hat Papst Benedikt XVI. aus Anlass seines heute erklärten Rücktritts als einen im höchsten Maße glaubwürdigen Menschen und Theologen gewürdigt und Respekt vor dessen Amtsführung bekundet. „Ich sehe bei Benedikt XVI. Demut und Größe vereint. So hat er sein Amt ausgeübt, so gibt er es jetzt ab.“ Den Dienst des Papstes sehe er „geleitet vom Wort Gottes“. Er habe ihn sowohl auf einer Besuchsreise in Rom 2011 als auch bei Benedikts Deutschlandbesuch im vergangenen Jahr als menschlich zugewandten und theologisch tief verankerten Christen erlebt.

Der Catholica-Beauftragte der VELKD, Landesbischof Friedrich Weber (Wolfenbüttel), erklärte: „Mit großer Überraschung habe ich heute Vormittag erfahren, dass Papst Benedikt XVI. zum 28. Februar 2013 auf sein Amt verzichten und ab diesem Zeitpunkt der Stuhl des heiligen Petrus bis zur Wahl eines neuen Papstes vakant sein wird. Dies ist ein Ereignis ohne jeglichen Präzedenzfall in der neueren Kirchengeschichte. Der außergewöhnliche Schritt Benedikt XVI. ist eindrücklich und verdient Respekt und große Anerkennung. Letztlich fügt er sich stimmig in den intellektuell und rational geprägten Amtsstil Benedikts. Er hat rational die Konsequenzen gezogen, dass er körperlich und geistig das Papstamt nicht mehr in umfassender Weise wahrnehmen kann, wie es seinem eigenen Verständnis nach nötig wäre. Mit diesem Amtsverzicht stellt der Papst das Amt des Petrusdienstes über seine Person und ist bereit, es in die Hände des Konklave zu legen. Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) wünscht Benedikt XVI. Gottes Segen für sein weiteres Wirken in und für die römisch-katholische Kirche. Für eine Bewertung des Pontifikats Benedikt XVI. ist es zu diesem Zeitpunkt zu früh, ebenso sind die Folgen für die römisch-katholische Kirche weltweit und in Deutschland im Moment noch nicht absehbar. Die VELKD weiß sich jedoch im Gebet mit der römisch-katholischen Kirche verbunden, die nun in den nächsten Wochen einen Übergang zu einem neuen Pontifikat zu gestalten hat, für den es keine eingespielten Verfahren gibt.“


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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DNK/LWB: Stipendienreferat DNK/LWB und Brot für die Welt neu besetzt
Dionisie Nicolae Arion offiziell eingeführt - Mittwoch, 30. Januar 2013

Hannover/Berlin. Dionisie Nicolae Arion (32) ist offiziell in sein Amt als Stipendienreferent des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) sowie von Brot für die Welt eingeführt worden. Die Einführung haben der Vorsitzende des Stipendienkomitees, Kirchenrat Klaus Rieth (Stuttgart), sowie die Präsidentin von Brot für die Welt, Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel (Berlin), in der Golgathakirche in Berlin vorgenommen.

Im Blick auf seine neue Aufgabe hob Arion die Chancen internationaler Begegnungen hervor. „In der Kombination von finanzieller Förderung und geistlicher Begleitung versuchen wir unseren Stipendiatinnen und Stipendiaten die Chance zu einer ganzheitlichen Begegnung mit einem neuen Land und seinen Lebens- und Glaubenswelten zu bieten. Dass wir bei dieser Begegnung ebenso Gebende wie Empfangende sind, macht diese Arbeit für mich so faszinierend.“ Er selbst habe als ehemaliger Stipendiat des DNK/LWB sowie der Konrad-Adenauer-Stiftung die kirchliche und nicht-kirchliche Stipendienarbeit in Deutschland kennengelernt. „Rückblickend kann ich sagen, dass meine Zeit als Stipendiat für meinen eigenen Werdegang von fundamentaler Bedeutung war.“ Für das multiethnische und multikonfessionelle Miteinander hält Arion Empathie und Kreativität für notwendig. „Beides möchte ich in den Dienst unserer Stipendiatinnen und Stipendiaten stellen.“ 

Kirchenrat Klaus Rieth beglückwünschte Arion zu einem „der schönsten Ämter in unserer Kirche“. Darin könne er jungen Menschen ermöglichen, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und sich weiterzubilden. „Martin Luther hat Bildung über alles andere gesetzt. Und Bildung ist zwar nicht alles, aber ohne Bildung ist alles nichts.“ Er wünschte dem neuen Referenten viele gute Kontakte zu den Stipendiaten. „Entdecken Sie die Schätze und Perlen, die in ihnen verborgen sind und machen Sie Ihre Erfahrungen für unsere Kirchen fruchtbar.“

Dionisie Nicolae Arion wurde in Cugir/Rumänien geboren. Nach dem Studium der evangelischen Theologie in Sibiu/Hermannstadt und Bern absolviert er sein Lehrvikariat in Cisnadie/Heltau. Anschließend engagierte er sich für das Projekt „Lebendige Kirchenburg“, das im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt Sibiu 2007 umgesetzt wurde. Bereits zuvor hatte er ein Praktikum bei der Evangelischen Akademie Siebenbürgen wahrgenommen. Es schlossen sich ein Pilotprojekt der Evangelischen Studentengemeinde Rumänien sowie ein Parlamentspraktikum im Deutschen Bundestag an. Arion hat sich journalistisch betätigt, arbeitet nebenberuflich als Übersetzer und Dolmetscher und schreibt an einer Doktorarbeit zum Thema Nationalsozialismus und deutschsprachige Evangelische Kirche in Rumänien. 2007 war er zu einem sechsmonatigen Stipendium des DNK/LWB in Deutschland. Dionisie Arion folgt Pfarrer Christian Rave nach, der in die Gemeindearbeit gewechselt ist.

Die Stipendienprogramme wurden 1952 als Kirchliche Austauschprogramme ins Leben gerufen. Die Verantwortung für die Programme liegt bei Brot für die Welt in Berlin und beim Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) mit Sitz in Hannover. Gegenwärtig sind rund 100 kirchliche Stipendiaten in Deutschland. Insgesamt haben die Programme ein Volumen von einer Million Euro im Jahr.

Weitere Informationen unter: www.dnk-lwb.de bzw. www.brot-fuer-die-welt.de/stipendien/ sowie www.evangelische-stipendien.de.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher des DNK/LWB

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Christlicher Glaube und religiöser Pluralismus
VELKD dokumentiert Symposium zum Theologen Carl Heinz Ratschow - Montag, 14. Januar 2013

Hannover. Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) hat einen Sammelband mit Beiträgen zu Carl Heinz Ratschow herausgegeben. Das 180-seitige Buch dokumentiert ein Symposium anlässlich des 100. Geburtstages des Theologen, das im Juli 2011 vom Theologischen Studienseminar der VELKD in Pullach durchgeführt wurde. Das Jubiläum bot Anlass, „die Positionen Ratschows für das aktuelle theologische Gespräch zum Umgang der christlichen Theologie mit den Weltreligionen im Zeitalter eines weltanschaulichen und religiösen Pluralismus“ zu thematisieren, heißt es im Vorwort.

Die insgesamt acht Beiträge befassen sich mit den dadurch gestellten Herausforderungen für den christlichen Glauben. In diesem Zusammenhang hat Christoph Schwöbel (Tübingen) Kennlinien des Pluralismus im Werk Ratschows herausgearbeitet. Der Beitrag von Peter Steinacker (Frankfurt) thematisiert „Konfessionen als Ausdruck des Pluralismus im Christentum“. Kathrin Bosse (Stuttgart-Hohenheim) rekonstruiert eine „Theologie der Religionen“ bei Ratschow. Weitere Aufsätze beziehen sich auf „Leibniz als Ratgeber der Postmoderne?“, auf einen möglichen „Beitrag der Religionswissenschaften zu einer Theologie der Religionen“ sowie einen persönlichen Zugang zum Theologen Ratschow. Die Einleitung und eine Predigt aus Anlass des Symposiums hat der damalige Rektor des Pullacher Studienseminars, Matthias Rein, verfasst.

Der Theologe, Religionswissenschaftler und Religionsphilosoph Carl Heinz Ratschow wurde am 22. Juli 1911 in Rostock geboren und verstarb am 10. November 1999 in Marburg. Er verstand sich selbst als lutherischer Theologe und hat sich mit den spezifischen Fragestellungen von Glaube und Werk, Gesetz und Evangelium sowie mit dem Rechtfertigungsgeschehen auseinandergesetzt. „Er bezog die inhaltlichen Fragen des interreligiösen Dialogs auf Grundfragen reformatorisch-lutherischer Theologie – ein auch heute produktiver Ansatz“, schreiben die Herausgeber.

Bibliografischer Hinweis: Theologisches Symposium anlässlich des 100. Geburtstages von Carl Heinz Ratschow. Weltanschaulicher und religiöser Pluralismus – Herausforderungen für den christlichen Glauben. Hrsg. von Mareile Lasogga, Matthias Rein und Eberhard Blanke. Hannover 2012. 180 Seiten. ISBN 978-3-943201-03-1. Euro 9,80. Die Publikation ist über den Buchhandel oder direkt beim Amt der VELKD (versand@velkd.de) erhältlich.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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