Archiv: Pressemitteilungen 2011

Mit dem Relaunch von velkd.de, im Oktober 2014 ist eine neue URL-Struktur entstanden. Hinweise zu internen Links, Weiterleitungen, Downloads etc. sind in diesem Archiv nicht mehr aktiv.        - Die Pressestelle -

DNK/LWB: Weltweites Kommunikationsnetz des LWB
DNK/LWB beteiligt sich an Fortbildungskurs in Bangladesch - Mittwoch, 14. Dezember 2011

Hannover/Dhaka, Bangladesch. Das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) beteiligt sich an Fortbildungen von Mitarbeitern des Lutherischen Weltbundes (LWB) im Bereich der medialen Kommunikation. Dazu waren jetzt rund 30 Mitarbeitende der Weltdienstprogramme des LWB in Asien zu einer Schulung nach Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, gekommen. Die Leitung des fünftägigen Kurses lag bei Florian Hübner, Referent für Öffentlichkeitsarbeit in der Geschäftsstelle des DNK/LWB in Hannover.

„Die Weltdienstarbeit des LWB im Sinne einer Entwicklungszusammenarbeit ist ein wichtiges Arbeitsfeld für das Deutsche Nationalkomitee“, so Florian Hübner. „Das DNK unterstützt die Weltdienstarbeit jedes Jahr mit rund einer halben Million Euro. Der Kommunikationsworkshop in Dhaka dient dabei der Fortbildung der Mitarbeitenden vor Ort.“

Teilnehmende waren hauptamtlich Mitarbeitende der Länderprogramme der Abteilung Weltdienst des LWB in Asien, unter anderen aus Bangladesch, Indien, Kambodscha, Laos, Myanmar und Nepal. Hinzu kamen Mitarbeiter von regionalen und nationalen Organisationen vor Ort, die ihre Entwicklungsprogramme in Zusammenarbeit mit dem LWB durchführen. In der Regel haben die Organisationen keine Mitarbeiter, die eigens für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig und ausgebildet sind. Der Schwerpunkt des Workshops bestand darin, in Grundtechniken journalistischer Arbeit einzuführen: Wie schreibe ich eine gute Geschichte, wie mache ich ein aussagekräftiges Foto, wie führe ich ein gutes Interview?

„Der Workshop hilft uns sehr“, sagte Khin Mya Yi vom LWB aus Myanmar, „weil wir uns endlich einmal richtig mit der Öffentlichkeitsarbeit beschäftigen können. Wir verstehen jetzt besser, warum es wichtig ist, den Partnern in Europa Berichte aus unseren Programmen zu schicken. Wir haben jetzt mehr Ideen und Handwerkszeug zur Verbesserung unserer Kommunikation. Wir sind dankbar für die Zusammenarbeit im Lutherischen Weltbund“.

In ihrer Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit berücksichtigen die Mitarbeiter vor Ort, welche Anforderungen an Texte und Bilder seitens der europäischen Partner gestellt werden. Durch den gemeinsamen Workshop sind beide Seiten direkt in Kontakt miteinander gekommen und konnten sich über die verschiedenen Anforderungen austauschen. Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops war die Kommunikation in Bezug auf Nothilfe in akuten Katastrophen. Dazu gehört auch, dass die Kommunikation innerhalb des LWB-Netzwerkes während schwieriger Situationen sicher gestellt ist. Nur so kann von der Krise und der Reaktion darauf auch in anderen Ländern berichtet werden. 

Die Fortbildung in Dhaka gehört zur Weltdienstarbeit des Lutherischen Weltbundes. In 34 Ländern legen über 5.000 Mitarbeitende der „Abteilung für Weltdienst“ (AWD) des LWB den Schwerpunkt auf die Hilfe an notleidenden Menschen, ungeachtet ihrer Hautfarbe, ihres Geschlechts, ihres Glaubens, ihrer Staatsangehörigkeit oder ihrer politischen Überzeugungen. Opfer von Naturkatastrophen und Kriegen erfahren Unterstützung, so dass sie überleben und ihre Existenzgrundlage, ihre Rechte, ihre Menschenwürde und ihr Selbstvertrauen zurückgewinnen können. Wichtige Themen sind dabei ökologische Nachhaltigkeit und Umweltschutz, Menschenrechte, HIV/Aids, Frauen- und Genderfragen sowie Friedensförderung und Versöhnungsarbeit. 

Im Jahr 2012 werden die Mitgliedskirchen des DNK/LWB 19 Projekte des Weltdienstes über den Hauptausschuss des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes in der gesamten Welt fördern. Das bereits bewilligte Volumen dieser Unterstützung beträgt 490.000 Euro.

Weitere Informationen unter www.dnk-lwb.de sowie www.lutheranworld.org .


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher des DNK/LWB

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 14. Dezember 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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Christian Lehnert wird neuer Geschäftsführer des Liturgiewissenschaftlichen Instituts der VELKD
„Liturgie erfordert kulturelle Bildung“ - Freitag, 9. Dezember 2011

Hannover/Leipzig – Die Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat Pfarrer Christian Lehnert (42) zum neuen Geschäftsführer des Liturgiewissenschaftlichen Instituts der VELKD bei der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig ernannt. Lehnert wird seine Tätigkeit im Juni 2012 aufnehmen. Bis zu seinem Wechsel nach Leipzig ist Lehnert Studienleiter für Theologie, Zeitgeschichte und Kultur an der Evangelischen Akademie Sachsen Anhalt e. V. in der Lutherstadt Wittenberg.

Für seine Arbeit am Liturgiewissenschaftlichen Institut beabsichtigt Lehnert, „lebendige evangelische Gottesdienste“ im Blick zu behalten und „die Institutsarbeit stark auf die Entwicklung kultureller Kompetenz zu fokussieren“. Im Gottesdienst gehe es immer um eine kulturelle Gestalt des Glaubens. „Diese lässt sich nicht rein kognitiv, sondern nur in einer Polyphonie von Blickwinkeln und Sprachformen beschreiben“, betont Lehnert. Dabei gehe es um die lebendige Stimme des Evangeliums und damit um die „zu gestaltende Balance zwischen Substanz der Tradition und Wirkung im Augenblick“. Seiner Meinung nach komme im gegenwärtigen Theologiestudium die „kulturelle Bildung“ zu kurz. Deshalb seien schon in der theologischen Ausbildung „literarische und künstlerische Außenperspektiven“ einzubeziehen und Wert auf eine „ästhetisch verantwortete Theologie“ zu legen, so Lehnert. Für ihn sei Liturgik ein „Zusammenspiel von Theologie, Kirche und Kultur“, die an Bedeutung gewinne, wenn Menschen nach überzeugenden Ausdrucksformen des Glaubens suchen.

Christian Lehnert studierte Evangelische Theologie an der Universität Leipzig, Theologie und Orientalistik an der Humboldt-Universität Berlin sowie an der Freien Universität Berlin und verbrachte ein Studienjahr an der Dormition Abbey in Jerusalem. Nach dem Vikariat war er zwei Jahre freischaffend im spanischen Santiago de Compostela tätig und von 2000 bis 2008 Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens in Burkhardswalde und Weesenstein bei Pirna. Seit 2008 ist er Studienleiter an der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt in Wittenberg. Lehnert folgt der bisherigen Geschäftsführerin Dr. Irene Mildenberger nach, die an das Evangelische Augustinerkloster in Erfurt gewechselt ist. Leiter des Liturgiewissenschaftlichen Instituts ist Prof. Dr. Alexander Deeg.

Lehnert hat sich insbesondere als Dichter einen Namen gemacht. Seine literarische Tätigkeit umfasst Gedichte, Essays sowie Libretti für Bühnenwerke. Es liegen sechs Gedichtbände von ihm vor, davon fünf beim Suhrkamp-Verlag. Lehnert hat mehrere Preise und Stipendien erhalten, darunter den Dresdner Lyrikpreis, das Hermann-Lenz-Stipendium und den Förderpreis der Stiftung Bibel und Kultur. Lehnert ist verheiratet und hat drei Kinder.

Das Liturgiewissenschaftliche Institut der VELKD wurde 1993 gegründet. Es entwickelt Konzepte zur Umsetzung liturgiewissenschaftlicher Erkenntnisse in die kirchliche Praxis und erstellt Gutachten zu Fragen der Liturgik. Daneben werden Studierende, Promovenden und Habilitanden der Theologie betreut. Seit 2004 existiert als Kooperationsprojekt der Universitäten Erfurt, Halle, Jena und Leipzig der Aufbaustudiengang „Liturgiewissenschaft“ an der Universität Leipzig. Das Institut arbeitet mit kirchenmusikalischen Einrichtungen zusammen. In der institutseigenen Buchreihe „Beiträge zu Liturgie und Spiritualität“ sind bis jetzt 24 Bände erschienen.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Impulse geben, Akzente setzen: Jahresprogramm 2012 des Gemeindekollegs der VELKD erschienen
VELKD-Einrichtung will fachübergreifende Fortbildung in der Gemeindearbeit stärken - Mittwoch, 7. Dezember 2011

Neudietendorf bei Erfurt/Hannover – Pünktlich zu Beginn des neuen Kirchenjahres hat das Gemeindekolleg der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) sein Kursangebot für das Jahr 2012 vorgelegt. Das komplette Programm steht ab sofort als 24-seitige Broschüre zur Verfügung und kann entweder direkt beim Gemeindekolleg angefordert oder über dessen Homepage als PDF-Datei abgerufen werden. Es umfasst u. a. Fortbildungskurse zu Themenkreisen wie „Konkurrenz-Konflikt-Kooperation“, „Lassen lernen“ oder „Von der Idee zur Verwirklichung“, außerdem Symposien und Projekte zu verschiedenen Bereichen der Gemeindeentwicklung.

Das Angebot für 2012 setze bewusst auf ein Miteinander von bewährten Angeboten und neuen Akzenten, um die Gemeinden in ihrer Arbeit möglichst umfassend unterstützen zu können, erläutert der Leiter des Gemeindekollegs, Pfr. Prof. Dr. Reiner Knieling. So biete die Einrichtung erstmals berufsgruppenübergreifende Fortbildungen an. „Wir sehen darin eine große Chance und Herausforderung für die Zukunft der Kirche“, betont der 48-jährige Theologe, der dem Neudietendorfer Institut seit September 2011 vorsteht. „Unser Motto lautet ‚Kirche in Bewegung‘. Das bedeutet für uns: wahrzunehmen, was sich in Gesellschaft, in Kirche und  Gemeinden bewegt. Nur dann kann es gelingen, Impulse zu entwickeln und zu geben, die ‚Kirche in Bewegung‘ unterstützen.“

Ihm liege daran, das Gemeindekolleg zu einem Forum für ganz unterschiedliche Ideen zur Gemeindeentwicklung zu machen, bei dem über landeskirchliche Grenzen hinweg im „Zusammenspiel“ neue Perspektiven entstehen, hob Reiner Knieling hervor. So wird im Februar 2013 eine große Tagung stattfinden, die sich speziell an Kirchenvorstände und Gemeindekirchenräte aus allen Landeskirchen wendet und unter dem Titel „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ die Fragen und Probleme von Strukturzwängen und mögliche Lösungen thematisieren wird.

Das 1986 gegründete Gemeindekolleg hat die Aufgabe, bundesweit Projekte für Gemeindearbeit zu entwickeln und zu vermitteln, Ideen und Impulse zur Gemeindeentwicklung zu vernetzen sowie Veränderungsprozesse in Gemeinden zu begleiten. Es soll die beiden Schlagworte „öffnen“ und „verdichten“ der 1983 von der VELKD verabschiedeten „Missionarischen Doppelstrategie ...“  in Projekte für die Gemeindearbeit umsetzen. Neben Konsultationen führt die Einrichtung u. a. Schulungen zu folgenden Projekten durch, die teilweise auch von Kirchen in Brasilien, Finnland und Namibia übernommen wurden: „Sterbende begleiten lernen“, „Spiritualität im Alltag – sieben Schritte als Chance, GOTTESDIENST und LEBEN zu verbinden“, „Kirchen erzählen vom Glauben“ und „GET – Gemeinde-Entwicklungs-Training“. Die Angebote richten sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kirche.

Hinweis: Das Jahresprogramm 2012 kann unter www.gemeindekolleg.de heruntergeladen werden.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Propst Hans Mikosch in den Ruhestand verabschiedet
Regionalbischof seit 2003 Mitglied der Generalsynode und der Kirchenleitung der VELKD - Freitag, 2. Dezember 2011

Hannover/Gera. Der Propst des Sprengels Gera-Weimar, Dr. Hans Mikosch, wird am kommenden Sonntag, dem 4. Dezember 2011, in den Ruhestand verabschiedet. Mikosch ist seit 2003 Mitglied der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) sowie Mitglied der Kirchenleitung der VELKD. Er wird beide Ämter bis zum Ende der jeweiligen Legislaturperiode ausüben.

Mikosch schätzt nach eigenen Worten insbesondere die „substantielle theologische Arbeit der VELKD“. Die Vereinigte Kirche habe ihre Stärke darin, „Orientierung zu geben für das, was Kirchen und Gemeinden“ beschäftige. Dieses Grundgefühl habe er in der VELKD schnell gewonnen. Für seine Arbeit in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), in der es lutherische, reformierte und unierte Gemeinde gibt, sei ihm die Frage nach der Bedeutung der Bekenntnisse wichtig. Gerne stelle er sich nach wie vor der Herausforderung, die Zusammenarbeit unterschiedlich geprägter Gemeinden und Kirchen zu fördern. „Es geht mir darum, das Verbindungsmodell jeden Tag zu leben“, so Mikosch mit Bezug auf die verstärkte Zusammenarbeit zwischen der VELKD und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Die Entpflichtung von seinem Amt als Regionalbischof in der St.-Johannis-Kirche Gera wird die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Ilse Junkermann (Magdeburg), vornehmen. Junkermann ist zugleich stellvertretende Leitende Bischöfin der VELKD. Als Vertreter der Kirchenleitung der VELKD wird Oberkirchenrat Helmut Völkel (München), Leiter der Personalabteilung der bayerischen Landeskirche, an der Verabschiedung von Propst Mikosch teilnehmen.

Hans Mikosch wurde 1948 in Eisenach geboren. Von 1966 bis 1972 studierte er Theologie in Jena. Nach seinem theologischen Examen wurde er 1974 in Eisenach ordiniert. Anschließend übernahm Mikosch eine Stelle als Gemeindepfarrer in Witzleben und 1983 in Gefell im thüringischen Vogtland. Im Jahr seiner Promotion 1993 wurde Mikosch zum Superintendenten im Kirchenkreis Gera gewählt. Am 1. Februar 2002 wurde er zum Visitator im Aufsichtsbezirk Ost der thüringischen Landeskirche berufen, seit 2009 trägt er als Regionalbischof im Propstsprengel Gera-Weimar die Dienstbezeichnung Propst. Zugleich war er Stellvertreter der Landesbischöfin.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Kirsten Fehrs offiziell als Bischöfin von Hamburg und Lübeck eingeführt
Leitender Bischof der VELKD Gerhard Ulrich spricht von Erwartungen an die Kirche - Samstag, 26. November 2011

Hannover/Lübeck – Kirsten Fehrs ist am heutigen Samstag, dem 26. November, offiziell in ihr Amt als Bischöfin von Hamburg und Lübeck eingeführt worden. Die Einführung im Lübecker Dom nahm der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Bischof Gerhard Ulrich (Kiel), vor, der zugleich Vorsitzender der Kirchenleitung der Nordelbischen Kirche (NEK) ist.
 
In seiner Ansprache stellte Ulrich heraus, dass Fehrs die Gabe habe, „gesprächsfähig zu sein und im Gespräch schon Visionen“ zu entwickeln. Sie sei dafür bekannt, ihre Predigten „als Fortsetzung der Begegnungen und Gespräche mit den Menschen“ zu gestalten. Als Hauptpastorin und Pröpstin in Hamburg habe sie durch ihre „unkomplizierte Weise auf Menschen zuzugehen, durch Offenheit und Freundlichkeit“ viel bewirkt.
 
Mit Blick auf die bischöflichen Anforderungen sprach Ulrich von den Erwartungen, die sich an die Kirche richteten. „Die evangelische Kirche wird gesucht und gebraucht – trotz aller Kritik, trotz all der Fehler und auch der Schuld.“ Eine Bischöfin stehe mit ihren Worten für eine Realität, die über jene der Welt hinaus weise „auf den, der einzig Herr des Lebens“ sei. Sie sei darüber hinaus „Stimme der Kirche im Dialog der Religionen und Kulturen“.
 
Insbesondere warte die Hansestadt Lübeck wieder auf eine Bischöfin. Denn es sei „für diese bedeutsame und traditionsbewusste Stadt eine nachhaltige Enttäuschung“ gewesen, dass der eigene Bischofssitz aufgelöst wurde. Ulrich dankte der Vorgängerin im Amt, Maria Jepsen, sowie dem Vakanzvertreter, Propst Jürgen F. Bollmann. An Fehrs richtete er den Wunsch, nicht einfach alle Erwartungen der Öffentlichkeit zu erfüllen, „sondern wahrhaftig zu bleiben“.
 
Als Bischöfin ist Kirsten Fehrs zuständig für die geistliche Leitung des Sprengels Hamburg und Lübeck. Sie steht dem Konvent der Pröpstinnen und Pröpste vor, ordiniert Pastorinnen und Pastoren und repräsentiert die Kirche gegenüber Politik und Gesellschaft. Fehrs ist Mitglied der nordelbischen Kirchenleitung sowie des Bischofskollegiums und wirkt so an gesamtkirchlichen Fragen und Entscheidungen mit. Darüber hinaus gehört sie qua Amt zur Bischofskonferenz der VELKD, die damit nach einer Zeit der Vakanzen wieder vollständig besetzt ist.
 
Kirsten Fehrs (50) wurde in Wesselburen geboren. Nach dem Abitur studierte sie Evangelische Theologie in Hamburg. Nach ihrer Ordination 1990 war sie Gemeindepastorin in Hohenwestedt. Es folgten Tätigkeiten auf Projektpfarrstellen in Rendsburg und auf landeskirchlicher Ebene. Zeitweise nahm Fehrs einen Lehrauftrag in Praktischer Theologie an der Universität Zürich wahr. 2006 wurde Fehrs Pröpstin im Kirchenkreis Hamburg-Ost und Hauptpastorin an der Hauptkirche St. Jacobi.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Kirchlich Leiten heißt geleitet werden
Bundesweite Fachtagung „Kirchenleitung“ im Theologischen Studienseminar Pullach - Montag, 21. November 2011

Hannover/München. Die Kirche wird durch das Wort Gottes geleitet: Dies war das eindeutige Votum der Teilnehmer einer Fachtagung zum Thema „Was kennzeichnet Kirchenleitung nach lutherischem Verständnis?“ im Theologischen Studienseminar der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Pullach. „Man ist wieder dabei zu lernen, dass theologische und nicht nur organisatorische Fragen im Vordergrund stehen müssen“, so Rektor Matthias Rein. „Es bleibt Unverfügbares“, so Rein weiter. „Es bleibt etwas, das die Kirchenleitung nicht einfach in der Hand hat.“

Auf dem viertägigen Treffen von rund 25 Führungskräften aus 13 Landeskirchen betonte der Hamburger Wirtschaftswissenschaftler und Organisationstheoretiker Prof. Dr. Günther Ortmann, wie notwendig moralische Leitlinien für Organisationen seien. Organisationen trügen moralische Verantwortung für ihr Handeln, auch wenn sie zur Moralverdrängung neigten. Daher sei einer Verselbstständigung von Organisationen entgegenzutreten. Allerdings sei eine über das Funktionieren der Organisation hinausgehende Moral nicht direkt herstellbar. „Insbesondere kann man sie nicht kaufen.“ Loyalität, Anerkennung und Vertrauen müssten „als Nebenprodukt eigenen loyalen, vertrauenswürdigen Verhaltens der Organisation und besonders ihrer Leitenden gewonnen und als Gabe weiter gereicht werden“, so Ortmann.

Der Kieler Bischof Gerhard Ulrich, seit Anfang November Leitender Bischof der VELKD, brachte in seinem Beitrag die Anforderungen kirchlichen Leitens auf den Punkt. Das Instrument zur Leitung der Kirche sei das Wort Gottes. Daraus ergebe sich, dass Kirchenleitung selbst immer durch das Wort geleitet sei. Die Kirche brauche zuerst Lust am Wort und lebe „aus und von der Begeisterung für die Sache Gottes“, so Ulrich weiter. Ein guter Bischof komme als Gast, um hinzuhören. Im zweiten Schritt habe er dann „die Predigt des Evangeliums in Wort und Tat“ mitzubringen.

Propst Dr. Horst Gorski (Hamburg) gab einen Einblick in den spannenden Entstehungsprozess der Verfassung der im kommenden Jahr neu zu bildenden Nordkirche, in der es in Artikel 2 über die Kirche heißt: „Sie lebt als Gemeinschaft von Schwestern und Brüdern im Hören auf Gottes Wort, in der Feier der Sakramente und im Dienst an den Menschen.“ Das Hören auf Gottes Wort sei unverzichtbar, wenn die Kirche von der Mitte ihrer Botschaft her leben wolle. „Man ist vor einiger Zeit wieder zu der Einsicht gekommen, dass es um Verkündigung und nicht um Selbsterhaltung geht“, erläuterte Matthias Rein. Die Schattenseiten, die jede Organisation mit sich bringe, seien zu bändigen. „Sonst macht die Organisation mit uns, was sie will“, so der Pullacher Rektor.

Vizepräsident Dr. Thies Gundlach vom Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) fragte in seinem Statement, wie viel profiliertes Reden eine Kirchenleitung sich leisten könne. Leitung dürfe nicht farblos werden, sie sei notwendigerweise „ein Top-down-Prozess, der erst in einem zweiten Schritt ein Bottom-up-Prozess“ werde. Dadurch, dass Kirchenleitung durch Wahrheit und Klarheit provoziere, setze sie in geradezu klassischer Weise „Leitung durch das Wort“ um, so Gundlach.

Weitere Beiträge befassten sich mit der Förderung des Anteils von Frauen in kirchenleitender Verantwortung sowie mit der wachsenden Bedeutung der Region als wichtige kirchliche Gestaltungsebene.

Als Teilnehmer der Fachtagung waren Bischöfe, kirchenleitend Verantwortliche aus den Landeskirchenämtern und von der ephoralen Leitungsebene aus allen Teilen Deutschlands sowie Mitarbeiter des EKD-Reformbüros zusammengekommen. Die Thesen, Beiträge und Ergebnisse der Tagung zu Themen kirchlicher Leitung sollen in einer Publikation zugänglich gemacht werden.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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DNK/LWB: Lutherische Theologie für die Welt
4. Internationales Seminar des Lutherischen Weltbundes in Wittenberg durchgeführt - Montag, 14. November 2011

Wittenberg/Hannover – „Es ist eine beglückende Erfahrung, dass 16 Theologen aus 15 Kirchen in 14 Ländern zwei Wochen lang in Wittenberg miteinander Luther-Texte studieren und diskutieren, und das mit wachsender Begeisterung und Leidenschaft, und dass darüber eine wunderbare Gemeinschaft entsteht.“ Mit dieser Einschätzung von Professor Dr. Theodor Dieter vom Institut für Ökumenische Forschung in Straßburg ist das 4. Internationale Seminar des Zentrums des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Wittenberg zu Ende gegangen. Das Seminar wurde mit verantwortet von Professorin Dr. Sarah Hinlicky Wilson (ebenfalls Straßburg) sowie dem Leiter des LWB-Zentrums, Pastor Hans W. Kasch.

Zu Beginn des Seminars, einen Tag vor dem Reformationsfest, begrüßte der Generalsekretär des LWB, Pfarrer Martin Junge, die Teilnehmer. Mit Blick auf das Reformationsjubiläum im Jahre 2017 sagte Junge, dass es darauf ankomme, dass sich die lutherischen Kirchen nicht als „Kirchen der Reformation“, sondern eher als „Kirchen in Reformation“ verstünden. Der LWB selbst plane eine konkrete Beteiligung am Reformationsjubiläum in den Jahren 2015 bis 2017.

Pastorin Selma Chen aus Taiwan zeigte sich erfreut über die Möglichkeit, Luthers Theologie im Land der Reformation studieren zu können. Nach 19 Jahren Gemeindearbeit sei es eine wertvolle Erfahrung, „Menschen aus der weltweiten lutherischen Gemeinschaft zu treffen, um sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Für eine kleine lutherische Kirche, wie sie in Taiwan existiere, sei es „ein wichtiger Prozess, seine eigene Identität zu finden“, so Chen weiter.

Der dänische Teilnehmer, Pastor Hans Kurt Debel-Hansen, lobte den Verlauf des Seminars mit Vorträgen, Diskussion und Exkursionen. „Der Kurs war kompetent geplant und durchgeführt und hat für jeden Teilnehmer in seinem Kontext besondere Bedeutung.“

Die Inhalte des Seminars bezogen sich insbesondere auf Luthers Verständnis der Sakramente Taufe und Abendmahl. Das Ziel der internationalen Seminare des LWB-Zentrums Wittenberg ist es, mit Luthers Theologie vertraut zu werden. Dabei spielt insbesondere die von Land zu Land unterschiedliche ökumenische Situation eine Rolle. Die Teilnehmer kamen aus den Ländern Brasilien, Dänemark, Finnland, Indien, Kamerun, Kenia, Lettland, Mosambik, Südkorea, Taiwan, Tansania, Tschechien, USA und Deutschland. Neben den Studienkursen fand eine Begegnung mit dem Bürgermeister der Lutherstadt Wittenberg Eckhart Naumann sowie dem Regionalbischof Propst Siegfried Kasparick statt. Eine Exkursion führte die Geistlichen nach Torgau. Zudem pflanzten die Teilnehmer einen Baum im „Luthergarten“, dem interaktiven Projekt des LWB auf dem Weg zum Jahr 2017.

Sowohl die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) als auch das Deutsche Nationalkomitee des LWB (DNK/LWB) unterstützen das LWB-Zentrum in Wittenberg institutionell und arbeiten eng mit ihm zusammen.

Weitere Informationen unter www.lwb-zentrum-wittenberg.de und www.luthergarten.de


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher des DNK/LWB

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„Und niemand ist vergessen ...“ – Chatandacht am Ewigkeitssonntag
Trauernde können online ihrer Verstorbenen gedenken - Montag, 14. November 2011

Hannover – Trost und Trauer brauchen ihre Zeit und ihren Raum – und das nicht nur in den Gemeinden und Gottesdiensten vor Ort, sondern auch im Internet. Das Projekt www.trauernetz.de bietet ein Forum für diese Art des Gedenkens.

Unter der Überschrift „Und niemand ist vergessen...“ findet am Ewigkeitssonntag, 20. November 2011, um 19 Uhr zum dritten Mal seit 2009 eine entsprechende Initiative statt, und zwar eine Chatandacht auf www.evangelisch.de.

„Die Menschen sind nicht einfach nur online, sie leben auch einen Teil ihres Lebens im Internet“, so Maike Roeber, Internetbeauftragte der Evangelischen Kirche im Rheinland, die www.trauernetz.de mit verantwortet. Und zum Leben gehöre nun mal der Tod und der Umgang damit dazu, so die Theologin weiter. „Hierfür eine entsprechende Online-Plattform zu bieten, ist ein Ziel unserer Initiative“, ergänzt Dr. Eberhard Blanke, Pressesprecher der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD).

Deshalb können auch in diesem Jahr Trauernde am Ewigkeitssonntag verstorbener Freunde und Angehöriger online  gedenken. Ab sofort ist unter www.evangelisch.de/ewigkeitssonntag ein Trauerbuch geschaltet, in das bis zum Ewigkeitssonntag die Namen von Verstorbenen eintragen werden können. Während der Chatandacht werden die Namen der Verstorbenen eingeblendet, danach sind alle eingeladen im Chat gemeinsam das Vaterunser zu beten und so Gedenken und Fürbitte zu verbinden.

Der Ewigkeitssonntag geht auf Martin Luther zurück. An diesem Tag gedenken Christen ihrer Verstorbenen. In den Gottesdiensten werden die Namen der Verstorbenen verlesen und die Gemeinde schließt sie und ihre Angehörigen in die Fürbitte ein. Dabei wird derjenigen gedacht, die im vergangenen Kirchenjahr verstorben sind. Viele Menschen haben aber das Bedürfnis, auch namentlich an Menschen zu erinnern, die bereits vor längerer Zeit verstorben sind. Das Trauerbuch auf www.evangelisch.de bietet dazu Gelegenheit.

Über das Gedenken im Internet möchten die Verantwortlichen von www.trauernetz.de und evangelisch.de außerdem solchen Trauernden eine Möglichkeit des Gedenkens an Verstorbene eröffnen, die aus verschiedenen Gründen den Weg in die Kirche nicht finden.

Hinweis: www.trauernetz.de ist ein Online-Projekt der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Kooperation mit den Landeskirchen Bayern, Hannover und Rheinland. Parallel erscheint eine Pressemitteilung der Evangelischen Kirche im Rheinland zum selben Thema.


Gundolf Holfert
Stellv. Pressesprecher der VELKD

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Neue Agende zur Ordination beschlossen
Formulare für Pastoren, Diakone, Prädikanten und Synodale - Mittwoch, 9. November 2011

Magdeburg – Die Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat die Einführung einer neuen Ordinationsagende unter dem Titel „Berufung – Einführung – Verabschiedung“ beschlossen. Der Wortlaut ist identisch mit der zeitgleich von der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen (UEK) beschlossenen Agende. Damit besteht zum ersten Mal in der Geschichte der Evangelischen Kirchen in Deutschland für alle 22 Gliedkirchen der EKD die Möglichkeit, nach diesen gemeinsamen gottesdienstlichen Formularen beispielsweise Pfarrer zu ordinieren, Prädikanten zu beauftragen, Bischöfe oder die Mitglieder der Synoden einzuführen.

Es ist beabsichtigt, die Agende Mitte kommenden Jahres zu veröffentlichen. Bis dahin stehen noch die Billigung des gemeinsamen Formulars zur Verpflichtung von Synodalen seitens der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie die Zustimmung der Bischofskonferenz der VELKD aus. Für die Vereinigte Kirche tritt die Agende zum 1. September 2012 in Kraft. Die Gliedkirchen bestimmen den Zeitpunkt der Einführung selbst. Die neue Agende soll vom Leitenden Bischof in einem Gottesdienst präsentiert werden.

Gegenüber der bisherigen Ordinationsagende hebe sich die Neufassung durch die Vielzahl an Formularen ab, hieß es in der Einbringung. Es würden nicht mehr allein hauptamtliche kirchliche Mitarbeitende, sondern auch ehrenamtlich Mitarbeitende mit einer gottesdienstlichen Handlung eingeführt.

Neu sind Ordnungen für den Prädikantendienst, für den Lektorendienst, für die Vokation zur Erteilung von Religionsunterricht, für die Einführung und Vorstellung von Vikaren und Vikarinnen. Weitere Formulare beziehen sich auf die Sendung zum ökumenisch-missionarischen Dienst, die Einführung von Kirchenmusikern, auf kirchliche Dienste mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendarbeit sowie auf Mitglieder kirchenleitender Gremien. Zudem enthält die neue Agendenausgabe erstmals Ordnungen für Verabschiedungen.

Insgesamt achte die Agende auf mediale, liturgische und rechtliche Aspekte der Einführungs- und Verabschiedungshandlungen. „Die Agende bietet die Chance, Mitarbeitende zu stärken, ihnen gegenüber Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen und ihnen in allem Auf und Ab Gottes Segen zu versichern“ hieß es in der Einbringungsrede der Gottesdienstreferentin der VELKD, Oberkirchenrätin Christine Jahn, zu Beginn der Synode. Die Agende biete außerdem die Chance, Gemeinschaft zu fördern und die Kirche nach außen zu profilieren.

Die gemeinsame Ordinationsagende enthalte zudem neu formulierte Gebete. „Die liturgische Sprache schöpft aus dem Reichtum der Tradition und ist Sprache in der Gegenwart. Sie lebt aus dem Sprachschatz der Bibel und nutzt die Vielfalt neuer Worte und Bilder. Sie hat eine bestimmte Stilhöhe zu wahren, ohne den Kontakt zur Sprache des Alltags zu verlieren“ so im Vorwort zur Agende.

Die neue Ordinationsagende ist ein deutliches Zeichen der wachsenden Zusammenarbeit zwischen der VELKD und der UEK, wie sie bereits 1999 mit einem gemeinsamen Gottesdienstbuch zu den Hauptgottesdiensten Gestalt gewann. Die neue Agende IV, Teilband 1, ersetzt die bisherigen Agenden „Ordination und Einsegnung“ sowie „Einführungshandlungen“ aus dem Jahr 1988.

Weitere Informationen im Internet unter www.velkd.de/Generalsynode2011.php


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Ökumenische Bedeutung der Taufe stärken
VELKD-Generalsynode verabschiedet Entschließung zum Catholica-Bericht - Dienstag, 8. November 2011

Magdeburg – Die Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) betont in ihrer Entschließung zum Catholica-Bericht die kirchenverbindende Bedeutung der Taufe. Angesichts des Tagungsortes Magdeburg „danke die Generalsynode dem Catholica-Beauftragten der VELKD, Landesbischof Dr. Friedrich Weber, dass er sich in seinem diesjährigen Bericht ausführlich mit der ökumenischen Bedeutung der Taufe beschäftigt“ habe.

Die Entschließung nimmt darin Bezug auf die Magdeburger Erklärung aus dem Jahre 2007, in der elf Konfessionen gegenseitig ihre Taufen anerkannt haben. Zudem wird die Forderung des Catholica-Beauftragten unterstützt, das gemeinsam formulierte Taufverständnis „in Verbindung mit dem ebenfalls bereits erreichten differenzierten Grundkonsens in der Rechtfertigungslehre weiter zu ergründen“.

Zur Stärkung der Ökumene sollen laut der Entschließung Wort-Gottesdienste, Tagzeitengebeten, Andachten und Taufgedächtnisfeiern möglichst oft gemeinsam begangen werden. „Die Generalsynode ruft alle Gemeinden eindringlich auf, vor Ort alle bereits bestehenden Möglichkeiten des gemeinsamen gottesdienstlichen Lebens voll auszuschöpfen“.

Des Weiteren nimmt die Entschließung der Generalsynode die Würdigung der Deutschlandreise Benedikt XVI. durch den Catholica-Beauftragten dankbar zur Kenntnis. Es sei anzuerkennen, „dass erstmals ein Papst eine Lutherstätte besucht hat und mittlerweile seine Begegnungen mit den evangelischen Kirchen auch die Gemeinschaft in Gottesdienst und Gebet mit großer ökumenischer Selbstverständlichkeit umfassen.“ Zugleich werde aber bedauert,  dass während des Papstbesuches keine neuen Impulse für „das Zusammenwachsen der einen Kirche Jesu Christi“ gesetzt wurden.

Weitere Informationen im Internet unter www.velkd.de/Generalsynode2011.php


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 8. November 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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VELKD beschließt Pfarrdienstrechtsneuordnungsgesetz
- Dienstag, 8. November 2011

Magdeburg – Die Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat das Pfarrdienstrechtsneuordnungsgesetz beschlossen. Durch den Beschluss, der noch der Zustimmung der Bischofskonferenz bedarf, übernimmt die Vereinigte Kirche für sich und ihre acht Gliedkirchen das Pfarrdienstgesetz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Im Rahmen des Gesetzes hat die Generalsynode auch einheitliche, das Pfarrdienstgesetz der EKD ergänzende Regelungen beispielsweise zur Ordination oder zur Zehn-Jahres-Versetzung getroffen. Damit soll die seit 1967 im Pfarrerrecht der VELKD erreichte Rechtseinheit in der Vereinigten Kirche und ihren Gliedkirchen bewahrt werden.

Im Rahmen der Plenardebatte ist unter anderem kontrovers diskutiert worden, ob die Vereinigte Kirche eine eigene Ausführungsbestimmung zum Paragraphen 39 des Pfarrdienstgesetzes der EKD beschließen solle. Danach könnten die gliedkirchlichen Zusammenschlüsse und die Landeskirchen Regelungen darüber treffen, ob Pfarrer oder Pfarrerinnen, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft zusammenleben, im Pfarrhaus wohnen können oder nicht.

Die Generalsynode hat sich nach intensiver Debatte in geheimer Abstimmung mehrheitlich dafür ausgesprochen, keine solche ergänzende Bestimmung in das Gesetz aufzunehmen. Leitend für diesen Beschluss war die Empfehlung der Bischofskonferenz der VELKD aus dem Jahr 2004. In dieser Empfehlung zum dienstrechtlichen Umgang mit eingetragenen Lebenspartnerschaften und gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften von Pfarrern und Pfarrerinnen hatte die Bischofkonferenz festgestellt, dass die unterschiedlichen Positionen zu eingetragenen Lebenspartnerschaften und zu anderen gleichgeschlechtlichen Lebens-gemeinschaften als Ordnungsfragen nicht den Bekenntnisstand (status confessionis) berühren.

Weitere Informationen im Internet unter www.velkd.de/Generalsynode2011.php


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 8. November 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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„Tischgemeinschaft als Bild für eine missionarische Kirche“
Generalsynode der VELKD verabschiedet Entschließung zum Themenschwerpunkt - Dienstag, 8. November 2011

Magdeburg – Die Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat zum Abschluss ihrer diesjährigen Tagung in Magdeburg eine Entschließung zum Schwerpunktthema „Mission“ verabschiedet. Dabei habe das Bild von der Tischgemeinschaft „die Synode inspiriert, gegenwärtige Fragen und Herausforderungen von Mission auf der Grundlage der biblischen Geschichten von Gastfreundschaft und Tischgemeinschaft“ zu reflektieren, heißt es in dem Text. Die Entschließung nimmt Bezug auf den Hauptvortrag, den der norwegische Theologe Kjell B. Nordstokke gehalten hatte.

Das Verständnis von Mission als Tischgemeinschaft komme besonders eindrücklich in der Emmaus-Geschichte zum Ausdruck. „Der Gast werde zum Gastgeber. Von der Trauer befreit brechen die Jünger getröstet und gestärkt auf, um den anderen die Botschaft der Hoffnung zu bringen – das ist Mission.“ Christen könnten daher immer erneut in vertraute und fremde Lebenswelten aufbrechen.

Das Leitbild einer missionarischen Kirche komme laut Entschließung dadurch zur Geltung, dass eine „Perspektive interkultureller Begegnungen im Horizont der weltweiten Ökumene“ eingenommen werde. Begegnungen mit den Partnerkirchen seien stets beeindruckend und herausfordernd. Aufgrund unterschiedlicher geographischer, kultureller und sozialer Prägungen bleibe Mission immer mit einem Wagnis verbunden, da sie Erfahrungsräume eröffne, „in denen überraschende – bereichernde und irritierende – Begegnungen möglich“ würden. Deshalb brauche es „Respekt, Offenheit, Neugierde und die Bereitschaft, auch mit Spannungen zu leben“, so die Generalsynode. Bei all dem seien die Kirchen durch die Taufe und das gottesdienstliche Leben miteinander verbunden.

In diesem Zusammenhang würdigt die Generalsynode „den großen Einsatz der Landeskirchen, ihrer regionalen Missionswerke sowie der Gemeinden für die Förderung und Gestaltung von Begegnungen mit dem Anderen über geographische, kulturelle und soziale Grenzen hinweg.“ Beispielhaft nennt die Entschließung Freiwilligenprogramme für Jugendliche, Dekanats- und Gemeindepartnerschaften, den Weltgebetstag sowie die interkulturelle Woche. „Dieses Engagement ist ein großer Segen für unsere Kirche.“

Weitere Entschließungen der Generalsynode befassen sich mit dem Bericht des Leitenden Bischofs sowie mit dem Bericht des Catholica-Beauftragten.

Die 5. Tagung der 11. Generalsynode der VELKD findet vom 1. bis 3. und am 7. November 2012 in Timmendorfer Strand statt. Der Themenschwerpunkt steht noch nicht fest.

Weitere Informationen im Internet unter www.velkd.de/Generalsynode2011.php


Dr. Eberhard Blanke
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Dank für unermüdliches Engagement von Johannes Friedrich
VELKD-Generalsynode fasst Entschließung zum Bericht des Leitenden Bischofs - Dienstag, 8. November 2011

Magdeburg – „Die Generalsynode stattet Landesbischof Dr. Johannes Friedrich ihren herzlichen Dank für das hohe Engagement ab, mit dem er das Amt des Leitenden Bischofs unermüdlich ausgeübt hat“, so die Entschließung der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) zum Bericht des bisherigen Leitenden Bischofs.

Er habe in den sechs Jahren als Leitender Bischof „die Tätigkeitsfelder der VELKD überlegt weiterentwickelt.“ Seine Leidenschaft habe vor allem der ökumenischen Arbeit im Blick auf die Beziehungen zur römisch-katholischen Kirche gegolten. Für den innerevangelischen Bereich danke die Generalsynode Johannes Friedrich dafür, „dass er den Gedanken des Verbindungsmodells zwischen EKD, UEK und VELKD engagiert vorangetrieben habe.“ Zugleich habe er das besondere Profil der VELKD gefördert.

Im Einzelnen unterstreicht die Entschließung die Ausführungen Friedrichs zum Reformationsjubiläum sowie zur Barmer Theologischen Erklärung.

Im Blick auf das Reformationsjubiläum 2017 heißt es: „Das Reformationsjubiläum wird vor allem durch theologische Motive bestimmt sein müssen. Die reformatorische Entdeckung, die dem Einzelnen den Blick für seine Gottesbeziehung eröffnet, muss im Mittelpunkt stehen.“ Daneben seien die gesamtgesellschaftliche Wirkung der Reformation sowie neue Herausforderungen für die Kirchen zu thematisieren.

Der vom Leitenden Bischof vorgetragenen Einschätzung einer lutherischen Perspektive auf die Barmer Theologische Erklärung von 1934 stimme die Generalsynode laut ihrer Entschließung ausdrücklich zu. Es könne davon gesprochen werden, „dass durch die Rezeption der Barmer Theologischen Erklärung eine sachgemäße Aktualisierung der reformatorischen Bekenntnistexte“ gegeben sei, die sich etwa gegenüber dem Anspruch quasireligiöser Weltanschauungen bewährt habe und weiterhin bewähren könne.

Ein besonderer Dank gelte laut Entschließung dem Spendenaufruf des Leitenden Bischofs für das Flüchtlingslager im kenianischen Dadaab sowie den Spendern. Mittlerweile seien rund 100.000 Euro an Spendengeldern eingegangen.

Im Weiteren danke die Generalsynode für die Anregung, „bis 2017 einen Katechismus zu erarbeiten, der Jugendliche als Zielgruppe in den Blick nimmt“. Dieser solle weniger in der klassischen Buchform als vielmehr in modernen Medienformaten erscheinen.

Weitere Informationen im Internet unter www.velkd.de/Generalsynode2011.php


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Nationale und internationale Gäste auf der VELKD-Synode
Grußworte unter anderem aus Finnland, Israel, Kanada, Rumänien und Tansania / Bischof Feige aus Magdeburg gratuliert Bischof Ulrich - Samstag, 5. November 2011

Magdeburg – Der Präsident des Lutherischen Weltbundes (LWB), Bischof Dr. Munib A. Younan von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und dem Heiligen Land (ELKJHL), hat der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) für die finanzielle Unterstützung des vom Lutherischen Weltbundes im Auftrag des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (United Nations High Commissioner for Refugees, UNHCR) unterhaltenen Flüchtlingslagers im kenianischen Dadaab gedankt. Dort seien derzeit rund 450.000 Flüchtlinge untergebracht. „Ich danke auch für die vielen Spenden von Gemeinden und Einzelpersonen aus Deutschland“, sagte Younan in seinem Grußwort vor der in Magdeburg tagenden Generalsynode. Im Blick auf die 500-jährige Wiederkehr der Reformation verwies Younan auf das in Wittenberg eingerichtete LWB-Zentrum, in dem zurzeit ein 4. Internationales Seminar zur lutherischen Theologie mit dem Thema „Luther's Understanding of the Sacraments (Baptism, Confession, Lord's Supper)“ stattfinde.

Im Namen der katholischen deutschen Bischofskonferenz gratulierte der römisch-katholische Bischof von Magdeburg, Dr. Gerhard Feige, dem neuen Leitenden Bischof Gerhard Ulrich (Kiel) zu seiner Wahl. Er sagte in seinem Grußwort: „Für die neuen Herausforderungen, die nun auf Sie zukommen werden, wünsche ich Ihnen viel Kraft und den Segen Gottes.“ Zugleich dankte Feige dem bisherigen Leitenden Bischof, dem ehemaligen bayrischen Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München) für sein großes ökumenisches Engagement. „Zu Recht wurden Sie dafür vor Kurzem mit dem Ökumenischen Preis der Katholischen Akademie in Bayern ausgezeichnet. All das, was Sie in der Ökumene bewirkt haben, wird seine Spuren hinterlassen“, führte Feige aus. Im Weiteren erinnerte Feige an geschichtsträchtige Ereignisse, die mit der Stadt Magdeburg verbunden seien. Die Synode tage „inmitten einer historisch interessanten und ökumenisch nicht unbedeutsamen Region.“ Ebenso erinnerte Feige an die Magdeburger Tauferklärung, in der „vor vier Jahren im Magdeburger Dom höchst offiziell von elf Kirchen in Deutschland die Taufe wechselseitig anerkannt“ wurde.

Weitere Grußworte im Laufe der Tagung überbrachten Bischof Alex G. Malasusa von der Evangelical Lutheran Church in Tanzania (ELCT) und Erzbischof von Turku und Finnland, Kari Mäkinen. Mäkinen sagte: „Ich glaube, dass der Gedanke von der Möglichkeit einer wirklich ökumenischen Vollversammlung als eine Vision für die gemeinsame Arbeit in unseren Kirchen lebt.“ Zudem gebe das Jubiläumsjahr 2017 die Gelegenheit, Buße zu tun und sich auf die gemeinsamen Wurzeln zu besinnen.

Der Indienreferent der Leipziger Mission, Dr. Christian Samraj, betonte die große Rolle einer „Mission in Wort und Tat“ in seiner indischen Heimatkirche. Zum Teil sei der Zuwachs in den Gemeinden so zahlreich, dass die Kirchgebäude zu klein seien oder sogar fehlten.

Neben den mündlich überbrachten lagen auch schriftliche Grüße vor, darunter vom Bischof der Evangelischen Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in Rumänien, Reinhart Guib. Darin berichtet er von den Abwanderungen der Evangelischen Siebenbürger Sachsen nach 1990 in die Bundesrepublik. Dadurch sei die Evangelische Kirche in Rumänien von einer Volkskirche zu einer Diasporakirche geschrumpft und stehe „vor der großen Herausforderung in dem multiethnischen, -sprachlichen, -religiösen, -kulturellen Umfeld im heutigen Rumänien das evangelische Proprium neu zu definieren und die Brückenfunktion zwischen den Ländern, Kulturen und Kirchen weiter auszubauen“.

Weitere schriftliche Grüße kamen von der Bischöfin der Evangelical Lutheran Church in Canada, Susan C. Johnson, sowie von der Evangelischen Kirche am La Plata.

Die Generalsynode der VELKD tagt vom 3. bis 5. und am 8. November in Magdeburg, ihr gehören 50 Delegierte an. Präsident der Synode ist der Hamburger Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Dr. h. c. Wilfried Hartmann. Die Tagungen sind seit 2009 zeitlich und örtlich mit den Tagungen der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen (UEK) in der EKD verbunden.

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Ökumene als Gemeinschaft gleichberechtigter Kirchen
Friedrich Weber hält Catholica-Bericht auf der VELKD-Synode - Samstag, 5. November 2011

Magdeburg – Der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-lutherischen Kirche (VELKD), Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), hat in seinem Bericht vor der Generalsynode den Deutschlandbesuch von Papst Benedikt XVI. kritisch gewürdigt. Nicht zu unterschätzen sei die ökumenische Bedeutung des Ortes, des evangelischen Augustinerklosters in Erfurt, an dem das Treffen mit der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) stattfand. Damit habe erstmals ein Papst eine Lutherstätte besucht und erstmals „kam es während eines Papstbesuches in Deutschland zu einem ökumenischen Gottesdienst in einer evangelischen Kirche“. Dass dann allerdings Luther nur im nicht-öffentlichen Gespräch, nicht aber im Gottesdienst, genannt wurde, sei enttäuschend gewesen. Positiv nahm Weber die Äußerungen des Papstes zur Wahrheitsfrage des christlichen Glaubens auf. Der gemeinsame Grund des Glaubens liege im Christusgeschehen. Es sei erfreulich gewesen, wie der Papst das reformatorische Lebensthema Luthers, seine Suche nach dem gnädigen Gott, formuliert habe.

Trotz der vertanen Chance, etwas zur gemeinsamen Eucharistiefeier von Ehepaaren zu sagen, sei das vor sechs Jahren vom Papst geäußerte Bekenntnis zur Ökumene „nicht obsolet“ geworden. Insbesondere, dass der Papst „alles in seiner Macht Stehende“ zur Förderung der Ökumene tun wolle, wecke „Hoffnung auf weitere Schritte noch während seines Pontifikats“.

Für die weiteren Schritte der Lehrökumene hielt Weber „die Rede vom differenzierten Konsens“ für hilfreich, wie sie insbesondere im Zusammenhang der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre im Jahr 1999 dokumentiert wurde. Demnach könne es „durchaus so etwas wie ökumenische Vertragswerke geben, die auf einem tieferen Hineindenken in den Glauben“ beruhten. Weber wies zudem auf eine aktuelle Veröffentlichung zu den biblischen Grundlagen der Lehre von der Rechtfertigung hin, in der ein weitgehender Konsens darüber erreicht worden sei, dass Gottes rettendes Handeln der Antwort des Menschen darauf vorausgehe.

Die Frage nach einem Sprecheramt des Papstes für die christlichen Kirchen sah Weber als abhängig davon an, ob man von einer „Gemeinschaft gleichberechtigter Kirchen“ ausgehen könne. Wenn dem so sei, könne der Papst „in außergewöhnlichen Situationen in Absprache mit den anderen Kirchen im Namen der ganzen Christenheit“ sprechen. „Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg“, resümierte Weber. „Ökumene als Grundverpflichtung der Kirche bedarf der Beharrlichkeit und Geduld.“

Es bleibe zudem fraglich, ob die Christenheit einen gemeinsamen Sprecher benötige. Die frühe Kirche kenne ein solches Amt nicht. Das Christentum sei „konkret nur in konfessioneller Ausprägung erfahrbar und wahrnehmbar“. Eine biblisch angemessene und realistische Möglichkeit sei daher in einer konziliaren Gemeinschaft der Konfessionen zu sehen. In den evangelischen Kirchen habe sich für die ökumenische Zusammenarbeit das Konzept der „versöhnten Verschiedenheit“ als Leitlinie herausgebildet, das auch für die Ökumene mit der römisch-katholischen Kirche wegweisend sein könne.

Darüber hinaus bleibe deutlich zu machen, dass der Primat des Papstes nicht für das Heil notwendig sei. Ein solcher Primat könne zwar als notwendig für die Einheit der Kirche angesehen werden, nicht aber als die Kirche begründend. Dies habe eine Fachkommission aus lutherischen und katholischen Theologen in einem fünfjährigen Studienprozess herausgearbeitet. 

Einen weiteren Zugang zur ökumenischen Zukunft könne sich aus der gemeinsamen Anerkennung der Taufe ergeben, so Weber weiter. In der Magdeburger Erklärung aus dem Jahr 2007 hätten elf Konfessionen in Deutschland ihre Taufe gegenseitig anerkannt. Die Taufe könne als verbindendes Element genutzt werden, um auf dem Weg zur Kirchengemeinschaft weiter zu kommen. Weber zufolge sei zu untersuchen, „ob nicht ein tieferes Verständnis der Taufe zu einem Türöffner wird, unsere vermeintlich kirchentrennenden Unterschiede im Kirchenverständnis zu überwinden“.

In diesem Zusammenhang wies er auf ein von der bayerischen Landeskirche geplantes ökumenisches Taufformular hin, in dem gemischtkonfessionelle Familien eine stärkere Berücksichtigung erfahren sollen. Auf internationaler Ebene sei zudem eine trilaterale Gesprächsgruppe zwischen dem Lutherischen Weltbund, dem päpstlichen Einheitsrat und der Mennonitischen Weltkonferenz zum Thema Taufe geplant. Ergänzend verwies Weber darauf, dass die auf evangelischer und katholischer Seite praktizierten Wortgottesdienste oder Stundengebete zur Einheit der Kirchen beitragen können.

Neben einer Ökumene der Lehre und der Liturgie betonte Weber insbesondere eine Ökumene des Lebens und erinnerte an die vier Lübecker Märtyrer vom 10. November 1943. Drei römisch-katholische Priester und ein evangelischer Pastor hatten in der Ablehnung des nationalsozialistischen Staates zu einer geistlichen Gemeinschaft untereinander gefunden. Das in der historischen Rückschau auch des lutherischen Pastors Karl Friedrich Stellbring gedacht wurde, sei ein ökumenisches Verdienst der katholischen Kirche. „Von der katholischen Gedenkkultur gäbe es sicherlich manches zu lernen auch für uns evangelische Christen.“

Im Nachgang zur Begegnung der Kirchenleitung der VELKD Anfang des Jahres mit Papst Benedikt XVI. und dem Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch, in Rom seien in den kommenden Jahren weitere Gespräche von Seiten des Leitenden Bischofs und des Catholica-Beauftragten der VELKD beabsichtigt. Als ökumenisches Zeichen seien im Januar sogenannte Korrespondenzbäume zum Luthergarten in Wittenberg an der Basilika di San Marco in Mailand und bei der päpstlichen Basilika St. Paul in Rom gepflanzt worden. An beiden Orten stehen seitdem die ersten Luther-Olivenbäume.

Weber ist seit 2005 Catholica-Beauftragter der VELKD und berichtet einmal jährlich vor der Generalsynode über die ökumenischen Beziehungen zur römisch-katholischen Kirche in Deutschland. Der Catholica-Bericht wird in der Reihe „Texte aus der VELKD“ veröffentlicht werden.

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Gerhard Ulrich als neuer Leitender Bischof der VELKD offiziell eingeführt
„Die Zukunft der Kirche wird ökumenisch sein" - Freitag, 4. November 2011

Magdeburg – Im Rahmen der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) ist Bischof Gerhard Ulrich (Schleswig/Kiel) als neuer Leitender Bischof der VELKD eingeführt worden. Die Einführung im heutigen Abendgottesdienst in der Kirche St. Gertraud in Magdeburg/Salbke nahm Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel) vor. Bei der Einführungshandlung assistierten der Präsident des Lutherischen Weltbundes (LWB), Bischof Munib A. Younan aus Israel, Bischof Alex G. Malasusa aus Tansania sowie der ehemaligen bayrischen Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), der zugleich von seinem Amt als Leitender Bischof der VELKD entpflichtet wurde. Die Amtszeit des Leitenden Bischofs beträgt drei Jahre, eine Wiederwahl ist möglich.

Ulrich betonte in seiner Predigt die „befreiende Wahrheit der reformatorischen Lehre für alle Christenmenschen“. Ulrich weiter: „Reformation ist ein doppelter Ruf nach vorwärts: Nämlich Kirche auf dem Weg hinein in die Heilige Schrift – und Kirche auf dem Weg hinein in die Welt.“ Für beide Bewegungen gehörten Glaube und Verantwortung zusammen. Der Glaube, der sich auf Christus berufe, sei „keine Privatsache, sondern eine öffentliche Angelegenheit“. Der Glaube lasse „sich nicht einsperren zur Pflege des frommen Ich“. Vielmehr habe er den Nächsten im Blick, auch wenn er in anderen Kontinenten lebe.

„Ungerechtigkeit zwischen Arm und Reich ist nicht gottgewolltes Schicksalsgefüge, sondern von Menschen entfachter Irrsinn. Das Recht der Starken gegen die Schwachen ist nicht der Weg des göttlichen Heils, sondern menschlicher Irrweg“, führte Ulrich aus. Es könne den Christen daher nicht gleichgültig sein, „was mit Schwestern und Brüdern auf der Welt geschieht. Was wir hier tun oder lassen, hat Folgen auf der anderen Seite der Welt.“ Die Vereinigte Kirche wisse dies insbesondere aus ihren Beziehungen zu lutherischen Kirchen weltweit. „Die Kirche der Zukunft wird eine ökumenische Kirche sein – oder sie wird gar nicht Kirche sein.“

In seiner Einführungspredigt sprach Friedrich Weber die Verheißung des Reiches Gottes an. „Auf dieses Reich hin wollen wir leben, auf dieses Reich hin wollen wir arbeiten. Und genau von dieser Perspektive her ist auch das Bischofsamt in unserer Kirche zu verstehen.“ Die Kirche habe sich der Sinnsuche der Menschen zu stellen. „Sie ist auch eine Frage, die ihren Ort in der Arbeit eines Bischofs hat.“ Schließlich hätten die Menschen, die sich der Sinnfrage stellten, ein Plus an Verheißung. „Ein Plus, wo doch alle nur vom Minus reden“, so Weber weiter.

Im Weiteren zitierte Weber aus einer Erklärung des Lutherischen Weltbundes (LWB) zum Bischofsamt. Danach zeichne sich das bischöfliche Amt „nicht durch Herrschaft über andere, sondern durch den Dienst aus, der sich derer, die am Rand der Gesellschaft stehen, klar bewusst ist.“ Weber bekräftigte: „Mehr ist nicht zu sagen, Gott segne Deinen Dienst“.

Gerhard Ulrich wuchs in Hamburg-Rahlstedt auf. Nach Abitur und Wehrdienst studierte er zunächst Germanistik, Theaterwissenschaften und Schauspielkunst bis er 1974 zum Studium der Evangelischen Theologie an der Universität Hamburg wechselte. Nach Pfarrstellen in Barsbüttel und Hamburg-Wellingsbüttel war er als Mentor in der Vikariatsausbildung tätig. 1991 wurde er Direktor des Prediger- und Studienseminars in Preetz, fünf Jahre später Propst des Kirchenkreises Angeln. Seit 2008 ist Ulrich Bischof für den Sprengel Schleswig und Holstein der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche (NEK) und seit 2009 Vorsitzender der Kirchenleitung der NEK und Vorsitzender der gemeinsamen Kirchenleitung der drei Landeskirchen Nordelbien, Mecklenburg und Pommern, die sich 2013 zur Nordkirche zusammenschließen werden. Für die Aufgaben im Sprengel Schleswig und Holstein vertritt ihn derzeit Pastor Gothart Magaard als Bischofsbevollmächtigter. Ulrich ist verheiratet und Vater von vier Söhnen.

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Mission ist Begegnung mit dem Anderen
Schwerpunktthema der VELKD-Generalsynode thematisiert interkulturelle Aspekte - Freitag, 4. November 2011

Magdeburg – „Mission hat teil an Gottes Sendung in die Welt in seinem Sohn Jesus Christus. Es ist Gott, der die Mission initiiert und trägt“, so der norwegische Theologe Dr. Kjell Birger Nordstokke (Stavanger) in seinem Vortrag zum Schwerpunktthema „Die Begegnung mit dem Anderen – Das Wagnis der Mission“ der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Magdeburg. Kirchliche Mission zeichne sich dadurch aus, dass sie die Bewegung Gottes zum Menschen, die „göttliche Visitation der Welt“, nachvollziehe und die Begegnung mit dem Fremden wage. Anknüpfend an das Missionsdokument des Lutherischen Weltbundes sei die missionarische Aufgabe der Kirche darin zu sehen, „Weggenosse“ zu werden und „mitzuwandern in dem Kontext, in dem Menschen sich bewegen, ihre Erfahrungen, Erwartungen und auch Frustrationen mitzuempfinden“. In diesem Sinne sei die Begegnung mit dem Anderen eine „grundsätzliche Bedingung menschlicher Existenz und Quelle zur Erneuerung unseres Glaubens, Hoffens und Liebens.“

Eine auf diese Weise ausgerichtete Mission könne nur ganzheitlich vorgehen, so Nordstokke weiter. „Das Wagnis der Mission heißt, Verwandlung zu verkündigen, Initiativen für Versöhnung zu unterstützen und die Menschen zu eigenständigen Subjekten ihres Lebens zu bevollmächtigen.“ Dies habe konkrete Folgen für den Einzelnen, wie für die Gesellschaft. So würden beispielsweise die Erfahrungen der Kirchen in Südafrika und Liberia zeigen, „dass gerade die Kirchen durch die Mission, die ihnen anvertraut ist, imstande sind, einen Raum für Verwandlung, Versöhnung und Bevollmächtigung anzubieten.“

Mission als Begegnung mit dem Anderen biete die Chance zu neuen Perspektiven auf den eigenen Glauben, so der Ökumeniker. Missionarische Arbeit eröffne daher Lernprozesse von beiden Seiten, in denen kulturelle und geographische Grenzen überschritten würden, neue Gemeinschaft wachsen könne, aber auch bleibende Fremdheit auszuhalten sei. Gegenseitige Besuche zwischen den Kirchen auf allen Ebenen seien „Zeichen für unsere gemeinsame Sendung in die Welt“.

Kritisch fragte Nordstokke an, ob die Kirche wirklich bereit sei, sich von Gott senden zu lassen, das Gewohnte zu verlassen und Neues zu wagen. „In vielen Kirchen sind die Strukturen mehr auf Erhaltung des Bestehenden als auf Bewegung und Mission eingestellt“. Deshalb sei nach den Bedingungen missionarischer Erneuerung zu fragen. Man dürfe nicht nostalgisch an frühere, scheinbar glanzvolle Missionszeiten anknüpfen, sondern müsse im Kontext der Moderne auf die Fragen und Nöte der Menschen eingehen. Gerade wenn heutzutage „das Ende der Geschichte“ annonciert werde, sei es die „Gabe und Aufgabe der missionarischen Kirche, Gott als Herrn der Geschichte zu verkünden“. Die Kirche könne dann so handeln, „dass die christliche Hoffnung durch Taten der Liebe und Gerechtigkeit“ sichtbar werde, ermutigte Nordstokke die Synodalen. 

Prof. Dr. Kjell Birger Nordstokke ist Lehrstuhlinhaber für Diakoniewissenschaften in Oslo und ehemaliger Direktor der Abteilung für Mission und Entwicklung des Lutherischen Weltbundes (LWB).

Dem Hauptvortrag auf der Generalsynode waren Interviews mit jungen Erwachsenen vorausgegangen, die im Rahmen ökumenischer Förderprogramme längere Zeit im Ausland verbracht haben. Die Gespräche mit Simone Böhm-Gonzalez, Anneke Butt, Jacob Kriegel und Susanne Küster führten Pfarrer Harald Welge (Braunschweig), Mitglied der Kirchenleitung der VELKD, und der Direktor des Nordelbischen Zentrums für Weltmission und Kirchlichen Weltdienst (NMZ), Pfarrer Dr. Klaus Schäfer (Hamburg).

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Gerhard Ulrich ist neuer Leitender Bischof der VELKD
Landesbischöfin Ilse Junkermann zur Stellvertreterin gewählt - Freitag, 4. November 2011

Magdeburg – Die Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat Gerhard Ulrich (60) aus Kiel zum neuen Leitenden Bischof gewählt. Seine Einführung findet mit einem Gottesdienst am Freitag, dem 4. November um 18.30 Uhr in der Kirche St. Gertraud in Magdeburg/Salbke statt. Der Leitende Bischof führt den Vorsitz in der Kirchenleitung und in der Bischofskonferenz der VELKD. In Personalunion übt er das Amt des Vorsitzenden des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/ LWB) aus. Das Amt des Leitenden Bischofs ist auf drei Jahre befristet, eine Wiederwahl ist möglich. Ulrich folgt dem bisherigen Leitenden Bischof Dr. Johannes Friedrich (München) nach.

Zur stellvertretenden Leitenden Bischöfin hat die Bischofskonferenz Landesbischöfin Ilse Junkermann (Magdeburg) gewählt. Junkermann ist seit zwei Jahren Bischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Nach seiner Wahl sagte Bischof Ulrich: „Die Vielfalt ist die Stärke des Protestantismus, nicht eine zu überwindende Schwäche“. In diesem Sinne sei die Wahrheit in den lutherischen Kirchen weiterhin im Dialog zu suchen. „Wichtig ist, auf die je unterschiedlichen Stimmen zu hören. Respekt ist das tragende Element“. Dies gelte insbesondere für die weltweite Zusammenarbeit mit den Partnerkirchen und mit dem Lutherischen Weltbund (LWB). „Die Wahrheit braucht offenen Raum und die Vielfalt der Stimmen“, so Ulrich weiter. Gerne wolle er die befreiende Botschaft von Jesus Christus mit „Leidenschaft für Kirche und Welt“ unter die Leute bringen. Auch das sogenannte Verbindungsmodell zwischen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Union Evangelischer Kirchen (UEK) in der EKD und der VELKD sei auf die Vielfalt angewiesen, die „immer neu zu intonieren“ sei. So wolle er die an den Leitenden Bischof gestellten Aufgaben so gut er könne „mit Lust übernehmen“.

Ulrich ist seit 2008 Bischof für den Sprengel Schleswig und Holstein der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche (NEK) und seit 2009 stellvertretender Leitender Bischof der VELKD. Derzeit ist Ulrich zudem Vorsitzender der Kirchenleitung der NEK sowie Vorsitzender der gemeinsamen Kirchenleitung der drei Landeskirchen Nordelbien, Mecklenburg und Pommern, die sich Pfingsten 2012 zur Nordkirche zusammenschließen werden. Außerdem hat Ulrich unter anderem den Vorsitz im Aufsichtsrat des Diakonischen Werkes Schleswig-Holstein (DW-SH), der Generalversammlung des Nordelbischen Missionszentrums (NMZ) und des Kuratoriums der Ökumenischen Umweltstiftung Ratzeburg inne. Darüber hinaus ist Ulrich Mitglied im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Hamburg 2013.


Gerhard Ulrich wuchs in Hamburg-Rahlstedt auf. Nach Abitur und Wehrdienst studierte er zunächst Germanistik, Theaterwissenschaften und Schauspielkunst bis er 1974 zum Studium der Evangelischen Theologie an der Universität Hamburg wechselte. Nach Pfarrstellen in Barsbüttel und Hamburg-Wellingsbüttel war er als Mentor in der Vikariatsausbildung tätig. 1991 wurde er Direktor des Prediger- und Studienseminars in Preetz, fünf Jahre später Propst des Kirchenkreises Angeln. Als Vorsitzender der Kirchenleitung der nordelbischen, mecklenburgischen und pommerschen Kirche hat Ulrich seinen Arbeitsschwerpunkt in das Nordelbische Kirchenamt nach Kiel verlegt. Für die Aufgaben im Sprengel Schleswig und Holstein vertritt ihn derzeit Pastor Gothart Magaard als Bischofsbevollmächtigter. Ulrich ist verheiratet und Vater von vier Söhnen.

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Johannes Friedrich als Leitender Bischof der VELKD verabschiedet
Sechs Jahre lutherisches Profil im Zeichen der Ökumene - Freitag, 4. November 2011

Magdeburg – Die Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat ihren bisherigen Leitenden Bischof, den ehemaligen bayrischen Landesbischof, Dr. Johannes Friedrich (München), nach zweimal dreijähriger Amtszeit verabschiedet. Da Friedrich nicht mehr bayerischer Landesbischof und somit nicht mehr Mitglied der Bischofskonferenz der VELKD ist, kann er nicht erneut als Leitender Bischof gewählt werden. Am Freitag, dem 4. November, wählt die Generalsynode einen neuen Leitenden Bischof sowie dessen Stellvertreter bzw. Stellvertreterin.

Friedrich war von 2005 an Leitender Bischof der VELKD und wurde 2008 für eine zweite dreijährige Amtszeit gewählt. Seine theologischen Schwerpunkte sah er im lutherischen Profil der Kirche sowie in den ökumenischen Beziehungen. In seinem letzten Bericht vor der in Magdeburg tagenden Synode sagte er rückblickend: „In den Jahren als Catholica-Beauftragter der VELKD und dann als Leitender Bischof und Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes ist mir die ökumenische Dimension immer wichtiger geworden.“ Auf besondere Einladung des Präsidenten der Generalsynode, Prof. Dr. Wilfried Hartmann, fand ein abendlicher Empfang zur Verabschiedung statt. Friedrich ergänzte, dass er von seinem Dorf aus, in das er als Pfarrer gehe, beobachten werde, „was so passiert“. Er sei auch froh, dass er sich um manche kirchenpolitischen Dinge nicht mehr kümmern müsse.

Für die lutherischen Kirchen sprach der Präsident des Lutherischen Weltbundes (LWB), Bischof Dr. Munib A. Younan von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELCJHL) ein Grußwort. Younan dankte Friedrich für vielfältige Begleitung in kirchlichen Fragen und sagte: „Sie sind wirklich ein Brückenbauer gewesen, nicht nur in Deutschland, sondern auch in Jerusalem.“ Er habe insbesondere seine Menschlichkeit und seine theologische Klarheit schätzen gelernt.

Der Präsident der Generalsynode, Prof. Dr. Wilfried Hartmann, sagte dem scheidenden Bischof „ganz einfach danke“. Er habe Friedrich als jemanden kennen gelernt, „der eine Botschaft authentisch herüberbringen“ könne. Man gebe den Leitenden Bischof ungern her, aber nun sei es an der Zeit, „ihn seiner Landeskirche, seiner Gattin und seiner Familie zurück zu geben“.

Friedrich geht Anfang kommenden Jahres in die Gemeinde Bertholdsdorf bei Nürnberg. Überregional bleibt er als Mitglied im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) präsent.

Der Leitende Bischof ist der erste Geistliche der VELKD. Er hat das Recht, auf allen Kanzeln der Gliedkirchen der VELKD zu predigen. Er führt den Vorsitz in der Kirchenleitung und in der Bischofskonferenz. In Personalunion übt er das Amt des Vorsitzenden des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/ LWB) aus.

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Den Menschen eine reformatorische Entdeckung ermöglichen
Johannes Friedrich hält seinen letzten Bericht als Leitender Bischof der VELKD - Donnerstag, 3. November 2011

Magdeburg – „Das Ziel des Reformationsjubiläums 2017“ müsse es sein, „den Menschen eine reformatorische Entdeckung“ zu ermöglichen. Dafür sprach sich der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), der ehemalige bayrische Landesbischof, Dr. Johannes Friedrich (München), in seinem Bericht vor der Generalsynode in Magdeburg aus. Da sich die Reformation „der entschlossenen Rückkehr zum Evangelium“ verdanke, seien für 2017 zwei Richtungen maßgeblich. Es gehe darum, sich selbst „neuerlich zu vergewissern und die Einsichten der Reformation für uns neu zu vertiefen und einer größeren Öffentlichkeit zu präsentierten“. Seit Luther seien Christen mit der „unverwechselbaren Wucht konfrontiert, die sich aus der Gottesbeziehung ergeben kann.“ Der Mensch könne sich von Gott nur ergreifen lassen. Für das Jubiläum gelte daher: „Wenn Reformation stattfindet, weiß man noch nicht, was dabei herauskommt.“      

Im Rückblick auf seine Zeit als Catholica-Beauftragter sowie als Leitender Bischof der VELKD wies Friedrich auf die Bedeutung weltweiter ökumenischer Beziehungen hin. „Andere Menschen verstehen den christlichen Glauben deutlich anders als wir. Und auch mit ihnen sollen wir zur Gemeinschaft finden.“ Besonders dankbar sei er dafür, dass die VELKD über den Lutherischen Weltbund (LWB) in das Gespräch der Konfessionsfamilie einbezogen sei. Für das ökumenische Miteinander der evangelischen und katholischen Kirche sei das „gewachsene Vertrauen beständiger, verlässlicher, selbstverständlicher und belastungsfähiger geworden“, so Friedrich. Er widerspreche damit der Auffassung, dass ökumenisch keine großen Fortschritte erzielt worden seien. Vielmehr sei mittlerweile die 3. Bilaterale Arbeitsgruppe (BILAG) zwischen der VELKD und der katholischen Deutschen Bischofskonferenz (DBK) eingerichtet worden. Für das engere Zusammenwirken der VELKD und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), wie es sich in den zurückliegenden Jahren entwickelt habe, sehe er viele Chancen.

Für den theologischen Ertrag der VELKD, der sich in den Agenden und Publikationen widerspiegele, zeigte sich Friedrich sehr dankbar. Er verwies dazu insbesondere auf den 2010 in 8. Auflage erschienenen Erwachsenenkatechismus sowie auf das ebenfalls in 8. Auflage publizierte Handbuch „Was jeder vom Islam wissen muss“. Er könne sich zudem vorstellen, „vielleicht spätestens bis 2017 einen jugendgemäßen modernen Katechismus zu erarbeiten.“

In Bezug auf die Ordinationsagende sagte Friedrich, dass es mit der Neuausgabe nun gelingen könne, unter anderem der gestiegenen Bedeutung der Arbeit von Prädikanten gerecht zu werden. Die Ausweitung der Berufungsagende geschehe im Sinne des VELKD-Textes „Ordnungsgemäß berufen“, in dem einerseits die Einheit der kirchlichen Berufung gewahrt bleibe, andererseits die besonderen Aufträge zwischen Ordinierten und Nicht-Ordinierten unterschieden blieben. 

Im Blick auf die im Zusammenhang der Bekennenden Kirche 1934 entstandene „Barmer Theologische Erklärung“ sagte Friedrich, dass sie sich als „sachgemäße Aktualisierung der reformatorischen Bekenntnistexte verstehen“ lasse. Er danke dem Theologischen Ausschuss  für die Erarbeitung einer Empfehlung zur lutherischen Interpretation der Barmer Erklärung. Der Mehrwert der Rezeption liege darin, vom Evangelium her Orientierung zu finden, wo man „mit dem fremden Anspruch quasireligiöser Weltanschauungen konfrontiert“ werde.

Einen längeren Abschnitt widmete der Leitende Bischof aktuellen gesellschaftlichen Problemen wie etwa der fortdauernden Finanzkrise. „Das System Geld ist von Menschen geschaffen. Aber das System Geld hat sich aufgebläht, hat sich von den von ihm bezeichneten realen Werten gelöst, hat ein Eigenleben, eine Eigendynamik gewonnen.“ So seien beinahe alle Staaten der nördlichen Halbkugel hoch verschuldet. „Wir wollten noch besser leben, als wir es erwirtschaften konnten. Wir meinen, wir hätten einen Anspruch auf ein Leben in Wohlstand. Das ist aber nicht der Fall.“ Es sei daher geboten, die Grenzen der Machbarkeit anzuerkennen.

Zugleich würdigte Friedrich „in gebotener Zurückhaltung“ die diakonischen Hilfen des Lutherischen Weltbundes (LWB) für Flüchtlinge in Ostafrika, an denen sich auch die VELKD finanziell beteilige. „Insbesondere im Flüchtlingslager Dadaab in Kenia, in dem derzeit rund 450.000 Menschen leben, bietet die lutherische Weltgemeinschaft konkrete Überlebenshilfe an, die sich an Menschen eigener und anderer Religionen wendet.“ Er sehe darin einen vielfach wenig beachteten internationalen und interreligiösen Beitrag der lutherischen Kirchen.

Der Bericht Friedrichs war der letzte in seiner Funktion als Leitender Bischof der VELKD, die er seit 2005 inne hatte. Er beschloss seinen Rückblick und Ausblick mit den Worten: „Ich danke Gott für alle Gemeinschaft, Bewahrung allen Reichtums. Wir gehen im Vertrauen auf Gott und in Zuversicht in eine Zukunft, die unter Gottes Segen steht.“

Weitere Informationen unter http://www.velkd.de/Generalsynode2011.php


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 3. November 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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Texte zum Thema Mission und zur Visitation
Zwei neue Publikationen der VELKD zur Generalsynode erschienen - Donnerstag, 3. November 2011

Magdeburg – Rechtzeitig zur 4. Tagung der 11. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) sind zwei neue Publikationen der VELKD erschienen.

Passend zum Schwerpunktthema der Synode „Die Begegnung mit dem Anderen – Das Wagnis der Mission“ ist eine Dokumentation des Symposiums „MissionArt“, das aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums des Gemeindekollegs in Neudietendorf stattgefunden hat, erschienen. Darin sind drei Grundsatzreferate zum Thema Mission abgedruckt, die von den Hochschullehrern Eberhard Tiefensee (Erfurt) und Jan Hermelink (Göttingen) sowie vom Leiter des Gemeindekollegs, Reiner Knieling, gehalten wurden. Die Dokumentation ist in der Reihe „Texte aus der VELKD“ erschienen und kann online unter der Adresse (http://www.velkd.de/downloads/159_Texte_aus_der_VELKD_download.pdf) abgerufen werden.

Eine zweite Publikation ist die englischsprachige Ausgabe des bereits im vergangenen Jahr erschienenen Buches „Visitation“. Diese Studie des Theologischen Ausschusses der VELKD thematisiert in drei Kapiteln theologische und praktische Fragen der Visitation. Aufgrund der Beziehungen der VELKD zu lutherischen Kirchen weltweit, bot sich die Veröffentlichung einer englischsprachigen Fassung an. Die bibliographischen Angaben lauten: Lasogga, Mareile; Hahn, Udo: Visitation: A study by the Theological Committee of the VELKD. Verlag: Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands, Hannover 2011. ISBN 978-3943201000, 4,50 Euro.

Hinweis: Die Publikation „Visitation“ ist über jede Buchhandlung erhältlich bzw. kann direkt im Amt der VELKD (Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, E-Mail: versand@velkd.de) zzgl. Versandkosten bestellt werden.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Generalsynode der VELKD in Magdeburg eröffnet
Wahl eines neuen Leitenden Bischofs / Schwerpunktthema Mission - Donnerstag, 3. November 2011

Magdeburg – Am heutigen Donnerstag hat die 4. Tagung der 11. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Magdeburg begonnen. Als besonderer Tagungspunkt gilt die Wahl eines neuen Leitenden Bischofs der VELKD. Unter dem Thema „Die Begegnung mit dem Anderen – Das Wagnis der Mission“ befasst sich die Synode schwerpunktmäßig mit interkulturellen Aspekten von Mission und deren Rückwirkung auf das gemeindliche Leben in Deutschland.

Die Wahl eines neuen Leitenden Bischofs ist notwendig, da die Amtszeit vom ehemaligen bayrischen Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München) mit der diesjährigen Tagung endet. Die Einführung wird in einem Abendgottesdienst am Freitag, dem 4. November um 18.30 Uhr in der St. Gertraud-Kirche in Magdeburg/Salbke stattfinden. Im Anschluss daran ist zu einem „Ökumenischen Abend der Begegnung“ mit inländischen und ausländischen Gästen eingeladen.

Am Freitag wird die Tagung mit einem Vortrag des norwegischen Theologen Prof. Dr. Kjell Birger Nordstokke (Stavanger) zum Schwerpunktthema Mission fortgesetzt. Nordstokke ist Lehrstuhlinhaber für Diakoniewissenschaften in Oslo und ehemaliger Direktor der Abteilung für Mission und Entwicklung des Lutherischen Weltbundes (LWB).

Weitere Themen der synodalen Beratungen sind der Bericht des Leitenden Bischofs der VELKD dem ehemaligen bayrischen Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), der Bericht des Catholica-Beauftragten der VELKD, Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), das Pfarrdienstrechtsneuordnungsgesetz sowie die Einbringung und der Beschluss zur Agende IV, Teilband 1, mit dem Titel „Berufung – Einführung – Verabschiedung“.

Die Generalsynode der VELKD tagt vom 3. bis 5. und am 8. November in Magdeburg, ihr gehören 50 Delegierte an. Präsident der Synode ist der Hamburger Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Dr. h. c. Wilfried Hartmann. Die Tagungen sind seit 2009 zeitlich und örtlich mit den Tagungen der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) verbunden.

Im Internet: http://www.velkd.de/Generalsynode2011.php 


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Moritz Fischer erhält Henning Schröer-Förderpreis
Habilitation zu afrikanischer Pfingstkirche - Montag, 31. Oktober 2011

Der Missionswissenschaftler Pfarrer Dr. theol. habil. Moritz Fischer (Neuendettelsau) erhält den mit 2.000 Euro dotierten „Henning Schröer-Förderpreis für verständliche Theologie“. Der Preis wird am 1. November im Rahmen eines Symposiums des Instituts für Hermeneutik an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn im Haus der Kirche übergeben. Moritz Fischer wird für seine Habilitation unter dem Titel „Pfingstbewegung zwischen Fragilität und Empowerment. Beobachtungen zur Pfingstkirche Nzambe Malamu mit ihren transnationalen Verflechtungen“ ausgezeichnet. Eine Würdigung des Preisträgers nehmen der Leiter des Instituts, Prof. Dr. Eberhard Hauschildt, und der Verleger Winrich C.-W. Clasen vor.

Das Buch thematisiert die neuere Geschichte und Theologie der Pfingstbewegung in interkultureller und kulturwissenschaftlicher Sicht. Bezugspunkt ist die aus dem Kongo stammende Pfingstkirche Nzambe-Malamu. Der analytische Teil der Arbeit ist durch eine interkulturell-theologische, historisch-kirchengeschichtliche und ekklesiologische bzw. konfessionskundlich-ökumenische Perspektive bestimmt. Die These lautet, dass sich die Nzambe-Malamu-Kirche in ihrem darstellenden religiösen Handeln zwischen Fragilität und Empowerment kontinuierlich neu erfindet.

Moritz Fischer (50) ist gebürtig aus Bayreuth und studierte nach seiner Schulzeit in Ansbach und Zivildienst Evangelische Theologie in Marburg und München. Von 1992 bis 2000 war Fischer Dozent an der Bibelschule und am Theologischen Seminar im tansanischen Mwika. Er wurde an der Universität Heidelberg mit dem Thema „Massai gestalten Christsein“ promoviert. In den Jahren 2000 bis 2005 war er Gemeindepfarrer im fränkischen Wettelsheim, seitdem ist er wissenschaftlicher Assistent im Bereich Interkulturelle Theologie an der Augustana-Hochschule in Neuendettelsau und Referent bei der Mission EineWelt.  

Der Förderpreis erinnert an den evangelischen Theologen Henning Schröer (1931-2002), der an der Bonner Universität lehrte und sein Interesse für hermeneutische Fragestellungen mit einer die Öffentlichkeit suchenden Theologie verband. Die vier Förderkriterien sind der Mut zur exemplarischen Reduktion des Themas, eine vermittelbare theologische Aussage, die potentielle Außenwirkung der Arbeit sowie eine sprachlich gelungene Darstellung.

Stifter des Preises sind das Institut für Hermeneutik an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn, der CMZ-Verlag Rheinbach, die Evangelische Kirche im Rheinland und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD). Die VELKD hatte bereits zuvor die Veröffentlichung der Qualifikationsarbeit mit einem Druckkostenzuschuss unterstützt.

Informationen zur VELKD finden sich unter www.velkd.de


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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DNK/LWB: Reformationsjubiläum 2017
LWB-Generalsekretär und Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt vereinbaren vertiefte Kooperation - Sonntag, 30. Oktober 2011

Hannover/Wittenberg – Der Lutherische Weltbund (LWB) und das Land Sachsen-Anhalt beabsichtigen, die Zusammenarbeit im Hinblick auf das Reformationsjubiläum 2017 zu verstärken. Dazu kamen der Generalsekretär des LWB, Pfarrer Martin Junge (Genf), und der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff (Magdeburg), einen Tag vor dem Reformationsfest in Wittenberg zu Gesprächen zusammen.

Laut Junge plane der Lutherische Weltbund im Oktober 2012 eine internationale Tagung in Wittenberg, zu der Vertreter von lutherischen Seminaren und Hochschulen aus den Mitgliedskirchen eingeladen würden, um Fragen der theologischen Ausbildung nachzugehen. Der Lutherische Weltbund wolle auf diese Weise die internationale Bedeutung Wittenbergs hervorheben, sagte Junge. „Die Lutherstadt Wittenberg hat für lutherische Christen in allen Kontinenten eine besondere Bedeutung. Hier nahm die Reformbewegung innerhalb der westlichen Christenheit ihren Ausgang und blickt nun auf eine beinahe 500-jährige Entwicklung zurück.“ Im Hinblick auf das Reformationsjubiläum stelle sich die Frage, wie die weltweiten Ausprägungen der lutherischen Kirchen in ein konstruktives Gespräch miteinander kommen könnten. „Eine Möglichkeit dafür bieten bereits jetzt die internationalen Studienseminare des LWB-Zentrums in Wittenberg.“ Insgesamt sei es wichtig, das globale Gespräch ökumenisch zu verorten und zu vernetzen.

Haseloff erklärte: „Die Lutherdekade soll international wirken. Sie ist nicht auf Sachsen-Anhalt oder Deutschland beschränkt, sondern steht auch für die Weltoffenheit unseres Landes. Ich wünsche mir von ihr neue spirituelle Impulse, aber natürlich auch eine weitere Belebung des Tourismus in der Region. Gäste aus aller Welt sind bei uns herzlich willkommen.“ Der Ministerpräsident verwies darauf, dass sich das Land Sachsen-Anhalt mit insgesamt 70 Mio. € im Rahmen des Reformationsjubiläums engagiere, insbesondere bei der Sanierung der Lutherstätten.

Seit 2009 unterhält der Lutherische Weltbund das LWB-Zentrum in Wittenberg. Ein Arbeitsschwerpunkt des Zentrums sind internationale Studienseminare zur lutherischen Theologie. Anfang November startet das vierte Seminar. Gemeinsam mit der Stadt Wittenberg setzt das LWB-Zentrum zudem das Projekt „Luthergarten“ um, in dem von Kirchen aller Konfessionen aus allen Teilen der Welt Bäume gepflanzt werden. Bis 2017 sollen es 500 sein.

Weitere Informationen zum DNK/LWB finden Sie unter www.dnk-lwb.de
Siehe auch www.luthergarten.de


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher des DNK/LWB

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Bischof Ulrich führt bayerischen Landesbischof ein
Bedford-Strohm wird Mitglied der VELKD-Bischofskonferenz - Sonntag, 30. Oktober 2011

Hannover/Nürnberg – In einem Festgottesdienst in der St.-Lorenz-Kirche in Nürnberg wurde heute der neu gewählte Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm (Bamberg), in sein Amt eingeführt. Die Einführung nahm der stellvertretende Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Gerhard Ulrich (Kiel), vor. Damit ist Bedford-Strohm zugleich Mitglied der Bischofskonferenz der VELKD.

Bischof Ulrich würdigte in seiner Einführungsansprache sowohl die wissenschaftlichen als auch die kirchlichen Aktivitäten Bedford-Strohms. „Sie sind ein begeisternder Theologe und ein energischer, klarer Prediger. Vernunft und Glaube gehören zueinander – an Ihnen und Ihrer Biografie kann man das ablesen.“ Er stehe für eine Kirche und Theologie in ökumenischer Weite und Offenheit. Davon zeuge auch sein leidenschaftliches Engagement in der gemeinsamen Dritten Bilateralen Arbeitsgruppe (BILAG III) von VELKD und Römisch-Katholischer Kirche.

Bedford-Strohm sei zudem als ein Mensch bekannt, der nicht abwarte, sondern hinausgehe, Fragen stelle und Standpunkte markiere. „Die Menschen werden sehr schnell merken: Sie sind einer, der für die Erkennbarkeit und Glaubwürdigkeit der weltweiten Kirche steht“. Für sein neues Amt könne er auf vielfältige Erfahrungen zurückgreifen. Zugleich müsse er sich neu organisieren in einem Amt, das eine gute Struktur benötige. „Wir wünschen Ihnen Gottes Segen und Kraft am Beginn des neuen Lebensabschnitts“, schloss Ulrich seine Ansprache.

Heinrich Bedford-Strohm (51) hat seit 2004 den Lehrstuhl für Evangelische Theologie mit Schwerpunkt Systematische Theologie und theologische Gegenwartsfragen an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg inne. Er leitet dort außerdem die Dietrich-Bonhoeffer-Forschungsstelle für Öffentliche Theologie. Bis 2007 war er Mitglied der internationalen Arbeitsgruppe des Weltkirchenrats zur Bioethik.

Bedford-Strohm ist zudem außerordentlicher Professor an der Universität Stellenbosch, Südafrika, seit 2008 berufenes Mitglied der bayerischen Landessynode, Mitglied der Sozialkammer der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und engagiert in der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE).

Der aus Memmingen stammende Bedford-Strohm ist regulär bis 2023 neues Oberhaupt für 2,6 Millionen evangelische Christen in Bayern. Er folgt damit auf Landesbischof Dr. Johannes Friedrich, den langjährigen Leitenden Bischof der VELKD, der nach zwölfjähriger Dienstzeit aus dem Amt scheidet.

Weitere Informationen unter www.velkd.de


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Generalsynode der VELKD tagt in Magdeburg zum Thema Mission
Kirchenparlament wählt neuen Leitenden Bischof - Donnerstag, 27. Oktober 2011

Hannover – Vom 3. bis 5. sowie am 8. November 2011 kommen die Mitglieder der 11. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Magdeburg zur vierten Tagung der laufenden Amtsperiode zusammen.

Die Beratungen der Generalsynode 2011 in Magdeburg stehen unter dem Titel
„Die Begegnung mit dem Anderen – Das Wagnis der Mission“
und werden in diesem Zusammenhang die Erfahrungen missionarischen Engagements im Kontext der weltweiten Ökumene thematisieren. „Dabei soll auch der Frage nachgegangen werden, wie Impulse aus interkulturellen Begegnungen und Auseinandersetzungen unseren Glauben, das Selbstverständnis und die Arbeit der deutschen lutherischen Kirchen befruchten oder verändern können“, erläutert der Präsident der Generalsynode, Prof. Dr. Dr. h.c. Wilfried Hartmann. Der Bedeutungswandel von Mission in seiner geschichtlichen Dimension und die Chancen missionarischer Arbeit heute sollen ebenfalls diskutiert werden.

Diese Gewichtung des Themas Mission erfolgt in Abstimmung mit der Synode der EKD, die den Schwerpunkt ihrer Tagung auf die programmatischen und strategischen Überlegungen zur missionarischen Arbeit in Deutschland legt.

Weiterhin stehen u.a. folgende Punkte auf der Tagesordnung:
– der Bericht des scheidenden Leitenden Bischofs, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich,
– der Bericht der Kirchenleitung,
– der Bericht des Catholica-Beauftragten, Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber,
– die Jahresrechnungen 2010 für die VELKD, deren Einrichtungen und der Sonderhaushalt 2010 „Hilfsmaßnahmen für Kirchen in Osteuropa“,
– die Einbringung und der Beschluss des Pfarrdienstrechtsneuordnungsgesetzes,
– die Einbringung und der Beschluss der Agende IV, Teilband 1 „Berufung – Einführung – Verabschiedung“.

Für Freitag, 4.11.2011, ist die Wahl des neuen Leitenden Bischofs / der neuen Leitenden Bischöfin vorgesehen, da die Amtszeit von Landesbischof Dr. Johannes Friedrich endet. Die Einführung der oder des Nachfolgerin/s wird in einem Vespergottesdienst in der Kirche St. Gertraud in Magdeburg/Salbke stattfinden. Im Anschluss daran folgt traditionsgemäß der
„Ökumenische Abend“, der wie gewohnt im Zeichen der Begegnung und des Austausches mit Gästen aus der weltweiten Ökumene stehen wird.

Zu dieser 4. Tagung der laufenden Amtsperiode haben sich wieder zahlreiche ökumenische Vertreter christlicher Kirchen aus dem In- und Ausland angesagt, unter anderen der Präsident des Lutherischen Weltbundes (LWB), Bischof Dr. Munib Younan von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELCJHL), der tansanische Bischof Dr. Alex Malasusa und Erzbischof Kari Mäkinen aus Finnland.

Die Generalsynode ist das gesetzgebende Organ der VELKD. Sie besteht aus 50 Mitgliedern. Diese sind zugleich Mitglieder der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). 42 Mitglieder, davon 15 ordinierte, werden von den Landessynoden der Gliedkirchen der VELKD gewählt, die 8 übrigen Mitglieder werden vom Leitenden Bischof berufen. Die Generalsynode wird alle sechs Jahre neu gebildet. Sie tagt in der Regel einmal pro Jahr in Verbindung mit der Bischofskonferenz der VELKD. Seit der konstituierenden Tagung 2009 in Würzburg finden die Tagungen der 11. Generalsynode verbunden mit den Tagungen der Synode der EKD und der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen (UEK) statt.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.velkd.de/Generalsynode2011.php

Hinweis: Die Einladung an die Journalisten inklusive Akkreditierungsunterlagen für die verbundene Tagung wurde bereits am 21. September versandt. Wenn Sie zur Berichterstattung über die verbundene Tagung von Generalsynode, Synode der EKD und Vollkonferenz der UEK anmelden wollen, können Sie die Unterlagen in der Pressestelle der EKD 0511/2796-268 oder per E-Mail an pressestelle@ekd.de anfordern.


Gundolf Holfert
Stellv. Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 27. Oktober 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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DNK/LWB: DNK/LWB vergibt Stipendien an ausländische Studierende
Förderprogramm in Kooperation mit dem Diakonischen Werk - Dienstag, 11. Oktober 2011

Hannover/Stuttgart. Das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) hat erneut Stipendien an ausländische Studierende an deutschen Hochschulen vergeben. Insgesamt acht Studierende aus Mitgliedskirchen des LWB in Brasilien, Chile, China, Madagaskar, der Slowakei, der Ukraine und den USA erhalten eine einjährige Förderung. Zugleich werden die Stipendien von acht weiteren internationalen Studierenden um ein Jahr verlängert. Sie stammen aus China, Lettland, Polen, Rumänien, Ungarn und der Ukraine. Die meisten Stipendiaten studieren Theologie, aber auch inhaltlich verwandte Fächer wie Religionspädagogik, Kirchenmusik oder Diakoniewissenschaft werden gefördert. Das Ziel des Stipendienprogramms des DNK/LWB, das seit 1952 existiert, ist die Förderung der Begegnung, des theologischen Austausches und der gegenseitigen Unterstützung innerhalb der lutherischen Weltgemeinschaft. Mit dem Aufenthalt in Deutschland bekommen die jungen Studierenden die Möglichkeit, Einblicke in die Praxis einer anderen Kirche und Kultur zu erwerben.

Das Förderprogramm des DNK/LWB wird in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (DW-EKD) durchgeführt. Bei der gemeinsamen Einführungstagung Anfang Oktober in Herrenberg kamen mehr als 40 Studierende aus 17 Ländern zusammen. Dabei erhielten sie eine generelle Einführung in die Praxis von Studium und Alltagsleben. „Viele Stipendiaten aus anderen Ländern sind mit der deutschen Kultur und dem Studium in Deutschland nicht vertraut. Wir möchten ihnen einen guten Einstieg in ihr Auslandsjahr ermöglichen und dazu beitragen, dass sie sich hier sicher bewegen können“, so Pfarrer Christian Rave, Stipendienreferent des DNK/LWB und des DW-EKD.

Neben der Förderung ausländischer Studierender in Deutschland ermöglicht das DNK/LWB jährlich rund 15 deutschen Lutheranern einen Studienaufenthalt in Ländern mit Mitgliedskirchen des LWB. Besondere Merkmale des Stipendienprogramms sind die Begleitung und der Kontakt vor Ort. „Während des Aufenthalts erleben die Stipendiaten die Vielfalt und Bereicherung der Gemeinschaft in der Weltkirche. Darum ist die Stipendienarbeit so wichtig für den LWB“, resümiert Rave. Insgesamt fördert das gemeinsame Referat des DW-EKD und des DNK/LWB zurzeit über 120 Studierende im In- und Ausland.

Hinweise: Weitere Informationen finden sich unter http://www.dnk-lwb.de/stip.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher des DNK/LWB

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Isabel Hartmann wird Referentin im VELKD-Gemeindekolleg
Erfahrungen aus Gemeinde, Citykirche, Erwachsenenbildung und Spiritualität - Montag, 10. Oktober 2011

Die Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands(VELKD) hat die Mainzer Pfarrerin Isabel Hartmann (43) zur Referentin und stellvertretenden Leiterin am Gemeindekolleg der VELKD in Neudietendorf bei Erfurt berufen. Sie wird die Stelle voraussichtlich zum 1. Januar 2012 antreten.

Als besondere Qualifikation für ihre neue Tätigkeit bringt Hartmann eine Ausbildung als Geistliche Begleiterin bei der Communität Christusbruderschaft Selbitz mit. Sowohl in der Gemeinde als auch in der Citykirchenarbeit hat sie im Bereich der Erwachsenenbildung Glaubenskurse in unterschiedlichen Formaten durchgeführt und ehrenamtliche Multiplikatoren ausgebildet. Weitere Angebote waren u. a. der VELKD-Kurs „Spiritualität im Alltag“, die öffentliche Aktion „Fasten und gewinnen“, eine spirituelle Wanderung am Karfreitag und ein Kurs „Diagnose Krebs“ im Tumorzentrum. Hartmann war zudem für das Sachgebiet Kircheneintritte und die Initiierung und Begleitung von Leitbildprozessen verantwortlich. Darüber hinaus ist sie in „Meditation des Tanzes - Sacred Dance“ nach Friedel Kloke-Eibl ausgebildet.

Als Gemeindepfarrerin habe sie „kirchliche Freihandelszonen“ schätzen gelernt, so Hartmann. „Ich freue mich auf die Chance, solche Freiräume und Begegnungen im Gemeindekolleg fördern zu können. Denn es tut gut, sich im Gespräch mit anderen auf neue Ideen einzulassen und zu erleben, dass einem kreative Lösungen geschenkt werden.“

Hartmann ist im oberhessischen Laubach aufgewachsen, studierte Evangelische Theologie in Göttingen, Tübingen und Erlangen und hat ihr Vikariat in Hessen und in Chicago/USA absolviert. Von 1999 bis 2006 war sie Gemeindepfarrerin in Schaafheim bei Aschaffenburg. In den zurückliegenden fünf Jahren war sie als Stadtkirchenpfarrerin u. a. für den Schwerpunkt „Neue Zugänge zu evangelischer Spiritualität“ in der Citykirchenarbeit Mainz sowie für Gemeindeentwicklung in der Auferstehungsgemeinde zuständig.

Isabel Hartmann ist ledig. Sie tritt die Nachfolge von Pastor Christian Stasch an, der an die Evangelische Akademie Loccum gewechselt ist.

Das 1986 gegründete Gemeindekolleg hat die Aufgabe, bundesweit Projekte für Gemeindearbeit zu entwickeln und zu vermitteln, Ideen und Impulse zur Gemeindeentwicklung zu vernetzen sowie Veränderungsprozesse in Gemeinden zu begleiten. Es soll die beiden Schlagworte „Öffnen“ und „Verdichten“ der 1983 von der VELKD verabschiedeten „Missionarischen Doppelstrategie“ in Projekte für die Gemeindearbeit umsetzen. Neben Konsultationen führt diese Einrichtung u. a. Schulungen zu folgenden Projekten durch, die teilweise auch von Kirchen in Brasilien, Finnland und Namibia übernommen wurden: „Sterbende begleiten lernen“, „Spiritualität im Alltag – sieben Schritte als Chance, GOTTESDIENST und LEBEN zu verbinden“, „Kirchen erzählen vom Glauben“ und „GET –Gemeinde-Entwicklungs-Training“. Die Angebote richten sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kirche.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.gemeindekolleg.de

Hinweis: Ein Portraitfoto von Pfarrerin Isabel Hartmann kann unter der Internetadresse http://www.velkd.de/img/Isabel_Hartmann_PM.jpg heruntergeladen werden.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Catholica-Beauftragter der VELKD sieht geistliche Ökumene gestärkt
Friedrich Weber nach dem Papstbesuch im Interview mit den VELKD-Informationen - Freitag, 7. Oktober 2011

Der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), der braunschweigische Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), hat den Ort des Gesprächs mit Papst Benedikt XVI., das Augustinerkloster Erfurt, als ökumenisches Signal des Papstbesuchs bezeichnet. „Zu Recht wurde deshalb wiederholt auf die ökumenische Bedeutung hingewiesen, dass mit Papst Benedikt XVI. erstmals ein Papst eine Lutherstätte besucht hat“, hob Weber in einem Interview hervor, das in der neuen Ausgabe Nr. 133 der VELKD-Informationen erschienen ist.

Zugleich betonte Weber die ökumenische Bedeutung der Papstäußerungen zu Martin Luther. Der Papst habe die Gottessuche des Mönches Luther gewürdigt und damit auf die beiden Kirchen gemeinsame Glaubensmitte hingewiesen. Er habe „die Christozentrik der Theologie Luthers gewürdigt und ‚Was Christum treibet‘ als Maßstab für die Auslegung der Heiligen Schrift, aber auch als Mitte unserer Spiritualität“ hervorgehoben, so Weber. Allerdings sei es bedauerlich, dass die Würdigung Luthers nicht direkt im Fernsehen zu sehen gewesen sei, sondern erst später durch die Presse ging, so blieb sie für viele ungehört.

Im Hinblick auf das Reformationsjubiläum 2017 werde derzeit eine gemeinsame Erklärung des Lutherischen Weltbundes (LWB) und des Vatikan vorbereitet, mit der die internationale Bedeutung der 500. Wiederkehr der Reformation deutlich gemacht werden könne. Ebenso seien vergleichbare Gespräche auf nationaler Ebene zwischen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Deutschen Bischofskonferenz in Gang zu bringen. Weber hoffe, dass die von evangelischer Seite eingebrachten Anregungen zur „Heilung der Erinnerungen“ von katholischer Seite aufgenommen würden. „So könnte 2017 also auch mit Umkehr und Erneuerung zu tun haben.“

Weber zeigte sich insgesamt beeindruckt davon, wie stark der Papst die geistliche Ökumene betont habe. Daran sei abzulesen, dass alles ökumenische geistliche Miteinander in den Gemeinden und anderenorts von der katholischen Kirche gewollt sei. Daneben seien allerdings keine Signale gesetzt worden, die – wie 1980 bei der Begegnung mit dem damaligen Papst Johannes Paul II. – konkrete Schritte zu größerer Gemeinschaft ermöglichten. So sei er erstaunt gewesen, dass Papst Benedikt XVI. das Thema „Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ oder einen Hinweis auf die wechselseitige Anerkennung der Taufe als das Band der sakramentalen Einheit ausgespart habe.

Zur Frage, ob der Papst als Sprecher aller Christen auftreten könne, sagte Weber, dass dies zum Teil bereits so gesehen werde. „Ich erinnere nur an die Rolle von Johannes Paul II. zu Beginn des Irak-Krieges.“ Für eine förmliche Sprecherrolle sei es allerdings unabdingbar, dass die Kirchen gleichberechtigt nebeneinander stünden, denn „letztlich kann die Frage eines Sprecheramtes für die gesamte Christenheit nur im Rahmen einer Gemeinschaft von gleichberechtigten Kirchen angegangen werden. Allerdings ist es bis dahin noch ein weiter Weg.“

Der Catholica-Beauftragte der VELKD, Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber, der zugleich Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) ist, hat sich nach dem Papstbesuch in einem Interview zur Lage der evangelisch-katholischen Ökumene geäußert. Das Interview ist in den VELKD-Informationen Nr. 133 vom 6. Oktober 2011 abgedruckt und kann im Internet nachgelesen werden.

Hinweis: Die Ausgabe Nr. 133 der VELKD-Informationen ist erschienen unter: http://www.velkd.de/downloads/111006_VELKD-Informationen-Nr.133_download.pdf 


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 7. Oktober 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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VELKD unterstützt Flüchtlingslager im kenianischen Dadaab
Generalsynode wird interkulturelle Aspekte von Mission thematisieren - Freitag, 30. September 2011

Die Kirchenleitung der VELKD hat am 29. und 30. September 2011 in Hannover getagt und gibt das folgende Kommuniqué heraus:

VELKD unterstützt Flüchtlingslager im kenianischen Dadaab
Die Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat beschlossen, die finanzielle Unterstützung für die Arbeit des Lutherischen Weltbundes (LWB) im Flüchtlingslager Dadaab im östlichen Kenia fortzusetzen. Mit einer Adhoc-Zuwendung in Höhe von 10.000 Euro wird die VELKD das Nothilfeprogramm der Abteilung für Weltdienst (AWD) des LWB unterstützen. „Damit beteiligen wir uns an der wichtigen Arbeit des LWB, der weltweit Menschen in Not hilft und hier ganz besonders an der Linderung der Hungersnot in Ostafrika mitwirkt“, sagte der Leitende Bischof und Vorsitzende der Kirchenleitung, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München). Friedrich, der zugleich Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) ist, hatte im Juli dieses Jahres zu Spenden aufgerufen, worauf bis heute ca. 67.000 Euro eingingen. Die Kirchenleitung sprach in ihrem Beschluss allen Spendern ihren herzlichen Dank aus und ermutigte die Kirchen in Deutschland, in ihren Hilfen für die Region Ostafrika fortzufahren.
Das im Auftrag des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHRC) unterhaltene Lager in Dadaab, ursprünglich für 90.000 Menschen geplant, beherbergt zurzeit rund 450.000 Personen. Der Verbleib der Flüchtlinge in Dadaab wird sich vermutlich auf Monate, wenn nicht Jahre, erstrecken. Der Osten Afrikas ist zurzeit von der schlimmsten Dürrekatastrophe seit Jahrzehnten betroffen. Über 12 Millionen Menschen leiden dort unter akutem Nahrungsmangel oder sind vom Hungertod bedroht.

Spendenkonto des DNK/LWB:
419 540, BLZ: 520 604 10, EKK Hannover Stichwort: Ostafrika


Begegnungsreise des stellvertretenden Leitenden Bischofs nach Tansania
Der stellvertretende Leitende Bischof der VELKD, Bischof Gerhard Ulrich (Schleswig), hat der Kirchenleitung von seiner Reise zur Evangelical Lutheran Church of Tanzania (ELCT) berichtet. Insbesondere hat er auf die finanziellen und personellen Schwierigkeiten kirchlicher Krankenhäuser in Tansania hingewiesen, die aufgrund der politischen Rahmenbedingungen aufgetreten seien. Ulrich habe den Partnern zugesagt, sich für eine tragfähige Situation der kirchlichen Häuser einzusetzen. Ein weiteres Thema sei die Diskussion über Homosexualität und Bibelverständnis gewesen. Hierzu hatte sich die lutherische Kirche von Tansania in der sogenannten Dodoma-Erklärung ablehnend geäußert. Es herrsche jedoch Einvernehmen darüber, dass man den Dialog und die partnerschaftlichen Besuche zwischen den Kirchen trotz unterschiedlicher Auffassungen ungebrochen fortsetzen wolle. So wird der Bischof der Evangelical Lutheran Church of Tanzania (ELCT), Dr. Alex G. Malasusa, auf der diesjährigen Generalsynode der VELKD zu Gast sein.


Generalsynode der VELKD 2011 in Magdeburg
Unter dem Thema „Die Begegnung mit dem Anderen – Das Wagnis der Mission“ wird sich die 4. Tagung der 11. Generalsynode der VELKD, die vom 3. bis 5. und am 8. November 2011 in Magdeburg stattfindet, schwerpunktmäßig. mit missionarischen Erfahrungen in unterschiedlichen kulturellen Kontexten und deren Bedeutung für das Selbstverständnis der Gemeinden in Deutschland befassen. Die Kirchenleitung hat die vorbereitenden Planungen zustimmend zur Kenntnis genommen. Den Hauptvortrag zum Thema wird Prof. Dr. Kjell Nordstokke (Stavanger), der ehemalige Leiter der Abteilung Mission und Entwicklung des Lutherischen Weltbundes, halten. Daneben werden zahlreiche Gäste aus der weltweiten Ökumene teilnehmen und das Thema aus ihrer Perspektive beleuchten, so LWB-Präsident Bischof Dr. Munib A. Younan.
Weitere Themen der Generalsynode sind die Berichte des Leitenden Bischofs, des Catholica-Beauftragten sowie der Kirchenleitung. Zudem steht die Wahl eines neuen Leitenden Bischofs auf dem Programm. Synodenbeschlüsse sind hinsichtlich einer neuen Ordinationsagende unter dem Titel „Berufung – Einführung – Verabschiedung“ und zum Pfarrdienstrechtsneuordnungsgesetz zu fassen.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 30. September 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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Symposium „Heilung der Erinnerungen – Versöhnung in Christus“
Lutheraner und Mennoniten feiern ein Jahr Vergebungsbitte und 15 Jahre eucharistische Gastfreundschaft - Montag, 26. September 2011

Wittenberg/Hannover. Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) und die Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland (AMG) laden am 1. Oktober zu einem Symposium unter dem Thema „Heilung der Erinnerungen – Versöhnung in Christus“ in die Lutherstadt Wittenberg ein. Mit dem Symposium und einem abschließenden Festgottesdienst wird der Vergebungsbitte der lutherischen Kirchen vor einem Jahr in Stuttgart sowie der 15-jährigen eucharistischen Gastfreundschaft gedacht.

Auf der Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) 2010 in Stuttgart hatten die lutherischen Kirchen in Deutschland um Vergebung für die brutale Verfolgung der Täuferinnen und Täufer im 16. Jahrhundert gebeten, die als geistige Vorfahren der heutigen Mennoniten gelten. Die Bitte wurde von der mennonitischen Gemeinschaft in Deutschland mit den Worten angenommen: „Wir glauben, dass Gott Ihr Bekenntnis erhört hat und Ihrer Bitte um Vergebung entsprochen hat. Wir schließen uns Gott freudig und demütig an, Ihnen zu vergeben.“

Nach intensiven Lehrgesprächen hatten die VELKD und die AMG bereits 1996 die Möglichkeit der gemeinsamen Feier des Abendmahls vereinbart. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat sich dieser Vereinbarung angeschlossen.

Zur Eröffnung des Symposiums pflanzen sowohl Vertreter der AMG als auch der Mennonitischen Weltkonferenz (MWC) je einen Baum im Luthergarten. Damit sind dann alle kirchlichen Weltgemeinschaften mit einem Baum in Wittenberg präsent. Der Luthergarten ist ein Projekt des Lutherischen Weltbundes im Zusammenhang mit dem Reformationsjubiläum 2017.

Das Symposium schließt mit einem Gottesdienst, in dem das Abendmahl nach mennonitischer Agende gefeiert wird. Die Predigt hält der Leitende Bischof der VELKD, Dr. Johannes Friedrich ( München), die Liturgie übernehmen die stellvertretenden Vorsitzenden der AMG, Prof. Dr. Fernando Enns (Hamburg) und Pastorin Doris Hege (Frankfurt).


Besondere Merkmale der Mennoniten sind die Gläubigentaufe und die Ablehnung des  Militärdienstes, weshalb sie traditionell als eine der Friedenskirchen gelten. Die Mennoniten sind zudem diakonisch und in politischen Krisengebieten aktiv.

Im Internet: www.velkd.de, www.mennoniten.de, www.luthergarten.de,
www.lutheranworld.org,


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 26. September 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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Leitender Bischof der VELKD erfreut über den Papstbesuch
„Es war ein auf die ökumenische Zukunft gerichtetes Gespräch“ - Freitag, 23. September 2011

Hannover/Erfurt. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Dr. Johannes Friedrich (München), hat sich positiv über das Gespräch mit Papst Benedikt XVI. am 23. September im evangelischen Augustinerkloster in Erfurt geäußert. Der Besuch des Papstes habe gezeigt, dass der Gesprächsfaden nicht abreiße. Bereits in seinem „Wort zum Sonntag“ am 17. September hatte der Papst selbst diese Begegnung als einen Höhepunkt auf seiner Deutschlandreise bezeichnet.

„In der Summe war es ein offenes, freundliches und auf eine ökumenische Zukunft gerichtetes Gespräch“, so Friedrich. Dies gelte auch, wenn die nach wie vor in Deutschland ungelösten Fragen hinsichtlich der Teilnahme konfessionsverschiedener Christen, insbesondere Ehepartner an der Eucharistiefeier offen geblieben seien. „Ich habe das so erwartet. Die deutschen katholischen Bischöfe könnten nach katholischem Kirchenrecht in dieser Sache längst selbst entscheiden, wie dies bereits die australische und die kanadische Bischofskonferenz getan haben. Es war mir klar, dass der Papst dazu nicht öffentlich etwas sagen wird. Meine Hoffnung ist, dass er intern die deutschen Bischöfe dazu ermuntert, einen entsprechenden Beschluss zu fassen.“

 Auch im Hinblick auf das Reformationsjubiläum 2017 erhofft sich Friedrich ein deutliches Zeichen der Deutschen Bischofskonferenz. „Der Papst hat sich bei dem heutigen Gespräch leider nicht konkret zum Reformationsjubiläum geäußert.“ Für die Ökumene in Deutschland sei das Thema allerdings unverzichtbar, so Friedrich.

 Das Gespräch mit dem Papst fand im historisch bedeutsamen Augustinerkloster statt, in dem Martin Luther vor 500 Jahren als Mönch lebte. Daran schloss sich ein ökumenischer Wortgottesdienst an. „So haben wir miteinander gebetet, auf das Wort Gottes gehört und miteinander gesprochen“, ergänzte Friedrich. Als Leitender Bischof der VELKD war Friedrich einer der 20 Delegierten der Evangelischen Kirche in Deutschland, die mit einer ebenso großen Delegation der römisch-katholischen Kirche zusammenkamen.

 Friedrich hatte Papst Benedikt XVI. bei einer Privataudienz für die Kirchenleitung der VELKD im Januar dieses Jahres persönlich nach Deutschland eingeladen. Die bereits zuvor von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ausgesprochene Einladung wurde in einem gemeinsamen Brief des  Ratsvorsitzenden der EKD, Präses Nikolaus Schneider, und des Vorsitzenden des Präsidiums der Union Evangelischer Kirchen in Deutschland (UEK), Landesbischof Dr. Ulrich Fischer, sowie des Leitenden Bischofs der VELKD erneuert und bekräftigt. „Es freut mich natürlich sehr, dass Papst Benedikt XVI. unserer Einladung so bald gefolgt ist und dass die Gespräche an einem derart geschichtsträchtigen Ort stattgefunden haben.“


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Leitender Bischof der VELKD gratuliert Michael Winckler
Ehemaliges Mitglied der Kirchenleitung und der Generalsynode wird 70 - Freitag, 23. September 2011

Hannover/Bückeburg - Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Dr. Johannes Friedrich (München), hat dem langjährigen Mitglied der Kirchenleitung und der Generalsynode der VELKD zum 70. Geburtstag am kommenden Sonntag, dem 25. September, gratuliert.

Friedrich dankt Winckler insbesondere für sein langjähriges Engagement in der Kirchenleitung und in der Generalsynode der VELKD. Außerdem habe Winckler maßgeblich im Rechtsausschuss der Vereinigten Kirche mitgewirkt. „Ihr Engagement im Martin-Luther-Bund und für lutherische Minderheitskirchen ist uns eindrücklich in Erinnerung. Sie haben damit der Gemeinschaft der lutherischen Kirchen einen wichtigen Dienst geleistet“, schreibt Friedrich weiter. Für die Arbeit Wincklers als Präsident des Kirchenamtes seiner schaumburg-lippischen Heimatkirche sprach der Leitende Bischof ihm seine Hochachtung aus.

Friedrich wünscht dem Jubilar einen dankbaren Rückblick auf sein ereignisreiches Leben. „Im Alltag nehmen wir oft das Gute viel zu selbstverständlich hin. Es ist wohl eine Einsicht, die mit dem Alter wächst, dass wir Grund haben, auch für das scheinbar Selbstverständliche oder Unscheinbare zu danken.“

Dr. Michael Winckler, 1941 in Hinterpommern geboren, kam im Alter von vier Jahren nach Bückeburg. Nach Abitur und Wehrdienst fuhr er einige Zeit zur See, bis er das Jurastudium aufnahm. Seine Promotion zum Thema der Stellung nichtehelicher Kinder in Deutschland und Frankreich schloss er 1974 ab. Ein Jahr später eröffnete er eine Kanzlei als Rechtsanwalt in Bückeburg. Winckler wurde 1980 zunächst nebenamtlich, später hauptamtlich Präsident des Kirchenamtes der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe. Von 1985 an war Winckler Delegierter der Generalsynode und von 1991 an ordentliches Mitglied der Kirchenleitung der VELKD. Beide Ämter nahm er bis 2008 wahr.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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Von der Mission zur Ökumene
Symposium zum 25-jährigen Bestehen des Gemeindekollegs der VELKD - Freitag, 9. September 2011

Neudietendorf bei Erfurt / Hannover – „Die Aufgabe der christlichen Mission heute ist es, sich mit der Situation religiöser Indifferenz auseinander zu setzen.“ Darauf wies jetzt Eberhard Tiefensee, Professor für katholische Theologie an der Universität Erfurt, auf einem Symposium des Gemeindekollegs der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Neudietendorf unter dem Titel „MissionArt“ hin. Die Kirchen stünden historisch gesehen erstmals vor der Aufgabe, ihren Glauben gegenüber Menschen zu vertreten, die religiös nicht ansprechbar seien.

Mit religiös indifferent seien Menschen gemeint, die „nicht einmal mehr wissen, was mit der Gottesfrage gemeint sei“ sagte Tiefensee vor den rund 80 Teilnehmern. Ein tragfähiges Verständnis von Mission erfordere daher „eine Ökumene der dritten Art“. In der Ökumene erster Art hätten sich die Konfessionen einer Religion einander angenähert, die Ökumene der zweiten Art habe sich auf die Verständigung der Religionen bezogen. In Zukunft müsse man „zu einer Ökumene der dritten Art zwischen Religiösen und Areligiösen kommen“.

Aus Sicht der Praktischen Theologie stellte Professor Jan Hermelink, Göttingen, erste Ideen für das Miteinander von religiös Interessierten und nicht Interessierten vor. So könne ein gemeinsames Thema in der „Stärkung des Einzelnen wie auch der Gesellschaft insgesamt“ liegen. Mission sei zudem als handwerkliche Kunst zu begreifen, die sich weniger durch Argumentation oder Suggestion als vielmehr durch „ Zeigen, Darstellung und Inszenierung“ auszeichne. Daher sei Mission auch nicht „jedermanns Sache“, „denn missionarisches Handeln erfordert Talent, Freiraum und Inspiration“, so Hermelink. In der weltweiten Dimension schließlich sei die Kunst der Mission im Modell eines Konzils vorstellbar, in dem sich die Teilnehmer bei grundlegender Anerkennung zugleich unterschiedlich beschreiben könnten.

Beide Hauptreferenten des Symposiums waren sich darin einig, dass religiöse Indifferenz nur aus Sicht der Religion zu erkennen sei. „Niemand, der nicht danach gefragt werde, ob er Reiter sei, werde sich als Nicht-Reiter offenbaren“, so Tiefensee. Dies gelte in gleicher Weise für die Religion. Die Konsequenzen der religiösen Indifferenz reichten bis in die Praxis hinein, sodass sich Familien, in denen Gläubige und Nicht-Gläubige zusammenwohnen, fragen müssen, „wie abends am Bett der Kinder gebetet werde“, führte Tiefensee aus.
Der zu Beginn der Tagung neu eingeführte Leiter des Gemeindekollegs, Pfarrer Prof. Dr. Reiner Knieling, verglich die Mission mit der Kunst, insofern sie ebenso „unaufdringlich, inspirierend und offen“ sein müsse und dadurch „Erfahrungen sowohl verdichtet als auch öffnet“.

Das Symposium „MissionArt“ fand aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums des Gemeindekollegs der VELKD am 7. und 8. September statt. Das Gemeindekolleg war 1986 gegründet und in Celle angesiedelt worden. Vor vier Jahren zog die Einrichtung in das Zinzendorfhaus in Neudietendorf bei Erfurt um. Seine Arbeit richtet sich nach der 1983 von der VELKD formulierten missionarischen Doppelstrategie von „Öffnen“ und „Verdichten“. Das Kolleg entwickelt und vermittelt bundesweit Projekte für die Gemeindearbeit und vernetzt Veränderungsprozesse. Zu den Projekten, die teilweise auch von Kirchen in Brasilien, Finnland und Namibia übernommen wurden, gehören u. a.: „Sterbende begleiten lernen“, „Spiritualität im Alltag – sieben Schritte als Chance, GOTTESDIENST und LEBEN zu verbinden“, „Kirchen erzählen vom Glauben“ und „GET – Gemeinde-Entwicklungs-Training“. Die Angebote richten sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirche.

Hinweis: Weitere Informationen sind unter www.gemeindekolleg.de und www.velkd.de abrufbar.


Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 9. September 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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Leiter des Gemeindekollegs der VELKD Reiner Knieling in sein Amt eingeführt
Gemeindekolleg entwickelt und vermittelt bundesweit Projekte für Gemeindearbeit - Mittwoch, 7. September 2011

Neudietendorf bei Erfurt/Hannover – In einem feierlichen Gottesdienst ist heute der neue Leiter des Gemeindekollegs der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Pfarrer Prof. Dr. Reiner Knieling, vom Leitenden Bischof der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), in sein Amt eingeführt worden. Der 48-jährige Theologe ist Nachfolger von Pfarrerin Dr. Annegret Freund, die das in Neudietendorf bei Erfurt angesiedelte Kolleg seit 2003 geleitet hatte.

„Gemeinden wollen in ihrem Leben gestärkt, in ihrer Arbeit gefördert, in ihrem Wirken kenntlicher werden“, so beschrieb der Beiratsvorsitzende des Gemeindekollegs, Landesbischof Dr. Andreas von Maltzahn (Schwerin), in seiner Einführungsrede den Auftrag der Einrichtung. Angesichts der aktuellen Herausforderungen an die Gemeinden bräuchten diese mehr denn je „Orte, an denen Schrumpfungsprozesse theologisch reflektiert und geistlich begleitet werden.“ Hier biete das Gemeindekolleg Raum, „um Orientierung zu gewinnen“, so Bischof von Maltzahn weiter. Durch seine berufliche Biografie, die u.a. die Leitung eines Jugendverbandes, Forschung und Lehre sowie Dienste auf so unterschiedlichen Stationen wie Südostasien oder an der früheren innerdeutschen Grenze vorweise, könne der neue Leiter neue Impulse setzen.

Er wolle das Gemeindekolleg weiter ausbauen als Forum für ganz unterschiedliche Ideen zur Gemeindeentwicklung, bei dem über die Grenzen der Landeskirchen hinweg im „Zusammen-spiel“ neue Perspektiven entstehen, ergänzte Reiner Knieling in einem Gespräch. Bei der Entwicklung neuer Projekte sei ihm der Dienstleistungsgedanke besonders wichtig. „Die Gemeinden sollen wissen: Was im Gemeindekolleg angeboten wird, unterstützt und entlastet uns“, hob der Leiter des Gemeindekollegs hervor.

Die Einführung Knielings bildet auch den Auftakt für die Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen des Gemeindekollegs am 7. und 8. September 2011.

Das 1986 gegründete Gemeindekolleg hat die Aufgabe, bundesweit Projekte für Gemeindearbeit zu entwickeln und zu vermitteln, Ideen und Impulse zur Gemeindeentwicklung zu vernetzen sowie Veränderungsprozesse in Gemeinden zu begleiten. Es soll die beiden Schlagworte „Öffnen“ und „Verdichten“ der 1983 von der VELKD verabschiedeten „Missionarischen Doppelstrategie...“ in Projekte für die Gemeindearbeit umsetzen. Neben Konsultation führt diese Einrichtung u. a. Schulungen zu folgenden Projekten durch, die teilweise auch von Kirchen in Brasilien, Finnland und Namibia übernommen wurden: „Sterbende begleiten lernen“, „Spiritualität im Alltag – sieben Schritte als Chance, GOTTESDIENST und LEBEN zu verbinden“, „Kirchen erzählen vom Glauben“ und „GET –Gemeinde-Entwicklungs-Training“. Die Angebote richten sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kirche.

Hinweis:
Ein Porträtfoto von Dr. Reiner Knieling kann unter
http://www.velkd.de/downloads/knieling.jpg herunter geladen werden. Weitere Informationen sind unter www.gemeindekolleg.de abrufbar.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Leitender Bischof der VELKD gratuliert Professor Wilfried Härle zum Geburtstag
Eine der profiliertesten Stimmen des Protestantismus in Deutschland wird siebzig - Montag, 5. September 2011

Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), hat Professor Dr. Wilfried Härle (Heidelberg) zu seinem 70. Geburtstag am Dienstag, dem 6. September, gratuliert. Seinen offiziellen Gruß unterstrich Friedrich mit persönlichen Wünschen an den Jubilar.

Friedrich betont in seiner Grußadresse, dass sowohl die lutherischen Kirchen im Besonderen als auch die evangelischen Kirchen insgesamt dem theologischen Wirken Härles viel zu verdanken haben. „Auf bewundernswerte Weise gelingt es Ihnen, die Lutherische Theologie mit unserer Lebenswelt gleichsam „ins Gespräch“ zu bringen und im gesellschaftlichen Kontext zu verankern“, so Friedrich.

„Ob Sie nun die Theologien Karl Barths und Martin Luthers vergleichen, sich mit kritischen Stimmen aus der Wissenschaft zum Glauben an Gott auseinandersetzen oder „ökumenische Fortschritte und Enttäuschungen“ bilanzieren – stets sind Ihre Ausführungen von stupender Klarheit und Plastizität“ heißt es weiter in dem Glückwunschschreiben. Härle verstünde es, komplexe Sachverhalte allgemein verständlich darzustellen. Als Beispiel nennt Friedrich die Debatte um die Pränatale Implantations-Diagnostik (PID).

Insbesondere bedankt sich der Leitende Bischof in seinem Schreiben für einen theologischen Beitrag Härles zur Rechtfertigungslehre, den der Heidelberger Emeritus zum 60-jährigen Bestehen der VELKD vor drei Jahren beigesteuert hatte. Nicht von ungefähr gelte die Rechtfertigungslehre als zentrales Thema der lutherischen Kirchen.

Wilfried Härle wurde 1941 in Heilbronn geboren. Nach dem Studium der Evangelischen Theologie in Heidelberg und Erlangen, wurde er in Bochum promoviert und in Kiel habilitiert. Er lehrte in Groningen, Marburg und Heidelberg. Dort war er bis zu seiner Emeritierung 2006 Professor für Systematische Theologie und Ethik. Härle hat mehr als ein Dutzend Monographien sowie mehrere hundert Aufsätze verfasst. Als eine seiner Hauptschriften kann die 1995 erschienene Dogmatik gelten.
Härle war von 2002 bis 2005 Mitglied der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages „Ethik und Recht der modernen Medizin“, von 1997 bis zum vergangenen Jahr war er Vorsitzender der Kammer für Öffentliche Verantwortung der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD).


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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VELKD mit neuem Pressesprecher
Eberhard Blanke übernimmt Leitung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Montag, 5. September 2011

Hannover – Dr. Eberhard Blanke (Hildesheim), Pastor der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, hat seinen Dienst als Leiter des Referats Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Amt der VELKD aufgenommen. Zugleich verantwortet der
50-jährige Theologe die Pressearbeit des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB).

Für die Tätigkeit als Presse- und Öffentlichkeitsreferent der VELKD beabsichtigt Blanke, die bislang bewährten Projekte und Publikationen fortzuführen und behutsam auszubauen. „Es liegt mir daran, die theologischen Angebote der VELKD so wie bisher publizistisch zu begleiten.“ Dies gelte für alle medialen Plattformen. „Eine besondere Chance sehe ich in der Profilierung der unterschiedlichen Buchreihen der VELKD, die sich kirchlichen und gesellschaftlichen Themen widmen.“ Außerdem sei bereits jetzt das Reformationsjubiläum im Jahr 2017 in den Blick zu nehmen. „Es wird eine entscheidende Aufgabe sein, die Beiträge und Engagements der VELKD zum Lutherjahr 2017 öffentlichkeitswirksam zu begleiten.“ In diesem Zusammenhang sei es wichtig, die Kooperationen mit den verschiedenen Partnern zu intensivieren sowie neue Netzwerke zu knüpfen bzw. bestehende zu pflegen und auszuweiten, so Blanke. 

Die ersten öffentlichen Termine, die der neue Pressesprecher zu begleiten hat, sind u. a. das 25-jährige Jubiläum des Gemeindekollegs der VELKD in Neudietendorf, die Sitzung der Kirchenleitung Ende September sowie die Tagung der einmal jährlich stattfindenden Generalsynode der VELKD Anfang November in Magdeburg.

Eberhard Blanke hat in Göttingen, Oberursel, St. Louis, USA und Tübingen Evangelische Theologie studiert und war anschließend Pfarrer in Gemeinden der württembergischen Landeskirche. 2001 wechselte der gebürtige Celler in die hannoversche Landeskirche. Zuletzt war Blanke Beauftragter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Hildesheim-Göttingen. Während dieser Zeit hat er sich beim Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik in Frankfurt (GEP) zum Kommunikationsmanager qualifiziert. 2009 wurde er an der Stiftung Universität Hildesheim mit einer Arbeit zu christlichen Kommunikationskampagnen promoviert.

Hinweis: Ein Porträtfoto von Dr. Eberhard Blanke kann unter http://www.velkd.de/downloads/eberhard_blanke_presse.jpeg heruntergeladen werden.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Trauer um Karl-Heinrich Bieritz
VELKD würdigt die prägende liturgische Arbeit des Rostocker Theologen - Dienstag, 16. August 2011

Hannover – Mit tiefer Trauer hat die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) Abschied von Professor Dr. Karl-Heinrich Bieritz genommen. Der Hochschullehrer für Praktische Theologie war am 5. August nach langer Krankheit im Alter von 74 Jahren verstorben und gestern beigesetzt worden. „Er hat die liturgische Arbeit, die der VELKD in besonderer Weise am Herzen liegt, stets ideenreich und umsichtig begleitet und gefördert“, würdigte der Leiter des Amtes der VELKD, Dr. Friedrich Hauschildt, das Wirken des renommierten Theologen. So sei Bieritz als Fachberater des Liturgischen Ausschusses der VELKD hochgeschätzt gewesen und habe auch die großen Reformvorhaben „Evangelisches Gottesdienstbuch“ und „Perikopenrevision“ prägend mit begleitet. Der Liturgische Ausschuss und das Liturgiewissenschaftliche Institut der VELKD hätten in ihm einen höchst kenntnisreichen Berater gehabt, der sich mit seinen inspirierenden Beiträgen großen Respekt erworben habe. Viele seiner Texte zeugten von einer ungewöhnlichen und eindrucksvollen Sprachkraft, die von der wissenschaftlichen Rede bis zum poetischen Sprechen reiche, charakterisierte der Leiter des Amtes der VELKD den Verstorbenen. „Unsere Kirche verliert mit ihm einen Bruder, dem wir viel verdanken“, so Hauschildt abschließend.

Der 1936 geborene Bieritz war von 1972 bis 1986 Dozent für praktische Theologie in Leipzig, danach Dozent für Religionspädagogik und Praktische Theologie an der Humboldt-Universität in Berlin und von 1992 bis zu seinem Ruhestand 2002 Professor für Praktische Theologie in Rostock.


Gundolf Holfert
Stellv. Pressesprecher der VELKD

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VELKD trauert um die Opfer der Anschläge in Norwegen
Leitender Bischof kondoliert der Norwegischen Kirche - Sonntag, 24. Juli 2011

Hannover – Mit Entsetzen und Erschütterung hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), die Nachrichten von den Anschlägen in Oslo und Utoya aufgenommen und im Namen der VELKD der Leitenden Bischöfin der Norwegischen Kirche, Helga Haugland Byfuglien, kondoliert. „Im Gebet und der Bitte, dass Gott die Opfer der Anschläge in Seinen Frieden aufnehmen möge, wissen wir uns mit Ihnen verbunden“, so Friedrich wörtlich. Die „furchtbaren Ereignisse“ würden tiefe Spuren hinterlassen, Dies gelte insbesondere für die Angehörigen der Opfer, die den Verlust ihrer liebsten Menschen bewältigen müssten. „Ihnen gilt unser tiefes Mitgefühl, an sie denken wir im Gebet.“

Friedrich schreibt weiter: „In aller Trauer vermag uns doch unsere Hoffnung auf Gott Trost zu spenden. Genau von diesem Trost spricht das Biblische Votum am Anfang der Aussegnungsliturgie meiner lutherischen Kirche: ‚Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn‘.
Möge dieser Vers aus dem Römerbrief uns daran erinnern, dass selbst der Tod uns nicht von der Liebe und Zuwendung Gottes trennen kann und unser gesamtes Leben – auch über den Tod hinaus – bei Ihm geborgen ist.“


Gundolf Holfert
Stellv. Pressesprecher der VELKD

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DNK/LWB: Lutherische Welt-Information: Ausstieg aus der Atomkraft
Präsident des Lutherischen Weltbundes für AKW-freie Welt nach Fukushima - Mittwoch, 20. Juli 2011

Hannover – „Deutschland hat die richtige Entscheidung getroffen!“ So hat der Präsident des Lutherischen Weltbundes (LWB), Bischof Dr. Munib Younan von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und dem Heiligen Land (ELKJHL), am Rande der Ratssitzung des LWB im Juni den Ausstieg Deutschlands aus der Atomenergie kommentiert. Im Gespräch mit der deutschsprachigen Lutherischen Welt-Information (LWI) befürwortete der lutherische Bischof aus Jerusalem den Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie. Younan rief die gesamte internationale Staatengemeinschaft auf, aus der Atomkraftnutzung auszusteigen, und bezog dabei ausdrücklich „die Länder des Südens“ mit ein.

Das Gespräch mit Bischof Younan ist in der aktuellen deutschsprachigen Lutherischen Welt-Information (LWI 6/2011) im Regionalteil für Europa nachzulesen, die soeben erschienen ist. Daneben bietet dieser Abschnitt, den das DNK/LWB koordiniert und redaktionell verantwortet, u.a. einen Bericht vom Dresdner Kirchentag aus Sicht der Evangelischen Kirche A.B in Rumänien sowie Eindrücke von der Arbeitstagung des Frauennetzwerkes des LWB in Westeuropa im Frühjahr in Hamburg. Der im Mai 2011 eingeführte ‚Regionalteil für Westeuropa‘ soll die Berichterstattung aus den dortigen Mitgliedskirchen des LWB stärken. Der Schwerpunkt der vorliegenden Ausgabe liegt auf der ausführlichen Berichterstattung über die letzte Ratstagung des LWB, die vom 9. bis 14. Juni 2011 in Genf stattfand.

Hinweis: Die LWI wird monatlich in Englisch und Deutsch vom LWB herausgegeben und kann kostenlos als pdf- und E-Mail-Abonnement bezogen werden. Die aktuelle deutsche Ausgabe kann unter www.dnk-lwb.de/lwi heruntergeladen werden. Sie ist auch in gedruckter Form erhältlich.
Alle Informationen zum Abonnement, alle Ausgaben zum Herunterladen und direkt lesen finden Sie ebenfalls unter
www.lutheranworld.org (LWI auf der Webseite des LWB). Ansichtsexemplare und weitere Informationen erhalten Sie beim DNK/LWB, Herrn Florian Hübner, Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, E-Mail: huebner@dnk-lwb.de.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher des DNK/LWB

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Eberhard Blanke wird neuer Pressesprecher der VELKD
Hildesheimer Öffentlichkeitsbeauftragter übernimmt auch die Pressearbeit des DNK/LWB - Montag, 18. Juli 2011

Hannover – Die Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat Pastor Dr. Eberhard Blanke zum neuen Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit berufen. Der 50-jährige Theologe wird künftig zugleich die Position des persönlichen Referenten des Leiters das Amtes der VELKD innehaben sowie die Pressearbeit des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) verantworten. Damit wird Blanke Nachfolger von Udo Hahn, der Ende 2010 zum Leiter der Evangelischen Akademie Tutzing berufen wurde. Bis zum Dienstantritt, der für Anfang September 2011 vorgesehen ist, wird das Pressereferat kommissarisch von Gundolf Holfert, dem stellvertretenden Pressesprecher, geleitet.

Eberhard Blanke hat u. a. in Göttingen, St. Louis, MO./USA und Tübingen evangelische Theologie studiert und war anschließend Pfarrer in Gemeinden der württembergischen Landeskirche. 2001 wechselte der gebürtige Celler in die hannoversche Landeskirche. Zuletzt war Blanke Beauftragter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Hildesheim-Göttingen. Während dieser Zeit hat er sich beim Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik in Frankfurt (GEP) zum Kommunikationsmanager qualifiziert. 2009 wurde er an der Stiftung Universität Hildesheim mit einer Arbeit zu christlichen Kommunikationskampagnen promoviert. Blanke ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Hinweis:
Ein Porträtfoto von Dr. Eberhard Blanke kann unter  
http://www.velkd.de/downloads/eberhard_blanke_presse.jpeg heruntergeladen werden..


Gundolf Holfert
Stellv. Pressesprecher der VELKD

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DNK/LWB: Dürre in Ostafrika: DNK/LWB-Vorsitzender Friedrich ruft zu Spenden auf
Lutherischer Weltbund leitet größtes Flüchtlingslager in der Region - Freitag, 15. Juli 2011

Hannover, Dadaab/Kenia – Angesichts der humanitären Katastrophe in Ostafrika hat der Vorsitzende des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), die Bevölkerung in Deutschland um Spenden gebeten. „Der Lutherische Weltbund leitet bereits seit mehreren Jahren das Flüchtlingslager Dadaab in Kenia. Deswegen haben wir auch jetzt in der akuten Krise eine besondere Verantwortung für die Flüchtlinge, die wegen der Trockenheit dorthin fliehen“, erläuterte Landesbischof Friedrich, der auch Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) ist. Die Mittel des LWB seien begrenzt: „Ich bitte alle Menschen um ihr Gebet und ihre Spende“, so Friedrich weiter.

Geschätzte 8 Millionen Menschen sind in Somalia, Dschibuti, Äthiopien, Kenia und den angrenzenden Ländern von akutem Mangel an Nahrung und Wasser betroffen. Aus dem vom Bürgerkrieg geschüttelten Somalia fliehen besonders viele Menschen über die Grenze zu Kenia nach Dadaab. Für 90.000 Menschen war das Flüchtlingslager in den Neunzigern geplant. Mittlerweile hat sich die Zahl vervierfacht: Laut dem UN-Flüchtlingswerk (UNHCR) leben derzeit rund 360.000 Menschen in den drei Teillagern. Sie bilden damit das größte Flüchtlingscamp der Welt.

So suchen derzeit allein aus Somalia täglich ca. 1.300 Menschen in Dadaab Zuflucht, die oft tagelang unterwegs sind. „Alle Ankömmlinge sind hungrig und dehydriert, über ein Viertel von ihnen ist krankhaft unterernährt, viele haben kaum Kleidung und sind barfuß“, beschreibt Lennart Hernander, der Länderrepräsentant des LWB in Kenia, die Lage vor Ort. Der LWB, der das Lager im Auftrag des UNHCR leitet, versorgt sie, in Zusammenarbeit mit den anderen Hilfsorganisationen, mit Wasser, Nahrung, medizinischer Hilfe und dem Nötigsten zum Überleben. Allerdings sei die Lage bedrohlich, so Hernander, 40.000 Menschen lebten schon außerhalb der Lagergrenzen. Die Brunnen seien überlastet, sodass Wasser in Tankwagen in die Lager gebracht werden müsse.

„Diese Krise darf uns in Deutschland nicht kalt lassen!“, betonte der Vorsitzende des DNK/LWB und hob gleichzeitig auch die Bedeutung der langfristigen Unterstützung hervor: Neben den Flüchtlingslagern in Dadaab betreibt der LWB auf Nachhaltigkeit angelegte Entwicklungsprogramme in Äthiopien, Burundi, Dschibuti, Kenia, Uganda und dem Südsudan. Dort werden Menschen in die Lage versetzt ihren Lebensunterhalt selber zu sichern, z. B. durch Anbautechniken, die dem gewandelten Klima angepasst sind. Das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) unterstützt die Weltdienstarbeit des LWB finanziell durch Spenden, Kollekten und Mittel der Mitgliedskirchen.


Hinweis: Für Spenden und Kollekten für die Ostafrika-Hilfe nutzen Sie bitte die folgenden Bankverbindungen des DNK/LWB:

Spendenkonto  419 540, BLZ 520 604 10 (EKK Hannover), Stichwort: Ostafrika
Kollektenkonto 615 048, BLZ 520 604 10 (EKK Hannover), Stichwort: Ostafrika

oder kontaktieren Sie das DNK/LWB, Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, Herrn Florian Hübner, Tel. 0511/27 96-437, Fax: 0511/27 96-182, E-Mail: huebner@dnk-lwb.de

Weitere Informationen finden Sie in den Pressemeldungen des Lutherischen Weltbundes (LWB) unter http://www.lutheranworld.org


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher des DNK/LWB

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 15. Juli 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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Landesbischof Friedrich Weber weiterhin Catholica-Beauftragter der VELKD
Kirchenleitung würdigt Beiträge zur Lutherdekade und beruft Delegierte zur Vollversammlung der GEKE 2012 - Freitag, 8. Juli 2011

Die Kirchenleitung tagte am 7./8. Juni 2011 in Hannover.
Das Kommuniqué im Wortlaut:

Berufung des Catholica-Beauftragten
Die Kirchenleitung der VELKD hat Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel)  für weitere drei Jahre als Catholica-Beauftragten der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) bestätigt. Damit folgt die Kirchenleitung dem Votum der Bischofskonferenz der VELKD. Aufgabe des Catholica-Beauftragten ist es, die Beziehungen zur römisch-katholischen Kirche zu fördern und in einem Bericht vor der jährlich tagenden Generalsynode die Entwicklungen zu beschreiben, die sich daraus für den ökumenischen Dialog ergeben. Die Kirchenleitung dankte Landesbischof Weber, der das Amt seit 2005 innehat, für seinen Dienst und seine Bereitschaft, für eine dritte Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Die Tätigkeit von Bischof Weber genießt auch bei den ökumenischen Partnern große Anerkennung.

Beiträge der VELKD zur Lutherdekade
Weiter hat sich die Kirchenleitung mit den Planungen der VELKD für das Reformationsjubiläum im Rahmen der Lutherdekade befasst. Die Beiträge der VELKD zum Reformationsjubiläum sollen sich durch Gemeindenähe und ökumenische Offenheit auszeichnen. Die Kirchenleitung würdigte u. a. die bereits seit 2009 in Wittenberg stattfindenden Seminare des dortigen, von der VELKD mitgetragenen LWB-Zentrums, bei denen sich Personen aus allen Regionen des Lutherischen Weltbundes (LWB) mit grundlegenden Fragen der Lehre Martin Luthers beschäftigen.
Die Kirchenleitung gab den Auftrag, Projekte weiterzuentwickeln, die zentrale Aussagen lutherischer Theologie neu ins Bewusstsein heben und aktualisieren.

Mitglieder der Delegation zur Vollversammlung der GEKE 2012 berufen
Vom 20. bis 26. September 2012 wird in Florenz die Vollversammlung der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) tagen. Im Rahmen ihrer Sitzung in Hannover hat die Kirchenleitung auf Vorschlag der Gliedkirchen der VELKD die VELKD-Delegation berufen. Mitglieder der 12-köpfigen Delegation werden u. a. Pfarrerin Maria Stettner (Bayern), Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Braunschweig), Propst Siegfried Kasparick (Wittenberg/EKM), Pastorin Kerstin Möller (Nordelbien) und Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Schaumburg-Lippe) sein.


Gundolf Holfert
Stellv. Pressesprecher der VELKD

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Catholica-Beauftragter Weber gratuliert neuem Berliner Erzbischof
Kölner Weihbischof Woelki zum Nachfolger von Kardinal Georg Sterzinsky berufen - Dienstag, 5. Juli 2011

Hannover – Zur Ernennung zum Erzbischof von Berlin hat der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), dem Kölner Weihbischof Dr. Rainer Maria Woelki im Namen der VELKD sehr herzlich gratuliert und ihm viel Kraft und Gottes Segen für das neue Amt in der Hauptstadt gewünscht.

Es sei eine ganz besondere Verantwortung und Herausforderung, „Ihrem bischöflichen Wahlspruch „Nos sumus testes“ in der stark säkular geprägten Bundeshauptstadt mit ihren vielfältigen politischen Institutionen nachzukommen“, heißt es in dem Schreiben an den 54-jährigen Woelki, der dem am vergangenen Donnerstag verstorbenen Kardinal Georg Sterzinsky nachfolgt.

Im Zusammenhang mit den Anforderungen, die an das bischöfliche Amt gestellt werden, zitierte Landesbischof Weber eine Passage der sogenannten Lund-Erklärung des Lutherischen Weltbundes (LWB) von 2007: „Bischöfliche Amtsträger sind berufen, Demut und Schlichtheit vorzuleben. Ihr Amt zeichnet sich nicht durch Herrschaft über andere, sondern durch den Dienst aus, der sich derer, die am Rand der Gesellschaft stehen, klar bewusst ist. Von bischöflichen Amtsträgern wird erwartet, dass sie im liturgischen Leben der Kirche fest verwurzelt sind, indem sie regelmäßig selbst Wort- und Sakramentgottesdienste leiten sowie Prozesse der liturgischen Erneuerung unterstützen. Sie müssen die nötige Zeit und den nötigen Raum für persönliches Gebet, Lernen und Erholung schaffen und damit auch ein so notwendiges Beispiel für alle Ordinierten wie auch Laien geben“.

Diese Passage beschreibe sehr treffend, worauf bischöfliches Leitungshandeln ausgerichtet bleiben müsse, führte der Catholica-Beauftrage aus und schloss mit dem Wunsch, dass Erzbischof Woelki auch in seinem neuen Amt die nötige Zeit für persönliches Gebet, Lernen und Erholung finden möge.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Leitender Bischof gratuliert Papst zum Priesterjubiläum
Benedikt XVI. begeht 60. Jahrestag seiner Ordination - Dienstag, 28. Juni 2011

Hannover – Am 29. Juni 2011 jährt sich zum sechzigsten Mal der Tag der Priesterweihe Papst Benedikts XVI. Zu diesem Anlass hat der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), dem Jubilar im Namen der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und persönlich herzliche Glück- und Segenswünsche übermittelt.

„Ich hoffe, dass Sie die von Gott geschenkte Liebe, Weisheit, Geduld und Kühnheit des Glaubens immer wieder in Ihrem priesterlichen Amt zum Wohle Ihrer Kirche erfahren durften und bitte Gott, dass er Ihnen, Eure Heiligkeit, auch weiterhin diese Gaben schenken möge“, heißt es in dem Schreiben.
Vor dem Hintergrund des bevorstehenden Deutschlandbesuchs des Papstes äußerte Friedrich seine Freude darüber, dass das Besuchsprogramm Benedikts XVI. so deutlich ökumenisch akzentuiert sei und dass ausführliche Begegnungen mit Vertretern der evangelischen Kirchen eingeplant seien, zudem an einem reformationsgeschichtlich bedeutsamen Ort wie dem Augustinerkloster in Erfurt. Es erfülle ihn mit Dankbarkeit, „dass mittlerweile gerade die Bibel von einem Zeichen der Trennung zu einem Zeichen der Gemeinsamkeit zwischen unseren Kirchen geworden sei“ und dass – die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre ist dafür lebendiger Ausdruck – ein differenzierter Konsens in der Soteriologie beide Kirchen eine.
Vielleicht sei die Begegnung im Augustinerkloster geeignet, „einen Erneuerungsprozess“ zu initiieren, „in dem unsere Kirchen in Deutschland bis 2017 gemeinsam die gegenseitigen Verletzungen bearbeiten und aus diesen leidvollen Erfahrungen positive Verpflichtungen für das zukünftige Miteinander entwickeln“, so Bischof Friedrich abschließend.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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„Was jeder vom Islam wissen muss“
EKD und VELKD veröffentlichen grundlegende Überarbeitung ihres Standardwerks - Montag, 27. Juni 2011

Hannover – Nach jüngsten Schätzungen der Deutschen Islam Konferenz (DIK) leben in Deutschland derzeit zwischen 3,8 und 4,3 Millionen Angehörige muslimischer Glaubensgemeinschaften. Damit bildet der Islam nach den beiden großen christlichen Kirchen die drittgrößte religiöse Gruppierung in Deutschland und ist somit Teil des gesellschaftlichen Lebens geworden. Vor diesem Hintergrund rücken auch Fragen nach den religiösen und theologischen Grundlagen des Islam und deren Bedeutung für die soziale und kulturelle Integration zunehmend in den Mittelpunkt: Wie ist der Islam in Wirklichkeit einzuschätzen? Welches Bild entspricht der Wirklichkeit, welches ist Vorurteil, verzerrt oder nur ein Teil der Wahrheit?
Hilfe bei der Beantwortung dieser und anderer Fragen bietet das Handbuch „Was jeder vom Islam wissen muss“ der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), das jetzt grundlegend überarbeitet in der 8. Auflage im Gütersloher Verlagshaus erschienen ist.
Auf 368 Seiten vermittelt das Kompendium kompaktes Basiswissen über den Islam, z. B. dass es den Islam in Deutschland nicht gibt. Er sei keineswegs eine Einheit, „sondern durch viele Strömungen, Gruppen und Traditionen geprägt“, machen im Vorwort die Herausgeber, Oberkirchenrätin Inken Wöhlbrand (VELKD) und Oberkirchenrat Dr. Martin Affolderbach (EKD), deutlich. Zentrales Anliegen der Publikation sei es, das Verständnis des Islam zu vertiefen, zu sachlichen Gesprächen anzuleiten und das Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Glaubens zu fördern, beschreiben beide die Intention. Das spiegle sich auch im Aufbau des Buches wider.

So umfasst der mit „Glauben und Leben“ überschriebene Teil die religiösen Grundlagen und beschreibt das religiöse Leben, Recht, Gesetz, Lebensregeln, Geschlechterrollen und den Umgang mit Tod und Sterben. Unter „Geschichte und Gegenwart“ werden Einheit und Vielfalt im Islam, verschiedene Richtungen und deren Verbreitung wie auch das Verhältnis von Staat und Religionen oder der Islam in der Moderne erläutert. Im dritten Teil „Islam und Christentum“ werden die Berührungspunkte beider Religionen beleuchtet: von Abraham über christlich-muslimische Begegnungen in der Geschichte bis hin zu aktuellen Fragen des Zusammenlebens und strittigen Themen.

Zu den einzelnen Kapiteln finden sich Hinweise und Anfragen aus christlicher Sicht, die der Meinungsbildung und sachlichen Auseinandersetzung dienen sollen. Bilder, Kartenmaterial, Zeittafel, Literaturhinweise, ein islamischer Festkalender und Register machen den Band zu einem umfassenden Nachschlagewerk.   

Hinweis: Die Publikation „Was jeder vom Islam wissen muss", im Auftrag des Amtes der VELKD und des Kirchenamtes der EKD, hrsg. von Martin Affolderbach und Inken Wöhlbrand, 368 Seiten, 8. überarbeitete Auflage, ist unter der ISBN 978-3-579-06559-5 über jede Buchhandlung erhältlich bzw. kann direkt beim Verlag http://www.guetersloher-verlagshaus.de zum Preis von 14,99 Euro bestellt werden.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Leitender Bischof der VELKD gratuliert Kirsten Fehrs
Hamburger Pröpstin wird neue Bischöfin für Hamburg und Lübeck - Freitag, 17. Juni 2011

Hannover – Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), hat Kirsten Fehrs anlässlich ihrer Wahl zur Bischöfin des Sprengels Hamburg und Lübeck der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche (NEK) seine herzlichsten Glück- und Segenswünsche übermittelt. Die 49-jährige Theologin, die 2006 zur Pröpstin des Kirchenkreises Hamburg-Ost gewählt wurde und seitdem auch das Amt der Hauptpastorin an der Hauptkirche St. Jacobi innehat, tritt damit die Nachfolge von Maria Jepsen an, die 2010 aus dem Amt geschieden war.
Mit Kirsten Fehrs gewinne die Nordelbische Kirche eine Leitungspersönlichkeit, die „die großen strukturellen Herausforderungen, welche die Nordelbische Kirche durchläuft, auf der Grundlage der Frohen Botschaft und mit kommunikativer Kompetenz begleiten und gestalten“ könne, so Johannes Friedrich in seinem Schreiben. Dass die gebürtige Dithmarscherin dazu „in reichem Maße“ befähigt sei, zeige u. a., wie sie ihre Arbeit an einer Hauptkirche mitten in der Hamburger City wahrnehme. Diese sei geprägt „von der Freude am Dialog und der Begegnung mit anderen Menschen, Meinungen, Kulturen und Konfessionen“ wie von der „Bereitschaft, zuerst auf andere Menschen zu hören und auf solide Meinungsbildung statt auf schnelle Lösungen zu setzen“, betonte der Leitende Bischof. Er freue sich sehr, dass Kirsten Fehrs künftig „mit Ihren innovativen Beiträgen die Bischofskonferenz der VELKD bereichern“ werde.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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DNK/LWB: Communio und Weggemeinschaft auf Augenhöhe
LWB-Generalsekretär Martin Junge beim Mittagstalk auf dem 33. DEKT - Freitag, 3. Juni 2011

Dresden/Hannover – „Wir sind eine weltweite Kirchengemeinschaft, die zusammen auf dem Weg des christlichen Zeugnisses, des Dienstes und der gegenseitigen Unterstützung unterwegs ist. „So hat der Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes (LWB), Pfr. Martin Junge (Genf), die Arbeit des LWB charakterisiert. Am Freitag, 3. Juni 2011, war der LWB-Generalsekretär Gast beim Mittagstalk auf der Bühne beim „Markt der Möglichkeiten“. Im Gespräch mit Florian Hübner, Öffentlichkeitsreferent des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB), berichtete Junge von den Zielen und der Arbeit der lutherischen Kirchengemeinschaft. So sei die Kooperation der 145 Mitgliedskirchen von vertrauensvoller Partnerschaft auf Augenhöhe geprägt. Dabei sei es für ihn beglückend zu erleben, wie befruchtend die wechselseitigen Beziehungen untereinander seien. „Die Einteilung in ‚Geber‘-Kirchen und ‚Nehmer‘-Kirchen ist längst obsolet geworden“, erläuterte Junge. Ein Beleg dafür sei das Konzept der ganzheitlichen Mission, das Diakonie, Verkündigung und – auch politische – Anwaltschaft zusammenbringe. Das ursprünglich aus der LWB-Region Afrika stammende Modell sei mittlerweile grundlegend für das Selbstverständnis des LWB, betonte der Generalsekretär. Durch die Unterstützung seine Heimatkirche in der Zeit der Militärhabe habe er erfahren, dass der Lutherische Weltbund kein anonymes Konstrukt sei, sondern direkt und pragmatisch helfe, betonte der aus Chile stammende Martin Junge. „Ich erlebe den LWB als eine Gemeinschaft von Geschwistern, die miteinander teilen und sich beistehen. „Und das sei für alle bereichernd, so Junge weiter. Keine Kirche sei so klein, dass sie nicht ihre Gaben in die Communio des LWB einbringen könne. „Und keine so bedeutend, dass sie diese Gaben nicht annehmen kann“, stellte der Generalsekretär abschließend fest.


Gundolf Holfert
Stellv. Pressesprecher des DNK/LWB

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Leitender Bischof der VELKD auf dem DEKT 2011 in Dresden
Veranstaltungen mit Johannes Friedrich auf dem 33. Evangelischen Kirchentag - Donnerstag, 2. Juni 2011

Dresden/Hannover – Im Rahmen des 33. Evangelischen Kirchentages, der vom 1. bis 5. Juni 2011 in Dresden stattfindet, wird der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), an einer Reihe von Veranstaltungen teilnehmen. Dabei werden u. a. Aspekte des ökumenischen und interkulturellen Dialogs in seinen unterschiedlichen Facetten thematisiert.

So wird der Leitende Bischof am Freitag, 3. Juni, um 9.30 Uhr im ICC, Saal 4-5, Ostra-Ufer 2, eine Dialogbibelarbeit zusammen mit Benjamin Idriz, dem Imam der islamischen Gemeinde Penzberg in Bayern, durchführen.
Am Nachmittag um 14.00 Uhr ist Johannes Friedrich dann im Zelt F3, Marktbereich I „Gelebte Ökumene“, Ostra-Gehege zu Gast. Dort besucht er die „Karawanserei – Christen im Nahen Osten“ (Stand A 04, direkt neben dem VELKD-Stand A 08) und nimmt an der Gesprächsrunde am „Teeplatz“ teil.

„Wie kann Kirche heute alle erreichen? Haben wir unsere christliche Freiheit aufgegeben, um bürgerlich frei zu sein?“ Diese Fragen wird Landebischof Friedrich am Sonnabend, 4. Juni, ab 12.00 Uhr in der Auferstehungskirche, Reckestr. 6, unter dem Leitwort „Kirche, die alle will“ diskutieren.

Am Abend um 19.30 Uhr beginnt im Rahmen des Podiums „Christen im Nahen Osten“ im ICC, Großer Saal, Ostra-Ufer 2, die Veranstaltung „Der Nahe Osten im demokratischen Aufbruch“ und fragt: „Eine Chance für die christlichen Minderheiten?“ Johannes Friedrich, der von 1985-1991 Propst der Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache in Jerusalem war, wird dieses Thema mit dem Nahostexperten Rudolf Chimelli (Paris), Ruth Jüttner, Amnesty International (Berlin) und Samira Luka, Koptische Diakonie (Kairo) erörtern.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Eucharistie als Gastmahl
Ökumenischer Gottesdienst auf dem 33. Evangelischen Kirchentag - Dienstag, 31. Mai 2011

Dresden/Hannover – Am Donnerstag, 2. Juni 2011, 19.00 Uhr, findet im Rahmen des 33. Deutschen Evangelischen Kirchentages in Dresden eine ökumenische Eucharistiefeier nach der Lima-Liturgie statt. Das Motto lautet: „Lasst euch versöhnen mit Gott“. Diesen Gottesdienst in der Diakonissenhaus-Kirche (Bautzner Str. 70) leitet der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), der Braunschweiger Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel). Mitliturgen sind der Bischof der Anglikanischen Diözese Bradford, Nicholas Baines, die Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Petra Bosse-Huber, und der „Canon for Reconciliation“ an der Kathedrale von Coventry, David W. Porter. Die Predigt hält der alt-katholische Bischof Dr. Matthias Ring.
Es ist schon eine gute Tradition, dass evangelische, anglikanische und alt-katholische Christinnen und Christen auf Kirchentagen gemeinsam Abendmahl feiern. Das Besondere ist dieses Mal der symbolische Brückenschlag zwischen den beiden im 2. Weltkrieg zerstörten Städten Dresden und Coventry durch die Mitwirkung von Canon Porter.
Für Bischof Ring ist dieser ökumenische Gottesdienst nicht nur Ausdruck der guten Beziehungen zwischen den beteiligten Kirchen, sondern auch ein sichtbares Zeichen der Versöhnung über die Grenzen von Kirchen und Ländern hinweg.
„Seit vielen Jahren feiere ich mit der Lima-Liturgie das Abendmahl bewusst ökumenisch“, meint Landesbischof Weber. Und weiter: „Ich bin dankbar, dass es sie gibt, weil mit ihr die richtigen Konsequenzen aus der erzielten Übereinstimmung im Tauf-, Eucharistie- und Amtsverständnis verschiedener Mitgliedskirchen des ökumenischen Rates gefeiert und realisiert werden.“
Die Alt-Katholische Kirche, die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands und die Evangelische Kirche in Deutschland feierten im letzten Jahr das 25-Jahr-Jubiläum der gegenseitigen Einladung zu Abendmahl und Eucharistie. In diesem Jahr begehen die alt-katholischen und die anglikanischen Kirchen 80 Jahre volle Kirchengemeinschaft.
„Ökumenische Gottesdienste wie diesen zu feiern“, bedeutet für Vizepräses Bosse-Huber, „dass wir die biblisch verheißene Einheit aller Christinnen und Christen beispielhaft erfahren können. Diese Einheit existiert, auch wenn wir sie in unserer Welt nur bruchstückhaft erleben. Gerade deswegen sind diese Gottesdienste so wichtig: Sie geben uns spürbar Anteil an Gottes Versprechen, dass wir alle eins sind und zu ihm gehören“.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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„Ökumenische Visitationen“
VELKD veröffentlicht Grundlagenpapier und Leitfaden für die Praxis Ökumenischer Visitationen - Montag, 30. Mai 2011

Hannover – Pflege und Aufbau ökumenischer Beziehungen zählen zu den Schwerpunkten der Arbeit der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Unter dem Titel „Ökumenische Visitationen“ sind jetzt in der Reihe „Texte aus der VELKD“ Nr. 158 ein Grundlagenpapier und eine Praxishilfe für Ökumenische Visitationen erschienen, die grundsätzliche Überlegungen zu „Ökumenischen Visitationen“ enthalten und Orientierung bei der Gestaltung ökumenischer Begegnungen geben.
Beide Texte der 24-seitigen Publikation sind vom Ausschuss für Kirchliche Zusammenarbeit in Mission und Dienst (AKZMD) der VELKD erarbeitet und nach intensiver Erörterung von der Bischofskonferenz der VELKD verabschiedet worden. Diese sollen u. a. dazu beitragen, im Rahmen Ökumenischer Visitation für die Begegnung mit anderen Kulturkreisen zu sensibilisieren, Missverständnisse zu vermeiden und einen Dialog auf Augenhöhe zu ermöglichen. Der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), erinnert im Vorwort der Veröffentlichung an die lange Tradition und konstitutive Bedeutung ökumenischer Begegnungen: „Dass wir einander als ökumenische Geschwister besuchen, ist kein Luxus, sondern gehört zur Grundgestalt der Kirche von Beginn an.“ So sei eine „realistische“ Vorbereitung notwendig, um in diesen Besuchen den „Reichtum solch grenzüberschreitender Gastfreundschaft zu erfahren“: „Menschen werden durch die Begegnung mit ihren Glaubensgeschwistern im eigenen Glauben gestärkt; kritische Rückfragen an die kirchliche Praxis in Deutschland führen zu einer heilsamen Beunruhigung und machen Mut, neue Wege auszuprobieren“, so Friedrich weiter. So sollte Ökumenische Visitation durch gegenseitigen Austausch und voneinander Lernen geprägt sein, ergänzt Oberkirchenrätin Inken Wöhlbrand, Referentin für Mission und Entwicklung im Amt der VELKD: „Insofern dienen Ökumenische Visitationen nicht nur der Erneuerung der Kirchen in Deutschland, sondern verändern auch die Selbstwahrnehmung der Partnerkirchen und führen zu einer Vertiefung der ökumenischen Gemeinschaft.“

Hinweis:
„Texte aus der VELKD“ erscheinen im Internet. Die Nr. 158 „Ökumenische Visitationen“ kann unter http://www.velkd.de/downloads/158_Texte_aus_der_VELKD_download.pdf
abgerufen werden.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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„Der Bedeutungswandel christlicher Religion in der Gesellschaft“
VELKD dokumentiert XV. Konsultation Kirchenleitung und wissenschaftliche Theologie - Freitag, 27. Mai 2011

Hannover – Welchen Stellenwert hat christliche Religion heute? Und welche Herausforderungen ergeben sich daraus für Kirche und Gesellschaft? Diesen und anderen Fragen gingen die Teilnehmenden der XV. Konsultation Kirchenleitung und wissenschaftliche Theologie nach, zu der im September 2009 in Würzburg Leitende Geistliche aus evangelischen Kirchen und führende Theologen aus Forschung und Lehre zusammenkamen. Unter dem Titel „Der Bedeutungswandel christlicher Religion in der Gesellschaft – Herausforderungen für Theologie und Kirche“ (96 Seiten, ISBN 978-3-9812446-8-7, 5 €) hat jetzt die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) die Konsultation dokumentiert.

Der Band enthält Beiträge von Jochen Bohl, Jochen Cornelius-Bundschuh, Jan Hermelink, Armin Nassehi, Jens Schröter und Philipp Stoellger, die das Thema aus unterschiedlicher Perspektive beleuchten. So werden u.a. die Strukturen religiöser Kommunikation aus soziologischem wie ekklesiologischem Blickwinkel untersucht. Andere Beiträge erörtern das Thema „Bedeutungswandel“ aus der Sicht von Kirchenleitungen und theologischen Fakultäten oder in seinen Herausforderungen an die Aus- und Fortbildung von Pfarrerinnen und Pfarrern.

Die Tagungsreihe „Konsultation Kirchenleitung und wissenschaftliche Theologie“ wird gemeinsam von der Union Evangelischer Kirchen in der Evangelischen Kirche in Deutschland (UEK) und der VELKD ausgerichtet und abwechselnd verantwortet.
Die Dokumentation wird herausgegeben von Oberkirchenrätin Dr. Mareile Lasogga, Referentin für Theologische Grundsatzfragen der VELKD, Oberkirchenrat Dr. Martin Heimbucher, Theologischer Referent der UEK, Oberkirchenrat Joachim Ochel, Referent für theologische und kirchliche Ausbildungen sowie Hochschulfragen der EKD und Oberkirchenrat Udo Hahn, Pressereferent der VELKD.

Hinweis: Die Publikation „Der Bedeutungswandel christlicher Religionen in der Gesellschaft – Herausforderung für Theologie und Kirche“ ist unter der ISBN 978-3-9812446-8-7 über jede Buchhandlung erhältlich bzw. kann direkt im Amt der VELKD (Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, E-Mail: versand@velkd.de) zum Preis von 5,00 Euro (zzgl. Versandkosten) bestellt werden.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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DNK/LWB: Lutherische Welt-Information jetzt mit Europa-Regionalteil
DNK/LWB übernimmt Redaktion und Koordination des deutschsprachigen Regionalteils - Mittwoch, 25. Mai 2011

Hannover – Seit über 60 Jahren informiert der Lutherische Weltbund (LWB) in der Lutherischen Welt-Information (LWI) auf Englisch und Deutsch über Leben und Arbeit der Lutherischen Communio. Mit der jetzt vorliegenden aktuellen Ausgabe 4/2011 hat das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) die Herausgeberschaft der deutschsprachigen Ausgabe der Lutherischen Welt-Information im Auftrag des LWB übernommen.

Diese Kooperation zwischen dem LWB-Generalsekretariat und dem Deutschen Nationalkomitee ist Ausdruck des Erneuerungsprozesses, den der Lutherische Weltbund derzeit durchläuft. Der Prozess zielt auf eine stärkere Einbindung der Regionen und ihrer Beteiligung an den Aufgaben der lutherischen Kirchengemeinschaft. Für die LWI bedeutet dies, dass die redaktionellen Inhalte passgenauer auf die Leserschaft und ihre regionalen Interessen zugeschnitten werden sollen.
So enthält die deutschsprachige LWI ab sofort neben den gewohnten internationalen Meldungen aus der weltweiten Gemeinschaft zusätzlich einen Regionalteil für Europa, den das DNK/LWB koordiniert und redaktionell betreut. „Hier finden sich weitere Artikel und Berichte aus der Arbeit der Mitgliedskirchen des LWB in Europa“, erklärt Florian Hübner, verantwortlicher Redakteur und Öffentlichkeitsreferent in der Geschäftsstelle des DNK/LWB.
Daneben zielt das Projekt zum einen darauf, den Lutherischen Weltbund regional besser sichtbar werden zu lassen und zum anderen die Aktivitäten, die aus dem deutschsprachigen LWB-Bereich kommen, bekannter zu machen. „Wir sind dabei, ein Redaktionsnetzwerk aufzubauen, das die Inhalte des Regionalteils entwickelt“, so Hübner weiter. Daher sei das Projekt auch offen für und auch angewiesen auf die Beteiligung weiterer Partner.

Hinweis: Die LWI wird monatlich in Englisch und Deutsch vom LWB herausgegeben und kann kostenlos als pdf- und E-Mail-Abonnement bezogen werden. Die deutsche Version ist auch als gedruckte Ausgabe erhältlich.
Alle Informationen zum Abonnement, alle Versionen zum Herunterladen und direkt lesen finden Sie unter
www.lutheranworld.org (LWI auf der Webseite des LWB). Ansichtsexemplare und weitere Informationen erhalten Sie beim DNK/LWB, Herrn Florian Hübner, Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, E-Mail: huebner@dnk-lwb.de.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher des DNK/LWB

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VELKD auf dem DEKT 2011 in Dresden
Ökumenische Eucharistiefeier mit dem Catholica-Beauftragten Friedrich Weber - Mittwoch, 18. Mai 2011

Hannover – Vom 1. bis 5. Juni 2011 wird die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) auf dem 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden mit vertreten sein und sich mit ihren Partnern und Einrichtungen vorstellen.

Im Themenbereich „Gelebte Ökumene“, Marktbereich I im Zelt F3, Stand A08 können sich Interessierte eingehend über das breite Angebot an Aktivitäten und Publikationen der VELKD, ihrer Einrichtungen und Partner informieren. So werden u. a. die Veröffentlichungen zu den Themen Gottesdienst, Gemeindepädagogik, Theologie und Ökumene vorgestellt. Eine Auswahl von Broschüren und Flyern steht zur kostenlosen Mitnahme bereit.

Auf dem Stand stellen sich Einrichtungen und Partner direkt vor: So gibt das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) Einblick in seine ökumenischen Aktivitäten und Projekte; das Gemeindekolleg der VELKD wiederum informiert u. a. über Schulungen und Projekte im Bereich der Gemeindearbeit.

Darüber hinaus beteiligen sich Vertreter der VELKD und ihrer Einrichtungen an der inhaltlichen Gestaltung des DEKT:

• Der Catholica-Beauftragte der VELKD, Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), wird am Donnerstag, 2. Juni 2011, 19.00 Uhr, eine ökumenische Eucharistiefeier nach der Lima-Liturgie leiten. Der Gottesdienst unter dem Motto „Lasst euch versöhnen mit Gott“ (Diakonissenhauskirche Dresden-Neustadt, Bautzener Str. 70) setzt die gute Tradition evangelischer, anglikanischer und alt-katholischer Christinnen und Christen fort, auf Kirchentagen gemeinsam Abendmahl zu feiern. So sind an der Liturgie alle drei Konfessionen beteiligt. Die Predigt hält der alt-katholische Bischof Dr. Matthias Ring.
• Die Leiterin des Gemeindekollegs der VELKD, Dr. Annegret Freund, wird am 2. Juni einen Workshop zu „Spiritualität im Alltag“ (11.00 - 12.30 Uhr, Halle 3, Saal Rotterdam, Messegelände) geben und von 15.00 - 18.00 Uhr in der Kreuzkirche in der  Hauptpodienreihe 1 die Veranstaltung „Gott, Geld, Glück. Viel Glück und viel Segen“ leiten.
• Prof. Dr. Alexander Deeg, der das Liturgiewissenschaftliche Institut der VELKD in Leipzig leitet, ist am Donnerstag, 2. Juni, bei zwei Veranstaltungen engagiert: von 11.00 - 13.00 Uhr bei „Predigt des Alten Testaments“ im Lehrhaus Judentum, von 15.00 - 18.00 Uhr, auf dem „Forum Bibel, Bibel-Fest“ mit dem Thema „Die ganze Bibel für den christlichen Gottesdienst“.
• Am Freitag, 2. Juni, wird der Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes (LWB), Pfr. Martin Junge (Genf), nachmittags den gemeinsamen Stand von VELKD und DNK/LWB besuchen.

Hinweis: Die VELKD finden Sie auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 2011 in Dresden im Themenbereich „Gelebte Ökumene, Marktbereich I in Zelt F3, Stand A08, Ostra-Gehege, Flutrinne.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 18. Mai 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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DNK/LWB: DNK/LWB auf dem DEKT 2011 in Dresden
Besuch von LWB-Generalsekretär Martin Junge - Dienstag, 17. Mai 2011

Hannover – Vom 1. bis 5. Juni 2011 ist das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) auf dem 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden vertreten und wird sich zusammen mit der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) präsentieren.

Im Themenbereich „Gelebte Ökumene“, Marktbereich I im Zelt F3, Stand A08, können sich Interessierte eingehend über die Arbeit des Lutherischen Weltbundes sowie die Aktivitäten des DNK/LWB und seiner Partner informieren. Dazu zählt insbesondere das LWB-Zentrum-Wittenberg*, das u. a. Seminare für Gäste aus der weltweiten Ökumene anbietet und das interaktive Projekt „Luthergarten“** koordiniert. In Dresden ist das LWB-Zentrum am Standort „Lutherforum“, Prager Straße (Stadtplan Nr. 155) zu finden.

Darüber hinaus wird der Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes, Pfr. Martin Junge (Genf) den Kirchentag besuchen und am 2. Juni in einem ökumenischen Gottesdienst predigen (12.00 Uhr, Diakonissenanstalt, Bautzner Str. 70). Daneben stehen Gespräche u. a. mit der Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags (DEKT), Dr. Ellen Ueberschär, und weiteren Vertretern aus der weltweiten Ökumene auf der Agenda.

Am Freitag, 3. Juni 2011, 11.30 Uhr, wird sich der LWB-Generalsekretär auf dem „Roten Sofa“ (Wiese am Maritim Hotel, Neue Terasse, Nr. 632) den Fragen von EZ-Chefredakteur Michael Eberstein stellen. Danach wird er ab 12.45 Uhr beim „Mittagstalk“ auf der Bühne auf dem „Markt der Möglichkeiten“ (Marktbereich 1, Bühne Zelt F6, Flutrinne) von der Arbeit des LWB weltweit berichten und dem Publikum Rede und Antwort stehen.
Im Anschluss wird Generalsekretär Junge auf dem Stand von VELKD und DNK/LWB zu Gast sein.

* www.lwb-zentrum-wittenberg.de
** www.luthergarten.de

Hinweis: Für Interviews mit Generalsekretär Junge kontaktieren Sie uns bitte unter folgender Mailadresse: huebner@dnk-lwb.de


Gundolf Holfert
Stellv. Pressesprecher des DNK/LWB

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Leitender Bischof der VELKD würdigt Präsident der Generalsynode Wilfried Hartmann
„Mit Leidenschaft auf dem Boden des lutherischen Bekenntnisses“ - Montag, 16. Mai 2011

Hannover – Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), hat dem Präsidenten der Generalsynode, Prof. Dr. Dr. h. c. Wilfried Hartmann (Hamburg) zu dessen 70. Geburtstag am heutigen 16. Mai 2011 seine herzlichsten Glück- und Segenswünsche übermittelt. „Die VELKD kann sich glücklich schätzen, dass Sie ihr nun schon über einen längeren Zeitraum ein großes Maß an Lebenszeit, Kompetenz und Leidenschaft schenken“, heißt es in dem Gratulationsschreiben.

Hartmann, der in Hamburg vergleichende und internationale Erziehungswissenschaften gelehrt hat und sich seit langem auf verschiedenen Ebenen seiner nordelbischen Heimatkirche engagiert, verstehe seine Tätigkeit als Präsident der Generalsynode und in der Kirchenleitung „bewusst auf dem Hintergrund des Priestertums aller Getauften und Glaubenden“ und wirke im Rahmen des Verbindungsmodells mit großer Klarheit und freundlicher Verbindlichkeit, so Friedrich weiter. „An Ihnen kann man lernen, wie ein klarer und ausdrücklicher Standpunkt auf dem Boden des lutherischen Bekenntnisses sich mit einer wachen Wahrnehmung der Gegenwart und einem entschiedenen praktischen Gestaltungswillen verbindet“, würdigte der Leitende Bischof den Jubilar.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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VELKD würdigt Karl Kardinal Lehmann
Leitender Bischof gratuliert Mainzer Bischof zum 75. Geburtstag - Freitag, 13. Mai 2011

Hannover – Im Namen der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), Karl Kardinal Lehmann, der am 16. Mai 2011 fünfundsiebzig Jahre alt wird, seine herzlichen Glück- und Segenswünsche übermittelt.
In seinem Gratulationsschreiben dankte der Leitende Bischof dem Jubilar ausdrücklich „für sein Engagement für den ökumenischen Dialog auf Weltebene und in Deutschland und für die Suche nach vertiefter Gemeinschaft zwischen unseren Kirchen“. Immer wieder sei zu erleben gewesen, wie Kardinal Lehmann „den im 2. Vatikanischen Konzil aufgebrochenen ökumenischen Geist lebendig gehalten“ und aus diesem Geist heraus vieles auf den Weg gebracht habe, „was gegenwärtig im Miteinander der Kirchen als selbstverständlich“ gelte, so Friedrich weiter. Auch habe ihn stets beeindruckt, wie Kardinal Lehmann seine Überzeugungen „als theologischer Lehrer und Hirte“ seiner Kirche „standhaft und zugleich einladend“ vertreten habe. Dazu passe der bischöfliche Wahlspruch Lehmanns „State in Fide - Steh‘ fest im Glauben“ besonders gut.
Nun sei Kardinal Lehmann, der seit 1983 Bischof von Mainz ist und von 1987 bis 2008 an der Spitze der Deutschen Bischofskonferenz stand, von Papst Benedikt XVI gebeten worden, sein Bischofsamt weiterhin wahrzunehmen. Damit werde Lehmanns „fruchtbares und segensreiches Wirken“ weitergehen. Darüber freue er sich und wünsche dem Jubilar „viele Begegnungen, in denen Sie spüren, wie sehr Ihr Einsatz geschätzt wird“, hob der Leitende Bischof hervor.


Gundolf Holfert
Stellv. Pressesprecher der VELKD

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DNK/LWB: Brückenbauer der Ökumene
Generalsekretär und Vizepräsident des LWB würdigen DNK/LWB-Vorsitzenden Johannes Friedrich - Donnerstag, 12. Mai 2011

Straßburg/Hannover – „Sie sind und waren ein Brückenbauer.“ Mit diesen Worten hat der Generalsekretär der Lutherischen Weltbundes (LWB), Pfr. Martin Junge, den Vorsitzenden des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), im Rahmen der Frühjahrssitzung des DNK/LWB am 12./13. Mai in Straßburg gewürdigt. „In steter Verantwortung vor der eigenen theologischen und kirchlichen Tradition“ habe Friedrich sich immer „um rücksichtsvollen Dialog, Verständigung und Solidarität bemüht“ und sich als „zuverlässiger, unermüdlicher und höchst engagierter Förderer“ der Ökumene erwiesen, so der Generalsekretär in seiner Rede anlässlich der letztmaligen Sitzungsleitung des amtierenden Vorsitzenden.
Friedrich, der zugleich Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirchen Deutschlands (VELKD) ist und im Oktober 2011 seine Amtszeit als bayrischer Landesbischof beendet, habe „in seiner Person, aber gerade auch als Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes gezeigt, dass lutherische Identität eng mit ökumenischer Offenheit verknüpft ist“, ergänzte der Vizepräsident des Lutherischen Weltbundes, Landesbischof Dr. h.c. Frank O. July (Stuttgart). Ihm [Friedrich] gehe „es nicht um sich selbst verschließenden Konfessionalismus, sondern um Gesprächsfähigkeit von einem tragenden Fundament aus“, betonte Bischof July.

Neben Landesbischof Friedrich verabschiedeten die Teilnehmenden an der Sitzung auch Oberlandeskirchenrat Dr. Christoph Münchow (Dresden), der im Sommer 2011 aus dem aktiven Dienst ausscheidet. So würdigte der Leiter des Amtes der VELKD, Dr. Friedrich Hauschildt, die Verdienste und das Engagement des langjährigen Mitglieds des DNK/LWB, der zum „ökumenischen Urgestein des Luthertums“ gehöre.

Die Sitzung des DNK/LWB findet am 12./13. Mai 2011 im Institut für Ökumenische Forschung in Straßburg statt, welches seit vielen Jahren durch das DNK/LWB unterstützt wird. Neben dem Kennenlernen und der Würdigung der Arbeit des Instituts stehen u. a. die Beziehungen zu den LWB-Kirchen in Mittel- und Westeuropa sowie die Neustrukturierung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Deutschland auf der Tagesordnung.


Gundolf Holfert
Stellv. Pressesprecher des DNK/LWB

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„Massenmedium Evangelium: Das ‚andere‘ Programm“
VELKD veröffentlicht Studie zum kommunikativen Gehalt des Evangeliums - Montag, 9. Mai 2011

Hannover – Die Diskussion um die Gestaltung von Organisationsformen und effizientem Wachstum nimmt gegenwärtig breiten Raum in Theologie und Kirche ein. Unter dem Titel „Massenmedium Evangelium: Das ‚andere‘ Programm“ (144 Seiten) hat jetzt die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) eine Untersuchung des langjährigen Leiters ihres Pastoralkollegs, Prof. Dr. Reinhard Schmidt-Rost (Bonn), publiziert, die einen anderen Akzent setzt: In seinem Text beschäftigt sich der an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität lehrende Praktische Theologe u.a. mit Kommunikationsbedingungen, die in Form und Gehalt der Frohen Botschaft angemessen sind.

So erinnert der Autor daran, dass die Reformation, die Martin Luther mit dem „publizistischen Paukenschlag“ des Thesenanschlags auslöste, zuerst eine „Programmreform“ war und erst in zweiter Linie auf eine Reorganisation der kirchlichen Leitungsstrukturen zielte. Dies sei auch durch den Artikel VII des Augsburgischen Bekenntnisses belegt. Allerdings seien die dort formulierte „Konzentration auf Wort und Sakrament“ und „Zurückhaltung in Fragen der Gestaltung“ in der Folge nicht durchgehalten worden, so Schmidt-Rost. „Vielmehr prägen die aus politischen Gründen getroffenen Organisationsentscheidungen der Reformationszeit die Christenheit und die Gesellschaft in Deutschland bis in die Gegenwart.“

Demgegenüber betont Schmidt-Rost, dass sich die zentrale Glaubensvorstellung, dass Gott in der Person Jesu Christi den Menschen nicht als übermächtige Instanz, sondern von gleich zu gleich entgegengekommen sei, zuerst medial entfaltet habe: etwa in Botschaften, Geschichten, Gleichnissen. Gerade das medienbewusste Wirken des Apostels Paulus zeige die Anfänge der Christenheit als „Kommunikationsgeschehen, das man als massenmedialen Prozess auffassen kann“.

Hinweis: „Massenmedium Evangelium: Das ‚andere‘ Programm“ ist unter der ISBN 978-3-9812446-9-4 über jede Buchhandlung erhältlich bzw. kann direkt im Amt der VELKD (Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, E-Mail: versand@velkd.de) zum Preis von 9 Euro (zzgl. Versandkosten) bestellt werden.


Gundolf Holfert
Stellv. Pressesprecher der VELKD

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VELKD würdigt Pastoralkolleg
Kirchenleitung dankt Prof. Dr. Reinhard Schmidt-Rost für 17 Jahre Leitung der Einrichtung - Freitag, 6. Mai 2011

Die Kirchenleitung tagte am 5./6. Mai 2011 in Hannover.
Das Kommuniqué im Wortlaut:

Pastoralkolleg – Abschlussbericht des Leiters
Die Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat Prof. Dr. Reinhard Schmidt-Rost (Bonn) für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit als Leiter ihres Pastoralkollegs gedankt. Der in Bonn lehrende Praktische Theologe stand dem Kolleg, das 2010 letztmalig in bisheriger Form stattfand, seit 1993 vor. Der Bezug zu den Gliedkirchen und die Vertiefung der Kenntnisse der dortigen Gegebenheiten standen in der 1956 gegründeten Einrichtung von Beginn an im Vordergrund. Aus diesem Grund fanden die jährlichen Kollegtagungen jeweils in unterschiedlichen Gliedkirchen der VELKD statt. Themen waren u. a. der „Umgang mit dem Pfarrerbild“, „Evangelische Verantwortung zwischen Kommunikation und Organisation“, „Kernkompetenz Vermittlung“. Die Arbeit des Pastoralkollegs erfolgte in Abstimmung mit den Landeskirchen. Der Ausbau und die Profilierung des „Besuchs“-Konzepts sowie die Etablierung der Einrichtung im gliedkirchlichen Kontext verdanken sich ganz wesentlich der Arbeit von Prof. Schmidt-Rost. Im Gespräch würdigte die Kirchenleitung den hohen persönlichen und fachlichen Einsatz des scheidenden Leiters. Es ist geplant, das besondere Anliegen des Pastoralkollegs im Rahmen des Fortbildungskonzepts der VELKD weiter zu verfolgen.


Theologisches Studienseminar Pullach
Die Kirchenleitung hat den Bericht über die Arbeit ihres Theologischen Studienseminars* in Pullach bei München für das Jahr 2010 mit Dank zur Kenntnis genommen. Im Gespräch mit dem Rektor, Pfr. Dr. Matthias Rein, würdigte sie, dass sich das Seminar im zweiten Jahr unter neuer Leitung konsolidiert hat. Des Weiteren nahm sie erfreut zur Kenntnis, dass sich das Studienseminar der VELKD auch überregional als wichtiger Partner etabliert hat: So sind die Teilnehmerzahlen von Personen aus den Gliedkirchen der VELKD, aber auch aus den übrigen Landeskirchen innerhalb der EKD gestiegen. Die Kirchenleitung unterstützt die verstärkte Teilnahme von Personen aus lutherischen Schwesterkirchen aus der weltweiten Ökumene, die ihre spezifischen Erfahrungen einbringen.

Der Fokus der Studienarbeit liegt auf der Reflexion aktueller und perspektivischer Fragen von Kirche und Gesellschaft auf der Grundlage lutherischer Theologie. Das Theologische Studienseminar leistet einen spezifischen Beitrag zur Erfüllung kirchlicher Grundaufgaben. Zugleich dient es der Fortbildung von Pfarrerinnen und Pfarrern sowie anderer in der Kirche haupt- und ehrenamtlich tätiger Personen. Zugleich beschloss die Kirchenleitung das Jahresprogramm 2012, das neben Bewährtem wie z. B. dem „Dekane-Kurs“ oder dem „Studienkurs für Kirchenjuristen“ auch neue Kurse zu den Bereichen Medienkompetenz, Ästhetik und Kultur bietet.

* Weitere Informationen im Internet unter www.velkd.de/Pullach.


Gundolf Holfert
Stellv. Pressesprecher der VELKD

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VELKD-Agende „Passion und Ostern“ in Gebrauch genommen
Leitender Bischof stellt Leitfaden für Gottesdienstfeiern von Aschermittwoch bis Ostern vor - Freitag, 22. April 2011

Ansbach/Hannover – „Gütiger Gott, nimm diese Agende in Deinen Dienst, dass sie Dir zur Ehre genutzt werde und zu Deinem Lob führt. So bitten wir in Jesu Christi Namen“. Mit diesem Gebet hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), im heutigen Karfreitagsgottesdienst zu St. Gumbertus in Ansbach die Agende „Passion und Ostern“ den Gemeinden offiziell zum Gebrauch übergeben.

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Liturgischen Ausschusses der VELKD, Prof. Dr. Klaus Raschzok (Neuendettelsau), und Pfarrer Friedrich Käpplinger von St. Gumbertus würdigte der Leitende Bischof die akribische Arbeit der beteiligten Gremien und Personen, zu denen u. a. das Liturgiewissenschaftliche Institut der VELKD und die Liturgiereferenten im Amt der VELKD zählen. „Liturgische Texte brauchen ihre Reifezeit, bis sie tragfähig werden“, so Professor Raschzok und wies in diesem Zusammenhang auf die Verdienste seines Vorgängers, Pfr. i. R. Wolfgang Grusnick, hin, der dem Liturgischen Ausschuss bis 2009 vorstand.

Mit diesem Abendmahlsgottesdienst, der nach der neuen Agende gefeiert wurde und in dem der Leitende Bischof über Lukas 23, 33-49 predigte, findet ein intensiver Beratungs- und Erprobungsprozess seinen Abschluss, in den sowohl die fachwissenschaftliche Kompetenz und Gemeindeerfahrung der befassten Gremien wie auch die Rückmeldungen aus den acht Gliedkirchen der VELKD einflossen. So umfasst der ursprünglich auf „Gottesdienstfeiern von Palmsonntag bis Ostern“ beschränkte Gestaltungsrahmen nun die gesamte Passionszeit und wurde bis Ostermontag erweitert. Zusätzlich wurde der Teilband I der Agende II des Agendenwerks der VELKD um vielfältige musikalische Impulse und Gestaltungsformen für den Gottesdienst erweitert, die zum einen u. a. gregorianische Wechselgesänge und Liedgut aus Taizé und zum anderen Beispiele traditioneller und zeitgemäßer liturgischer Formen umfassen.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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VELKD gratuliert Heinrich Bedford-Strohm
Bamberger Theologieprofessor wird Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern - Montag, 4. April 2011

Hannover – Der stellvertretende Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Bischof Gerhard Ulrich (Kiel), hat Heinrich Bedford-Strohm anlässlich seiner Wahl zum Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern seine herzlichsten Glück- und Segenswünsche übermittelt. Mit dem 51-jährigen Hochschulprofessor, der seit 2004 den Lehrstuhl für Systematische Theologie und Theologische Gegenwartsfragen an der Universität Bamberg innehat, bekomme die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern einen Leitenden Geistlichen, der durch seine vielfältige Berufserfahrung über ein großes Maß an Kompetenz und Wissen verfüge, um die frohe Botschaft „auf vielen Ebenen unserer Gesellschaft“ substantiell und zugleich verständlich darlegen zu können. „Als Pfarrer im In- und Ausland, durch Ihre Tätigkeit im Schuldienst und als Professor für Systematische Theologie haben Sie sich in Theorie und Praxis mit der Wirkung unseres christlichen Glaubens auseinandersetzen können.“, führte Bischof Ulrich aus. „Die ganz unterschiedlichen Sichtweisen, Sphären und Fragen, denen Sie dabei begegnet sind, befähigen Sie dazu, in wohlbegründeter Klarheit und Stringenz über den theologischen ‚Tellerrand‘ zu blicken. All dies kann für Ihr neues Amt und die Gemeinden Ihrer Landeskirche nur gut sein.“

Von daher freue er sich sehr auf die Zusammenarbeit in der Bischofskonferenz der VELKD, so Bischof Ulrich, der Heinrich Bedford-Strohm am 30. Oktober 2011 in sein Amt als neuer Landesbischof einführen wird.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Alexander Deeg leitet künftig Liturgiewissenschaftliches Institut der VELKD
Kirchenleitung beruft Nachfolger von Wolfgang Ratzmann - Montag, 4. April 2011

Hannover - Die Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat Professor Dr. Alexander Deeg zum neuen Leiter ihres Liturgiewissenschaftlichen Instituts in Leipzig berufen, der seit 1. März 2011 den Lehrstuhl für Praktische Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig innehat. Der 39-jährige Theologe tritt damit die Nachfolge von Professor Dr. Wolfgang Ratzmann an, der das Liturgiewissenschaftliche Institut seit dessen Gründung 1993 geleitet hat.

Deeg gilt als ausgewiesener Experte für Homiletik, der „wissenschaftliche Akribie mit Begeisterung für die Sache verbindet“, wie es Dr. Friedrich Hauschildt, der Leiter des Amtes der VELKD, formuliert. So war er von Oktober 2009 bis zu seinem Amtsantritt in Leipzig 2011 der erste Leiter des „Zentrums für evangelische Predigtkultur“ der Evangelischen Kirche in Deutschland. Seit 2007 ist er zusammen mit Prof. Martin Nicol Schriftleiter der Göttinger Predigtmeditationen. Nach Studium der Evangelischen Theologie und Judaistik in Erlangen und Jerusalem arbeitete Deeg zunächst als Vikar der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, dann von 2001 bis 2009 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Praktischen Theologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. 2005 wurde er zum Dr. theol. promoviert, in seiner Dissertation hat er sich mit der Homiletischen Textlektüre im Dialog mit dem Judentum auseinandergesetzt.

Das Liturgiewissenschaftliche Institut ist eine Einrichtung der VELKD und bei der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig angesiedelt. Im Mittelpunkt steht die Beschäftigung mit den unterschiedlichen Formen des Gottesdienstes in den Bezügen von Tradition und Moderne. Die Geschäftsführung liegt bei Dr. Irene Mildenberger. Weitere Informationen im Internet unter http://www.velkd.de/leipzig/.


Gundolf Holfert
Stellv. Pressesprecher der VELKD

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Leitender Bischof der VELKD führte Ralf Meister ein
Frühere hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann verabschiedet - Samstag, 26. März 2011

Hannover – Das Predigen, das Verkündigen im Gottesdienst und in allen öffentlichen Äußerungen hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), als „die wichtigste Tätigkeit eines lutherischen Bischofs“ bezeichnet. „Ich habe die erstaunliche Erfahrung gemacht, dass für meine öffentlichen Äußerungen die Rechtfertigungslehre, also dass Gott uns ohne Ansehen unserer Leistungen liebt, ebenso unentbehrlich ist wie die Zwei-Regimentenlehre, die uns fein unterscheiden lässt zwischen staatlichem und kirchlichem Handeln“, sagte Friedrich im Gottesdienst, in dem er den künftigen Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Ralf Meister, in sein Amt einführte.

Die geistliche Leitung und Aufsicht in der Landeskirche sei ebenfalls eine wichtige Aufgabe – „nämlich die Sorge, für den Frieden und die Einheit der Kirche zu arbeiten“. Friedrich wörtlich: „Ich habe dies jedenfalls immer als meine wichtigste Aufgabe angesehen. Denn eine zerstrittene Kirche tut sich schwer, den Menschen unserer Zeit glaubwürdig die Liebe Gottes und den Frieden, der von Gott her kommt, weiterzugeben.“ Und was für die eigene Kirche gelte, gelte erst recht für das Miteinander der Kirchen, die Ökumene. Die VELKD sei hier in der Lage, „eine gute Rolle in der Verständigung zu spielen“. Ein Bischof habe die Funktion, das Miteinander der Christen durch die Zeiten zu symbolisieren und die Verbindung herzustellen zu den Christen auf der ganzen Welt, insbesondere auch zu den anderen Kirchen des Lutherischen Weltbundes. „Diese enge Verbindung zu Lutheranern auf der ganzen Welt macht ja auch uns zu einer Weltkirche.“

„Landesbischof sein zu dürfen, ist eine wunderbare Aufgabe! Sie macht Freude und gibt Erfüllung“, sagte Johannes Friedrich, auch wenn es in diesem Amt schwierige Situationen gebe und schwere Entscheidungen zu treffen seien. Sehr geholfen habe ihm in solchen Situationen die Geschwisterschaft in der lutherischen Bischofskonferenz. Noch wichtiger als die Präsenz und Solidarität der Kolleginnen und Kollegen im Bischofsamt sei die Solidarität und Begleitung Gottes. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie dieses Amt möglichst oft als ein Freude machendes Amt empfinden, weil Sie in diesem Amt den Menschen etwas Freudiges, die frohe Botschaft bringen und persönlich vermitteln können.“


In dem Gottesdienst wurde auch Prof. Dr. Margot Käßmann (Berlin/Bochum) verabschiedet und von ihrem langjährigen Dienst als Landesbischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers entpflichtet. In seiner Ansprache führte der Leitende Bischof aus: „Du hast über zehn Jahre lang in diesem Amt der Landesbischöfin gedient und bist dann vor einem guten Jahr zurückgetreten. Wir möchten heute deutlich machen, welch wichtigen Dienst Du in diesen zehn Jahren für unsere Kirche getan hast. Für Deine Landeskirche, für die EKD, die Evangelische Kirche in Deutschland – deren Ratsvorsitzende Du einige Monate warst – und für die VELKD, die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche in Deutschland, dem Zusammenschluss der lutherischen Landeskirchen. Es war sehr gut, Dich in diesen Ämtern zu haben. Es war gut mit Dir im Rat der EKD. Die Sitzungen, die wir unter Deiner Leitung hatten, waren schön: Wir haben viel gelacht und gleichzeitig viel gearbeitet. Du hast engagiert und uns anderen Ratsmitgliedern zugewandt geleitet. Leider nur für kurze Zeit. Im Februar letzten Jahres bist Du ja auch von dem Amt der Ratsvorsitzenden zurückgetreten. Ich bin traurig darüber. Ich hatte mich sehr darauf gefreut, mit Dir zusammen die ganze Ratswahlperiode zu gestalten… Du warst eine Landesbischöfin, die die Menschen begeistert und die Mut gemacht hat zum Gottvertrauen, die die Menschen erreicht hat, wo und wie immer sie leben. Du hast die Fröhlichkeit des Evangeliums ausgestrahlt. Sicher, wir wissen: Niemand ist unersetzbar. Du hast fähige und gute Nachfolger, im Ratsvorsitz wie hier in Hannover. Und wir müssen ja heute nicht von der Person und nicht von der engagierten Theologin Margot Käßmann Abschied nehmen. Gott sei Dank. Und Du hast es ja schon deutlich gezeigt: Es gibt ein Leben nach dem Bischofsamt. Aber wir vermissen Dich, und das meint: Wir sind froh und dankbar, dass Du Bischöfin warst. Und wir dürfen darum feststellen: Du hast Dein Amt zum Wohle der Kirche wahrgenommen. Wir danken Gott für Deinen Dienst, für den Einsatz Deiner Gaben und Kräfte, für Deine Treue und Liebe. Du hast das Evangelium von Jesus Christus gepredigt und in vielfältigen Formen die Botschaft von Gottes Treue bezeugt. Nicht alles im Dienst einer Bischöfin liegt vor Augen. Vieles geschieht im Verborgenen. Und doch werden viele Früchte Deines Wirkens wahrgenommen. Dafür sind wir dankbar.“


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Samstag, 26. März 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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Ereignisse in Japan fordern Ausstieg aus Atomtechnik
Bischof Gerhard Ulrich predigte im Dom zu Ratzeburg - Sonntag, 20. März 2011

Ratzeburg/Hannover – Die Ereignisse in Japan haben das Vertrauen in die Technik, in die verantwortlichen Politiker sowie in Gott erschüttert. Darauf hat der Stellvertreter des Leitenden Bischofs der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Bischof Gerhard Ulrich (Schleswig/Lübeck), hingewiesen. In seiner Predigt im Dom zu Ratzeburg sagte er, nichts, worauf Verlass schien, sei noch verlässlich. „Wenn ich höre die Hiobsbotschaften aus Japan und wenn ich sehe die Bilder von der Trümmerwüste, die der Tsunami hinterlassen hat, dann verschlägt es mir tatsächlich die Sprache. Weil: Natürlich werden die Lebensängste hier geweckt angesichts der bedrohlichen Technik um uns herum. Und diese Ängste werden laut und müssen sich verdichten in Forderungen nach Umkehr und Ausstieg – nicht nur in Mahnung.“

Seit Tagen tobe die Apokalypse in Japan. Bilder beherrschten unsere Köpfe und Sinne, nisteten sich ein und lösten Angst und Schrecken aus. Bischof Ulrich wörtlich: „Atommeiler bersten, Kettenreaktionen sind nicht beherrschbar. Was wir verharmlosend ,Restrisiko‘ zu nennen pflegten, ist Realität geworden. Alle diese Katastrophen zusammen führen uns vor Augen die Zerbrechlichkeit der Schöpfung, des Lebens. Und die Grenzen unserer Macht. Und die Hilflosigkeit. Die Unverfügbarkeit allen Lebens bedeutet auch: es gibt keine Sicherheit – auch nicht hoch technologisch, erst recht nicht so.“

Der „Geist der Liebe“ stelle die Menschen an die Seite derer, die alles verloren hätten. Gefordert sei jetzt „eine Geschwisterschaft der Solidarität über alle Grenzen hinweg der Kontinente und Kulturen und Religionen“. Dieser Geist stelle uns an die Seite derer, die aufstehen gegen die Gewalten ihrer Herrscher und eintreten für Freiheit und Recht. „Und er treibt uns an die Seite derer, die anfangen aufzuhören, auf Techniken zu setzen, deren Rest-risiken ganze Teile dieser Erde unbewohnbar machen können.“ Dieser Geist der Liebe lasse die Menschen nicht verstummen, sondern mache sie sprachfähig, an Gott zu glauben – „die einzige Macht über Leben und Tod“.

Hinweis: Den Text der Predigt finden Sie hier.


 


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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VELKD würdigt Lehrgespräche mit katholischer Kirche
Kirchenleitung beriet Kairos-Dokument zur Lage in Israel und Palästina - Freitag, 18. März 2011

Die Kirchenleitung der VELKD tagte am 17./18. März in Hannover
Das Kommuniqué im Wortlaut:

Gespräch mit dem Catholica-Beauftragten
Die Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat mit dem Catholica-Beauftragten der VELKD, Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), aktuelle Entwicklungen in der römisch-katholischen Kirche diskutiert und beraten, was diese für die Gestaltung des Verhältnisses der Kirchen zueinander bedeuten. Sie hat ihm für sein Engagement gedankt und die zentrale Bedeutung der Catholica-Aktivitäten für ihre Arbeit bekräftigt. In diesem Zusammenhang würdigte sie die besondere Bedeutung der Lehrgespräche zwischen der VELKD und der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz. Gegenwärtig befasst sich die Dritte Bilaterale Arbeitsgruppe mit dem Thema „Gott und die Würde des Menschen“.  Die Kirchenleitung freut sich, dass sich die römisch-katholische Kirche in das bevorstehende Reformationsjubiläum 2017 mit einer Neubewertung Martin Luthers als Zeuge des Glaubens einbringen will.

Erklärung zum Kairos-Dokument
Die Kirchenleitung nimmt das Kairos-Dokument* als einen Ausdruck der Klage wie der Hoffnung von Palästinensern und Palästinenserinnen in der gegenwärtigen Situation ihres Landes mit Betroffenheit wahr. Sie hört darin auch die Stimme ihrer Partnerkirche, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELCJHL). Die VELKD setzt sich vorbehaltlos für das Existenzrecht Israels und für die Zweistaatenlösung ein und lehnt die Anwendung von Gewalt im israelisch-palästinensischen Konflikt auf allen Seiten ab. Vor dem Hintergrund dieser Position macht sich die Kirchenleitung die Stellungnahme des Exekutivausschusses der Evangelischen Mittelostkommission (EMOK)** zu eigen und teilt darin sowohl die Wertschätzung des Kairos-Dokuments wie die kritischen Rückfragen. Die Kirchenleitung unterstützt die Arbeit ihrer Partnerkirche ELCJHL in deren Gemeinden und Schulen und sieht diese Unterstützung als einen Beitrag, die Kräfte für Frieden und Versöhnung in Palästina zu stärken. Sie sieht sich darin insbesondere mit den anderen Schwesternkirchen im Lutherischen Weltbund verbunden und bittet sie, ihrerseits nicht nachzulassen in der Förderung der friedensorientierten Bildungsarbeit der ELCJHL. Die Kirchenleitung begrüßt alle Bemühungen in ihren Mitgliedskirchen wie auch in allen anderen Gliedkirchen der EKD und ihren Werken, ihre Partnerkirchen in der Region des Nahen und Mittleren Ostens zu unterstützen, deren ökumenische Vernetzung voranzutreiben und den interreligiösen Dialog mit Juden und Muslimen in gegenseitigem Respekt füreinander zu fördern. Sie weiß sich in diesem Sinne mit den Mitgliedern der EMOK verbunden und sieht die Beziehungspflege zu unterschiedlichen Partnern in der Nahostregion als komplementäre, sich ergänzende Bemühungen um dasselbe Ziel.

*   http://www.kairospalestine.ps/sites/default/Documents/German.pdf
** http://www.ekd.de/international/emok/71428.html


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 18. März 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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Leitender Bischof der VELKD gratuliert Rainer Stahl
Generalsekretär des Martin-Luther-Bundes wird 60 Jahre alt - Donnerstag, 17. März 2011

Hannover – Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), hat in einem Glückwunschschreiben den Generalsekretär des Martin-Luther-Bundes (MLB)*, Dr. Rainer Stahl (Erlangen), gewürdigt. Stahl, der am 18. März 60 Jahre alt wird, leitet das Diaspora-Hilfswerk der VELKD seit 1998. Er sei „nicht nur ein national und international geschätzter Ansprechpartner für die Diaspora in Mittel- und Osteuropa, sondern auch ein profunder Kenner lutherischer Theologie, der die Diasporaarbeit des MLB und der VELKD inhaltlich zu verankern weiß“. Als besonders erfreulich sieht es Friedrich an, „dass in Ihrer Zeit als Generalsekretär des MLB die Zusammenarbeit mit der VELKD intensiviert wurde und die gute Abstimmung mit den Kolleginnen und Kollegen im Amt der VELKD und in der Geschäftsstelle des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Die vertraglich geregelte Verbindung zwischen MLB und VELKD ist mit Leben gefüllt und hat die Bedeutung der Diaspora im Selbstverständnis der VELKD zunehmen lassen.“ Er wünsche ihm, „dass Sie den Kirchen und Gemeinden in der lutherischen Diaspora auch weiterhin ganz konkret, partner- und freundschaftlich dienen und die Anliegen der Diaspora in die Arbeit der VELKD einbringen“.

* www.martin-luther-bund.de


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Bischofskonferenz der VELKD zum Thema „Versöhnung“
Klausurtagung findet vom 19. bis 22. März in Ratzeburg statt - Donnerstag, 17. März 2011

Hannover - Unter dem Thema „Die christliche Lehre von der Versöhnung in Theorie und Praxis der Gegenwart – Herausforderungen, Probleme, Perspektiven“ steht die diesjährige Klausurtagung der Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Sie findet vom 19. bis 22. März auf Einladung der Nordelbischen Evangelisch-Lutherische Kirche in Ratzeburg statt. Im Rahmen der Beratungen soll unter anderem der Frage nachgegangen werden, auf welche Weise die Lehre von der Versöhnung heute verstanden wird und was dies für die Wahrnehmung des Menschen als Adressaten der christlichen Heilslehre bedeuten könnte. Auf der Tagesordnung stehen drei Vorträge: Prof. Dr. Wolfgang Schoberth (Erlangen) referiert über „Versöhnung als Überwindung von Sünde – Wie lässt sich die Heilsbedeutung des Kreuzestodes Jesu heute zur Sprache bringen?“, Prof. Dr. Christiane Tietz (Mainz) über „Die Bedeutung christlicher Versöhnung für das Selbst- und Weltverhältnis des Menschen“ und Prof. Dr. Thomas Klie (Rostock) spricht zum Thema „Die Praxis der Versöhnung im Raum der Kirche und in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit. Zur Phänomenologie und Bedeutung von Ritualen im kirchlichen und außerkirchlichen Kontext“. Eine Dokumentation der Vorträge ist geplant.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Leitender Bischof der VELKD gratuliert Gerhard Ulrich
Vorsitzender der Kirchenleitung der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche wird 60 Jahre alt - Dienstag, 8. März 2011

Hannover – Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), hat in einem Glückwunschschreiben seinen Stellvertreter im Amt des Leitenden Bischofs, Gerhard Ulrich, gewürdigt, der am 9. März 2011 sechzig Jahre alt wird.

Ulrich, der seit Oktober 2008 Bischof für Schleswig und Holstein ist, habe das Bischofsamt in seiner nordelbischen Heimatkirche in einer bewegten Zeit übernommen. So sei ihm durch den Vorsitz sowohl der Kirchenleitung der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche wie auch der gemeinsamen Kirchenleitung der drei evangelischen Landeskirchen von Nordelbien, Mecklenburg und Pommern im Fusionsprozess der drei Nordkirchen eine besondere Verantwortung zugewachsen, die er „mit großem Einsatz, Klugheit, Sensibilität und Entschiedenheit“ wahrnehme, führte der Leitende Bischof in seinem Gratulationsbrief aus.

„Die Nordkirche schickt sich an, eine Kirche über die ehemals innerdeutsche Grenze hinweg zu bilden und somit einen spezifischen Beitrag zum Zusammenwachsen unseres Landes zu leisten“, so Friedrich weiter. Gerhard Ulrich stehe „für entschlossenes politisches und pragmatisches Handeln und für eine theologisch-geistliche Fundierung dieses anspruchsvollen Prozesses.“

Der Leitende Bischof dankte dem Jubilar ausdrücklich für sein entschiedenes und vielfältiges Engagement für die Gemeinschaft der lutherischen Kirchen in der VELKD, etwa als Vorsitzender des Beirates des Theologischen Studienseminars in Pullach oder als Mitglied der Kirchenleitung der VELKD. Ulrich verbinde den Willen, die Aufgabe der Zukunftsgestaltung beherzt anzupacken, mit einer tiefen und bewussten Verankerung in der lutherischen Theologie, hob Friedrich hervor.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Agende „Passion und Ostern“ der VELKD erschienen
Überarbeitung gibt Orientierung für Gottesdienstfeiern von Aschermittwoch bis Ostern - Mittwoch, 23. Februar 2011

Hannover – Als ältestes kirchliches Fest nimmt Ostern im Gemeindeleben und im Jahreskreis einen besonderen Platz ein. Dem trägt die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) Rechnung und hat unter dem Titel „Passion und Ostern“ jetzt im Lutherischen Verlagshaus den Teilband 1 der Agende II ihres Agendenwerks in erweiterter und überarbeiteter Form vorgelegt.

Damit fand ein intensiver Beratungs- und Erprobungsprozess seinen Abschluss, in den sowohl die fachwissenschaftliche Kompetenz und Gemeindeerfahrung der befassten Gremien wie auch die Rückmeldungen aus den acht Gliedkirchen der VELKD einflossen. So umfasst der ursprünglich auf „Gottesdienstfeiern von Palmsonntag bis Ostern“ beschränkte Gestaltungsrahmen nun die gesamte Passionszeit und wurde bis Ostermontag erweitert. Dadurch wird der Weg Jesu Christi durch Leiden und Sterben hin zur Auferstehung als Ganzes begangen.

Entsprechend bietet der Band, beginnend mit Aschermittwoch, liturgische Formen für die gesamte Passionszeit an. Höhepunkt ist der Bogen von Palmsonntag über Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag bis zur Osternacht. Im Mittelpunkt der Agende stehen Ordnungen für die Feier der Osternacht, die – wie alle in „Passion und Ostern“ versammelten Formulare – „einerseits Bewährtes aufgreifen und andererseits Impulse aus neueren [liturgischen] Entwicklungen aufnehmen“, so der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof
Dr. Johannes Friedrich (München) im Vorwort. „Es lassen sich traditionelle Gestaltungsformen und zeitgemäße Texte finden, aber auch Anregungen für besonders reich oder schlicht zu gestaltende Gottesdienste, je nach Anlass und Möglichkeit“, ergänzt die Gottesdienst- und Liturgiereferentin der VELKD, Oberkirchenrätin Christine Jahn. Vielfältig seien auch die musikalischen Anregungen, die von gregorianischen Responsorien aus der Feder von Godehard Joppich bis zu Gesängen aus Taizè reichen.

Der Leitende Bischof der VELKD wird die Agende „Passion und Ostern“ am Karfreitag in einem Gottesdienst in Ansbach vorstellen.

Hinweis: Die Agende „Passion und Ostern“ ist direkt beim Lutherischen Verlagshaus, Knochenhauerstr. 38/40, 30159 Hannover, Tel. 0511/1241-739, Fax: 0511/1241-3681098 wisch@lvh.de oder im Buchhandel, ISBN 978-3-7859-1039-9, zum Preis von 29,90 € erhältlich.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Rom muss lutherische Kirchen anerkennen
Catholica-Beauftragter der VELKD würdigt lutherisch-katholisches Studienprojekt - Donnerstag, 10. Februar 2011

Erfurt/Hannover – Als ein „überzeugt ökumenisch verantwortetes Bemühen, dem Respekt und aufrichtiger Dank gebührt“, hat der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), das Studienprojekt der lutherisch-katholischen Gruppe von Farfa Sabina zum Thema „Gemeinschaft der Kirchen und Petrusamt“ gewürdigt. In einer vom Lehrstuhl für Kirchenrecht an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt und dem Institut für Ökumenische Forschung in Straßburg veranstalteten Tagung sagte Weber: „Das größte ökumenische Dilemma ist doch: Die Konfessionen sind im Wesentlichen im Glauben an Christus eins, aber sie denken in grundverschiedenen Systemen von Kirche und Kircheneinheit.“ Darum setze aus seiner Sicht ein gemeinsames Konzept eines universalen Leitungsdienstes zunächst ein gemeinsames Verständnis von universaler Kirchengemeinschaft voraus. „Sinnvollerweise kann aus meiner Sicht von einem wie auch immer konzipierten gemeinsamen Amt der Einheit erst dann gesprochen werden, wenn die Kirchen einander als Kirchen anerkennen und sich als communio ecclesiarum verstehen. Deshalb ist auch die Forderung an die römisch-katholische Kirche zwangsläufig, dass die lutherischen Kirchen zunächst als Kirchen im eigentlichen Sinn anerkannt werden müssen“, so der Catholica-Beauftragte. Dass offizielle römische Dokumente in den letzten Jahren einen anderen Weg eingeschlagen haben, werde in der Studie der Gruppe von Farfa Sabina nicht verschwiegen und als Problem benannt. Dass hier Klärungsbedarf bestehe, werde in der Ökumene immer wieder deutlich. In diesen Klärungsprozess gehöre die Frage nach der Bedeutung von Ämtern allgemein und die Frage, ob Ämter eine bestimmte Gestalt haben müssten beziehungsweise ob eine bestimmte Gestaltung von Ämtern es notwendig mache, anderen Gruppen das Kirchesein abzusprechen. In den aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen habe sich die „Leuenberger Konkordie“ als erfolgreich erwiesen.

Wenn die Behauptung der Gruppe von Farfa Sabina richtig sei, dass die Hoffnungen einer „Rückkehr-Ökumene“, bei der eine Kirche sich in die andere integrieren würde, erledigt seien, gebe es keine Alternative zu einer konziliaren communio ecclesiarum. „Deshalb begrüße ich auch die Forderung nach einem – wirklich ökumenischen – Konzil, das diese Fragen klären könnte.“ Aber auch hier stellten sich wieder neue Probleme. Zunächst die praktischen Fragen, wer ein solches Konzil einberufe, welche Verbindlichkeit es habe, wer daran teilnehme.

Hinweis: Der von der Gruppe von Farfa Sabina erarbeitete Band „Gemeinschaft der Kirchen und Petrusamt. Lutherisch-katholische Annäherungen“ (18 Euro) ist im Verlag Otto Lembeck (Frankfurt am Main) erschienen.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Modernes Menschenbild bedroht Lebensrecht Alter, Kranker und Behinderter
Leitender Bischof der VELKD sprach auf Tagung der GEKE - Montag, 7. Februar 2011

Tutzing/Hannover – Die Kirchen müssen sich verstärkt für Alte, Kranke und Behinderte einsetzen, weil mancherorts das moderne Menschenbild ihnen das Lebensrecht nehmen will. „Es ist unsere Aufgabe, in diesen Debatten darauf hinzuweisen, dass die Würde jeder und jedes Einzelnen ihm oder ihr allein von Gott her zukommt“, sagte der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München). In seinem Grußwort bei einer Tagung der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) in der Evangelischen Akademie Tutzing wies er darauf hin, dass Fragen zum Anfang und Ende des Lebens unsere Kirchen und Gesellschaften in besonderer Weise beschäftigten. Er denke dabei an die Diskussionen um den Schwangerschaftsabbruch, die bis heute andauerten, und an die neuen Herausforderungen von Stammzellforschung, von Spätabtreibung und Präimplantationsdiagnostik. „Viele Menschen in Politik und Gesellschaft wollen nach wie vor wissen, was und wie wir darüber denken. Sie spüren, dass es in all diesen Fragen um das ganze Menschsein geht, darum, welchen Wert ein Menschenleben hat – auch das, das krank, schwach, alt und behindert ist.“

Wenn heute in Deutschland Sterben und Tod sich vielfach im Fernsehen und auf Computerbildschirmen ereigneten, aber im individuellen Bewusstsein oft verdrängt würden, so der Leitende Bischof, wenn Menschen, kaum gestorben, sogleich aus dem Haus getragen würden, ohne dass von ihnen gebührend Abschied genommen werden könne, gehe damit die Erfahrung verloren, dass der Tod zum Leben dazugehöre und nicht einfach eine Frage des Alters sei, sondern einen jeden zu jeder Zeit treffen könne. „Es ist unsere Aufgabe als Kirchen, Sterben und Tod wieder stärker mit einzubeziehen in das Leben, auf dass wir klug werden. Lebensfreude und Lebenslust haben ihre Tiefe dadurch, dass sie um ihre eigene Begrenztheit wissen.“

Der bayerische Landesbischof wörtlich: „Die Kirchen begleiten Menschen in ihrem Leben und beim Sterben. Wir haben in der Nachfolge Jesu Christi eine besondere Aufgabe, auf der Seite der Leidenden, der Schwachen und der Sterbenden zu stehen, nach ihrem Willen zu fragen und ihre Nöte liebevoll aufzunehmen. Aber selbst bei großem Respekt vor dem Willen und den Wünschen des Einzelnen kann dieser Wille  nicht zur alleinigen Norm erhoben werden, etwa, wenn dieser sich wünscht, aktiv getötet zu werden. Wir müssen vielmehr noch fragen: Handelt es sich bei dem Verlangen nach Tod nicht oft um einen Hilferuf, weil Leid und Schmerz als unerträglich empfunden werden, weil es an der angemessenen palliativen Versorgung fehlt? Vor allem aber: Wenn ein Mensch vor der Zeit sterben will – ist es dann nicht an uns, ihn in seinem Gefühl des Ausgeliefertseins, in seiner Verlassenheit so zu begleiten, dass er oder sie getrost und bestärkt seine, ihre letzten Tage erleben kann? Hospizarbeit und Palliativ Care zeigen, dass Sterben auch in Würde, in inniger Anteilnahme und ohne Angst gestaltet werden kann.“


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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DNK/LWB: www.lwb-zentrum-wittenberg.de
Das LWB-Zentrum-Wittenberg geht mit Angeboten zur Theologie Luthers online - Montag, 31. Januar 2011

Hannover – Unter der Adresse www.lwb-zentrum-wittenberg.de ist das LWB-Zentrum Wittenberg ab sofort im Internet präsent. Die neue Website informiert ausführlich über die Arbeit und das weitgefasste Aufgabenspektrum der Einrichtung. Das LWB-Zentrum, das vom Deutschen National Komitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) getragen wird, „versteht sich als Beitrag zur Gemeinschaftsbildung der christlichen Kirchen weltweit und will Schaltstelle und Brücke sein, um Christinnen und Christen weltweit die Begegnung mit der Theologie Martin Luthers am Ursprungsort der Reformation zu ermöglichen. Der neue Webauftritt soll das Profil des Zentrums noch besser bekannt machen und dieses als Kommunikationsplattform im Vorfeld des Reformationsjubliäums 2017 etablieren“, so Pastor Hans W. Kasch, der die Einrichtung seit der Eröffnung im März 2009 leitet.
Dieses Selbstverständnis spiegeln auch die Angebote wider, die auf der Homepage zu finden sind: So hat das LWB-Zentrum Wittenberg Seminare entwickelt, die ganz bewusst international ausgerichtet sind. Sie laden dazu ein, sich unter der Leitung namhafter Gastdozenten intensiv mit den verschiedensten Aspekten der lutherischen Theologie zu beschäftigen. An dem bislang letzten Kurs vom November 2010 zum Thema „Rechtfertigung bei Luther und Melanchthon“ nahmen 14 Geistliche von allen fünf Kontinenten teil. Darüber hinaus bietet die Einrichtung jungen Menschen aus der weltweiten Ökumene die Möglichkeit eines Praktikums und gibt Hilfestellung bei der Durchführung theologisch motivierter Studienaufenthalte in der Lutherstadt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Umsetzung des Projektes Luthergarten: 500 Jahre Reformation – 500 Bäume in Wittenberg.  Kirchen aus aller Welt und aller Konfession sind eingeladen, die Patenschaft für einen der 500 Bäume zu übernehmen und gleichzeitig einen Baum im Bereich ihrer Heimatkirche zu pflanzen. Dieses Projekt ist ein Beitrag des Lutherischen Weltbundes zur Lutherdekade und zum Reformationsjubiläum 2017.


Gundolf Holfert
Stellv. Pressesprecher des DNK/LWB

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VELKD sieht Hoffnungszeichen gelingender Ökumene
Kirchenleitung zieht positive Bilanz ihrer Reise auf den Spuren Luthers nach Mailand und Rom - Mittwoch, 26. Januar 2011

Das Kommuniqué im Wortlaut:

Die Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat sich vom 20. bis 26. Januar in Mailand und Rom aufgehalten. Sie folgte damit den Spuren Luthers, der vor 500 Jahren von Wittenberg über Mailand nach Rom unterwegs war. Im Rahmen der Begegnungsreise führte die Kirchenleitung zusammen mit ihrem Catholica-Beauftragten, Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber, zahlreiche Gespräche mit ökumenischen Partnern, u. a. mit dem Erzbischof der Erzdiözese Mailand, Dionigi Kardinal Tettamanzi, mit dem Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kurt Kardinal Koch, sowie im Rahmen einer Privataudienz mit Papst Benedikt XVI. Mit großer Dankbarkeit stellt sie fest, dass der mehr als dreißig Jahre währende Dialog mit der römisch-katholischen Kirche zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit, gegenseitigem Verstehen und wichtigen theologischen Ergebnissen geführt hat.

Als ein Symbol dieser bereits existierenden Einheit hat die VELKD gemeinsam mit dem Lutherischen Weltbund und der Lutherstadt Wittenberg in Wittenberg den Luthergarten* geschaffen. Kirchen aus aller Welt sind eingeladen, als ein Zeichen von Versöhnung und geistlicher Gemeinschaft in Wittenberg einen Baum zu pflanzen sowie ein Gegenstück in der jeweiligen Heimatkirche. Im Rahmen eines Ökumenischen Mittagsgebetes für den Frieden nahm die Kirchenleitung an der Pflanzung des Korrespondenzbaums der Erzdiözese Mailand – ein Granatapfelbaum – an der Basilika San Marco in Mailand teil. Eine weitere Pflanzung – ein Olivenbaum – wurde in Gegenwart der Kirchenleitung in Rom bei der Päpstlichen Basilika St. Paul vor den Mauern durch Kurt Kardinal Koch vorgenommen.

Die Kirchenleitung dankt Kardinal Koch dafür, dass er den Baum als Symbol für die Ökumene deutete: in Gottes Wort verwurzelt, aus dem Wasser der Taufe lebend, nach oben wachsend und auf Gott verweisend und in den Ästen und Zweigen ein Zeichen der Vielfalt erkennend – wissend, aus einem Stamm zu kommen. Sie unterstreicht die vom ihm gewählte Beschreibung einer Einheit in bereichernder Vielfalt und einer Vielfalt in bereichernder Einheit. Sie ist darüber hinaus dankbar für das Signal, zu einer weitergehenden Verständigung bei kontroversen Themen zu gelangen, etwa im Rahmen einer Gemeinsamen Erklärung zu Kirche, Abendmahl und Amt – in Anlehnung an die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre aus dem Jahre 1999.
Die Kirchenleitung hat darauf verwiesen, dass gerade beim Thema Abendmahl/Eucharistie sich Mitglieder in beiden Kirchen danach sehnen, dass die durch das ökumenische Gespräch erreichten Klärungen offiziell rezipiert werden. Zudem unterstützt sie die Bitte ihres Leitenden Bischofs, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich, an Papst Benedikt XVI. und alle Bischöfe der römisch-katholischen Kirche, die kirchenrechtlichen Vorgaben weitherzig zu interpretieren und verlässliche Absprachen für den gemeinsamen Eucharistieempfang konfessionsverschiedener Ehen zu treffen. Dies könnte zeitnah geschehen.

In der Begegnung mit dem Papst hat sie die Einladung erneuert, das Reformationsjubiläum 2017 gemeinsam zu begehen und angeregt, dass die römisch-katholische Kirche eine kritisch-konstruktive Würdigung von Luthers reformatorischem Wirken aus ihrer Sicht vornimmt.

Die Kirchenleitung ist dankbar für die von Papst Benedikt XVI. in seiner Privataudienz formulierte Botschaft: „Der ökumenische Dialog kann heute von der Wirklichkeit und dem Leben aus dem Glauben in unseren Kirchen nicht mehr abgetrennt werden, ohne ihnen selbst Schaden zuzufügen. So richten wir unseren Blick gemeinsam auf das Jahr 2017, das uns an die Veröffentlichung der Thesen Martin Luthers zum Ablass vor fünfhundert Jahren erinnert. Zu diesem Anlass werden Lutheraner und Katholiken die Möglichkeit haben, weltweit ein gemeinsames ökumenisches Gedenken zu begehen, weltweit um die Grundfragen zu ringen … im gemeinsamen Bekenntnis zum dreifaltigen Gott, im gemeinsamen Gehorsam gegen unseren Herrn und sein Wort. Dabei müssen das gemeinsame Gebet und das innige Bitten an unseren Herrn Jesus Christus um Vergebung für das einander angetane Unrecht und für die Schuld an den Spaltungen einen wichtigen Platz einnehmen. Zu dieser Reinigung des Gewissens gehört auch der gegenseitige Austausch darüber, wie wir die 1500 Jahre bewerten, die der Reformation vorausgegangen und deshalb uns gemeinsam sind. Dazu wollen wir gemeinsam beharrlich um Gottes Hilfe und den Beistand des Heiligen Geistes bitten, um weitere Schritte auf die ersehnte Einheit hin zu gehen und nicht bloß im Erreichten zu verharren.“

Die Begegnungen der Kirchenleitung im Rahmen eines Interkulturellen Abends in der Chiesa Cristiana Protestante di Milano, mit der Präsidentin des Ökumenischen Kirchenrats von Mailand, der Ev.-Luth. Christuskirchengemeinde in Rom, mit der Leitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Italien, mit der Gemeinschaft Sant’Egidio sowie ihre Teilnahme am Ökumenischen Vespergottesdienst mit Papst Benedikt XVI. zum Abschluss der Gebetswoche für die Einheit der Christen, haben ihr viele Hoffnungszeichen einer gelingenden Ökumene vor Augen geführt. Sie appelliert an alle Gesprächspartner, in ihrem Bemühen um Einheit nicht nachzulassen, sondern das Erreichte zu vertiefen und im Vertrauen auf die Kraft des Heiligen Geistes mutig den Weg der Ökumene fortzusetzen. Sie freut sich darauf, dass beim Besuch des Papstes in Deutschland im Herbst eine weitere Gelegenheit sein wird, miteinander das Gespräch fortzusetzen.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 26. Januar 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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Kirchenleitung der VELKD trifft Papst
Grußwort des Leitenden Bischofs in der Privataudienz mit Benedikt XVI. im Wortlaut: - Montag, 24. Januar 2011

Ich grüße Sie im Namen der Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands. Es ist uns eine große Ehre, dass Sie sich die Zeit genommen haben, uns zu empfangen.

In den Losungen steht heute: „Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus“ (Gal 3,28). Welch ein passender Text für diese Audienz. Schon jetzt stehen wir alle, die wir den Namen Jesu Christi tragen, unter dieser Zusage. Wir sind eins in Jesus Christus. Doch zugleich sieht unsere kirchliche Realität noch anders aus. Noch ist der Leib Christi zerteilt und die Kirchen sind uneins. Daher sind wir immer wieder dazu aufgerufen, um die Führung des Heiligen Geistes zu bitten, dass er uns schenken möge, dass diese von Gott gegebene Einheit auch für die Welt sichtbar werde.

Die VELKD sieht mit großer Dankbarkeit, dass wir den von unserem Herrn gebotenen Weg hin zur Einheit seit vielen Jahren gemeinsam mit unseren römisch-katholischen Brüdern und Schwestern gehen können. Wir blicken auf über 30 Jahre kontinuierlicher Lehrgespräche mit der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz zurück. Die regelmäßigen Begegnun-gen haben eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und ein gegenseitiges Verstehen geschaffen. Inzwischen hat eine neue Dialogrunde begonnen. „Gott und die Würde des Menschen“ lautet ihr Arbeitsthema. Gerade vor dem Hintergrund der virulenten Debatten in der Gesellschaft um sozial- und bioethische Fragen ist es wichtig, dass wir Kirchen uns hier unserer theologischen Gemeinsamkeiten in der Lehre vom Menschen vergewissern, aber auch bestehende Unterschiede offenlegen.

Als Kirchenleitung war es uns zudem wichtig, dass sich die Kommission auch mit Fragen der Hermeneutik des ökumenischen Dialogs auseinandersetzt. Denn es bereitet uns Sorge, dass wir zwar zu vielen ökumenischen Texten gekommen sind, aber deren verbindliche Rezeption in unseren Kirchen noch aussteht. Die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre, die dank Ihrer persönlichen Hilfe zustande kam und deren 10-jähriges Jubiläum wir 2009 in Augsburg in großer Dankbarkeit feiern konnten, hat hier einen wichtigen Weg vorwärts aufgezeigt. Unsere Generalsynode hat uns ausdrücklich mit auf den Weg gegeben, auch hier in Rom dafür zu werben, dass das Erreichte nicht in Vergessenheit gerät oder sich verflüchtigt, sondern vom Päpstlichen Rat für die Einheit der Christen und auch der Glaubenskongregation unter Einbindung der ökumenischen Partner bewahrt und weiter vorangetrieben wird.

Gerade beim Thema „Eucharistie“ sehnen sich unsere Kirchenmitglieder danach, dass die durch das ökumenische Gespräch erreichten Klärungen offiziell rezipiert werden. Daher hat unsere Generalsynode die Hoffnung bekräftigt, dass die theologischen Annäherungen in der Abendmahlslehre bald auch zu Fortschritten im praktischen Vollzug führen. Wir sind uns bewusst, dass die römisch-katholischen Lehrüberzeugungen im Amts- und Kirchenverständnis im Moment nicht eine generelle eucharistische Gastfreundschaft zulassen. Das wollen wir respektieren. Doch gleichzeitig bleiben wir unserer eigenen Überzeugung treu, dass es bereits jetzt möglich und geboten ist, bei evangelisch verantworteten Abendmahlsfeiern alle getauften Christen zum Tisch des Herrn einzuladen.

Wie wir alle wissen, ist gerade für konfessionsverschiedene Ehepartner, die sich in ihren jeweiligen Kirchen aktiv engagieren und fest verwurzelt sind, der jetzige Zustand sehr schmerzhaft. Daher bitten wir Eure Heiligkeit und alle Bischofe der römisch-katholischen Kirche, die kirchenrechtlichen Vorgaben weitherzig zu interpretieren und verlässliche Absprachen für den gemeinsamen Eucharistieempfang konfessionsverbindender Ehepartner zu treffen.

Vor wenigen Wochen hat der Präsident des Lutherisches Weltbundes, Bischof Munib Younan, Sie, Eure Heiligkeit, eingeladen, bei den Planungen für das Reformationsjubiläum mitzuwirken. Dieses Anliegen können wir nur unterstützen. Auch wir wollen das Jahr 2017 nicht als triumphalistisches Jubeljahr feiern. Das wäre verfehlt. Wir Lutheraner sollten die Zeit bis 2017 vielmehr nutzen, auch die schmerzlichen Folgen der Reformation – den Bruch der Einheit der westlichen Kirche – im Blick zu halten. Wir würden uns freuen, wenn es in Ihrer Kirche zu einer erneuten Auseinandersetzung mit der Person und vor allem der Theologie Martin Luthers käme, an deren Ende eine kritisch-konstruktive Würdigung seines refor-matorischen Wirkens aus römisch-katholischer Sicht stehen könnte.

Nach unserer Ansicht kann das Nachdenken über die Reformation nur international und ökumenisch begangen werden. In den letzten 500 Jahren hat sich – Gott sei gedankt – das Verhältnis von Katholiken und Lutheranern grundlegend gewandelt. Wir konnten tiefe Gräben zuschütten oder zumindest überbrücken. Daher hoffe ich, dass die Feiern in 2017 ein Abbild unserer gewandelten Beziehungen werden.

Auch der Luthergarten in Wittenberg, den wir im Hinblick auf das Gedenkjahr der Reforma-tion initiiert haben, will das neue Verhältnis spiegeln. Nicht nur die lutherischen Kirchen aus der ganzen Welt sind eingeladen, einen Baum zu pflanzen, sondern auch unsere ökumenischen Partner als ein Zeichen von Versöhnung und gegenseitigem Verstehen. Programmatisch wurden daher die ersten Bäume des Gartens von Vertretern der christlichen Weltgemeinschaften gepflanzt. Wir sind dem Vatikan sehr dankbar, dass Kardinal Kasper persönlich aus diesem Anlass nach Wittenberg gekommen war. Und es hat uns mit großer Freude erfüllt, dass wir gestern an der Pflanzung des römisch-katholischen Gegenstücks durch Kardinal Koch vor der Basilika St. Paul vor den Mauern teilnehmen durften.

Morgen gedenken unsere Kirchen der Bekehrung des Apostels Paulus, jenes Apostels, dem sich die römisch-katholische Kirche auf besondere Weise verbunden weiß und der auch für uns Lutheraner von herausragender Bedeutung ist. Die biblische Geschichte seiner Bekehrung mag uns vor Augen halten, dass nur die Bereitschaft zur Umkehr, die Abkehr von eingefahrenen Wegen und die Hinwendung zu Gott uns unserem gemeinsamen ökumenischen Ziel näher bringen werden. Nur wenn wir uns täglich in dieser Glaubenshaltung einüben, werden wir zu „auserwählten Werkzeugen“ unseres Herrn. Ich schließe mich daher den Worten des Kollektengebetes für den morgigen Tag an:

„Herr Jesus Christus. Du hast den, der Deine Gemeinde verfolgte, bekehrt und zum Lehrer vieler Völker gemacht. Hilf Deiner Kirche, dass wir durch die Botschaft des Apostels Paulus im Glauben an Dich gefestigt werden, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und wirkst von Ewigkeit zu Ewigkeit.“


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 24. Januar 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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Durch den Glauben das Wunderbare im Leben entdecken
Leitender Bischof der VELKD predigte in der Christuskirche in Rom - Sonntag, 23. Januar 2011

Rom/Hannover – „Wir müssen nicht unbedingt Wunder sehen, um glauben zu können.“ In seiner Predigt in der Christuskirche in Rom am 23. Januar sagte der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), ihn beschäftige die Frage, wie der christliche Glaube überzeugend und prägend wirken könne. „Nicht in erster Linie, weil der Bedeutungsverlust des Glaubens in unserer Gesellschaft in Zukunft Folgen haben könnte, die nur zu erahnen sind. Es nutzt nichts, früheren Zeiten hinterher zu weinen, in denen die Kirche scheinbar unzweifelhaft mitten im Dorf stand. Unsere Gesellschaften haben sich verändert – oft zum Guten. Bildung und kritisches Denken haben dazu geführt, dass Kirche und Tradition hinterfragbar und auch fragwürdig geworden sind, auch werden mussten“, so Friedrich. Unter veränderten Bedingungen gehe es nach wie vor um die Frage, wie wir überzeugend weitergeben könnten, was wir glauben und in unserem Leben erfahren haben: „Dass unser Leben ein Ziel hat, unsere Hoffnung einen Sinn, unsere Sehnsucht einen Ort, an dem sie aufgehoben ist.“

Der Schlüssel liege wohl darin, „zu leben, was wir glauben und darauf zu vertrauen, dass diese Kraft ausstrahlt, auch in anderen anfängt zu leuchten. Vielleicht nicht unmittelbar, ist doch der Glaube ein Geschenk, das menschlichem Zwang und Verfügbarkeit entzogen ist, aber dennoch wirkt und nachwirkt.“ Er denke dabei an die friedliche Revolution 1989 in der DDR, die nur möglich gewesen sei, „weil Menschen aus ihrem Glauben heraus plötzlich den Mut hatten, ihren Mund aufzumachen, die Unfreiheit abzuschütteln und den aufrechten Gang einzuüben, weil Menschen aufgrund ihres Glaubens verantwortlich gehandelt haben und es schafften, friedlich und trotz aller Angst standhaft zu bleiben. Die große Kraft des Glaubens hat die Umstände völlig verändert und die scheinbar so Mächtigen ihrer Ohnmacht belehrt.“

„Der Glaube ist mehr als ein Gerüst, das unser Leben mehr schlecht als recht zusammenhält, er ist unser Leben selbst. Ob es für uns dazu Wunder braucht, kann jeder nur für sich selbst beantworten. Vielleicht ist es ja auch so, dass der Blick sich durch den Glauben ändert, wir durch ihn in unserem Leben immer wieder das Wunderbare erkennen“, betonte der Leitende Bischof. Es gebe auch heute Wunder. Und dies seien nicht nur naturwissenschaftlich nicht erklärbare Phänomene. Aber auch diese gebe es. Und warum solle nicht Gott, der Herr über Leben und Tod, auch Urheber solcher Wunder sein? Allerdings lasse sich dies nicht mit den Mitteln der Vernunft beweisen. „Aus diesem Grund habe ich auch meine Probleme mit dem gegenwärtig laufenden Seligsprechungsverfahren für Johannes Paul II. Er war ein außergewöhnlicher Christ und kann, auch für Nicht-Katholiken, durchaus ein Vorbild sein insbesondere was seinen Glauben in seinem Sterben betrifft. Dass für eine Seligsprechung allerdings scheinbar wissenschaftlich bewiesen werden muss, dass ein Mensch geheilt worden ist durch die Anrufung seines Namens, übersieht die Bedeutung Gottes als des Begründers aller Wunder.“


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Trennendes offen ansprechen
Catholica-Beauftragter der VELKD referierte über den Stand der ökumenischen Beziehungen - Freitag, 21. Januar 2011

Mailand/Hannover – In Deutschland sind die Kirchen in den letzten Jahren „einen guten Schritt auf dem gemeinsamen Weg weitergekommen“. Darauf hat der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), aufmerksam gemacht. In seinem Vortrag zum Thema „Ökumenische Lage und missionarische Herausforderung“ im Rahmen der Dialogveranstaltung des Ökumenischen Kirchenrates von Mailand zur Gebetswoche für die Einheit der Christen nannte Weber als Beispiel die Charta Oecumenica, die eine gemeinsame ökumenische Kirchenethik darstelle.  Sie richte sich auch aus auf das Ziel von Frieden und Verständigung zwischen den zahlreichen europäischen Kirchen, Nationen und Religionen. Sie stelle die Selbstverpflichtung der Kirchen zur Vertiefung der ökumenischen Zusammenarbeit dar.

„Es geschieht viel in der geistlichen Ökumene des Lebens. Nur die Wirklichkeit vor Ort ist oft anders“, sagte Landesbischof Weber. Noch immer gebe es Konkurrenz zwischen den Kirchen und Gemeinschaften, noch immer breite sich klammheimliche Freude aus, wenn es der anderen Kirche nicht so gut gehe. Der Catholica-Beauftragte wörtlich: „Ökumenisches Denken und Handeln sind keine Selbstverständlichkeit. Ehe Gott aus dem Getrennten Eines werden lässt, braucht es unser Mühen, unsere Bereitschaft das gemeinsam zu tun, was zu tun nötig ist.“ Hierzu gehörten seiner Meinung nach zum Beispiel neue Anstrengungen im Blick auf die Trägerschaft von Sozialstationen, die Nutzung kirchlicher Gebäude, den Religionsunterricht an öffentlichen Schulen und auch die Arbeit der Kindertagestätten, gemeinsame Arbeit mit der Bibel, ökumenische Andachten und Gottesdienste. „Die Suche danach, wie wir Christen gemeinsam Zeugnis unseres Glaubens ablegen können, ist mehr als geboten.“

Verglichen mit der langen und schmerzvollen Geschichte der kirchlichen Trennungen und Spaltungen sei die Ökumene ein sehr junges Gewächs. Gerade mal seit gut fünfzig Jahren bemühten sich die lutherische und die römisch-katholische Kirche, die Einheit der Kirche Jesu Christi wiederzugewinnen und den Skandal der Trennung zu überwinden. Viel Gutes und Segensreiches sei seitdem bereits erreicht und ein vorzeigbarer Weg miteinander“ zurückgelegt worden. „Heute haben wir ein gutes, vertrauensvolles Miteinander entwickelt, wenn es um gemeinsame Trauungen geht und wir sprechen sogar von konfessions-verbindenden Ehen. Ökumenische Bibelwochen, Einweihungen von Feuerwehrwachen unter ökumenischer Beteiligung, Ökumenische Kinderbibeltage, ökumenischer Weltgebetstag, ein herzliches Grußwort des katholischen Geistlichen zur Amtseinführung seines neues evangelischen Kollegen – alles vor knapp 500 Jahre undenkbar und nun innerhalb von ein paar Jahrzehnten eine große Selbstverständlichkeit. Das dürfen wir nicht vergessen.“

Auch auf dem Gebiet der theologischen Aufarbeitung der Unterschiede in Glaubensfragen sei viel passiert. Allerdings gebe es „noch viel zu klären“. Weil so viel gelungen sei, müsse auch das Trennende offen angesprochen werden. „Die Einheit der Kirche ist für uns letztlich Gottes Werk und kann niemals durch die Kirchen selbst geschaffen werden. Wenn Kirchen erkennen, dass zwischen ihnen ein gemeinsames Verständnis des Evangeliums besteht, dann müssen diese dem dadurch Rechnung tragen, dass sie untereinander Kirchengemeinschaft an Wort und Sakrament erklären und praktizieren. Daher ist die VELKD der Überzeugung: Selbst noch vorhandene Differenzen zwischen Kirchen müssen nicht ausschließen, dass die Glieder solcher Kirchen zur Teilnahme an Wort und Sakrament der eigenen Kirche eingeladen werden. Dies gilt auch beim Abendmahl: Christus lädt ein, nicht eine einzelne Kirche. Und seine Einladung wiegt mehr als unsere theologischen Differenzen und kirchenrechtlichen Bestimmungen“, so Landesbischof Weber.

Aus lutherischer Sicht sei es an der Zeit, einen Prozess zu einer Gemeinsamen Erklärung zum Abendmahl/zur Eucharistie in Gang zu setzen – analog zur Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre aus dem Jahre 1999. Eine Gemeinsame Erklärung zum Abendmahl könne zeigen, dass der Streit „im Wesentlichen“ behoben sei und eine „grundsätzliche Übereinstimmung“ bestehe.

Hinweis: Der Vortrag liegt im vollständigen Wortlaut als pdf bei.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Zeichen der Einheit geben Mut
Leitender Bischof spricht Grußwort beim Empfang der Erzdiözese Mailand - Freitag, 21. Januar 2011

Mailand/Hannover – Die von Gott gegebene Einheit der Kirchen auch vor der Welt sichtbar werden zu lassen, dazu hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), aufgerufen. In seinem Grußwort beim Empfang in der Kurie der Erzdiözese Mailand durch Dionigi Kardinal Tettamanzi sagte Friedrich, die VELKD schaue „mit großer Dankbarkeit auf die Tatsache, dass wir den notwendigen, wenn auch nicht immer leichten Weg hin zur Einheit seit vielen Jahren gemeinsam mit unseren römisch-katholischen Brüdern und Schwestern gehen können. Wir blicken auf über 30 Jahre intensiver und kontinuierlicher Lehrgespräche mit der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz zurück, die wir als regionale Entsprechung zum internationalen lutherisch/römisch-katholischen Dialog verstehen. Unser Dialog hat nicht nur zu wichtigen theologischen Ergebnissen geführt, sondern die regelmäßigen Begegnungen haben zugleich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und ein gegenseitiges Verstehen weit über die behandelten Themen hinaus geschaffen.“
 
Als ein Symbol dieser bereits existierenden Einheit habe die VELKD gemeinsam mit dem Lutherischen Weltbund den „Luthergarten“* in Wittenberg geschaffen. „Nicht nur die lutherischen Kirchen aus der ganzen Welt sind eingeladen, einen Baum zu pflanzen, sondern auch unsere ökumenischen Partner als ein Zeichen von Versöhnung und geistlicher Gemeinschaft. Programmatisch wurden daher die ersten Bäume des Gartens von Vertretern der christlichen Weltgemeinschaften gepflanzt.“ Als eine der ersten Diözesen habe auch die Erzdiözese Mailand einen Baum gepflanzt. Es erfülle ihn „mit großer Freude“, dass am 22. Januar in Anwesenheit einer 19-köpfigen Delegation der VELKD – sie führt Ökumene-Gespräche in Mailand und Rom – an der Basilika von San Marco das katholische Gegenstück gepflanzt werde. „Diese Zeichen der Einheit geben Mut und stärken unser Vertrauen, dass uns die in Christus geschenkte Einheit auch zur sichtbaren Einheit als Kirchen führen wird.“

* www.luthergarten.de

 


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Leben in pluralistischer Welt verlangt Klärung eigener Identität
Leitender Bischof der VELKD sprach über die Herausforderung des religiösen und kulturellen Pluralismus - Donnerstag, 20. Januar 2011

Mailand/Hannover – Der religiöse und kulturelle Pluralismus stellt nach den Worten des Leitenden Bischofs der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), sowohl für die Politik wie für die christlichen Kirchen Europas eine „enorme Herausforderung“ dar. In einem Vortrag im Rahmen eines Interkulturellen Abends in der Chiesa Cristiana Protestante di Milano zusammen mit der Gemeinschaft Sant’Egidio sagte Friedrich, in dieser Situation „haben wir jedem Versuch der politischen Instrumentalisierung der Religion entgegenzutreten“. Dies gelte auch im Blick auf die in Europa „grassierende Islamfeindlichkeit“, die „letztlich eine Angst vor dem Unbekannten“ darstelle.

Der Vortrag stand unter dem Thema „Der religiöse und kulturelle Pluralismus – Eine Herausforderung für den sozialen Zusammenhalt in Europa“. Verschiedene Sprachen und Kulturen, verschiedene geschichtliche Erfahrungen in einer Gesellschaft seien eine Bereicherung. „Aber ethnische, sprachliche, kulturelle und nicht zuletzt religiöse Unterschiede in einer Gesellschaft enthalten auch Konfliktpotentiale, die zu leugnen naiv wäre“, so Friedrich. „Deshalb gilt es, mit Klugheit Differenzen zuzulassen.“ So habe die Gesetzgebung der Bundesrepublik Deutschland das Festhalten an einer deutschen Minderheitskultur im Ausland – etwa in Osteuropa, ausdrücklich gefördert. Einreiseberechtigt in Deutschland und automatisch deutsche Staatsbürger seien bis heute auch Menschen, die weder in Deutschland geboren seien, noch jemals dort gelebt, die aber im Ausland am deutschen Volkstum festgehalten hätten. „Warum, so frage ich, soll es gut sein, wenn Deutsche im Ausland an der deutschen Kultur festhalten, aber schlecht, wenn Türken in Deutschland an der türkischen Kultur festhalten? Voraussetzung dafür, dass Differenz zugelassen werden kann, ist nach meiner Überzeugung allerdings vor allem zweierlei: einmal die Anerkennung der für alle geltenden Gesetze in dem Land, in dem man leben will, zum anderen der gleichberechtigte Zugang aller zu den Bildungschancen der Gesellschaft – was bedeutet, dass man neben der Muttersprache die Landessprache in Wort und Schrift beherrschen muss.“ Im Übrigen werde die Integration durch die gesellschaftliche Anerkennung der Herkunftssprachen und -kulturen gefördert, während die Forderung nach Gleichheit und kultureller oder religiöser Einheitlichkeit sowohl dem Geist unserer Verfassung wie dem Integrationsgedanken widerspreche.

„Das Zusammenleben in einer pluralistischen Welt verlangt nach der Klärung der eigenen Identität“, hob der Leitende Bischof hervor. „Unklare Identität aber, religiöse und kulturelle Verunsicherung, führt zu Abstoßungsreaktionen, möglicherweise auch zu Fremdenfeindlichkeit und Islamophobie.“ Es sei auffällig, dass Fragen wie „Soll der Islam in Deutschland verboten werden?“ oder „Soll bei Muslimen die freie Religionsausübung eingeschränkt werden?“ bei Meinungsumfragen in Ostdeutschland eine höhere Quote an Zustimmung bekämen als in Westdeutschland – wobei die Zustimmung auch im Westen erschreckend hoch sei. „Dahinter steckt, dass in einer Gesellschaft, der die eigene religiöse Tradition fremd geworden ist, eine fremde und engagiert praktizierte Religiosität bedrohlich wirkt. Gerade deshalb trete ich für den interreligiösen Dialog ein.“ Der Staat muss nach Friedrichs Worten „religiös neutral bleiben und sich aus der Debatte um die Inhalte der Religion heraushalten“. Dennoch sei der interreligiöse Dialog, den Christen mit Muslimen, Buddhisten, Hindus führen, nicht nur ein kirchliches Anliegen: „Er ist zugleich ein Dienst am Frieden und am Zusammenhalt in der Gesellschaft. Es ist der Auftrag der Christen, ihr ureigner Beitrag zum Zusammenleben in einer pluralistischen Gesellschaft, dass sie ihre eigene religiöse Identität immer neu bestimmen – auf den Wahrheitsanspruch des eigenen Glaubens und der eigenen Religion nicht verzichtend, aber den anderen Religionen unpolemisch, freundlich, offen und dialogisch gegenübertretend.“ Hier liege wohl der Schlüssel, wie man in Europa der Herausforderung des religiösen und kulturellen Pluralismus begegnen könne. „Wer um die eigene christliche Identität weiß, in seiner Tradition verwurzelt ist und die Vielfalt des Christentums aus eigener Anschauung kennt, kann auch offen sein für das Andere, mitunter Fremde anderer Religionen.“

Hinweis: Der Vortrag liegt im vollständigen Wortlaut als pdf bei.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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„Heil und Heilung“
VELKD dokumentiert Publikation ihres Arbeitskreises Religiöse Gemeinschaften - Donnerstag, 20. Januar 2011

Hannover – Unter dem Titel „Heil und Heilung“ ist jetzt in der Reihe „Texte aus der VELKD“ Nr. 156 eine Ausgabe mit Beiträgen zu alternativen Heilverfahren aus dem Arbeitskreis Religiöse Gemeinschaften der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) erschienen. Bei der 58-seitigen Publikation handelt es sich um die abschließende Arbeit im vergangenen Berufungszeitraum. Der langjährige Vorsitzende des Arbeitskreises, Dr. Matthias Kleiminger, schreibt im Vorwort der Veröffentlichung: In der Beratungstätigkeit der Sekten- und Weltanschauungsbeauftragten evangelischer Landeskirchen „zeigte sich in verstärktem Maße, dass sich bei Ratsuchenden die Sehnsucht nach ihnen angemessenen religiösen Lebensformen mit der Suche nach alternativen Heilungsmethoden verbunden hat“. Aus diesem Grund werde in dem Heft ein kritischer Blick auf einige Heilverfahren geworfen und zugleich nach ihrer Beurteilung aus christlicher Sicht gefragt. Kleiminger wörtlich: „Um aber den Heilverfahren und ihren Anbietern gerecht zu werden, ist es unumgänglich, das jeweilige Heilungsgeschehen in einen Verstehens-zusammenhang zu stellen. Heilen ist stets mehr als das Wiederherstellen eines früheren Zustandes. Eine Krankheit und ihre Heilung kann das Selbst eines Menschen grundlegend verändern. Entscheidend ist, dass Heilungen nicht technizistisch isoliert verstanden werden. Sie sind nur in ihrem Kontext zu verstehen und zu beurteilen. Wie wichtig es ist, das hinter jedem Heilungsangebot stehende Verständnis von der Welt zu beachten, wird z. B. anschaulich, wenn Patienten ihre Krankheit als Sühne verstehen oder andere Heilungsuchende davon überzeugt sind, schlechtes Karma aus früheren Leben abarbeiten zu müssen. Christliche Apologetik wendet sich gegen jede Spielart von ,Gesundheitsreligion‘, die auf dem unüberschaubar gewordenen Heilungsmarkt Raum gewinnen möchte. Sie empfehlen Ratsuchenden, sich über die Weltanschauung klar zu werden, die hinter dem jeweiligen Heilungsangebot steht. Erst dann werden Kriterien für die Beurteilung einzelner Heilverfahren zu gewinnen sein.“ Die vorliegende Sammlung beleuchte das Thema anhand einiger Grundlinien und Einzelphänomene, besonders aus dem esoterischen und aus dem neupfingstlerisch-charismatischen Bereich.

Die Publikation umfasst Beiträge von Eduard Trenkel, Harald Lamprecht, Matthias Pöhlmann, Annette Kick und Matthias Kleiminger.

Hinweis: „Texte aus der VELKD“ erscheinen im Internet. Die Nr. 156 „Heil und Heilung“ kann unter http://www.velkd.de/downloads/156_Texte_aus_der_VELKD_Nr156_download.pdf
abgerufen werden.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Reiner Knieling leitet künftig Gemeindekolleg der VELKD
Kirchenleitung beruft Nachfolger von Annegret Freund - Mittwoch, 19. Januar 2011

Hannover - Die Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat PD Dr. Reiner Knieling (Wuppertal) zum neuen Leiter ihres Gemeindekollegs in Neudietendorf bei Erfurt berufen. Der 48-jährige Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern tritt zum 15. August 2011 die Nachfolge von Pastorin Dr. Annegret Freund an, die das Gemeindekolleg seit 2004 leitet und mit dem Ende ihrer Amtszeit zum 1. Juli 2011 in die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland zurückkehrt. Knieling wurde 1963 in Hof/Saale geboren und studierte in Erlangen Evangelische Theologie. Er arbeitete u.a. als Verbandsjugendleiter des Christlichen Jugendbundes in Bayern (cjb) in Puschendorf bei Nürnberg. Seit 1995 ist er als Dozent für Neues Testament und Praktische Theologie an der Evangelistenschule Johanneum in Wuppertal tätig. 1997 wurde er zum Dr. theol. an der Universität Erlangen mit einer Dissertation zum Thema „Predigtpraxis zwischen Credo und Erfahrung. Homiletische Untersuchungen zu Oster-, Passions- und Weihnachtspredigten“ promoviert. Im Jahre 2006 habilitierte er sich mit einer Arbeit zum Thema „Konkurrenz in der Kirche. Praktisch-theologische Untersuchungen zu einem Tabu“ an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal. Reiner Knieling ist verheiratet und hat drei Kinder.

Das 1986 gegründete Gemeindekolleg hat die Aufgabe, bundesweit Projekte für Gemeindearbeit zu entwickeln und zu vermitteln, Ideen und Impulse zur Gemeindeentwicklung zu vernetzen sowie Veränderungsprozesse in Gemeinden zu begleiten. Es soll die beiden Schlagworte „öffnen“ und „verdichten“ der 1983 von der VELKD verabschiedeten „Missionarischen Doppelstrategie zur Stabilisierung der Kirchenmitgliedschaft“ in Projekte für die Gemeindearbeit umsetzen. Neben Konsultationen führt diese Einrichtung u. a. Schulungen zu folgenden Projekten durch, die teilweise auch von Kirchen in Brasilien, Finnland und Namibia übernommen wurden: „Sterbende begleiten lernen“, „Spiritualität im Alltag – sieben Schritte als Chance, GOTTESDIENST und LEBEN zu verbinden“, „Kirchen erzählen vom Glauben“ und „GET –Gemeinde-Entwicklungs-Training“. Die Angebote richten sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kirche.

Hinweis: Ein Porträtfoto von Dr. Reiner Knieling kann unter http://www.velkd.de/downloads/knieling.jpg herunter geladen werden. Weitere Informationen zum Gemeindekolleg sind unter www.gemeindekolleg.de abrufbar.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Kirchenleitung der VELKD reist nach Mailand und Rom
Ökumene-Gespräche und Privataudienz beim Papst auf der Tagesordnung - Montag, 17. Januar 2011

Hannover – Erstmals in der Geschichte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) unternimmt die Kirchenleitung eine Begegnungsreise nach Mailand und Rom. Sie findet vom 20. bis 26. Januar statt. An ihr nehmen zwölf des insgesamt dreizehn Mitglieder umfassenden Gremiums teil. Im Einzelnen sind dies: der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), sein Stellvertreter, Bischof Gerhard Ulrich (Schleswig), der Präsident der Generalsynode, Prof. Dr. Dr. h. c. Wilfried Hartmann (Hamburg), Ministerpräsident a. D. Dr. Günther Beckstein (Bayern), Kirchenrätin Susanne Böhland (Mecklenburg), Vizepräsident Arend de Vries (Hannover), Geschäftsführerin Merle Fromberg (Nordelbien), Präsident Sebastian H. Geisler (Schaumburg-Lippe), Regionalbischof Dr. Hans Mikosch (Mitteldeutschland), Präsident Jürgen Schneider (Hannover), Oberlandeskirchenrat Klaus Schurig (Sachsen) und Pfarrer Harald Welge (Braunschweig). Begleitet wird die insgesamt 19-köpfige Delegation vom Catholica-Beauftragten der VELKD, Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), dem Oberbürgermeister der Lutherstadt Wittenberg, Eckhard Naumann, dem Geschäftsführer des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB), Norbert Denecke, dem stellv. Leiter des Amtes der VELKD, Oberkirchenrat Christian Frehrking, sowie den VELKD-Oberkirchenräten Udo Hahn, Christine Jahn und Dr. Oliver Schuegraf.

Laut Tagesordnung sind u.a. folgende Stationen vorgesehen:

20. Januar: Interkultureller Abend in der Chiesa Cristiana Protestante di Milano zusammen mit der Gemeinschaft von Sant’Egidio mit einem Vortrag des Leitenden Bischofs zum Thema „Der religiöse und kulturelle Pluralismus – Eine Herausforderung für den sozialen Zusammenhalt in Europa“.

21. Januar: Empfang in der Kurie der Erzdiözese durch Dionigi Kardinal Tettamanzi; Ökumenischer Gedankenaustausch mit Weihbischof Brambilla sowie mit Mitgliedern der Ökumene-Kommission der Erzdiözese Mailand; Begegnung mit dem Kirchenvorstand der Chiesa Cristiana Protestante di Milano, der Präsidentin des Ökumenischen Kirchenrats von Mailand und dem Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland; Dialogveranstaltung des Ökumenischen Kirchenrats von Mailand zur Gebetswoche für die Einheit der Christen mit Beteiligung des Catholica-Beauftragten.

22. Januar: Mittagsgebet in der Basilica di San Marco mit Baumpflanzung im Rahmen des Projekts „Luthergarten“.

23. Januar: Gottesdienst in der Ev.-Luth. Christuskirche in Rom mit Predigt des Leitenden Bischofs; Baumpflanzung im Rahmen des Projekts „Luthergarten“ mit Kurt Kardinal Koch; Vesper mit dem Benediktinerkonvent unter Beteiligung des Leitenden Bischofs.

24. Januar: Gespräch im Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen; Privataudienz bei Papst Benedikt XVI.; Besuch der Gemeinschaft Sant’Egidio.

25. Januar: Teilnahme am Ökumenischen Vespergottesdienst mit Papst Benedikt XVI. unter Beteiligung des Leitenden Bischofs; Gespräch mit dem Botschafter der Bundesrepublik Deutschland beim Heiligen Stuhl, Dr. Walter Jürgen Schmid.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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VELKD würdigt Arbeit des Martin-Luther-Bundes
Positive Entwicklung des LWB-Zentrums-Wittenberg - Freitag, 14. Januar 2011

Die Kirchenleitung der VELKD tagte am 13./14. Januar in Hannover.
Das Kommuniqué im Wortlaut:

Gespräch mit Präsident und Generalsekretär des MLB
Die Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat sich in ihrer Sitzung ausführlich mit der Arbeit ihres Diaspora-Hilfswerks Martin-Luther-Bund* (MLB) befasst und sich von seinem Präsidenten, Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiß, sowie Generalsekretär Dr. Rainer Stahl berichten lassen. Die Kirchenleitung dankt dem Martin-Luther-Bund für die fachlich fundierte und kontinuierliche Unterstützung der Diasporaarbeit der VELKD. Sie nimmt zur Kenntnis, dass die Diasporaarbeit des MLB mit der des Gustav-Adolf-Werkes (GAW) gut abgestimmt ist und bittet darum, auf diesem Weg weiter voran zu schreiten. Ausdrücklich begrüßt die Kirchenleitung, wenn sich die Vorstände der beiden Diasporawerke jährlich über die Entwicklung der jeweils spezifischen Arbeit der Werke und über die mögliche Weiterentwicklung in der Zusammenarbeit austauschen. Die Kirchenleitung bekräftigt ihr Anliegen, die Arbeit der lutherischen Diasporakirchen in Europa sowohl im jeweiligen gesellschaftlichen und ökumenischen Kontext als auch in der Gemeinschaft des Lutherischen Weltbundes zu stärken.

LWB-Zentrum-Wittenberg
Die Kirchenleitung hat die positive Entwicklung des LWB-Zentrums-Wittenberg zur Kenntnis genommen. Sie dankt dem Direktor des Zentrums, Pastor Hans W. Kasch, für die geleistete Arbeit sowie Prof. Dr. Theodor Dieter und Dr. Sarah Hinlicky Wilson vom Institut für Ökumenische Forschung in Straßburg für die inhaltliche Begleitung der erfolgreichen Internationalen Seminare. An den vom Zentrum durchgeführten theologischen Fortbildungen im Bereich reformatorischer Theologie nehmen Theologinnen und Theologen aus allen Erdteilen teil, was einen einzigartigen Austausch über Sprachen und Kulturen hinweg sowie über das kirchliche Leben in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten ermöglicht.

* www.martin-luther-bund.de


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Leitender Bischof der VELKD gratuliert Christoph Stier
Langjähriger Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs wird 70 Jahre alt - Donnerstag, 6. Januar 2011

Hannover – Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), hat in einem Glückwunschschreiben den langjährigen Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, Christoph Stier, gewürdigt. Stier wird am 7. Januar 70 Jahre alt. Von 1986 bis 1988 war er Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche in der DDR. „Sie haben Ihrer mecklenburgischen Heimatkirche in gemeindlichen und übergemeindlichen Funktionen gedient, von 1984 bis 1996 in schwieriger und bewegter Zeit als Landesbischof. Ihr klares und besonnenes Auftreten ist von vielen als hilfreich und wegweisend erlebt worden“, schreibt Friedrich. Auch als Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern sei er „sehr froh und dankbar für die stabilen partnerschaftlichen Beziehungen zur mecklenburgischen Landeskirche“. Er habe sie als „stets fruchtbar, hilfreich und weiterführend für beide Kirchen angesehen“.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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VELKD trauert um Anschlagsopfer der koptischen Kirche
Leitender Bischof kondoliert Bischof Anba Damian - Mittwoch, 5. Januar 2011

Hannover – Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) ist nach den Worten ihres Leitenden Bischofs, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), „in großer Trauer und Entsetzen“ über den Anschlag auf koptische Christen in Alexandria mit dieser Kirche verbunden. In seinem Kondolenzschreiben an das Oberhaupt der Koptisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland, Bischof Anba Damian (Höxter), schreibt Friedrich: „Während wir mit der Weihnachtsbotschaft im Herzen uns für das neue Jahr Segen und Frieden wünschten, verloren Christen in Alexandria ihr Leben - während sie sich zu Christus dem Friedensbringer bekannten und um Frieden beteten. Auch in unseren Kirchen beten wir für die Opfer und für ihre Angehörigen und beten darum, dass Frieden werde. In ökumenischer Verbundenheit, wie sie in besonderer Weise auf dem Ökumenischen Kirchentag im letzten Jahr zum Ausdruck kam, stehen wir als Christen in Deutschland zusammen auch in diesen für ihre Kirche so schweren Tagen.“


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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