Archiv: Pressemitteilungen 2009

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VELKD veröffentlicht liturgische Bausteine zum Wochenschluss
Handreichung „Wochenschluss und Sonntagsbegrüßung“ erschienen - Dienstag, 8. Dezember 2009

Unter dem Titel „Wochenschluss und Sonntagsbegrüßung“ hat jetzt die Vereinigte Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) eine liturgische „Handreichung zu Agende II, Die Gebetsgottesdienste für evangelisch-lutherische Kirchen und Gemeinden“, vorgelegt. Erarbeitet wurde die 64-seitige Publikation vom Liturgischen Ausschuss der VELKD – im Auftrag der Kirchenleitung und der Generalsynode. „Das Heft bietet eine Vielzahl von Vorschlägen, den Rückblick auf die Woche und die Begrüßung des Sonntags angemessen, würdig und dabei situationsgemäß zu gestalten“, erklärt die Gottesdienst-Referentin der VELKD, Oberkirchenrätin Christine Jahn. Die Veröffentlichung halte liturgische Formen bereit, die sich den jeweiligen räumlichen und personellen Möglichkeiten anpassen könnten. Diese knüpften ökumenisch offen an gottesdienstliche Traditionen an – etwa an die lutherische Beichtvesper, die katholische Vorabendmesse oder das Luzernar der Alt-Katholiken. „Bei der Zusammenstellung der Texte und Lieder stand die Nutzerfreundlichkeit im Vordergrund, um ein möglichst flächendeckendes Angebot zu sichern und attraktiv gestalten zu können“, so Christine Jahn. Dieses Projekt trage auch zur „Stärkung der Sonntagskultur“ bei.

Hinweis: Die Handreichung „Wochenschluss und Sonntagsbegrüßung“ kann im Amt der VELKD (Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, Tel.: 0511/27 96 438, Fax: 0511/27 96 182, E-Mail: versand@velkd.de) zum Preis von 4,00 Euro (zzgl. Versandkosten) sowie unter der ISBN 978-3-9812446-1-8 über jede Buchhandlung bestellt bzw. im Internet unter http://www.velkd.de/downloads/wochenschluss.pdf kostenlos heruntergeladen werden.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 8. Dezember 2009. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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VELKD veröffentlicht Ratgeber für Eltern, die ihr Kind verloren haben
„Gute Hoffnung – jähes Ende“ jetzt in 9. Auflage - Montag, 30. November 2009

Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) hat die 1996 erstmals veröffentlichte Publikation „Gute Hoffnung – jähes Ende“ jetzt in 9. Auflage herausgegeben. Das 78-seitige Heft entstand im Auftrag der Fachkonferenz für Seelsorge in Kinderkliniken und auf Kinderstationen innerhalb der Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Es versteht sich als „Eine ,Erste Hilfe’ für Eltern, die ihr Baby verlieren, und alle, die sie unterstützen wollen“, wie der Untertitel lautet. Nach Angaben von Oberkirchenrat Andreas Brummer, der im Amt der VELKD u. a. für Seelsorge zuständig ist, werde diese Publikation über die Jahre hinweg kontinuierlich nachgefragt. Mehr als 50.000 Exemplare seien inzwischen bereits verteilt worden. Neben betroffenen Eltern bestellten vor allem Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Kliniken das Heft. Der seelsorgerliche Ratgeber bietet Eltern, die ein Kind verloren haben, u. a. Hilfen auf dem Trauerweg, aber auch liturgische Texte zur Bestattung.

Hinweis: „Gute Hoffnung – jähes Ende. Eine ,Erste Hilfe’ für Eltern, die ihr Baby verlieren, und alle, die sie unterstützen wollen“ kann im Amt der VELKD (Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, Tel.: 0511/27 96 368, Fax: 0511/27 96 99 368, E-Mail: versand@velkd.de) zum Selbstkostenpreis von 1 Euro pro Exemplar (zzgl. Versandkosten) angefordert werden.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 30. November 2009. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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Online der Verstorbenen gedenken
Webandacht zum Ewigkeitssonntag - Dienstag, 17. November 2009

Frankfurt am Main/Hannover – Erstmalig können Angehörige und Freunde am Ewigkeitssonntag auch online ihrer in diesem Jahr Verstorbenen gedenken. Ab sofort können Trauernde bis zum Ewigkeitssonntag am 22. November auf evangelisch.de/ewigkeitssonntag die Namen von Verstorbenen eintragen, derer sie gedenken möchten.

Unter dem Titel „Gott kennt alle unsere Namen“ findet am Ewigkeitssonntag um 18.00 Uhr eine Webandacht auf evangelisch.de statt, bei der die Namen der Verstorbenen nacheinander eingeblendet werden. Danach sind alle Trauernden eingeladen, über Chat ein Vaterunser miteinander zu sprechen und so Gedenken und Fürbitte zu verbinden.

Im Gottesdienst am Ewigkeitssonntag gedenken in den Gemeinden Christen ihrer Verstorbenen, oft werden zu diesen Gottesdiensten die Angehörigen der Gemeindeglieder eingeladen, die in diesem Jahr gestorben sind. Es werden ihre Namen verlesen und die Gemeinde schließt sie und ihre Angehörigen in die Fürbitte ein. Diese Art des Gedenkens an Verstorbene wird nun erstmalig im Internet angeboten. Nach der Webandacht werden die Namen der Verstorbenen nicht weiter gespeichert, denn im Mittelpunkt des Gedenkens steht, dass die Namen vor Gott gebracht werden, so wie es auch in den Gottesdiensten in Kirchengemeinden geschieht.

Über das Gedenken im Internet möchten die Verantwortlichen von Trauernetz.de und evangelisch.de Trauernden eine Möglichkeit des Gedenkens an Verstorbene eröffnen, die aus verschiedenen Gründen den Weg in die Kirchengemeinde nicht finden und ihnen so im Internet einen Raum für Trauer und Gedenken ermöglichen.

Trauernetz.de ist ein Online-Projekt der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Kooperation mit den Landeskirchen Bayern, Hannover und Rheinland.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Theologisches Studienseminar der VELKD hat neuen Studienleiter
Pfr. Dr. Rüdiger Gebhardt wechselt von Fuldabrück nach Pullach - Montag, 16. November 2009

Dr. Rüdiger Gebhardt, Pfarrer in Fuldabrück bei Kassel, wird neuer Studienleiter im Theologischen Studienseminar der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Pullach bei München. Die Kirchenleitung der VELKD hat den 41-jährigen Theologen zum Nachfolger von Pfr. Dr. Matthias Rein berufen, der zum 1. August die Position des Rektors dieser Einrichtung übernahm. Gebhardt studierte in Marburg und Tübingen Evangelische Theologie. Er wurde an der Universität Heidelberg zum Dr. theol. mit einer Arbeit zum Thema „Heil als Kommunikationsgeschehen. Studien zu dem in Luthers Rechtfertigungslehre implizierten Wirklichkeitsverständnis“ promoviert. Vor seiner Tätigkeit als Pfarrer in Fuldabrück im Jahre 2000 war er wissenschaftlicher Assistent an der Universität Heidelberg. Dr. Gebhardt tritt seinen Dienst in Pullach am 1. März 2010 an.
Die Angebote des Theologischen Studienseminars wenden sich u. a. an Pfarrerinnen und Pfarrer, besonders auch an Kirchenleitende auf der mittleren Ebene, ebenso an Synodale, in den Gliedkirchen der VELKD und darüber hinaus im weiteren Verbund der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Der Fokus der Studienarbeit liegt auf theologischer Reflexion aktueller und perspektivischer Fragen von Kirche und Gesellschaft auf der Grundlage lutherischer Theologie und leistet einen spezifischen Beitrag zur Erfüllung kirchlicher Grundaufgaben.

Hinweis: Ein Porträtfoto steht unter http://www.velkd.de/downloads/ruediger_gebhardt.jpg  zum Download bereit.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Kursprogramm für Kinder- und Jugendhospizarbeit erschienen
Kooperation zwischen Gemeindekolleg der VELKD und Malteser Hilfsdienst e. V. - Dienstag, 10. November 2009

Unter dem Titel „Kinder- und Jugendhospizarbeit. Das Celler Modell zur Vorbereitung Ehrenamtlicher in der Sterbebegleitung“ (Gütersloher Verlagshaus, 192 Seiten, mit CD-ROM, 19,95 Euro) ist jetzt ein Kursprogramm für diesen Arbeitsbereich erschienen. Das Curriculum basiert auf dem bewährten Konzept des Celler Modells zur Vorbereitung Ehrenamtlicher in der Sterbebegleitung und wurde von einer Arbeitsgruppe aus erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kinder- und Jugendhospizarbeit des Malteser Hilfsdienstes e. V., mit Unterstützung des Gemeindekollegs (www.gemeindekolleg.de) der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Neudietendorf bei Erfurt, erarbeitet. „Die Ziele, Methoden und Materialien wurden auf die besonderen Themen und Erfordernisse der Kinder- und Jugendhospizarbeit abgestimmt, da Ehrenamtliche in diesem Bereich besondere Qualifikationen benötigen“, erklärte Pfarrer Dr. Christoph Burba, Referent am Gemeindekolleg der VELKD.

Aus der Zusammenarbeit zwischen dem Malteser Hilfsdienst und dem Gemeindekolleg ist bereits 2004 der Band „Sterbende begleiten lernen“ (Gütersloher Verlagshaus, 176 Seiten, mit CD-ROM, 19,95 Euro), herausgegeben von Elke Schölper, entstanden. Beide Publikationen sind über den Buchhandel bzw. direkt beim Gütersloher Verlagshaus (www.gtvh.de) erhältlich.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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„Was ist lutherisch? Wissenswertes für Interessierte“
VELKD-Publikation für Haupt- und Ehrenamtliche in 2. Auflage erschienen - Montag, 9. November 2009

Die Publikation „Was ist lutherisch? Wissenswertes für Interessierte“ der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) ist jetzt in 2. Auflage erschienen. Die 65-seitige Broschüre richtet sich an Personen, die Leitungsaufgaben in einer Gemeinde, einem Kirchenkreis oder anderen kirchlichen Organen wahrnehmen. Sie wolle dazu beitragen, das lutherische Profil zu vertiefen und bewusst zu machen, wie der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), in seinem Geleitwort darlegt. „Die Publikation gehört zu den am häufigsten nachgefragten Veröffentlichungen der VELKD. Dass wir bereits drei Monate nach Erscheinen nachdrucken mussten, werten wir als ein Zeichen für das anhaltende Interesse am lutherischen Gedankengut“, hebt die Gottesdienstreferentin der VELKD, Oberkirchenrätin Christine Jahn, hervor, die zusammen mit der Referentin für Theologische Grundsatzfragen, Oberkirchenrätin Dr. Mareile Lasogga, die Publikation verfasste.

Hinweis: „Was ist lutherisch? Wissenswertes für Interessierte“ kann im Amt der VELKD (Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, Tel.: 0511/27 96 368, Fax: 0511/27 96 99 368, E-Mail: versand@velkd.de) zum Selbstkostenpreis von 1,50 Euro (zzgl. Versandkosten) bestellt bzw. im Internet unter http://www.velkd.de/Downloads_A-Z.php heruntergeladen werden. 

 


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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VELKD gratuliert neuem Bischof der Alt-Katholiken
Glückwunschschreiben des Leitenden Bischofs an Pfr. Dr. Matthias Ring würdigt enge Beziehungen - Sonntag, 8. November 2009

Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), hat Pfr. Dr. Matthias Ring (Regensburg) zur Wahl zum 10. Bischof des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland gratuliert. Die VELKD habe diese Nachricht "mit Freude" aufgenommen. Zugleich erinnerte Friedrich an die engen Beziehungen zwischen VELKD und Alt-Katholiken. In seinem Glückwunschschreiben heißt es: "Besonders freuen wir uns, dass nach Bischof Joachim Vobbe nun auch weiterhin eine Person an der Spitze der alt-katholischen Kirche in Deutschland steht, die wir in der VELKD seit vielen Jahren gut kennen und mit der wir vertrauensvoll zusammenarbeiten. Wir sind Ihnen dankbar, dass Sie seit 1996 der offiziellen Dialogkommission unserer beiden Kirchen angehören und deren Arbeit mitgeprägt haben. Ich bin schon gespannt auf die Ergebnisse, die die Kommission nächstes Jahr präsentieren wird. Auch freue ich mich darauf, dass unsere Kirchen 2010 das 25-jährige Jubiläum der ‚Gegenseitigen Einladung zur Teilnahme an der Feier zur Eucharistie‘ feiern können. Bereits im Januar werden Bischof Vobbe und ich in einem Festgottesdienst in Kaufbeuren der Vereinbarung von 1985 gedenken. Ich hoffe, dass wir auch auf dem Ökumenischen Kirchentag und bei weiteren Veranstaltungen im Laufe des Jahres an diese wichtige ökumenische Vereinbarung erinnern und sie mit Leben füllen können." Für die "anspruchsvolle, aber auch schöne Aufgabe", die Ring von Regensburg nach Bonn führen werde, wünscht der Leitende Bischof der VELKD "alles Gute, viel Kraft, vor allem aber den Segen Gottes".


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Christian Stasch nimmt Arbeit am Gemeindekolleg der VELKD auf
Pastor der hannoverschen Landeskirche wechselt nach Neudietendorf bei Erfurt - Montag, 2. November 2009

Hannover – Pastor Christian Stasch hat seine Arbeit als neuer Referent und stellvertretender Leiter des Gemeindekollegs der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Neudietendorf bei Erfurt aufgenommen. Die Kirchenleitung hatte den
42-jährigen Theologen der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers zum Nachfolger von Andreas Brummer berufen, der zum 1. August als Oberkirchenrat für Gemeindepädagogik und Seelsorge in das Amt der VELKD wechselte. Stasch studierte Evangelische Theologie in Bethel und Heidelberg. Der Theologe hatte zunächst eine Pfarrstelle in Wolfsburg, seit 2001 war er zuständig für die Münsterkirchengemeinde
St. Alexandri in Einbeck.

Das 1986 gegründete Gemeindekolleg hat die Aufgabe, bundesweit Projekte für Gemeindearbeit zu entwickeln und zu vermitteln, Ideen und Impulse zur Gemeindeentwicklung zu vernetzen sowie Veränderungsprozesse in Gemeinden zu begleiten. Es soll die beiden Schlagworte „öffnen“ und „verdichten“ der 1983 von der VELKD verabschiedeten „Missionarischen Doppelstrategie zur Stabilisierung der Kirchenmitglied-schaft“ in Projekte für die Gemeindearbeit umsetzen. Neben Konsultationen führt diese Einrichtung u. a. Schulungen zu folgenden Projekten durch, die teilweise auch von Kirchen in Brasilien, Finnland und Namibia übernommen wurden: „Sterbende begleiten lernen“, „Spiritualität im Alltag – sieben Schritte als Chance, GOTTESDIENST und LEBEN zu verbinden“, „Kirchen erzählen vom Glauben“, „neu anfangen – Christen laden ein zum Gespräch“, „GET – Training für Gemeinde-Entwicklungs-Teams“, „Wort und Antwort neu“ sowie die „ThomasMesse“. Die Angebote richten sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kirche.

Hinweis: Ein Porträtfoto von Pastor Stasch kann unter http://www.velkd.de/downloads/Christian_Stasch.jpg herunter geladen werden. Weitere Informationen zum Gemeindekolleg sind unter www.gemeindekolleg.de abrufbar.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Erstes ökumenisches und internationales Reformationsdenkmal
Erstbepflanzung des Luthergartens in Wittenberg durchgeführt - Sonntag, 1. November 2009

Lutherstadt Wittenberg/Hannover – Mit der Erstbepflanzung von 25 Bäumen durch christliche Weltgemeinschaften und Kirchen aus drei Ländern hat am 1. November der „Luthergarten“ in Wittenberg erste Konturen gewonnen. Nach den Worten des Leitenden Bischofs der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), ist damit das „erste ökumenische und interaktive Reformationsdenkmal“ entstanden. Bis zum 500. Gedenktag der Reformation Martin Luthers im Jahre 2017 wird ein Park mit insgesamt 500 Bäumen entstehen. Friedrich erinnerte daran, dass vor einhundert Jahren in Deutschland ein nationales Jubiläum mit Denkmalen aus Stein und Bronze gefeiert worden sei. 2017 feiere man ein internationales Fest mit einem lebenden, wachsenden Denkmal. „Das finde ich wunderbar“, so der Leitende Bischof. Anlass für dieses Vorhaben sei das Gedenken an die lutherisch geprägte Reformation, die vor fast 500 Jahren in Wittenberg ihren Ausgang genommen habe, und die Würdigung ihrer Wirkungsgeschichte. „Darum sind nicht nur lutherische Kirchen eingeladen, einen Baum zu pflanzen, sondern auch andere christliche Weltgemeinschaften setzen ein Zeichen von Versöhnung und gegenseitigem Verstehen als Resultat von intensiven Dialogen.“

An der Erstbepflanzung nahmen der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Walter Kardinal Kasper (Rom), und als Vertreter des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel, Metropolit Augoustinos (Bonn), teil. Neben der Anglikanischen Gemeinschaft, die durch Rev. Canon Kenneth Kearon (London) vertreten war, waren auch der Weltrat Methodistischer Kirchen durch Bischof i.R. Walter Klaiber (Tübingen), der Reformierte Weltbund durch Ref. Dr. Setri Nyomi (Genf) und der Lutherische Weltbund durch Pfr. Dr. Ishmael Noko (Genf) in Wittenberg präsent.

Kardinal Kasper sagte im Zusammenhang der Pflanzaktion, es sei heute möglich, gemeinsam von Luther zu lernen. Der von der römisch-katholischen Kirche gepflanzte Baum „erinnert uns auch daran, dass Martin Luthers Ruf zur Reform der Kirche, der ein Ruf zur Buße war, uns auch heute angeht“. Weiter führte er aus: „Dankbar erkennen wir, dass die ökumenische Bewegung des 20. Jahrhunderts den Geist des Konfessionalismus überwinden und einer gemeinsamen Bezeugung des einen apostolischen Erbes den Weg bereiten will. Unsere gegenwärtige Gesellschaft bedarf unseres gemeinsamen Zeugnisses. Lutherische und katholische Kirche haben sich dazu auf den Weg gemacht.“ Die Unterzeichnung der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ vor zehn Jahren wolle als „Ausdruck der Übereinstimmung in den zentralen und fundamentalen Fragen in der Verkündigung der frohen Botschaft von Christus verstanden werden. Dafür sind wir dankbar.“

Der Generalsekretär des Reformierten Weltbundes (RWB), Pfr. Dr. Setri Nyomi (Genf), führte in Wittenberg aus, dass der RWB seinen Baum pflanze „auch in der Erkenntnis, dass unsere Berufung durch das Evangelium uns zum Tun der Gerechtigkeit in der Welt verpflichtet, und dazu gehört eine größere Sorgfalt im Umgang mit der Erde und deren Ressourcen“. Auch dies sei Teil des Vermächtnisses der Reformation.

Der Luthergarten geht auf Planungen des Landschaftsarchitekten Dr. Andreas Kipar (Mailand/Duisburg) zurück. Das Projekt wurde durch den Lutherischen Weltbund (LWB) initiiert – unter Mitwirkung des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) und der VELKD. Am 20. September 2008 war der Grundstein für diesen Park gelegt worden.

Neben Kirchenvertretern aus Italien und Rumänien nahmen an dem Festakt auch Repräsentantinnen und Repräsentanten aus Deutschland teil, u. a. Landesbischöfin Ilse Junkermann (Magdeburg), Bischof Jan Janssen (Oldenburg), Bischöfin Maria Jepsen (Hamburg) sowie der katholische Generalvikar Raimund Sternal (Magdeburg).

Der Geschäftsführer des DNK/LWB, Oberkirchenrat Norbert Denecke (Hannover), nannte das Treffen in Wittenberg „historisch“ und würdigte die „ausgezeichnete Zusammenarbeit“ mit Landschaftsarchitekt Kipar, Oberbürgermeister Eckhard Naumann (Wittenberg), dem Stadtrat und der Stadtverwaltung sowie mit Regionalbischof Propst Siegfried Kasparick (Wittenberg). Er dankte auch der Baumschule Lorenz von Ehren, die fünf Linden für die Bepflanzung kostenlos zur Verfügung gestellt hatte. Beim Festakt waren die Vertreterinnen und Vertreter der christlichen Weltgemeinschaften und Kirchen begleitet worden von Kindern der Evangelischen Grundschule der Lutherstadt Wittenberg.

Hinweis: Weitere Informationen sind im Internet unter www.luthergarten.de abrufbar.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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„Wir brauchen eine geistliche Ökumene“
Feiern zum 10. Jahrestag der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ - Samstag, 31. Oktober 2009

Augsburg/Bonn/Frankfurt a. M./Hannover/Genf – Mit einem ökumenischen Festgottesdienst sind heute die Feierlichkeiten zum 10. Jahrestag der Unterzeichnung der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ (GE) in Augsburg zu Ende gegangen. Methodisten, Lutheraner und Katholiken unterstrichen dabei, wie viel im ökumenischen Gespräch der vergangenen Jahre erreicht sei.

Der Augsburger Bischof Dr. Walter Mixa würdigte das Erreichte und hob hervor: „Auf diesem Weg wachsender Übereinstimmung ist die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre ein Meilenstein. Ein Meilenstein ist eine wichtige Wegmarke, aber noch kein Zielpunkt. Der Ehrlichkeit halber müssen wir sagen: Der Weg ist noch weit, bis alle Unterschiede im Glauben aufgearbeitet sind. Packen wir's an. Der heutige Tag ist auch Anlass zur Bitte: Ut unum sint.“

Der Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen in Rom, Walter Kardinal Kasper, bezeichnete in seiner Predigt die Gemeinsame Erklärung als ein Wirken des Heiligen Geistes. „Dafür und für viele, viele andere Schritte, die seither möglich waren, können wir gar nicht genug dankbar sein. Das gottlose Gejammer über vermeintlichen Stillstand in der Ökumene und die elende Miesmacherei, die spießig nur sieht, was alles noch nicht erreicht ist, die aber vergisst, was uns auch in den letzten Jahren geschenkt worden ist, sind bare Undankbarkeit“, so Kasper. Es sei notwendig, eine „Geistliche Ökumene“ zu schaffen, die sich in den letzten Jahren entwickelt habe. „Ökumene ist letztlich kein Selbstzweck; sie zielt über sich hinaus auf die Versöhnung, die Einheit und den Frieden in der Welt. Lasst uns also Vortrupp und Vorposten dieser Einheit sein“, sagte Kasper.

Durch die Kraft des Heiligen Geistes hätten die Menschen Anteil an der Mission Gottes, betonte der Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes (LWB), Pfr. Dr. Ishmael Noko, der ebenfalls im ökumenischen Festgottesdienst predigte. Dies befähige Christinnen und Christen dazu, „die allgegenwärtigen Kräfte der Spaltung in Kirche und Gesellschaft zu überwinden“. Dies versetze die Menschen aber auch in die Lage, „verantwortungsbewusst nach Möglichkeiten zu suchen, wie die Feindbilder entschärft werden können, die uns von dem Geschenk der Gemeinschaft mit Gott und miteinander trennen und uns isolieren.“ Als BürgerInnen im Reich Christi, dessen Fundament Gottes Vergebung sei, „sind wir hineingenommen in die Gemeinschaft mit Gott in Christus und mit einander. Mauern, die trennen, isolieren oder gefangen halten, werden niedergerissen“, so Noko, der 1999 neben Kardinal Kasper zu den Unterzeichnern der GE gehörte.

Bereits am Vormittag hatten der langjährige Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland, Dr. Walter Klaiber, und der frühere Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, die Gemeinsame Erklärung gewürdigt. Klaiber unterstrich in seinem Referat die zeitlose Bedeutung der Rechtfertigungsbotschaft. Sie befreie Menschen vom zerstörerischen Zwang, das eigene Leben durch Erfolg, Leistung oder Besitz rechtfertigen zu müssen, und von der tödlichen Verzweiflung, zu meinen, mangels solcher Selbstrechtfertigung sei das Leben verfehlt und ohne Wert und Sinn. „Wir müssen deshalb mit den Erfolglosen und den Erfolgreichen, mit den Selbstzufriedenen und den an sich Zweifelnden und Verzweifelnden durchbuchstabieren, was Gottes Ja zu ihrem Leben für sie bedeutet: Befreiung zu einer Würde des Lebens, die nicht im Produkt unseres Tuns liegt oder an unerfüllten Leistungen scheitert, sondern in der Liebe Gottes begründet ist“, so Klaiber. Der Weltrat Methodistischer Kirchen hatte 2006 die GE unterzeichnet.

Kardinal Lehmann betonte, dass das ökumenische Gespräch auf der Grundlage der Gemeinsamen Erklärung fortgeführt werden müsse. „Auch wenn Fragen bleiben, die noch bewältigt werden müssen, ist die Gemeinsame Erklärung ein sehr wichtiger Schritt beider Kirchen, um den trennenden Kernbereich im Verständnis der Rechtfertigungsbotschaft zwischen den Kirchen zu entschärfen. Die Formulierung ‚Konsens in Grundwahrheiten der Rechtfertigungslehre’ trifft den erreichen Stand recht gut: Es ist ein echtes Einvernehmen in Grundwahrheiten der Rechtfertigungslehre, aber es ist kein alle Fragen erschöpfender Konsens“, so Kardinal Lehmann. Es blieben noch einige Bereiche, die weiterer Beachtung in den kommenden ökumenischen Gesprächen verdienten. Lehmann bedauerte in Augsburg, dass die Erklärung in mancher Hinsicht bisher folgenlos geblieben sei, „weil man sie nicht weiter vertieft, umgesetzt und so auch spirituell fruchtbar gemacht hat. Sie muss darum zu einem neuen Aufbruchsignal werden. Dann kann sie auch in den kommenden und weiterführenden ökumenischen Gesprächen noch fruchtbarer werden, besonders beim vordringlichen Thema Kirche und Rechtfertigung.“

Gestern (Freitag) begannen die Gedenkveranstaltungen mit einer Feststunde im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses. Dabei sagte der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich, dass sich im Blick auf die GE das jahrzehntelange, geduldige Gespräch zwischen Lutheranern und Katholiken ausgezahlt habe. Bei dem für Lutheraner zentralen Kern der biblischen Botschaft bestünden keine kirchentrennenden Differenzen mehr. „Ich bin dankbar für die Gelegenheit, dass wir uns gemeinsam die Bedeutung der ,Gemeinsamen Erklärung‘ in Erinnerung rufen und neue Motivation tanken, um an den von der Erklärung aufgeworfenen Fragen weiter zu arbeiten.“

Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl würdigte die GE als „kirchenhistorisches Dokument“, das in der Geschichte der Kirchen einen „Meilenstein der Ökumene“ markiere. Der Festvortrag von Prof. em. Dr. Eberhard Jüngel (Tübingen) stand unter dem Thema „Was hat des Menschen Glück mit seiner Seligkeit zu tun?“

Hinweis: Diese Pressemitteilung wird in gleich lautender Fassung auch von den Pressestellen des Lutherischen Weltbundes, der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland verbreitet.

 


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Gespräch zwischen Lutheranern und Katholiken hat sich ausgezahlt
Leitender Bischof der VELKD würdigt „Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ - Freitag, 30. Oktober 2009

Augsburg/Hannover – „Es war einer der bewegendsten Tage in meinem Leben.“ Mit diesen Worten hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), die Unterzeichnung der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ (GE) zwischen dem Lutherischen Weltbund (LWB) und dem Vatikan vor zehn Jahren in Augsburg gewürdigt. In seinem Grußwort zu einem Festakt am 30. Oktober im Goldenen Saal des Rathauses in Augsburg sagte Friedrich: „Wir feiern heute, dass sich das jahrzehntelange, geduldige Gespräch zwischen Lutheranern und Katholiken ausgezahlt hat und wir nun gemeinsam einen differenzierten Konsens in der Rechtfertigungslehre bekennen können. Damit bestehen bei dem für Lutheraner zentralen Kern der biblischen Botschaft keinen kirchentrennenden Differenzen mehr.“

LWB und Vatikan hatten am Reformationstag 1999 in Augsburg in einem Festgottesdienst bekräftigt, dass die jahrhundertelang wiederholten gegenseitigen Verurteilungen in der entscheidenden Frage nach der Rechtfertigung nicht länger Gegenstand gegenwärtiger Lehre in den beteiligten Kirchen sind. Im Jahre 2006 beschlossen die Mitgliedskirchen des Weltrates der Methodistischen Kirchen auf ihrer Vollversammlung in Seoul, die GE mit zu unterzeichnen.

Über den theologischen Dialog hinaus empfahl der Leitende Bischof der VELKD, niemals die geistliche Ökumene zu vergessen. „All das, was auf dem weiten Feld der Spiritualität, des Gebets und des Gottesdienstes bereits möglich ist, müssen wir auch miteinander tun zum Lob und zur Ehre Gottes.“ Friedrich bekräftigte, dass „wir mit der ,Gemeinsamen Erklärung‘ gemeinsam sagen können, dass sie ein unverzichtbares Kriterium ist, das die gesamte Lehre und Praxis der Kirche unablässig auf Christus hin orientieren will“. Es sei notwendig, den Festakt zur Selbstverpflichtung zu nutzen, die Rechtfertigungsbotschaft immer wieder neu für die Gegenwart zu erschließen. „Ich bin dankbar für die Gelegenheit, dass wir uns gemeinsam die Bedeutung der ,Gemeinsamen Erklärung‘ in Erinnerung rufen und neue Motivation tanken, um an den von der Erklärung aufgeworfenen Fragen weiter zu arbeiten.“

Bei der Feierstunde sagte der Bischof des Bistums Augsburg, Dr. Walter Mixa, in seinem Grußwort: „Freilich steht Augsburg auch für eine bewegte Geschichte, was die Einheit der Kirche anbelangt. So markiert das Jahr 1530 mit dem Augsburger Bekenntnis, der Confessio Augustana, einen letzten Versuch, die Kirchenspaltung zwischen Katholiken und Protestanten zu vermeiden. Leider ist dieser Versuch gescheitert. Trotzdem steht Augsburg nicht nur da als Stadt der Trennung, sondern auch als Symbol für erfolgreiche Bemühungen, Christen verschiedener Konfessionen einander wieder näher zu bringen."

In weiteren Beiträgen würdigten Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl, der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Walter Kardinal Kasper (Rom), und der Generalsekretär des LWB, Pfr. Dr. Ishmael Noko (Genf), das mit der GE ökumenisch Erreichte. Den Festvortrag hielt Prof. em. Dr. Eberhard Jüngel (Tübingen) zum Thema „Was hat des Menschen Glück mit seiner Seligkeit zu tun?“

Am 31. Oktober schließt sich um 9.00 Uhr eine Veranstaltung an, in der der langjährige Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland (EmK), Dr. Walter Klaiber (Tübingen), sowie der frühere Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann (Mainz), Vorträge zur GE halten werden. Schlussworte sind vorgesehen von Kardinal Kasper und LWB-Generalsekretär Noko.

Hinweis: Weitere Informationen zum Thema sind im Internet unter www.velkd.de zu finden sowie unter diesen Links: http://www.velkd.de/pressemitteilung-vom-21-09-2009.php und  http://www.velkd.de/1621.php


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 30. Oktober 2009. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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VELKD veröffentlicht liturgische Bausteine zum Wochenschluss
Generalsynode sieht Handreichung als Beitrag zur Stärkung der Sonntagskultur - Mittwoch, 28. Oktober 2009

Ulm/Hannover – Die Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat der Veröffentlichung der liturgischen Handreichung „Wochenschluss und Sonntagsbegrüßung“ zugestimmt. Sie ist mit diesem Beschluss einer Empfehlung von Bischofskonferenz und Kirchenleitung der VELKD gefolgt. Die 64-seitige Publikation, die Anfang Dezember über das Amt der VELKD in Hannover zum Preis von 4 Euro (zzgl. Portokosten) angefordert werden kann und zum kostenlosen Download unter www.velkd.de zur Verfügung stehen wird, ist als „Beitrag zur Stärkung der Sonntagskultur“ gedacht. Sie schöpft aus dem reichen Schatz der Ökumene und kann in vielfältigen gottesdienstlichen Situationen angewendet werden. Darüber hinaus enthält sie liturgische Bausteine für den persönlichen spirituellen Gebrauch.

Die Generalsynode bittet die Gliedkirchen der VELKD innerhalb eines Jahres um Stellungnahmen und Rückmeldungen, die in weitere Auflagen der Handreichung eingearbeitet werden sollen.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 28. Oktober 2009. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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VELKD würdigt stabile Beziehungen zur katholischen Kirche
Generalsynode regt an, dass EKD und Deutsche Bischofskonferenz Wirtschafts- und Sozialwort von 1997 fortschreiben - Mittwoch, 28. Oktober 2009

Ulm/Hannover – Die Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat am Schlusstag ihrer Beratungen in Ulm ihre Dankbarkeit für die „stabilen und gewachsenen Beziehungen zwischen lutherischer und römisch-katholischer Kirche auf der internationalen, nationalen und lokalen Ebene“ zum Ausdruck gebracht. In einer einstimmig angenommenen Entschließung heißt es, diese Beziehungen seien die Voraussetzung für eine „gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit auch in Zeiten einer komplexen ökumenischen Landschaft“. Zu guten ökumenischen Beziehungen gehöre auch, „dass wir ehrlich und offen miteinander reden, ohne Arroganz an den Sorgen und Problemen des anderen Anteil nehmen und uns ohne Neid an den Vorzügen und Stärken des anderen erfreuen“.

Die Generalsynode teilt die Einschätzung ihres Catholica-Beauftragten, Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), hinsichtlich der großen Bedeutung des Lutherischen Weltbundes (LWB) für die ökumenische Arbeit der VELKD und ihrer Gliedkirchen. Die Lehrgespräche des LWB mit und seine kontinuierlichen Kontakte zu der römisch-katholischen Kirche seien ein wichtiger ökumenischer Faktor für die weltweite lutherische Gemeinschaft und damit auch für die VELKD.

Die Synodalen brachten auch ihre Freude auf die weitere Zusammenarbeit zwischen der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und der VELKD zum Ausdruck. Sie begrüßten, dass inzwischen die Dritte Bilaterale Arbeitsgruppe ihre Arbeit aufgenommen hat. Angesichts der nahezu zeitgleich veröffentlichten Äußerungen Papst Benedikt XVI. und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zur aktuellen weltweiten Finanzkrise regt die Generalsynode an, dass die EKD und die DBK eine aktualisierende Fortschreibung des gemeinsamen Wirtschafts- und Sozialworts von 1997 für das Jahr 2011 anstreben.

Die Generalsynode unterstrich in der Entschließung die ökumenischen Chancen des 2. Ökumenischen Kirchentags im Mai nächsten Jahres in München. Sie hofft, dass von diesem Ereignis neue ökumenische Impulse für die Gemeinschaft aller christlichen Kirchen ausgehen: „dass die Betrübnis über das Noch-Nicht-Mögli¬che zu gesteigerten Anstrengungen motiviert sowie das bereits Erreichte in Dankbarkeit gelebt und mit entsprechender Freude gefeiert wird.“

Hinweis: Die Entschließung ist im vollen Wortlaut unter http://www.velkd.de/downloads/Entschliessung_Catholica-Bericht.pdf abrufbar.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Ulrich zum Stellvertreter des Leitenden Bischofs der VELKD gewählt
Bisheriger Vize Jochen Bohl gehört neuem Rat der EKD an - Mittwoch, 28. Oktober 2009

Die Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat Bischof Gerhard Ulrich (Schleswig) zum neuen Stellvertreter des Leitenden Bischofs, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), gewählt. Ulrich ist Bischof des Sprengels Schleswig und Vorsitzender der Kirchenleitung der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Er folgt auf Landesbischof Jochen Bohl (Dresden), der das Amt im August 2007 übernommen hatte. Bohl hatte um Entbindung von dieser Aufgabe gebeten, da er dem neuen Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) angehört.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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VELKD gratuliert künftigem LWB-Generalsekretär Martin Junge
Leitender Bischof: Deutsche Lutheraner brauchen LWB - Montag, 26. Oktober 2009

Ulm/Hannover – Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), hat dem künftigen Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes (LWB), dem chilenischen Pfarrer Martin Junge (48), die herzlichsten Glück- und Segenswünsche übermittelt. Junge, der seit 2000 als LWB-Sekretär für Lateinamerika und die Karibik tätig ist, ist heute vom Rat des LWB bei seiner Sitzung in Genf zum Nachfolger von Pfr. Dr. Ishmael Noko gewählt worden. Er wird sein Amt zum 1. November 2010 antreten. In seinem Glückwunschschreiben bringt der Leitende Bischof die Hoffnung zum Ausdruck, dass sich die Beziehungen zwischen den lutherischen Kirchen in Deutschland und dem LWB weiter positiv entwickeln. „Wir brauchen den Lutherischen Weltbund für unsere Arbeit. Er bewahrt uns vor Provinzialismus“, schreibt Friedrich, der auch Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees des LWB ist. „Ich freue mich, dass der LWB einen Generalsekretär bekommt, der die Lage der Kirchen weltweit und insbesondere auch die Situation in Deutschland sehr gut kennt.“ Dies sei hilfreich auch im Blick auf das, was die Kirchen im Mutterland der Reformation in die weltweite Gemeinschaft der lutherischen Christinnen und Christen einbringen könnten. Dazu biete die nächste Vollversammlung des LWB, die 2010 in Stuttgart unter dem Motto „Unser tägliches Brot gib uns heute“ tage, reichlich Gelegenheit. Junge studierte in Göttingen Evangelische Theologie und absolvierte in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers ein Gastvikariat. Vor seinem Wechsel nach Genf war Junge Pfarrer in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Chile sowie von 1996 bis 2000 ihr Kirchenpräsident.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Kirchen feiern zehn Jahre „Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre“
Festakt von Katholiken, Lutheranern und Methodisten am 30. und 31. Oktober in Augsburg - Montag, 26. Oktober 2009

Genf/Augsburg/Frankfurt am Main/Bonn/Hannover/München – Mit einem ökumenischen Festgottesdienst im Augsburger Dom wird am 31. Oktober um 14.00 Uhr der Unterzeichnung der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ (GE) zwischen Lutherischem Weltbund (LWB) und der römisch-katholischen Kirche vor zehn Jahren gedacht. Der Gottesdienst wird vom Bayerischen Fernsehen sowie im Bayerischen Rundfunk auf Bayern 1 übertragen. Hauptzelebranten im Gottesdienst sind Walter Kardinal Kasper und Dr. Ishmael Noko. Im Anschluss folgt ein Empfang im Michael-Sailer-Saal.

LWB und Vatikan hatten am Reformationstag 1999 in Augsburg in einem Festgottesdienst bekräftigt, dass die jahrhundertelang wiederholten gegenseitigen Verurteilungen in der entscheidenden Frage nach der Rechtfertigung nicht länger Gegenstand gegenwärtiger Lehre in den beteiligten Kirchen sind. Im Jahre 2006 beschlossen die Mitgliedskirchen des Weltrates der Methodistischen Kirchen auf ihrer Vollversammlung in Seoul, die GE mit zu unterzeichnen.

Den Auftakt der Gedenkveranstaltungen bildet eine Feierstunde im Goldenen Saal des Rathauses der Stadt Augsburg am 30. Oktober um 19.30 Uhr. Nach einer Begrüßung durch Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl, den Leitenden Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), und den Bischof des Bistums Augsburg, Dr. Walter Mixa, werden der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Walter Kardinal Kasper (Rom), und der Generalsekretär des LWB, Pfr. Dr. Ishmael Noko (Genf), kurz in das Thema einführen. Den Festvortrag hält Prof. em. Dr. Eberhard Jüngel (Tübingen) zum Thema „Was hat des Menschen Glück mit seiner Seligkeit zu tun?“

Ebenfalls im Goldenen Saal des Rathauses schließt sich am 31. Oktober um 9.00 Uhr eine Veranstaltung an, in der der langjährige Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland (EmK), Dr. Walter Klaiber (Tübingen), sowie der frühere Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann (Mainz), Vorträge zur GE halten werden. Schlussworte sind vorgesehen von Kardinal Kasper und LWB-Generalsekretär Noko.

Zur Pressekonferenz am 30. Oktober um 15.00 Uhr im Hollbau des Annahofs (Im Annahof 4, 86150 Augsburg) laden der Lutherische Weltbund, der Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen und die Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland ein. An ihr nehmen teil: Walter Kardinal Kasper, Pfr. Dr. Ishmael Noko und Bischof i. R. Dr. Walter Klaiber.

Hinweis: Vertreterinnen und Vertreter von Presse, Funk und Fernsehen sind um Akkreditierung unter pressestelle@velkd.de gebeten. Für organisatorische Fragen steht die Persönliche Referentin des Regionalbischofs, Lydie Nicoly Menezes (Tel.: 0821 /5970313, lydie.nicolymenezes@elkb.de) zur Verfügung; für inhaltliche Fragen der Pressesprecher der VELKD, Oberkirchenrat Udo Hahn (Tel.: 0511/27 96 272, Mobil: 0177/82 61 226, hahn@velkd.de).

Vertreterinnen und Vertreter von Presse, Funk und Fernsehen, die am ökumenischen Festgottesdienst im Augsburger Dom teilnehmen möchten, sind gebeten, einen formlosen Antrag auf Akkreditierung bis spätestens 27. Oktober an die Bischöfliche Pressestelle (Tel.: 0821/3166-329, Fax: 0821/3166-329, presse@bistum-augsburg.de) zu senden. Die Ausweise können am Freitag, 30. Oktober, von 9 bis 17 Uhr in der Bischöflichen Pressestelle Augsburg (Peutingerstraße 5, 86152 Augsburg) gegen Vorlage des Presseausweises abgeholt werden.

Diese Pressemitteilung wird in gleichlautender Fassung auch von den Pressestellen des Lutherischen Weltbundes, der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und des Bistums Augsburg verbreitet.

 


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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VELKD will ökumenische Beziehungen vertiefen
Catholica-Beauftragter Landesbischof Weber sieht „gute Weiterentwicklungen“ in den Beziehungen zur römisch-katholischen Kirche - Samstag, 24. Oktober 2009

Ulm – „Wir gehören zusammen, wir sind freundschaftlich verbunden.“ Mit diesen Worten charakterisierte der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), die Beziehungen zur römisch-katholischen Kirche. In seinem Bericht vor der Generalsynode der VELKD sagte er, dazu gehöre auch, „dass wir die Differenzen zwischen uns aushalten und alles daran setzen, sie ins Positive zu kehren“. Dies schließe ein, „dass wir nie anders als im Wissen darum, dass wir auf einem gemeinsamen Grund stehen, mit- und übereinander reden“. Die Catholica-Arbeit der VELKD sei davon bestimmt, dass es „gute Weiterentwicklungen der Ökumene zwischen der römisch-katholischen Kirche und den lutherischen Kirchen“ gebe. „Darum ist sie profiliert, weicht Konflikten nicht aus, benennt Probleme und ist alles andere als eine ,Schmuseökumene‘. Zugleich geht sie mit sich selber und dem Zustand der eigenen Kirche ehrlich um. Arrogant darf sie nicht auftreten“, so Weber.

Die Probleme in den evangelischen Landeskirchen seien denen in den katholischen Bistümern durchaus vergleichbar. „Deutlicher Mitgliederschwund nicht zuletzt auch durch demographische Veränderungen und damit sinkende finanzielle Mittel, geringer werdender Gottesdienstbesuch und allgemein zurückgehende Nachfrage nach kirchlichen Angeboten, schließlich die Überlastung des hauptamtlichen Personals.“ Auf katholischer Seite komme noch ein akuter Priestermangel hinzu. Der rechtlich-strukturelle Umbau auf der lokalen und mittleren Ebene sei in vielen Bistümern radikaler, als dies in den Landeskirchen bislang der Fall sei. Vor dem Hintergrund der Veränderungen auf der Gemeindeebene stelle sich die Frage, wie Ökumene zukünftig angesichts der Konzentration und der finanziellen Kürzungen gelebt werden könne. Was bedeute es, wenn Pfarrer und Priester aus der Fläche zurückgezogen und auf bestimmte Standorte konzentriert werden müssten, fragte Landesbischof Weber. „Ganz grundsätzlich werden wir zukünftig verstärkt vor der Herausforderung stehen, wie wir auch weiterhin Begegnungsflächen zwischen unseren Kirchen schaffen, um nicht eine Entfremdung voneinander zu befördern.“ Auch in Zeiten sinkender Hauptamtlichenzahlen und einer Arbeitsverdichtung seien die regelmäßige Begegnung und die genaue, authentische Kenntnis des anderen unerlässliche Voraussetzung für eine wachsende Gemeinschaft.

In seinem Bericht ging Landesbischof Weber auf die jüngsten Entwicklungen in der römisch-katholischen Kirche ein, etwa auf die Piusbrüder und die antisemitischen Äußerungen des Traditionalistenbischofs Richard Williamson sowie auf das innerkatholische Ringen um das Zweite Vatikanische Konzil. Ausführlich befasste sich der Catholica-Beauftragte auch mit der Sozialenzyklika Papst Benedikt XVI. „Caritas in veritate“. Sie bestätige den „wiederholt geäußerten Eindruck, dass trotz vieler Differenzen evangelische und römisch-katholische Christinnen und Christen mehr eint als trennt.“ Die VELKD sei dankbar, in welcher grundsätzlichen Dimension die Enzyklika das Thema bearbeite. Allerdings komme sie zu keinen konkreten Handlungseinsichten, so dass ihre Wirkung wohl eher gering bleiben werde.

Weber würdigte die im Mai begonnene Arbeit der Dritten Bilateralen Arbeitsgruppe zwischen der Kirchenleitung der VELKD und der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz. Er werte den Auftakt der Beratungen als „ein wichtiges Signal, dass das Gespräch der beiden Konfessionen weitergeht, und sehe dem weiteren Dialog mit spannungsvoller Erwartung entgegen“.

Positiv bewertete Weber auch die „Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ (GE), in der der Lutherische Weltbund (LWB) und die römisch-katholische Kirche vor zehn Jahren in Augsburg zu einer Verständigung über den Hauptstreitpunkt kamen, an dem sich die Reformation Martin Luthers entzündete. „Ich vertraue darauf, dass letztlich die ,Gemeinsame Erklärung‘ eine Erfolgsgeschichte werden wird, weil sich ihr Gehalt in den Kirchen selbst durchsetzen wird.“

Der Bericht des Catholica-Beauftragten stand unter dem Thema „Beziehungen vertiefen in einer komplexen ökumenischen Landschaft“. Weber bekannte sich in seinen Ausführungen ausdrücklich zu dem hier formulierten Auftrag. Der zehnte Jahrestag der GE, der mit einem Festakt am 30. und 31. Oktober in Augsburg gefeiert werde, biete „eine gute Gelegenheit, sich des Erreichten zu vergewissern, Gott dafür zu danken und um Kraft für die Weiterarbeit zu bitten“.

Hinweis: Der Bericht des Catholica-Beauftragten kann im Internet unter http://www.velkd.de/downloads/CatholicaBerichtUlm.pdf. herunter geladen werden.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Kirchenleitung der VELKD gewählt
Sieben Nichtordinierte und sechs Ordinierte führen die Geschäfte zwischen den Tagungen der Generalsynode - Freitag, 23. Oktober 2009

Ulm – Die Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat auf ihrer Tagung in Ulm eine neue Kirchenleitung gewählt. Die Wahl betraf neun der insgesamt 13 Mitglieder. Demnach gehören der Kirchenleitung in der Amtsperiode 2009 bis 2015 an: Regionalbischof Dr. Hans Mikosch (Gera), Oberkirchenrat Helmut Völkel (München), Pfarrer Harald Welge (Braunschweig), Ministerpräsident a. D. Dr. Günther Beckstein (Nürnberg), Kirchenrätin Susanne Böhland (Schwerin), Merle Fromberg M. A. (Meldorf bei Rendsburg), Präsident Sebastian H. Geisler (Bückeburg), Dipl.-Päd. Jürgen Schneider (Hermannsburg), und Oberlandeskirchenrat Klaus Schurig (Dresden). Mitglieder der Kirchenleitung sind auch der Präsident der Generalsynode, Prof. Dr. Dr. h.c. Wilfried Hartmann (Hamburg), sowie die von der Bischofskonferenz gewählten Vertreter: der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), der den Vorsitz der Kirchenleitung inne hat, sein Stellvertreter, Landesbischof Jochen Bohl (Dresden), und Vizepräsident Arend de Vries (Hannover). Die Kirchenleitung umfasst sieben nichtordinierte und sechs ordinierte Mitglieder.

Zu Stellvertretern wurden von der Generalsynode gewählt: Superintendent Ralf-Peter Fuchs (Schleiz), Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr (Aurich), Kirchenrat Dr. Jens Lehmann (Braunschweig), Diplombiologin Dr. Annekathrin Preidel (Erlangen), Oberkirchenrätin Kathrin Schaefer (Dresden), und Rechtsanwältin Dr. Viva-Katharina Volkmann (Verden). Hinzu kommen die beiden Stellvertreter des Präsidenten der Generalsynode, Propst Wolf-Dietrich von Nordheim (Uelzen), und Pfr. Dr. Carsten Rentzing (Annaberg-Buchholz). Die Bischofskonferenz wird vertreten durch Bischöfin Maria Jepsen (Hamburg) und Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel).


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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VELKD will religiöse Bildung stärken
Leitender Bischof kündigt modernen Elementarkatechismus an - Freitag, 23. Oktober 2009

Ulm – Bei der Vermittlung des christlichen Glaubens hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), Defizite der Kirchen eingeräumt. Die Weitergabe des Glaubens an die nächste Generation sei ein großes Thema. Allerdings stelle man mit Ernüchterung fest: „Die Weitergabe funktioniert ja nur, wenn die, die etwas weitergeben sollen, wissen, was sie weitergeben. Und genau da hapert es“, so der Leitende Bischof in seinem Bericht vor der Generalsynode der VELKD. Die Überlieferung des Glaubens und der Frömmigkeit von Generation zu Generation sei schon viel früher auf der Strecke geblieben. Die VELKD werde sich verstärkt der „Auskunftsbefähigung über den Glauben“ widmen und arbeite deshalb an einem „modernen Elementarkatechismus“. Bildungsarbeit sei von zentraler Bedeutung für die Kirche. „Was an Bildung bei uns im Argen liegt, bezahlen wir durch Entfremdung, Entkirchlichung und Kirchenaustritte“, so Friedrich. Mangelnde Beheimatung im Glauben und in seinen Vollzügen wie Gottesdienst und Gebet entsozialisiere. Die Kirchenmitgliedschaft rücke so in den Bereich des Verzichtbaren.

In seinem Bericht ging der Leitende Bischof auch auf das Reformationsjubiläum im Jahre 2017 ein. Er könne sich dies „nicht anders als im engen Verbund und in gemeinsamen Feiern auch mit der römisch-katholischen Kirche“ vorstellen. Das Jubiläum solle nicht auf eine Heldenverehrung Martin Luthers hinauslaufen, sondern die „produktiven Kräfte der Reformation für Glauben und Kirche und auch für die Gesellschaft wieder bewusst machen“. Dass Deutschland weder eine klerikale noch eine bewusst laizistische Gesellschaft sei, verdanke sich ganz wesentlich Luther.

Den 75. Jahrestag der Barmer Theologischen Erklärung nahm Johannes Friedrich zum Anlass, seiner Forderung Ausdruck zu verleihen, dieses Dokument in die Reihe der für die VELKD wichtigen Bekenntnisse aufzunehmen. Er wolle an dem Ziel ihrer Anerkennung festhalten, nicht zuletzt auch deshalb, da an ihrer Entstehung maßgeblich lutherischen Theologen beteiligt gewesen seien. Ebenso wolle er das Ziel nicht aus den Augen verlieren, dass die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) die Confessio Augustana von 1530 als Grundlage anerkenne. Eine Konfessionalisierung der EKD ist seiner Meinung nach damit nicht gegeben, weil das Augsburger Bekenntnis als Basis der Reformation angesehen werden könne, auf die sich alle evangelischen Kirchen in Deutschland beziehen.

Hinweis: Der Bericht des Leitenden Bischofs kann im Internet unter http://www.velkd.de/downloads/Bericht_des_Leitenden_Bischofs_Ulm_09.pdf heruntergeladen werden.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Generalsynode der VELKD mit Gottesdienst eröffnet
Landesbischof July kritisiert Mentalität des „Für-sich-selbst-haben-Wollens“ - Donnerstag, 22. Oktober 2009

Ulm – Mit einem Vespergottesdienst in der Pauluskirche in Ulm ist die 2. Tagung der 11. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) feierlich eröffnet worden. Zuvor hatte der Präsident der Generalsynode, Prof. Dr. Dr. h.c. Wilfried Hartmann (Hamburg), die fünfzig Vertreterinnen und Vertreter aus den acht Gliedkirchen der VELKD begrüßt. Die Beratungen stehen unter dem Thema „Unser tägliches Brot gib uns heute“. Mit dieser Bitte aus dem Vaterunser Jesu, so der Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Dr. h.c. Frank Otfried July, in seiner Predigt, sei das ganze Leben gemeint – unsere Beziehungen, unsere Lebensmöglichkeiten, unsere Würde. „Wir leben nicht aus uns selbst, sondern verdanken unser Leben und unser Dasein Gott.“ Seinen Worten zu Folge sei eine Mentalität des „Für-sich-selbst-haben-Wollens“ zu beklagen, die den Kern der biblischen Botschaft übersehe, dass es um ein von Gott geschenktes „miteinander empfangen dürfen“ gehe. Weiter kritisierte er Menschen, „die an ihren Schaltstellen zulassen, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter aufgeht“. Wer in der Kirche über ökonomische und entwicklungspolitische Fragen des Klimaschutzes und der sozialen Gerechtigkeit nachdenke, beschäftige sich nicht mit Nebensächlichkeiten, so July. Die Vaterunser-Bitte rufe Christinnen und Christen „in Verantwortung zur Weltgestaltung“.

Auf der Tagesordnung der Beratungen der Generalsynode vom 22. bis 24. Oktober sowie am 28. Oktober stehen u. a. der Bericht des Leitenden Bischofs der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), und des Catholica-Beauftragten, Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), sowie die Wahl der Mitglieder der Kirchenleitung, die zwischen den Tagungen der Generalsynode die Geschäfte führt.

Die Predigt von Landesbischof July können Sie hier herunterladen.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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VELKD dokumentiert Entstehungs- und Rezeptionsprozess der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“
1.115 Seiten umfassender Band erscheint zum 10. Jahrestag der Ökumene-Erklärung im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht - Dienstag, 20. Oktober 2009

Unter dem Titel „Die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ legt die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) jetzt im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht (Göttingen) eine „Dokumentation des Entstehungs- und Rezeptionsprozesses“ dieses Dokumentes vor. Der Lutherische Weltbund (LWB) und die römisch-katholische Kirche hatten am Reformationstag 1999 in Augsburg in einem Festgottesdienst bekräftigt, dass die jahrhundertelang wiederholten gegenseitigen Verurteilungen in der entscheidenden Frage nach der Rechtfertigung nicht länger Gegenstand gegenwärtiger Lehre in den beteiligten Kirchen sind. Im Jahre 2006 beschlossen die Mitgliedskirchen des Weltrates der Methodistischen Kirchen auf ihrer Vollversammlung in Seoul, diese Erklärung mit zu unterzeichnen.

„Diese Vereinbarung ist nicht unumstritten geblieben. Kein Text ist dagegen gefeit, unterschiedlich verstanden und ausgelegt zu werden. Sie (Anm.: die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre) bringt jedoch unmissverständlich den Willen zum Ausdruck, das, was gemeinsam ausgesagt werden kann, auch gemeinsam zu sagen, und die verbleibenden Differenzen einer weiteren Klärung zuzuführen“, schreiben der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Walter Kardinal Kasper (Rom), und der Generalsekretär des LWB, Pfr. Dr. Ishmael Noko (Genf), in ihrem Vorwort des 1.115 Seiten umfassenden Bandes. Weiter heißt es: „Die uns noch trennenden Differenzen bedürfen einer weiteren Klärung, die sowohl auf internationaler Ebene durch den Lutherischen Weltbund und den Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen als auch im Rahmen der verschiedenen nationalen Dialoge bereits in Angriff genommen worden ist. Nach unserer gemeinsamen Überzeugung ist dieser Weg des ökumenischen Dialogs unumkehrbar geworden. Die Welt hat unser gemeinsames Zeugnis des Evangeliums von der Versöhnung und Erlösung durch Jesus Christus heute nötiger denn je. Gestärkt  durch  die Macht des Geistes Gottes bitten wir um die Gnade zur Wiederherstellung der vollen und sichtbaren Einheit der getrennten Christen. Darin liegt das Ziel aller unserer ökumenischen Bemühungen.“

Die Publikation wird herausgegeben vom Leiter des Amtes der VELKD, Dr. Friedrich Hauschildt, gemeinsam mit dem Pressesprecher der VELKD, Oberkirchenrat Udo Hahn, und Pastor Andreas Siemens, Assistent des Direktors der Evangelischen Akademie Loccum.

Hinweis: „Die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre. Dokumentation des Entstehungs- und Rezeptionsprozesses“ (1.115 Seiten, 169 Euro, ISBN 978-3-525-56136-2) kann beim Verlag Vandenhoeck & Ruprecht (www.v-r.de) oder über jede Buchhandlung bestellt werden.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Zehn Jahre „Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre“
Katholiken, Lutheraner und Methodisten feiern am 30. und 31.Oktober in Augsburg - Donnerstag, 15. Oktober 2009

Genf/Augsburg/Frankfurt am Main/Hannover/München – Zur Erinnerung an die Unterzeichnung der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ (GE) zwischen Lutherischem Weltbund (LWB) und der römisch-katholischen Kirche vor zehn Jahren finden am 30. und am 31. Oktober in Augsburg mehrere Gedenkveranstaltungen statt. LWB und Vatikan hatten am Reformationstag 1999 in Augsburg in einem Festgottesdienst bekräftigt, dass die jahrhundertelang wiederholten gegenseitigen Verurteilungen in der entscheidenden Frage nach der Rechtfertigung nicht länger Gegenstand gegenwärtiger Lehre in den beteiligten Kirchen sind. Im Jahre 2006 beschlossen die Mitgliedskirchen des Weltrates der Methodistischen Kirchen auf ihrer Vollversammlung in Seoul, die GE mit zu unterzeichnen.

Den Auftakt der Gedenkveranstaltungen bildet eine Feierstunde im Goldenen Saal des Rathauses der Stadt Augsburg am 30. Oktober um 19.30 Uhr. Nach einer Begrüßung durch Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl, den Leitenden Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), und den Bischof des Bistums Augsburg, Dr. Walter Mixa, werden der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Walter Kardinal Kasper (Rom), und der Generalsekretär des LWB, Pfr. Dr. Ishmael Noko (Genf), kurz in das Thema einführen. Den Festvortrag hält Prof. em. Dr. Eberhard Jüngel (Tübingen) zum Thema „Was hat des Menschen Glück mit seiner Seligkeit zu tun?“

Ebenfalls im Goldenen Saal des Rathauses schließt sich am 31. Oktober um 9.00 Uhr eine Veranstaltung an, in der der langjährige Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland (EmK), Dr. Walter Klaiber (Tübingen), sowie der frühere Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann (Mainz), Vorträge zur GE halten werden. Schlussworte sind vorgesehen von Kardinal Kasper und LWB-Generalsekretär Noko. Ein ökumenischer Festgottesdienst im Augsburger Dom sowie ein Empfang im Michael-Sailer-Saal schließen die Feierlichkeiten ab. Hauptzelebranten im Gottesdienst sind Walter Kardinal Kasper und Dr. Ishmael Noko.

Zur Pressekonferenz am 30. Oktober um 15.00 Uhr im Hollbau des Annahofs (Im Annahof 4, 86150 Augsburg) laden der Lutherische Weltbund, der Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen und die Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland ein. An ihr nehmen teil: Walter Kardinal Kasper, Pfr. Dr. Ishmael Noko und Bischof i. R. Dr. Walter Klaiber.

Hinweis: Für Vertreterinnen und Vertreter von Presse, Funk und Fernsehen steht der Zugang zu den genannten Veranstaltungen nach erfolgter Akkreditierung offen. Die Akkreditierung wird unter pressestelle@velkd.de erbeten. Das Anmeldeformular finden Sie im Anhang. Für organisatorische Fragen steht die Persönliche Referentin des Regionalbischofs, Lydie Nicoly Menezes (Tel.: 0821 /5970313, lydie.nicolymenezes@elkb.de) zur Verfügung; für inhaltliche Fragen der Pressesprecher der VELKD, Oberkirchenrat Udo Hahn (Tel.: 0511/27 96 272, Mobil: 0177/82 61 226, hahn@velkd.de).

Vertreterinnen und Vertreter von Presse, Funk und Fernsehen, die am ökumenischen Festgottesdienst im Augsburger Dom teilnehmen möchten, sind gebeten, einen formlosen Antrag auf Akkreditierung bis spätestens 27. Oktober an die Bischöfliche Pressestelle (Tel.: 0821/3166-329, Fax: 0821/3166-329, presse@bistum-augsburg.de) zu senden. Die Ausweise können am Freitag, 30. Oktober, von 9 bis 17 Uhr in der Bischöflichen Pressestelle Augsburg (Peutingerstraße 5, 86152 Augsburg) gegen Vorlage des Presseausweises abgeholt werden.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 15. Oktober 2009. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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DNK/LWB: Erstbepflanzung des Luthergartens
Historisches Treffen christlicher Weltgemeinschaften am 1. November 2009 - Montag, 12. Oktober 2009

Zu einem „historischen Treffen christlicher Weltgemeinschaften“ kommt es nach Auffassung des Geschäftsführers des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB), Oberkirchenrat Norbert Denecke (Hannover), wenn am 1. November die Erstbepflanzung des Luthergartens in Wittenberg vorgenommen wird. Anlässlich des 500. Jahrestages der Reformation werde bis zum Jahre 2017 ein Park mit 500 Bäumen entstehen. „Kirchen aus aller Welt und aller Konfessionen sind eingeladen, die Patenschaft für einen der 500 Bäume zu übernehmen und gleichzeitig einen Baum im Bereich ihrer Heimatkirche zu pflanzen“, so Denecke. An der Erstbepflanzung nehmen der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Walter Kardinal Kasper (Rom), und als Vertreter des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel, Metropolit Augoustinos (Bonn), teil. Neben der Anglikanischen Gemeinschaft, die durch Rev. Canon Kenneth Kearon (London) vertreten ist, sind auch der Weltrat Methodistischer Kirchen durch Bischof i. R. Walter Klaiber (Tübingen), der Reformierte Weltbund durch Rev. Dr. Setri Nyomi (Genf) und der Lutherische Weltbund durch Pfr. Dr. Ishmael Noko (Genf) in Wittenberg präsent.

Der Luthergarten geht auf Planungen des Landschaftsarchitekten Dr. Andreas Kipar (Mailand/Duisburg) zurück. Das Projekt wurde durch den Lutherischen Weltbund initiiert – unter Mitwirkung des DNK/LWB und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Am 20. September 2008 war der Grundstein für diesen Park gelegt worden.

Neben Kirchenvertretern aus Italien und Rumänien werden in Wittenberg auch Repräsentantinnen und Repräsentanten aus Deutschland erwartet, u. a. Landesbischöfin Ilse Junkermann (Magdeburg), Bischof Jan Janssen (Oldenburg), Bischöfin Maria Jepsen (Hamburg) sowie der katholische Bischof Dr. Gerhard Feige (Magdeburg).

Im Anschluss an den feierlichen Akt findet eine Pressekonferenz statt, u. a. mit dem Leitenden Bischof der VELKD und Vorsitzenden des DNK/LWB, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), Landschaftsarchitekt Dr. Andreas Kipar, Oberbürgermeister Eckhard Naumann (Wittenberg), Regionalbischof Propst Siegfried Kasparick (Wittenberg) sowie Vertretern christlicher Weltgemeinschaften.

Hinweis: Weitere Informationen sind im Internet unter www.luthergarten.de abrufbar bzw. erteilt der Direktor des LWB-Zentrums Wittenberg, Pastor Hans W. Kasch, Schlossplatz 1 d, 06886 Lutherstadt Wittenberg (Tel: 03491/69 54 84, Fax: 03491/69 54 85, E-Mail: kasch@dnk-lwb.de).  gerne zur Verfügung.


Udo Hahn
Pressesprecher des DNK/LWB

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 12. Oktober 2009. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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DNK/LWB: DNK/LWB veröffentlicht Kochbuch „Unser tägliches Brot“
Im Kreuz Verlag erscheint ein Band mit Rezepten, Gebeten und Geschichten zum Recht auf Nahrung - Freitag, 9. Oktober 2009

Unter dem Titel „Unser tägliches Brot“ hat jetzt das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) im Kreuz Verlag (Stuttgart) einen Bildband mit „Rezepten, Gebeten und Geschichten zum Recht auf Nahrung“ (157 Seiten, 19,95 Euro) veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine Übertragung der englischen Originalausgabe, die von Karin Achtelstetter in Zusammenarbeit mit Miriam Reidy Prost im Auftrag des Lutherischen Weltbundes herausgegeben wurde. Der Band enthält mehr als einhundert Gerichte zum Nachkochen aus Ländern und Regionen, in denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung für Weltdienst des LWB tätig sind. Er reflektiert kulturelle und religiöse Hintergründe, erläutert, wie Nahrung produziert wird, wie Menschen mit Nahrungsmangel umgehen und sich an den Klimawandel anpassen. Die Rezepte sind in vier Gruppen eingeteilt, je nach Gelegenheit, zu der die Gerichte zubereitet werden: nach dem Wechsel der Jahreszeiten, dem Rhythmus religiöser Feste verschiedener Religionen, dem Lebenszyklus mit besonderen Speisen zu Geburt, Hochzeit, Bestattungen und verschiedenen Festtagen sowie dem ganz normalen Tagesablauf. Die Rezepte wurden bearbeitet, um sie hierzulande nachkochen zu können.

In seinem Vorwort empfiehlt der Vorsitzende des DNK/LWB, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), den Band zur Vorbereitung auf die XI. Vollversammlung des LWB, die 2010 in Stuttgart unter dem Thema „Unser tägliches Brot gib uns heute“ steht. Es gehe in dem Buch „um die Nahrung im wörtlichen Sinn, die in Zeiten von Klimawandel und Wirtschaftskrise für viele Menschen noch unsicherer und kostbarer geworden ist“. Es sei aber auch „von Nahrung im übertragenen Sinn die Rede, von Gesundheit, Bildung, Sicherheit von Leib und Leben – von allem, was zum Leben nötig ist“.

Hinweis: Das Rezeptbuch kann porto- und verpackungskostenfrei beim Diakonischen Werk der EKD e.V., Zentraler Vertrieb, Karlsruher Straße 11, 70771 Echterdingen, Telefon: 711 2159-777, Fax: ++49 711 2159-7, E-Mail: vertrieb@diakonie.de angefordert werden.


Udo Hahn
Pressesprecher des DNK/LWB

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 9. Oktober 2009. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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DNK/LWB: LWB-Vollversammlung soll Impulsgeber für Kirchen in Deutschland sein
Delegierte der DNK-Kirchen bereiteten sich auf Treffen 2010 in Stuttgart vor - Donnerstag, 8. Oktober 2009

Die XI. Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB), die vom 20. bis 27. Juli 2010 in Stuttgart tagt, soll nach den Worten des Vorsitzenden des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), unter lutherischen Christinnen und Christen in Deutschland das Bewusstsein stärken, Teil einer weltweiten Gemeinschaft zu sein. „Der Blick über die Landesgrenzen hinweg bewahrt uns in Theologie und Spiritualität vor Provinzialismus“, sagte Friedrich, der auch Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) ist. Er hoffe auf einen „fruchtbaren Gedankenaustausch“ in Stuttgart und erwarte „kräftige Impulse“ der Vollversammlung auch für die Arbeit der Kirchen in Deutschland. Friedrich hatte die deutschen Delegierten am 8. Oktober zu einem ersten Vorbereitungstreffen nach Hannover eingeladen. An der Begegnung nahmen auch die Vertreterinnen und Vertreter lutherischer Kirchen in den Niederlanden, Frankreich, Italien, Großbritannien, der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein teil. Die 13 Mitgliedskirchen des DNK sind mit insgesamt 62 Personen auf der Vollversammlung vertreten.

Kirchenrat Klaus Rieth (Stuttgart), Koordinator der Vollversammlung für die gastgebende Evangelische Landeskirche in Württemberg, hob die ökumenische Dimension des Treffens hervor. „Keine Vollversammlung in der Geschichte des LWB hatte mehr Gäste aus anderen Kirchen, und an keiner waren an der Planung mehr Vertreter aus der Ökumene beteiligt.“

Die Vollversammlung steht unter dem Thema „Unser tägliches Brot gib uns heute“. In Stuttgart werden rund 400 Delegierte aus den 140 Mitgliedskirchen erwartet, die rund 68,5 Millionen Gläubige repräsentieren.

Hinweis: Die Liste der Delegierten zur Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes ist im Internet unter http://www.velkd.de/downloads/Liste_Delegierte_VV_2010.pdf abrufbar.


Udo Hahn
Pressesprecher des DNK/LWB

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DNK/LWB: www.luthergarten.de
Neue Homepage stellt interaktives Reformationsdenkmal vor, das in Wittenberg entsteht - Dienstag, 29. September 2009

Unter www.luthergarten.de hat das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) ein neues Internetangebot freigeschaltet. Die Homepage informiert über die Entstehung dieses Reformationsdenkmals neuen Typs: Anlässlich des 500. Jahrestages der Reformation wird in der Lutherstadt Wittenberg bis zum Jahre 2017 der so genannte Luthergarten entstehen. Im Rahmen dieses Projektes werden insgesamt 500 Bäume gepflanzt. Kirchen aus aller Welt und aller Konfession sind eingeladen, die Patenschaft für einen der 500 Bäume zu übernehmen und gleichzeitig einen Baum im Bereich ihrer Heimatkirche zu pflanzen. „Durch sein partnerschaftliches Konzept stiftet der Luthergarten Interaktion und setzt kommunikative Prozesse in Gang“ erläutert der Geschäftsführer des DNK/LWB, Oberkirchenrat Norbert Denecke (Hannover), das Konzept. Auf diese Weise entstünden Impulse, die positiv in die Stadt, die Region, das Land und letztendlich in die Welt ausstrahlten und so länderübergreifend die Bedeutung der Reformation sichtbar machten.

Diesen kommunikativen Ansatz verfolgt auch die Website www.luthergarten.de: Sie erläutert die Idee und beschreibt den Weg zu einer Baumpatenschaft, die neben Kirchen auch zum Beispiel Einzelpersonen übernehmen können. 3-D-Animationen veranschaulichen, wie der Luthergarten einmal aussehen wird. Über einen interaktiven Lageplan können der aktuelle Stand der Bepflanzung sowie die Standorte der weltweit gepflanzten Bäume abgerufen werden.

Der Luthergarten geht auf Planungen des Landschaftsarchitekten Dr. Andreas Kipar (Mailand/Duisburg) zurück. Das Projekt wurde durch den Lutherischen Weltbund (LWB) initiiert – unter Mitwirkung des DNK/LWB und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Am 20. September 2008 war der Grundstein für diesen Park gelegt worden. Am 1. November 2009 werden hochrangige Vertreter christlicher Weltgemeinschaften im Rahmen eines Festaktes die Erstbepflanzung vornehmen.


Udo Hahn
Pressesprecher des DNK/LWB

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VELKD informiert über aktuelle Bedeutung der Rechtfertigungslehre
Publikationen zum 10. Jahrestag der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ zwischen Lutherischem Weltbund und römisch-katholischer Kirche - Montag, 21. September 2009

Am 31. Oktober gedenken der Lutherische Weltbund (LWB), die römisch-katholische Kirche und die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) der Bestätigung der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ (GE) vor zehn Jahren. LWB und Vatikan bekräftigten am Reformationstag 1999 in Augsburg in einem Festgottesdienst, dass die jahrhundertelang wiederholten gegenseitigen Verurteilungen in der entscheidenden Frage nach der Rechtfertigung nicht länger Gegenstand gegenwärtiger Lehre in den beteiligten Kirchen sind. Im Jahre 2006 beschlossen die Mitgliedskirchen des Weltrates der Methodistischen Kirchen auf ihrer Vollversammlung in Seoul, die GE mit zu unterzeichnen.

Im Amt der VELKD sind für Interessierte folgende Publikationen abrufbar:

1. Unter dem Titel „Christus vertrauen – Was Rechtfertigung heute bedeutet“ hat der frühere Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof i. R. Horst Hirschler (Rehburg-Loccum bei Hannover) ein 48-seitiges Heft veröffentlicht: „Innerlich frei von dem Druck, das Gelingen unseres Lebens selbst bewerkstelligen zu müssen, werden wir allein durch jenes Gottvertrauen, das sich der Begegnung mit Jesus Christus verdankt“, schreibt Hirschler. „Diese Entdeckung im Neuen Testament verdanken wir Martin Luther. Seine berühmte Rechtfertigungslehre ist nach wie vor wegweisend. Es ist der Glaubensartikel, mit dem die Kirche steht und fällt.“ Das Grundthema des christlichen Glaubens sei „der verlorene Mensch und der rettende Gott“. Es lohne sich, in dem Vertrauen zu leben, dass Gott für mich da ist. „Ich brauche das Gelingen meines Lebens nicht herzustellen. Mein Dasein ist gerechtfertigt im Gottvertrauen, das sich dem gekreuzigten Christus im österlichen Licht verdankt. Wer etwas von der Freiheit eines Christenmenschen begriffen hat, tanzt nicht selbstverliebt um sich selbst, weder um seine großen Taten, noch um seine große Schuld. Er lässt sich, trotz aller Mühsal, nicht wirklich beirren durch wirtschaftliche Umbrüche, Katastrophen, Kriege und Krankheiten. Christus ist sein Halt. Christenmenschen sind beheimatet in Gott und frei für den Nächsten. Sie verstehen ihren Beruf als Gottesdienst im Alltag der Welt. Sie können sich mit ganzer Kraft, ohne die Angst, sich zu verlieren, der Welt zuwenden. Sie müssen die Welt nicht vergöttern, sondern können sie als Gabe Gottes nutzen. Sie haben das Herz, den Kopf und die Hände frei für diese Welt und ihre Nächsten.“ Luthers „Rechtfertigung allein aus Glauben“ meine das in Christus begründete Gottvertrauen, „das mir die innere Freiheit eines Christenmenschen schenke und mich zum Dienst für die Welt bereit und fähig mache,“ so Altbischof Hirschler.
2. Unter dem Titel „Die Botschaft von der Rechtfertigung“ hat der langjährige Ökumene-Dezernent der thüringischen Landeskirche, Pfr. Hans Schäfer, „Eine Einführung in ihr biblisch-reformatorisches Verständnis“ verfasst. Die 47-seitige Veröffentlichung war erstmals 1997 erschienen.
3. In zweiter, verbesserter und erweiterter Auflage ist der Band „Rechtfertigung heute – Warum die zentrale Einsicht Martin Luthers zeitlos aktuell ist“ (197 Seiten, 6,80 Euro) erhältlich. Darin dokumentiert die VELKD die Klausurtagung ihrer Bischofskonferenz, die Anfang März 2008 in der Lutherstadt Wittenberg anlässlich des 60-jährigen Bestehens der VELKD zum Thema „Rechtfertigung heute“ getagt hatte. Der Band enthält u. a. die Vorträge von Rüdiger Zymner, Volker Drehsen, Wilfried Härle, Hermann Beste und Hans-Jürgen Abromeit sowie die Erklärung der Bischofskonferenz zur aktuellen Bedeutung der Rechtfertigungslehre. Ferner finden sich in der Veröffentlichung die Ausführungen des Leitenden Bischofs der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), zur Rechtfertigung, die er im Rahmen seines Berichts vor der Generalsynode in Zwickau im Oktober 2008 vorgetragen hatte.
4. Damit in möglichst vielen lutherischen, römisch-katholischen und methodistischen Gemeinden der Erklärung gedacht werden kann, ist jetzt die ökumenische Arbeitshilfe „Unter dem Horizont der Gnade“ erschienen. Das 45-seitige Heft wurde herausgegeben vom Amt der VELKD, dem Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik – im Auftrag des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) – und der Kommission für ökumenische Beziehungen der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland. In der Publikation werden u. a. das theologische Stichwort „Rechtfertigung“ erklärt, seine Bedeutung in den unterschiedlichen Konfessionen beschrieben, zentrale Passagen der Erklärung sowie der methodistischen Zustimmung dokumentiert und von den Erfahrungen, die seither mit diesem Papier gemacht wurden (in Lateinamerika, in Skandinavien und in Polen), berichtet. Ferner bietet sie liturgische Bausteine für Gedenkgottesdienste, Anregungen für gemeinsame Bibelarbeiten, Perspektiven für die Ökumene sowie Stellungnahmen des Leitenden Bischofs der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), der Bischöfin der EmK, Rosemarie Wenner (Frankfurt am Main), sowie des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch (Freiburg i. Br.).

Hinweis: „Christus vertrauen – Was Rechtfertigung heute bedeutet“ kann zum Selbstkostenpreis von 1 Euro (zzgl. Versandkosten) beim Amt der VELKD, Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, Tel.: 05 11/27 96 – 368, Fax: 05 11/27 96 – 182, E-Mail: versand@velkd.de) angefordert werden. Das Heft kann im Internet unter http://www.velkd.de/downloads/velkd_Publikation_Christus_Vertrauen.pdf abgerufen werden. „Rechtfertigung heute – Warum die zentrale Einsicht Martin Luthers zeitlos aktuell ist“ (ISBN 978-3-9812446-0-1) ist im Buchhandel oder direkt beim Amt der VELKD zum Preis vom 6,80 Euro (zzgl. Versandkosten) erhältlich. Hans Schäfers Veröffentlichung „Die Botschaft von der Rechtfertigung kann kostenlos beim Amt der VELKD angefordert werden. Die Arbeitshilfe „Unter dem Horizont der Gnade“ ist über das Amt der VELKD zu beziehen. Einzelexemplare werden kostenlos abgegeben. Ab zwei Exemplaren liegt der Stückpreis bei 2 Euro (zzgl. Versandkosten). Unter http://www.velkd.de/downloads/arbeitshilfe_rechtfertigung.pdf steht das Heft als Download zur Verfügung.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Ökumenische Arbeitshilfe zur „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ erschienen
Am 31. Oktober feiern Lutheraner, Katholiken und Methodisten den 10. Jahrestag der Übereinkunft - Montag, 14. September 2009

Hannover/Bonn/Frankfurt am Main – Anlässlich des 10. Jahrestages der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ zwischen dem Lutherischen Weltbund (LWB) und der römisch-katholischen Kirche ist jetzt die ökumenische Arbeitshilfe „Unter dem Horizont der Gnade“ erschienen. Das 48-seitige Heft wurde herausgegeben vom Amt der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), dem Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik – im Auftrag des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) – und der Kommission für ökumenische Beziehungen der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland. Der LWB und die römisch-katholische Kirche bekräftigten am
31. Oktober 1999 in Augsburg in einem Festgottesdienst, dass die jahrhundertelang wiederholten gegenseitigen Verurteilungen in der entscheidenden Frage nach der Rechtfertigung nicht länger Gegenstand gegenwärtiger Lehre in den beteiligten Kirchen sind. Im Jahre 2006 beschlossen die Mitgliedskirchen des Weltrates der Methodistischen Kirchen auf ihrer Vollversammlung in Seoul, Korea, die Gemeinsame Erklärung mit zu unterzeichnen.

Damit in möglichst vielen lutherischen, römisch-katholischen und methodistischen Gemeinden der Erklärung gedacht werden kann, bietet die Arbeitshilfe vielfältige Anregungen: Sie erklärt u. a. das theologische Stichwort „Rechtfertigung“, beschreibt seine Bedeutung in den unterschiedlichen Konfessionen, dokumentiert zentrale Passagen der Erklärung sowie der methodistischen Zustimmung und berichtet von den Erfahrungen, die seither mit diesem Papier gemacht wurden (in Lateinamerika, in Skandinavien und in Polen). Es bietet liturgische Bausteine für Gedenkgottesdienste, Anregungen für gemeinsame Bibelarbeiten, Perspektiven für die Ökumene sowie Stellungnahmen des Leitenden Bischofs der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), der Bischöfin der EmK, Rosemarie Wenner (Frankfurt am Main), sowie des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch (Freiburg i. Br.).

Hinweis: Die Arbeitshilfe kann beim Amt der VELKD, Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover (versand@velkd.de) bestellt werden. Einzelexemplare werden kostenlos abgegeben. Ab zwei Exemplaren liegt der Stückpreis bei 2 Euro (zzgl. Versandkosten)
Unter http://www.velkd.de/downloads/arbeitshilfe_rechtfertigung.pdf steht das Heft zum kostenlosen Download zur Verfügung.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Leitender Bischof der VELKD für eine Ökumene des Miteinanders
Johannes Friedrich würdigt Treffen der Fokolar-Bewegung - Samstag, 12. September 2009

Zwochau bei Leipzig/Hannover – Als „wichtiges Signal“ in der gegenwärtigen ökumenischen Situation hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), das Ökumenische Bischofstreffen der Fokolar-Bewegung bezeichnet. Rund 35 Bischöfe aus zwölf europäischen Ländern sowie aus Brasilien, Indien und den USA tagen vom 8. bis 14. September in Eisleben. Die Initiative zur Begegnung in Deutschland, die unter dem Thema „Ich bin bei euch alle Tage – Von der Zukunft der Kirche“ steht, war von dem früheren Braunschweiger Landesbischof und ehemaligen Präsidenten des Lutherischen Weltbundes (LWB), Christian Krause, ausgegangen. In seinem Grußwort im Rahmen eines „Offenen Tages“ im „Mariapoli-Zentrum Einheit“ der Fokolar-Bewegung in Zwochau bei Leipzig sagte Friedrich am 11. September, das Treffen der Bischöfe sei ein „Vorgeschmack jener Gemeinschaft, nach der wir als Kirchen streben“. Er hoffe, „dass der Geist der Einheit und Geschwisterlichkeit, der auf dieser Konferenz zu spüren ist, eines Tages auch insgesamt unter unseren Kirchen sichtbar zum Ausdruck kommt“. Neben Landesbischof Krause würdigte der Leitende Bischof der VELKD ausdrücklich auch den katholischen Prager Erzbischof Miroslav Kardinal Vlk, dass er diese internationale Plattform der Begegnung fördere.

Johannes Friedrich unterstrich, dass er selbst für eine „Ökumene des Einander-Akzeptierens und Tolerierens sowie des Miteinanders“ stehe. „Wir haben so viel gemeinsam, mehr als uns trennt.“ Auf dieser Basis müssten die Kirchen gemeinsam versuchen, die Welt zu gestalten. Konfessionelle Identität sei dabei kein Hindernis. Ausdrücklich bekräftigte er, dass es zum lutherischen Selbstverständnis gehöre, eine weltweite Gemeinschaft mit ökumenischer Ausrichtung zu sein. So sei es dem Lutherischen Weltbund wichtig, Dialoge mit Katholiken, Orthodoxen und Anglikanern zu führen.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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VELKD ist Kirche mit Zukunft
Kirchenleitung zieht positive Bilanz ihrer Amtszeit - Freitag, 11. September 2009

Die Kirchenleitung der VELKD tagte am 10./11. September in Hannover.

Das Kommuniqué im Wortlaut:
Die Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) nahm die letzte reguläre Sitzung der zu Ende gehenden Legislaturperiode zum Anlass, eine Bilanz der zurückliegenden 6-jährigen Amtszeit zu ziehen.
Die Prozesse zu einer stärkeren institutionellen Verbindung zwischen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der VELKD hat die Kirchenleitung entscheidend mitbestimmt und geprägt. So ist es gelungen, tragfähige Rahmenbedingungen für die rechtlichen und administrativen Strukturen zu entwickeln und in eine produktive Praxis zu überführen. Dabei war der Gedanke leitend, den gegenwärtigen Herausforderungen konstruktiv zu begegnen und sie als Chance zu begreifen – als Möglichkeit, das Profil der VELKD zu stärken und auszubauen und die Ergebnisse ihrer Arbeit für die Gemeinschaft der Gliedkirchen fruchtbar zu machen.
Die VELKD ist eine Kirche, die in besonderer Weise die kirchliche Arbeit vor Ort fördert und sich zugleich als Glied der weltweiten lutherischen Gemeinschaft versteht. Vor diesem Hintergrund misst die Kirchenleitung der kontinuierlichen Arbeit an Orientierung gebenden und praxisgerechten Projekten, Fortbildungen und Publikationen hohe Bedeutung bei. Dies drückt sich auch in der Arbeit des Theologischen Studienseminars (Pullach bei München), des Gemeindekollegs (Neudietendorf bei Erfurt) und des Liturgiewissenschaftlichen Instituts (Leipzig) aus. Durch die enge Verbindung mit dem Lutherischen Weltbund (LWB) steht die VELKD in einem anregenden  und fruchtbaren Austausch mit Christinnen und Christen in aller Welt.


Gundolf Holfert
Stellv. Pressesprecher der VELKD

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XV. Konsultation Kirchenleitung und wissenschaftliche Theologie
UEK und VELKD tauschen sich mit Universitätsprofessoren aus - Montag, 7. September 2009

Hannover – Zu ihrer XV. Konsultation Kirchenleitung und wissenschaftliche Theologie kommen vom 16. bis 18. September in Würzburg Leitende Geistliche aus der evangelischen Kirche sowie Theologieprofessorinnen und -professoren zusammen. Die Tagung steht unter dem Thema „Der Bedeutungswandel christlicher Religion in der Gesellschaft – Herausforderungen für Theologie und Kirche“. Der alle drei Jahre stattfindende Meinungsaustausch wird von der Union Evangelischer Kirchen (UEK) und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) jeweils im Wechsel organisiert. Für das diesjährige Treffen ist die VELKD verantwortlich.

Auf der Tagesordnung stehen u. a. folgenden Themen: „Orte und Funktionen von Religion in der Lebenslogik heutiger Menschen“ (Prof. Dr. Armin Nassehi, München), „Herausforderungen für die Konzeptionierung wissenschaftlicher Theologie in der Gegenwart“ (Prof. Dr. Philip Stoellger, Rostock), sowie „Aktuelle Herausforderungen für die künftige theologische Ausbildung der Pfarrer und Pfarrerinnen“ (Pfr. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, Göttingen). Neben dem Vorsitzenden der UEK, Landesbischof Dr. Ulrich Fischer (Karlsruhe), und dem Leitenden Bischof der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), nehmen an der Konsultation u. a. auch Bischof Hans-Jürgen Abromeit (Greifswald), Landesbischof Jochen Bohl (Dresden) und Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel) teil. Die Vorträge sowie die Ergebnisse der Beratungen werden in einer Dokumentation veröffentlicht.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Fischer und Friedrich führen Landesbischöfin Junkermann ein
EKD-Ratsvorsitzender spricht Grußwort - Freitag, 28. August 2009

Hannover – Der Vorsitzende der Union Evangelischer Kirchen (UEK), Landesbischof Dr. Ulrich Fischer (Karlsruhe), und der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), führen am 29. August (15.00 Uhr) im Dom zu Magdeburg die neue Landebischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) ein. Fischer und Friedrich nehmen die Einführung gemeinsam vor, da die EKM beiden Kirchenbünden angehört. Im Anschluss an den Gottesdienst wird der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Dr. Wolfgang Huber (Berlin), ein Grußwort sprechen.

Hinweis: Weitere Informationen sind im Internet unter www.ekmd.de abrufbar.


Udo Hahn & Reinhard Mawick
Pressesprecher der VELKD und der UEK

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„Was ist lutherisch? Wissenswertes für Interessierte“
VELKD-Publikation für Haupt- und Ehrenamtliche erscheint in überarbeiteter und ergänzter Fassung - Donnerstag, 20. August 2009

Hannover – Die Publikation „Was ist lutherisch? Wissenswertes für Interessierte“ der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) ist jetzt in komplett überarbeiteter und ergänzter Form neu aufgelegt worden. Die 65-seitige Broschüre richtet sich an Personen, die Leitungsaufgaben in einer Gemeinde, einem Kirchenkreis oder anderen kirchlichen Organen wahrnehmen. Die Publikation sei „aus dem Bemühen entstanden, lutherischen Christinnen und Christen ihr Bekenntnis lebendig zu erhalten und allen anderen zu vermitteln, wer wir sind und was wir glauben“, schreibt der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), in seinem Geleitwort. Sie wolle dazu beitragen, das lutherische Profil zu vertiefen und bewusst zu machen.

Hinweis: „Was ist lutherisch? Wissenswertes für Interessierte“ kann im Amt der VELKD (Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, Tel.: 0511/27 96 368, Fax: 0511/27 96 99 368, E-Mail: versand@velkd.de) zum Selbstkostenpreis von 1 Euro (zzgl. Versandkosten) bestellt bzw. im Internet unter http://www.velkd.de/downloads/Was_ist_lutherisch.pdf herunter geladen werden.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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VELKD würdigt Rudolf Bultmann
Symposium im Theologischen Studienseminar steht unter dem Thema „Bultmann und Luther“ - Mittwoch, 19. August 2009

Hannover – Anlässlich des 125. Geburtstages des Neutestamentlers Rudolf Bultmann am 20. August veranstaltet die VELKD vom 2. bis 4. Oktober im Theologischen Studienseminar in Pullach bei München ein Symposium für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Die Veranstaltung, an deren Leitung die Professoren Dr. Christof Landmesser (Tübingen) und Dr. Ulrich Körtner (Wien) beteiligt sind, wird sich dem vielschichtigen Verhältnis von Bultmann und Luther widmen. Dabei sollen die lutherischen Bezüge sowohl in der exegetischen als auch in der systematischen Theologie Bultmanns herausgearbeitet werden.

Im Blick auf die Bewertung von Werk und Wirken Bultmanns hat sich innerhalb der Vereinigten Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) nach Einschätzung ihrer Referentin für Theologische Grundsatzfragen, Oberkirchenrätin Dr. Mareile Lasogga, ein Bewusstseinswandel vollzogen. Die Bischofskonferenz der VELKD hatte in einer Kundgebung 1953 im Programm der Entmythologisierung des Professors für Neues Testament die Gefahr gesehen, „den Inhalt der Verkündigung zu vermindern oder gar zu verlieren“. Diese Einschätzung, so Oberkirchenrätin Lasogga, ist in der VELKD faktisch schon seit langem revidiert worden. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Denken Bultmanns im Rahmen des Symposiums bietet auch eine geeignete Plattform für eine öffentliche Würdigung der theologischen Leistung und Verdienste dieses wichtigen Theologen.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Andreas Brummer neuer Gemeindepädagogik-Referent der VELKD
Pastor der hannoverschen Landeskirche tritt Nachfolge von Norbert Dennerlein an - Freitag, 31. Juli 2009

Hannover – Pastor Andreas Brummer (45) nimmt zum 1. August seinen Dienst als Referent für Gemeindepädagogik und Seelsorge im Amt der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) auf. Er ist Nachfolger von Oberkirchenrat Dr. Norbert Dennerlein, der zum 1. März in die bayerische Landeskirche zurückkehrte und die Leitung des Dekanats Neumarkt i. d. Oberpfalz übernahm. Brummer, der Pastor der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers ist, wechselt vom Gemeindekolleg der VELKD in Neudietendorf bei Erfurt nach Hannover, wo er seit 2007 als Referent und stellvertretender Leiter tätig war.

Im Gemeindekolleg war Brummer zuständig für die Projektarbeit in den Bereichen Kirchenpädagogik („Kirchen erzählen vom Glauben“), Bibeldidaktik („Wort+Antwort“) und Gemeindeentwicklung (GET-Projekt). Daneben gehörte die Beratung von Kirchenvorständen und kirchlichen Gremien zu seinen Kernaufgaben. Andreas Brummer studierte Evangelische Theologie in Bethel, Heidelberg und Tübingen. Er arbeitete u. a. als Pastor in Hildesheim sowie als Expo-Beauftragter des Kirchenkreises Hildesheim-Sarstedt.

Hinweis: Ein Porträtfoto kann unter http://www.velkd.de/downloads/Brummer_Andreas.jpg
heruntergeladen werden.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Christian Stasch neuer Referent am Gemeindekolleg der VELKD
Pastor der hannoverschen Landeskirche tritt Nachfolge von Andreas Brummer an - Montag, 27. Juli 2009
Hannover – Pastor Christian Stasch wird neuer Referent am Gemeindekolleg der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Neudietendorf bei Erfurt. Die Kirchenleitung hat den 42-jährigen Theologen der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers zum Nachfolger von Andreas Brummer berufen, der zum 1. August als Oberkirchenrat für Gemeindepädagogik und Seelsorge in das Amt der VELKD wechselt. Stasch studierte Evangelische Theologie in Bethel und Heidelberg. Seit 2001 ist der Theologe zuständig für die Münsterkirchengemeinde St. Alexandri in Einbeck. Davor hatte er eine Pfarrstelle in Wolfsburg. Am Gemeindekolleg nimmt er seinen Dienst am 1. November auf.
Das 1986 gegründete Gemeindekolleg hat die Aufgabe, bundesweit Projekte für Gemeindearbeit zu entwickeln und zu vermitteln, Ideen und Impulse zur Gemeindeentwicklung zu vernetzen sowie Veränderungsprozesse in Gemeinden zu begleiten. Es soll die beiden Schlagworte „öffnen“ und „verdichten“ der 1983 von der VELKD verabschiedeten „Missionarischen Doppelstrategie zur Stabilisierung der Kirchenmitglied-schaft“ in Projekte für die Gemeindearbeit umsetzen. Neben Konsultationen führt diese Einrichtung u. a. Schulungen zu folgenden Projekten durch, die teilweise auch von Kirchen in Brasilien, Finnland und Namibia übernommen wurden: „Sterbende begleiten lernen“, „Spiritualität im Alltag – sieben Schritte als Chance, GOTTESDIENST und LEBEN zu verbinden“, „Kirchen erzählen vom Glauben“, „neu anfangen – Christen laden ein zum Gespräch“, „GET – Training für Gemeinde-Entwicklungs-Teams“, „Wort und Antwort neu“ sowie die „ThomasMesse“. Die Angebote richten sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kirche.
Hinweis: Ein Porträtfoto von Pastor Stasch kann unter http://www.velkd.de/downloads/Christian_Stasch.jpg herunter geladen werden. Weitere Informationen zum Gemeindekolleg sind unter www.gemeindekolleg.de abrufbar.

Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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VELKD veröffentlicht Buch zur Trauerbewältigung
Handreichung im Gütersloher Verlagshaus wendet sich an Trauernde und Bestatter - Dienstag, 14. Juli 2009

Unter dem Titel „Jeden Tag bist du mir nahe... – Sterben – Tod – Bestattung – Trauer“ hat jetzt die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) „Eine evangelische Handreichung für Menschen, die trauern und für die, die sie in ihrer Trauer begleiten“ – so der Untertitel – im Gütersloher Verlagshaus (70 Seiten, 4,95 Euro) veröffentlicht. In seinem Vorwort zu der Publikation beklagt der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), die Verdrängung des Todes in der Gesellschaft. „Die Tabuisierung führt mancherorts dazu, dass Menschen, die plötzlich von Sterben und Tod betroffen sind, sich hilflos fühlen und nicht wissen, wie sie mit dieser Situation umgehen sollen.“ Mit dem vorgelegten Buch will die VELKD nach den Worten von Landesbischof Friedrich über die unmittelbar von Sterben, Tod und Trauer betroffenen Menschen hinaus alle ermutigen, sich mit dem Thema Tod zu beschäftigen.

Erarbeitet wurde der Band vom Seelsorgeausschuss der VELKD unter dem Vorsitz von Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler (München). Neben ihr fungieren als Herausgeber Dekan Dr. Norbert Dennerlein und Prof. Dr. Kerstin Lammer.

Die Veröffentlichung ist ein Nachdruck des Titels „Du bist mir täglich nahe... – Sterben, Tod, Bestattung, Trauer“, der 2005 von der VELKD präsentiert wurde. Exemplare der Restauflage können kostenfrei gegen Erstattung der Versandkosten beim Amt der VELKD, Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, E-Mail: versand@velkd.de, angefordert werden.

Hinweis: Die Publikation „Jeden Tag bist du mir nahe... – Sterben – Tod – Bestattung – Trauer“ kann im Internet unter http://velkd.de/downloads/Jeden_Tag_bist_Du_mir_nahe.pdf als kostenloses pdf-Dokument heruntergeladen werden.


 


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

 

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Leitender Bischof der VELKD würdigt Reformator Johannes Calvin
- Donnerstag, 9. Juli 2009

Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), hat heute in der Lutherstadt Wittenberg Johannes Calvin aus Anlass von dessen 500. Geburtstag gewürdigt als „Reformator der Kirche, der neben Martin Luther und Philipp Melanchthon die Grundlagen für die Reformation als Neuausrichtung der Kirche am Evangelium gelegt hat“.

Er sei zudem der wichtigste Lehrer der reformierten Kirche, der den Protestantismus in der Schweiz, in Frankreich und in Schottland kraft seiner organisatorischen Fähigkeiten geeint und ihm seine Form gegeben habe. Der Calvinismus, dessen wichtigstes Dokument der „Heidelberger Katechismus“ ist, habe auch in Deutschland prägende Wirkung entfaltet, im letzten Jahrhundert besonders durch das Wirken Karl Barths, von dem viele heutige Theologen geprägt seien.

Besondere Aufmerksamkeit habe Calvin der Betreuung der zahlreichen Flüchtlinge in Genf gewidmet, deren Schicksal er aus eigenem Erleben kannte. Ihre Integration in das Genfer Gemeinwesen könne heute als Modell für die demokratische Entwicklung einer Kommune betrachtet werden.

An der mit Calvin verbundenen strengen Kirchenzucht scheiden sich bis heute jedoch die Geister, so Friedrich. Offen sei die Frage, ob Calvin auch als Wegbereiter des modernen Kapitalismus gelten solle. Zu würdigen jedoch sei das Identifikationspotential, das Calvins wirtschaftspolitische Impulse für die heutige soziale Marktwirtschaft biete.

Für das heute immer enger werdende Zusammenleben von Reformierten und Lutheranern in Deutschland könne Calvin einen Impuls dafür geben, sich weiter um Verständigung zu bemühen und theologische Streitfragen etwa im Verständnis des Abendmahls im Konsens zu überwinden.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Catholica-Beauftragter der VELKD kommentiert Enzyklika „Caritas in veritate“
Die Stellungnahme von Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber im Wortlaut: - Mittwoch, 8. Juli 2009

Besser konnte der Termin für die Veröffentlichung der Sozialenzyklika von Benedikt XVI. nicht gewählt werden: Einen Tag vor dem Beginn des G-8-Gipfels in Italien, der sich mit der Wirtschaftskrise, dem Hunger in der Welt und dem Kampf gegen die Erderwärmung beschäftigen wird. Der Papst ruft angesichts der dramatischen Bedrohungen nach einer „neuen Ethik“ und fordert dringend, eine „echte politische Weltautorität“ zu bestimmen. Die Enzyklika kann so durchaus als eine Kritik des Systems verstanden werden, das solche Krisen nicht verhindert.

Caritas in veritate (Liebe in Wahrheit) – so lautet der Titel der dritten Enzyklika von Benedikt XVI. Im Anschluss an Eph. 4,15 beschreibt er die Wahrheit in der Liebe komplementär als Liebe in der Wahrheit. Mit dieser Formulierung soll die christliche Liebe jenseits aller emotionalisierten Engführungen als die Kraft sozialer Empathie entfaltet werden. Diese vermag im Licht des Glaubens wie auch der Vernunft über ihre Inhalte und Ziele in allgemeingültiger und dialogfähiger Weise Rechenschaft zu geben. Die untrennbare Verbindung von Liebe und Logos, Glaube und Rationalität, die bereits die Regensburger Vorlesung deutlich machte, wird damit in sozialethischer Hinsicht fortgeführt und vertieft. In dieser Perspektive soll die christliche Liebe in ihrer orientierungsbildenden und damit zugleich ideologiekritischen Erschließungskraft transparent werden. Sie ist Benedikt XVI. zufolge unverzichtbar, um die gesellschaftspolitischen und sozialethischen Herausforderungen in der globalen Gesellschaft bewältigen zu können. Vor diesem Hintergrund unternimmt die Enzyklika den Versuch, auf anthropologischer Grundlage ein kulturelles Leitbild zu entwickeln, das im Sinne eines „neuen Humanismus“ Menschen befähigen und ermutigen will, sich in grenzüberschreitender Solidarität miteinander und Verantwortung füreinander als Geschöpfe und Ebenbilder Gottes wahrzunehmen und zu achten.

Anders als ihre Vorgängerin Spe salvi ist die neue Enzyklika kein binnentheologisches Dokument, sondern sie reagiert auf einen gesellschaftspolitischen Anlass. Sie tut dies mit dem selbstbewussten Anspruch, über den Kreis der karitativen Zuständigkeit hinaus die katholische Soziallehre als kompetente und richtungsweisende Stimme in den öffentlichen gesellschaftspolitischen Diskurs einzubringen. Dabei bezieht sie sich nicht nur auf die Weltwirtschaftskrise, sondern verhält sich auch zu den ökologischen, kulturellen und wissenschaftlichen Herausforderungen, die den Prozess der Globalisierung gegenwärtig bestimmen. Benedikt XVI. behandelt Themen wie Gerechtigkeit und Gemeinwohl, Entwicklung, Migration, Sexualität und Bevölkerungswachstum in einem angesichts vorangegangener Sozialenzykliken veränderten politischen, sozialen  und gesellschaftlichen Umfeld.

Die Ausführungen des Papstes verstehen sich als aktualisierende Fortschreibung der sozialethischen Intentionen der Enzyklika Populorum progressio von Paul VI. aus dem Jahr 1967. Deren zentrale anthropologische Kategorien sind auch für Benedikt XVI. leitend: Den Angelpunkt bildet der Begriff der Entwicklung des einzelnen Menschen, der Völker und der gesamten Menschheit. Dabei wird immer wieder betont, dass diese Entwicklung als eine ganzheitliche, d.h. als geistiger, geistlicher und materieller Fortschritt verstanden und realisiert werden muss. Die humane Entwicklung findet ihren letztgültigen Grund und ihr Ziel in der göttlichen Berufung eines jeden Menschen, seiner Bestimmung zur Liebe und Wahrheit entsprechend zu leben. Möglich wird Entwicklung aufgrund der dem Menschen von Gott geschenkten Freiheit zum selbstverantwortlichen Denken und Handeln.

Angesichts der Verbindung der Ausführungen von Populorum progressio mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil tritt der Papst der Unterscheidung einer vor- und nachkonziliaren Soziallehre entgegen und lässt keinen Zweifel daran, dass das Konzil nur als Vertiefung der „eine(n) einzige(n) kohärente(n) ... Lehre“ und in „der Kontinuität des Lebens der Kirche“ recht verstanden werden kann.

Kritisch ist anzumerken, dass vor dem Hintergrund der Auseinandersetzungen um die Pius-Bruderschaft eine explizite Würdigung des Zweiten Vatikanums in diesem Kontext ein politisch wünschenswertes Signal gewesen wäre.

Hinsichtlich seiner zeitdiagnostischen Ausführungen besticht das Dokument durch eine differenzierte Sicht der ökonomischen, kulturellen, politischen und ökologischen Herausforderungen, die um eine sachgemäße Wahrnehmung der hochkomplexen Realität der modernen Welt bemüht ist. Die Phänomene der Globalisierung werden in ihrer Ambivalenz als potenzielle Chance wie auch Gefährdung der humanen Entwicklung wahr- und ernstgenommen und – entgegen aktuell beobachtbaren Tendenzen zur Fatalisierung – sehr klar in die ebenso sachliche wie moralische Verantwortung der menschlichen Freiheit gestellt. Der Umgang mit den ökonomischen und ökologischen Krisen der Gegenwart wird damit dezidiert als eine kulturelle Gestaltungsaufgabe benannt, an der sich Kirche maßgeblich beteiligen will.

Ebenso bemerkens- und anerkennenswert ist der das gesamte Papier prägende Geist einer kulturellen Unvoreingenommenheit und Aufgeschlossenheit, der die Vielfalt der wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und technologischen Entwicklungen als legitime Ausdrucksformen der menschlichen Natur respektiert – sofern sie bereit sind, den „Grundnormen des natürlichen Sittengesetzes“, das Gott dem Menschen „ins Herz geschrieben hat“, zu folgen. Dem entspricht die zuversichtliche Bereitschaft, die aktuellen Herausforderungen als Chance zur humanen Weiterentwicklung zu nutzen und zu meistern. Indem Benedikt XVI. theologisch das Leitmotiv von Spe salvi aufgreift, wird diese Bereitschaft als eine solche beschrieben, die sich in der Hoffnung auf Gottes Berufung zur Liebe und seiner Verheißung des Lebens verankert.

Dass konkrete Hinweise, wie die Probleme beispielsweise der Finanzmärkte zu lösen sind, fehlen, entspricht dem Charakter einer Enzyklika, ist aber dennoch bedauerlich. 

Dennoch mindert das aber meinen bereits vor zwei Jahren beschriebenen – und seitdem wiederholt geäußerten – Eindruck, dass die lutherische und römisch-katholische Kirche mehr eint als trennt, nicht. Die neue Enzyklika Caritas in veritate bestätigt ihn vielmehr. Ich bin davon überzeugt, dass die Enzyklika von ihrer kulturhermeneutischen Intention, den anthropologischen Kategorien her wie auch aufgrund einzelner Problemanalysen sehr geeignet ist, die gerade begonnene Arbeit der III. Bilateralen Arbeitsgruppe zwischen der Kirchenleitung der VELKD und der Deutschen Bischofskonferenz, die sich unter dem Thema „Die Würde des Menschen“ Fragen der Anthropologie widmen wird, zu befruchten und zu fördern. Wir sehen dem Dialog mit spannungsvoller Erwartung entgegen.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Matthias Rein neuer Rektor des Theologischen Studienseminars der VELKD
Kirchenleitung beruft Mecklenburger Theologen zum Nachfolger von Günter Wasserberg - Freitag, 3. Juli 2009

Dr. Matthias Rein, bisheriger Studienleiter am Theologischen Studienseminar der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Pullach bei München, ist zum neuen Rektor dieser Einrichtung berufen worden. Die Kirchenleitung der VELKD bestimmte Rein mit Wirkung vom 1. August 2009 zum Nachfolger von Dr. Günter Wasserberg, der in die Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche zurückkehrte. Rein, Jahrgang 1964, ist Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs. Er studierte Evangelische Theologie in Halle und wurde im Fach Neues Testament promoviert. Von 1995 bis zu seinem Wechsel nach Pullach 2001 war er Pfarrer in Gammelin bei Schwerin.

Die Angebote des Theologischen Studienseminars wenden sich u. a. an Pfarrerinnen und Pfarrer, besonders auch an Kirchenleitende auf der mittleren Ebene, ebenso an Synodale – in den Gliedkirchen der VELKD und darüber hinaus im weiteren Verbund der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Der Fokus der Studienarbeit liegt auf theologischer Reflexion aktueller und perspektivischer Fragen von Kirche und Gesellschaft auf der Grundlage lutherischer Theologie und leistet einen spezifischen Beitrag zur Erfüllung kirchlicher Grundaufgaben.

Hinweis:  Ein Porträtfoto steht  unter http://www.velkd.de/downloads/Rein_Matthias.jpg
zum Download bereit.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Missionarische Kirche sein
<P>Leitender Bischof der VELKD gratuliert Karl Hinrich Manzke zur Wahl zum Landesbischof</P> - Dienstag, 23. Juni 2009

Zur Wahl von Superintendent Dr. Karl Hinrich Manzke zum neuen Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), seine herzlichsten Glückwünsche übermittelt. „Als Superintendent des Kirchenkreises Aurich bringen Sie Erfahrung im Umgang mit der Führung von Pfarrerinnen und Pfarrern mit. Deren theologische und seelsorgerliche Kompetenz sowie ihre Fähigkeit, Ehrenamtliche zu qualifizieren und zu motivieren, ist der Schlüssel, missionarische Kirche mit Ausstrahlungskraft zu sein“, heißt es in dem Glückwunschschreiben. „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Ihnen in der Bischofskonferenz“, so Friedrich. Dort sowie in der Generalsynode der VELKD werde Wert darauf gelegt, dass sich auch die an Mitgliedern kleinen Kirchen mit ihrem Profil einbringen.

Im Rahmen eines Festgottesdienstes am 17. Oktober in Bückeburg wird Karl Hinrich Manzke durch den Leitenden Bischof in sein neues Amt eingeführt. Landesbischof Jürgen Johannesdotter wird an diesem Tag verabschiedet.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Symposium zu Ehren des VELKD-Gottesdienstexperten Hans Krech
Veranstaltung im Liturgiewissenschaftlichen Institut thematisiert Agenden im europäischen Kontext - Dienstag, 16. Juni 2009

Hannover – Unter dem Thema „Erneuerte Agenden – Das Evangelische Gottesdienstbuch im Licht ökumenischer Gottesdienstreform“ veranstaltet das Liturgiewissenschaftliche Institut der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) bei der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig am 20. Juni 2009 ein Symposium. Mit dieser Veranstaltung ehrt das Institut den langjährigen Gottesdienst-Referenten der VELKD, Oberkirchenrat i. R. Hans Krech, anlässlich seines 65. Geburtstags am 13. April. Der Liturgie-Experte war maßgeblich an der Redaktion und Herausgabe des Evangelischen Gottesdienstbuches (EGb) beteiligt, das vor zehn Jahren eingeführt wurde. Es war im Auftrag der Kirchenleitung der VELKD und des Rates der Evangelischen Kirche der Union (EKU) erarbeitet worden.

Nach der Begrüßung durch den Leiter des Amtes der VELKD, Dr. Friedrich Hauschildt, wird der Leiter des Liturgiewissenschaftlichen Instituts, Prof. Dr. Wolfgang Ratzmann (Leipzig), die Laudatio auf Hans Krech halten. Der Festvortrag von Prof. Dr. Helmut Schwier (Heidelberg) steht unter dem Thema „Das Evangelische Gottesdienstbuch zwischen liturgischer Tradition und Innovation“. Ökumenische Beispiele für die Erneuerung von Agenden werden von Gästen aus europäischen Kirchen vorgestellt, u. a. von Prof. Dr. Marcel Barnard (Utrecht) und Pfr. Karoly Hafenscher (Budapest).


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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„STAY WILD STATT BURN OUT“
VELKD-Publikation zum Thema Burn-Out erscheint im Gütersloher Verlagshaus in zweiter Auflage - Montag, 15. Juni 2009

In zweiter Auflage ist jetzt im Gütersloher Verlagshaus die Publikation „STAY WILD STATT BURN OUT – Leben im Gleichgewicht“ (124 Seiten, 6,95 Euro) der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) erschienen. Sie beschäftigt sich „aus christlicher Perspektive“ mit Burn-Out und war Anfang März erstmals aufgelegt worden.

Das Buch wurde vom Seelsorgeausschuss der VELKD unter der Leitung von Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler (München) erarbeitet. Sie gibt den Band zusammen mit dem früheren Gemeindepädagogik-Referenten der VELKD, Dr. Norbert Dennerlein, heraus. Verfasst sei der Titel in dem Wissen um das biblische Menschenbild, das Grenzen des Lebens nicht ausblende, sowie in dem Bewusstsein, dass die christlich-jüdische Tradition einen Jahrtausende alten Schatz darstelle, der in unserer Gegenwart wirksame Impulse für eine verantwortungsbewusste und lustvolle Gestaltung der verschiedensten beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeiten, aber auch der Freizeit geben könne, so der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München). Die Veröffentlichung wendet sich an Menschen quer durch alle Berufs- und Altersgruppen.

Hinweis: „STAY WILD STATT BURN OUT“ kann im Internet unter www.velkd.de/downloads/burnout.pdf kostenlos herunter geladen werden.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Israel soll Siedlungsbau um des Friedens willen stoppen
Leitender Bischof der VELKD fordert Einsatz gegen Antisemitismus - Sonntag, 7. Juni 2009

Für „skandalös“ hält es der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), „dass wir Christen über Jahrhunderte hinweg nicht die Gemeinschaft mit Juden gesucht, sondern Gottes erwähltes Volk verfolgt haben“. In seiner Predigt im Gottesdienst in der Paul-Gerhardt-Kirche in Ahlen bei Münster beklagte Friedrich am 7. Juni, dass sich in Deutschland in antiisraelischer Kritik eine neue antisemitische Haltung breit mache, indem sie die Jahrhunderte langen Opfer zu Tätern herbeirede. „Dies ist nicht zu akzeptieren, auch wenn sie sich den Mantel des Unparteiischen und des Verständnisses für die Palästinenser umhängt und scheinbar objektiv Kritik am israelischen Vorgehen gegen die Palästinenser übt“, so der Landesbischof, der auch Nahostbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist und dem Rat der EKD angehört. Eine kritische Beurteilung der Politik der israelischen Regierung sei das eine und sicher immer wieder nötig. Gerade nach dem Gazakrieg habe er selbst einige Fragen, ebenso bezüglich des Mauerbaus und der Siedlungspolitik. „Und in dieser Woche, in der wir die weltweite Aktionswoche für Frieden in Palästina und Israel begehen, die in diesem Jahr den israelischen Siedlungsbau im besetzten palästinensischen Gebiet thematisiert, dürfen wir uns auch als Christen der Kritik unseres Außenministers und des amerikanischen Präsidenten am Siedlungsbau anschließen und von Israel erwarten, dass es um des Friedens willen einen weiteren Siedlungsbau stoppt.“

Etwas völlig anderes als solche Kritik sei aber unser Verhältnis zu Juden, betonte der Leitende Bischof. Die Juden in Deutschland seien in keiner Weise haftbar zu machen für die Politik des Staates Israel. Genau an diesem Punkt fange der Antisemitismus an. „Ich wollte ja auch nicht dafür haftbar gemacht werden, was in Nordirland unter dem Namen ,Protestanten‘ verübt wurde.“ Zusammen mit allen anderen Christen in unserem Land sollten wir uns aber bewusst werden, dass die Juden, mit denen wir das Alte Testament teilten, unsere Schwestern und Brüder seien. „Wir dürfen sie nicht alleine lassen, wir müssen gegen den wachsenden Antisemitismus kämpfen.“


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Dankbar für den Staat des Grundgesetzes
Leitender Bischof der VELKD predigte im ökumenischen Festgottesdienst der ACK im Bonner Münster - Samstag, 30. Mai 2009

„Sechzig Jahre Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, das ist für unser Land ein Grund stolz zu sein und für uns als christliche Kirchen ein Grund, Gott dankbar zu sein.“ Darauf hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), aufmerksam gemacht. Es sei keine Selbstverständlichkeit, in einem Staatswesen zu leben, in dem die Menschenrechte und die Religionsfreiheit gelten und in dem sich das Leben der Christen frei entfalten könne. Ein Blick auf die Verhältnisse in anderen Erdteilen bestätige das, sagte Friedrich im ökumenischen Festgottesdienst zum 60. Jahrestag der Verkündung des Grundgesetzes am 30. Mai im Bonner Münster, zu dem die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Bonn eingeladen hat.

Für evangelisches Denken sei der Staat nicht die böse Welt, sondern ein Gestaltungsraum für gelebtes Christstein, betonte der Leitende Bischof in seiner Predigt. Staat und Gesellschaft seien ein Ort, in dem Christen Verantwortung wahrnehmen und sich engagierten. Deutschland sei ein säkularer, kein christlicher Staat. Das Grundgesetz fördere das Zusammenleben von Christen und Nichtchristen, von Deutschen und Ausländern. Artikel 1 des Grundgesetzes, der die Würde des Menschen als unantastbar beschreibe, und die daraus folgenden Rechtsbestimmungen seien keine ideologische Festlegung, sondern ein Grundsatz, der dem christlichen Denken entstamme, aber für alle Menschen in Deutschland gültig und einsichtig sei. „Wir sollten in unseren ethischen Debatten über den Schutz des Lebens am Anfang und am Ende immer wieder auf diesen Grundsatz unseres Grundgesetzes rekurrieren“, empfahl Johannes Friedrich. Die Grundsätze von Toleranz und Demokratie, die im Grundgesetz festgeschrieben seien, ermöglichten dann die notwendige Gestaltung. Die Kirchen wie auch jeder einzelne Christ könnten sich in den gesellschaftlichen Diskurs einbringen. Zahllose evangelische Christinnen und Christen hätten in den zurückliegenden sechzig Jahren Staat und Gesellschaft mitgestaltet – sei es in führenden Ämtern, angefangen von Bundespräsidenten wie Walter Scheel, Gustav Heinemann, Richard von Weizsäcker, Johannes Rau und Horst Köhler, bis hin zu den Millionen von Ehrenamtlichen, von denen der soziale Zusammenhalt in Deutschland lebe. Das Engagement aus Verantwortung vor Gott und dem eigenen Gewissen als der geforderte Gottesdienst im Alltag der Welt, dies sei typisch evangelisch, unterstrich der Leitende Bischof.

Das Grundgesetz spreche in seiner Präambel die Verantwortung vor Gott offen aus und mache damit den Rahmen kenntlich, in dem alle konkreten Handlungsschritte erfolgten. Die Freiheit, derer wir uns erfreuten, gelte jedoch nicht schrankenlos. Sie sei von außen und von innen gefährdet – eine wertvolle Gabe, die in Verantwortung gepflegt werden müsse. „Wo Freiheit in Verantwortung wahrgenommen wird, da haben Mitgefühl und Barmherzigkeit Raum, nicht Selbstdurchsetzung um jeden Preis, sondern Demut und Sanftmut.“ Wer so mit Freiheit umgehe, führe sie nicht als Kampfparole gegen andere ins Feld. Liebe sei die Kraft, die Spirale von „Böses mit Bösem vergelten“ zu unterbrechen. „Diese Unterbrechungskraft der Liebe brauchen wir im Großen – wie sollen Palästinenser und Juden jemals friedlich miteinander leben können, wenn es diese Unterbrechungskraft nicht gibt? – wie im Kleinen, im zwischenmenschlichen Alltag“, so der bayerische Landesbischof.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Für engere Verbindung zwischen VELKD und EKD eingesetzt
Leitender Bischof würdigt Landesbischof Christoph Kähler - Freitag, 29. Mai 2009

Den Einsatz des Thüringer Landesbischofs Prof. Dr. Christoph Kähler (Eisenach) für eine engere Verbindung zwischen der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), gewürdigt. In seinem Grußschreiben zur Verabschiedung Kählers nach fast achtjähriger Amtszeit am 1. Juni dankt Friedrich auch für dessen Engagement, dass Thüringen in der gewachsenen Gemeinschaft der lutherischen Kirchen verbleibe und nun in der größeren Einheit die Mitgliedschaft in der VELKD weiterführe. Zum 1. Januar 2009 fusionierte die Evangelisch-Lutherische Kirche in Thüringen mit der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen zur Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Die EKM gehört auch der Union Evangelischer Kirchen (UEK) an. Der Leitende Bischof bringt in seinem Brief die Gewissheit zum Ausdruck, dass die EKM die Gemeinschaft in der VELKD als „hilfreich und anregend“ empfinden werde. „Denn Anregungen für die gemeindliche Arbeit und die Pflege des konkreten Bewusstseins, Teil der weltumspannenden Christenheit zu sein, werden weiterhin Schwerpunkte der Arbeit der VELKD bilden.“


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Ökumenische Dialogkommission widmet sich besonders Fragen der Würde des Menschen
Deutsche Bischofskonferenz und VELKD nehmen Gespräche auf - Mittwoch, 27. Mai 2009

Die neue Dialogkommission der Deutschen Bischofskonferenz und der Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) ist in Kassel zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Das Thema „Gott und die Würde des Menschen“ ist Schwerpunkt der Beratungen. Darüber hinaus erörtert die Runde die bisherige Methode des ökumenischen Dialogs.

Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller, der Vorsitzende der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz, brachte unmittelbar nach der Sitzung seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die Gespräche fortgeführt werden: „Dies ist ein wichtiges Signal gegen alle, die meinen, um die Ökumene sei es derzeit schlecht bestellt. Die Gespräche werden unser wechselseitiges Verständnis vertiefen und unsere Beziehungen bereichern, davon bin ich überzeugt“, so der Bischof von Regensburg. Auch Landesbischof Dr. Friedrich Weber von der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig, Catholica-Beauftragter der VELKD, wertet den Beginn der bilateralen Arbeitsgruppe als ein wichtiges Signal, dass das Gespräch der beiden Konfessionen weitergeht. „Die neue Themenstellung führt in Bereiche, die bei den bisherigen Lehrgesprächen nicht genügend bedacht wurden. Es ist wichtig, dass wir die unveräußerliche Würde des Menschen als ein über die Konfessionen hinweg verbindendes Thema herausarbeiten“, sagte der Landesbischof von Braunschweig.

Von der Kirchenleitung der VELKD wurden als Mitglieder der Dialogkommission berufen: Landesbischof Dr. Friedrich Weber (lutherischer Vorsitzender), Prof. Dr. Hans-Martin Gutmann, Regionalbischof i.R. Dr. Ernst Öffner, Dr. Miriam Rose, Prof. Dr. Christiane Tietz, Prof. Dr. Joachim Track, OKR Dr. Oliver Schuegraf (lutherischer Geschäftsführer). Mitglieder der Dialogkommission sind für die Deutsche Bischofskonferenz: Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller (katholischer Vorsitzender), Prof. Dr. Johannes Reiter, Prof. Dr. Dorothea Sattler, Prof. Dr. Thomas Söding, Prof. Dr. Wolfgang Thönissen, Prof. Dr. Eberhard Tiefensee, Dr. Dorothee Kaes (katholische Geschäftsführerin).

Die Dialogkommission setzt die theologischen Gespräche fort, die seit Mitte der 70er Jahre von der Deutschen Bischofskonferenz und der VELKD geführt werden. Bisherige Ergebnisse dieser Gespräche sind die Dokumente „Kirchengemeinschaft in Wort und Sakrament“ (1984) und „Communio Sanctorum“ (2000). Daran anknüpfend wird die neue Kommission bei ihrer nächsten Sitzung Mitte Dezember die Methode, die diesen Dialogen zugrunde lag, sowie deren Rezeption untersuchen und dabei auch die Ergebnisse des internationalen römisch-katholisch/lutherischen Dialogs in den Blick nehmen.

Hinweis: Diese Pressemitteilung wird zeitgleich auch von der Pressestelle der DBK verbreitet.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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VELKD veranstaltet Studienkurs für Kirchenjuristen
Experten informieren zu Fragen des Kirchen- und Staatskirchenrechts - Dienstag, 19. Mai 2009

Vom 24. bis 29. Mai veranstaltet die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) in ihrem Theologischen Studienseminar in Pullach bei München einen Studienkurs zu Fragen des Kirchen- und Staatskirchenrechts. Das Angebot vermittelt in kompakter Form Basiswissen zum Fachgebiet und wird von einer Vorlesung zur Theologie der lutherischen Bekenntnisschriften begleitet. Der Kurs richtet sich an Kirchenjuristinnen und Kirchenjuristen in den ersten Amtsjahren sowie an interessierte Kirchenjuristinnen und Kirchenjuristen, die Kenntnisse des Kirchen- und Staatskirchenrechts auffrischen wollen. Neben den Kirchenjuristinnen und Kirchenjuristen werden auch die für kirchliche Angelegenheiten zuständigen Juristinnen und Juristen in den jeweiligen Ministerien des Bundes und der Länder zu dieser Veranstaltung eingeladen. Die wissenschaftliche Leitung dieses Studienkurses obliegt dem Leiter des Kirchenrechtlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Professor Dr. Hans Michael Heinig (Göttingen).

„Der Lehrgang ist gedacht für alle, die ihr Wissen über die Grundlagen von Kirchen- und Staatsrecht vertiefen möchten,“ erläutert Oberkirchenrat Christian Frehrking, Kirchenjurist im Amt der VELKD und Ko-Leiter des Kurses. Die VELKD verstehe den Kurs als ihren Beitrag zum Thema „Leitung und Führung“ im Bereich Kirchenrecht. Deshalb freue er sich, dass man eine Reihe hochkarätiger Dozenten habe gewinnen können. So wird Prof. Dr. Christine Axt-Piscalar (Göttingen) über „Theologische Grundlagen und Bekenntnisfragen“ referieren, der Hallenser Kirchenrechtler Prof. Dr. Michael Germann über „Kirchen- und Staatsrecht“. Dr. Stefan Ruppert vom Max-Planck-Institut für Europäische Rechtgeschichte (Frankfurt a. Main) wird die „Geschichte des Kirchlichen Rechts“ beleuchten und Prof. Dr. Trutz Rendtorff (München) das „Verhältnis von Kirche und Staat in der EU“.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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VELKD veröffentlicht Stellungnahmen zu Communio Sanctorum
Dokumentation zur Studie der Zweiten Bilateralen Arbeitsgruppe erschienen - Montag, 18. Mai 2009

Rechtzeitig zum Beginn der Dritten Bilateralen Arbeitsgruppe der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz und der Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) am 25. Mai ist jetzt die Dokumentation zum Diskussionspapier der vorherigen Arbeitsgruppe erschienen: Unter dem Titel „Communio Sanctorum – Evangelische Stellungnahmen zur Studie der Zweiten Bilateralen Arbeitsgruppeder Deutschen Bischofskonferenz und der Kirchenleitung der VELKD“ (303 Seiten, ISBN 978-3-9812446-0-1, 12 Euro) ist diese Publikation im Buchhandel erhältlich oder kann beim Amt der VELKD in Hannover bestellt werden.

Der evangelisch-lutherisch/römisch-katholische Dialog blickt in Deutschland bereits auf eine längere Geschichte zurück: Seit über dreißig Jahren führen Lutheraner und Katholiken offizielle, theologische Gespräche. Im Jahre 1976 wurde die erste Gemeinsame Arbeitsgruppe von der Deutschen Bischofskonferenz und der Kirchenleitung der VELKD eingesetzt. Diese verstand sich als regionale Entsprechung zum internationalen römisch-katholischen/evangelisch-lutherischen Dialog. Im Jahre 1984 veröffentlichte die Kommission das Studiendokument „Kirchengemeinschaft in Wort und Sakrament“. Im Jahre 1987 nahm dann die Zweite Bilaterale Arbeitsgruppe ihre Arbeit auf. Im Jahre 2000 wurden die Ergebnisse zu „Communio Sanctorum – Die Kirche als Gemeinschaft der Heiligen“ vorgestellt. Mit der damaligen Veröffentlichung erging die Bitte, dass ein breiter Diskussionsprozess stattfinden möge, an dem sich viele kirchliche Gremien, theologische Fakultäten und Einzelpersonen beteiligen. Dieser Band umfasst die eingegangenen offiziellen Reaktionen aus dem evangelischen Raum. Neben dem Geleitwort des Leitenden Bischofs der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), führt Prof. Dr. Friederike Nüssel, die in Heidelberg Systematische Theologie lehrt, mit einer Analyse der Stellungnahmen in die Thematik ein. Mit der Vorlage dieser Publikation schließt die Kirchenleitung den evangelischen Rezeptionsprozess zu „Communio Sanctorum“ ab.

In seinem Geleitwort schreibt der Leitende Bischof, der Beginn dieser neuen Runde des Lehrgesprächs zwischen Lutheranern und Katholiken in Deutschland sei „ein deutlicher Beleg für die seit über dreißig Jahren gewachsenen ökumenischen Beziehungen und ein Signal für den Willen, dass wir auch in komplexer gewordenen ökumenischen Zeiten weiter miteinander theologische Differenzen überwinden wollen.

Herausgeber des Buches im Auftrag der Kirchenleitung der VELKD sind Oberkirchenrat Dr. Oliver Schuegraf, Referent für Ökumenische Grundsatzfragen im Amt der VELKD, und Oberkirchenrat Udo Hahn, Pressesprecher der VELKD.

Hinweis: Rezensionsexemplare des Bandes können kostenlos unter pressestelle (ät) velkd.de angefordert werden.


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VELKD und DNK/LWB stellen Arbeit auf dem Kirchentag vor
LWB-Generalsekretär informiert am 21. Mai über Vollversammlung in Stuttgart 2010 - Freitag, 15. Mai 2009

Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) und das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) stellen auf dem 32. Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 20. bis 24. Mai in Bremen ihre Arbeit vor. Am 21. Mai, 17.00 bis 18.00 Uhr, wird LWB-Generalsekretär Pfr. Dr. Ishmael Noko (Genf) auf dem „Marktplatz“ in Halle 5 („Markt der Möglichkeiten“) zu Gast sein und u. a. über die Vollversammlung des Weltbundes 2010 in Stuttgart informieren. Bereits ab 16.00 Uhr wird Dr. Noko im Café des DNK/LWB und der VELKD (Stand W25 in Halle 5) gegenüber dem „Marktplatz“ zu Gesprächen zur Verfügung stehen. Dort werden während der Dauer des Kirchentages Projekte des LWB in aller Welt vorgestellt, die das Thema der Vollversammlung – „Unser tägliches Brot gib uns heute“ – in sehr unterschiedlicher Weise aufgreifen: Nahrungssicherheit in Zeiten des Klimawandels ebenso wie etwa Bildung, Wasserversorgung, Rechtssicherheit und Schutz von Minderheiten.

Der Direktor des neu gegründeten LWB Zentrums in der Lutherstadt Wittenberg, Pastor Hans W. Kasch, wird die Arbeit des Zentrums und den „Luthergarten“ präsentieren, der bis zum Reformationsjubliläum 2017 in den Wallanlagen der Stadt entstehen wird. Mitarbeitende des DNK/LWB und der VELKD informieren außerdem über die verschiedenen Arbeitsbereiche beider Organisationen, z. B. die Stipendienarbeit, das Theologische Studienseminar in Pullach, das Gemeindekolleg in Neudietendorf und das Liturgiewissenschaftliche Institut in Leipzig.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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VELKD würdigt lutherische Kirche im Heiligen Land
Leitender Bischof und Präsident der Generalsynode gratulieren zu Jubiläum - Montag, 11. Mai 2009

Zum 50-jährigen Bestehen der Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELCJHL) haben der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), und der Präsident der Generalsynode der VELKD, Prof. Dr. Wilfried Hartmann (Hamburg), die herzlichsten Glück- und Segenswünsche übermittelt. In ihrem Schreiben an den Bischof der ELCJHL, Dr. Munib Younan, würdigen sie unter anderem die sozial-diakonische und pädagogische Arbeit dieser Kirche als Beitrag zum Aufbau einer gerechten und im Frieden lebenden Gesellschaft in Israel und Palestina. Die Lutheraner in der Region leisteten nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Ökumene im Heiligen Land, sondern auch zur Verständigung von Christen, Juden und Muslimen.

Der Leitende Bischof wird am 16./17. Mai an den Jubiläumsfeierlichkeiten in Beit Sahour, Bethlehem und Jerusalem teilnehmen.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 11. Mai 2009. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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VELKD legt 2010 neuen Evangelischen Erwachsenenkatechismus vor
Kirchenleitung diskutierte Berichte des Theologischen Studienseminar und des Gemeindekollegs - Freitag, 8. Mai 2009

Die Kirchenleitung tagte am 7./8. Mai 2009 in Hannover.
Das Kommuniqué im Wortlaut:

Theologisches Studienseminar Pullach
Die Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat den Bericht über die Arbeit ihres Theologischen Studienseminars* in Pullach bei München im Jahre 2008 mit Dank zur Kenntnis genommen. Im Gespräch mit dem Vorsitzenden des Beirats, Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Braunschweig), würdigte sie, dass sich die Zahl von Kursen, Kursteilnehmern und Gastkursen dieser Fortbildungseinrichtung deutlich über dem Niveau des Vorjahres bewegt. Die Kirchenleitung hat nach eingehender Beratung die Konzeption des Studienseminars bekräftigt. Die Angebote wenden sich u. a. an Pfarrerinnen und Pfarrer, besonders auch an Kirchenleitende auf der mittleren Ebene, ebenso an Synodale – in den Gliedkirchen der VELKD und darüber hinaus im weiteren Verbund der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Der Fokus der Studienarbeit liegt auf theologischer Reflexion aktueller und perspektivischer Fragen von Kirche und Gesellschaft auf der Grundlage lutherischer Theologie und leistet einen spezifischen Beitrag zur Erfüllung kirchlicher Grundaufgaben. Zugleich beschloss die Kirchenleitung das Jahresprogramm 2010, das u. a. Kurse zu folgenden Themen bietet: „Neu in einem kirchlichen Leitungsamt (Dekanat, Superintendentur, Kirchenkreis etc.) – Grundlagen, Selbstverständnis, Rollenfindung, praktische Tipps“, „,Wir glauben an Gott Vater, Sohn und Heiligen Geist‘ – Grundfragen der trinitarischen Gotteslehre im ökumenischen Gespräch bedacht“, „,Damit ihr Hoffnung habt‘: Sterben – Tod – Leben“, „Spuren von Transzendenz im Alltag entdecken – im Gespräch mit aktuellen philosophischen Entwürfen und in der Begegnung mit zeitgenössischer Kunst“ und „Wie Gott im Leben nahe kommt – Kasualien ,schön und tröstlich‘ gestalten“.

Gemeindekolleg Neudietendorf
Die Kirchenleitung hat eine erste Zwischenbilanz zur Arbeit ihres Gemeindekollegs** in Neudietendorf bei Erfurt durch die Leiterin, Pastorin Dr. Annegret Freund, mit Dank zur Kenntnis genommen. Das 1986 gegründete Gemeindekolleg hat die Aufgabe, bundesweit Projekte für Gemeindearbeit zu entwickeln und zu vermitteln, Ideen und Impulse zur Gemeindeentwicklung zu vernetzen sowie Veränderungsprozesse in Gemeinden und Regionen zu begleiten. Nach seinem Umzug von Celle hatte es zum 1. Juli 2008 seine Arbeit am neuen Standort aufgenommen. Erfreut nahm die Kirchenleitung zur Kenntnis, dass am neuen Standort die Teilnahme aus den östlichen Kirchen zugenommen, aber die aus den westlichen nicht abgenommen hat. Neben Konsultationen führt diese Einrichtung u. a. Schulungen zu folgenden Projekten durch, die teilweise auch von Kirchen im Ausland übernommen wurden: „Sterbende begleiten lernen”, „Spiritualität im Alltag – sieben Schritte als Chance, GOTTESDIENST und LEBEN zu verbinden”, „Kirchen erzählen vom Glauben”, „neu anfangen – Christen laden ein zum Gespräch”, „GET – Training für Gemeinde-Entwicklungs-Teams”, „Wort und Antwort neu” sowie die „ThomasMesse”. Die Angebote richten sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kirche.

Fortsetzung des Projekts „Wochengebete“
Die Kirchenleitung hat beschlossen, das Projekt „Wochengebete“ auf der Homepage der VELKD um ein weiteres Jahr zu verlängern. Unter www.velkd.de sind Woche für Woche aktuelle Gebete zu den Sonn- und Feiertagen im Kirchenjahr sowie zu besonderen Anlässen abrufbar. Vorbereitet werden die Internetfürbitten unter der Verantwortung des Liturgiewissenschaftlichen Institut der VELKD in Leipzig. In seinem Auftrag erarbeitet Pfarrerin Dr. Katharina Wiefel-Jenner die Gebete.

Neuer Evangelischer Erwachsenenkatechismus 2010
Die Kirchenleitung hat einen Zwischenbericht zu der von ihr angeregten Überarbeitung des 2001 in 7. Auflage erschienenen Evangelischen Erwachsenenkatechismus (EEK) zur Kenntnis genommen. Das im Gütersloher Verlagshaus erscheinende Standardwerk erzielte bislang eine Auflage von fast 300.000 Exemplaren. Es wird zur Zeit vom Katechismusausschuss der VELKD zur Zeit einer grundlegenden Revision unterzogen und erscheint 2010 in 8. Auflage.

* Weitere Informationen im Internet unter www.velkd.de/pullach/.
** Weitere Informationen im Internet unter www.gemeindekolleg.de.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Religiöse Erziehung in Familien stärken
Leitender Bischof der VELKD sprach vor der hannoverschen Landessynode - Freitag, 8. Mai 2009

Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), hat sich besorgt über die religiöse Erziehung in den Familien geäußert. Vor der Landessynode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers sagte er am 8. Mai, Eltern seien dazu immer weniger in der Lage. In Kindertagesstätten, Kindergottesdiensten, Kinderchören und anderen Formen gemeindlicher Arbeit werde viel getan, um dieses Defizit auszugleichen. Wenn die Familie eine wichtige Größe in der Gesellschaft sei und Kinder bestmöglich gefördert werden sollen, dann müsse auch die Kirche alles unterstützen, was Familienstrukturen stärke. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Wirtschaftskrise müsse alles getan werden, um Eltern zu unterstützen. Dazu gehöre beispielsweise, dass Mütter in die Lage versetzt werden, auch mit Kindern ihre Karriere fortzusetzen. „Männer und Frauen, die für einige Zeit um der Kinder willen zu Hause bleiben, dürfen keine Ausnahme sein, sondern müssen für Arbeitgeber selbstverständlich werden“, so Friedrich. Dies werde um so schneller gelingen, je mehr Männer wenigstens monatsweise Elternzeit nähmen. Darüber hinaus sei es wichtig, die Qualität der außerfamiliären Kinderbetreuung zu steigern, Dazu gehörten eine bessere Entlohnung des Erzieherpersonals sowie eine Absenkung der Regelzahl an Kindern, die von einer Erzieherin beziehungsweise einem Erzieher betreut werden. In seinem Grußwort hat sich der Leitende Bischof dafür ausgesprochen, dem Beruf des Erziehers/der Erzieherin mit größerer Wertschätzung zu begegnen. Deren Ausbildung sei „äußerst anspruchsvoll und umfassend“. Die Tätigkeit reduziere sich keineswegs auf Kindertagesstätten, sondern umfasse ebenso unter anderem die Felder Heilpädagogik, Arbeit mit Behinderten sowie Jugendhilfe.

Johannes Friedrich plädierte dafür, Familie nicht ausschließlich mit einem bürgerlichen Familienideal zu identifizieren. Man müsse die individuellen Ausgestaltungen unserer Zeit ernst nehmen. „Das bedeutet nicht, dass wir die Leitbilder von Ehe und Familie aufgeben wollen. Aber wir wollen alles tun, damit in unserer Gesellschaft und in unseren Kirchen Kinder und Eltern noch ernster genommen werden als bisher.“


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Überragende Kenntnis der Theologie Luthers
Leitender Bischof der VELKD gratuliert Altbischof Gerhard Müller zum 80. Geburtstag - Donnerstag, 7. Mai 2009

In einem Glückwunschschreiben hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), den langjährigen Braunschweiger Landesbischof Prof. Dr. Gerhard Müller gewürdigt. Müller wird am 10. Mai achtzig Jahre alt. Seine „überragende Kenntnis der Theologie Martin Luthers und der Reformationsgeschichte“ habe er in allen Phasen in sein kirchliches Amt eingebracht. Der lebendige Rückbezug auf reformatorische Einsichten habe ihm besonders am Herzen gelegen. Auch mit seiner Präsidentschaft im Martin-Luther-Bund, der der VELKD eng verbunden sei, habe er zur „Förderung eines lebendigen und die Situation in der Diaspora wahrnehmenden Luthertums wesentlich beitragen“. Die VELKD, deren Leitender Bischof Müller zwischen 1990 und 1993 war – von 1987 bis 1990 war er Stellvertreter des Leitenden Bischofs –, sei ihm zu großem Dank verpflichtet. „Sie haben akademische Gelehrsamkeit und kirchliche Wirksamkeit in einer wohltuend unprätentiösen Art miteinander verbunden und sind damit zu einem glaubwürdigen Zeugen des Evangeliums geworden“, Friedrich wörtlich.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Wilfried Hartmann neuer Präsident der Generalsynode der VELKD
Von Nordheim und Rentzing zu Vizepräsidenten gewählt - Freitag, 1. Mai 2009

Prof. Dr. Dr. h. c. Wilfried Hartmann (Hamburg) wurde in Würzburg zum neuen Präsidenten der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) gewählt. Der 67-jährige erhielt im ersten Wahlgang 45 von 49 abgegebenen Stimmen, bei vier Enthaltungen. Er löst in dieser Funktion Dirk Veldtrup ab. Der Richter am Amtsgericht Hannover leitete seit 1985 die Generalsynode. Hartmann lehrte lange Jahre als Professor für vergleichende und internationale Erziehungswissenschaften in Hamburg. Er gehörte in der letzten Legislaturperiode bereits der Kirchenleitung der VELKD an.

Zum ersten Vizepräsidenten wählte die Generalsynode Propst Wolf Dietrich v. Nordheim (58) aus Uelzen, als zweiter Vizepräsident fungiert Pfr. Dr. Carsten Rentzing (41) aus Annaberg-Buchholz. Zu Beisitzerinnen des Präsidiums wurden gewählt: die Biologin Dr. Annekathrin Preidel (52) aus Erlangen sowie die Jenaer Medizinstudentin Pauline Voß (20).

Hinweis: Ein Porträtfoto kann im Internet unter http://www.velkd.de/img/Generalsynode_2009_Wilfried_Hartmann.jpg 
heruntergeladen werden.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Noko in Würzburg: Synode ist kein Parlament
LWB-Generalsekretär Ishmael Noko predigte im Eröffnungsgottesdienst der verbundenen Synodaltagungen von EKD, UEK und VELKD - Donnerstag, 30. April 2009

Mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der St. Stephankirche zu Würzburg begannen die ersten verbundenen Tagungen der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Vollkonferenz der Union evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) und der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD).

Die Predigt hielt der Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes (LWB), Ishmael Noko (Genf). Er machte darin auf einen wichtigen qualitativen Unterschied zwischen den kirchlichen Tagungen und dem Deutschen Bundestag in Berlin oder einem anderen weltlichen Parlament aufmerksam. Synodale würden nicht nach Parteizugehörigkeit gewählt, und somit gebe es auch keine Oppositionspartei, so Noko. Die Kirche gründe nicht auf unserer Weisheit und unseren intellektuellen Kapazitäten, sondern auf Gottes Wort. Dieses sei die Quelle unseres Glaubens und die Grundlage unserer Werke der Liebe und des Mitgefühls. „Zuhören und Tun, Glaube und Handeln“ seien für Christinnen und Christen zwei „sehr wichtige Aspekte“. Dabei solle der Glaube das Handeln bestimmen. Die Stimme Gottes heute zu hören, sei jedoch schwierig, angesichts der vielen Botschaften, die auf die Menschen einstürmten. „Vieles wird ohne die nötige spirituelle Urteilskraft erledigt“, führte Noko weiter aus.  Die Synode könne die Kirche nicht ohne die Hilfe Gottes leiten und ohne zu wissen, was Christus für seine Kirche wolle. Deshalb sei es wichtig, die bestehenden Herausforderungen im Hören auf Gottes Wort anzupacken: innerkirchliche Fragen, ökumenische Beziehungen oder soziale Probleme, die durch den sich verändernden europäischen Kontext entstehen oder die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise, durch die die Zukunft von jungen Menschen und der älteren Generation gefährdet ist.

Im Gottesdienst wurden die Mitglieder der Synode der EKD, der Vollkonferenz der UEK und der Generalsynode der VELKD verpflichtet. Die Verpflichtung nahmen der Vorsitzende des Rates der EKD, Bischof Dr. Wolfgang Huber, gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Präsidiums der UEK, Landesbischof Dr. Ulrich Fischer, und dem Leitenden Bischof der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich, vor. Erstmals sind jetzt diese Treffen in Raum und Zeit verbunden. Der Grund hierfür ist das Verbindungsmodell, das am 1. Januar 2007 in Kraft getreten ist. Es vernetzt die Aktivitäten der gliedkirchlichen Zusammenschlüsse EKD, UEK und VELKD mit ihren unterschiedlichen Zuständigkeiten und Schwerpunktsetzungen in engerer Weise als bisher. Wichtigste praktische Neuerung ist, dass fast alle Synodalen gleichzeitig neben ihrem Amt als Synodale der EKD ebenfalls Mitglied der Generalsynode der VELKD oder Mitglied der Vollkonferenz der UEK sind, je nachdem, ob ihre Gliedkirche der VELKD oder der UEK angehört.

Die Generalsynode der VELKD bildet am 30. April und 1. Mai den Auftakt. Am 1. Mai findet die Vollkonferenz der UEK statt. Am 2. und 3. Mai tagt dann die EKD-Synode.

Hinweis: Der vollständige Wortlaut der Predigt ist unter http://www.velkd.de/downloads/Predigt_Ishmael_Noko_Generalsynode_2009.pdf 
im Internet abrufbar. 


Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick

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Familien brauchen mehr Unterstützung
Leitender Bischof der VELKD eröffnet Tagung der Generalsynode - Donnerstag, 30. April 2009

Mehr Verständnis für die Bedürfnisse von Familien hat der Leitenden Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), gefordert. Die Wirklichkeit vieler Familien sei gegenwärtig von der Spannung geprägt, die sich zwischen Berufstätigkeit der erziehenden Eltern und der Fürsorge für das Kind ergebe. Vorwürfe und Verweise auf frühere Zeiten seien nicht sinnvoll. „Hier muss den Familien Hilfe angeboten werden, die sie instand setzt, eigenverantwortlich Regelungen zu finden“, sagte der Leitende Bischof vor den fünfzig Mitgliedern der Generalsynode der VELKD, die sich in Würzburg zu ihrer ersten Tagung der neuen Legislaturperiode konstituiert hat. Mit ihren Kindertagesstätten leiste die Kirche dazu einen „wichtigen Beitrag“. Die Familien hätten auch für das Entstehen und Wachsen des christlichen Glaubens ein kaum zu überschätzende Rolle. „Mit der religiösen Erziehung leisten wir einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft“, Johannes Friedrich wörtlich. Je schwerer es den Familien falle, diese Aufgabe zu erfüllen, desto wichtiger sei es, dass die Kindertagesstäten auf diesem Feld Kompetenzen entwickelten.

Erstmals sind in Würzburg die Tagungen der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Generalsynode der VELKD und der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) in Raum und Zeit verbunden. Der Grund hierfür ist das Verbindungsmodell, das am 1. Januar 2007 in Kraft getreten ist. Es vernetzt die Aktivitäten der gliedkirchlichen Zusammenschlüsse EKD, UEK und VELKD mit ihren unterschiedlichen Zuständigkeiten und Schwerpunktsetzungen in engerer Weise als bisher. Wichtigste praktische Neuerung ist, dass fast alle Synodalen gleichzeitig neben ihrem Amt als Synodale der EKD ebenfalls Mitglied der Generalsynode der VELKD oder Mitglied der Vollkonferenz der UEK sind, je nachdem, ob ihre Gliedkirche der VELKD oder der UEK angehört. Heute beginnt die Generalsynode der VELKD mit ihren Beratungen, am 1. Mai tritt die Vollkonferenz der UEK hinzu. Am 2. und 3. Mai findet dann die konstituierende Tagung der Synode der EKD statt.

Zu den Aufgaben der VELKD sagte der Leitende Bischof, dass sie sich auch in Zukunft unter anderem der Profilierung des Gottesdienstes und der Unterstützung gemeindepädagogischer Arbeit sowie der theologischen Fortbildung der Pfarrerschaft, aber auch von Nichttheologen durch das Gemeindekolleg in Neudietendorf bei Erfurt, das Theologische Studienseminar in Pullach bei München und das Liturgiewissenschaftliche Institut in Leipzig widmen wolle. Wo es um inhaltlich bestimmte Hilfen für die unmittelbare Gemeindearbeit gehe, spiele die Gemeinsamkeit im Bekenntnis eine wichtige Rolle. Niemand könne für sich in Anspruch nehmen, den christlichen Glauben insgesamt zu repräsentieren. „Wir vertreten immer nur einen bestimmten ,Dialekt‘, eine mögliche Sprache innerhalb einer größeren Vielfalt“, so Johannes Friedrich. „Die lutherische Denk- und Sichtweise ist unsere Muttersprache; wir pflegen sie nicht aus Nostalgie oder Abgrenzungsbedürfnis, jedenfalls ist das nicht der Sinn, sondern weil sie unser Identitätsraum ist, von dem aus wir einen Zugang auch zu anderen Denk- und Sichtweisen des christlichen Glaubens finden.“ Das Verbindungsmodell biete die Gelegenheit, diese Prägung mit anders akzentuierten Aufgaben auf der Ebene von EKD und VELKD konstruktiv zu verbinden. Dieses Modell, das die Synodalen der VELKD zugleich zu Synodalen der EKD mache, wolle nicht unterschiedliche Akzentsetzungen nivellierend verschmelzen, sondern die unterschiedlichen Perspektiven füreinander fruchtbar machen. Das Verbindungsmodell mute den Synodalen die höchst anspruchsvolle Aufgabe zu, nicht nur für eine der beiden Perspektiven einzutreten, sondern für beide. Davon, dass dies gelinge, hänge das Gelingen des Verbindungsmodells ab. Nicht das Streben nach unterschiedsloser organisatorischer Einheit, sondern der konstruktive und fruchtbare Umgang mit inneren Differenzierungen sei ein Markenzeichen reformatorischen Christentums. „Wir machen uns mit dieser Synode auf den gemeinsamen Weg, die Lebenswirklichkeit ins Licht des Evangeliums zu stellen und die Kräfte des Evangeliums zu fördern.“

Hinweis: Der Bericht des Leitenden Bischofs kann im Internet unter http://www.velkd.de/downloads/Bericht_Leitender_Bischof_2009.pdf herunter geladen werden.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Kinder brauchen Geschichten von Gott und der Welt
Leitender Bischof der VELKD schreibt an Erzieherinnen und Erzieher in evangelischen Kindertagesstätten - Montag, 27. April 2009

Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), hat das Engagement von Erzieherinnen und Erziehern in evangelischen Kindertagesstätten gewürdigt. Im Namen der Bischofskonferenz der VELKD, die sich Anfang März auf ihrer Klausurtagung in Güstrow mit dem Thema „Familie“ befasste, wandte er sich jetzt mit einem Schreiben an diesen Personenkreis und dankte für den „engagierten Einsatz“. Wörtlich heißt es: „Wir möchten Ihnen dafür danken, dass Sie trotz mancher Widrigkeiten an Ihrer Aufgabe mit Optimismus und Gottvertrauen festhalten.“ Eltern, Kindertagesstätten und Schulen hätten je auf ihre Weise teil an der Verantwortung für Kinder. Diese müssten Anregungen erhalten, damit ihre Wahrnehmung und ihr Verstehen sich weiten könne. Kinder müssten zu sozialem Verhalten angeleitet werden. Und sie bräuchten Geschichten von Gott und der Welt. In seinem Brief ermutigte der Leitende Bischof Erzieherinnen und Erzieher, die Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde zu pflegen. Andachten und Gottesdienste, die Vernetzung mit Kindergottesdienst, Kinderbibelwoche, einer Kindergruppe oder einem Kinderchor und manches mehr böten dazu Gelegenheiten. Der Bildungsauftrag an den Kindern umfasse neben intellektuellen, praktischen, musischen und sozialen Fähigkeiten nicht zuletzt die Herzensbildung. Und die schließe immer auch ein Hineinwachsen in den Glauben ein. Manche Erzieherinnen und Erzieher fühlten sich hier überfordert. In der Kirchengemeinde, dem regionalen Kirchenbezirk oder der Landeskirche gebe es dazu Möglichkeiten, Unterstützung zu finden. Die Erwartungen an die Arbeit in den Kindertagesstätten sei gestiegen. „Vielleicht erleben Sie das nicht nur als erhöhte Wertschätzung, sondern auch als zusätzliche Belastung“, so Johannes Friedrich. Mit seinem Schreiben wolle er ausdrücklich sagen „wie dankbar wir Ihnen für all Ihr Engagement auf diesem Gebiet sind“.

Hinweis: Das Schreiben wird für jede Gliedkirche der VELKD gemeinsam vom Leitenden Bischof und dem jeweiligen Landesbischof versandt.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Eröffnung neuer Perspektiven in der Debatte um das kirchliche Amt
Stellungnahme des Catholica-Beauftragten der VELKD zum lutherisch/römisch-katholischen Studiendokument „Die Apostolizität der Kirche“ - Dienstag, 14. April 2009

Das Votum von Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel) im Wortlaut:

Mit der Veröffentlichung von „Die Apostolizität der Kirche“ durch die Verlage Otto Lembeck und Bonifatius ist nun endlich auch der deutsche Text dieser wichtigen Studie den deutschen Kirchen, aber auch der weiteren Öffentlichkeit und den an der ökumenischen Bewegung beteiligten Personen und Gruppen zugänglich. Mit dem vorliegenden Studiendokument beendete die Lutherisch/Römisch-katholische Kommission für die Einheit die vierte Phase (1995 bis 2006) des lutherisch-katholischen Dialogs auf Weltebene. Die Beauftragung der Kommission und die Ernennung ihrer Mitglieder erfolgte durch den Lutherischen Weltbund und den Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen. Dankenswerterweise hat sich der gemeinsame Ökumenische Studienausschuss (ÖStA) der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands(VELKD) und des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) bereit erklärt, das Dokument gründlich zu studieren und für das DNK/LWB eine Stellungnahme zu erarbeiten. Ohne dessen Ergebnisse vorwegnehmen zu wollen, ist m. E. bereits jetzt klar, dass die umfangreiche Studie einen wichtigen Beitrag für die ökumenisch zentrale Frage leistet, wie wir die Kirche und ihre bleibenden Grundlangen verstehen und wie wir als Kirche in Kontinuität zu unseren Ursprüngen leben können. Ich erhoffe mir, dass das Dokument nochmals neue Perspektiven für die so schwierige Debatte um das kirchliche Amt eröffnet. Ich bin mir sicher, dass sich gerade hier erfolgversprechende Verbindungen zur aktuellen Diskussion innerhalb des Lutherischen Weltbundes herstellen lassen, der im März 2008 sein Studiendokument „Das bischöfliche Amt im Rahmen der Apostolizität der Kirche“ verabschiedet hat. Erfreulicherweise knüpft die Studie wiederholt an die Ergebnisse der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ (GE) an. Sowohl die Methode der Gemeinsamen Erklärung als auch inhaltliche Aussagen werden aufgegriffen. Damit wird die besondere Autorität dieses bislang einzigen von Genf und Rom offiziell rezipierten Textes genutzt. Insgesamt hoffe ich, dass die neue Studie weltweit intensiv studiert, aber auch rezipiert wird und so die ökumenische Sache voranbringen wird.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Andreas Brummer neuer VELKD-Oberkirchenrat
Stellvertretender Leiter des Gemeindekollegs wird Gemeindepädagogik-Referent - Montag, 6. April 2009

Andreas Brummer (45), bisheriger Referent und stellvertretender Leiter des Gemeindekollegs der VELKD in Neudietendorf bei Erfurt, wurde von der Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) zum Referenten für Gemeindepädagogik und Seelsorge im Amt der VELKD berufen. Er wird sein neues Amt voraussichtlich zum 1. August 2009 antreten. Brummer ist Nachfolger von Oberkirchenrat Dr. Norbert Dennerlein, der zum 1. März in die bayerische Landeskirche zurückkehrte und die Leitung des Dekanats Neumarkt i. d. Oberpfalz übernahm.

Im Gemeindekolleg war Brummer seit 2007 zuständig für die Projektarbeit in den Bereichen Kirchenpädagogik ("Kirchen erzählen vom Glauben"), Bibeldidaktik ("Wort+Antwort") und Gemeindeentwicklung (GET-Projekt). Daneben gehörte die Beratung von Kirchenvorständen und kirchlichen Gremien zu seinen Kernaufgaben. Andreas Brummer studierte Evangelische Theologie in Bethel, Heidelberg und Tübingen. Er arbeitete u. a. als Pastor in Hildesheim sowie als Expo-Beauftragter des Kirchenkreises Hildesheim-Sarstedt. Von 2001 bis zu seinem Wechsel in das Gemeindekolleg teilte er sich die Stelle als Pastor an der Nikodemus-Kirche in Hannover mit seiner Frau.

Hinweis: Ein Porträtfoto kann unter www.velkd.de/downloads/Brummer_Andreas.jpg 
heruntergeladen werden.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Entscheidung zur Bildung der Nordkirche begrüßt
Leitender Bischof der VELKD würdigt Beschlüsse in Nordelbien, Mecklenburg und Pommern - Samstag, 28. März 2009

Die Stellungnahme im Wortlaut:

Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), begrüßt die Entscheidung der drei Landesssynoden von Nordelbien, Mecklenburg und Pommern, auf dem Weg zu einer gemeinsamen evangelisch-lutherischen Kirche in Norddeutschland fortzuschreiten. Er würdigt die Bereitschaft, diesen Schritt trotz nicht geringer Bedenken zu gehen, insbesondere sei es bemerkenswert, dass hier zwanzig Jahre nach der friedlichen Revolution zum ersten Mal eine evangelisch-lutherische Kirche gebildet werde, die die frühere innerdeutsche Grenze überschreite. Er dankt allen, die in den drei Kirchen Verantwortung tragen, dafür, dass sie alle zu so vielen Kompromissen bereit sind und in ganz unterschiedlicher Weise alle auch Lasten für die Verwirklichung der Nordkirche auf sich zu nehmen bereit sind. Die VELKD ist bereit, den Weg zu einer gemeinsamen Verfassung zu begleiten und die Arbeit der Organe in theologischer wie juristischer Hinsicht zu unterstützen. Sie wünscht den drei Kirchen für diesen Weg den Segen und die Begleitung Gottes.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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VELKD gibt Agende IV, Teilband 1 zur Erprobung frei
Neue Beiratsvorsitzende für Theologisches Studienseminar und Gemeindekolleg berufen - Freitag, 27. März 2009

Die Kirchenleitung der VELKD tagte am 26./27. März 2009 in Hannover
Das Kommuniqué im Wortlaut:

Liturgische Formulare für Berufungen, Einführungen und Verabschiedungen
Die Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat das Amt der VELKD beauftragt, den Entwurf zu Agende IV, Teilband 1 mit dem Ziel der Erprobung zu veröffentlichen. Der Teilband, der gemeinsam mit der Union Evangelischer Kirchen (UEK) herausgegeben werden soll, enthält liturgische Formulare zu Berufungen (u. a. Ordination von Pfarrerinnen und Pfarrern, Beauftragung zum Prädikantendienst, Einsegnung von Diakoninnen und Diakonen), Einführungen (z. B. eines Kirchenmusikers, einer Kirchenmusikerin, eines Bischofs, einer Bischöfin sowie von Kirchenvorständen) und Verabschiedungen. Einsendeschluss für Stellungnahmen aus den Gliedkirchen der VELKD ist der 31. Mai 2010.

Neue Beiratsvorsitzende für Pullach und Neudietendorf
Die Kirchenleitung hat Bischof Gerhard Ulrich (Schleswig) mit Wirkung vom 1. August 2009 zum Vorsitzenden des Beirats des Theologischen Studienseminars der VELKD in Pullach bei München berufen. Er löst in dieser Funktion den Braunschweiger Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber ab, der angesichts zahlreicher weiterer Verpflichtungen um Entlastung gebeten hatte. Auf Wunsch der Kirchenleitung wird Landesbischof Dr. Andreas v. Maltzahn (Schwerin) zum 1. November 2009 den Beirat des Gemeindekollegs der VELKD in Neudietendorf bei Erfurt leiten und die Nachfolge des dann in den Ruhestand gegangenen Landesbischofs Jürgen Johannesdotter (Bückeburg) antreten.

Rahmenvereinbarung zur Arbeit in Wittenberg
Die Kirchenleitung der VELKD hat dem Entwurf einer Rahmenvereinbarung zwischen dem LWB-Zentrum-Wittenberg und dem Wittenberg Center e. V. der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika zugestimmt. Beide Einrichtungen bilden auch räumlich eine Bürogemeinschaft. Das Wittenberg Center ist bereits seit Jahren eine Anlaufstelle für US-amerikanische Touristen. Das LWB-Zentrum mit seinem von der VELKD finanzierten Direktor soll u. a. die geistliche und theologische Begleitung kirchlicher Gruppen aus der lutherischen Weltfamilie anbieten sowie Studienprogramme für Studierenden- und Gemeindegruppen sowie Pfarrkonvente entwickeln. Eine Zusammenarbeit mit der Evangelischen Wittenbergstiftung wird angestrebt.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Zusammenarbeit weiter entwickeln und gegenseitiges Vertrauen stärken
Begegnung zwischen Bischofskonferenz der VELKD und Evangelischem Gnadauer Gemeinschaftsverband - Montag, 23. März 2009

Das Kommuniqué im Wortlaut:

Am 10. März 2009 haben sich die Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und Vertreter des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes zu einem Gespräch in Güstrow getroffen. Präses Dr. Christoph Morgner unterstrich für den Gemeinschaftsverband die Zielsetzung, innerhalb der Landeskirchen eng mit diesen zusammen zu arbeiten. Dabei hielten es die Vertreter der Gemeinschaften für erforderlich, innerhalb aller Landeskirchen die Möglichkeit einzuräumen, dass Gemeinschaften zu Gemeinden mit einem besonderen Status werden können. Sie verwiesen auf entsprechende Regelungen in anderen Landeskirchen und auf das Impulspapier der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) „Kirche der Freiheit“, das sich für unterschiedliche Gemeindeformen ausspricht.

Die Bischofskonferenz unter dem Vorsitz des Leitenden Bischofs der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich, erklärte, sie sei dankbar für die Impulse, die von den Gemeinschaften ausgingen und nehme deren Frömmigkeitsformen sehr ernst. Sie registriere dankbar, dass die Gemeinschaften auch Menschen erreichen, die landeskirchlich nicht gebunden sind. Die ergänzende Funktion der Gemeinschaften wurde mit großer Anerkennung gewürdigt. Für die Landeskirchen sei es wichtig, dass es bei den Landeskirchlichen Gemeinschaften nicht zu einer Selbständigkeit komme, die die Zuordnung zur Landeskirche beeinträchtigt. So solle die Taufe in die größere Gemeinschaft der Landeskirche hineinführen. Die Bischofskonferenz sah auch einen unaufhebbaren Zusammenhang zwischen der vollständigen Ausübung aller gemeindlichen Funktionen und der Übernahme der landeskirchlichen Ordnungen.

Die Bischofskonferenz der VELKD und die Vertreter des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes waren sich darin einig, das gegenseitige Vertrauen und die gute Zusammenarbeit weiter zu entwickeln und zu stärken. Auf der Ebene der einzelnen Landeskirchen muss weiter bedacht werden, wie für die Zukunft die konkrete Gestaltung des Miteinanders erfolgt.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

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Prozess des Zusammenwachsens fördern
Leitender Bischof der VELKD gratuliert Ilse Junkermann zur Wahl zur Landesbischöfin - Samstag, 21. März 2009

Zur Wahl von Oberkirchenrätin Ilse Junkermann zur neuen Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), seine herzlichsten Glückwünsche übermittelt. „Vor Ihnen liegt die große Aufgabe, den Prozess des Zusammenwachsens der ehemals zwei selbständigen Landeskirchen, die sich zum 1. Januar 2009 zusammengeschlossen haben, zu fördern und den Menschen ein Heimatgefühl in der EKM zu geben“, heißt es in seinem Gratulationsschreiben. „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Ihnen in der Bischofskonferenz der VELKD und heiße noch einmal auf diesem Weg die EKM herzlich willkommen in der VELKD“, so Friedrich. 

Ilse Junkermann wird am 29. August im Dom zu Magdeburg in ihr neues Amt eingeführt. Die Einführung nehmen gemeinsam vor der Leitende Bischof der VELKD sowie der Vorsitzende der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen (UEK), Landesbischof Dr. Ulrich Fischer (Karlsruhe), da die EKM beiden Kirchenbünden angehört.


Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Samstag, 21. März 2009. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet oder nicht mehr erreichbar.

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