Pressemitteilungen 2017

Andacht und Gedenkseiten am Ewigkeitssonntag
Online der Verstorbenen gedenken auf trauernetz.de

Hannover – Für evangelische Christinnen und Christen ist der Ewigkeitssonntag ein Gedenktag, an dem sie sich an verstorbene Angehörige und Freunde erinnern. Gemeindeglieder gedenken der in diesem Kirchenjahr Verstorbenen in Gottesdiensten und befehlen sie Gott an. Ein solcher Gottesdienst findet als Chatandacht auf www.trauernetz.de am diesjährigen Ewigkeitssonntag, 26. November 2017, um 18 Uhr statt.

Die Online-Andacht ergänzt das gottesdienstliche Angebot der Kirchengemeinden am Ewigkeitssonntag. Denn auf trauernetz.de bleibt das Gedenken nicht auf die Verstorbenen des vergangenen Kirchenjahres beschränkt: Angehörige und Freunde können im Chat namentlich auch der Menschen gedenken, die vor längerer Zeit gestorben ist. Ebenso richtet sich das Online-Angebot an Trauernde, die aufgrund der Entfernung nicht am Gottesdienst am Wohnort der Verstorbenen teilnehmen können.

Angehörige oder Freunde können ab sofort unter www.trauernetz.de die Namen in ein Trauerbuch eintragen. Diese Namen werden während der Online-Andacht am Ewigkeitssonntag im Chat eingeblendet und im Gebet vor Gott gebracht. Im Anschluss beten die Chatteilnehmerinnen und -teilnehmer gemeinsam das Vaterunser und bitten um Gottes Segen.

„Bereits seit acht Jahren bieten wir jedes Jahr am Ewigkeitssonntag eine Online-Andacht an. Seit zwei Jahren kann man auf trauernetz.de auch Gedenkseiten für Verstorbene anlegen. Sowohl mit der Chat-Andacht am Ewigkeitssonntag als auch mit den Online-Gedenkseiten wollen wir als Kirchen für die Menschen da sein, für die das Internet ein Trauerort ist“, sagt Pfarrer Ralf Peter Reimann (Evangelische Kirche im Rheinland), der gemeinsam mit seiner Kollegin Pfarrerin Maike Roeber die Chatandacht liturgisch gestalten wird.

Hinweis: www.trauernetz.de ist eine Kooperation der Evangelischen Landeskirche in Baden, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau und der Evangelischen Kirche im Rheinland sowie der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands.

20. November 2017
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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4. Tagung der 12. Generalsynode beendet
Zukunft auf gutem Grund – Wahrnehmung. Vergewisserung. Perspektiven

Bonn – Mit Beschlüssen zur Verfassungsänderung, zur Perikopenrevision sowie mit Entschließungen zu den Berichten und zum Synodenthema „Zukunft auf gutem Grund – Wahrnehmung. Vergewisserung. Perspektiven“ ist am Samstagmittag die 4. Tagung der 12. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Bonn zu Ende gegangen.

Das Synodenthema trug dazu bei, Erträge aus dem Jubiläumsjahr der Reformation für die Zukunft fruchtbar zu machen. Die Erinnerung an die Reformation und ihre Impulse haben „unsere Kirche, ihre Mitglieder und viele Menschen“ angeregt, „ihre Geschichte neu wahrzunehmen, sich ihrer Botschaft angesichts der Herausforderung der Gegenwart zu vergewissern und Perspektiven für die Zukunft zu eröffnen“, so die Generalsynode in ihrer Entschließung zum Thema. Sie hob die Verantwortung der VELKD für die Ökumene, insbesondere für den evangelisch-katholischen Dialog hervor. Außerdem seien Liturgie und Gottesdienst, Bildung und der Dialog zwischen Gegenwartskultur und Kirche auch weiterhin zentrale Themen für ihre Arbeit. Die Kirche dürfe sich im öffentlichen Leben „nicht nur als politischer oder und moralischer Akteur verstehen“, sondern müsse vielfältige „Räume für geistig-spirituelle Erfahrungen öffnen“.

Zum Bericht des Leitenden Bischofs bekräftigen die Synodalen die ökumenische und internationale Ausrichtung des Berichts, der sich an den Themen der Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes „Befreit durch Gottes Gnade“ orientierte. Die Freiheit eines Christenmenschen führe in die Verantwortung für die Welt: Dazu gehöre die deutliche Absage an jede Form der Diskriminierung und der offene Blick auf die Vielfalt von Menschen, von Kulturen und Religionen. Die Generalsynode dankte dem Leitenden Bischof für die „Ermutigung, den Geist und die Herausforderungen des Reformationsjubiläums mitzunehmen in die Zukunft“.

Die Entschließung zum Bericht des Präsidiums der Generalsynode drückt die Sorge über die „folgenschwere Entscheidung der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands vom Juni 2016, die Ablehnung der Frauenordination in der Verfassung zu verankern“, aus. Die Generalsynode bittet die Gliedkirchen der VELKD, den Dialog im Rahmen ihrer Partnerschaften intensiv zu suchen und all diejenigen zu stärken, die infolge des lettischen Synodenbeschlusses große Einschränkungen hinnehmen müssen.

Zum Bericht des Catholica-Beauftragten, Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), spricht sich die Generalsynode dafür aus, „zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen und in Verantwortung gegenüber der Lehre beider Kirchen ein gemeinsamer Abendmahlempfang für konfessionsverbindende Ehepartner möglich sei“. Von dem Prozess zwischen Lutherischem Weltbund und Päpstlichem Einheitsrat hin zu einer „Gemeinsamen Erklärung zu Kirche, Amt und Abendmahl“ verspricht sich die Generalsynode eine Klärung darüber, „wie viel Einheit in der Lehre über die Kirche nötig und wieviel Vielfalt möglich, ja gewünscht ist, so dass weitere konkrete Schritte erfolgen können“.

Die Generalsynode nahm die neue, gemeinsam von der VELKD und der Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) erarbeitete Ordnung gottesdienstlicher Texte und Lieder an. Damit sei ein langer und intensiver Erarbeitungsprozess zu einem Ergebnis gekommen, der das zukünftige gottesdienstliche Leben unserer Kirchen prägen wird, so der Vorsitzende des Gottesdienstausschusses der Generalsynode, Superintendent Dr. Olaf Richter. Die neue Ordnung wird am 1. Advent 2018 in Kraft treten.

Die Generalsynode beschloss mit großer Mehrheit das Kirchengesetz zur Verfassungsänderung der VELKD und zur Änderung des Vertrages zwischen EKD und VELKD. Damit seien „die rechtlichen Grundlagen für die Umsetzung des Verbindungsmodells zwischen EKD, UEK und VELKD geschaffen“, sagte der stellvertretende Synodenpräsident Superintendent Philipp Meyer.

Weitere Informationen zur Generalsynode der VELKD finden Sie unter http://www.velkd.de/velkd/12-generalsynode.php. Bilder zum Download für Pressezwecke: www.epd-bild.de, Kontakt: bildservice@epd.de
 

11. November 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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LWB-Präsident zu Gast auf der Generalsynode der VELKD
Erzbischof Dr. Musa Panti Filibius: Reformation muss sich fortsetzen - Samstag, 11. November 2017

Bonn – „Die Reformation muss sich fortsetzen als lebendige Erfahrung des Volkes Gottes“: mit dieser Botschaft wandte sich der Präsident des Lutherischen Weltbundes (LWB), Erzbischof Dr. Musa Panti Filibius, in seiner Morgenandacht an die Mitglieder und Gäste der 12. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Ausbeutung, Machtmissbrauch und Habgier seien immer noch zentrale Probleme in der Gesellschaft und in der Kirche, denen es mutig entgegenzutreten gelte.

„Wir brauchen Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträger, die ihre Aufgabe der Fürsorge ernst nehmen“ und „die eigene Position nicht zugunsten egoistischer Ambitionen missbrauchen“, sagte er: „Wir sind berufen, das Verlorene zu suchen, denen nachzugehen, die Gewalt und Diskriminierung erleben, die Übergriffe aller Art erleiden, deren Sicherheit untergraben wird und die brutal verstümmelt werden. Befreit durch Gottes Gnade sind wir an Christus gebunden als Akteure und Akteurinnen der Befreiung in einer gebrochenen Welt“. Aus der Bindung an Christus folge ein klarer Auftrag – „Menschen mit der Wahrheit Gottes zu nähren“ und „lebendige Vorbilder“ des Glaubens zu sein.

In einem Podiumsgespräch mit dem Präsidenten der Generalsynode, Prof. Dr. Dr. h.c. Wilfried Hartmann, hob Musa Panti Filibus den Einsatz für Geschlechtergerechtigkeit als eines der gegenwärtig zentralen Themen des Lutherischen Weltbundes hervor. Angesichts der politischen Situation in seinem Heimatland Nigeria sagte er, es sei Aufgabe der Kirche und aller Christen, der Gewalt entgegenzutreten: „Wir teilen eine Welt als Mitmenschen, als Mitgeschöpfe. Es ist unsere Aufgabe, in der Welt die Stimme gegen die Gewalt zu erheben.“ Auch wenn die Kirchen vor Herausforderungen stünden, gäbe es dennoch keinen Anlass zu Mutlosigkeit: „Gott hat uns ins seiner Gnade bis hierher geleitet und wird es auch weiter tun. Das Beste steht uns noch bevor.“

Die 4. Tagung der 12. Generalsynode der VELKD endet am Samstag, 11. November 2017. An den Beratungen nahmen auch rund 30 ökumenische Gäste aus Europa, Asien, Afrika, den USA und Lateinamerika teil.

Weitere Informationen zur Generalsynode der VELKD finden Sie unter http://www.velkd.de/velkd/12-generalsynode.php. Bilder zum Download für Pressezwecke: www.epd-bild.de, Kontakt: bildservice@epd.de.


11. November 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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Nach dem Reformationsjubiläum: Ein neuer Ton in der Ökumene
Catholica-Beauftragte für konkrete Schritte auf dem Weg zur sichtbaren Einheit - Freitag, 10. November 2017

Hannover/Bonn – „In ökumenischer Verantwortung der Reformation gedenken“ – dieses selbst gesetzte Ziel des Jubiläumsjahres der Reformation sei erreicht worden, bilanzierte der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche (VELKD), Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg) in seinem Bericht vor der Generalsynode der VELKD und der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen (UEK). Nun könne es auch gelingen, den positiven Wandel „in konkrete und verbindliche ökumenische Schritte“ umzusetzen: „Wir würden unserer ökumenischen Verantwortung nicht gerecht, wenn wir aus dem Jahr 2017 keine bleibenden Veränderungen in unsere Kirchen mitnehmen würden.“

Die weiteren konkreten Schritte auf dem gemeinsamen Weg müssten zu Klärungen des Kirchen- und Amtsverständnisses beitragen und vor allem die Frage nach einem gemeinsamen Abendmahl beider Konfessionen beantworten helfen. „Hier gemeinsam einen Schritt voranzugehen, würde dem Anliegen des gemeinsamen Christusfestes eine ganz neue Dimension geben“, so Manzke. Allerdings kämen ökumenische Fortschritte „bei aller Ungeduld nur zustande, wenn alle Seiten einem gemeinsamen Schritt zustimmen können. Dies geschieht durch das beharrliche Gespräch und eine gute theologische Fundierung der Veränderungen.“

Als Höhepunkte im Reformationsjahr hob der Catholica-Beauftragte der VELKD unter anderem die versöhnende Kraft der nationalen und internationalen ökumenischen Gottesdienste hervor. Er verwies auch auf die theologisch vertiefende Arbeit in einer Studie zur ethischen Urteilsbildung der Dritten Bilateralen Arbeitsgruppe zwischen VELKD und Deutscher Bischofskonferenz, die unter dem Titel „Gott und die Würde des Menschen“ erschienen ist.

Auch Kirchenpräsident Christian Schad (Speyer), der im Auftrag des Vorsitzendes des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu Fragen der Beziehung zur römisch-katholischen Kirche sprach, zog eine positive Bilanz: Das Jahr sei wie erhofft ein Motor für die neu aufbrechende Ökumene gewesen. Dabei macht er einen „neuen Ton in der Ökumene 2017“ aus: „Es geht nicht allein um Erwartungen an die andere Seite, sondern um die eigene Bereitschaft, sich korrigieren, sich verändern zu lassen“. Auch aus gesamtevangelischer und europäischer Perspektive seien die zentralen theologischen Fragen die nach Kirche, Amt und Abendmahl. Schad plädierte dafür, bei einer möglichen „Gemeinsamen Erklärung zu Kirche, Eucharistie und Amt“ von vornherein nicht allein den Lutherischen Weltbund, sondern auch die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen zu beteiligen. Das Thema „Kirche und Kirchengemeinschaft“ steht auch im Mittelpunkt der Gespräche zwischen dem Vatikan und der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE). Ein gemeinsamer Text als Ergebnis der Konsultationen soll bis Ende des Jahres fertiggestellt werden.

Wie der Catholica-Beauftragte der VELKD sprach sich auch Kirchenpräsident Schad dafür aus, den „ökumenischen Kairos 2017“ konkret aufzunehmen. Ein ökumenischer Kontaktgesprächskreis aus Vertretern der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der EKD entwickele Vorschläge, um die im Anschluss an den Buß- und Versöhnungsgottesdienst in Hildesheim ausgesprochenen Selbstverpflichtungen konkret werden zu lassen. Diese beträfen das Gebet, die Lehre und das Handeln in ökumenischer Geschwisterlichkeit.

Die Berichte im Wortlaut und weitere Informationen zur Generalsynode der VELKD finden Sie unter http://www.velkd.de/velkd/12-generalsynode.php. Bilder zum Download für Pressezwecke: www.epd-bild.de, Kontakt: bildservice@epd.de.


Bonn, 10. November 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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Leitender Bischof im Amt bestätigt
Leidenschaft für die Kirche: Landesbischof Gerhard Ulrich bleibt leitender Geistlicher der VELKD - Donnerstag, 9. November 2017

Hannover/Bonn – Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin) ist von der Generalsynode in seinem Amt bestätigt worden. Der Präsident der Generalsynode, Prof. Dr. Wilfried Hartmann, teilte das einstimmige Wahlergebnis mit und überbrachte die Glückwünsche der Synode.

Ulrich, der Ende März 2019 als Landesbischof in den Ruhestand tritt und deshalb nicht mehr für eine vollständige Wahlperiode zur Verfügung steht, nahm die Wahl an und dankte für das Vertrauen der Synodalen. „Ich freue mich, dass ich weiterhin Ihr Leitender Bischof sein darf und bin das mit Vergnügen“, sagte er. „Gemeinsam haben wir in den vergangenen Jahren viel auf den Weg gebracht. Geprägt von dem, was uns gemeinsam trägt: die Leidenschaft für das Wort und die Leidenschaft für die Kirche, Leidenschaft für die Ökumene und die Überzeugung, dass all das nur im Miteinander gelingen kann“.

Bischöfin Kirsten Fehrs (Hamburg) gratulierte im Namen Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. Sie würdigte Ulrich als einen „lutherischen Theologen mit weitem Herzen, der den Menschen zugewandt, mutig und gradlinig“ sei und dabei einen „unerhört entlastenden Humor“ habe. Sie verband ihren Glückwunsch mit einem Dank für das große Engagement des wieder gewählten Leitenden Bischofs.

Der Leitende Bischof ist der erste Geistliche der VELKD. Er hat den Vorsitz in der Kirchenleitung und in der Bischofskonferenz und vertritt die VELKD nach außen. Er ist zugleich Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes. Der Leitende Bischof wird von der Generalsynode aus der Mitte der Bischofskonferenz gewählt. Die Amtszeit beträgt drei Jahr, Wiederwahl ist möglich. Landesbischof Gerhard Ulrich hat das Amt seit 2011 inne.

Die 4. Tagung der 12. Generalsynode findet vom 9.-11. November in Bonn statt.

Weitere Informationen zur Generalsynode der VELKD finden Sie unter http://www.velkd.de/velkd/12-generalsynode.php. Bilder zum Download für Pressezwecke::www.epd-bild.de, Kontakt: bildservice@epd.de.


Bonn, 9. November 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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Generalsynode der VELKD eröffnet
Leitender Bischof Ulrich wirbt für eine „Globalisierung der Toleranz und Nächstenliebe“ - Donnerstag, 9. November 2017

Bonn – Mit einem klaren Plädoyer für eine „Globalisierung der Toleranz und Nächstenliebe“ hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) seinen Bericht vor den Mitgliedern der Generalsynode begonnen: „In Zeiten, in denen Grenzen wieder geschlossen und Mauern errichtet werden, müssen wir als Kirchen dazu beitragen, den Blick auf das Ganze zu richten: auf die Vielfalt der Menschen, die eine Vielfalt der Religionen und Kulturen ist.“

Zu einer „sozialen Globalisierung“ gebe es keine Alternative, und diese soziale Globalisierung könne „aus der Perspektive des christlichen Glaubens, die wir in die Gestaltung des Gemeinwesens eintragen“, zu einer „Globalisierung der Barmherzigkeit, der Toleranz und Nächstenliebe“ werden. Angesichts der nationalen und internationalen politischen Entwicklungen sagte der Leitende Bischof: „Als Kirche müssen wir immer wieder für eine Kultur eintreten, in der Bürgerinnen und Bürger sich als freie und gleiche achten. Unser christlicher Glaube und unsere demokratische Kultur verpflichten uns, uns allen rassistischen und antisemitischen Tendenzen entgegen zu stellen.“ Das Wort Gottes sei niemals unpolitisch, im Gegenteil: Es könne auch „Verrat am Evangelium selber sein (…), wenn wir uns zu sehr heraushalten, nicht radikal auf die Konsequenzen verweisen, die das Evangelium herausfordert.“ 

Ulrich überschrieb seinen Bericht mit dem Motto der 12. Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes, die im Mai in Windhuk (Namibia) stattgefunden hatte: „Befreit durch Gottes Gnade“. Damit hob er die weltweite Bedeutung der Reformation hervor und machte deutlich, dass die evangelisch-lutherischen Kirchen nicht auf sich allein gestellt, sondern eine „Provinz der Weltchristenheit“ seien: „Das Zeugnis der Einheit in Vielfalt und das gemeinsame Eintreten für die Verkündigung des Evangeliums, für Menschenwürde und für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung bleibt unsere Aufgabe“.

Die 4. Tagung der 12. Generalsynode der VELKD in Bonn war heute durch ihren Präsidenten Prof. Dr. Dr. h.c. Wilfried Hartmann eröffnet worden. Das Kirchenparlament tagt bis zum 11. November 2017. Auf der Tagesordnung der Delegierten aus sieben lutherischen Landeskirchen stehen die Wahl des Leitenden Bischofs / der Leitenden Bischöfin, Beschlüsse zur Perikopenrevision und zur Verfassungsänderung sowie der jährliche Bericht des Catholica-Beauftragten. Das Schwerpunktthema der Synode lautet „Zukunft auf gutem Grund  – Wahrnehmung, Vergewisserung, Perspektiven“ und soll dazu beitragen, Erträge aus dem Jubiläumsjahr der Reformation für die Zukunft zu sichern.

Den Bericht im Wortlaut und weitere Informationen zur Generalsynode der VELKD finden Sie unter http://www.velkd.de/velkd/12-generalsynode.php.


9. November 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

 

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„Antisemitismus ist Gotteslästerung“
Gemeinsame Broschüre von EKD, VELKD und UEK tritt Judenhass entgegen - Mittwoch, 8. November 2017

Unter dem Titel „Antisemitismus – Vorurteile, Ausgrenzungen, Projektionen und was wir dagegen tun können" haben die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) und die Vereinigte Evangelisch- Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) jetzt eine Informationsbroschüre herausgegeben, die über Erscheinungsformen, Hintergründe und Ursachen von Antisemitismus aufklärt. Nachdem Judenfeindschaft durch alle Jahrhunderte hin durch Lehre und Praxis der Kirchen begleitet hat, bekennt die Evangelische Kirche heute nicht nur ihre Mitschuld, sondern bezieht Stellung: Christlicher Glaube und Judenfeindschaft schließen einander aus. „Antisemitismus ist Gotteslästerung", stellt die Broschüre unmissverständlich klar.

Antisemitismus ist nach wie vor eine Realität in unserer Gesellschaft. Er hat viele Gesichter: gewalttätige Übergriffe auf Jüdinnen und Juden, Schändung jüdischer Gräber, die Leugnung und Relativierung nationalsozialistischer Verbrechen gehören ebenso dazu wie Verschwörungstheorien und Hasspropaganda gegen den Staat Israel, die über soziale Medien Verbreitung finden. Auch in der Kirche begegnen antijüdische Klischees, wenn z.B. scheinheiliges Verhalten als „pharisäerhaft" bezeichnet wird oder der biblische Satz „Auge um Auge, Zahn um Zahn" irreführend als alttestamentliches „Rachegebot" bezeichnet wird.

Die Broschüre, die in Kirchengemeinden genutzt und verbreitet werden soll, gibt praktische Tipps zum Umgang mit Antisemitismus und Judenfeindschaft. „Der Widerspruch gegen Judenhass ist nicht nur die Sache einiger weniger, sondern eine Verantwortung aller Christen", betonen die Herausgeber. Erarbeitet wurde das Heft von dem von EKD, UEK und VELKD gemeinsam getragenen Ausschuss „Kirche und Judentum". Zu den Aufgaben dieses Gremiums gehört, den Kontakt zu jüdischen Gemeinden und zum Präsidium des Zentralrates der Juden in Deutschland zu pflegen und auszubauen sowie durch Stellungnahmen und Publikationen den christlich-jüdischen Dialog zu fördern.

Die Broschüre kann kostenlos bestellt werden beim Kirchenamt der EKD unter versand@ekd.de. Eine Onlinefassung wird auf den Seiten der EKD und VELKD bereitgestellt und kann als PDF-Datei heruntergeladen werden.

8. November 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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Lutherische Prägung und ökumenische Weite
Johannes Dieckow wird Referent für ökumenische Grundsatzfragen - Mittwoch, 18. Oktober 2017

Hannover - Die Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat Johannes Dieckow zum theologischen Referenten für ökumenische Grundsatzfragen berufen. Der 44-jährige Pastor der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers wird zukünftig unter anderem für den Dialog mit der römisch-katholischen Kirche auf nationaler Ebene, für die Kontaktpflege zu anderen Kirchen im Inland und zu einzelnen lutherischen Kirchen im Ausland zuständig sein. Damit wird er nach der Entflechtung der Aufgaben der VELKD und des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes die ökumenische Arbeit der VELKD fortführen. Er tritt seinen Dienst voraussichtlich zum 1. Januar 2018 an.

„Das Thema Ökumene hat mich stets begleitet und begeistert. Ich freue mich, dass es nun zu meiner Hauptaufgabe wird“, sagte Johannes Dieckow nach seiner Ernennung. „Ökumenische Dialoge zu fördern und zu koordinieren ist eine Leidenschaft, die mich beruflich antreibt. Konfessionelle Vielfalt nehme ich als Reichtum, nicht als trennend wahr“. In seiner Arbeit sei ihm seine „lutherische Prägung ebenso wichtig wie die ökumenische Offenheit und Weite im Reden und Handeln.“

Johannes Dieckow hat in Göttingen Evangelische Theologie studiert und sein Vikariat in Braunschweig-Bienrode absolviert. Im Rahmen eines Examensprojektes beschäftigte er sich mit der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre als Modell für den katholisch-lutherischen Dialog“. Studienaufenthalte und internationale Seminare führten ihn zum Ökumenischen Rat der Kirchen und zum Lutherischen Weltbund (LWB) nach Genf, an das Institut für Ökumenische Forschung nach Straßburg und das LWB-Zentrum nach Wittenberg.

Dieckow ist Pastor der Dreikönigsgemeinde Bad Bevensen, Beauftragter für Konfessionsökumene im Kirchenkreis Uelzen und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen im Landkreis Uelzen. 

Er ist verheiratet mit Pastorin Dr. Kathrin Dieckow. Das Paar hat zwei Söhne.

Hinweis: Ein hochauflösendes Foto von Pastor Johannes Dieckow können Sie hier www.velkd.de/images/Johannes-Dieckow-VELKD.jpg  herunterladen

Henrike Müller
Pressesprecherin

Johannes Dieckow 1304,16 kbSeite drucken
Taufe und Kirchenzugehörigkeit
Neuerscheinung der VELKD zum theologischen Sinn der Taufe und ihrer kirchenrechtlichen Bedeutung - Donnerstag, 12. Oktober 2017

Was ist der Sinn der Taufe und welche Bedeutung hat sie für das Leben der Getauften? Wie verhalten sich die Taufe, die als unverlierbar gilt, zur Kirchenzugehörigkeit, die durch einen Kirchenaustritt beendet werden kann? Wo liegen die Freiheiten, wo liegen auch die Grenzen bei der Gestaltung von Tauffeiern? Wie ist auf Menschen zuzugehen, die zwar getauft, aber kein Kirchenmitglied werden möchten?  

Mit diesen Fragen zum theologischen Sinn der Taufe, ihrer ekklesiologischen und kirchenrechtlichen Bedeutung beschäftigen sich die Beiträge im Buch „Taufe und Kirchenzugehörigkeit“, die von Mitgliedern der Theologischen Ausschusses der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) erarbeitet wurden.

„Mit diesem Buch will der Theologische Ausschuss eine Orientierung geben für Pfarrerinnen und Pfarrer, Katechetinnen und Katecheten, Kirchenvorsteher und Ehrenamtliche, die mit theologischen Fragen nach dem Sinn der Taufe, mit deren rechtlichen Implikationen sowie der Gestaltung der konkreten Taufpraxis befasst sind“, schreiben die Herausgeber Professorin Dr. Christine Axt-Piscalar und Oberkirchenrat Dr. Claas Cordemann. „Die Texte richten sich aber auch an alle Getauften sowie solche, die die Taufe anstreben, und wollen dazu anregen, über den Sinn der Taufe und ihrer Bedeutung für das eigene Leben nachzudenken.“

Der Band versammelt Beiträge von Christine Axt-Piscalar, Ulrich Heckel, Michael Herbst, Stefan Ark Nitsche und Heinrich de Wall. Beigefügt sind zwei grundlegende Texte Martin Luthers zum Verständnis der Taufe: Sein Sermon vom heiligen hochwürdigen Sakrament der Taufe und der Abschnitt zur Taufe aus dem Großen Katechismus.

Hinweis: Taufe und Kirchenzugehörigkeit. Zum theologischen Sinn der Taufe, ihrer ekklesiologischen und kirchenrechtlichen Bedeutung, im Auftrag der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) herausgegeben von Christine Axt-Piscalar und Claas Cordemann, 204 Seiten, Leipzig 2017, ISBN 978-3-374-05205-9, 18.00 €. Das Buch ist ausschließlich über den Buchhandel erhältlich. Mehr unter www.velkd.de/taufe-und-kirchenzugehoerigkeit.

12. Oktober 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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Perspektiven der Gemeindeentwicklung: Neue „Texte aus der VELKD“
Auch neu: VELKD-Informationen blicken zurück auf die Weltausstellung Reformation - Mittwoch, 11. Oktober 2017

Hannover – „Zukunft Gemeinde – Potentiale erkunden“ lautete das Thema der jüngsten Bischofskonferenz der VELKD. Die Vielfalt kirchengemeindlicher Organisation wahrzunehmen und ihr Potential für eine vielfältige Mitgliedschaftspraxis auszuloten, stand dabei im Vordergrund. Die Beiträge der Tagung sind in der aktuellen Ausgabe 179 der „Texte aus der VELKD“ erschienen und beschäftigen sich aus soziologischer und kirchenrechtlicher Sicht sowie aus einer geistlich gegründeten Perspektive der Organisationsentwicklung mit der Frage der Gemeindeentwicklung.

„Wenn wir aus lutherischer Sicht über die Entwicklung von Gemeinden sprechen, so tun wir das in ökumenischer Weite und Offenheit mit dem Blick auf die Vielfalt und den Reichtum an Traditionen in der evangelisch-lutherischen Kirche weltweit und zugleich mit dem Bestreben, die Ausgewogenheit von Freiheit und Form zu wahren“, so der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin) im Vorwort.

Die Themenwoche „Bibel und Bild“ auf der Weltausstellung Reformation in Wittenberg, die die VELKD im Himmelszelt des Lutherischen Weltbundes gestaltet hat, bildet den thematischen Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe 155 der „VELKD-Informationen“. In seinem Beitrag zu „Fragen der Zeit“ beschreibt Amtsleiter Dr. Horst Gorski seine Erfahrungen auf der Weltausstellung und verbindet sie mit theologischen Reflexionen zum historischen Ursprungsort der Reformation und zum Wochenthema „Bibel und Bild“. Die Rubrik „Das Luther-Zitat“ greift das Thema auf, indem einer der 95 Thesen Martin Luthers nicht Worte, sondern Bilder deutend an die Seite gestellt werden. Die „VELKD-Informationen“ versammeln darüber hinaus die Nachrichten des 3. Quartals 2017 und weisen auf Neuerscheinungen und Veranstaltungen hin.

Hinweis: Nr. 179 der „Texte aus der VELKD“, „Zukunft Gemeinde – Potentiale erkunden“, kann unter www.velkd.de/velkd-texte-179-Zukunft-Gemeinde heruntergeladen werden. Die aktuellen VELKD-Informationen Nr. 155 stehen unter www.velkd.de/velkd-infos-155 zum Download bereit. Beide Publikationen können per E-Mail an texte-vi@velkd.de angefordert bzw. kostenfrei abonniert werden. Weitere Informationen auf www.velkd.de.

11. Oktober 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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Theologie, Spiritualität, Alltag: Jahresprogramm 2018 des Gemeindekollegs
Auch das Magazin „Kirche in Bewegung“ erscheint in neuer Ausgabe - Freitag, 6. Oktober 2017

Hannover/Neudietendorf – Im Zentrum der Arbeit des Gemeindekollegs der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Neudietendorf bei Erfurt steht das Zusammenspiel von Geist und Prozess: Perspektiven der geistlichen Begleitung und der Gemeindeberatung werden konzeptionell aufeinander bezogen. Diese Verbindung prägt auch die Angebote im soeben erschienenen Jahresprogramm 2018.

„Gottes Geist im Alltagsgeschäft entdecken“ heißt ein Angebot für Kirchenvorstände und andere Leitungsgremien, die ihre Arbeit von geistlicher Inspiration durchdringen lassen möchten und Wege suchen, trotz dichter Tagesordnung Raum für das Wirken des Heiligen Geistes zu eröffnen. Auch die Langzeitfortbildung „Geist und Prozess“ stellt die Frage danach, wie die spirituelle Dimension die alltägliche Gestaltungsarbeit in Gruppen, Gremien und Gemeinden durchdringen kann. Das Gemeindekolleg versteht sich als „Theologiewerkstatt – ein Ort, an dem Theologie weiterentwickelt wird“, schreiben der Leiter des Gemeindekollegs, Professor Dr. Reiner Knieling, und seine Stellvertreterin Pfarrerin Isabel Hartmann im Vorwort zum aktuellen Kursprogramm: „Wir fördern Innovation und Entwicklung im Dreiklang von Theologie, Spiritualität und Alltagstauglichkeit“.

Diesen Dreiklang nimmt auch das neu erschienene Magazin des Gemeindekollegs „Kirche in Bewegung“ mit dem Titel „Fremdeln als Chance“ auf. In den Beiträgen geht es um die Spannung von Beheimatung und Fremdsein als Ressource der Dynamik des Lebens, um Grenzgänger und Kirchenfremde, um Aufbrüche und Neuentdeckungen – immer mit der Perspektive der Entwicklung von Kirche und Gemeinden. Darüber hinaus bietet das Magazin Informationen und Neuigkeiten aus dem Gemeindekolleg. Vorgestellt wird das neue Konzept der so genannten Co-Worker: Menschen mit unterschiedlichen Berufserfahrungen, die das Team des Gemeindekollegs temporär erweitern. 

Das 1986 gegründete Gemeindekolleg entwickelt und vermittelt Projekte für Gemeindearbeit, vernetzt Ideen und Impulse zur Gemeindeentwicklung, bietet Beratung für Kirchenvorstände, öffnet Foren für experimentelles Lernen und begleitet Veränderungsprozesse. Die Angebote richten sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kirche.

Hinweis: Die aktuelle Ausgabe von „Kirche in Bewegung“ und das Jahresprogramm 2018 des Gemeindekollegs sind direkt unter www.gemeindekolleg.de/jahresprogramm  abrufbar.

6. Oktober 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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VELKD fördert wissenschaftlichen Nachwuchs
Tagung zu „Hermeneutiken der Lutherrezeption“ in Pullach - Mittwoch, 13. September 2017

Hannover/Pullach – Vom 6.-8. September fand im Theologischen Studienseminar der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Pullach ein Symposium für Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen zum Thema „Hermeneutiken der Lutherrezeption“ statt. Studierende, Doktoranden und Habilitanden der Theologie beschäftigten sich im Jubiläumsjahr der Reformation mit der Frage, in welcher Weise theologische und geschichtshermeneutische Konzepte für den eigenen Blick auf die Reformation leitend sind.

„Es war eine sehr dichte und konzentrierte Tagung“, bilanziert Dr. Claas Cordemann, Referent für theologische Grundsatzfragen im Amt der VELKD. „Die unterschiedlichen Herangehensweisen der Referenten und Referentinnen haben dazu beigetragen, ein Bewusstsein für die Vielfalt der Luther-Rezeption zu entwickeln. Das, was als lutherisch oder protestantisch verstanden wird, ist nicht einfach gegeben, sondern verdankt sich dem jeweils spezifischen gegenwartsorientierten Zugriff.“ Von den Teilnehmenden wurde neben der ertragreichen sachlichen Auseinandersetzung auch hervorgehoben, wie wichtig es sei, dass Nachwuchswissenschaftlern und Nachwuchswissenschaftlerinnen ein solches Forum für Diskussion und Austausch geboten werde.

Prof. Dr. Notger Slenczka (Berlin) eröffnete mit grundsätzlichen hermeneutischen Überlegungen zur gegenwärtigen Lutherrezeption die Tagung. Eine römisch-katholische Sicht bot Dr. Daniela Blum (Tübingen), die die Lutherrezeption von Walter Kardinal Kasper vorstellte. Jan Kingreen (Berlin) rekonstruierte die freiheitstheoretisch motivierte Reformations- und Lutherdeutung Hegels. Wie die Reformation und die reformatorische Erkenntnis in gegenwärtigen Reformationstagspredigten gedeutet werden, war das Thema von Dr. Christina Costanza (Pullach). Arne Lademann (Halle/Saale) stellte die Leitgedanken der frühen Lutherrezeption Emanuel Hirschs vor. Eine kritische Auseinandersetzung mit Gerhard Ebelings Deutung Luthers als eines seelsorgerlichen Theologen bot Tabea Kraaz (Frankfurt a.M.). Dr. Claas Cordemann stellte Überlegungen zu einer resonanztheoretischen Umformung des Rechtfertigungsglaubens im Anschluss an Hartmut Rosa an. Der Frage der Entdogmatisierung und Ethisierung des Glaubens in den ethischen Debatten der 1970er und 1980er Jahren ging Anne Friedericke Hoffmann (München) nach. Abschließend bot Dr. Georg Raatz (Hannover) grundsätzliche methodische Überlegungen zu geschichtshermeneutischen Schemabildungen neuprotestantisch-liberaler Protestantismusdeutungen.

Die Publikation der Vorträge ist geplant.

13. September 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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Gottes Wort ermutigt, ermächtigt und befreit
Leitender Bischof der VELKD beim 31. Friedenstreffen von Sant’Egidio - Dienstag, 12. September 2017

Hannover/Münster –  Auf Gottes Wort zu hören und den Dialog mit anderen zu suchen, sei notwendig, um in einer zerrissenen und konflikthaften Welt ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Das betonte der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und Landesbischof der Nordkirche, Gerhard Ulrich (Schwerin), auf dem diesjährigen Friedenstreffen der Gemeinschaft Sant‘Egidio in Münster: „Wenn wir auf Gottes Wort und auf einander hören, dann eröffnen sich Räume, in denen Vertrauen wachsen kann, in denen wir Fremdes aushalten und trotz aller Unterschiede respektvoll miteinander umgehen können“, sagte der Bischof am heutigen Dienstag auf dem Podium „500 Jahre nach der Reformation: Das Wort Gottes und das Leben der Christen“ (500 Years after the Reformation: The Word of God and the Christians‘ Life).

Das Wort Gottes habe gesellschaftsverändernde Kraft, denn es spreche allen Menschen eine Würde zu, unabhängig von Leistung, Herkunft oder Hautfarbe. „Die Gottebenbildlichkeit des Menschen ist eine politische Botschaft“, sagte der Leitende Bischof, weil sie keinen Unterschied zwischen den Menschen mache. So sei das Wort Gottes stets ein Wort der Ermutigung, der Liebe und des Friedens: „Worte, die Menschen nicht ermutigen, sondern unterdrücken, sind nicht Gottes Wort.“

Das Wort Gottes führe in die Gemeinschaft mit anderen. Jüngerinnen und Jünger seien keine Einzelgänger, sondern gemeinsam Wegzeichen für den Frieden, den Gott allen Menschen verheißt. Auf andere zu hören, helfe, besser zu verstehen – zum Beispiel, dass der Wohlstand in Europa zur Armut in anderen Regionen der Welt beitrage oder dass Kolonialismus und Apartheid noch nicht überwunden seien. Partnerschaftsarbeit sei notwendig, um für diese Themen sensibilisiert zu werden.   

Auch der Catholica-Beauftragte der VELKD, Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), nahm am Friedenstreffen teil. Auf dem Podium „Gebet, Krankheit, Heilung“ (Prayer, Illness, Healing) sprach er über das Gebet als Antwort des Glaubens und als Quelle der Aussagen über Gott, Welt und Mensch: „Wo das Gebet verstummt ist, da ist es um die Religion selbst geschehen“. Er betont die kulturelle Vielfalt des Gebets und seine Bedeutung für den Einzelnen und die Welt: „Die betende Kirche erfüllt darin ihren Dienst an der Gesellschaft, dass sie das Tun des Gebets mit der Arbeit für den Frieden bleibend verbindet.“

Seit Sonntag, dem 10. September 2017 findet in Osnabrück und Münster das 31. Internationale Friedenstreffen der Gemeinschaft Sant’Egidio statt. Die interreligiösen internationalen Friedenstreffen wurden 1986 erstmals durchgeführt. Sie haben das Ziel, den Dialog der Religionen zu fördern und dabei besonders das Thema Frieden in den Blick zu nehmen. Das diesjährige Treffen, an dem u.a. auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnimmt, steht unter der Überschrift „Wege des Friedens - Religionen und Kulturen im Dialog“ und dauert noch bis zum 12. September 2017.

Hinweis: Gerhard Ulrich ist Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD – www.velkd.de) und Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche – www.nordkirche.de). Er nimmt als Leitender Bischof der VELKD seit 2013 an den Friedenstreffen der Gemeinschaft Sant’Egidio teil.

Weitere Informationen:
www.santegidio.org/pageID/16332/langID/de/event/992/PANEL-24-500-Jahre-Reformation-Das-Wort-Gottes-und-des-Leben-der-Christen.html
www.velkd.de/velkd/bischof-berichte-predigten-texte.php
www.velkd.de/velkd/catholica-berichte-vortraege-texte.php

12. September 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

 

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Theologische Bildung im Schnittfeld von Kirche, Kultur und Gesellschaft
Kursprogramm 2018 des Theologischen Studienseminars Pullach erschienen - Mittwoch, 6. September 2017

Das neue Kursprogramm des Theologischen Studienseminars der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Pullach ist erschienen. Im Jahr 2018 werden 19 ein- oder zweiwöchige Studienkurse für Pfarrerinnen und Pfarrer, Kirchenleitende der mittleren Ebene, kirchenleitende Ehrenamtliche und Verwaltungsmitarbeitende angeboten. Die Anmeldung ist ab sofort unter www.theologisches-studienseminar.de möglich.

„Es ist uns ein Anliegen, Menschen in kirchenleitender Verantwortung theologische Bildung und Vertiefung anzubieten: Den Pfarrerinnen und Pfarrern, an die sich die meisten Studienkurse richten, wie den Ephoren, der Unternehmerin wie dem Vorstand einer diakonischen Einrichtung, der Kirchenjuristin wie dem ehrenamtlichen Synodalen" – so beschreibt Rektor PD Dr. Detlef Dieckmann das Ziel, das mit dem neuen Kursprogramm verbunden ist.

Dazu gehören auch bewährte Formate wie das „Update Theologie“ oder der Kurs „Neu im ephoralen Amt“. Der Studienkurs „Bibel und Bekenntnis“ richtet sich speziell an Nichtordinierte, die in der Kirche leitend tätig sind, und bietet eine Einführung in Grundfragen der Theologie. Der Literaturkurs „So schön wie hier kann‘s im Himmel gar nicht sein. Religion in der Gegenwartsliteratur“ sucht – wie auch die Filmkurse – den Dialog mit zeitgenössischen kulturellen Ausdrucksformen. „Das Studienseminar ist ein guter Ort, um über theologische Fragen nachzudenken, sich mit anderen auszutauschen und sich inspirieren zu lassen – wir freuen uns sehr auf die neuen Studienkurse im Schnittfeld von Kirche, Kultur und Gesellschaft,“ sagt Studienleiterin Dr. Christina Costanza.

Das 1960 gegründete Theologische Studienseminar der VELKD in Pullach am südlichen Stadtrand von München bietet Kurse zu aktuellen theologischen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragestellungen an. 2017 haben sich über 400 Menschen zu den Fortbildungsangeboten angemeldet. Das Haus, das im vergangenen Jahr saniert wurde, hat 28 Gästezimmer und steht auch Gastgruppen zur Verfügung.

Hinweis: Das vollständige Programm sowie weitere Informationen sind online www.theologisches-studienseminar.de abrufbar.

6. September 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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Moral ohne Bekenntnis?
Neuerscheinung der VELKD beschäftigt sich mit der Frage nach Kirchen als „Moralagenturen“ der Gesellschaft - Dienstag, 5. September 2017

In der medialen Öffentlichkeit werden Kirche und Theologie vor allem dann wahrgenommen, wenn es um die moralischen Grundlagen unserer Gesellschaft geht. Kirche und Theologie erhalten dann Aufmerksamkeit, wenn sie sich zu Fragen äußern, die in der Öffentlichkeit diskutiert werden – zum Beispiel Sterbehilfe, Flüchtlingskrise, Sexualethik oder Umweltschutz. Verstehen sich Kirche und Theologie zunehmend als „Moralagenturen“ der Gesellschaft? Laufen sie Gefahr, im Kampf um mediale Aufmerksamkeit die christliche Botschaft zugunsten moralischer Handlungsorientierungen zu vernachlässigen?

Mit diesem Thema beschäftigte sich die XVII. Konsultation Kirchenleitung und wissenschaftliche Theologie der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und der Union Evangelischer Kirchen (UEK). Die Texte der Tagung sind jetzt als Buch erschienen. Die Beiträge von Corinna Dahlgrün, Johannes Fischer, Elisabeth Gräb-Schmidt, Michael Meyer-Blanck, Matthias Kamann, Peter Schallenberg und Notger Slenczka versuchen, das Verhältnis von Religion und Glaube zu Ethik und Moral zu umreißen. Sie fragen danach, wie sich der Wahrheitsanspruch des Evangeliums zur Vermittlung von Werten in und für diese Gesellschaft verhält oder ob Kirche und Theologie verführt sind, den Relevanzverlust des Glaubens in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit auf ethischem Gebiet auszugleichen.

„Es geht nicht darum, ob sich die Kirche zu moralischen Fragen der gesellschaftlichen Debatte äußert, sondern wie sie das tut“, schreibt Dr. Claas Cordemann aus dem Amt der VELKD in seiner Einleitung zum Tagungsband. Die Kirche könne gerade dann moralische Orientierungskraft ausstrahlen, „wenn sie sich auf ihren geistlichen Grund besinnt“. Der Tenor der Beiträge gehe dahin, dass Kirche und Theologie weniger Verhaltensnormierungen anstreben als vielmehr die Fähigkeit zur eigenen Urteilsbildung in ethischen Fragen stärken sollten.

Hinweis: „Moral ohne Bekenntnis? Zur Debatte um Kirche als zivilreligiöse Moralagentur.“ Dokumentation der XVII. Konsultation Kirchenleitung und wissenschaftliche Theologie. Im Auftrag der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) herausgegeben von Claas Cordemann und Gundolf Holfert, Evangelische Verlagsanstalt Leipzig, 2017, ISBN 978-3-374-05158-8, 128 Seiten, 15,00 EUR. Die Publikation ist ausschließlich über den Buchhandel erhältlich. Mehr unter www.velkd.de/moral-ohne-bekenntnis.

5. September 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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Positive Bilanz der VELKD-Präsenz auf der Weltausstellung Reformation
Etwa 1000 Gäste besuchten das Himmelszelt in der Themenwoche „Bibel und Bild“ - Donnerstag, 24. August 2017

Hannover/Wittenberg – „Wir gehen mit erfülltem Herzen und reich beschenkt“: Mit diesen Worten verabschiedete sich Dr. Horst Gorski im Namen der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) aus dem Himmelszelt des Lutherischen Weltbunds in Wittenberg. Sechs Tage lang hat die VELKD im Himmelszelt das Programm zur Themenwoche „Bibel und Bild“ gestaltet. Rund 1000 Menschen haben in dieser Zeit das Himmelszelt besucht oder an den Veranstaltungen teilgenommen.

Der Leiter des VELKD-Amtes in Hannover zog eine positive Bilanz der Zeit auf der Weltausstellung Reformation. Bereichernde Begegnungen mit Menschen aus aller Welt im Himmelszelt, ein vertiefendes Nachdenken über das Verhältnis von Glaube und Bildern und bewegende Momente in der Stadt, ihren Kirchen und Museen hätten zu diesem Gesamteindruck beigetragen: „Die gewonnenen Einsichten und Aussichten waren es wert, eine Woche unter dem Dach des Himmelszeltes zu verbringen“.

In der Themenwoche „Bibel und Bild“ bot die VELKD ein vielfältiges Programm: Die Vormittage standen unter dem Motto „Luther.Bibel.Bild“ im Zeichen vertiefender Beschäftigung mit Bibeltexten, Luthertexten und Bildern. Referenten waren Dr. Christian Lehnert (Liturgiewissenschaftliches Institut der VELKD, Leipzig), Dr. Horst Gorski, Pastorin Anke Merscher-Schüler und Propst Martin Tenge (Hannover), Pastor Klaus Eulenberger (Horneburg) und Dr. Claas Cordemann (Hannover).

In den Nachmittagsveranstaltungen wurde das Thema „Bibel und Bild“ auf je eigene Weise interpretiert: Die Jazzsuite „Heart of the Rose“ von Uwe Steinmetz (Liturgiewissenschaftliches Institut der VELKD, Leipzig) verband die Deutung der Farben der Lutherrose mit Luther-Chorälen und Jazz-Interpretationen. Künstler Henning Diers (Hassel) malte live ein Bild zur 85. These. Zauberer Simabu (Hannover) führte vor Augen, dass nicht allen Bildern zu trauen ist. Mitglieder des Bläserkreises Hannover präsentierten Luther-Choräle in altem und neuem Gewand. Der Schlussempfang wurde begleitet vom Salonmusik-Trio „Ad Libitum“ aus Wittenberg.

Hinweis: Bilder von der VELKD-Woche im Himmelszelt finden Sie unter www.velkd.de/presse/weltausstellung-reformation-2017.php. Die Weltausstellung Reformation endet am 10. September 2017. Mehr Informationen unter https://r2017.org/weltausstellung.

24.August 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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VELKD im „Himmelszelt“ auf der Weltausstellung Reformation
Zahlreiche Höhepunkte zur Themenwoche „Bibel und Bild“ vom 16. bis 21. August - Montag, 14. August 2017

Hannover/Wittenberg – Vom 16.-21.08.2017 gestaltet die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) im „Himmelszelt“ auf der Weltausstellung Reformation ein tägliches Programm aus Musik und Magie, Kunst und Klängen zur Themenwoche „Bibel und Bild“.

Von Mittwoch bis Montag (außer Sonntag) finden um 9:45 Uhr Morgenandachten statt. Unter der Überschrift „Luther.Bibel.Bild“ gibt es zudem um 10:30 Uhr vielfältige Impulse für den Tag. Sie werden gestaltet von Dr. Christian Lehnert, Dichter und Theologe am Liturgiewissenschaftlichen Institut der VELKD in Leipzig, Dr. Horst Gorski, Leiter des Amtes der VELKD in Hannover, Pastorin Anke Merscher-Schüler und Propst Martin Tenge, Regionaldechant und Dialogpartner für Ökumene der röm-kath. Kirche in Hannover, Pastor Klaus Eulenberger, NDR-Autor und Predigerseminar Ratzeburg, sowie Dr. Claas Cordemann, VELKD-Referent für theologische Grundsatzfragen.

Weitere Höhepunkte des Programms: Der Chor der Polokwane City Congregation aus Pietersburg/Südafrika erfreut die Zuhörer am Mittwoch, 16.08.2017 um 15:30 Uhr mit faszinierender Gesangskultur. Kinder und Erwachsene können sich am Donnerstag, 17.08.2017 von Magier Simabu um 15:00 und 17:00 Uhr verzaubern lassen. Zwischendurch warten kühle Köstlichkeiten vom Eismobil auf alle großen und kleinen Besucher.

Luther meets Jazz: Ein besonderes Highlight ist die Aufführung der Jazzsuite „Heart of the Rose“ zu Motiven der Lutherrose am Freitag, 18.08.2017 um 16:00 Uhr mit Arne Jansen, Sebastian Merk, Daniel Stickan sowie Uwe Steinmetz vom Liturgiewissenschaftlichen Institut der VELKD, der die Suite komponiert hat.

Am Samstag, 19.08.2017 um 15:00 Uhr entsteht im Rahmen des Projektes „Bilder95Thesen“ ein Bild zur 85. der 95 Thesen Martin Luthers, live gemalt vom renommierten Künstler Henning Diers. Sonntagnachmittag, 20.08.2017, um 15:00 Uhr erklingen Lutherlieder in alter und neuer Interpretation von Trompeten und Posaunen des Bläserkreises Hannover. Zum Ausklang der Themenwoche am Montag, 21.08.2017 um 16:00 Uhr erklingt Salonmusik vom Trio Ad Libitum aus Wittenberg.

Hinweis: Mehr zum Programm der VELKD im „Himmelszelt“ unter www.velkd.de/presse/weltausstellung-reformation-2017.php, Pressekontakt: 0151/46 10 15 20.

14. August 2017
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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Religionen als Kräfte der Versöhnung stärken
Heinrich Bedford-Strohm über öffentliche Theologie und interreligiösen Dialog in den aktuellen „VELKD-Informationen“ - Dienstag, 1. August 2017

Hannover – Für eine öffentliche Theologie, die die Religionen als Kräfte des Friedens und der Versöhnung in der Gesellschaft stärkt, plädiert der bayerische Landesbischof und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Dr. Heinrich Bedford-Strohm (München), in seinem Beitrag in der aktuellen Ausgabe der „VELKD-Informationen“ Nr. 154 in der Rubrik „Bischöfe zu Fragen der Zeit“.

Es sei „kontraproduktiv für einen lebendigen Pluralismus, Religion aus dem öffentlichen Leben zu verbannen“, schreibt der Ratsvorsitzende. So könnten öffentlich finanzierte theologische Fakultäten und Religion als ordentliches Lehrfach an öffentlichen Schulen wesentlich dazu beitragen, „dass die Religionen als Kräfte des Friedens, der Versöhnung und der Toleranz in der Gesellschaft gestärkt werden.“ Seine Hoffnung sei es, dass es durch „vermehrte Anstrengungen des interreligiösen Dialogs und durch ein öffentliches Engagement der Religionen“ gelinge, „den Missbrauch von Religionen zur Legitimierung von Gewalt zu überwinden“.

Neben dem Beitrag des Ratsvorsitzenden der EKD und der Auslegung eines Lutherzitates durch Oberkirchenrat Dr. Georg Raatz aus dem Amt der VELKD bieten die aktuellen VELKD-Informationen eine Zusammenstellung der Pressemeldungen, die zwischen April und Juli veröffentlicht wurden. Sie geben damit einen Überblick über die Neuigkeiten aus dem Bereich der VELKD und der Ökumene, über Neuerscheinungen und Personalnachrichten des letzten Vierteljahres.

Hinweis: Die aktuellen VELKD-Informationen Nr. 154 stehen unter www.velkd.de/velkd-infos-154 zum Download bereit. Sie können per E-Mail an texte-vi@velkd.de angefordert bzw. kostenfrei abonniert werden. Weitere Informationen auf www.velkd.de.

1. August 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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Evangelischer Elementarkatechismus der VELKD: „Mit Gott – leicht gesagt“
Glaube für Einsteiger aus evangelisch-lutherischer Perspektive - Montag, 24. Juli 2017

Was glauben evangelische Christen? Warum feiert man Pfingsten? Was bedeutet die Taufe? Wie lautet das Vaterunser? Auf diese und andere Fragen antwortet der Evangelische Elementarkatechismus „Mit Gott – leicht gesagt“ der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) knapp und verständlich. Das Buch, das am 24. Juli erscheint und für 4,99 EUR im Buchhandel erhältlich ist, beschreibt elementar und lebensnah die wesentlichen Inhalte, Motive und Vollzüge des christlichen Glaubens.

„Es ist erfreulich, dass anlässlich des 500. Reformationsjubiläums ein Werk herausgegeben wird, das Grundlagen evangelischen Glaubens allgemein verständlich und persönlich ansprechend darstellt“, schreibt Professor Martin Rothgangel, Vorsitzender des Katechismus-Ausschusses der VELKD, in seiner Einführung. „Schließlich legte Martin Luther selbst mit dem Kleinen Katechismus ein Werk vor, das genau dieses Anliegen verfolgte“.

Das 144-seitige Buch gliedert sich in drei Teile: „Mit Gott“ fragt danach, was Glauben eigentlich ist. „Mit Gott leben“ zeigt, wie dieser Glaube im Leben Gestalt gewinnt. Hier werden prägende Stationen im Lebenslauf wie Taufe, Trauung oder Beerdigung erklärt. „Mit Gott feiern“ widmet sich den christlichen Festen im Kirchenjahr. Kerntexte wie das Glaubensbekenntnis oder das Vaterunser sind besonders hervorgehoben, Bilder und Farben strukturieren die einzelnen Kapitel, Info-Boxen mit Sachinformationen geben Antwort auf häufig vorkommende Fragen.

Der Elementarkatechismus richtet sich an Menschen, die erstmals oder nach langer Zeit Kontakt zur Kirche aufnehmen; er ist ebenso als Anregung und Inspiration für Interessierte geeignet, die niedrigschwellige und ansprechende Informationen zum christlichen Glauben suchen. In der Tradition der Katechismen Martin Luthers bieten die Katechismen der VELKD eine Einführung in die Grundthemen des christlichen Glaubens aus evangelisch-lutherischer Perspektive. Die Katechismus-Familie umfasst bisher unter anderem den Evangelischen Erwachsenenkatechismus und den Kleinen Evangelischen Erwachsenenkatechismus. Sie ist nun um eine handliche und nutzerfreundliche Ausgabe ergänzt worden.   

Hinweis: „Mit Gott – leicht gesagt“, herausgegeben von Martin Rothgangel, Michael Kuch und Georg Raatz, Gütersloher Verlagshaus, ISBN 978-3-579-08541-8, 144 Seiten, 4,99 EUR. Die Publikation ist über den Buchhandel oder den Verlag erhältlich. Eine Leseprobe steht online zur Verfügung.


24. Juli 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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VELKD auf der Weltausstellung Reformation
Themenwoche „Bibel und Bild“ im Himmelszelt (Luthergarten) - Donnerstag, 20. Juli 2017

Hannover/Wittenberg – Vom 16.-21.08.2017 ist die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) Gastgeberin im Himmelszelt auf der Weltausstellung Reformation und gestaltet ein tägliches Programm aus Musik und Magie, Kunst und Klängen zur Themenwoche „Bibel und Bild“.

Ein Höhepunkt des Programms ist die Aufführung der Jazzsuite „Heart of the Rose – Jazzsuite zur Lutherrose“ am Freitag, 18.08.2017 um 16:00 Uhr mit Arne Jansen, Sebastian Merk, Daniel Stickan und Uwe Steinmetz vom Liturgiewissenschaftlichen Institut der VELKD in Leipzig. Der Chor der Polokwane City Congregation aus Südafrika tritt am Mittwoch, 16.08.2017 um 15:30 Uhr auf. Kinder und Erwachsene können sich am Donnerstag, 17.08.2017 ab 15:00 Uhr von Zauberer Simabu (Hannover) verzaubern lassen.

Am Samstag, 19.08.2017 um 15:00 Uhr entsteht im Rahmen des Projektes „Bilder95Thesen“ ein Bild zu einer der 95 Thesen Martin Luthers, live gemalt von Henning Diers (Hassel). Sonntagnachmittag erklingen Lutherlieder in alter und neuer Interpretation von Bläsern des Bläserkreises Hannover (20.08.2017, 15:00 Uhr). Der Ausklang am Montag, 21.08.2017 um 16:00 Uhr wird musikalisch gestaltet mit Salonmusik vom Trio Ad libitum (Wittenberg).

Jeder Tag im Himmelszelt (außer Sonntag) beginnt mit einer Morgenandacht um 9:45 Uhr. Um 10:30 Uhr folgt „Luther.Bibel.Bild – Impuls für den Tag“. Diese Impulse werden gestaltet von Dr. Christian Lehnert vom Liturgiewissenschaftlichen Institut der VELKD (Leipzig), Dr. Horst Gorski, Leiter des Amtes der VELKD (Hannover), Pastorin Anke Merscher-Schüler und Propst Martin Tenge (Hannover), Pastor Klaus Eulenberger (Horneburg) und Dr. Claas Cordemann, Amt der VELKD (Hannover).  

Das Himmelszelt steht im Torraum Ökumene im Luthergarten an der Andreasbreite. Der Lutherische Weltbund ist für das Himmelszelt verantwortlich. Gastgebende Kirchen, Organisationen und Gruppen aus aller Welt wechseln sich bei der Gestaltung des Programms ab. Das Himmelszelt ist täglich außer dienstags von 9:45-18:00 Uhr geöffnet.

Hinweis: Mehr zum Programm der VELKD im Himmelszelt unter www.velkd.de/presse/weltausstellung-reformation-2017.php. Das Logo der VELKD im Himmelszelt kann als Download heruntergeladen werden. Pressekontakt vor Ort: 0151 – 46 10 15 20. 

20. Juli 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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500 Jahre nach Beginn der Reformation: „Historischer Moment“ in Wittenberg
EKD und VELKD begrüßen „Wittenberger Zeugnis“ der Weltgemeinschaft Reformierter Kirche als „Zeichen der Einheit“ - Mittwoch, 5. Juli 2017

Als „historischen Moment“ hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, die heutige Unterzeichnung des „Wittenberger Zeugnisses“ durch die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK) und den Lutherischen Weltbund (LWB) gewürdigt. Im Rahmen ihrer 26. Generalversammlung hatte sich die WGRK in einem ökumenischen Festgottesdienst am Vormittag in der Wittenberger Stadtkirche auch der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre aus dem Jahr 1999 angeschlossen. Mit der Unterzeichnung bekräftigt sie die Absicht, die Einheit der Kirche zu fördern.

„Als Kirche setzen wir ein Zeichen für die Einheit in einer zerrissenen Welt“, so der Ratsvorsitzende in seinem Eingangsvotum zu dem Festgottesdienst in der Wittenberger Stadtkirche. „500 Jahre nach Beginn der Reformation haben wir verstanden, dass wir uns mit der Trennung der Kirche nie abfinden können. Wir haben verstanden, dass wir dazu aufgerufen sind, die Trennung zu überwinden und mutig neue Wege zu gehen, im Bemühen um die Einheit der Kirche“, so Bedford-Strohm. Christinnen und Christen seien zutiefst überzeugt, dass die Liebe jede Trennung überwinden könne. „Umso mehr setzen wir uns ein für eine Welt, in der jeder Mensch in Würde leben kann. Dieser Herausforderung stellen wir uns gemeinsam, Christinnen und Christen unterschiedlicher Konfession.“

Auch für den Vorsitzenden des Deutschen Nationalkomitees des LWB und Leitenden Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich, sind die Unterzeichnungen in Wittenberg ein Grund zur Freude. Sie machten deutlich, „dass wir als protestantische Kirchen gemeinsam mit der katholischen Kirche auf einem ökumenischen Weg sind. Das ist zugleich ein starkes Zeichen für die Verantwortung, die wir als Christenheit in der Welt haben und wahrnehmen wollen.“

Landesbischöfin Ilse Junkermann, stellvertretende Leitende Bischöfin der VELKD, die auch im Gottesdienst mitgewirkt hat, betonte den besonderen theologischen Akzent der Reformierten Theologie, die die Bewährung des Gerechtfertigten thematisiere. Die WGRK bringe „dieses starke politische und gesellschaftliche Verantwortungsgefühl als wertvolles Pfund in unsere ökumenische Gemeinschaft ein.“

Am 31. Oktober 1999 haben die Römisch-Katholische Kirche und der Lutherische Weltbund mit der Unterzeichnung der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ ihre gegenseitigen Lehrverurteilungen aus der Zeit der Reformation als nicht mehr kirchentrennend bezeichnet. 2006 hat sich die Evangelisch-Methodistische Kirche angeschlossen, 2012 hat die Anglikanische Kirche ihre inhaltliche Zustimmung erklärt. Die Kirchen, die sich der Gemeinsamen Erklärung anschließen, erklären, dass es „ein gemeinsames Verständnis der Rechtfertigung durch Gottes Gnade im Glauben an Christus“ gibt, tragen aber jeweils ihre eigenen Akzente im Verständnis der Rechtfertigungslehre ein.

Die 26. Generalversammlung der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen, die alle sieben Jahre zusammentritt, tagt noch bis zum 7. Juli unter dem Thema „Lebendiger Gott, erneuere und verwandle uns“ in Leipzig.

5. Juli 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

Diese Pressemitteilung wird zeitgleich von den Pressestellen der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands und der Evangelischen Kirche in Deutschland verschickt. Wir bitten Mehrfachsendungen zu entschuldigen.

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Theologie verbindet
Prof. Dr. Christine Axt-Piscalar erhält Ehrendoktorwürde der Universität Freiburg - Montag, 3. Juli 2017

Hannover –  Professorin Dr. Christine Axt-Piscalar, Professorin für systematische Theologie an der Georg-August-Universität Göttingen, hat die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg erhalten. Damit sollen „die großen Verdienste von Frau Axt-Piscalar um die christliche Dogmatik, besonders im Bereich der Gotteslehre und der Freiheits- und Sündentheorie, ihre Forschungsbeiträge zur Religionstheorie und zum Transformationsprozess der evangelischen Glaubenslehre im 19. und 20. Jahrhundert sowie ihr herausragender Beitrag zur Ökumene im Dienste der Einheit der christlichen Kirche gewürdigt werden“, heißt es in der Begründung der Universität Freiburg.

Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), gratuliert Professorin Axt-Piscalar zu dieser Ehrung. „Es freut mich von Herzen, dass Ihnen diese Auszeichnung zuteil wird und damit Ihr umfassendes Engagement für Theologie und Kirche gewürdigt wird“, schreibt er in seinem Gratulationsbrief. „Mit Ihrer Arbeit tragen Sie maßgeblich dazu bei, wie sich die VELKD in einem theologischen Sinne selbst versteht. Wir sind dankbar dafür, uns auf Ihre theologische Kompetenz verlassen zu können.“ Axt-Piscalar ist seit 2010 Vorsitzende des Theologischen Ausschusses und seit 2015 Mitglied der 12. Generalsynode der VELKD.

Der Catholica-Beauftragte der VELKD, Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), hob besonders die Bedeutung der Ehrung durch die Katholisch-Theologische  Fakultät der Universität Freiburg im Jubiläumsjahr der Reformation hevor. Dies sei Ausdruck einer feinen und tiefen ökumenischen Orientierung der katholischen universitären Theologie und zeige: „Theologie verbindet“.

3. Juli 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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Wochenschluss und Sonntagsbegrüßung
VELKD-Handreichung zur liturgischen Gestaltung des Wochenausklangs neu aufgelegt - Montag, 19. Juni 2017

Hannover – Die stark nachgefragte liturgische Handreichung „Wochenschluss und Sonntagsbegrüßung“ der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) ist wieder verfügbar.

Sie ist als Beitrag zur Stärkung der Sonntagskultur konzipiert und bietet auf 64 Seiten zahlreiche Vorschläge und Impulse, um den Übergang vom Alltag zum Sonn- und Feiertag angemessen, situationsgemäß und praxisgerecht zu gestalten. So lassen sich die angebotenen liturgischen Formen an unterschiedliche räumliche Gegebenheiten anpassen – von der gottesdienstlichen Feier im Kirchenraum bis hin zur Andacht im kleinen Kreis zuhause.

„Bei der Zusammenstellung der Texte und Lieder standen die Nutzerfreundlichkeit und die Vielfalt der Formen im Vordergrund. Diese sind so gestaltet, dass ‚Wochenschluss und Sonntagsbegrüßung‘ auch ohne hauptamtliche Begleitung gefeiert werden können“, erläuterte der amtierende Gottesdienstreferent der VELKD, Oberkirchenrat Dr. Georg Raatz.

In ökumenischer Offenheit werden Impulse aus unterschiedlichen Traditionen aufgenommen – etwa die lutherische Beichtvesper, die katholische Vorabendmesse oder das alt-katholische Lichtfest (Luzernar).

Bis heute sind mehr als 4.000 Exemplare der Handreichung ausgeliefert und ca. 18.000 Downloads verzeichnet worden. Dies spreche für den Bedarf und die Praxistauglichkeit der Broschüre, so Raatz.

Hinweis: Die Handreichung „Wochenschluss und Sonntagsbegrüßung“, 2. unveränderte Auflage, Hannover 2017, ISBN 978-3-943201-16-1, 4,00 € kann im Amt der VELKD per E-Mail: versand@velkd.de bestellt und unter www.velkd.de/wochenschluss heruntergeladen werden.


19. Juni 2017
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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Leitender Bischof der VELKD gratuliert Landesbischöfin Junkermann
Bischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland feiert 60. Geburtstag - Dienstag, 30. Mai 2017

Hannover – Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), hat Bischöfin Ilse Junkermann (Magdeburg) zu ihrem 60. Geburtstag am 31. Mai 2017 im Namen der Kirchenleitung und der Bischofskonferenz der VELKD herzliche Glück- und Segenswünsche ausgesprochen.

Landebischof Ulrich verband mit seinem Glückwunsch an Bischöfin Junkermann zugleich den Dank für ihr Engagement in der VELKD. Seit November 2011 ist sie stellvertretende Leitende Bischöfin. „Wir schätzen Deine Gabe, bei einem klaren Blick für Strukturen immer auch die geistlichen und seelsorgerlichen Dimensionen kirchenleitenden Handelns im Blick zu behalten“, schreibt der Bischof in seinem Gratulationsbrief.

Gerade in Zeiten, in denen sich kirchliche Strukturen auf vielerlei Ebenen veränderten, sei es außerordentlich wichtig, Veränderungsprozesse sorgfältig zu begleiten, zwischen verschiedenen Kulturen zu vermitteln und einen wertschätzenden Umgang miteinander zu fördern. „Als Bischöfin einer ostdeutschen Landeskirche und zugleich einer Landeskirche, die sowohl Mitglied der VELKD als auch der Union Evangelischer Kirchen ist, bereicherst Du die VELKD mit Deiner Fähigkeit zur Vermittlung und Integration“, so Landesbischof Ulrich.

Seinen Glückwunsch verband der Leitende Bischof mit der Tageslosung für den Geburtstag aus dem 25. Psalm, „Meine Augen sehen stets auf den Herrn“: „Möge auch im kommenden Jahr Dein Blick in allem kirchenleitenden Handeln auf unsern Herrn gerichtet bleiben, von dem wir Weisheit und Kraft für unser Tun empfangen. Er begleite Dich mit Seinem Segen!“

Anlässlich des 60. Geburtstages von Bischöfin Junkermann findet am Dienstag, 6. Juni 2017, ein Festakt im Dom zu Magdeburg statt. Die Andacht im Rahmen des Festaktes leitet der stellvertretende Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Diethard Kamm. Den Festvortrag hält Professor Dr. Hartmut Rosa (Jena). Grußworte sprechen unter anderem Präses Annette Kurschus (stellvertretende Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland), Bischof Dr. Gerhard Feige (Bistum Magdeburg) und Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff (Sachsen-Anhalt).
 

30. Mai 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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„Mein Herz schlägt für den Gottesdienst“
Johannes Goldenstein wird Gottesdienst-Referent im Amt der VELKD - Mittwoch, 17. Mai 2017

Hannover – Dr. Johannes Goldenstein wird Referent für Gottesdienst und Liturgie der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Er tritt zum 1. August 2017 die Nachfolge von Christine Jahn an, die nach zehnjähriger Tätigkeit im Amt der VELKD eine Pfarrstelle in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern übernommen hat.

Zu seinen Aufgaben gehört zukünftig die Beschäftigung mit gottesdienstlichen und liturgischen Grundsatzfragen, die Begleitung des Liturgiewissenschaftlichen Instituts in Leipzig und Mitarbeit im gemeinsamen Ausschuss zur Perikopenrevision von VELKD, Union Evangelischer Kirchen (UEK) und Evangelischer Kirche in Deutschland (EKD). Auch die Apologetik, also das Gespräch mit religiösen Gemeinschaften und Weltanschauungen, sowie die Beteiligung am jüdisch-christlichen Dialog sind Aufgaben des neuen Referenten.

„Mein Herz schlägt seit jeher für den Gottesdienst“, sagt Goldenstein, der in einem Pfarrhaus aufgewachsen ist und während seines Theologiestudiums häufig als Organist ausgeholfen hat. Er habe schon als Student die damaligen Reformprojekte zur Sonntagsagende und zum Evangelischen Gesangbuch aufmerksam begleitet und freue sich, die Prozesse der Entwicklung von Liturgie, Formen und Sprache im Gottesdienst nun in verantwortlicher Position mitzugestalten. Die Verbindung von Liturgie und Spiritualität, die Entwicklung einer zeitgemäßen gottesdienstlichen Sprache und die Frage nach der Vermittlung liturgischer Traditionen seien Themen, die ihm besonders am Herzen liegen. Dass auch der Bereich der Apologetik zu seinen zukünftigen Aufgaben gehöre, sei im Blick auf die Stellenbeschreibung schlüssig: In beiden Fällen gehe es um ein „Ausbalancieren“ von Positionen und darum, im Gespräch mit anderen die eigene Haltung zu reflektieren.

Johannes Goldenstein arbeitet seit 2014 als persönlicher Referent des Vorsitzenden des Rates der EKD sowie seit 2016 zusätzlich als Referent der Präses und des Präsidiums der Synode der EKD. Er war zuvor Referent im Projektbüro Reformprozess im Kirchenamt der EKD und von 2008-2013 Studienleiter für den Arbeitsbereich Theologie, Ethik und Recht an der Evangelischen Akademie Loccum. Goldenstein ist ordinierter Pfarrer der hannoverschen Landeskirche und wurde mit einer Arbeit zum Alten Testament promoviert.

Hinweis: Ein Porträtfoto von Pastor Dr. Johannes Goldenstein kann unter www.velkd.de/images/Goldenstein-Johannes-2017.jpg  heruntergeladen werden.
 

17. Mai 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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Luther-Café in ökumenischer Gemeinschaft
Die VELKD auf dem 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin

Hannover – Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) ist mit einem ökumenischen Gemeinschaftsstand auf dem Markt der Möglichkeiten während des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentags in Berlin vertreten. Hier präsentieren sich die VELKD und ihre Einrichtungen (Gemeindekolleg Neudietendorf, Liturgiewissenschaftliches Institut Leipzig, Theologisches Studienseminar Pullach), das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) und der Martin-Luther-Bund (MLB). Ebenso vertreten ist die zeitzeichen GmbH. Besucherinnen und Besucher können sich am Stand über die Arbeit der VELKD und ihrer Partner informieren und in den Büchern, Booklets, Publikationen und Verteilmaterialien stöbern.

Herzstück des Standes ist das Luther-Café zur Stärkung und Erfrischung auf dem Weg über den Markt der Möglichkeiten. Vertreter und Vertreterinnen der VELKD, der Einrichtungen und der Partner stehen für Informationen und Gespräche zur Verfügung.

Die für den Ausschank von Kaffee und Tee erbetene Spende kommt der diesjährigen Diasporagabe des Martin-Luther-Bundes zugute. Mit dem Geld wird der Neubau eines lutherischen Kirchen- und Gemeindezentrums in Astana (Kasachstan) unterstützt. Bei dem Projekt, das vor Ort von christlichen und muslimischen Förderern mitgetragen wird, handelt es sich um den ersten lutherischen Kirchenneubau in Kasachstan überhaupt. Die Spenden aus dem Luthercafé sollen für Innenausstattung und Mobiliar eingesetzt werden.

Neben Kaffee und Information gibt es in den Mittagsstunden Musik und kurze Interviews am Stand. „Saxophonisches am Mittag“ erklingt von Donnerstag bis Samstag zwischen 12.00 und 14.00 Uhr mit den Jazzmusikerinnen Birgitta Flick und Ruth Schepers. Am Samstag tritt außerdem ein Chor aus Samara (Russland) auf. Unter dem Motto „Auf einen Becher Luther-Kaffee mit …“ berichten Talk-Gäste aus der VELKD und den Einrichtungen aus ihrer Arbeit: Dr. Detlef Dieckmann, Rektor des Theologischen Studienseminars der VELKD in Pullach, erläutert das Bildungskonzept des Seminars unter der Überschrift „Bildung erfrischt!“. Michael Hübner, Generalsekretär des Martin-Luther-Bundes, öffnet den Blick auf die lutherischen Kirchen in Osteuropa, wenn er aus der Diasporaarbeit des MLB berichtet. Und der Präsident der Generalsynode, Professor Wilfried Hartmann, gibt Einblick in die Strukturen und Aufgaben der VELKD-Synode und beschreibt damit ein typisches Merkmal evangelisch-lutherischer Kirchen.

Am Freitag, 26. Mai laden VELKD, MLB und DNK/LWB ab 17.00 Uhr zu einem „Ökumenischen Tagesausklang“ mit kühlen Getränken und kleinen Leckereien ein. Für den musikalischen Rahmen sorgt Ruth Schepers am Saxophon.

Die stellvertretende leitende Bischöfin der VELKD und Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Ilse Junkermann, ist unter anderem am großen Festgottesdienst in Wittenberg am Sonntag, 28. Mai um 12.00 Uhr auf der Festwiese beteiligt. Die Predigt in diesem Gottesdienst, der zugleich der Abschlussgottesdienst des Kirchentages ist, hält Erzbischof Thabo Magkoba aus der Anglikanischen Kirche in Südafrika.

Hinweis: Den Gemeinschaftsstand der VELKD, ihrer Einrichtungen und Partner finden Sie auf dem 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag 2017 in Berlin auf dem „Markt der Möglichkeiten“ in der Messehalle 1.1., Stand E18. Aktuelle Fotos von der Präsenz der VELKD auf dem Kirchentag finden Sie unter www.velkd.de/DEKT-Berlin-2017, bzw. unter www.velkd.de. Allgemeine Informationen zum Kirchentag finden Sie unter www.kirchentag.de.
 

16. Mai 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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Handreichung für eine ökumenische Trauung
Gemeinsamer Entwurf der evangelischen und alt-katholischen Kirche - Mittwoch, 10. Mai 2017

Hannover/Bonn – Mit der „Handreichung für eine ökumenische Trauung“, die von der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), der Union Evangelischer Kirchen (UEK) und dem Katholischen Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland herausgegeben wurde, erscheint erstmals eine liturgische Trau-Ordnung, in der alle Teile des Gottesdienstes von Berufenen beider Konfessionen vollzogen werden können.

Weil zwischen der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Alt-Katholischen Kirche eucharistische Gastfreundschaft besteht, gehört auch die Möglichkeit einer gemeinsamen Abendmahlsfeier zum liturgischen Entwurf. So handelt es sich bei der „Handreichung für eine ökumenische Trauung“ um eine vollständig ökumenisch verantwortete und gefeierte Traufeier, bei der es keine konfessionsbezogene Zuteilung von liturgischen Teilen mehr gibt.

Die liturgische Handreichung ist von der Kontakt- und Lehrgesprächskommission zwischen VELKD und Alt-Katholischer Kirche erarbeitet und von den liturgischen Ausschüssen der VELKD, der Alt-Katholischen Kirche und der UEK beraten worden. Sie wurde von den jeweiligen Kirchenleitungen zum Gebrauch verabschiedet. Die Handreichung unterstreicht die besondere ökumenische Verbundenheit zwischen der evangelischen und der alt-katholischen Kirche.

Hinweis: Handreichung für eine ökumenische Trauung. Herausgegeben vom Katholischen Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland, der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands und der Union Evangelischer Kirchen in der EKD, Bonn 2017, ISBN 978-3-934610-72-9, 6,00 Euro.
Weitere Informationen unter www.velkd.de/oekumene/altkatholische-kirche.php

10. Mai 2017
Henrike Müller 
Pressesprecherin

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Trauer um Manfred Seitz
Langjähriger Leiter des Pastoralkollegs der VELKD verstorben - Freitag, 5. Mai 2017

Hannover – Der langjährige ehrenamtliche Leiter des Pastoralkollegs der Vereinigten Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD), Dr. Manfred Seitz, ist tot. Der Professor für Praktische Theologie starb am 28. April 2017 im Alter von 88 Jahren.

Manfred Seitz, der von 1972 bis zu seiner Emeritierung 1994 den Lehrstuhl für Praktische Theologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg innehatte, leitete das Pastoralkolleg der VELKD von 1969 bis 1993.

Er pflegte und förderte das Pastoralkolleg „als einen Ort der Begegnung von Pfarrerinnen und Pfarrern aus den Gliedkirchen und aus den nordischen Nachbarländern, als einen Ort der theologischen Bildung und der Seelsorge an Seelsorgerinnen und Seelsorgern“, würdigt der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), den verstorbenen Theologen. Er habe wichtige Beiträge zur Verlebendigung und theologischen Vertiefung der Arbeit der VELKD geleistet: „Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet und gedenken seiner in Respekt“.

Manfred Seitz studierte Evangelische Theologie in Neuendettelsau, Heidelberg und Erlangen. Er erhielt zunächst einen Ruf als Professor für Praktische Theologie nach Heidelberg und wechselte 1972 nach Erlangen.

Das Pastoralkolleg der VELKD war eine nicht ortsgebundene Einrichtung der Vereinigten Kirche und diente der wissenschaftlichen und praktischen Fortbildung von Pfarrerinnen und Pfarrern. Zwischen 1956 und 2010 wurden jährliche Fortbildungen an wechselnden Orten in den Gliedkirchen angeboten. Leiter des Pastoralkollegs waren Professor Georg Hoffmann (1956-1968), Professor Manfred Seitz und Professor Reinhard Schmidt-Rost (1993-2010). Das Anliegen des Kollegs wird seither im Rahmen des Fortbildungskonzeptes der VELKD weiterverfolgt.
 

5. Mai 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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Begrüßungsgeschenk für einen guten Start im Pfarramt
Das VELKD-Projekt „Ordinandentasche“ wird fortgeführt und erweitert - Freitag, 21. April 2017

Hannover – Mit einem „Starterpaket für Neuordinierte“, einer reich gefüllten Kuriertasche, begrüßt die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) alle neu ordinierten Pfarrer und Pfarrerinnen, Pastoren und Pastorinnen in den VELKD-Gliedkirchen. Damit übermittelt die VELKD den jungen Geistlichen Glück- und Segenswünsche für ihren Dienst und macht zugleich auf ihre Arbeit aufmerksam. Das Begrüßungspaket ist jetzt neu aufgelegt und erweitert worden.

Die erste große Lieferung im Jahr 2017 geht an die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, in der im April 19 Frauen und 10 Männer ordiniert werden. Landesbischöfin Ilse Junkermann, zugleich stellvertretende Leitende Bischöfin der VELKD, freut sich darauf, den zukünftigen Kolleginnen und Kollegen dieses Geschenk überreichen zu können: „Bei den neuen Geschwistern im Amt kommt dieser Willkommensgruß als echtes ‚Herzlich willkommen!‘ an. Sie freuen sich über diese praktische und zugleich theologische Unterstützung. Und ich freue mich auch, denn so bekommen sie einen guten Eindruck, wie die VELKD sie in ihrem Dienst unterstützen kann.“

Die Ordinandentasche, eine graue Kuriertasche mit VELKD-Logo, ist u. a. gefüllt mit Booklets zu Themen lutherischer Theologie, mit dem „Handbuch Weltanschauungen, Religiöse Gemeinschaften, Freikirchen“ sowie mit Kaffeebecher und Kugelschreiber als wichtigen Hilfsmitteln für den pastoralen Alltag. Dabei sind die Produkte nicht nur gestalterisch weiterentwickelt worden – auch das Konzept wurde erweitert: Zukünftig folgen auf dieses erste Geschenk kleinere Sendungen zum ersten und dritten Ordinationsjubiläum.

Das Projekt „VELKD-Starterpaket für Neuordinierte“ wurde 2013 entwickelt, um die Pastoren und Pastorinnen, Pfarrer und Pfarrerinnen in den Gliedkirchen zu begrüßen. 2016 hat die Kirchenleitung das Anschlusskonzept beschlossen und das Projekt um weitere fünf Jahre verlängert. Bisher wurden etwa 310 Taschen verschenkt.

Hinweis: Mehr Informationen zum Theologiestudium und zum Pfarrberuf finden Sie unter www.das-volle-leben.de

Henrike Müller
Pressesprecherin

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Lutherische Theologie im Taschenformat
„Für dich gegeben“ – ein Booklet zur Rechenschaft des Glaubens - Dienstag, 18. April 2017

Hannover – In letzter Zeit sprechen Soziologen häufiger von der „Wiederkehr der Religion“ als gesellschaftlichem Trend. Allerdings erscheint Religion in sehr unterschiedlichen Ausprägungen. Das Spektrum reicht von vielfältigen spirituellen Praktiken über volkskirchliche Frömmigkeit bis hin zu fundamentalistischen Strömungen. Was aber ist eigentlich Religion? Wo liegt der Grund des christlichen Glaubens, welcher Lebensvollzug ist mit dem Glauben verbunden und was ist das Besondere der lutherischen Ausprägung des Christentums? Diesen Fragen geht der Mainzer Theologe Michael Roth in der soeben erschienenen Publikation „Für dich gegeben. Lutherische Theologie“ der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) nach.

Glaube sei nicht nur ein Für-Wahr-Halten von Aussagen „über Gott und die Welt“, schreibt Roth, sondern ein Lebensvollzug, der im Wortsinne auf Gott vertraut. „Der Glaube konfrontiert mich mit der Frage: Wie willst du leben? Was ist dein Trost im Leben und im Sterben?“

Er wolle mit seinem Beitrag „reflektierte Rechenschaft über den Glauben“ aus lutherischer Perspektive geben und zu diesem Thema sprachfähig machen, erläutert Roth, der Systematische Theologie und Sozialethik lehrt. Entsprechend ist das 94-seitige Heft aufgebaut. In drei Abschnitten befasst sich der Autor unter der Überschrift „Glaube als Lebensvollzug“ zunächst mit der Frage nach dem Wesen des Glaubens, im Kapitel „Der Gegenstand des Glaubens“ mit dessen Inhalten, bevor er im Abschnitt „Zur Gegenwart befreit“ das christliche Leben in den Blick nimmt.

Die Publikation „Für dich gegeben“ bildet den Auftakt einer Reihe von fünf Texten im Booklet-Format, die die VELKD im Kontext von „Luther 2017 – 500 Jahre Reformation“ herausgibt. Die weiteren Titel widmen sich den Themen Gemeinde, Gottesdienst, Recht und Ökumene. Sie setzen bei aktuellen Fragestellungen an und sind sowohl für Ehrenamtliche in den Gemeinden, Multiplikatoren als auch für alle am Thema Interessierten gedacht.

Hinweis: Das Booklet „Für dich gegeben. Lutherische Theologie“ von Michael Roth, ISBN: 978-3-943201-15-4, Hannover 2017, kann im Amt der VELKD, Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, Tel.: 0511/27 96 532, E-Mail: versand@velkd.de oder unter http://www.velkd.de/fuer-dich-gegeben gegen eine Schutzgebühr von 2,00 Euro pro Exemplar (zzgl. Versandkosten) bestellt werden.

Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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Gute Hoffnung – jähes Ende
VELKD-Broschüre für trauernde Eltern erscheint in der 12. Auflage - Dienstag, 11. April 2017

Hannover – Der Tod des eigenen Kindes gehört zu den schmerzlichsten Erfahrungen, die Eltern machen können. Die Broschüre „Gute Hoffnung – jähes Ende“ der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) soll in dieser Krisensituation Orientierung geben und trösten. Das Heft ist nun in der 12. Auflage erschienen und wieder lieferbar.

„Gute Hoffnung – jähes Ende. Eine Hilfe für Eltern, die ihr Baby verloren haben, und alle, die sie unterstützen“ richtet sich an trauernde Eltern und Angehörige. Die Broschüre bietet Sachinformationen, Literaturtipps und Hinweise auf Unterstützungsmöglichkeiten ebenso wie Gebete, Trostworte und liturgische Texte zur Bestattung. 

Die Texte wurden von Mitgliedern des Konvents der Seelsorgerinnen und Seelsorger in Kinderkliniken und auf Kinderstationen im Bereich der Evangelischen Kirche in Deutschland erarbeitet und zusammengestellt. 1996 ist die Broschüre zum ersten Mal erschienen, seitdem sind rund 74.000 Exemplare ausgeliefert worden. Neben betroffenen Eltern bestellen vor allem Seelsorger und Seelsorgerinnen aus Kirchengemeinden und Kliniken das Heft.

Aufgrund der starken Nachfrage waren die viertausend Exemplare der neu gestalteten Ausgabe, die im März letzten Jahres erschienen war, bereits nach wenigen Monaten vergriffen. Jetzt liegt „Gute Hoffnung – jähes Ende“ in der 12. Auflage vor.

Hinweis: „Gute Hoffnung – jähes Ende. Eine Hilfe für Eltern, die ihr Baby verloren haben, und alle, die sie unterstützen“, ISBN: 978-3-943201-17-8, 12. Auflage, Hannover, 2017, kann im Amt der VELKD, Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, Tel.: 0511/27 96 491, E-Mail: versand@velkd.de oder unter www.velkd.de/gute-hoffnung bezogen werden.


11. April 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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Ethik, Ökumene, Jazz und Europa: Neuigkeiten aus der VELKD
Texte aus der VELKD Nr. 178 und VELKD-Informationen Nr. 153 erschienen - Donnerstag, 6. April 2017

Hannover – „Gott und die Würde des Menschen“ ist der Titel des Abschlussdokuments der Dritten Bilateralen Arbeitsgruppe der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und der Deutschen Bischofskonferenz, das jetzt erschienen ist. In der aktuellen Ausgabe der VELKD-Informationen äußert sich Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), Catholica-Beauftragter der VELKD und einer der Vorsitzenden der Arbeitsgruppe, zu diesem bilateralen ökumenischen Prozess. „Das Feld der Gemeinsamkeiten in konkreten ethischen Fragestellungen“ sei „größer als die trennende Dimension“, schreibt der Landesbischof. Wie bei der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre sei man auch hier der Methode des „differenzierten Konsenses“ gefolgt.

Einen weiteren Schwerpunkt in den aktuellen VELKD-Informationen, die die Nachrichten aus den letzten sechs Monaten zusammenfassen, bildet das 21. Liturgiewissenschaftliche Fachgespräch in Leipzig mit dem Festival „Blue Church – Jazz und Kirche“. Berichte über die Klausurtagung der Bischofskonferenz der VELKD zum Thema „Gemeinde entwickeln – Potenziale erkunden“ sowie Personalnachrichten ergänzen das Themenspektrum.

In der Reihe der Texte aus der VELKD sind die Texte und Entschließungen der 3. Tagung der 12. Generalsynode der VELKD erschienen, die im November 2016 in Magdeburg zum Oberthema „Europa in Solidarität – evangelisch-lutherische Impulse“ getagt hat.

Hinweis: Die Nr. 178 der „Texte aus der VELKD „Rückblick auf die 3. Tagung der 12. Generalsynode der VELKD vom 3. bis 5. November 2016 in Magdeburg“ kann unter www.velkd.de/velkd-texte-178-generalsynode-2016 heruntergeladen werden. Die aktuellen VELKD-Informationen Nr. 153 stehen unter www.velkd.de/velkd-infos-153 zum Download bereit. Beide Publikationen können per E-Mail an texte-vi@velkd.de angefordert bzw. kostenfrei abonniert werden.
 

6. April 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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Ermutigung für Frauen im geistlichen Amt
Vor 25 Jahren wurde Maria Jepsen zur ersten lutherischen Bischöfin gewählt - Freitag, 31. März 2017

Hannover – Vor 25 Jahren wurde Maria Jepsen in Hamburg zur Bischöfin gewählt. Sie war damit die erste Frau im Bischofsamt in Deutschland und die erste evangelisch-lutherische Bischöfin weltweit. Jepsen war zunächst Bischöfin im Sprengel Hamburg, später im Sprengel Hamburg und Lübeck der Nordelbischen Kirche.

„Mit der Wahl von Maria Jepsen wurde erstmals kirchenrechtlich und liturgisch vollzogen, was für uns Lutheraner theologisch begründete Normalität geworden ist: die volle Teilhabe von Frauen am geistlichen Amt und damit auch am Leitungsamt in der Kirche“, sagte der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), anlässlich dieses Jubiläums. „Diese Wahl hat Frauen weltweit ermutigt, in der Kirche leitende Verantwortung zu übernehmen.“

Anerkennend hob er die großen Verdienste Maria Jepsens in der Nordkirche, der VELKD und der weltweiten Ökumene hervor: Ihre klare theologische Positionierung, die auch Konflikte nicht scheute, ihren Einsatz für die Schwachen, ihre profilierte Verkündigung und ihre tiefe Verwurzelung in der Heiligen Schrift, gerade auch in der hebräischen Bibel, als Grundlage und Richtschnur des Lebens und Glaubens.

Maria Jepsen habe sich selbst immer stark gemacht für die gleichberechtigte Zusammenarbeit von Männern und Frauen in der Kirche, so der Leitende Bischof. „Für uns Lutheraner kann es in geistlicher Hinsicht einen Unterschied zwischen Mann und Frau nicht geben. Denn alle Christen haben für Martin Luther in gleicher Weise durch die Taufe am Priesteramt Christi teil. Die umfassende Teilhabe der Frauen am geistlichen Amt, wie sie der Lutherische Weltbund vertritt, ist also Ausdruck einer vertieften Einsicht in die Theologie Martin Luthers. Unser Auftrag als Lutheraner ist es auch weiterhin, uns für die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen am Verkündigungsdienst einzusetzen.“

Nach Angaben des Lutherischen Weltbundes werden in mehr als 80 Prozent der 145 Mitgliedskirchen Frauen ordiniert. Zuletzt hatte die Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Lettland die Frauenordination abgeschafft und dadurch entschiedenen Widerspruch unter den lutherischen Kirchen hervorgerufen.

31. März 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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Aus dem Fenster blicken, nicht in den Spiegel
Bischofskonferenz der VELKD beschäftigt sich mit Perspektiven der Gemeindeentwicklung - Dienstag, 21. März 2017

Hannover/Goslar – Welche Gemeindeformen sind in der Kirche in Zukunft möglich und nötig? Wie lässt sich die Entwicklung neuer Gemeindeformen theologisch und organisational reflektiert gestalten? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) auf ihrer dreitägigen Klausurtagung in Goslar. Grundlage für die Beratungen der rund dreißig Bischöfinnen und Bischöfe sowie kirchenleitender Personen aus dem In- und Ausland waren drei Beiträge aus unterschiedlicher wissenschaftlicher Perspektive.

Maren Lehmann, Professorin für Soziologische Theorie an der Zeppelin-Universität Friedrichshafen, begab sich mit ihrem Vortrag auf die „Suche nach der verlorenen Gemeinde“. Gemeinde sei immer da: mal offen, mal geschlossen, mal lustvoll, mal aufdringlich. Sie stehe unter den Bedingungen der erhöhten Komplexität der modernen Gesellschaft. Die Voraussetzung für den Umgang mit Gemeinde sei daher das Wahrnehmen dieser Vielschichtigkeit und nicht die Klage über Verfall und Bedeutungsschwund. Da die Komplexität in den Individuen ihren Ort hat, so Lehmann, liege eine Perspektive für die Kirche darin, zeitlich und sozial begrenzte Beteiligungsformen zu ermöglichen und Spannungen auszuhalten. In jedem Fall funktionierten in religiösen Netzwerken Mehrdeutigkeit und Ungewissheit besser als „öde Perfektion“.

Nicht „strukturversessen, sondern auftragsbegeistert“ möge die Kirche sein, sagte Kirchenrechts-Dezernent Dr. Hans-Tjabert Conring (Bielefeld). Das leite sich aus ihren theologischen Grundlagen her: Die „Auftragsorientierung ist ein Verfassungsprinzip zur Überwindung der bürokratischen Lähmung“. Rechtliche Bestimmungen ebenso wie die Verfasstheit der Kirche und ihrer Gemeinden als „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ gewährten Freiräume zur Gestaltung des kirchlichen Auftrags. Auch die „geerbte Form“ der Kirche sei kontingent, also unter konkreten historischen und soziologischen Bedingungen entstanden und nicht alternativlos – das könne zu neuen Anfängen und zu einer Vielfalt der Formen befreien.

Konkrete Fragen der Steuerung von Gestaltungsprozessen standen im Mittelpunkt der Arbeitseinheit mit dem Leitungsteam des Gemeindekollegs der VELKD in Neudietendorf, Professor Reiner Knieling und Isabel Hartmann, die mit Methoden aus der Prozess- und Organisationsentwicklung arbeiten und dafür werben, bei allen Prozessen stets eine Offenheit für das Wirken des Heiligen Geistes zu wahren. Es sei wichtig, die „Ausgewogenheit von Freiheit und Form, von Offenheit und Haltepunkten zu wahren, die an den Reichtum der Tradition der evangelisch-lutherischen Kirche anknüpfen“, fasste der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), zusammen. „In Zukunft wird es nicht darum gehen können, statischen Konzepten zu vertrauen, sondern vielmehr Prozesse zu initiieren, zu begleiten und zu fördern.“  

Den Auftrag, der allen Diskussionen und Gestaltungsprozessen zugrunde liegen müsse, hob Dr. Christoph Meyns als Landesbischof der gastgebenden Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig in seiner Predigt in der Marktkirche Goslar hervor: „So wahr es ist, dass wir eine Kirche der Freiheit sind, so führt doch diese Behauptung in die Irre, wenn wir nicht ernst damit machen, dass wir zugleich eine Kirche der Hingabe für den Dienst an unseren Mitmenschen sind.“ Die dafür notwendige Perspektive könne man nur gewinnen, wenn man „aus dem Fenster blickt und nicht in den Spiegel“.


21. März 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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Lutherische Identität in Europa: Friedensstifter und Versöhner
Leitender Bischof Ulrich zu Gast auf Internationaler Reformationskonferenz in Riga - Freitag, 17. März 2017

Hannover/Riga – Verantwortung, Freiheit und Bindung an die Bibel – aus diesen Kernelementen lutherischer Existenz folgt ein klarer Auftrag für Frieden und Versöhnung in Europa, davon ist der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin) überzeugt: „Nicht Weltflucht ist es, wozu der Glaube uns anfacht, sondern Weltzuwendung. Die Völker sehnen sich danach, dass wir Zäune niederreißen und die Furcht vor dem Fremden ablegen“, sagte er im Rahmen der Internationalen Interdisziplinären Konferenz „Reformation in der heutigen Welt“ in Riga. In Europa sei Vielfalt von Anfang an Programm – historisch, kulturell, konfessionell und religiös. Gemeinsam mit Professor Wilfried Härle (Heidelberg), Professor Ralfs Kokins (Riga) und dem Erzbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands, Jānis Vanags, nahm er am Freitag, 17. März 2017, an der Podiumsdiskussion zum Thema „Wer sind wir? Identitäten und Reformation“ teil.

Mit der Reformation sei wieder deutlich geworden, dass jeder Mensch von Gott seine unantastbare Würde zugesprochen bekommen hat. Dies sei die Wurzel von Gleichberechtigung und christlicher Freiheit, und „dieser Freiheit haben wir in der Kirche Raum zu geben“. Im Blick auf das kontrovers diskutierte Thema der Abschaffung der Frauenordination in Lettland machte Landesbischof Ulrich deutlich, dass es „wegen der von Gott zugesprochenen Würde unabhängig von Geschlecht oder Herkunft nicht nur keinen Grund gibt, Frauen nicht zu ordinieren“, sondern dass es eine „Verletzung der Würde und eine nicht akzeptable Einschränkung der Freiheit eines Christenmenschen“ sei, Frauen die Ordination vorzuenthalten.

Landesbischof Ulrich verwies deutlich auch auf die leidvolle Geschichte Europas im vergangenen Jahrhundert und auf die Schuld, die die Deutschen daran trügen. Er hob zugleich die Rolle der lutherischen Kirchen als Brückenbauer, Versöhner und Friedensstifter hervor – eine Aufgabe, die bis heute aktuell sei: „Europa ist für mich ein Raum der Versöhnung“.

Die Internationale Interdisziplinäre Konferenz „Reformation in der heutigen Welt. 500 Jahre Reformation“ wird von der Universität Lettlands und der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Lettland veranstaltet. Am Wochenende macht auch der Europäische Stationenweg zum Reformationsjubiläum in Riga halt.

Hinweis: Ein Foto vom Leitenden Bischof Gerhard Ulrich in Riga können Sie hier herunterladen.


17. März 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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Leitender Bischof gratuliert Pastor Harald Rückert
Rückert wird Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche - Donnerstag, 16. März 2017

Hannover/Hamburg – Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), hat Pastor Harald Rückert zu seiner Wahl zum Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche herzliche Glück- und Segenswünsche ausgesprochen. Rückert ist am 15. März 2017 von der Zentralkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche gewählt worden, die in Hamburg zu ihrer alle vier Jahre stattfindenden Tagung zusammengekommen ist. Er ist Nachfolger für Bischöfin Rosemarie Wenner, die nach 12 Amtsjahren in den Ruhestand geht.

Bischöfliches Amt zeichne sich nicht durch die Herrschaft über andere aus, sondern durch den Dienst, der sich auch derer bewusst ist, die am Rande der Gesellschaft stehen, schreibt der Leitende Bischof mit Verweis auf die „Erklärung von Lund zum Bischofsamt“ des Lutherischen Weltbundes.   

Mit den Segenswünschen für die „anspruchsvolle, aber auch schöne“ Aufgabe im Bischofsamt verbindet Bischof Ulrich den Dank für das „tiefe ökumenische Engagement“ der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland: „Es ist schön, immer wieder erfahren zu dürfen, dass die Kirchengemeinschaft zwischen unseren Kirchen an vielen Orten tatsächlich mit Leben gefüllt wird und dass unsere Kontakte auf kirchenleitender Ebene ebenfalls vertrauensvoll und von großer Selbstverständlichkeit geprägt sind. Ich freue mich darauf, diesen Stil der ökumenischen Selbstverständlichkeit fortzuführen.“

Die Diensteinführung des Bischofs wird im Abschlussgottesdienst der Zentralkonferenz am Sonntag, 19. März 2017 um 10 Uhr in der Hamburger St. Petri-Kirche stattfinden. Landesbischof Ulrich wirkt als Leitender Bischof der VELKD gemeinsam mit den methodistischen Kollegen im Bischofsamt und Vertretern der Konferenz bei der Einsegnung mit. Im Gottesdienst wird er im Namen der VELKD ein Grußwort sprechen.


16. März 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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Zukunft Gemeinde – Potenziale erkunden
Bischofskonferenz der VELKD beschäftigt sich mit Perspektiven von Gemeindeentwicklung - Montag, 13. März 2017

Hannover/Goslar – Die Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) beschäftigt sich auf ihrer Klausurtagung vom 18.-20. März 2017 mit Perspektiven der Gemeindeentwicklung aus soziologischer, theologischer und kirchenrechtlicher Sicht. Die Beratungen stehen unter der Überschrift „Zukunft Gemeinde – Potenziale erkunden“. Neben den Mitgliedern der Bischofskonferenz nehmen Bischöfinnen und Bischöfe aus dem Baltikum und aus Skandinavien als Gäste teil.

„Die Wahrnehmung kirchengemeindlicher Organisationen und ihr Potenzial für religiöse Kommunikation und für eine vielfältige Mitgliedschaftspraxis stehen im Vordergrund“, sagt Dr. Georg Raatz aus dem Amt der VELKD. „Zudem sollen die geistlichen und öffnenden Dimensionen von Entwicklungs- und Veränderungsprozessen erkundet werden.“ Der Titel mache deutlich: Es gehe nicht darum, sich von Defiziten leiten und lähmen zu lassen, sondern die Potenziale von Gemeinden als Inspiration zu erkunden.

Unterschiedliche Zugänge eröffnen dabei vielfältige Perspektiven auf das Thema Gemeinde. Soziologin Dr. Maren Lehmann, Professorin an der Zeppelin-Universität in Friedrichshafen, spricht über die „Suche nach der verlorenen Gemeinde“. „Gemeinde neu formen“ lautet der Titel des Vortrags von Dr. Hans-Tjabert Conring, Dezernent für Kirchenrecht im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche von Westfalen. Zum Tagungsthema „Zukunft Gemeinde – Potenziale erkunden“ arbeiten Professor Dr. Reiner Knieling und Isabel Hartmann vom Gemeindekolleg der VELKD in Neudietendorf mit den Teilnehmenden.

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig ist Gastgeberin der Tagung. Landesbischof Dr. Christoph Meyns hält die Predigt im Gottesdienst am Sonntag um 10 Uhr in der Marktkirche in Goslar. Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke aus Bückeburg spricht im Gottesdienst ein Grußwort im Namen der Bischofskonferenz der VELKD.

Hinweis: Der Bischofskonferenz der VELKD gehören die Bischöfe und Bischöfinnen der sieben Gliedkirchen sowie sechs weitere ordinierte Inhaber eines kirchenleitenden Amtes an. Vorsitzender der Bischofskonferenz ist der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin). Die Bischofskonferenz erörtert theologische Grundsatzfragen der VELKD und ihrer Gliedkirchen, erlässt Empfehlungen zum gottesdienstlichen Leben und geistlichen Amt und wirkt beispielsweise bei der Beschlussfassung über Kirchengesetze und über Ordnungen für den Gottesdienst mit. Mehr Informationen unter www.velkd.de/velkd/bischofskonferenz.php.


13. März 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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Luther lesen: Jetzt auch als Hörbuch
Zentrale Luthertexte nun auch für Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit zugänglich - Donnerstag, 9. März 2017

Hannover – „Luther lesen“ gibt es jetzt auch als Hörbuch: Das Buch mit zentralen Luthertexten, das von der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) zum Jubiläumsjahr der Reformation herausgegeben wurde, ist in ungekürzter Fassung als Hörbuch erschienen. „Luther lesen. Das Hörbuch“ bietet mehr als acht Stunden Original-Luthertexte in einer hörerfreundlichen und gut verständlichen Fassung. Damit wird die Publikation auch für Menschen nutzbar, deren Seh- oder Lesefähigkeit eingeschränkt ist. Daneben ist das Hörbuch in der Seniorenarbeit und in der kirchgemeindlichen und schulischen Bildungsarbeit gut einsetzbar.

„Mit diesem Hörbuch werden endlich auch Original-Texte von Martin Luther für Menschen zugänglich gemacht, die Schwarzschrift nicht lesen können“, betont Pfarrerin Barbara Brusius vom Dachverband der evangelischen Blinden- und evangelischen Sehbehindertenseelsorge. Die Möglichkeit, Texte des Reformators nicht nur zu lesen, sondern auch zu hören, habe bisher gefehlt.

Peter Bieringer liest die Texte, die einen repräsentativen Ausschnitt aus Martin Luthers Gesamtwerk zeigen. Aufgenommen wurden zentrale Luthertexte von den 95 Thesen über Predigten und die großen Schriften wie „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ bis hin zu den kontrovers diskutierten Texten Luthers gegen Türken, Juden und den Papst. Die Auswahl der Schriften und ihre Bearbeitung für das Buch „Luther lesen“ hat Professor Martin H. Jung (Osnabrück) übernommen. Seine kurzen inhaltlichen und historischen Einleitungen zu den jeweiligen Texten werden auch in der  Hörfassung mitgelesen. Die Textfassungen des Hörbuchs beruhen auf Kurt Alands „Luther deutsch“ und wurden anhand der Originaltexte überprüft und sprachlich angepasst. Den Hörerinnen und Hörern begegnet in den Texten ein authentischer und gut verständlicher Luther.

Hinweis: „Luther lesen. Die zentralen Texte.“- Das Hörbuch (CD), ausgewählt und eingeleitet von Martin H. Jung, Vandenhoeck & Ruprecht, 2016, ISBN 978-3-525-69004-8, 15,00 EUR. Das Hörbuch ist über den Buchhandel oder direkt beim Verlag auch als Download zu beziehen. Informationen und Hörprobe unter www.velkd.de/luther-lesen-das-hoerbuch. Buch und CD sind im Set für 24,00 EUR erhältlich.
 

9. März 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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Jazz und die Rolle der Improvisation im Gottesdienst
Liturgiewissenschaftliches Fachgespräch und Blue Church Festival zum Verhältnis von Jazz und Liturgie - Dienstag, 7. März 2017

Hannover/Leipzig – Mit den Aufführungen der „Mass“ (Messe) des norwegischen Jazzpianisten Tord Gustavsen vor begeisterten Auditorien in Leipzig und Dresden fand am Sonntag das 21. Liturgiewissenschaftliche Fachgespräch des Liturgiewissenschaftlichen Instituts der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) seinen Abschluss.

Vier Tage lang hatten sich die rund 90 Teilnehmenden der öffentlichen, international besetzten Tagung in Leipzig unter der Überschrift „Improvisation und die Klangfarben des Evangelischen Gottesdienstes“ mit den Möglichkeiten des Zusammenspiels von Jazz und Gottesdienst in Theorie und Praxis beschäftigt.

Die Impulse dazu setzten Fachvorträge ausgewiesener Experten aus theologischer Forschung, gemeindlicher und liturgischer Praxis und Jazz aus dem In- und Ausland, unter ihnen Carol Harrison (Oxford University), Julia Koll (Evangelische Akademie Loccum), Hans-Martin Gutmann (Hamburg), Gotthard Fermor (Universität Bonn) und Jeremy Begbie (Cambridge University, Duke University).

Improvisation setze profunde Kenntnis von Strukturen und den souveränen Umgang mit diesen voraus, in der Musik ebenso wie in der Liturgie – darin waren sich die Vortragenden einig, die je aus ihrer Perspektive das Verhältnis von Jazz und Theologie, von Improvisation und Liturgie beleuchtet haben.

„Wie kann musikalische Improvisation zu einem tieferen Verständnis vom Wirken des Heiligen Geistes beitragen?“ lautete die Leitfrage von Jeremy Begbies Vortrag „The Holy Spirit as Improviser“. Improvisation beruhe immer auf Zusammenspiel von „constraint and contingency“ (Zwang und Kontingenz), so der englische Theologe und klassische Pianist, und machte dies am Konzertflügel exemplarisch hörbar. Improvisation sei eine „Kunst des Augenblicks“, deren zentrales Element die Überraschung, das Staunen sei und bei deren Ausübung Neues aus dem Wechselspiel von „order, disorder and non-order“ entstehe.

„Jazz-Improvisation stellt eine musikalische Bereicherung unserer liturgischen Praxis dar, die uns inspiriert, über liturgische Haltungen nachzudenken“, sagte Privatdozentin Julia Koll von der Evangelischen Akademie Loccum in ihrem Vortrag „Die rituelle Dynamik des Jazz“. Auf dem Weg zu einer „gottesdienstlichen Atmosphärenkunde“ fragte sie danach, wie eine dem Jazz entlehnte Haltung das Verhältnis von Handelnden und Beteiligten, von Liturgen und Gemeinde verändere, wie die musiksprachlichen und textlichen Teile im Gottesdienst zusammenhingen und welchen Beitrag Jazz-Gottesdienste für die Zukunft des gottesdienstlichen Lebens leiten könnten.

Auch Hans-Martin Gutmann, emeritierter Professor für Praktische Theologie und Jazzpianist aus Hamburg, fragte nach der „soziokulturellen Bedeutung von Jazz für die Kirche“ und betonte Improvisation und Interaktion als Kernelemente des Jazz. Beim „Doing Jazz“ gehe es nicht um intellektuelle Einsichten, sondern um Intuition. Dabei bestehe aber Improvisation als „heilsame Unterbrechung“ gerade nicht darin, Ordnungen aufzuheben, sondern im Rückgriff auf die Tradition zu gestalten. Mit stetem Bezug zu den Kirchenvätern und zu Martin Luther beschreibt er Jazz als Grenzüberschreitungen in den Kategorien Raum, Zeit und Körper.

Jazz ermöglicht und erfordert „flow und communitas“ im gegenseitigen Aufeinanderhören –  diesen Gedanken griff Professor Gotthard Fermor aus Bonn auf. In seinem Beitrag „Die Potenziale des Jazz für eine Theologie der Musik“ vertrat er die These, dass „die musikalischen Strukturen im Jazz religionsproduktiv und religionserzeugend wirken“ können. „Die Musik hat als Musik das Potenzial, über sich hinauszuweisen“, sagte er in seinem religions- und kulturgeschichtlichen Beitrag, der auf eine trinitarische Darstellung einer Theologie der Musik zielte. Ohne theologische Grundlegung gehe es nicht, so Fermor: „Unsere Liturgie wird nur so viel vom religiösen Potenzial des Jazz lernen, wie vorher unsere Theologie davon gelernt hat.“

„Am Prinzip der Improvisation führt kein Weg vorbei“, resümierte Christian Lehnert vom Liturgiewissenschaftlichen Institut als Ergebnis der Tagung. Die Erträge des Fachgesprächs sollen in einer Publikation dokumentiert werden, die sowohl die Vorträge als auch Tondokumente enthält.

Hinweis: Weitergehende Informationen zur Tagung sowie Hörproben finden Sie unter www.velkd.de und www.www.velkd-liturgie.de.


7. März 2017
Gundolf Holfert
Stellv. Pressesprecher

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Im Anfang war der Klang
Festival für Jazz und Kirche auf dem 21. Liturgiewissenschaftlichen Fachgespräch eröffnet - Freitag, 3. März 2017

Hannover/Leipzig – „Gottesdienst ist Musik, ist Klang. Und wenn im Anfang das Wort war, dann war im Anfang auch der Klang des Wortes.“ Mit der Beschreibung des Gottesdienstes als Klangphänomen eröffnete Professor Alexander Deeg, Leiter des Liturgiewissenschaftlichen Instituts der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), am 2. März das 21. Liturgiewissenschaftliche Fachgespräch in Leipzig. „Improvisation und die Klangfarben des Evangelischen Gottesdienstes“ ist das Thema der Tagung, an der rund 90 Gäste aus dem In- und Ausland sowie zahlreiche Jazzschaffende teilnehmen. Als Suche nach dem „anderen Klang“ mitten in den Klängen dieser Welt könne man den Gottesdienst beschreiben, so Deeg, der die Gespräche auf der Tagung auch als einen Beitrag zur Diskussion um die Entwicklung einer neuen Gottesdienstordnung für die Evangelische Kirche versteht. 

Christian Lehnert, der wissenschaftliche Geschäftsführer des Instituts, ging in seinem Eröffnungsvotum dem Verhältnis von Improvisation und Festlegung in Gottesdienst und Jazz nach. Feste Formen gewährten ein Mindestmaß an Qualität und Wiedererkennbarkeit, engten aber auch ein. Liturgische Stücke seien aber nicht statisch, sondern „summten“ von jahrhundertelangem gelebten Glauben. So sei „Liturgie nicht zu trennen von der Kunst, im rechten Augenblick der eigenen Kreativität zu folgen“.

Was Liturgie vom Jazz lernen könne? Lange üben, um im richtigen Moment zu improvisieren, sagte auch Jazzmusiker und Komponist Uwe Steinmetz. Und den Blick für das Zusammenspiel: „Improvisation führt in die Gemeinschaft mit anderen.“ Steinmetz, der auf der Projektstelle „Liturgical Jazz“ maßgeblich für die Organisation des Fachgesprächs verantwortlich ist, nannte die Suche nach „Stimmigkeit der Proportionen von gesungenen und gesprochenen Ereignissen im Gottesdienst“ eine der zentralen Aufgaben liturgischer Gestaltung.

Auf dem 21. Liturgiewissenschaftlichen Fachgespräch wechseln sich noch bis Sonntag Fachvorträge, unter anderem vom Hans Martin Gutmann (Hamburg), Gotthard Fermor (Bonn), Jeremy Begbie (Duke, Cambridge) und Carol Harrison (Oxford), mit Workshops, Podiumsdiskussionen und Werkeinführungen ab.

Im Rahmen des Fachgesprächs findet zugleich das Blue-Church-Festival „Jazz und Kirche“ statt. Zu hören sind unter anderem drei Uraufführungen: „Wagnis“, eine Choralsuite zum Reformationsjubiläum; „Eternal, Victorious, Light, A Jazz Passion and Resurrection“ - die Passion Jesu erzählt in den Klangfarben des Jazz; sowie „Mass“ des norwegischen Jazzpianisten Tord Gustavsen.

Hinweis: Das Programm, den Flyer zur Tagung sowie Hörproben finden Sie unter www.velkd.de und www.velkd-liturgie.de.


03. März 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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„Spurenelemente einer Wahlverwandtschaft“
Tagung des VELKD-Liturgie-Instituts macht Beziehungen zwischen Theologie und Jazz hörbar - Freitag, 17. Februar 2017

Hannover/Leipzig – Jazz als religiöse Musik hat eine lange Tradition. So gehören Spirituals und Gospel-Musik zu den Wurzeln des Jazz und zahlreiche Musiker aus den USA wurden in Kirchengemeinden sozialisiert. Mittlerweile rückt auch hierzulande das Genre als Ausdrucksform von Glauben und Spiritualität immer mehr in den Blick. Dabei geht es weniger um eine andere „Verpackung“ für Gottesdienste, sondern darum, das spirituelle Potenzial dieser Musik liturgisch fruchtbar zu machen.

Die Erforschung des möglichen Dialogs zwischen Jazz und Gottesdienst in Theorie und Praxis gab den Anstoß für die Ausrichtung des diesjährigen 21. Liturgischen Fachgesprächs des Liturgiewissenschaftlichen Instituts der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Es findet vom 2. bis 5. März 2017 in Form eines öffentlichen, international besetzten Symposiums statt und widmet sich dem Thema unter der Überschrift „Improvisation und die Klangfarben des Evangelischen Gottesdienstes“.

Neben Fachvorträgen renommierter Vertreter von Jazz-Musiktheologie und gemeindlicher Praxis aus dem In- und Ausland werden etwa 100 Sängerinnen und Sänger sowie Jazzmusikerinnen und -musiker in Konzerten und Gottesdiensten das Tagungsthema als „Blue Church Festival“ zum Hör- und Seherlebnis machen.

Flankiert wird die Tagung  mit einer Konzertreihe in Leipzig und Dresden, u. a. mit einer „Jazz Passion“ aus Chicago, einer Orgelimprovisationsnacht, einer Jazz-Vesper der New Yorker Saint Peters Church. Den Anschluss bildet die deutsche Uraufführung der „Messe“ des norwegischen Jazzpianisten Tord Gustavsen am 5. März in der Dresdener Dreikönigskirche.

Ihn interessierten die „Spurenelemente einer Wahlverwandtschaft“ zwischen Jazz und Gottesdienst, schreibt Dr. Johann Hinrich Claussen, der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), im Veranstaltungsprogramm. Diese entfalte sich aber nur „wenn Freiheit herrscht, wenig festgezurrt wird, das eine nicht für das andere benutzt wird, sondern ein freies Spiel beginnt“. Dann kann das Wechselspiel von gottesdienstlicher Tradition und spontanem, d. h. jazzmäßigem Musikschaffen den Dialog zwischen Jazz und Gottesdienst spannend gestalten.

Hinweis: Weitere Informationen bieten Flyer und Programm sowie www.velkd.de und www.liturgiewissenschaft.org.
 

17. Februar 2017
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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„Gott und die Würde des Menschen“
Neue Studie einer gemeinsamen Arbeitsgruppe von Deutscher Bischofskonferenz und VELKD - Mittwoch, 15. Februar 2017

Mit der Studie „Gott und die Würde des Menschen“ liegt das Abschlussergebnis der dritten Bilateralen Arbeitsgruppe (BILAG III) der Deutschen Bischofskonferenz  und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) vor. Die Arbeitsgruppe unter dem Vorsitz von Bischof Dr. Gerhard Feige (Magdeburg) und Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg) hat sich in einem mehrjährigen Dialogprozess mit Fragen von Anthropologie und ethischer Urteilsbildung beschäftigt.

„Wir sind in unserem langen und intensiven Gesprächsprozess zu dem Ergebnis gekommen, dass es eine grundlegende Übereinstimmung in der Anthropologie und eine breite Gemeinsamkeit in der Ethik gibt. Auch hier gilt: uns eint mehr als uns trennt“, erklärt Bischof Feige, Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz. „Die bestehenden Unterschiede werden in der Studie als ein begrenzter Dissens qualifiziert, der aber die fundamentalen Gemeinsamkeiten nicht aufhebt und nicht von der gemeinsamen Verantwortung zum Schutz der Menschenwürde entbindet.“

Seit 2009 hat sich die dritte Bilaterale Arbeitsgruppe im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz und der Kirchenleitung der VELKD mit dem Thema „Gott und die Würde des Menschen“ befasst. Die Studie zeigt die Gemeinsamkeiten beider Konfessionen in der Anthropologie und der ethischen Urteilsbildung auf. Sie hilft, mögliche Konflikte besser zu verstehen und sachgemäß mit ihnen umzugehen und zeigt, dass trotz einzelner Differenzen in ethischen Fragen ein überzeugendes gemeinsames Eintreten der Kirchen für Menschenwürde möglich ist.

 „Angesichts der aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten wollen wir auf der Grundlage des biblischen Zeugnisses die gemeinsamen anthropologischen Grundlagen des christlichen Glaubens stark machen“, betont Bischof Manzke, Landesbischof von Schaumburg-Lippe und Catholica-Beauftragter der VELKD. „Ich bin überzeugt, dass die Ausführungen unseres Abschlussberichtes unseren Kirchen neue Impulse geben können, gemeinsam für die Würde des Menschen einzutreten, wo immer sie in Frage gestellt oder gar mit Füßen getreten wird.“

Die Studie wird von der Bilateralen Arbeitsgruppe verantwortet und mit der Veröffentlichung den auftraggebenden Kirchen zur Prüfung vorgelegt. Bischof Feige und Landesbischof Manzke hoffen, dass sie darüber hinaus zu einer breiten Diskussion in Kirche und Gesellschaft anregt.

Seit 1976 führt die VELKD mit der Deutschen Bischofskonferenz Lehrgespräche, um zur Klärung kontroverstheologischer Fragen beizutragen. In den ökumenischen Lehrgesprächen spiegelt sich die intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Lutherischen Weltbund und dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen. Die nun erscheinende Studie ist die dritte nach dem Studiendokument „Kirchengemeinschaft in Wort und Sakrament“ (1984) und der Studie „Communio Sanctorum – Die Gemeinschaft der Heiligen“ (2000).

Hintergrund:
Mitglieder der Arbeitsgruppe

Katholische Mitglieder:

  • Bischof Dr. Gerhard Feige (Vorsitzender) (ab 2012)
  • Bischof Prof. Dr. Gerhard Ludwig Müller (Vorsitzender) (bis 2012)
  • Prof. Dr. Johannes Reiter
  • Prof. Dr. Dorothea Sattler
  • Prof. Dr. Thomas Söding
  • Prof. Dr. Wolfgang Thönissen
  • Prof. Dr. Eberhard Tiefensee (bis 2013)
  • Dr. Dorothee Kaes (Geschäftsführerin)

 

Evangelisch-lutherische Mitglieder:

  • Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Vorsitzender) (ab 2015)
  • Landesbischof i.R. Prof. Dr. Friedrich Weber + (Vorsitzender) (bis 2014)
  • Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm (ab 2010)
  • Prof. Dr. Hans-Martin Gutmann (bis 2010)
  • Landespastor Heiko Naß (ab 2010)
  • OKR i.R. Dr. Ernst Öffner (bis 2010)
  • Prof. Dr. Miriam Rose
  • Prof. Dr. Christiane Tietz
  • Prof. Dr. Joachim Track (bis 2013)
  • OKR Dr. Oliver Schuegraf (Geschäftsführer)

 

Hinweise:Die Studie „Gott und die Würde des Menschen“ erscheint Anfang März sowohl im Bonifatius-Verlag Paderborn als auch in der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig und kann über den Buchhandel oder direkt bei den Verlagen bezogen werden. Die Statements zur Vorstellung der Studie von Bischof Dr. Gerhard Feige, Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke sowie den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Prof. Dr. Miriam Rose (Jena) und Prof. Dr. Wolfgang Thönissen (Paderborn), stehen als Download unter www.dbk.de und www.velkd.de bereit.
 

Hannover, 15. Februar 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

 

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Die Seelsorge als Herausforderung für die Ethik
„Texte aus der VELKD“ Nr. 177 zum Verhältnis von Ethik und seelsorgerlichem Handeln - Donnerstag, 9. Februar 2017

Hannover – Ob im Krankenhaus, in der Gemeinde, im Gefängnis oder buchstäblich im Vorbeilaufen: Seelsorge gilt als kirchliche Kernkompetenz, die sowohl das pastorale Selbstverständnis als auch die Wahrnehmung in Gemeinde und Gesellschaft entscheidend prägt.

Im seelsorgerlichen Gespräch stehen einzelne Menschen in persönlichen Krisensituationen im Mittelpunkt. Konkrete Fragen und Probleme, Sehnsüchte und Ängste, Hoffnungen und Erwartungen prägen die seelsorgerlichen Begegnungen. Welche Rolle spielt in diesen individuellen und vertraulichen Gesprächen die Ethik? Welche Rolle kann sie für konkrete Fragen der Lebensbewältigung spielen? Welche Herausforderungen ergeben sich daraus für die Seelsorgerinnen und Seelsorger?

Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich die Ausgabe 177 der „Texte aus der VELKD“ mit dem Titel „Die Seelsorge als Herausforderung für die Ethik“. Vor dem Hintergrund von Erfahrungen aus diakonischer, pastoraler und wissenschaftlicher Praxis thematisieren die Autoren, welchen ethischen Fragestellungen die konkrete seelsorgerliche Praxis begegnet, welche Erwartungen sich daraus an die Ethik ergeben und welche Art von Ethik für die praktische Seelsorge dienlich ist.

Die vorliegenden VELKD-Texte versammeln Beiträge des Workshops „Seelsorge und Ethik“, der im Juni 2016 von der Universität Mainz in Kooperation mit der VELKD veranstaltet wurde.

Hinweis: Die Nr. 177 der „Texte aus der VELKD“: „Die Seelsorge als Herausforderung für die Ethik“ kann unter www.velkd.de/velkd-texte-177-ethik-seelsorge heruntergeladen werden. Ein kostenfreies Abonnement der Texte aus der VELKD und der VELKD-Informationen kann über die E-Mailadresse texte-vi@velkd.de bestellt werden.


Hannover, 9. Februar 2017
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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Luther lesen!
Prominente aus Politik, Wirtschaft und Kultur diskutieren Luther-Texte in Loccum - Dienstag, 7. Februar 2017

Hannover/Loccum – „Luther lesen!“ Eine gemeinsame Tagung der Evangelischen Akademie Loccum und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) lädt zur Lektüre zentraler Luthertexte ein. Prominente Paten aus Politik, Wirtschaft und Kultur stellen gemeinsam mit theologischen Referenten fünf zentrale Luthertexte vor und fragen im Jubiläumsjahr der Reformation nach ihrer Aktualität.

„Über die Freiheit eines Christenmenschen“ diskutiert der Intendant des Schauspielhauses Hannover, Lars-Ole Walburg, mit Studienleiterin Dr. Christina Costanza vom Theologischen Studienseminar der VELKD in Pullach; Oberbürgermeister Stefan Schostok (Hannover) ist mit Kirchenrat Dr. Martin Teubner (Sachsen) im Gespräch über den Text „Von weltlicher Obrigkeit“. Weitere prominente Gesprächspartner sind Dr. Bettina Jung-Lundberg, Familienrichterin und Direktorin des Amtsgerichts (Alfeld), Hermann Kasten, Vorstandsvorsitzender der VGH Versicherungen (Hannover) und Claudia Spiewak, Programmchefin NDR Info und Chefredakteurin des NDR Hörfunks (Hamburg).

Die fünf Dialoge laden zum Weiterdenken ein: Wie aktuell ist Luther heute? Welche Gedanken erweisen sich bis heute als frisch und inspirierend? An welchen Punkten bieten sie Diskussionsstoff – auch im Blick auf unsere gegenwärtige kirchliche und globale Situation?

Die Predigt im Abendgottesdienst mit Lutherliedern am Samstag, 11. Februar 2017 um 19:30 Uhr in der Stiftskirche Loccum hält die Landessuperintendentin des Sprengels Hannover, Dr. Petra Bahr.

Die Schriften Martin Luthers waren ein entscheidender Impuls für die Reformation. Durch seine Predigten, Flugblätter und Traktate gewann der neue evangelische Glaube allmählich an Kontur. Die Publikation „Luther lesen“ der VELKD, die zum Reformationsjubiläum erschienen ist, versammelt zentrale Texte des Reformators in einer lesefreundlichen Neuausgabe. Die Textsammlung ist auch als Hörbuch erhältlich.

Hinweis: „Luther lesen. Die zentralen Texte“, bearbeitet u. kommentiert von Martin H. Jung, Vandenhoeck & Rupprecht, 2016, ISBN 978-3-525-69003-1, gebunden, 213 Seiten, 13,00 EUR. Die Publikation ist über den Buchhandel oder direkt beim Verlag erhältlich. Mehr unter www.velkd.de/luther-lesen.


7. Februar 2017
Henrike Müller
Pressesprecherin

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„Blue Notes“ in der Kirche
Liturgie-Institut der VELKD verbindet konzertanten Jazz und theologisches Fachgespräch - Dienstag, 7. Februar 2017

Hannover/Leipzig – Vom 2. bis 5. März 2017 findet das 21. Liturgiewissenschaftliche Fachgespräch des Liturgiewissenschaftlichen Instituts der VELKD statt. Unter der Überschrift „Improvisation und die Klangfarben des Evangelischen Gottesdienstes“ lädt das Institut zu einer öffentlichen, viertägigen international besetzten Tagung nach Leipzig ein. Rund 80 Teilnehmende aus 9 Ländern sowie etwa 100 Sängerinnen und Sänger sowie Jazzmusikerinnen und -musiker werden durch Konzerte und Gottesdienste das Tagungsthema als „Blue Church Festival“ zum Klingen bringen.

„Das diesjährige Fachgespräch ist damit international die erste Tagung dieser Art, die sich ausführlich diesem Forschungszweig der Musiktheologie und liturgischen Forschung widmet, und jazzinteressierte Theologen, Leiter gemeindlicher Initiativen für Liturgischen Jazz sowie professionelle, gottesdienstlich engagierte Jazzmusiker zusammenbringt“, erklärt Uwe Steinmetz vom Liturgiewissenschaftlichen Institut, der die Veranstaltung konzeptionell und operativ verantwortet.

So sind auf akademischer Seite Pioniere der deutschen und internationalen akademischen Jazz-Musiktheologie-Forschung vertreten wie etwa Hans Martin Gutmann (Hamburg), Gotthard Fermor (Bonn), Jeremy Begbie (Duke, Cambridge) und Carol Harrison (Oxford). Den Aspekt der gemeindlichen Arbeit mit Jazz von Theologen und Musikerinnen stellen Leitungspersonen profilierter Initiativen aus Deutschland sowie aus Skandinavien, den USA und der Schweiz vor. Ein besonderes Highlight ist die Teilnahme der ältesten Jazz Ministry der Welt, des Pastoren- und Musiker-Teams der New Yorker St. Peters Lutheran Church, die am 4. März eine Jazzvesper im alten Senatssaal der Universität Leipzig feiern werden.

In der Konzertreihe der Tagung sind gleich drei deutsche Uraufführungen zu hören: die „Jazz Passion“ aus Chicago, die „Messe“ des renommierten norwegischen Jazzpianisten Tord Gustavsen, sowie eine Jazzsuite über Choräle der Reformation von Studierenden der Musikhochschulen Hannover und Tübingen zum Reformationsjubiläum.

Ganz im Sinne des modernen Jazz wolle das Fachgespräch Formen der interdisziplinären Kooperation initiieren und etablieren, betont Steinmetz. Ein Beleg dafür sei die Zusammenarbeit mit den Musikhochschulen Dresden und Leipzig, durch die Aufführungen wie „Messe“ und „Jazz Passion“ überhaupt möglich sind, ein anderer die Etablierung weiterer Partnerschaften und Foren, z. B. das Jazz- und Theologie-Netzwerk
BLUE CHURCH.

Für eine Berichterstattung bitten wir Sie, sich über pressestelle@velkd.de anzumelden.

Hinweis: Weitere Informationen bieten Flyer und Programm sowie www.velkd.de und www.liturgiewissenschaft.org.


7. Februar 2017
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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Lutherischer Theologe mit weitem Herzen
VELKD trauert um Horst Reller - Donnerstag, 26. Januar 2017

Hannover – Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) trauert um ihren langjährigen Gemeindereferenten Oberkirchenrat i. R. Dr. Horst Reller, der am 17. Januar im Alter von 88 Jahren verstorben ist.

Der gebürtige Braunschweiger war von 1963 bis zu seiner Pensionierung 1992 im Lutherischen Kirchenamt der VELKD tätig. „Er war ein lutherischer Theologe von großem Ideenreichtum und ebensolcher Beharrlichkeit. Er hat missionarische Impulse gesetzt. Ihm lag daran, Theologie verständlich zu machen. Das hat er mit klarem Profil und großer Weite getan“, würdigte der Leiter des Amtes der VELKD, Dr. Horst Gorski, in seinem Kondolenzschreiben das herausragende Engagement Rellers.

So gehen die beiden Referenzpublikationen „Evangelischer Erwachsenenkatechismus“ und „Handbuch Religiöse Gemeinschaften“ maßgeblich auf seine Initiative zurück. Gleiches gilt für das Gemeindekolleg der VELKD, zu dessen Vätern Reller zählt und dessen Arbeit nach wie vor prägend für die Kultur lutherischer Bildungsarbeit in den Kirchengemeinden ist. Daneben entwickelte er Veranstaltungsreihen wie die deutschlandweit stattfindenden Glaubenskurse zum Gemeindekatechismus. Im Gemeindeausschuss der VELKD erarbeitete Reller die sogenannte „missionarische Doppelstrategie“, die Projekte missionarischen Gemeindeaufbaus als Ineinander von „öffnenden“ und „verdichtenden“ Maßnahmen beschrieb und die bis heute die Arbeit der VELKD prägt.

Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft studierte Horst Reller von 1948 - 1953 Evangelische Theologie in Göttingen, Heidelberg und Basel u. a. bei Gerhard von Rad und Karl Barth. Nachdem er 1956 mit einer kirchengeschichtlichen Arbeit zur Vorreformatorischen und reformatorischen Kirchenverfassung im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel promoviert worden war, trat er 1957 sein Amt als Pfarrer in der Kirchengemeinde Winnigstedt in der braunschweigischen Landeskirche an. 1963 wechselte er ins Lutherische Kirchenamt.

Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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Elke Sievers wird stellvertretende Amtsleiterin der VELKD
Kirchenleitung beruft langjährige Finanzreferentin - Dienstag, 24. Januar 2017

Hannover – Die Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat Oberkirchenrätin Elke Sievers zur Referentin für juristische Grundsatzfragen und gleichzeitig zur stellvertretenden Leiterin des Amtes der VELKD berufen. Die 55-jährige Juristin, die derzeit dem Finanzreferat im Amt der VELKD vorsteht, tritt die Nachfolge von Christian Frehrking an, der im Juni 2016 als Präsident des Landeskirchenamtes in die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe wechselte. Die Übernahme der neuen Aufgaben soll voraussichtlich zum 1. Februar 2017 erfolgen.

Oberkirchenrätin Sievers sei aufgrund ihrer fachlichen Kompetenz und fundierten Kenntnis von Strukturen und rechtlichen Gegebenheiten eine ausgezeichnete Wahl, so der Leiter des Amtes der VELKD, Dr. Horst Gorski.

„Ich danke sehr für das mir entgegengebrachte Vertrauen“, sagte Sievers anlässlich ihrer Ernennung. Sie freue sich darauf, ihre „Qualifikationen und Erfahrungen auch weiterhin in den Dienst unserer lutherischen Kirche stellen zu können“. Zudem sei es ihr ein Anliegen, an der Weiterentwicklung des gemeinsamen Kirchenamtes von EKD, UEK und VELKD mitzuwirken.

Elke Sievers hat in Hannover Rechtswissenschaften studiert. Nach Referendariat und zweitem juristischen Staatsexamen kam sie 1994 als juristische Referentin ins Lutherische Kirchenamt, das jetzige Amt der VELKD. Hier übernahm sie zunächst Aufgaben in den Bereichen Justiziariat und Personal; seit 2007 fielen zudem der Bereich Haushalt und Finanzen sowie die Aufsicht über die Geschäftsstelle der kirchlichen Gerichte der VELKD in ihre Zuständigkeit. Frau Sievers ist verheiratet und hat eine Tochter.

Hinweis: Ein Porträtfoto von Oberkirchenrätin Elke Sievers steht unter www.velkd.de/downloads/Elke-Sievers.jpg zum Download bereit.

Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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„Wegbereiter der Ökumene“
EKD und VELKD trauern um Theologen Günther Gassmann - Mittwoch, 18. Januar 2017

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) trauern um den Theologen und früheren Präsidenten des Lutherischen Kirchenamts, Günther Gassmann. Gassmann, der das Kirchenamt von 1976 bis 1982 leitete, ist am 11. Januar im Alter von 85 Jahren in Tutzing verstorben.

In seinem Kondolenzschreiben an die Familie würdigte der Leiter des Amtes der VELKD und Vizepräsident des Kirchenamtes der EKD, Horst Gorski, den Verstorbenen als „einen Wegbereiter der Ökumene“. Gassmann habe seine Sehnsucht nach der Einheit der Kirche über jedes eigene berufliche Interesse gestellt und Menschen weltweit für dieses Anliegen begeistern können, so Gorski.

Nach seinem Studium in Heidelberg und Oxford und seiner Promotion in Heidelberg war Günther Gassmann zunächst an das Institut für Ökumenische Forschung in Straßburg berufen worden, bevor er 1976 nach Hannover in das Lutherische Kirchenamt wechselte. Ab 1984 war er Direktor der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) in Genf. Internationale Gastprofessuren führten ihn u.a. in die USA, die baltischen Staaten, Südamerika und Italien. Sein ökumenisches Anliegen war dabei stets die weltweite Einheit der christlichen Kirche zu fördern. Bis ins hohe Alter hielt Gassmann Vorlesungen und führte auf der Grundlage seines lutherisch geprägten Glaubens Gespräche mit Vertretern von unterschiedlichen christlichen Konfessionen und Denominationen.

„Damit alle eins sein“, dieses Vermächtnis Jesu aus dem Johannesevangelium (Joh 17,21) habe sich Gassmann auf beeindruckende Weise zu Eigen gemacht und ihm an vielen Orten der Welt Gehör verschafft, so Gorski. „Für diesen bleibenden Dienst an der Einheit der Kirche sind wir zutiefst dankbar.“

Die Trauerfeier für Günther Gassmann findet am heutigen Mittwoch in Tutzing statt.

Pressestelle der VELKD                                          Pressestelle der EKD
Gundolf Holfert                                                        Carsten Splitt

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