Pressemitteilungen 2016

Katholizismus in Bewegung
Abschlusspodium des VELKD-Symposiums „Reform im Katholizismus“ - Donnerstag, 1. Dezember 2016

Hannover/Tutzing – Mit einem resümierenden Podiumsgespräch ging heute Mittag das Symposium „Reform im Katholizismus. Traditionstreue und Veränderung in der Römisch-Katholischen Theologie und Kirche“ in der Evangelischen Akademie Tutzing zu Ende. Seit Montag dieser Woche nahmen römisch-katholische und evangelische Bischöfe sowie Theologinnen und Theologen beider Konfessionen im Horizont des Tagungsthemas u. a. die Bedeutung konfessioneller Eigen- und Fremdwahrnehmung in den Blick.

Die Podiumsdiskussion ergab eine positive Bilanz. Man habe auf der Tagung einen „Katholizismus in Bewegung“ gesehen, so der Augsburger evangelische Theologe Bernd Oberdorfer. „Der Katholizismus entdeckt mit dem Blick nach draußen etwas Neues. Der Katholizismus wird sich verändern“, ergänzte die katholische Theologin Johanna Rahner (Tübingen). Katholiken und Lutheraner bräuchten „die Kritik und den Zuspruch des jeweils anderen. Die ökumenische Offenheit schließt ein Interesse an dem ökumenischen Partner ein“, so Oberkirchenrat Oliver Schuegraf vom Amt der VELKD.

Die Tagung habe gezeigt: „Den Weg des Partners wahrzunehmen, die noch tiefere Einheit suchen – das ist das Ziel. Wir sind verpflichtet, diese Einheit weiterhin zu suchen und zu entwickeln. Das Anliegen der VELKD war es, mit der Tagung einen Gesprächsraum zu eröffnen, um falsche Alternativen und Konfessionsklischees zu überwinden und neue Perspektiven für den ökumenischen Dialog aufzuzeigen“, resümierte der Catholica-Beauftragte der VELKD, Landesbischof Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg). Der Verlauf und die Ergebnisse der Tagung seien aus seiner Sicht ein wichtiger Meilenstein für das ökumenische Miteinander.

Die Vorträge des Symposiums sollen in einer Publikation dokumentiert werden.

Hinweis: Programm und Ablauf der Tagung „Reform im Katholizismus. Traditionstreue und Veränderung in der römisch-katholischen Theologie und Kirche“ vom 28. November bis 1. Dezember 2016 stehen unter www.velkd.de/oekumene/events.php und www.ev-akademie-tutzing.de/veranstaltung/reform-im-katholizismus zur Verfügung.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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„Reform im Katholizismus“
Hochkarätig besetztes VELKD-Symposium startet heute in der Evangelischen Akademie Tutzing - Montag, 28. November 2016

Hannover/Tutzing – Unter der Überschrift „Reform im Katholizismus. Traditionstreue und Veränderung in der Römisch-Katholischen Theologie und Kirche“ beginnt heute Nachmittag in der Evangelischen Akademie Tutzing (EAT) eine prominent besetzte Fachtagung, die die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) in Kooperation mit der EAT veranstaltet.

Vor dem Hintergrund des Reformationsjubiläums diskutieren evangelische und römisch-katholische Theologinnen und Theologen Fragen des ökumenischen Miteinanders und Möglichkeiten für die ökumenische Arbeit der kommenden Jahre. Die Vorträge folgen einer dualen Struktur: So wird jeder Beitrag durch ein Ko-Referat aus evangelischer bzw. römisch-katholischer Sicht flankiert.

Den Auftakt des Symposiums machen zwei Grundsatzreferate: Prof. Dr. Bernd Oberdorfer (Augsburg) führt in den Themen- und Fragehorizont der Tagung ein. Es sei erfreulich, dass die Tendenz, „sich gegen andere Gestalten des Christentums zu profilieren“, zunehmendem Verständnis und ökumenischem Austausch gewichen sei. So gelte auch für die Tagung in Tutzing: „Nicht was uns trennt, soll im Zentrum stehen, sondern was uns verbindet.“ Karl Kardinal Lehmann (Mainz) untersucht in seinem Referat den Themenkomplex „Traditionstreue und Erneuerung in der Römisch-Katholischen Kirche“. Dabei gehe es zentral. „um das Verhältnis von Kontinuität, Beständigkeit und Verlässlichkeit im Sinne einer ‚Traditionstreue‘ einerseits und um den Spielraum für Reformen – auch wenn sie ganz unterschiedlicher Art sind – anderseits“, stellt Kardinal Lehmann fest.

Im weiteren Verlauf der Tagung stehen u. a. Vorträge zum Kirchlichen Lehramt in seiner Bedeutung für die Entwicklung des Glaubens, zur historischen Entwicklung der kirchlichen Organisation und zur Dogmenhermeneutik auf der Tagesordnung. In einem öffentlichen Abendgespräch am morgigen Dienstag, 29. November, werden der Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes (LWB), Martin Junge (Genf), Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm (München) und Reinhard Kardinal Marx (München/Freising) über „Reform(ation) heute? Die Kirchen vor gemeinsamen Herausforderungen in einer sich verändernden Welt“ diskutieren.

Hinweis: Programm und Ablauf der Tagung „Reform im Katholizismus. Traditionstreue und Veränderung in der römisch-katholischen Theologie und Kirche“ vom 28. November bis 1. Dezember 2016 stehen unter www.ev-akademie-tutzing.de/veranstaltung/reform-im-katholizismus/ zur Verfügung.

Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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„Gottesdienst verstehen“ im neuen Kirchenjahr
Liturgischer Kalender von ELKB und VELKD seit 12 Monaten online - Montag, 28. November 2016

Hannover/München – Welcher Feiertag ist am kommenden Sonntag? Wie lautet der Wochenspruch und welcher Predigttext erwartet mich? Wann ist der nächste hohe Festtag? Für diese und andere Fragen hat sich der Liturgische Kalender der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD, der mit Beginn des Kirchenjahres 2015/2016 online ist, zu einer gefragten Adresse entwickelt.

Mehr als 19.000 Nutzer besuchen monatlich das Angebot im Netz. „Der Kalender hatte im letzten Jahr rund 230.000 Besucher mit einer Verweildauer von bis zu dreieinhalb Minuten“, berichtet Gundolf Holfert, der bei der VELKD die Internetarbeit verantwortet und für das Projekt zuständig ist. „Das sind für uns ermutigende Zahlen. Wir wollten sowohl Einsteiger als auch Profis mit unserem Angebot ansprechen und Begeisterung für liturgische Traditionen und gelebte Spiritualität wecken. Das scheint gelungen“, freuen sich Andrea Seidel und Anne Lüters, die Internet-Verantwortlichen der Bayerischen Landeskirche. Die positive Resonanz sei auch mit Blick auf die bevorstehende Revision der Gottesdienstlesungen wichtig. „Die dafür erforderlichen Anpassungen haben wir bereits berücksichtigt“, so die drei Initiatoren.

Das Angebot eignet sich sowohl für den liturgisch interessierten Laien als auch für den haupt-und ehrenamtlichen Anwender in der Gemeinde. Der Kalender bietet einen umfassenden Überblick über alle relevanten Feiertage des evangelischen Kirchenjahres. Für alle Feiertage sind Lesungstexte, Wochenlieder zum Anhören, Psalmen, Predigttexte und das vorgelesene Evangelium verfügbar. Sonntage mit ähnlicher Themensetzung lassen sich schnell finden. Wer möchte, kann den Kalender über eine interaktive Schaltfläche (Widget) in seine Internetpräsenz einbinden. Zusätzlich ist eine Vorschau über das Datum sämtlicher Feiertage bis 2020 möglich.

Hinweis: Der Liturgische Kalender auf www.gottesdienst-verstehen.de und www.kirchenjahr-evangelisch.de ist eine Kooperation der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands.

Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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„Jazz und Kirche“
VELKD-Publikation zum liturgischen Potential und zur kirchenmusikalischen Praxis einer populären Musikgattung - Donnerstag, 24. November 2016

Hannover/Leipzig – Wie beeinflussen Kirchenräume die Klangsprache des Jazz? Welche religiösen Impulse lösen Improvisation, Interaktion und Performance in der kirchenmusikalischen Praxis aus? Und was kann der Gottesdienst vom Jazz lernen? Diesen und anderen Fragen widmet sich die Publikation „Jazz und Kirche“, die das Liturgiewissenschaftliche Institut der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) jetzt in seiner Reihe „Beiträge zu Liturgie und Spiritualität“ veröffentlicht hat.

Von seinen historischen Ursprüngen her besitzt Jazz eine Nähe zu Gottesdienst und Liturgie. So haben Jazzmusiker immer wieder spirituelle Aspekte und persönliche Glaubenserfahrungen in ihrer Musik verarbeitet. Seit einigen Jahren werden Kirchen auch hierzulande zu neuen Orten des Jazz. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung zielen die fünf Beiträge des Bandes darauf, das Besondere dieser musikalischen Praxis zu erkunden und „philosophische, theologische und musikwissenschaftliche Zugänge“, so der Untertitel, zum Spannungsfeld von Jazz, christlicher Religion und Kirche zu eröffnen.

Der vorliegende 29. Band der Reihe „Beiträge zu Liturgie und Spiritualität“ geht auf die Tagung „Changing Places. Wie Jazz und Kirche einander inspirieren“ zurück, die im September 2015 in der Evangelischen Akademie Loccum stattfand.

Hinweis: Die Publikation ist über den Buchhandel oder den Verlag erhältlich:
Jazz und Kirche. Philosophische, theologische und musikwissenschaftliche Zugänge“, Julia Koll, Uwe Steinmetz, hrsg. vom Liturgiewissenschaftlichen Institut der VELKD, Band 29 der Reihe „Beiträge zu Liturgie und Spiritualität“. Evangelische Verlagsanstalt Leipzig, 2016. ISBN 978-3-374-04538-9, 124 Seiten, 24,00 EUR.

Hannover, 24. November 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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„Im Kern und gerne Lutheraner“
Sächsischer Landesbischof Rentzing ist neuer Präsident des Martin-Luther-Bundes - Montag, 21. November 2016

Hannover/Erlangen – Der sächsische Landesbischof Dr. Carsten Rentzing (Dresden) ist neuer Präsident des Martin-Luther-Bundes (MLB). Auf ihrer Sitzung am vergangenen Freitag sprach ihm die Bundesversammlung des MLB mit überwältigender Mehrheit ihr Vertrauen aus. Rentzing nahm die Wahl zum 1. Januar 2017 an. Der Präsident ist für fünf Jahre gewählt.

Der 1967 in Berlin-Spandau geborene Theologe betonte bei seiner Vorstellung, dass er im Kern und gerne Lutheraner sei. Es lohne sich, das Erbe lutherischer Theologie in der Gemeinschaft der weltweiten Kirche und angesichts der Herausforderungen der modernen Welt froh und zuversichtlich zu leben. Die Arbeit des Diasporawerkes sei ihm so wichtig, dass er gerne dazu beitragen wolle, die Arbeit kontinuierlich weiter und mit in die Zukunft zu führen.

Carsten Rentzing studierte Theologie und Philosophie. Ordiniert wurde er 1999 in der sächsischen Landeskirche. 2003 promovierte er an der Universität Leipzig. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern des 2004 neu gegründeten Martin-Luther-Vereines in Sachsen. Auf seiner ersten Stelle war er Pfarrer in Annaberg-Buchholz. Von 2010 bis 2015 teilte er sich mit seiner Frau, Pfarrerin Maria Rentzing, die anderthalb Pfarrstellen in Markneukirchen und Landwüst im Vogtland. Zusammen haben sie vier Töchter. Rentzing, der zum 1. September 2015 sein Amt als Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens antrat, war sächsischer Vertreter in den 11. und 12. Synoden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). In der 11. Generalsynode der VELKD amtierte er als zweiter Vizepräsident.

Der Martin-Luther-Bund ist das Diasporawerk der VELKD. Er arbeitet eng mit dem Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) zusammen. Mit seinen über 20 Mitgliedsvereinen im In- und Ausland fördert er lutherische Kirchen und Gemeinden in der Minderheitssituation der Diaspora. Sein Wirkungsbereich erstreckt sich neben Mittel- und Osteuropa auch auf Lateinamerika und das südliche Afrika. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Begegnung, theologischen Austausch, Literaturhilfe und Studienarbeit.

Weitere Informationen unter www.velkd.de und www.martin-luther-bund.de. Ein Porträtfoto von Landesbischof Dr. Carsten Rentzing kann unter www.velkd.de/images/Carsten-Rentzing.jpg heruntergeladen werden.

Hannover, 21. November 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Der leibliche Aspekt gottesdienstlicher Verkündigung
VELKD-Publikation zur Spiritualität der Bewegung - Dienstag, 15. November 2016

Ob Taufhandlung, Segnung, das Austeilen des Abendmahls oder der Friedensgruß – rituelle Gesten und Gebärden sind fester Bestandteil jedes Gottesdienstes. Als zweiten Band seiner Reihe „Impulse für Liturgie und Gottesdienst“ legt das Liturgiewissenschaftliche Institut der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) bei der theologischen Fakultät der Universität Leipzig jetzt ein Buch vor, das sich dem körperlichem Aspekt liturgischen Handelns widmet.

Unter dem Titel „Die heilende Kraft der reinen Gebärde. Gespräche über liturgische Präsenz“ sind Unterredungen mit dem im Frühjahr verstorbenen Dresdner Tänzer und Choreographen Manfred Schnelle versammelt, die der Geschäftsführer des Liturgiewissenschaftlichen Instituts Christian Lehnert führte. Sie befassen sich mit der Bedeutung von Gebärden und Gesten im Gottesdienst und mit einer Spiritualität der Bewegung. Die Beschäftigung mit dem rituellen Gehalt von Gestik und Gebärde und deren Einübung könne eine starke und glaubhafte liturgische Präsenz von Pfarrerinnen und Pfarrern befördern, lautet eine These. Neben der Vermittlung elementarer Regeln regt die Publikation dazu an, den Blick für die leibliche Dimension liturgischen Handelns zu weiten. „So sind diese Gespräche mehr geworden als ein liturgischer Knigge“, heißt es im Vorwort. Zahlreiche Fotografien dokumentieren die gestische Arbeit Manfred Schnelles. Das Buch richtet sich insbesondere an diejenigen, die als Liturginnen und Liturgen Gottesdienste leiten und dabei den leiblichen Aspekt gottesdienstlicher Verkündigung beachten wollen.

Hinweis: Die Publikation ist über den Buchhandel oder den Verlag erhältlich:
Die heilende Kraft der reinen Gebärde. Gespräche über liturgische Präsenz“ Christian Lehnert, Manfred Schnelle, hrsg. vom Liturgiewissenschaftlichen Institut der VELKD. Impulse für Liturgie und Gottesdienst, Band 2. Evangelische Verlagsanstalt Leipzig, 2016. ISBN 978-3-374-04428-3, 96 Seiten, 14,80 EUR.

Hannover, 15. November 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Am Ewigkeitssonntag online die Trauer vor Gott bringen
Evangelische Kirchen laden auf www.trauernetz.de zur Chat-Andacht ein - Montag, 14. November 2016

Christinnen und Christen gedenken am Ewigkeitssonntag in Gottesdiensten ihrer Verstorbenen und befehlen sie Gott an. Dies geschieht in Ortsgemeinden, aber auch im Internet. Mit trauernetz.de bietet die evangelische Kirche einen Ort, an dem Menschen online ihre Trauer vor Gott bringen können. Dort findet am Ewigkeitssonntag,
20. November 2016, um 18 Uhr eine Chatandacht statt.

In evangelischen Gottesdiensten werden an diesem letzten Sonntag jedes Kirchenjahres die Namen der im Kirchenjahr verstorbenen Gemeindeglieder verlesen, und die Gemeinde schließt sie und ihre Angehörigen in die Fürbitte ein. Was in den Gemeindegottesdiensten guter Brauch ist, wird über die Form des Chats auch online möglich. Angehörige oder Freunde können ab sofort unter www.trauernetz.de die Namen der Verstorbenen in ein Trauerbuch eintragen. Diese werden während der Online-Andacht im Chat eingeblendet und im Gebet vor Gott gebracht. Im Anschluss beten die Chatteilnehmerinnen und -teilnehmer gemeinsam das Vaterunser und bitten um Gottes Segen.

Die Online-Andacht auf Trauernetz ergänzt so die Gottesdienste der Ortsgemeinden und wendet sich besonders an Trauernde, die weit entfernt vom Wohnort der Verstorbenen leben oder die namentlich eines Menschen gedenken wollen, der vor längerer Zeit gestorben ist.

„Das Internet verändert unsere Trauerkultur. Die neuen Möglichkeiten, die sich dadurch eröffnen, wollen wir verantwortungsvoll nutzen“, erklärt Simone Becker, Redakteurin bei trauernetz.de. „Schon seit 2009 bieten wir jedes Jahr am Ewigkeitssonntag eine Online-Andacht an. Seit 2015 können Trauernde für Verstorbene auch Gedenkseiten auf Trauernetz einrichten. So haben Angehörige ganzjährig und ortsungebunden einen Platz, an dem sie an ihre Verstorbenen erinnern können. Sowohl mit der Chat-Andacht als auch mit den Online-Gedenkseiten machen wir deutlich: Auch im Internet wollen wir als evangelische Kirchen Möglichkeiten des Gedenkens anbieten.“

Hinweis: www.trauernetz.de ist ein Gemeinschaftsprojekt der Evangelischen Landeskirche in Baden, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau, der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands.

Hannover, 14. November 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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3. Tagung der 12. Generalsynode der VELKD beendet
„Europa in Solidarität – evangelisch-lutherische Impulse“ - Samstag, 5. November 2016

Hannover/Magdeburg – Am Samstagmittag ist in Magdeburg die 3. Tagung der 12. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) zu Ende gegangen. Vom 3. bis 5. November 2016 waren die Synodalen in Magdeburg zu ihrer Sitzung mit dem Schwerpunktthema „Europa in Solidarität – evangelisch-lutherische Impulse“ zusammengekommen.

Mit einer Podiumsdiskussion setzte die Generalsynode der VELKD zum gemeinsamen Thema der verbundenen Synodentagung einen ersten Impuls. Auf dem Podium vertreten waren die drei europäischen Vizepräsidenten des Lutherischen Weltbundes (LWB): Bischöfin Helga Haugland Byfuglien (Norwegen) für die LWB-Region Nordische Länder, der württembergische Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July für Mittel- und Westeuropa sowie Bischof Dr. Tamás Fabiny aus der Evangelisch-lutherischen Kirche Ungarns für Mittel- und Osteuropa.
In der heute verabschiedeten Entschließung zum thematischen Schwerpunkt sprach sich die Generalsynode dafür aus, auf der Grundlage der „Charta Oecumenica“ der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen von 2001 die Verpflichtung zu verwirklichen, „sich u. a. für die Versöhnung von Völkern und Kulturen einzusetzen, jeder Form von Nationalismus entgegen zu treten und Menschen anderen Glaubens mit Wertschätzung zu begegnen“.

Ebenfalls am heutigen Samstag hat der Catholica-Beauftragte der VELKD, Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke, vor der Generalsynode und den Mitgliedern der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen (UEK) seinen Bericht gegeben. Erstmals wurde seine Einbringung ergänzt durch einen Bericht zur Catholica-Arbeit der EKD, den Kirchenpräsident Christian Schad (Speyer) in seiner Funktion als evangelischer Vorsitzender des Kontaktgesprächskreises der EKD hielt. Beide würdigten u. a. die ökumenischen Vorbereitungen zum Reformationsjubiläum 2017 sowie die Weitung der deutschen Perspektive durch internationale Impulse.

Mit dem Beschluss zur Weiterentwicklung des Verbindungsmodells von EKD, UEK und VELKD hat die Generalsynode die vertiefte Zusammenarbeit aller drei gliedkirchlicher Zusammenschlüsse insbesondere auf der Ebene des Kirchenamtes mit großer Mehrheit begrüßt.

Mit dem Beschluss zu einer Handreichung für eine ökumenische Trauung (evangelisch/alt-katholisch) hat die Generalsynode die Möglichkeit für Mitglieder beider Kirchen eröffnet, ihre Ehe in einer eigens dafür gestalteten Liturgie unter den Segen Gottes zu stellen. Vorbehaltlich des übereinstimmenden Beschlusses der Bischofskonferenz der VELKD und der Zustimmung des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland (AKD) übergab die Generalsynode die Handreichung den Gliedkirchen zur Einführung. Bischof Dr. Matthias Ring hat vonseiten der alt-katholischen Kirche an der Tagung teilgenommen und für die gute Zusammenarbeit in der gemischten Kommission gedankt.

In einer Entschließung zum Bericht des Leitenden Bischofs, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), bekräftigten die Synodalen sein Plädoyer „für ein offenes, solidarisches Europa“ und für die „Verantwortung Europas in der Einen Welt“.

Mit dem Mittagsgebet endete die 3. Tagung in Magdeburg. Zur ihrer 4. Tagung kommt die 12. Generalsynode der VELKD vom 9. bis 11. November 2017 in Bonn zusammen.

Weitere Informationen zur Generalsynode der VELKD finden Sie unter www.velkd.de/velkd/12-generalsynode.php.

Magdeburg, 5. November 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Gemeinsam in ökumenischer Verantwortung
Catholica-Beauftragter der VELKD legt der 12. Generalsynode seinen Bericht vor - Samstag, 5. November 2016

Erstmals ergänzt um einen Bericht von der Catholica-Arbeit in der EKD

Hannover/Magdeburg – Der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), hat in seinem Bericht unter dem Titel „Sich selbst ständig durch die Begegnung mit dem anderen und durch das gegenseitige Zeugnis des Glaubens verändern lassen“ die Fortschritte in den ökumenischen Beziehungen zwischen lutherischen Kirchen und der römisch-katholischen Kirche gewürdigt.

Die Reformationsdekade habe das Miteinander beider Konfessionen nachhaltig verändert und auf einen „Lernweg“ hin zu einem ökumenischen Reformationsgedenken geführt. „Beide Seiten haben sich verändern lassen, sodass das ökumenisch begangene Reformationsjahr nun auch zu einem Christuszeugnis aneinander und in der Öffentlichkeit unserer Gesellschaft werden kann“, so Manzke. Die Feierlichkeiten am 31. Oktober in Lund von Lutherischem Weltbund und römisch-katholischer Kirche waren dafür ein eindrucksvolles Beispiel.

Angesichts der Zunahme von weltweiter ökumenischer Vernetzung und Kooperation plädierte der Catholica-Beauftragte für eine „Ökumene der Sendung“. Diese internationale Perspektive mache es möglich zu verstehen, warum für Christinnen und Christen „einer anderen Konfession bestimmte Elemente ihres Glaubenslebens besonders wichtig und schützenswert sind“. Insbesondere das gemeinsame Dokument „Declaration in the Way. Church, Ministry, and Eucharist (Erklärung auf dem Weg: Kirche, Amt und Eucharistie)“ der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika (ELCA) und der dortigen römisch-katholischen Bischofskonferenz sei ein eindrucksvolles und ökumenisch wegweisendes Glaubenszeugnis in zentralen theologischen Fragen.

Kirchenpräsident Christian Schad schloss sich Manzke in seiner Einschätzung der ökumenischen Bedeutung des Reformationsjubiläums 2017 an: Es „kann wesentlicher Motor sein für eine neu aufbrechende Ökumene“. Mit seinem Bezug auf das ökumenische Wort der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) „Versöhnt miteinander“ sowie auf die Konsultation zum Thema „Kirchengemeinschaft“ der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) betonte Schad die gesamtevangelische und europäische Perspektive.

Die 3. Tagung der 12. Generalsynode findet vom 3. bis 5. November 2016 in Magdeburg statt.

Weitere Informationen zur Generalsynode der VELKD finden Sie unter www.velkd.de/velkd/12-generalsynode.php.

Magdeburg, 5. November 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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„We are the medium, he is the message”
VELKD-Generalsynode prämiert Preisträger des Wettbewerbs „Evangelium Digital“ - Freitag, 4. November 2016

Hannover/Magdeburg – Im Rahmen der diesjährigen Tagung der 12. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) sind heute in Magdeburg die Preisträger des Wettbewerbs „Evangelium Digital“ ausgezeichnet worden.

Der Wettbewerb war von der Generalsynode 2014 mit dem Ziel initiiert worden, den Einsatz digitaler Medien in Kirchgemeinden und kirchlichen Initiativen für die Kommunikation des Evangeliums zu fördern. „We are the medium, he is the message – wir sind das Medium für die frohe Botschaft, und unserer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt“, so Dr. Annekathrin Preidel in ihrer Laudatio auf die Preisträger.

Insgesamt 76 Projekte aus Deutschland und Österreich von durchweg hoher Qualität und Vielfalt wurden eingereicht, aus denen drei ausgewählt wurden. Die Jury, der neben Preidel auch Mitglieder des Präsidiums der Generalsynode und die Würzburger Theologin Prof. Dr. Ilona Nord angehörten, vergab zunächst zwei 2. Preise mit einem Preisgeld von je 1.000 €:

Die Geschichtenbox der Bethlehemgemeinde in Leipzig verknüpft das Printmedium Bibel mit dem Internet. „Die Bibel gehört nicht mehr zum Standardrepertoire im Bücherregal. Wir wollen versuchen, die Menschen auf ihren alltäglichen Wegen wieder für die biblischen Geschichten zu begeistern“, so die Initiatoren unter www.bethlehem-leipzig.de/geschichten-box.

Die Gedächtniskirche der Prostation Speyer hat QR-Codes entwickelt, die über eine Reader-App für Smartphones und Tablets die biblischen Geschichten der neugotischen Glasfenster der Kirche erlebbar machen (www.gedaechtniskirchengemeinde.de).

Der 1. Preis in Höhe von 2.000 € ging an die Refo-Moabit - Kirche im Kiez e.V. aus Berlin. Deren Kreativprojekt #iconicturns auf www.instagram.com eröffnet den Zugang zu biblischen Texten und zu deren Relevanz für die eigene Lebenswirklichkeit. Die Bibel in der einen und das Handy in der anderen Hand – dazwischen bewegten sich heute Menschen mit ihrer Spiritualität, sagte Ulrike Flämig, die den Preis entgegennahm.

Die 3. Tagung der 12. Generalsynode findet vom 3. bis 5. November 2016 in Magdeburg statt.

Weitere Informationen zur Generalsynode der VELKD finden Sie unter www.velkd.de/velkd/12-generalsynode.php.

Magdeburg, 4. November 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Europa in Solidarität – evangelisch-lutherische Impulse
Podium mit den europäischen LWB-Vizepräsidenten auf der 12. Generalsynode - Freitag, 4. November 2016

Hannover/Magdeburg – Mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Europa in Solidarität – evangelisch-lutherische Impulse“ startete die Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) ihren heutigen Sitzungstag in Magdeburg. Auf dem Podium vertreten waren die drei europäischen Vizepräsidenten des Lutherischen Weltbundes (LWB), Bischöfin Helga Haugland Byfuglien (Norwegen), der württembergische Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July sowie Bischof Dr. Tamás Fabiny aus der Evangelisch-lutherischen Kirche Ungarns. Es moderierte Reinhard Mawick, Chefredakteur von „zeitzeichen“.

Angesichts der aktuellen europaweiten Debatte um Flüchtlingspolitik, Asyl und Integration berichteten die drei LWB-Vizepräsidenten über die Lage in ihren Regionen. Bischöfin Helga Haugland Byfuglien, zuständig für die nordischen Länder, erinnerte an die großen solidarischen Herausforderungen, „vor die wir als Kirche und Gesellschaft in der heutigen Situation gestellt sind“. Die Zuwanderung aus anderen Ländern hätte den Bedarf an ökumenischer und interreligiöser Zusammenarbeit und Dialog verstärkt. Sie erinnerte in diesem Zusammenhang an die diesjährige LWB-Erklärung „Die Kirche im Öffentlichen Raum“: „Das öffentliche Engagement der Kirche ist Teil ihrer Berufung. Die religiösen Gemeinschaften haben eine öffentliche Rolle und Verantwortung“. Dies stelle insbesondere die staatskirchlich geprägten Kirchen Skandinaviens vor Herausforderungen.

Bischof Fabiny, Vizepräsident für Mittel- und Osteuropa, schilderte die aktuelle Situation in Ungarn. Die Politik der Regierung Orban führe zu einer wachsenden Fremdenfeindlichkeit, schüre Vorurteile und Ängste. Dieses Phänomen sei nicht auf Ungarn beschränkt. „Europa steht am Scheideweg“, so sein Resümee. Fabiny würdigte all jene Menschen in Europa, die den Mut hätten, sich mit einer klaren Haltung dagegen zu stellen: „Für die christlichen Kirchen geht es um ein eindeutiges Bekenntnis zum Christentum“.

Bischof July wies auf die besondere Situation in der LWB-Region Mittel- und Westeuropa hin. Die Rolle der lutherischen Kirchen könne nicht darin bestehen, „Ersatzpolitik“ zu betreiben. Es gehe im Gegenteil um einen Appell an die politische Vernunft und eine Gewissensschärfung aller Entscheidungsträger. Dazu ermutige die Vernetzung lutherischer Kirchen in sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten. „Aus der Botschaft vom Kreuz kann der Impuls ausgehen. Es gilt, die Realitäten nüchtern wahrzunehmen und trotzdem aus der Hoffnung auf das Reich Gottes zu leben“, so July. Dafür stehe die Communio des LWB.

Die drei Vizepräsidenten vertreten die europäischen LWB-Regionen mit rund 40 Millionen Mitgliedern.

Die 3. Tagung der 12. Generalsynode findet vom 3. bis 5. November in Magdeburg statt.

Weitere Informationen zur Generalsynode der VELKD finden Sie unter www.velkd.de/velkd/12-generalsynode.php.

Magdeburg, 4. November 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Freiheit, Geduld und Liebe aus Glauben – das Geschenk der Reformation
Leitender Bischof der VELKD gibt Bericht vor der 12. Generalsynode - Donnerstag, 3. November 2016

Hannover/Magdeburg – Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), hat in seinem diesjährigen Bericht vor der Generalsynode die „Freiheit, Geduld und Liebe aus Glauben“ als „Geschenk der Reformation“ in den Mittelpunkt gestellt. „Nur als Dreigestirn können sie das Evangelium in die Gegenwart tragen, damals und heute.“ Der ökumenisch und in weltweitem Kontext gefeierte Auftakt zum Reformationsjubiläum 2017 in Lund hat dies als gemeinsame Aufgabe ins Bewusstsein gerufen. Aus diesem Geist können evangelisch-lutherische Impulse für ein Europa in Solidarität ausgehen, in dem „geistige Vielfalt Programm“ ist.

Jedoch sei festzuhalten: „Evangelische Impulse zu einem Europa in Solidarität kommen nicht aus ohne die Verantwortung Europas in der Einen Welt“. Daher dankte der Leitende Bischof dem Lutherischen Weltbund (LWB), der immer wieder diesen Impulsen konkrete Gestalt gibt, insbesondere mit seiner weltweiten Flüchtlingsarbeit.

In Freiheit, vor allem aber in Geduld und Liebe Impulse in Europa zu geben, bedeute auch, sich zur Abschaffung der Frauenordination durch die Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Lettland (ELKL) im Dialog eindeutig zu positionieren. „Umfassende Teilhabe am und die volle Gleichstellung im kirchlichen Leben für Frauen und Männer ist Ausdruck einer vertieften Einsicht in unser reformatorisches Bekenntnis“, so Ulrich.

In der Frage der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare schloss sich Gerhard Ulrich dem heute von der VELKD-Bischofskonferenz gefassten Beschluss an, den Prozess in den Gliedkirchen theologisch zu begleiten und „Standards für das liturgische Handeln zu erarbeiten“. Inzwischen werde das Thema der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare „in allen Gliedkirchen der VELKD behandelt, auf die eine oder andere Weise“, so Ulrich.

Die 3. Tagung der 12. Generalsynode findet vom 3. - 5. November in Magdeburg statt.

Weitere Informationen zur Generalsynode der VELKD finden Sie unter www.velkd.de/velkd/12-generalsynode.php.

Magdeburg, 3. November 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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3. Tagung der 12. Generalsynode der VELKD eröffnet
Lutherisches Kirchenparlament tagt vom 3. bis 5. November 2016 in Magdeburg - Donnerstag, 3. November 2016

Hannover/Magdeburg – Am heutigen Donnerstagnachmittag hat in Magdeburg die 3. Tagung der 12. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) begonnen.

Am Beginn der Tagung stehen die Berichte des Leitenden Bischofs, der Kirchenleitung und des Präsidiums der Generalsynode und u.a. die Einbringungen zum Haushalt und zur Handreichung für eine ökumenische Trauung (evangelisch/alt-katholisch).

Am morgigen Freitag, 4. November, wird sich die Generalsynode unter dem Titel „Europa in Solidarität – evangelisch-lutherische Impulse“ mit dem thematischen Schwerpunkt der diesjährigen verbundenen Tagung befassen. Dazu werden die drei Vizepräsidenten/innen der europäischen Regionen des Lutherischen Weltbundes (LWB) in einer Podiumsdiskussion die Situationen in ihren Regionen schildern und Perspektiven der künftigen Entwicklungen eröffnen.
Daran schließen sich die Vorstellung und Beratung der Ergebnisse zur Weiterentwicklung des Verbindungsmodells an.

Am Freitagabend sind die Synodalen und Gäste zu einem gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst nach der Liturgie „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ in die römisch-katholische Kathedrale St. Sebastian und zum anschließenden Ökumenischen Abend der Begegnung eingeladen.

Am Samstag, 5. November, wird der Catholica-Beauftragte der VELKD, Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), seinen jährlichen Bericht vor der Generalsynode und der Vollkonferenz der UEK halten, den Kirchenpräsident Christian Schad (Speyer) durch Informationen aus der Catholica-Arbeit der EKD ergänzen wird.

Abschließende Beratungen und Beschlüsse u.a. zur Weiterentwicklung des Verbindungsmodells stehen am Ende der Tagung.

Weitere Informationen zur Generalsynode der VELKD finden Sie unter www.velkd.de/velkd/12-generalsynode.php.

Magdeburg, 3. November 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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„Wir sind Reben an demselben Weinstock“
Catholica-Beauftragter der VELKD würdigt Reformationsgedenken in Lund - Montag, 31. Oktober 2016

Als „historisches“ Ereignis hat der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), in einer ersten Reaktion den Gottesdienst zum gemeinsamen Reformationsgedenken gewürdigt, der am heutigen Reformationsfest im schwedischen Lund gefeiert wurde. Die ökumenische Andacht anlässlich des 500. Jahrestages der Reformation wurde gemeinsam von Papst Franziskus sowie vom Präsidenten des Lutherischen Weltbundes (LWB) Bischof Dr. Munib A. Younan und LWB-Generalsekretär Dr. h.c. Martin Junge geleitet.

Landesbischof Manzkes Stellungnahme im Wortlaut:
„Gerade ist der ökumenische Gottesdienst zum gemeinsamen Reformationsgedenken im Dom zu Lund zu Ende gegangen. Einen allerersten Eindruck möchte ich festhalten auf dem Weg nach Malmö, wo in der dortigen Arena Lutherischer Weltbund (LWB) und römisch-katholische Kirche in einem zweiten Teil der Feierlichkeiten ihre Verpflichtung für einen gemeinsamen Dienst in der Welt bekräftigen wollen.

Das Wort ‚historisch‘ wird manches Mal zu vorschnell verwendet, aber für den Gottesdienst von Lund trifft es in der Tat zu. Wer hätte vor 100, vor 50, ja selbst vor 20 Jahren davon zu träumen gewagt, dass im Jahr 2016 die römisch-katholische Kirche und der LWB gemeinsame Gastgeber für einen ökumenisch erarbeiteten Reformationsgottesdienst sein würden. Wer hätte sich vorstellen können, dass dieser dann auch noch vom Präsidenten und Generalsekretär des LWB sowie vom Papst gemeinsam geleitet werden würde. Doch am Reformationstag 2016 ist es möglich geworden: Gemeinsam haben wir heute der Reformation gedacht, für 50 Jahre gemeinsamen Dialog gedankt und in die Zukunft geblickt. Der Gottesdienst in Lund folgte dabei dem gottesdienstlichen Formular, das im Frühjahr dieses Jahres publizierte wurde und das ein sichtbarer Ausdruck und eine liturgische Umsetzung der theologischen Überlegungen des internationalen lutherisch/römisch-katholischen Dialogdokumentes ‚Vom Konflikt zur Gemeinschaft‘ ist.

Der intensive und vertrauensvolle lutherisch-katholische Dialog hat diesen Weg vom Konflikt zur Gemeinschaft möglich gemacht. Besonders bedeutsam ist für mich dabei die Unterzeichnung der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre im Jahr 1999. Papst Franziskus hat in seiner Predigt zu Johannes 15 diese Frucht des gemeinsamen Dialogs gewürdigt: ‚Mit dem Grundsatz 'Allein aus Gnade' werden wir daran erinnert, dass Gott immer die Initiative ergreift und jeder menschlichen Antwort zuvorkommt, und zugleich, dass er versucht, diese Antwort auszulösen. Daher bringt die Rechtfertigungslehre das Wesen des menschlichen Daseins vor Gott zum Ausdruck‘. Und Generalsekretär Junge hat in seiner Predigt den Blick noch weiter zurück gewandt und zu Recht all jenen ‚mutigen Prophetinnen und Propheten‘ unter unseren Glaubensvorfahren gedankt, die das Zusammenwachsen in Christus durch theologische Gespräche, gemeinschaftliches Leben oder gemeinsamen Dienst an den Menschen vorbereitet haben. Statt von den anderen als Reben zu sprechen, die keine Frucht bringen und deshalb vom Weinstock entfernt werden müssen, hatten sie erkannt: ‚Wir sind Reben an demselben Weinstock. Wir sind eins in der Taufe‘, so Martin Junge. Papst Franziskus fügte in seiner für mich stärksten Passage hinzu, dass es Jesus Christus selbst sei, der uns unterstützt und uns ermutigt, die Wege zu suchen, damit die Einheit eine immer sichtbarere Wirklichkeit wird.

Desweiteren werden mir von diesem Gottesdienst zwei starke Symbole in Erinnerung bleiben. Nachdem wir unseren Dank über die bereits erreichte Gemeinschaft, aber auch unsere Buße für die Schuld aneinander vor Gott gebracht hatten, waren wir zum Friedensgruß aufgerufen. Wir haben uns die Hände gereicht als Zeichen des Friedens und der Versöhnung. Eigentlich eine alltägliche Geste in vielen Gottesdiensten und doch war es heute etwas Besonderes, als lutherische und katholische Gottesdienstbesucher sich einander den Frieden Gottes zusprachen und Bischof Younan und Papst Franziskus sich in brüderlicher Verbundenheit in den Arm nahmen.
Zum anderen wurde zu jeder der fünf gemeinsamen Verpflichtungen eine Kerze im Altarraum der Kathedrale entzündet. Stand in der Predigt zunächst Christus als der Weinstock im Zentrum, war es nun Christus als das Licht der Welt, in dessen gottesdienstlicher Gegenwart Lutheraner und Katholiken sich verpflichtet haben, alles dafür zu tun, dass unsere Gemeinschaft weiter wachsen kann. Dies war für mich ein gelungener Bezug auf das Stichwort ‚Christusfest‘, das für uns in Deutschland eine so wichtige Deutungskategorie für das Jahr 2017 geworden ist.

Die Fürbitten endeten mit dem Gebetsruf: ‚Gott, Erhalter und Ernährer, führe uns an deinem eucharistischen Tisch zusammen, fördere unsere Gemeinschaft miteinander und untereinander – eine Gemeinschaft, die in deiner Liebe wurzelt‘. Der Gottesdienst in Lund ist nicht der richtige Rahmen, um in der Frage nach unserer eucharistischen Gemeinschaft neue Regelungen zu vereinbaren. Aber von Lund gehen sehnsuchtsvolle Gebetsbitten für die eucharistische Gemeinschaft aus. Ich bin gestärkt in meiner Hoffnung, dass wir in naher Zukunft in dieser so wichtigen Frage weiterkommen werden.
In dem Gemeinsamen Wort, das von Bischof Younan, und Papst Franziskus unterzeichnet wurde, heißt es dazu: „Viele Glieder unserer Gemeinschaften sehnen sich danach, die Eucharistie an dem einen Tisch zu empfangen als konkreten Ausdruck der sichtbaren Einheit. Wir anerkennen unsere pastorale Verantwortung, auf den spirituellen Durst und Hunger unserer Gläubigen, eins in Christus zu sein, einzugehen. Wir sehnen uns danach, dass diese Wunde am Leib Christi geheilt wird.“ (Eigenübersetzung).

Lund ermutigt mich zudem, dass Lutheraner und Katholiken die Möglichkeit einer Gemeinsamen Erklärung zu Kirche, Eucharistie und Amt weiter ausloten. Ich stimme dem Vorschlag von Kurt Kardinal Koch, dem Präsidenten des Päpstlichen Einheitsrates, zu, nach der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre auf eine weitere derartige Gemeinsame Erklärung zuzugehen. Eine solche offizielle Erklärung ist eine sehr komplexe Aufgabe, die langjährige Vorarbeiten von vielen unterschiedlichen Akteuren erfordert. Ein wichtiger erster Schritt zur Umsetzung dieser Vision sind sicherlich sogenannte „in-via-Erklärungen“, in denen das im theologischen Dialog bereits erreichte gemeinsame Zeugnis des Glaubens für die nachkommenden Generationen festgehalten wird. Es sollten keine vorschnellen Erwartungen geweckt werden, aber wir sollten uns auf diesen Weg machen.

Päpstlicher Einheitsrat und LWB haben alle lutherischen und katholischen Kirchen weltweit eingeladen, Lund aufzugreifen und ebenfalls gemeinsam nach dem erarbeiteten Entwurf Gottesdienst zu feiern. Ich hoffe, dass auch in Deutschland viele Kirchen und Gemeinden dieser Idee nachkommen werden und auf der Grundlage von ‚Vom Konflikt zur Gemeinschaft‘ oder einem anderen der existierenden Entwürfe gemeinsam Gottesdienst im Reformationsjahr feiern werden. Ich freue mich darauf, dass die Generalsynode der VELKD und die Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirche dies bereits an diesem Freitag gemeinsam mit Bischof Gerhard Feige, dem Vorsitzenden der Ökumene-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, und Magdeburger Katholikinnen und Katholiken tun werden.“

Lund/Hannover, 31. Oktober 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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Sichtbare Einheit in versöhnter Verschiedenheit
Leitender Bischof Gerhard Ulrich beim Reformationsgedenken in Lund - Samstag, 29. Oktober 2016

„Wir sind ökumenisch ein gutes Stück voran gekommen“, darauf hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin) mit Blick auf das Gemeinsame Reformationsgedenken von Lutheranern und Katholiken hingewiesen, das am 31. Oktober in Lund und Malmö anlässlich des 500. Jahrestages der Reformation begangen wird.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Problemlagen in Politik und Gesellschaft sieht Gerhard Ulrich in der Bereitschaft zu einem konstruktiven Miteinander im ökumenischen Dialog beider Konfessionen ein ermutigendes Zeichen. Dies manifestiere sich beispielhaft an dem Gemeinsamen Reformationsgedenken in Lund, das partnerschaftlich von beiden Kirchen durchgeführt werde. Auch wenn noch viel theologische Arbeit notwendig sei, blicke er optimistisch in die Zukunft, was einen gemeinsamen Weg angehe. „Es ist schön zu wissen: wir bereichern uns wechselseitig und gehören zusammen“, so der Leitende Bischof. Dies meine sichtbare Einheit in versöhnter Verschiedenheit, denn „Einheit im Sinne von Gemeinschaft kann es auch zwischen selbstständigen Kirchen geben“.

Ulrich vertritt bei den Feierlichkeiten, an denen das römisch-katholische Oberhaupt Papst Franziskus teilnimmt, auch den Ratsversitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm (München), der an diesem Tag in Berlin die Festveranstaltung zum Beginn des Reformationsjahres 2017 leitet und das Gedenken als ein „wunderbares Zeichen ökumenischer Verbundenheit“ würdigt. „Wir werden in Berlin mit Freude nach Lund winken“, so Bedford-Strohm gestern vor Medienvertretern.

Die Feierlichkeiten zum Gemeinsamen Reformationsgedenken können am 31. Oktober 2016 zwischen 14:30 Uhr und 18:00 Uhr im Internet als Videostream unter www.lund2016.net angesehen werden. Der Gottesdienst wird auch bei Phoenix übertragen (Beginn 14:00 Uhr).

Neben Ulrich nehmen an der Veranstaltung in Lund und Malmö u. a. folgende Vertreter deutscher Kirchen teil: Landesbischof Dr. h. c. Frank O. July (LWB-Vizepräsident, Stuttgart) Landesbischöfin Ilse Junkermann (stellv. Leitende Bischöfin der VELKD, Magdeburg) und Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Catholica-Beauftragter der VELKD, Bückeburg).

Hinweis: Unter www.lund2016.net finden Sie den Pressebereich sowie das Programm, den Livestream und für akkreditierte Journalisten ein Anfrageformular für Interviewwünsche vor Ort.

Hannover, 29. Oktober 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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DNK/LWB: „Reformatorischer Akt der Ökumene“
Deutsche Vertreter beim Gemeinsamen Reformationsgedenken - Freitag, 28. Oktober 2016

Hannover – Einen „neuen Geist der Ökumene“ sieht LWB-Vizepräsident July im Gemeinsamen Katholisch-Lutherischen Reformationsgedenken am 31. Oktober in Lund und Malmö. Für die Kirchen in Deutschland und Europa erhofft er sich davon spürbare und sichtbare ökumenische Aufbrüche. Erstmals begehen Lutherischer Weltbund (LWB) und Vatikan ein Reformationsjubiläum zusammen. „Die gemein-same Feier im schwedischen Lund ist selbst ein reformatorischer Akt der Ökumene“, unterstreicht July. Sie zeige, „dass wir uns in der Verschiedenheit begegnen und zugleich ein weithin sichtbares Zeichen der Einheit setzen“, so der württembergische Landesbischof.

Auch Landesbischof Ulrich, Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB), unterstreicht die historische Bedeutung: „Der Papst ist nicht Gast einer evangelischen Veranstaltung zum Reformationstag. Im Gegenteil: Das Gemeinsame Reformationsgedenken wird gleichberechtigt von lutherischer und katholischer Weltkirche verantwortet. Das sind gänzlich neue Schritte.“

Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July und Landesbischof Gerhard Ulrich stehen an der Spitze der Delegation deutscher Kirchenvertreter. Ulrich vertritt dort auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die am gleichen Tag in Berlin eine Festveranstaltung zum Jahr 2017 durchführt. „Das ist ein schönes Zeichen der Verbundenheit aller deutschen evangelischen Landeskirchen mit der ökumenischen Annäherung auf Weltebene. In Lund und Malmö, in Berlin und an vielen Orten weltweit eröffnen wir an diesem Tag das 500. Jahr der Reformation.“

Das Gemeinsame Reformationsgedenken umfasst einen ökumenischen Gottes-dienst im Dom zu Lund, der von Papst Franziskus, LWB-Präsident Younan und LWB-Generalsekretär Junge geleitet wird. Während des Gottesdienstes werden Papst Franziskus und LWB-Präsident Younan eine gemeinsame Verlautbarung zur Ökumene unterzeichnen. Umrahmt wird der Gottesdienst von einer Großveranstaltung in der Malmö-Arena mit 10.000 Teilnehmenden. Dort werden Papst Franzis-kus, LWB-Präsident Younan und LWB-Generalsekretär Junge nach dem Gottes-dienst das gemeinsame Engagement in der Not- und Entwicklungshilfe von LWB-Weltdienst und Caritas Internationalis würdigen und eine Absichtserklärung für vertiefte Kooperation in diesem Bereich vorstellen.

Die gesamte Veranstaltung kann zwischen 14:30 Uhr und 18:00 Uhr im Internet als Videostream unter www.lund2016.net angesehen werden. Der Gottesdienst wird auch bei Phoenix übertragen (Sendebeginn 14:00 Uhr). Unter www.2017gemeinsam.de finden sich zudem liturgische Bausteine, um das Gemein-same Reformationsgedenken in Gemeindegottesdiensten aufzunehmen.

Neben Ulrich und July nehmen an der Veranstaltung in Lund und Malmö u. a. folgende Vertreter deutscher Kirchen teil: Landesbischöfin Ilse Junkermann (EKM, Stellvertretende Leitende Bischöfin der VELKD), Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Schaumburg-Lippe, Catholica-Beauftragter der VELKD), Prof. Dr. Oberdorfer (Bayern, LWB-Ratsmitglied), KR Klaus Rieth (Württemberg, Vorsitzender des Geschäftsführenden Ausschusses des DNK/LWB).

Hinweis: Unter www.lund2016.net befindet sich ein ausführlicher Pressebereich im Aufbau. Auf der Seite finden Sie auch das Programm, den Livestream und für akkreditierte Journalisten ein Anfrageformular für Interviewwünsche in Lund/Malmö.

Hannover, 28. Oktober 2016
Pressestelle des DNK/LWB

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Konfessionelle Selbst- und Fremdbilder
VELKD-Symposium „Reform im Katholizismus“ in der Evangelischen Akademie Tutzing - Donnerstag, 27. Oktober 2016

Hannover/Tutzing – Das bevorstehende Reformationsjubiläum 2017 hat auch ökumenisch neues Interesse für die Reformation erzeugt und vielfältige Diskussionen ausgelöst. So werden u. a. in der römisch-katholischen Kirche die positiven Impulse der Reformation thematisiert. Von evangelischer Seite soll das kommende Reformationsjubiläum ohne konfessionelle Abgrenzung auskommen und von ökumenischer Offenheit geprägt sein.

Ökumenische Offenheit setzt allerdings die Bereitschaft voraus, eingespielte konfessionelle Selbst- und Fremdbilder wahrzunehmen und gängige Konfessionsklischees zu hinterfragen.

Vom 28. November bis 1. Dezember 2016 laden deshalb die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) und die Evangelische Akademie Tutzing (EAT) zu der Tagung „Reform im Katholizismus. Traditionstreue und Veränderung in der römisch-katholischen Theologie und Kirche“ ein, an der Theologinnen und Theologen beider Konfessionen beteiligt sind. Die Tagung wird zunächst grundsätzlich der Frage nachgehen, wie in der römisch-katholischen Kirche Kontinuität und Innovation austariert sind, welche Formen, Instanzen und Semantiken des Umgangs mit Diskontinuität sie entwickelt hat und wie sie Traditionstreue und Flexibilität miteinander zu verbinden versucht.

Dies wird dann anhand ausgewählter Fallstudien illustriert. In einem öffentlichen Abendgespräch am 29. November werden schließlich der Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes (LWB), Martin Junge (Genf), Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm (München) und Reinhard Kardinal Marx (München/Freising) über „Reform(ation) heute? Die Kirchen vor gemeinsamen Herausforderungen in einer sich verändernden Welt“ diskutieren.

Hinweis: Für die Tagung „Reform im Katholizismus. Traditionstreue und Veränderung in der römisch-katholischen Theologie und Kirche“ vom
28. November bis 1. Dezember 2016 sind
noch Anmeldungen unter http://www.ev-akademie-tutzing.de/veranstaltung/reform-im-katholizismus/ möglich. Detaillierte Information bietet der Flyer zur Veranstaltung.              

Hannover, 27. Oktober 2016                                    
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher 

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Sinkflug und Segelkünste
Magazin „Kirche in Bewegung“ und Jahresprogramm 2017 des VELKD-Gemeindekollegs liegen vor - Dienstag, 25. Oktober 2016

Hannover/Neudietendorf – Getreu seiner redaktionellen Linie widmet sich das Magazin „Kirche in Bewegung“ des Gemeindekollegs der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in seiner aktuellen Ausgabe den unterschiedlichen Phänomenen und Prozessen gesellschaftlichen Wandels und deren Rückwirkungen auf kirchliches Leben.

Der Titel des Periodikums „Sinkflug und Segelkünste“ stehe für die unterschiedlichen Dimensionen und Gefühlslagen, die das aktuelle Heft durchziehen, schreibt der Leiter des Gemeindekollegs, Prof. Dr. Reiner Knieling, in seinem Editorial. „Es geht um Bewegung in der Kirche; um Abwärtsbewegungen, die offensichtlich und scheinbar nicht zu bremsen sind; um Aufwinde, die zum Segeln herausfordern und beflügeln, die Konzentration und Kühnheit brauchen“, heißt es weiter.

Entsprechend weit gefächert ist das Spektrum der Beiträge, die von den Gemeindekolleg-Tagungen „Kirche neu denken – Experimentelle Ekklesiologie“ und „Geist und Macht“ inspiriert wurden. Es umfasst so unterschiedliche Themen wie z.B. die Deutung von Luthers Kirchenlehre als Ideologiekritik („Christsein in fluiden Formen“), Gotteserfahrungen als kirchenprägende Phänomene („Es berührt mein Herz“), die Darstellung der Macht der Ohnmächtigen am Beispiel der Waldenser („Von Außenseitern lernen“) oder Werkstatt-berichte zur geistlichen Begleitung in Organisationen und spiritueller Prozessarbeit („Mehr göttliche Kraft in kirchlichen Gremien“).

Das Programm des Gemeindekollegs für das Reformationsjahr 2017 vertieft diese Thematiken durch Angebote wie „Gottes Geist im Alltag entdecken“ oder einer Praxiswerkstatt zum Verständnis sozialer Prozesse.

Das 1986 gegründete Gemeindekolleg entwickelt und vermittelt bundesweit Projekte für Gemeindearbeit, vernetzt Ideen und Impulse zur Gemeindeentwicklung und begleitet Veränderungsprozesse. Es geht der Frage nach, wie der christliche Glaube auch unter komplexen Bedingungen neue Wege weisen kann. Neben Konsultationen, geistlicher Prozessbegleitung, Projekten und Fortbildungen bietet das Gemeindekolleg Foren für experimentelle Theologie an. Die Angebote richten sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kirche.

Hinweis: Die aktuelle Ausgabe von „Kirche in Bewegung“ und das Jahresprogramm 2017 des Gemeindekollegs sind direkt unter www.gemeindekolleg.de abrufbar. Weitere Informationen unter www.velkd.de.

Hannover, 21. Oktober 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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Heilige Texte lesen am Reformationstag
Interreligiöse Schriftauslegung mit jüdischen und muslimischen Geistlichen - Freitag, 21. Oktober 2016

Gemeinsam mit Juden und Muslimen heilige Texte aus dem Koran, der hebräischen Bibel und dem Neuen Testament auslegen und dabei entdecken, was den anderen und den eigenen Glauben ausmacht – dazu lädt das Theologische Studienseminar der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Pullach am diesjährigen Reformationstag ein.

Neben Pfarrerinnen und Pfarrern aus ganz Deutschland werden am 31. Oktober 2016 Imam Benjamin Idriz (Penzberg) und Rabbiner Dr. Daniel Katz (Düsseldorf) in der Bildungseinrichtung bei München zu Gast sein. Erprobt wird die Methode des Scriptural Reasoning („schriftgeleitete Reflexion“), die in den 1990er Jahren in den USA entwickelt wurde und seitdem auf internationaler Ebene Menschen unterschiedlicher Religionen zur gemeinsamen Lektüre ihrer heiligen Schriften anregt. Scriptural Reasoning konzentriert sich weniger auf das „Wissen“ über die eigene oder fremde Religion, sondern auf das gemeinsame sich Einlassen aufeinander und auf die Texte.

„Ich freue mich, dass dies am Reformationstag möglich ist, denn die Reformation hat ihren Ausgang auch im Lesen und Diskutieren von heiligen Texten genommen. Dass wir dabei auch jüdische und muslimische Stimmen hören, wird unserem Bibellesen einen neuen Horizont geben“, erklärt Studienleiterin Dr. Christina Costanza. Der Nachmittag wird begleitet durch Dr. Eckhard Zemmrich vom Konsistorium der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), einem Experten für interreligiöse und interkulturelle Hermeneutik.

Das seit 1960 bestehende Theologische Studienseminar der VELKD bietet ein- und zweiwöchige Kurse für Pfarrerinnen, Pfarrer und kirchenleitend Verantwortliche an. Pro Jahr nehmen ca. 300 bis 350 kirchliche Mitarbeitende am Kursprogramm teil. Das Studienhaus im Münchner Süden nahe dem Voralpenland steht auch Gastgruppen wie Pfarrkonventen offen.

Hinweis: Das Jahresprogramm 2017 des Theologischen Studienseminars ist unter http://www.theologisches-studienseminar.de abrufbar. Anmeldungen zu den Kursen sind online möglich. Informationen zum Scriptural Reasoning finden sich unter www.scripturalreasoning.org. Presseanfragen bitte an costanza@velkd-pullach.de.

Hannover, 21. Oktober 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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VELKD-Informationen Nr. 152: Nüchternheit statt Hype
Landesbischof Christoph Meyns über ökonomisch basierte Methoden in kirchlichen Strukturen - Dienstag, 18. Oktober 2016

Hannover – Spätestens seit Mitte der 1990er Jahre werden auf allen Ebenen kirchlichen Lebens zunehmend Instrumente der Betriebswirtschaft und des klassischen Managements eingesetzt. In seinem Beitrag „Nüchternheit statt Hype“ in der aktuellen Ausgabe Nr. 152 der Online-Publikation „VELKD-Informationen“ setzt sich Landesbischof Dr. Christoph Meyns (Wolfenbüttel) kritisch mit dem Einsatz betriebswirtschaftlicher Verfahren in kirchlichen Strukturen und Arbeitsfeldern auseinander. So helfe ein gutes Marketing zwar „Gemeinden und Einrichtungen im Konkurrenzkampf mit anderen Gemeinden der gleichen Region“. Eine „gesamtkirchliche Wirksamkeit“ gehe davon aber nicht aus. Bischof Meyns‘ Fazit: „Die Kirche kann von der Betriebswirtschaftslehre viel lernen. Methodengläubigkeit und der unreflektierte Import von Marketing- und Managementinstrumenten führen dagegen nicht weiter.“

Für „Das Lutherzitat“ der aktuellen Ausgabe hat Oberkirchenrat Dr. Oliver Schuegraf, Referent für ökumenische Grundsatzfragen im Amt der VELKD, eine Passage aus Luthers „Vorrede zum Brief des Paulus an die Römer“ (1522): „Glaube ist eine lebendige, unerschütterliche Zuversicht auf Gottes Gnade, so gewiss, dass er tausendmal darüber stürbe ...“ (WA, DB 7, 10) ausgelegt.
Darüber hinaus gibt diese Ausgabe wie gewohnt anhand der Pressemitteilungen eine Übersicht über die Themen der letzten Monate. So sind u. a. der Vortrag des Leitenden Bischofs der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), zur Zukunft der Integration in Europa beim Friedenstreffen in Assisi, der Essay von Professor Volker Weymann zu Geschichte und Bedeutung des Toleranzbegriffs in den „Texten aus der VELKD“ Nr. 175 sowie das Jahresprogramm 2017 des Theologischen Studienseminars zu nennen.

Hinweis: Die Nr. 152 der VELKD-Informationen (Juli bis September 2016) kann unter www.velkd.de/velkd-infos-152 heruntergeladen und unter der E-Mail-Anschrift
texte-vi@velkd.de angefordert bzw. kostenfrei abonniert werden. Weitere Informationen auf www.velkd.de
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Hannover, 18. Oktober 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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DNK/LWB: Ökumenischer Gottesdienst am Reformationstag mit Papst Franziskus und LWB-Spitze
Liturgische Bausteine laden Gemeinden zum Mitfeiern ein - Donnerstag, 13. Oktober 2016

Hannover/Paderborn – Das Projekt „2017 gemeinsam unterwegs“ lädt evangelische und katholische Gemeinden ein, das internationale Reformationsgedenken mitzufeiern. Dazu hat das ökumenische Projekt heute auf seiner Webseite www.2017gemeinsam.de liturgische Bausteine für Gemeindegottesdienste veröffentlicht. Damit sollen Gemeinden eingeladen werden, das historische Zusammen-treffen von lutherischer und katholischer Kirche zu einem internationalen ökumenischen Gottesdienst anlässlich des Reformationsgedenkens am 31. Oktober in Lund auch in evangelischen, katholischen oder ökumenischen Gottesdiensten vor Ort aufzunehmen.

Der Gottesdienst in Lund ist Teil des internationalen Reformationsgedenkens, das gemeinsam von Lutherischem Weltbund (LWB) und Vatikan in Schweden veranstaltet wird. Es wird geleitet von Papst Franziskus sowie LWB-Präsident Younan und LWB-Generalsekretär Junge. Die online bereitgestellten liturgischen Elemente um-fassen Lieder aus dem Gottesdienst, Fürbittgebete, Predigteinstiege und weitere kurze Texte zu der Veranstaltung. Sie sind modular einsetzbar und ergänzen die ebenfalls verfügbare Liturgie für ökumenische Gottesdienste.

„Mit den Bausteinen kann jede Gemeinde – ob evangelisch oder katholisch – ohne großen Aufwand das weltgeschichtliche Ereignis von Lund in einem Gottesdienst aufgreifen“, stellt OKR Dr. Oliver Schuegraf vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) fest. „Wir wollen auch die Gemeinden ermutigen, das ökumenische Reformationsgedenken mit aufzunehmen, die einen klassischen evangelischen oder katholischen Gottesdienst feiern“, so der lutherische Geschäftsführer des Projekts. Dafür seien insbesondere Fürbittgebete sowie Impulse für Predigten in einem Gottesdienst zum Reformationstag oder in einer Allerheiligenmesse erstellt worden.

„Besonders schön ist es, wenn lutherische und katholische Gemeinden zu diesem Anlass einen gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst feiern“, ergänzt PD Dr. Burkhard Neumann vom Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik. Dafür stehe die komplett ausgearbeitete Liturgie „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ auf der Webseite zur Verfügung. Dies sei auch unabhängig vom Reformationstag möglich, so der katholische Geschäftsführer des Projekts. Lutherischer Weltbund und Vatikan hatten Anfang des Jahres ihre Gemeinden weltweit aufgerufen, anhand dieser Liturgie einen Gottesdienst zum gemeinsamen Reformationsgedenken 2017 zu feiern. Auch der Gottesdienst in Lund folgt der Liturgie.

Ob in einem lutherischen, katholischen oder ökumenischen Gottesdienst, wichtig ist den Initiatoren von „2017 gemeinsam unterwegs“ das Zeichen der Verbundenheit: „Die Gemeinden stellen sich in die Gemeinschaft von lutherischen und katholischen Christinnen und Christen weltweit. Gemeinsam mit der Gemeinde in Lund, mit Papst Franziskus, LWB-Präsident Younan und LWB-Generalsekretär Junge, werden sie dadurch selbst zum Teil der Annäherung und des gemeinsamen Wegs von Lutheranern und Katholiken“, so Schuegraf und Neumann.

Hinweis: Das Projekt „2017 gemeinsam unterwegs“ wird getragen vom Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn und vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) in Hannover.

Hannover, 13. Oktober 2016
Pressestelle des DNK/LWB

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Henrike Müller wird neue Pressesprecherin der VELKD
Pastorin der Hannoverschen Landeskirche unterstützt zusätzlich die Amtsleitung - Dienstag, 11. Oktober 2016

Hannover – Die Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat Pastorin Henrike Müller zur neuen Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Amt der VELKD berufen. Die 41-jährige Theologin wird künftig zugleich die Leitung des Amtes der VELKD bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben unterstützen. Sie tritt die Nachfolge von Dr. Eberhard Blanke an.

Müller sagte zu ihrer Berufung: „Ich freue mich sehr darauf, meine Qualifikationen und Erfahrungen in eine in internationalem Kontext agierende Kirche einzubringen.“ Sie wird voraussichtlich am 1. Februar 2017 ihren Dienst antreten. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt der stellvertretende Pressesprecher Gundolf Holfert Ansprechpartner für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Henrike Müller hat in Erlangen, Tübingen, Uppsala und Göttingen Evangelische Theologie studiert. Nach dem 2. Theologischen Examen absolvierte sie ein Sondervikariat in der Kommunikationsabteilung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Genf. Weitere Stationen nach ihrer Ordination 2005 waren neben ihrer pfarramtlichen Tätigkeit u. a. die Internetarbeit in der Pressestelle der Hannoverschen Landeskirche und eine Projektstelle zur „Förderung der gemeindlichen Öffentlichkeitsarbeit“. Eine berufsbegleitende Ausbildung in Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung rundet ihr Profil ab.
Seit 2014 ist Henrike Müller Pastorin der Lister Johannes- und Matthäus-Kirchengemeinde in Hannover.

Hinweis: Ein Porträtfoto von Pastorin Henrike Müller kann unter www.velkd.de/images/Henrike-Mueller.jpg heruntergeladen werden.

Hannover, 11. Oktober 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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DNK/LWB: Schwedischer König pflanzt Baum im Luthergarten
Royale Woche für LWB-Projekt in Wittenberg - Samstag, 8. Oktober 2016

Wittenberg – König Carl XVI. Gustaf von Schweden und Königin Silvia beteiligen sich am internationalen Projekt Luthergarten des Lutherischen Weltbundes (LWB). Der König pflanzte am heutigen Samstag, 8. Oktober 2016, im Luthergarten Andreasbreite symbolisch einen Baum für die Königliche Hofgemeinde Stockholm. Bei dem insgesamt 341. Baum des Projekts handelt es sich um einen Trompetenbaum. Er steht direkt neben der Blumenesche der dänischen Volkskirche, für die Königin Margrethe II. von Dänemark am vergangenen Sonntag eine Patenschaft übernommen hat.

„Es ist in der Tat eine royale Woche für Wittenberg. Zwei Monarchen kommen nach Wittenberg und in den Luthergarten. Das zeigt die Bedeutung der Stadt und der Reformation, die von hier ausgegangen ist. Mit dem Luthergarten bringt der Lutherische Weltbund die Verbundenheit der Kirchen und die Internationalität der Reformation zum Ausdruck“, so Pastor Hans W. Kasch, Direktor des LWB-Zentrums Wittenberg.

Das Königspaar stellte den Trompetenbaum unter das biblische Votum aus Johannes 15,4-5: „Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“

Die symbolische Pflanzung fand im Rahmen des Staatsbesuches von König Carl XVI. Gustaf von Schweden und Königin Silvia statt. Neben dem Königspaar nahmen Vertreterinnen und Vertreter des schwedischen Königshofes, der schwedischen Regierung sowie des Lands Sachsen-Anhalt und der Stadt Wittenberg an der Zeremonie teil.

Der Luthergarten ist ein internationales Projekt des Lutherischen Weltbundes zum Reformationsjubiläum. Insgesamt sollen 2017 dort 500 Bäume wachsen, die von Kirchen unterschiedlicher Konfession weltweit gepflanzt werden. Die Bäume symbolisieren das Netzwerk von Kirchen, die von der Reformation beeinflusst wurden.

Hinweis: Zeit und Ort der Pflanzung: 8. Oktober 2016, 10 Uhr, Luthergarten Andreasbreite. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Hans W. Kasch, Direktor des LWB-Zentrums Wittenberg (kasch@dnk-lwb.de).

Hannover, 7. Oktober 2016
Pressestelle des DNK/LWB

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DNK/LWB: Königin Margrethe II. pflanzt Baum im Luthergarten
Dänische Kirche beteiligt sich am Projekt des Lutherischen Weltbundes - Sonntag, 2. Oktober 2016

Wittenberg – Königin Margrethe II. von Dänemark hat am Sonntag, den 2. Oktober 2016, symbolisch einen Baum im Luthergarten in Wittenberg gepflanzt. In der feierlichen Zeremonie wurde die Königin für die Evangelisch-Lutherische Volkskirche in Dänemark Baumpatin für eine Blumenesche. Die Monarchin ist Oberhaupt der Kirche. Es handelt sich um die 338. Pflanzung im Luthergarten, einem internationalen ökumenischen Projekt des Lutherischen Weltbundes (LWB).

„Wir freuen uns, dass Königin Margrethe als Kirchenoberhaupt den Baum für die dänische Kirche gepflanzt hat. Das macht deutlich, wie wichtig der Kirche und der Königin die internationale und ökumenische Verbindung der Kirchen ist. Der Luthergarten steht – wie der Lutherische Weltbund – gerade für die Internationalität der Reformation“, so Pastor Hans W. Kasch, Direktor des LWB-Zentrums Wittenberg.

Die Blumenesche steht unter dem biblischen Votum „Sind wir untreu, so bleibt er doch treu; denn er kann sich nicht selbst verleugnen“ (2. Timotheus 2,13). Insgesamt sollen 2017 im Luthergarten 500 Bäume wachsen, die von Kirchen unterschiedlicher Konfession aus der ganzen Welt gepflanzt werden. Sie sollen „als Zeichen der Solidarität, der Verbundenheit und der Versöhnung der Kirchen weltweit“ dienen, so der Architekt des Luthergartens, Dr. Andreas Kipar.

Neben der Königin nahmen Vertreterinnen und Vertreter des dänischen Königshofes, der dänischen Regierung sowie Bischöfe der dänischen Volkskirche an der symbolischen Pflanzung teil. Außerdem waren Repräsentanten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Stadt Wittenberg und weitere Gäste anwesend. Königin Margrethe ist anlässlich der Wiedereinweihung der Schlosskirche in der Lutherstadt, für die sie ein Antependium (Altarbehang) gefertigt hat.

Zeit und Ort der Pflanzung: 2. Oktober 2016, 13:45 Uhr, Luthergarten Andreasbreite. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Hans W. Kasch, Direktor des LWB-Zentrums Wittenberg (kasch@dnk-lwb.de).

Wittenberg, 2. Oktober 2016
Pressestelle des DNK/LWB

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Themen der Gegenwart im Licht lutherischer Theologie
Jahresprogramm 2017 des Theologischen Studienseminars der VELKD erschienen - Dienstag, 27. September 2016

Hannover/Pullach – „Theologische Bildung erfrischt“ – unter dieser Überschrift hat das Theologische Studienseminar der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) sein Kursprogramm für das Reformationsjahr 2017 veröffentlicht. Die Bildungseinrichtung in Pullach bei München bietet im kommenden Jahr insgesamt 18 Studienkurse für Pfarrerinnen und Pfarrer, Prädikantinnen und Prädikanten sowie Haupt- und Ehrenamtliche mit Leitungsverantwortung an. Spezielle, interdisziplinär angelegte Angebote wenden sich u.a. an Medizinerinnen und Mediziner, im Pfarrdienst Tätige sowie deren Kinder, Kirchenjuristen, Mitglieder von Pfarrkonventen, Religionspädagoginnen und -pädagogen sowie Mitarbeitende im Verwaltungsdienst.

Die aktuellen Studienkurse wollen theologische Reflexion mit anderen wissenschaftlichen Disziplinen in Dialog bringen und sie mit eigenen Erfahrungen verknüpfen. „Im Studienkurs ‚Heil und Heilung‘ wird ein Bogen gespannt von biblischen Texten über medizinisch-ethische Fragen bis hin zu liturgischen Handlungen wie Krankensalbungen“, beschreibt Seminarrektor Dr. Detlef Dieckmann eines der Angebote. Der Kurs „Theologie des Körpers“ verbindet die Studienarbeit mit körperlicher Bewegung. Kurse wie „Kasualpredigt“ und „Konkurrenz und Kooperation“ setzen bei der kirchlichen Praxiserfahrung an und reflektieren diese im Horizont der aktuellen gesellschaftlichen Situation.

Darüber hinaus bietet das Programm 2017 neben „Auffrischungskursen“ in theologischen Kernbereichen zielgruppenspezifische Angebote wie etwa „Begegnung mit dem Islam“ für Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Religionspädagoginnen und -pädagogen.

Das seit 1960 bestehende Theologische Studienseminar der VELKD bietet ein- und zweiwöchige Kurse für Pfarrerinnen, Pfarrer und kirchenleitend Verantwortliche an. Pro Jahr nehmen ca. 300 bis 350 kirchliche Mitarbeitende am Kursprogramm teil. Das Studienhaus im Münchner Süden nahe dem Voralpenland hat 28 Gästezimmer und steht auch Gastgruppen wie Pfarrkonventen offen.

Das Jahresprogramm 2017 des Theologischen Studienseminars ist unter www.theologisches-studienseminar.de abrufbar. Anmeldungen zu den Kursen sind online möglich.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.theologisches-studienseminar.de sowie www.velkd.de.

Hannover, 27. September 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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„Sichtbare Einheit der Kirche in lutherischer Perspektive“
„Texte aus der VELKD“ Nr. 176 zur Begrifflichkeit eines ökumenischen Kernziels - Donnerstag, 22. September 2016

Hannover – Seit die ökumenische Bewegung vor mehr als 100 Jahren von der Weltmissionskonferenz in Edinburgh ihren Ausgang nahm, wird in den ökumenischen Dialogdokumenten immer wieder die sichtbare Einheit der Kirche als grundlegendes Ziel benannt. Seither hat die Diskussion darüber, was genau unter „sichtbarer Einheit“ zu verstehen sei, zu zahlreichen Annäherungen, aber noch keiner eindeutigen Definition geführt. Unter dem Titel „Sichtbare Einheit in lutherischer Perspektive“ ist als Ausgabe Nr. 176 der „Texte aus der VELKD“ eine Studie des Ökumenischen Studienausschusses der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und des DNK/LWB erschienen, die unter den Bedingungen lutherischer Theologie zur Begriffsklärung beitragen möchte.

So werden u. a. die Begriffe „Sichtbarkeit“ und „Einheit“ in ihrer ekklesiologischen Bedeutung entfaltet und in der Folge die biblisch-theologischen Grundlagen dargestellt, die für die Frage nach der sichtbaren Einheit maßgeblich sind. Des weiteren untersucht die Studie unterschiedliche, in den ökumenischen Diskursen entwickelte Konzepte der sichtbaren Einheit, ergänzt durch einen geschichtlichen Überblick über Formen und Modi kirchlicher Einheit und Verbundenheit, und mündet abschließend in die Frage „Wie viel Sichtbarkeit ist aus lutherischer Sicht nötig für die Einheit – und welche Sichtbarkeit?“

Aus lutherischer Sicht bedarf es zur kirchlichen Einheit dreier wesentlicher Bedingungen: der Übereinstimmung im Verständnis des Evangeliums und der Sakramente und (in Zuordnung zu beidem) im Verständnis und der (wechselseitigen) Anerkennung des ordinationsgebundenen Amtes, so die Studie. Seien diese Bedingungen gegeben, „ist volle kirchliche Gemeinschaft im Sinne der vom Bekenntnis genannten unitas (‚Einigkeit‘) erreicht. Zwischen ‚Gemeinschaft‘ und ‚Einheit‘ besteht in dieser Perspektive kein Unterschied“.

Die Studie macht deutlich, dass „gesamtchristliche Verbundenheit sich nicht nur im engen Bereich von Amtsstrukturen, theologischer Lehre und liturgisch-sakramentaler Praxis artikuliert, sondern auf allen Ebenen kirchlichen Lebens gestaltet und gepflegt werden kann, auch ohne dass dabei schon volle sichtbare Einheit gegeben sein müsste“. Dies könne etwa in gemeinsamen gottesdienstlichen Feiern, der Bildung von dichten Netzwerken gegenseitiger Information, durch gemeinsames Handeln in Mission, Diakonie und Öffentlichkeit oder wechselseitige Rechenschaft gerade auch in trennenden Fragen seinen Ausdruck finden.

Hinweis: Die Nr. 176 der „Texte aus der VELKD“: „Sichtbare Einheit aus lutherischer Perspektive“ kann unter www.velkd.de/velkd-texte-176-Sichtbare-Einheit heruntergeladen werden. Ein kostenfreies Abonnement der Texte aus der VELKD und der VELKD-Informationen kann über die E-Mailadresse texte-vi@velkd.de bestellt werden.

Hannover, 22. September 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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Europa braucht zukunftsorientierte Integration
Leitender Bischof der VELKD beim 30. Friedenstreffen von Sant’Egidio in Assisi - Dienstag, 20. September 2016

Hannover/Assisi – „Europa ist weniger eine geografische, sondern vielmehr eine Wertegemeinschaft“. Darauf hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), heute in einem Podiumsbeitrag zur Zukunft Europas im italienischen Assisi hingewiesen. Dort findet derzeit das 30. Internationale Friedenstreffen der Gemeinschaft von Sant’Egidio statt, bei dem Ulrich heute zum Thema „The Future of Europe. The capacity to Integrate, for Dialogue and to Generate“ spricht.

Europa hat starke christliche Wurzeln, betonte Bischof Ulrich, aber auch viele andere. So wurden antike Philosophie und Kultur durch muslimische und jüdische Gelehrte vermittelt. Ohne die Impulse der Aufklärung gäbe es heute weder Menschenrechte noch politische Freiheit. Als Ergebnis ist geistige Vielfalt in Europa Programm.

Jesus hat gelehrt und gelebt, Fremde und Flüchtlinge als einen Teil von uns selbst anzunehmen Wenn wir uns an ihm orientieren, können wir „Entfremdung und Ausgrenzung“ überwinden, so Ulrich. Als grundlegend für ein zukunftsfähiges europäisches Selbstverständnis nannte er u.a. die Fähigkeit zur Versöhnung, die positive Wahrnehmung kultureller Vielfalt, die Geltung der Menschenrechte und -würde und den Schutz für Verfolgte.

„Wir brauchen einen Prozess der wechselseitigen Integration von Alteingesessenen und Neubürgern“, erläuterte der Leitende Bischof angesichts der globalen Migrationsbewegungen. Christen könnten helfen, diesen Wandel zu gestalten – ermutigt durch Gottes Wort: „Fürchtet Euch nicht! Habt keine Angst vor dem Fremden, dem Wandel, euren eigenen Ängsten!“

In Assisi findet vom 18. bis 20. September 2016 unter der Überschrift „DURST NACH FRIEDEN: Religionen und Kulturen im Dialog“ das 30. Internationale Treffen der Gemeinschaft von Sant’Egidio statt. In diesem Jahr wird das traditionelle Friedensgebet des Treffens im Beisein von Papst Franziskus gehalten, der auch das Wort an alle Teilnehmenden richten wird.

Hinweis: Gerhard Ulrich ist Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD – www.velkd.de) und Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche – www.nordkirche.de). Er nimmt als Leitender Bischof der VELKD seit 2013 an den Friedenstreffen der Gemeinschaft Sant’Egidio teil. Weitere Informationen finden Sie unter:

Gemeinschaft Sant'Egidio

Hannover, 19. September 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

Beitrag beim Podium im Auditorium Hotel Cenacolo - Santa Maria degli Angeli: Viale Patrono d'Italia
PANEL 26 : THE FUTURE OF EUROPE. The capacity to Integrate, for Dialogue and to Generate (20. September 2016)

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VELKD-Informationen Nr. 151: Die Heilige Schrift als Buch der Kirche?!
Landesbischof Rentzing plädiert für eine kirchengemeinschaftliche Auslegung der Bibel

Hannover – Zu den Grundsätzen der Reformation zählt Martin Luthers Betonung des Schriftprinzips (sola scriptura), das er gegenüber einer hierarchisch organisierten Amtskirche, welche die Deutungshoheit über die biblischen Texte für sich reklamierte, in Stellung brachte.
In der soeben erschienenen Ausgabe Nr. 151 der Online-Publikation „VELKD-Informationen“ setzt sich Landesbischof Dr. Carsten Rentzing (Dresden) mit der Frage auseinander, inwieweit eine radikale Subjektivierung der Auslegung heiliger Texte dem Gedanken einer Deutung in einer Kirchengemeinschaft möglichweise entgegensteht. „Will man also zu einem gemeinschaftlichen Verstehen und damit zu einer gemeinsamen Auslegung kommen, bedarf es gemeinsamer Kriterien des Verstehens und damit des Auslegens. Und genau dieser Vorgang vollzieht sich in der Kirche“, so Rentzing.

Für die Kolumne „Das Lutherzitat“ hat der Leiter des Theologischen Studienseminars der VELKD, Dr. Detlef Dieckmann-von Bünau eine Passage aus Luthers Tischreden „Ich habe meine Theologie nicht auf einmal gelernt, sondern ich hab immer tiefer und tiefer grübeln müssen ...“ (WA, TR 1, Nr. 352, 146f.) ausgelegt. Unter dem Titel „Die Gnade des Verstehens“ schildert Dieckmann den Prozess des Glaubens als einen der aktiven Aneignung und Reflexion. Denn „Gewissheit ist nichts, was ich ein für alle Mal habe“.

Darüber hinaus gibt diese Ausgabe wie gewohnt anhand der Pressemitteilungen eine Übersicht über vielfältige Themen des zweiten Quartals 2016 wider. Dazu zählen u. a. die LWB-Ratstagung in Wittenberg, die Stellungnahme des Leitenden Bischofs der VELKD zur Abschaffung der Frauenordination in Lettland sowie die Resonanz auf die VELKD-Publikation „Luther lesen“.

Hinweis: Die Nr. 151 der VELKD-Informationen (April bis Juni 2016) kann unter www.velkd.de/velkd-infos-151 heruntergeladen und der E-Mail-Anschrift texte-vi@velkd.de angefordert bzw. kostenfrei abonniert werden. Weitere Informationen auf www.velkd.de.

Hannover, 8. Juli 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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Volker Weymann: „Toleranz – kontrovers“
„Texte aus der VELKD“ Nr. 175 zur Geschichte und aktuellen Bedeutung von Toleranz - Donnerstag, 7. Juli 2016

Hannover – Sind Religionen eher Barrieren oder Quellen für Toleranz? Angesichts der anhaltenden Migrations- und Fluchtbewegungen und der damit verbundenen kulturellen und sozialen Herausforderungen für Politik und Gesellschaft gewinnt diese Frage neue Aktualität.

In der neuen Ausgabe 175 der „Texte aus der VELKD“ untersucht Prof. Dr. Volker Weymann (Freiburg) die Integrationskraft der Toleranzidee unter den gegenwärtigen Bedingungen und zeichnet dabei die wechselvolle Geschichte einer „Praxis der Toleranz“ in Europa nach. So habe bereits mit der Reformation ein „konfliktreicher Pluralisierungsprozess“ eingesetzt, der in Anbetracht der religiös motivierten Kriege die Verankerung von Toleranz im Gemeinwesen unabdingbar für ein friedliches Zusammenleben gemacht habe, erläutert der langjährige Rektor des Theologischen Studienseminars der VELKD.

Insbesondere thematisiert Weymann die Toleranzfähigkeit der monotheistischen Religionen. So stelle sich angesichts heutiger Kontroversen unabweisbar die Frage: Sind diese Religionen nicht radikal verzeichnet, wenn in ihnen nur die Wurzeln der Intoleranz gesucht werden? Bieten sie nicht ebenso wichtige Ressourcen der Bildung zur Toleranz? Müsste nicht der Versuch gemacht werden, Strategien der Toleranz aus den Traditionen der Religionen zu entwickeln, anstatt die Forderung der Toleranz gegen die Religionen durchzusetzen?

Hinweis: Die Nr. 175 der „Texte aus der VELKD“: „Toleranz – kontrovers“ kann unter www.velkd.de/velkd-texte-175-Toleranz-kontrovers heruntergeladen werden.

Nutzer von Smartphones können die Dateien über einen QR-Code auf ihr mobiles Endgerät laden. Ein kostenfreies Abonnement der Texte aus der VELKD und der VELKD-Informationen kann über die E-Mailadresse texte-vi@velkd.de bestellt werden.

Hannover, 7. Juli 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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DNK/LWB: Wittenberger Luthergarten an der Andreasbreite fertiggestellt
Bundespräsident Gauck weiht Himmelskreuz ein - Mittwoch, 15. Juni 2016

Wittenberg/Hannover – Bundespräsident Joachim Gauck hat am heutigen Mittwoch, 15. Juni 2016, gemeinsam mit dem Präsidenten und Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes (LWB) die Skulptur „Himmelskreuz“ im Luthergarten in Wittenberg feierlich eingeweiht. Begleitet von einem Fanfarenstoß enthüllten Gauck, Younan und Junge die dreifache Kreuzkonstruktion des Kunstwerks aus Aluminium und Edelstahl. Der Luthergarten ist ein lebendiges, wachsendes Reformationsdenkmal anlässlich des 500. Reformationsjubiläums. Es wird gemeinsam vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB), vom LWB und der Stadt Wittenberg verantwortet.

Das Kunstwerk „Himmelskreuz“ des Düsseldorfer Künstlers Thomas Schönauer besteht aus drei übereinander schwebenden Kreuzen. Es ist insgesamt 15 Meter lang, 11 Meter breit und über 4,5 Meter hoch. Umrahmt wird es am Boden von einem Herz und einer Grasfläche in Form von fünf Blütenblättern. Dies alles sind Symbole des Siegels Martin Luthers, der sogenannten Lutherrose, der der zentrale 40 Meter durchmessende Platz im Luthergarten nachempfunden ist. Die Skulptur verbinde die Bodenhaftung mit den gen Himmel wachsenden Bäumen, erläutert der Künstler Schönauer. Sie soll „die eigene Kraft und Verantwortung zur bewussten Mitgestaltung des respektvollen Miteinanders und der lebbareren Zukunft“ stärken.

Auch Burkhard Jung, Oberbürgermeister von Leipzig und Vertreter des Projektförderers Stiftung Lebendige Stadt, stimmte dem zu. Er lobte den Luthergarten als Grünoase, die „die Möglichkeit bietet, die Menschen ein wenig dem Alltag zu entrücken und über das Menschliche hinauszuweisen“. „Der Luthergarten macht die Stadt lebendiger – ganz im Sinne der Stiftung Lebendige Stadt“, so Jung. „Wir freuen uns, dass wir einen Beitrag zur Gestaltung leisten konnten.“

LWB-Präsident Younan unterstrich die Botschaft des Gesamtkunstwerks Luthergarten. Die Form der Lutherrose „erinnert uns alle, dass wir Gottes Kinder und befreit durch seine Gnade sind“. An Bundespräsident Gauck gewandt sagte Younan: „Wir sind stolz, mit dem Bundespräsidenten gemeinsam auf dem Weg der Reformation zu gehen“.

Der Geschäftsführer des DNK/LWB, OKR Norbert Denecke, sprach abschließend dem Künstler, der Stadt Wittenberg, den Sponsoren und Spendern sowie den ausführenden Firmen Dank und Anerkennung aus. Besonders würdigte er die Firma Aluminium Rheinfelden, die Stiftung Lebendige Stadt, die Evangelische Bank sowie die evangelischen Kirchen der Region, ohne deren finanzielle Unterstützung das Projekt nicht möglich gewesen wäre.

Die künstlerische Gestaltung der Lutherrose vollendet den Luthergarten an der Andreasbreite. Seit der Erstbepflanzung 2009 wurden hier 292 Bäume von Kirchen aller Konfessionen gepflanzt „als Zeichen der Solidarität, der Verbundenheit und der Versöhnung der Kirchen weltweit“, wie der Landschaftsarchitekt des Luthergartens, Dr. Andreas Kipar, feststellte. An zwei weiteren Standorten in Wittenberg werden die Baumpflanzungen fortgesetzt. Insgesamt sollen 2017 500 Bäume im Luthergarten wachsen. An der Enthüllung wirkten ferner Landesbischof Ulrich, der Vorsitzende des DNK/LWB, LWB-Vizepräsident Dr. h. c. Frank-Otfried July, EKM-Landesbischöfin Ilse Junkermann sowie weitere Personen mit.

Weitere Informationen und O-Töne unter: www.dnk-lwb.de/himmelskreuz.

Wittenberg, 15. Juni 2016
Pressestelle des DNK/LWB

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DNK/LWB: „Interesse am Anderen, Nächstenliebe und der aufrechte Gang“
Eröffnungsgottesdienst zur Ratstagung des LWB in der Stadtkirche zu Wittenberg - Mittwoch, 15. Juni 2016

Wittenberg/Hannover – Mit einem festlichen Gottesdienst, an dem auch der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Joachim Gauck, teilnahm, wurde am heutigen 15. Juni die Tagung des Rates des Lutherischen Weltbundes (LWB) in der Stadtkirche zu Wittenberg eröffnet. Die Predigt hielt Landesbischof Gerhard Ulrich, Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees des LWB.

Ulrich griff „das Wunder einer friedlichen Revolution“ im Jahre 1989 auf, die dann zur deutschen Einheit führte: „Die schärfste ‚Waffe‘, das ist eine, die keine ist: Das Interesse am Anderen, Nächstenliebe und der aufrechte Gang. Menschen begannen, sich zu erheben. Holten sich Würde zurück. Aber sie ermächtigten sich nicht selbst. Kraft und Orientierung ließen sich die Demonstranten in Gottesdiensten zusprechen.“

Diese Ereignisse und „die vielen anderen Neuanfänge, die Wunder der Menschlichkeit, von denen wir in unseren Kirchen berichten können“ legten Zeugnis ab von einem Glauben, „der geerdet ist in Gottes Liebe und darum schon jetzt etwas erfasst von Gottes großem Ziel für die Welt“, nahm Ulrich Bezug auf das Leitthema der Ratstagung. „Dieser Glaube gibt sich nicht zufrieden mit dem, was unsere Augen sehen und mit dem, was wir scheinbar nicht ändern können.“ Er halte nicht still angesichts der Millionen Flüchtlinge auf dieser Welt; er schweige nicht zu der Verfolgung und Bombardierung von Christen und vieler anderer Menschen, die um ihres Glaubens willen verfolgt werden. Er lasse sich nicht beschwichtigen angesichts vieler Nöte. „Es hilft nur: weg mit den Gründen, die Menschen in die Flucht treibt. Schluss mit Landbesetzungen, Landraub, Ausbeutung, Waffenexporten. Anfangen, aufzuhören, wie er tat, der Sohn Gottes“, forderte der Landesbischof.

Die Kirchengemeinschaft des LWB erinnerte Ulrich daran, dass Gottes Gnade sie nicht nur „von“ etwas, sondern auch „für“ etwas befreit habe. Sie sei befreit ihren Reichtum zu teilen, um Menschen helfen zu können. Auch sei Europa frei seinen Reichtum nicht auf der Armut in anderen Regionen dieser Welt aufzubauen. „Als Freigesprochene Gottes erfahren wir einander als Bereicherung und als Aufgabe zugleich. Das ist noch mehr als Wahlfreiheit.“ Christen seien gerufen, in Freiheit gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. „Wir sind aber ebenso befreit, unser Leben selbstbestimmt zu führen“, so Ulrich weiter. „Weil sie dieses in Anspruch nahmen, sind am vergangenen Sonntag in Orlando viele Menschen brutal getötet und verletzt worden. Wurden Opfer einer Ideologie, die kein Anderssein erträgt. Dagegen stehen wir auf mit der Botschaft Jesu: Liebe ist stärker als der Hass.“

Zum Abschluss des Gottesdienstes begrüßte Bundespräsident Joachim Gauck die Delegierten des LWB „in einem freien Land und in ökumenischer Verbundenheit“.
„Deutschland wäre ohne die Reformation ein anderes Land, ja, es gäbe Deutschland ohne die Reformation so nicht“, erläuterte er die „Nachhaltigkeit und Wirkungskraft“ der Impulse von Martin Luther. Beispielhaft sei dafür die Sprache – Luther übersetzte die Bibel als erstmalig ins Deutsche – und feierte in der Stadtkirche die Messe auf Deutsch: ein Schritt zum „Priestertum aller Gläubigen“. Ihm persönlich bedeute das von Luther neu entdeckte Freiheitsversprechen Gottes besonders viel, so Gauck. „Gott hat die Menschen bedingungslos angenommen. Und das macht den Menschen frei, nicht um sich selbst zu kreisen oder sich abhängig zu machen von kirchlicher Autorität oder irgendeiner weltlichen Macht, sondern frei zu sein, eigenständig zu denken, zu glauben und auch verantwortlich zu handeln.“

Der Bundespräsident dankte dem LWB für „praktische und geistliche Nothilfe“ – aktuell an 1,3 Millionen Flüchtlingen weltweit. Außerdem hob er hervor, dass der LWB „der Einheit der Kirche“ verpflichtet geblieben sei: „Er führt den Dialog mit der Katholischen und der Orthodoxen Kirche ebenso wie mit den Anglikanern, den Reformierten und anderen Christen. Und er betrachtet die Ökumene ebenso als Auftrag wie den interreligiösen Dialog.“

Die Ratstagung des LWB findet vom 15. bis 21. Juni in Wittenberg, Deutschland, statt. Sie ist die erste Veranstaltung in einem Dreischritt zum 500. Reformationsgedenken: beginnend mit der Ratstagung im historischen Wittenberg, wo Martin Luther wirkte und von wo die Reformation ausging, weiter mit einem gemeinsamen lutherisch-katholischen Reformationsgedenken am 31. Oktober 2016 in Lund, Schweden, wo der LWB vor 70 Jahren gegründet wurde, hin zur Vollversammlung in Windhoek, Namibia, die die weltumspannende Dimension der „Reformation als Weltbürgerin“ unterstreicht. Das Leitthema dieser Veranstaltungen lautet „Befreit durch Gottes Gnade“ und wird in den Unterthemen „Erlösung – für Geld nicht zu haben“, „Menschen – für Geld nicht zu haben“, und Schöpfung – für Geld nicht zu haben“ ausgeführt.

Der Rat tagt in der Regel einmal jährlich. Er besteht aus 49 Delegierten aus den LWB-Mitgliedskirchen. Er umfasst sowohl Ordinierte als auch Laien und setzt sich aus 40 Prozent Frauen, 40 Prozent Männern und 20 Prozent jungen Erwachsenen zusammen. Außerdem nehmen Mitarbeitende des Büros der LWB-Kirchengemeinschaft und geladene Gäste an der Tagung teil.

Wittenberg, 15. Juni 2016
Pressestelle des DNK/LWB

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DNK/LWB: Lutheraner diskutieren ökumenisches Reformationsjubiläum
LWB Pilgerstation in Wittenberg eröffnet - Dienstag, 14. Juni 2016

Wittenberg/Hannover – Mit einer Andacht startete am heutigen Dienstag, 14. Juni 2016, die „LWB Pilgerstation Wittenberg“. Joachim Liebig, Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts, und die Coswiger Bürgermeisterin Doris Berlin hießen die Pilger in der St. Nicolai-Kirche in Coswig (Anhalt) willkommen. Weihbischof Hubert Berenbrinker grüßte die Teilnehmenden von der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), bevor Bischof Dr. Munib Younan, Präsident des Lutherischen Weltbundes (LWB), gemeinsam mit Joachim Liebig die Veranstaltung mit einem Pilgersegen eröffneten.

Unter wehenden Pilgerflaggen verließen daraufhin über 200 Personen aus mehr als 35 Ländern die Coswiger Kirche und machten sich zu Fuß auf den Weg in Richtung Wittenberg. An den zwei Tagen der Pilgerstation werden sich die LWB-Ratsmitglieder, die zu ihrer jährlichen Tagung nach Wittenberg gekommen sind, mit der ökumenischen Dimension des Reformationsjubiläums 2017 auseinandersetzen. Dabei werden sie von lokalen und internationalen Gästen begleitet. Unter ihnen die Generalsekretäre des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) und der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK), Leitende Geistliche aus Deutschland, die Teilnehmenden der Partnerschaftstagung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens sowie Gäste aus In- und Ausland.

Der erste Abschnitt des Pilgerwegs führte am Dienstagmorgen von Coswig auf dem Lutherweg in den Wittenberger Stadtteil Apollensdorf. Dort trafen die Pilger auf dem Sportplatz ein, wo sie von der ersten thematischen Station „Menschen – für Geld nicht zu haben“ empfangen wurden. Diese wurde gestaltet von der LWB-Abteilung für Weltdienst, dem humanitären Arm der Kirchengemeinschaft. An der Station konnten sich die Teilnehmenden in die Situation eines Flüchtlings versetzen und Erfahrungen, Bedürfnisse und Herausforderungen von Geflüchteten am eigenen Leib erleben.

Die zweite Station entlang des Pilgerwegs fand ebenfalls in Apollensdorf statt. Sie stand unter dem Titel „Schöpfung – für Geld nicht zu haben“ und wurde vom evangelischen Hilfswerk Brot für die Welt gestaltet. Anhand weniger Fragen bestimmten die Pilger ihren ökologischen Fußabdruck. Dabei stellten die meisten fest, dass für ihren Lebensstil die Ressourcen einer Erde nicht ausreichen. Anhand des eigenen Konsumverhaltens, der Mobilität und der Wohnverhältnisse wurden Möglichkeiten für einen nachhaltigen Lebensstil aufgezeigt.

Zielpunkt des Pilgerwegs ist am Nachmittag der Luthergarten an der Andreasbreite in Wittenberg. Dort werden sich die Pilger an der dritten Station, „Erlösung – für Geld nicht zu haben“, mit der Frage des Wohlstandsevangeliums (Prosperity Gospel) auseinandersetzen. Gerade in vielen aufstrebenden Ländern begegnet den LWB-Mitgliedskirchen diese theologische Richtung, die Erfolg und Gnade stärker an das eigene Handeln binden als die lutherische Tradition. Die Station wurde gemeinsam von dem Evangelisch-Lutherischen Missionswerk in Niedersachsen und des Leipziger Missionswerkes gestaltet.
Die LWB Pilgerstation Wittenberg wird vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) im Vorfeld der LWB-Ratstagung in Wittenberg veranstaltet. Neben dem Pilgerweg am heutigen Dienstag stehen für Mittwoch Diskussionsforen auf der Tagesordnung. In drei Gruppen werden die Teilnehmenden die Themen des LWB zum Reformationsjahr 2017 „…für Geld nicht zu haben“ vor dem Hintergrund der Ökumene weiter vertiefen. Kardinal Koch wird eine Arbeitsgruppe zum Thema „Erlösung – für Geld nicht zu haben“ leiten, Generalsekretär Tveit behandelt das Thema „Schöpfung – für Geld nicht zu haben“ und Generalsekretär Ferguson „Menschen – für Geld nicht zu haben“.

Wittenberg, 14. Juni 2016
Pressestelle des DNK/LWB

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Alle wollen „Luther lesen“
Auflage der neuen VELKD-Publikation jetzt bei über 6.000 Exemplaren - Montag, 13. Juni 2016

Hannover – Aufgrund der großen Nachfrage muss die Publikation „Luther lesen“ der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) nachgedruckt werden. Nachdem die Startauflage der Ende April 2016 erschienenen „Sammlung zentraler Luthertexte“ von knapp 1.200 Stück restlos vergriffen ist, mussten jetzt weitere 5.000 Exemplare nachgedruckt werden.

„Dass ‚Luther lesen‘ so schnell in die zweite Runde gehen würde, hat unsere Erwartungen positiv enttäuscht“, erklärte der für die Publikation zuständige Referent im Amt der VELKD, Oberkirchenrat Dr. Georg Raatz. Dies zeige, dass das Kernanliegen des Buches, nämlich die zentralen Schriften Luthers verständlich und lektürefreundlich in einem Band zugänglich zu machen, auf ein breites Interesse stoße.

Die Publikation enthält neben den klassischen Texten wie den „95 Thesen“ und der „Freiheitsschrift“ auch kontrovers diskutierte wie die so genannten „Judenschriften“ Luthers. Konzept des Buches ist es, „alle Facetten von Luther zur Sprache kommen zu lassen, also auch seine Schattenseiten“, so Professor Dr. Martin H. Jung (Osnabrück), der Auswahl und Bearbeitung der Texte übernahm und diese in den jeweiligen historischen Kontext einordnete.

Das Buch eignet sich gleichermaßen für die Arbeit mit Konfirmanden und Jugendlichen, den Religionsunterricht und die Erwachsenenbildung wie auch für die private Lektüre.

Um im Vorfeld des Reformationsjubiläums einen möglichst breiten Zugang zu Luthers Werk zu ermöglichen, räumt der Verlag beträchtliche Rabatte für Sammelbestellungen ein. Mehr Informationen zur Publikation und den Rabatten, insbesondere für Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen, unter www.velkd.de/luther-lesen oder auf diesem Flyer.

Hinweis: „Luther lesen. Die zentralen Texte“, bearbeitet u. kommentiert von Martin H. Jung, Vandenhoeck & Rupprecht, 2016, ISBN 978-3-525-69003-1, gebunden, 213 Seiten, 13,00 EUR. Die Publikation ist über den Buchhandel oder direkt beim Verlag erhältlich.

Hannover, 13. Juni 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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„Kein geistlicher Unterschied zwischen Mann und Frau“
Leitender Bischof der VELKD zur Abschaffung der Frauenordination in Lettland - Montag, 6. Juni 2016

Hannover – Am vergangenen Freitag hat die Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Lettland (ELKL) mit einer Verfassungsänderung die Frauenordination abgeschafft. Zu diesem Beschluss hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), heute Stellung bezogen.
Sein Statement im Wortlaut:

„Den Beschluss der Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Lettland (ELKL), die Ordination von Frauen in das Pfarramt abzuschaffen, nehme ich mit tiefem Bedauern und – ich muss es so deutlich sagen – mit Unverständnis entgegen. Diese Entscheidung kann ich als lutherischer Landesbischof, Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) nicht unkommentiert lassen.

Gerade für Lutheraner in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) kann es in geistlicher Hinsicht einen Unterschied zwischen Mann und Frau nicht geben. Alle Christen sind gleich und in gleicher Weise durch die Taufe zu Gliedern der Kirche und zur Priesterschaft berufen: „Was aus der Taufe gekrochen ist, das darf sich rühmen, dass es schon zu Priester, Bischof und Papst geweiht sei“, so Luther in seiner Schrift „An den christlichen Adel deutscher Nation“.

Die Begründung der Verfassungsänderung mit der Aussage des Apostels Paulus, wonach Frauen in der Versammlung der Gemeinde zu schweigen und sich unterzuordnen hätten (1. Korinther 14,34), vernachlässigt den Zusammenhang dieses Zitates. Paulus spricht an dieser Stelle eine offizielle Gemeindeversammlung in Korinth an. Es war ein in der damaligen Zeit verbreiteter Rechtsgrundsatz, dass Frauen in öffentlichen Versammlungen zu schweigen hatten.
Paulus folgt dieser Praxis – allerdings nicht aus theologischen Gründen, sondern mit Rücksicht auf die damals gängige kulturelle und rechtliche Ordnung. Heute würde Paulus auch aus solchen Gründen vermutlich genau für das Gegenteil eintreten. Mit der Beachtung der damaligen Rechtsordnung verbindet Paulus jedoch keine grundsätzliche oder gar theologisch begründete Geringschätzung der Frau. Im Gegenteil: Paulus selbst bezeugt, dass Frauen in Gebetsversammlungen und in der entstehenden Kirche ganz gleichberechtigt wie die Männer beten und prophetisch reden konnten und sollten. Beweis dafür sind die vielen Frauen, die Paulus in seinen Briefen als Gemeindemitglieder und Mit-Wirkende erwähnt.
Paulus schätzte Frauen als gleichwertige Verkündigerinnen an seiner Seite. In seinen Briefen werden in diesem Zusammenhang mindestens zwölf Frauen erwähnt, welche an wichtigen Positionen in Verkündigung und Gemeinde standen. Zusammenfassend schreibt Paulus: „Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus“. (Galater 3,27 f.)

In einem Schreiben vom 29. Juni 2015 an Erzbischof Jānis Vanags und die Kirchenleitung der ELKL habe ich meiner Sorge über den eingeschlagenen Weg Ausdruck verliehen und auf die Belastung hingewiesen, die die Verweigerung der Frauenordination für unsere Beziehungen bedeuten würde. Nicht nur in der Nordkirche, sondern auch im LWB und in der VELKD stehen wir seit Jahrzehnten in vielfältigem Kontakt und kooperativen Bezügen.

Ich halte die Entscheidung der Synode für einen Rückschritt, der die Evangelisch-Lutherische Kirche in Lettland zudem großer Chancen für das Amt von Wort und Sakrament beraubt. Täglich mache ich die Erfahrung: Ohne den wertvollen Dienst, den all unsere weiblichen Ordinierten leisten, wäre unsere Kirche nicht nur deutlich ärmer. Es wäre schier unmöglich, die vielen Aufgaben in den Gemeinden und Einrichtungen zu meistern, wenn wir nicht all diese engagierten und kompetenten Pastorinnen hätten. Zum anderen sehe ich in der Abschaffung der Frauenordination ein fatales Signal an die Kirchengemeinschaft im Lutherischen Weltbund und an den Weltkirchenrat (Ökumenischer Rat der Kirchen - ÖRK).
Ich möchte betonen, dass nach wie vor mein Angebot besteht, über dieses Thema in ein sachliches, geschwisterliches Gespräch mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Lettland zu kommen. Ich sage das auch in dem Wissen, dass die Frauenordination in den Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland erst vor 25 Jahren prinzipiell und vollständig eingeführt wurde.“

Hinweis: Gerhard Ulrich ist Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD – www.velkd.de) und Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche – www.nordkirche.de) sowie qua Amt Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB – www.dnk-lwb.de).

Hannover, 6. Juni 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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DNK/LWB: Trauer um Siegfried Kasparick
DNK/LWB: „Wir verlieren einen ökumenisch kompetenten Partner und Freund“ - Donnerstag, 2. Juni 2016

Hannover – Mit großer Bestürzung und Trauer hat das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) auf den Tod von Siegfried T. Kasparick reagiert.

„Eine schreckliche Nachricht“ lautete die Reaktion des DNK/LWB-Vorsitzenden Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), der auf einer USA-Reise vom überraschenden Heimgang Kasparicks erfuhr. Das DNK/LWB würdigte den am 31.Mai nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 61 Jahren Verstorbenen auf seiner Sitzung in Hannover als „ökumenisch kompetenten Partner und Freund“, der auf vielen Ebenen mit dem DNK/LWB zusammengearbeitet habe.

So war Kasparick noch bis vor wenigen Wochen an den Vorbereitungen zur Ratstagung des LWB Mitte Juni in Wittenberg beteiligt. Insbesondere die Vorbereitung des Pilgerweges, der in Vorbereitung der Ratstagung von Coswig nach Wittenberg durchgeführt wird, hat der langjährige Propst und Pfarrer der Wittenberger Schlosskirchengemeinde ganz wesentlich mitgestaltet.

Auf der Sitzung des DNK/LWB erinnerte dessen Geschäftsführer, Oberkirchenrat Norbert Denecke, daran, dass „Siegfried Kasparick in intensiver Weise die Arbeit des LWB-Zentrums Wittenberg begleitet und aktiv unterstützt hat“. Eine Psalmlesung und ein Gebet des stellvertretenden Vorsitzenden des DNK/LWB, Landesbischof Dr. h. c. Frank O. July, für den Verstorbenen, dessen Ehefrau und allen Hinterbliebenen beschloss die Zusammenkunft des Gremiums.

Hannover, 2. Juni 2016
Gundolf Holfert
Stellvertretender Pressesprecher

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DNK/LWB: LWB mit Bundespräsident und ökumenischen Partnern in Wittenberg
Pilgerstation mit Einweihung Himmelskreuz im Luthergarten - Montag, 30. Mai 2016

Hannover – Ein internationaler Höhepunkt der Reformationsfeierlichkeiten findet im Juni 2016 in Wittenberg statt. Am 14. und 15. Juni lädt das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) die Ratsmitglieder des Lutherischen Weltbundes (LWB) gemeinsam mit ökumenischen Partnern zu einer „Pilgerstation Wittenberg“ ein. Ehrengast ist Bundespräsident Joachim Gauck. Er wird am 15. Juni an dem Gottesdienst in der Stadtkirche teilnehmen und die über 200 Teilnehmenden der Pilgerstation und Repräsentanten lutherischer Kirchen weltweit begrüßen. Im Anschluss weiht er mit LWB-Präsident Bischof Dr. Munib Younan und LWB-Generalsekretär Dr. h. c. Martin Junge die Skulptur „Himmelskreuz“ im Zentrum des Luthergartens ein.

Die „Pilgerstation Wittenberg“ eröffnet den achttägigen Besuch des LWB in der Lutherstadt. Die Vertreter der LWB-Mitgliedskirchen werden gemeinsam mit ökumenischen Partnern und internationalen wie lokalen Gästen ein Teilstück des Lutherwegs pilgern und über die ökumenische Dimension des Reformationsjubiläums diskutieren. Vertreten sind dabei insbesondere der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) durch seinen Generalsekretär Dr. Olav Fykse Tveit, die römisch-katholische Kirche durch Kurt Kardinal Koch, den Präsidenten des Päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen, sowie die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen durch ihren Generalsekretär Chris Ferguson.

„Wir freuen uns, dass die internationale ökumenische Gemeinschaft auf dem Weg ins Reformationsjahr 2017 Station in Wittenberg macht“, betont OKR Norbert Denecke, der Geschäftsführer des DNK/LWB. „Mit der Pilgerstation und dem internationalen Projekt Luthergarten unterstreicht der Lutherische Weltbund seine ökumenisch aktive Rolle in der Weltchristenheit“, so Denecke. Der Luthergarten, in dem schon über 300 Kirchen aller Konfessionen Bäume gepflanzt haben, sei ein „einzigartiges Symbol der weltweiten Verbundenheit der Kirchen untereinander und mit Wittenberg“.

Die „Pilgerstation Wittenberg“ findet als Beitrag der gastgebenden Kirchen im Vorfeld der LWB-Ratstagung in der Lutherstadt statt. Sie schließt an die ÖRK-Initiative „Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens“ an.

Eine Presseinladung zur Berichterstattung von der Pilgerstation Wittenberg mit detaillieren Zeiten und Akkreditierungshinweisen folgt in Kürze.

Hinweis: Im Anschluss an die Pilgerstation findet vom 16. Juni bis 21. Juni die Ratstagung des LWB im Stadthaus in Wittenberg statt. Sie steht unter dem Thema „Verwurzelt in Gottes Liebe – ausgerichtet auf Gottes Zukunft”. Auf der Tagesordnung stehen das Reformationsjubiläum 2017, das Ökumenische Reformationsgedenken am 31. Oktober 2016 in Lund, die LWB-Vollversammlung 2017 in Namibia sowie die Beratung weiterer Themen der Kirchengemeinschaft. Weitere Informationen unter www.lutheranworld.org/lwf-council-meeting-2016.


Hannover, 30. Mai 2016
Pressestelle des DNK/LWB

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DNK/LWB: 2017 weltweit gemeinsam Gottesdienst feiern
Ökumenische Gottesdienstordnung von LWB und Vatikan zum Reformationsgedenken online - Donnerstag, 19. Mai 2016

Hannover/Paderborn – Anlässlich des bevorstehenden Reformationsjubiläums hat das ökumenische Projekt „2017 gemeinsam unterwegs“ seine Internetpräsenz neu ausgerichtet.

Im Mittelpunkt des Angebots steht eine neu erarbeitete Liturgie für einen ökumenischen Gottesdienst zum gemeinsamen Reformationsgedenken von evangelischen und römisch-katholischen Christen. Diese steht ab sofort unter der Adresse www.2017gemeinsam.de zur Verfügung. In Form einer digitalen Agende wird die neue Gottesdienstordnung ausführlich vorgestellt. Hinweise und Erläuterungen für Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Predigt-Impulse bekannter Persönlichkeiten aus Kirche, Diakonie und Theologie ergänzen das Angebot.

Die neue Liturgie bildet auch die Grundlage für den ökumenischen Gottesdienst im Rahmen der Veranstaltung zum Reformationsgedenken am 31. Oktober 2016 im schwedischen Lund, die von Papst Franziskus sowie dem Präsidenten und dem Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes (LWB), Bischof Dr. Munib A. Younan und Pfarrer Dr. Martin Junge, geleitet wird.

Ebenfalls online abrufbar ist das Dialogdokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“, das die inhaltliche Basis für den Gottesdienst darstellt. Querverweise und Sprungmarken auf der Internetseite unterstützen die intensive und differenzierte Auseinandersetzung mit den Ergebnissen des katholisch-lutherischen Dialogs.

Die ökumenische Liturgie wurde im Auftrag des Lutherischen Weltbundes und des Päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen des Vatikans von einer gemeinsamen Arbeitsgruppe erstellt. Zum ersten Mal in der 500-jährigen Geschichte kann damit ein Reformationsjubiläum in geschwisterlicher Verbundenheit mit ökumenischen Gottesdiensten weltweit gefeiert werden.

„Es gibt viele gute Möglichkeiten, 2017 ökumenisch zu begehen“, erläutert der lutherische Geschäftsführer der Arbeitsgruppe, Oberkirchenrat Dr. Oliver Schuegraf vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB). „Das Besondere an diesem Gottesdienst ist, dass er in allen Teilen der Welt gefeiert wird. Wenn wir ihn in Deutschland feiern, stellen wir uns in die Gemeinschaft mit unseren Geschwistern weltweit“, so Schuegraf.

Sein Gegenüber auf katholischer Seite, PD Dr. Burkhard Neumann vom Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik, ergänzt: „In Deutschland sind ökumenische Gottesdienste Gott sei Dank selbstverständlich. Weltweit sieht dies aber oft anders aus. Vatikan und LWB geben uns mit der Liturgie ein gutes Material an die Hand, verbunden mit der Aufgabe, an diesem Ereignis das Verbindende und nicht das Trennende hervorzuheben“. Dies sei „das Ergebnis unseres vertrauensvollen Dialogs der letzten 50 Jahre“.

Schuegraf und Neumann unterstreichen für beide Kirchen ein Reformationsgedenken, das durch den Dank für das Erreichte, die Anerkennung gegenseitiger Schuld und gemeinsame Verpflichtungen für die Zukunft geprägt sei. 2017 biete eine „großartige Gelegenheit, weltweit die gewachsene Einheit der Christen zu betonen“.

Hinweis: Das Projekt „2017 gemeinsam unterwegs“ wird getragen vom Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn und vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes in Hannover. Parallel zum Angebot im Internet ist die ökumenische Gottesdienstliturgie zeitgleich beim Bonifatius-Verlag und der Evangelischen Verlagsanstalt erschienen. Sie ist aber auch direkt im Buchhandel unter der ISBN 978-3-89710-672-7 erhältlich.

Weitere Informationen unter www.2017gemeinsam.de.

Hannover, 19. Mai 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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„Mit Leidenschaft auf dem Boden des lutherischen Bekenntnisses“
Lutherischer Synodenpräsident Wilfried Hartmann wird 75 Jahre alt - Montag, 16. Mai 2016

Hannover – Aus Anlass seines 75. Geburtstages am 16. Mai 2016 haben zahlreiche Leitungspersonen der evangelischen Kirchen den Präsidenten der 12. Generalsynode, Professor Dr. Dr. h. c. Wilfried Hartmann (Hamburg) gewürdigt.

So übermittelte u. a. der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), dem Jubilar seine herzlichsten Glück- und Segenswünsche. „Die VELKD kann sich glücklich schätzen, dass Sie ihr nun schon über einen längeren Zeitraum ein großes Maß an Lebenszeit, Kompetenz und Leidenschaft schenken“, heißt es in Ulrichs Gratulationsschreiben.

Hartmann, der in Hamburg vergleichende und internationale Erziehungswissenschaften gelehrt hat und sich seit langem auf verschiedenen Ebenen seiner Heimatkirche engagiert, verstehe seine Tätigkeit als Präsident der Generalsynode und in der Kirchenleitung „bewusst auf dem Hintergrund des Priestertums aller Getauften und Glaubenden“ und wirke im Rahmen des Verbindungsmodells mit großer Klarheit und freundlicher Verbindlichkeit, so Ulrich weiter. „An Ihnen kann man lernen, wie ein klarer und ausdrücklicher Standpunkt auf dem Boden des lutherischen Bekenntnisses sich mit einer wachen Wahrnehmung der Gegenwart und einem entschiedenen praktischen Gestaltungswillen verbindet“, würdigte der Leitende Bischof den Jubilar.

„Ich habe Wilfried Hartmann sowohl als überzeugten, offenen Lutheraner wie auch in der Zusammenarbeit als konstruktiven und verlässlichen Dialogpartner kennen- und schätzen gelernt“, sagte Hartmanns Amtskollegin Dr. Irmgard Schwaetzer, die Präses der 12. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Für die Union Evangelischer Kirchen (UEK) gratulierte die Leiterin des Amtes der UEK, Bischöfin Petra Bosse-Huber.

Hannover, 14. Mai 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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Der „ganze Luther“ in einem Band
VELKD-Publikation „Luther lesen“ versammelt die zentralen Schriften des Reformators - Montag, 2. Mai 2016

Hannover – Mit dem Reformationsjubiläum 2017 rückt auch das Werk Martin Luthers verstärkt in den Blick der breiteren Öffentlichkeit. Allerdings ist der Zugang zu dem thematisch vielfältigen und umfangreichen Oeuvre der „Wittenberger Nachtigall“ (Hans Sachs) nicht einfach: Luthers Schriften liegen bisher fast ausschließlich in Ausgaben vor, die nur für Fachleute geeignet sind.

Mit „Luther lesen“ gibt die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) nun eine Sammlung zentraler Luthertexte in einem Band heraus, der einen Eindruck vom „ganzen Luther“ vermittelt. Die Auswahl der Schriften und ihre Bearbeitung übernahm Professor Dr. Martin H. Jung (Osnabrück), der mit informativen Einleitungen den jeweiligen historischen Kontext beleuchtet. „Meine Textzusammenstellung bietet wichtige, interessante und für heute relevante Luthertexte“, erläutert Professor Jung.

Neben den „95 Thesen“ oder der „Freiheitsschrift“ werden auch solche nicht ausgespart, „über die häufig gesprochen und kontrovers diskutiert wird, wie die Judenschriften Luthers“. Es gehe darum, „alle Facetten von Luther zur Sprache kommen zu lassen, also auch seine Schattenseiten“, so Jung in seiner Einführung.

Die Textfassungen von „Luther lesen“ beruhen auf Kurt Alands „Luther deutsch“, wurden aber durchweg anhand der Originaltexte überprüft sowie in Sprache und Rechtschreibung angepasst. Ergebnis ist ein sowohl authentischer, als auch leicht lesbarer und gut verständlicher Luther. Das Buch eignet sich gleichermaßen für die Arbeit mit Konfirmanden und Jugendlichen, den Religionsunterricht und die Erwachsenenbildung wie auch für die private Lektüre.

Hinweis: „Luther lesen. Die zentralen Texte“, bearbeitet u. kommentiert von Martin H. Jung, Vandenhoeck & Rupprecht, 2016, ISBN 978-3-525-69003-1, gebunden, 213 Seiten, 13,00 EUR. Die Publikation ist über den Buchhandel oder direkt beim Verlag erhältlich. Mehr unter www.velkd.de/luther-lesen oder auf diesem Flyer zum Buch.

Hannover, 2. Mai 2016
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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VELKD-Informationen Nr. 150: „Pluralismus braucht nicht weniger Bekenntnis, sondern mehr!“
Bischof Hans-Jürgen Abromeit über den Wahrheitsbegriff und christlichen Glauben in der postmodernen Gesellschaft - Freitag, 29. April 2016

Hannover – Die Aussage, dass die Menschen im Zeitalter der „Postmoderne“ leben, dürfte heute weithin Zustimmung finden. Mehr noch – deren prägende Merkmale wie etwa die Vielfalt gleichberechtigt nebeneinander bestehender Perspektiven gelten als „Signatur“ westlicher Gesellschaften.

„Wie verhält sich nun der christliche Glaube zu einem solchen auf Pluralität angelegten Bild von der Wirklichkeit und der Gesellschaft?“, fragt in der aktuellen Ausgabe Nr. 150 der „VELKD-Informationen“ Dr. Hans-Jürgen Abromeit (Greifswald), Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Nordkirche. Gerade weil es unter den Bedingungen einer postmodernen Gesellschaft „kein Monopol auf Sinndeutung“ mehr gebe, gelte es aus christlicher Sicht, die Herausforderungen und Chancen des „Verlustes der Zentralperspektive“ anzunehmen. So spricht sich Abromeit in seinem Beitrag dafür aus, die Frohe Botschaft in „kleine Erzählungen“ einzubetten. Dies sei eine zeitgemäße Form von Mission ohne Absolutheitsanspruch im „Modus der Bitte“. Denn „eine plurale Gesellschaft“ sei darauf angelegt, „im Gespräch unterschiedlicher Überzeugungen das Miteinander zu gestalten“, ohne dabei die eigene Überzeugung zu verbergen oder Konflikte zu scheuen, so der Greifswalder Bischof. Im Gegenteil: „Pluralismus braucht nicht weniger Bekenntnis, sondern mehr!“.

Außerdem in dieser Ausgabe: Das „Luther-Zitat“, „denn dass einen Gott zu haben nicht heißen kann, ihn mit Fingern zu ergreifen, in einen Beutel zu stecken oder in eine Truhe einzuschließen, das erkennst du wohl…“, hat Kirchenrat Dr. Claas Cordemann (Hannover), Referent für theologische Grundsatzfragen im Amt der VELKD, ausgelegt.

Die Pressemitteilungen aus dem ersten Quartal 2016 sind ebenso enthalten wie eine Übersicht der zuletzt erschienenen VELKD-Publikationen. Hierzu gehört die neu gestaltete und umfangreich überarbeitete Broschüre „Gute Hoffnung – Jähes Ende“ (www.velkd.de/gute-hoffnung). Die Handreichung erscheint bereits in der 11. Auflage und richtet sich an Eltern, die ihr Baby verloren haben, und alle, die sie unterstützen.

Hinweis: Die Nr. 150 der VELKD-Informationen (Januar bis März 2016) kann unter
www.velkd.de/velkd-infos-150
 heruntergeladen und der E-Mail-Anschrift texte-vi@velkd.de angefordert bzw. kostenfrei abonniert werden. Weitere Informationen auf www.velkd.de.

Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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Zeitgemäße Seelsorge und barmherzige Regelungen
Catholica-Beauftragter der VELKD würdigt päpstliches Schreiben „Die Freude der Liebe“ - Samstag, 9. April 2016

Hannover – In einer ausführlichen Stellungnahme hat der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), das nachsynodale Apostolische Schreiben von Papst Franziskus, „Amoris Laetitia – Die Freude der Liebe“ als ein „in Ton und Haltung bemerkenswertes und erstaunliches“ Dokument gewürdigt.

Das Schreiben, auf dessen angekündigte Veröffentlichung „die römisch-katholische Welt und die Ökumene“ vor dem Hintergrund der intensiven Beschäftigung mit dem Themenkomplex „Ehe, Familie und Sexualität“ mit „großer Spannung“ gewartet haben, enthalte „großes Potential“ – nicht nur, was das ökumenische Gespräch und Miteinander betreffe, sondern insbesondere auch „ für die Vertiefung des Gespräches zwischen den Kirchen über die gemeinsame Urteilsbildung in brennenden ethischen Fragen“, stellt Bischof Manzke fest.

„Papst Franziskus wirbt für Barmherzigkeit im Umgang mit denen, die hinter dem Anspruch eines schriftgemäßen Ehe- und Familienlebens zurückbleiben oder daran scheitern – und er plädiert zugleich dafür, dass die Kirche in Seelsorge und Lehre die Gewissensbildung der Gläubigen stärker als bisher achtet, fördert und einbezieht“, so der Catholica-Beauftragte. Zwar blieben die römisch-katholische Lehre und die Einheit von Lehre und Praxis nach wie vor in Kraft. Jedoch sei es bemerkenswert, dass Papst Franziskus erneut darauf hinweist, dass „nicht alle doktrinellen, moralischen oder pastoralen Diskussionen durch ein lehramtliches Eingreifen entschieden werden müssen“.

„In ihrer Betonung, dass kirchliche Lehre und pastorales Handeln die Gewissensbildung des einzelnen Gläubigen stärker würdigen und achten sollten, und durch die Aufforderung, die Möglichkeiten pastoralen Handelns vor Ort im Rahmen der Lehre viel stärker zu nutzen“, enthalte die Schrift des Papstes eine Fülle von Anregungen und Fingerzeigen für zukünftige Entwicklungen, hebt Bischof Manzke hervor.

Allerdings sei bedauerlich, dass Franziskus‘ Botschaft „frühere Aussagen zu einem erneuerten Verhältnis von zentraler und dezentraler Verantwortung in der römischen Kirche nicht weiter entfaltet. Hier könnten sich ebenfalls fruchtbare ökumenische Perspektiven ergeben.“

Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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VELKD-Broschüre für Eltern, die ihr Kind verloren haben
„Gute Hoffnung – jähes Ende“ überarbeitet und neu gestaltet wieder lieferbar - Montag, 14. März 2016

Hannover – Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) hat die Publikation „Gute Hoffnung – jähes Ende“ neu aufgelegt. Sie wurde von Mitgliedern des Fachkonvents der Seelsorgerinnen und Seelsorger in Kinderkliniken und auf Kinderstationen im Bereich der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) erarbeitet.

Die 94-seitige Broschüre wendet sich an Eltern, die ihr Baby verloren haben, und deren Angehörige sowie alle, die sie begleiten. Erstmals 1996 erschienen, hat „Gute Hoffnung – jähes Ende“ seither einen festen Platz in der seelsorgerlichen Begleitung der Betroffenen. Nun liegt die Handreichung in 11. Auflage vor – völlig neu gestaltet und inhaltlich überarbeitet. So wurden insbesondere die weiterführenden Hinweise auf Hilfsangebote sowie die juristischen und medizinischen Informationen aktualisiert.

„Wir verzeichnen über die Jahre eine kontinuierliche Nachfrage nach der Publikation“, erläutert Oberkirchenrat Dr. Georg Raatz, der zuständige Seelsorge-Referent im Amt der VELKD. Bis heute sind knapp 70.000 Exemplare ausgeliefert worden. Neben betroffenen Eltern bestellen vor allem Gemeinde- sowie Klinikseelsorgerinnen und -seelsorger das Heft. Der Ratgeber bietet den Betroffenen u. a. unterstützende Texte, Begleitung auf dem Trauerweg, aber auch liturgische Texte zur Bestattung sowie Informationen zu weiterführender Literatur.

Hinweis: „Gute Hoffnung – jähes Ende. Eine Hilfe für Eltern, die ihr Baby verloren haben, und alle, die sie unterstützen“, ISBN: 978-3-943201-14-7, 11. Auflage, Hannover, 2016, kann im Amt der VELKD, Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, Tel.: 0511/27 96 491, E-Mail: versand@velkd.de oder unter www.velkd.de/publikationen/publikationen-gemeinde.php?publikation=94&kategorie=2 gegen eine Schutzgebühr von 2,00 Euro pro Exemplar (zzgl. Versandkosten) bestellt werden.

Hannover, 14. März 2016
Gundolf Holfert
stellvertretender Pressesprecher

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VELKD-Bischofskonferenz in Wittenberg
Leitende Lutheraner und internationale Gäste tagten zum Thema „Reformation und die Eine Welt“ - Donnerstag, 10. März 2016

Hannover/Wittenberg – Auf ihrer Klausurtagung vom 5. bis 8. März in Lutherstadt Wittenberg hat sich die Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) mit dem Thema „Die Reformation als Weltbürgerin. Reformation und die Eine Welt“ befasst.

Die Tagung war geprägt von der Begegnung und dem intensiven Austausch mit internationalen Gästen aus den Mitgliedskirchen des Lutherischen Weltbundes (LWB). Zu ihnen zählten eine bischöfliche Delegation der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania (ELCT), leitende Geistliche der lutherischen Kirchen in Schweden, Finnland, Dänemark und Tschechien sowie die Teilnehmenden eines aktuellen Seminars des LWB-Zentrums Wittenberg.

Dieser multikulturelle und -nationale Hintergrund bildete auch den Rahmen für die Impulse und Fachreferate (Alex Malasusa, Frank O. July, Claudia Jahnel, Frederick Shoo, Elieshi Mungure, Karl-Wilhelm Niebuhr), die ein weites Themenfeld umfassten. So wurden ausgehend vom LWB-Grundsatzpapier zum Selbstverständnis der lutherischen Communio (Malasusa, July) die interkulturellen Dimensionen einer weltweiten Reformation (Jahnel) thematisiert. Die Präsentation „Von Marangu nach Wittenberg“ (Shoo, Mungure) zeichnete die Geschichte des reformatorischen Aufbruchs der ELCT von 1955 bis heute nach und beschrieb die Herausforderungen, vor denen die tansanischen Lutheraner derzeit stehen.

In der Debatte wurde deutlich, dass Reformation ganzheitliche Veränderung meint (F. Shoo: „From Reformation to Transformation“) und nicht auf lebensweltliche Teilbereiche beschränkt ist. Angesichts existenzieller globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit oder Sicherung der Lebensgrundlagen sei eine radikale Änderung des menschlichen Handels unerlässlich, um die anvertraute Schöpfung zu schützen und zu bewahren. Das Referat zur „Biblischen Hermeneutik in lutherischer Tradition“ (Niebuhr) stellte am Beispiel der Jonah-Geschichte die Frage „Wie lesen wir als Christen das Alte Testament?“ und rückte so die unterschiedlichen Auslegungstraditionen in den lutherischen Kirchengemeinschaft in den Blick.

Mit einer gemeinsamen Erklärung der Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania (ELCT), welche die Grundlinien der bestehenden Kirchengemeinschaft bekräftigte und die damit verknüpften lutherischen Positionen beschrieb, fand die Tagung ihren Abschluss.

Hinweis: Die Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) besteht aus 17 Mitgliedern. Ihr gehören die Bischöfe sowie aktuell sechs weitere ordinierte Inhaber eines kirchenleitenden Amtes der VELKD-Gliedkirchen an. Vorsitzender ist der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin). Die Bischofskonferenz tritt zweimal im Jahr zusammen. Ihre Aufgabe ist es unter anderem, an der Beschlussfassung zu Kirchengesetzen, Agenden und Ordnungen für den Gottesdienst sowie zu Verordnungen mit Gesetzeskraft mitzuwirken.

Gundolf Holfert
stellvertretender Pressesprecher

Klausur Bischofskonferenz 2016 - Teilnehmer 1057,87 kbSeite drucken
Garant für eine tragfähige lutherische Kirche
Würdigungen zum 65. Geburtstag von Gerhard Ulrich - Mittwoch, 9. März 2016

Hannover – Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), feiert heute seinen 65. Geburtstag. Der gebürtige Hamburger leitet den Zusammenschluss lutherischer Landeskirchen seit seiner Wahl auf der Tagung der Generalsynode 2011 in Magdeburg.

So würdigt der Präsident der Generalsynode der VELKD, Prof. Dr. Dr. h. c. Wilfried Hartmann, den Jubilar als Garanten für eine tragfähige Kirche lutherischer Prägung. „Sein entschiedener Wille, überkommene Formen und Funktionen nicht um ihrer selbst willen zu bewahren, sondern sie an ihrer Eignung für die Bewältigung gegenwärtiger und zukünftiger Aufgaben zu messen, geht einher mit einer tiefen und begründeten Verankerung in der lutherischen Theologie“, so Präsident Hartmann in seiner Gratulationsadresse. Dies erweise sich gerade in den „Prozessen von Veränderung, der sich die VELKD immer wieder stellt,“ als großes Glück und Segen für die VELKD. „So möchte ich ihm im Namen der 12. Generalsynode und ihres Präsidiums sehr herzlich zum Geburtstag gratulieren und großen Dank sagen für seine klare Haltung und sein nicht nachlassendes Engagement.“

Die stellvertretende Leitende Bischöfin der VELKD, Landesbischöfin Ilse Junkermann (Magdeburg), hebt die besondere Qualität hervor, mit der Gerhard Ulrich seine bischöflichen Ämter wahrnimmt. Er fülle seine Leitungsämter „klar in allen inhaltlichen Fragen und zugleich mit einer Haltung geschwisterlicher Liebe“ aus. Er ermutige viele Menschen, indem er vermittelt: „Liebe wagt etwas, traut und mutet den Menschen neue Blicke und neue Schritte zu!“

Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm (München), Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), dankt Ulrich in seinem Gratulationsschreiben für seine „ebenso klare wie menschlich behutsame Kirchenleitung, für feinsinnige und ausdrucksstarke Predigten“. Er sei „ein Segen für so viele Menschen“.

Gundolf Holfert
stellvertretender Pressesprecher

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„Die Reformation als Weltbürgerin. Reformation und die Eine Welt“
VELKD-Bischofskonferenz tagt mit internationalen Gästen in Wittenberg - Donnerstag, 3. März 2016

Die Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) kommt zu ihrer diesjährigen Klausurtagung unter dem Thema
„Die Reformation als Weltbürgerin. Reformation und die Eine Welt“ in der Lutherstadt Wittenberg zusammen. An der Tagung, die vom 5. bis 8. März 2016 stattfindet, nimmt eine bischöfliche Delegation der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania (ELCT) teil. Weitere internationale Gäste kommen u .a. aus den lutherischen Kirchen in Skandinavien und dem Lutherischen Weltbund (LWB) in Genf.

Gastgeberin der nicht öffentlichen Tagung ist die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Landesbischöfin Ilse Junkermann (Magdeburg), die zugleich stellvertretende Bischöfin der VELKD ist, wird am Sonntag, dem 6. März, um 10.00 Uhr in der Stadtkirche zu Wittenberg predigen. An diesem Gottesdienst nehmen auch Studierende des Internationalen Seminars Wittenberg teil.

Thematisch wird die bischöfliche Klausur von vier Arbeitseinheiten geprägt: So werden die beiden Vizepräsidenten des LWB, Bischof Dr. A. Malasusa (ELCT) und Landesbischof Dr. Frank O. July (Stuttgart) in das Grundsatzpapier „Das Selbstverständnis der lutherischen Kirchengemeinschaft“ einführen. Professorin Dr. Claudia Jahnel (Neuendettelsau) wird über „Interkulturelle Zugänge zur Reformation“ sprechen; unter dem Titel „Von Marangu nach Wittenberg“ werden der Leitende Bischof der ELCT, Dr. Frederick Shoo, und Pfarrerin Dr. Elieshi Mungure (LWB) afrikanische Theologie im interkulturellen Dialog vorstellen. Die abschließende Arbeitseinheit zur Frage „Wie lesen wir als Christen das Alte Testament?“ leitet das Referat von Professor Dr. Karl-Wilhelm Niebuhr (Jena) zur „Biblischen Hermeneutik in lutherischer Tradition am Beispiel von Jonas Psalm“ ein.

Desweiteren stehen Begegnungen mit den Teilnehmern des Internationalen Seminars des LWB-Zentrums Wittenberg auf dem Programm.

Die Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) besteht aus 17 Mitgliedern. Ihr gehören die Bischöfe sowie aktuell sechs weitere ordinierte Inhaber eines kirchenleitenden Amtes der VELKD-Gliedkirchen an. Vorsitzender ist der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin). Die Bischofskonferenz tritt zweimal im Jahr zusammen. Ihre Aufgabe ist es unter anderem, an der Beschlussfassung zu Kirchengesetzen, Agenden und Ordnungen für den Gottesdienst sowie zu Verordnungen mit Gesetzeskraft mitzuwirken.

Gundolf Holfert
stellvertretender Pressesprecher

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„Lust & Last der späten Jahre“
VELKD-Publikation über „Lebenskunst im Angesicht des Alters“ erschienen - Mittwoch, 3. Februar 2016

Hannover – Der demografische Wandel ist längst Realität: In den vergangenen 150 Jahren hat sich die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland mehr als verdoppelt. Bereits heute ist etwa jeder Fünfte älter als 65 Jahre. Zur Mitte des Jahrhunderts ist zu erwarten, dass es jeder Dritte sein wird, stellt das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung fest.

Auswirkungen dieser historisch einzigartigen Entwicklung auf unser soziales und kulturelles Leben, aber auch auf die Lebensumstände jeder und jedes Einzelnen sind schon jetzt sichtbar: Noch nie zuvor waren die Grenzen zwischen jung und alt so fließend. Noch nie zuvor waren so viele Menschen fortgeschrittenen Alters in vergleichbarer Weise gesund, aktiv und sozial abgesichert. Dem steht die steigende Zahl an pflegebedürftigen Menschen gegenüber.

Unter dem Titel „Lust & Last der späten Jahre“ legt die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) jetzt eine Publikation vor, die die Herausforderungen und Chancen dieser gesamtgesellschaftlichen „Pioniersituation“ aus christlicher Perspektive in den Blick nimmt. Das Lesebuch, dessen Fokus auf den so genannten „Best Agers“ liegt, will „Denkanstöße und praktische Hinweise geben, die verschiedenen Aspekte des Alters wahrzunehmen und sich ihnen zu stellen“, so die Autoren um die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler. Als Vorsitzende des VELKD-Seelsorgeausschusses hat sie den Band mit herausgegeben.


Hinweis: „Lust & Last der späten Jahre. Lebenskunst im Angesicht des Alters“, Susanne Breit-Keßler, Kerstin Lammer und Georg Raatz (Hrsg.), Gütersloher Verlagshaus, 2016, ISBN 978-3-579-06204-4, 168 Seiten, 12,99 EUR. Die Publikation ist ausschließlich über den Buchhandel oder direkt beim Verlag erhältlich.

Weitere Informationen finden Sie unter www.velkd.de/publikationen/publikationen-gesamtkatalog.php .

Hannover, 3. Februar 2016
Gundolf Holfert
Stellvertretender Pressesprecher

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VELKD-Informationen Nr. 149: „Der Himmel, von dem wir zu erzählen haben“
Andacht von Dr. Horst Gorski auf der Generalsynode der VELKD in Bremen - Dienstag, 26. Januar 2016

Hannover – Im Mittelpunkt der heute erschienenen Ausgabe der VELKD-Informationen steht die 2. Tagung der 12. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Ihre Beratungen vom 5. bis 7. November 2015 in Bremen standen unter dem thematischen Schwerpunkt „Reformation und die offene Gesellschaft“.
Den Auftakt in dieser Ausgabe der VELKD-Informationen bildet daher ebenso die Andacht des Leiters des Amtes der VELKD, Dr. Horst Gorski, zu Beginn der Bremer Tagung des lutherischen Kirchenparlaments. Eine Sammlung aller Entschließungen und Beschlüsse sowie sämtlicher veröffentlichten Pressemitteilungen dokumentieren die Zusammenkunft.
Das Lutherzitat, „Was mich anbetrifft, so weiß ich, dass mein Vermögen beschränkt ist. Das Gerücht übersteigt fast immer die tatsächliche Leistung“, hat in dieser Ausgabe Pfarrerin Jacqueline Barraud-Volk, die Vizepräsidentin der 12. Generalsynode der VELKD, kommentiert.

Darüber hinaus sind weitere Pressemeldungen u.a. aus den Arbeitsfeldern der VELKD, des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) sowie zu Online-Angeboten der VELKD, wie dem neugestalteten Liturgischen Kalender, abgedruckt. Diese bieten damit einen Überblick über die Aktivitäten in diesem Zeitraum.

Hinweis: Die Nr. 149 der VELKD-Informationen (Oktober 2015 bis Dezember 2015) kann unter www.velkd.de/publikationen/velkd-informationen.php?publikation=389&kategorie=26 heruntergeladen und unter der E-Mail-Anschrift texte-vi@velkd.de angefordert bzw. kostenfrei abonniert werden. Weitere Informationen unter www.velkd.de.

Hannover, 26. Januar 2016
Matthias Freytag
Pastor

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Henning Theißen: „Von neuem Wein und bösen Winzern“
„Texte aus der VELKD“ Nr. 174 zur Hermeneutik des Erprobungsmodells der Perikopenrevision - Dienstag, 26. Januar 2016

Hannover – Am 1. Advent 2015 ist die einjährige Erprobungsphase des Entwurfs einer neuen Ordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte (Perikopen) zu Ende gegangen. Im Kirchenjahr 2014/2015 hatten alle Interessierten die Möglichkeit, diesen Entwurf zu prüfen. PD Dr. Henning Theißen, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Systematische Theologie, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, hat in der aktuellen Ausgabe Nr. 174 der „Texte aus der VELKD“ die Hermeneutik des Erprobungsmodells der Perikopenrevision untersucht.

In seiner Stellungnahme fragt er nach den Kriterien der Textauswahl, insbesondere der Zuordnung alttestamentlicher Texte zum Sonntagsevangelium. In einem ersten Schritt analysiert er die Figur des sogenannten „Textraumes“, der sich von einem „eindeutigen, womöglich auf die Predigt zentrierten ‚Thema‘ des Gottesdienstes“ abgrenze. Anschließend stellt Theißen diesem das Modell der „Textzeit“ zur Seite. Die Textzeit sei mit der „Annahme verbunden, dass dem Kirchenjahr ein christologischer Plot zugrunde liegt, der zwar keine eindeutige Perikopenordnung vorschreibt, wohl aber klar umrissene Kirchenjahreszeiten zu unterscheiden erlaubt“, so Theißen.

Mit seiner präzisen Analyse vertiefe Henning Theißen die Diskussion um den Entwurf einer neuen Lese- und Predigttextordnung und werfe Fragen auf, die in der Weiterarbeit bedacht werden müssten, betont Oberkirchenrätin Christine Jahn, Geschäftsführerin für die Perikopenrevision und Gottesdienstreferentin im Amt der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD).

Fast 40 Jahre nach der letzten Überarbeitung haben die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Union Evangelischer Kirchen (UEK) und die VELKD beschlossen, die Perikopenordnung behutsam weiterzuentwickeln. So soll der Anteil alttestamentlicher Texte etwa verdoppelt werden. Die Landeskirchen haben die Aufgabe, orientiert an den eingegangenen Rückmeldungen ihre Stellungnahmen zu verfassen. Aus ihnen ergeben sich Leitlinien der Überarbeitung des Entwurfs. Als Termin der Einführung der neuen EKD-weiten Ordnung wird der erste Advent 2018 angestrebt.


Hinweis: Die „Texte aus der VELKD“ Nr. 174 – kann unter der Internetadresse www.velkd.de/publikationen/texte-aus-der-velkd.php?publikation=384&kategorie=22 heruntergeladen werden.

Nutzer von Smartphones können die Dateien über einen QR-Code auf ihr mobiles Endgerät laden.
Ein kostenfreies Abonnement der Texte aus der VELKD und der VELKD-Informationen kann über die E-Mailadresse texte-vi@velkd.de bestellt werden.


Hannover, 26. Januar 2016
Matthias Freytag
Pastor

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„Brückenbauer zwischen wissenschaftlicher Theologie und Kirche“
Ehemaliger Rektor des Theologischen Studienseminars Wenzel Lohff verstorben - Montag, 25. Januar 2016

Hannover – Als einen der „lutherischen Väter der Leuenberger Konkordie“ hat der Leiter des Amtes der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Dr. Horst Gorski (Hannover), Professor Dr. Dr. Wenzel Lohff gewürdigt, der am 14. Januar im Alter von 90 Jahren gestorben ist.

„Lohff ist ein Brückenbauer zwischen theologischer Wissenschaft und Kirche gewesen, dem die Vereinigte Kirche sehr viel verdankt“, hob Gorski in seinem Kondolenzschreiben an die Witwe des Verstorbenen hervor. Dazu zähle insbesondere die Leitung des Theologischen Studienseminars in Pullach bei München, das er von 1980 bis 1986 inne hatte. Auch die grundlegende Volkskirchenstudie der VELKD von 1977 habe er als Vorsitzender des Theologischen Ausschusses der VELKD maßgeblich geprägt. Dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gehörte der Theologe zwischen 1971 und 1979 an.
„Wir gedenken seiner in Respekt und Dankbarkeit für sein Wirken in unserer lutherischen Kirche“, so Gorski abschließend.

Wenzel Lohff wurde 1925 in Bad Oeynhausen geboren. Er studierte in Erlangen Theologie. In München trat er zunächst in den Schuldienst, ehe er an der Universität Hamburg und später in Göttingen Systematische Theologie lehrte. 1980 dann führte ihn sein Weg zur VELKD.

Hannover, 25. Januar 2016
Gundolf Holfert
Stellvertretender Pressesprecher

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DNK/LWB: „Ökumene Herzensanliegen von Franziskus“
Deutsche Lutheraner begrüßen Teilnahme von Papst Franziskus in Lund - Montag, 25. Januar 2016

Hannover – Als ein „wegweisendes Zeichen für die Ökumene“ begrüßt der LWB-Vizepräsident für die Region Mittel- und Westeuropa, Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July (Stuttgart), die Teilnahme von Papst Franziskus am gemeinsamen Reformationsgedenken des Lutherischen Weltbundes (LWB) und des Päpstlichen Einheitsrats. Seine Beteiligung an der gemeinsam verantworteten Veranstaltung am 31.10.2016 in Lund (Schweden) unterstreiche, wie gut die Beziehungen zwischen Lutheranern und Katholiken sind. „Für 2017 ist uns als Lutherischer Weltbund die ökumenische Perspektive zentral, besonders natürlich mit der römisch-katholischen Kirche“, so July. „Ich freue mich sehr, dass der Papst dies mit seinem wegweisenden Zeichen unterstützt. Es ist ein weiterer Schritt auf unserem Weg vom Konflikt zur Gemeinschaft.“

Das gemeinsame Reformationsgedenken schließt an die seit 50 Jahren bestehenden Dialoge zwischen LWB und katholischem Einheitsrat an. Der LWB-Präsident, der LWB-Generalsekretär und der Papst werden die Veranstaltung leiten, die auch einen ökumenischen Gottesdienst umfasst. „Der Gottesdienst wird durch Freude und Dank für die Gaben der Reformation geprägt sein“, betont July, „aber er wird auch die Verfehlungen und gegenseitigen Verletzungen nicht verschweigen.“
Die liturgische Ordnung des Gottesdienstes beruht auf der kürzlich veröffentlichten Liturgie für einen ökumenischen Gottesdienst („Common Prayer“). Sie nimmt das jüngste lutherisch-katholische Dialogdokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ auf. „Mit dem Material kann an jedem Ort der Welt ein solcher Gottesdienst wie in Lund gefeiert werden – ob parallel am 31.10.2016 oder an einem anderen Tag“, so Vizepräsident July.

Auch der Catholica-Beauftragte der VELKD, Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), äußerte sich erfreut über die Teilnahme Franziskus‘: „Das unterstreicht, dass die evangelisch-katholische Ökumene ein Herzensanliegen für Papst Franziskus ist. Die Begegnung mit dem Lutherischen Weltbund wird Energie bringen für die weitere ökumenische Annäherung auch über 2017 hinaus“, so Manzke. Mit Blick auf den Gottesdienst sagte er: „Ich hoffe, dass viele evangelische und katholische Gemeinden dem Beispiel folgen, auf lokaler Ebene ökumenische Gottesdienste zu feiern, und damit ihren Willen zu einer engeren Gemeinschaft Ausdruck verleihen.“

Hinweis: Das liturgische Material finden Sie: hier.

Hannover, 25. Januar 2016
Pressestelle des DNK/LWB

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Claas Cordemann als Referent für Theologische Grundsatzfragen eingeführt
- Samstag, 16. Januar 2016

Hannover/Wennigsen – In einem Festgottesdienst ist Pastor Dr. Claas Cordemann als Referent für Theologische Grundsatzfragen im Amt der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) offiziell eingeführt worden. Die gottesdienstliche Einführung, die im Rahmen einer Kirchenleitungsklausur stattfand, nahm der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), vor.

In seiner Predigt in der Klosterkirche in Wennigsen/Hannover reflektierte Bischof Ulrich das Ziel theologischen Nachdenkens: „Woran arbeiten wir, wofür sind wir da, in den Kirchengemeinden und Landeskirchen, wir in der VELKD? Doch um über dieses Leben nachzudenken, von der Vernunft Gebrauch zu machen, mit ihr, dem Schein des Himmelslichts, über das Licht, das Gott selbst ist, und dessen Ankunft in der Welt wir zu Weihnachten gefeiert haben, nachzudenken.“ In seiner Ansprache zur Einführung würdigte Ulrich Cordemann als einen Theologen, für den es eine Leidenschaft sei, mit anderen im theologischen Gespräch zu sein. Er habe „stets auf dem Schnittpunkt von kirchlicher Praxis und wissenschaftlicher Theologie gearbeitet“. Insofern sei Cordemann „für das Amt der VELKD besonders gut qualifiziert, weil wir ebenfalls auf der Schnittstelle aller denkbaren Perspektiven arbeiten“, so der Leitende Bischof.

Claas Cordemann (44) hat in Göttingen und Halle evangelische Theologie studiert, u. a. bei Ulrich Barth und Joachim Ringleben. Nach dem ersten theologischen Examen arbeitete er von 2001 bis 2005 als Repetent am Institutum Lutheranum der hannoverschen Landeskirche und wurde 2009 mit einer Arbeit zur Verhältnisbestimmung von Christologie und Humanitätsideal im Werk Johann Gottfried Herders promoviert.
Nach Vikariat, zweitem theologischen Examen und als wissenschaftlicher Mitarbeit am Lehrstuhl für Systematische Theologie in Göttingen trat Cordemann 2009 eine halbe Pastorenstelle in der Johannes-Kirchengemeinde in Ellierode-Hettensen an. Seit 2012 war er zusätzlich als Referent des hannoverschen Landesbischofs Ralf Meister tätig. Claas Cordemann folgt auf Mareile Lasogga, die im Dezember 2015 die Leitung des Konfessionskundlichen Instituts (KI) der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Bensheim übernommen hat.

Hannover, 16. Januar 2016
Gundolf Holfert
Stellvertretender Pressesprecher

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