Pressemitteilungen 2015

Christlicher Glaube in der offenen Gesellschaft
„Texte aus der VELKD“ dokumentieren die Generalsynoden 2015 - Freitag, 4. Dezember 2015

Hannover – Die 12. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat sich vom 30. April bis 1. Mai 2015 in Würzburg konstituiert und bereits im November die zweite Tagung der laufenden Amtsperiode durchgeführt. Die Berichte, Beiträge und Beschlüsse beider Tagungen dieses Jahres liegen ab sofort als Ausgabe Nr. 173 der „Texte aus der VELKD“ vor.

Die Würzburger Synodaltagung war von den Wahlen des Präsidiums und der Ausschüsse geprägt. Auf der Bremer Tagung vom 5. bis 7. November 2015 stand der thematische Schwerpunkt „Reformation 2017 – Christlicher Glaube in der offenen Gesellschaft“ im Mittelpunkt. Prof. Dr. Michael Roth (Mainz) beschrieb im Hauptvortrag zum Thema „Apologetische Kompetenz in der offenen Gesellschaft“ die Bedeutung der eigenen Verankerung im Glauben als Grundlage für einen konstruktiven Dialog mit Menschen anderer Konfession, Religion und Weltanschauung. Die Präsentation des neuen Handbuchs „Weltanschauungen, Religiöse Gemeinschaften, Freikirchen“ durch Dr. Matthias Pöhlmann, den Beauftragten für Sekten- und Weltanschauungsfragen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, ergänzte die Thematik.
Gerahmt wurde das Thema durch zwei Vorträge: Der Bericht des Leitenden Bischofs, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), gab u. a. aus lutherischer Sicht eine Analyse der aktuellen Situation vor dem Hintergrund der großen Zahl von Flüchtlingen und der großen Aufnahmebereitschaft in Deutschland; der Vortrag des Catholica-Beauftragten, Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), widmete sich u. a. der Entwicklung des konfessionellen Miteinanders mit Blick auf das bevorstehende Reformationsjubiläum 2017.
Daneben prägten die Wahl der Kirchenleitung der Vereinigten Kirche und die Beratungen über die Vereinbarung zur gegenseitigen Anerkennung des Patenamtes sowie von Firmung und Konfirmation mit der Alt-Katholischen Kirche die Bremer Tagung.

Hinweis: Die „Texte aus der VELKD“ Nr. 173 – können unter der Internetadresse www.velkd.de/publikationen/texte-aus-der-velkd.php?publikation=383&kategorie=22 heruntergeladen werden.

Nutzer von Smartphones können die Dateien über einen QR-Code auf ihr mobiles Endgerät laden.
Ein kostenfreies Abonnement der Texte aus der VELKD und der VELKD-Informationen kann über die E-Mailadresse texte-vi@velkd.de bestellt werden.

Hannover, 4. Dezember 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Kein Tag wie jeder andere: neuer Liturgischer Kalender online
Internet-Angebot von ELKB und VELKD startet zum neuen Kirchenjahr - Donnerstag, 26. November 2015

Hannover/München – Welcher Feiertag ist am kommenden Sonntag? Wie lautet der Wochenspruch und welcher Predigttext erwartet mich? Wann ist der nächste hohe Festtag? Auf diese und andere Fragen gibt der neue Liturgische Kalender der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) Auskunft, der zum Beginn des neuen Kirchenjahres online geht.

Das Angebot eignet sich sowohl für den liturgisch interessierten Laien als auch für den haupt-und ehrenamtlichen Anwender in der Gemeinde. Folgerichtig ist es im Netz unter zwei Adressen zu finden: www.gottesdienst-verstehen.de und www.kirchenjahr-evangelisch.de. „Damit stellen ELKB und VELKD ein Serviceangebot bereit, das als Nachschlagewerk zur Gottesdienstgestaltung sowie liturgischer Feste und Feiern dienen kann“, erklärt Gundolf Holfert, der bei der VELKD die Internetarbeit verantwortet und für das Projekt zuständig ist.

Der Kalender bietet einen umfassenden Überblick über alle relevanten Feiertage des evangelischen Kirchenjahres. Für alle Feiertage sind Lesungstexte, Wochenlieder zum Anhören, Psalmen, Predigttexte und das vorgelesene Evangelium verfügbar. Sonntage mit ähnlicher Themensetzung lassen sich schnell finden. Zusätzlich ist eine Vorschau über das Datum sämtlicher Feiertage bis 2020 möglich. Wer möchte, kann den Kalender über eine interaktive Schaltfläche (Widget) in seine Internetpräsenz einbinden.

„Wir wollen sowohl Einsteigern als auch Profis mit unserem Angebot ansprechen. Auch deshalb haben wir uns für eine selbsterklärende Benutzerführung entschieden, die so wenige Klicks wie möglich bis zur gesuchten Information braucht“, erläutert Andrea Seidel, Internetreferentin der Bayerischen Landeskirche. „Nur mit einer einfach zu handhabenden und attraktiven Seite kann es gelingen, Begeisterung für liturgische Traditionen und gelebte Spiritualität zu wecken“, ergänzt ihre Kollegin Pfarrerin Anne Lüters.

Hinweis: Der Liturgische Kalender auf www.gottesdienst-verstehen.de  und www.kirchenjahr-evangelisch.de  ist eine Kooperation der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands.

Hannover, 26. November 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Ab dem Ewigkeitssonntag: Virtuelle Gedenkseiten erinnern an geliebte Menschen
Neues Angebot der evangelischen Kirchen als Trauerort im Netz - Freitag, 20. November 2015
Hannover – Menschen brauchen Orte, an denen sie um ihre Verstorbenen trauern und ihrer gedenken können. Das Grab ist ein solcher besonderer Ort – häufig verlagert sich die Trauer um einen geliebten Menschen aber auch ins Internet.

Vom Ewigkeitssonntag am 22. November an geben die evangelischen Kirchen den Hinterbliebenen einen virtuellen Raum für ihre Trauer. Auf www.gedenkseiten.trauernetz.de können Trauernde dann eine kostenlose Gedenkseite für Verstorbene anlegen oder ihr Beileid auf einer bereits bestehenden Gedenkseite ausdrücken. Jeder Eintrag lässt sich durch eines von sieben Symbolen ergänzen, zum Beispiel eine Kerze, ein Engel oder betende Hände. Sie helfen dabei, die Trauer auszudrücken.

In der evangelischen Kirche wird am Ewigkeitssonntag aller Verstorbenen des vergangenen Kirchenjahres namentlich gedacht. „Wir erleben es aber immer häufiger, dass Trauernde auch darüber hinaus ihrem Schmerz und ihrer Traurigkeit Ausdruck verleihen möchten“, sagt Dr. Georg Raatz, Seelsorgereferent im Amt der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), die an trauernetz.de beteiligt ist. Gerade für Menschen, deren Wohnort weiter entfernt liegt oder die nicht ausreichend mobil sind, um das Grab eines Verstorbenen aufzusuchen, bieten die virtuellen Gedenkseiten neue Möglichkeiten, mit dem Verlust umzugehen.

Anders als bei einer Traueranzeige in der Zeitung bleibt das Andenken im Internet präsent und kann dauerhaft ergänzt werden. „So versammelt eine Gedenkseite mit der Zeit nicht nur alle Trauer- und Beileidsbekundungen. Sie zeichnet aus den Erinnerungen der Hinterbliebenen auch ein vielschichtiges Bild des Verstorbenen“, sagt Simone Becker, Online-Redakteurin für trauernetz.de.

Am Ewigkeitssonntag findet außerdem um 18 Uhr auf www.trauernetz.de eine Chatandacht statt. Um an Verstorbene namentlich zu erinnern, können deren Namen zuvor in ein Trauerbuch eingetragen werden.

Hinweis: trauernetz.de ist eine Kooperation der Evangelischen Landeskirche in Baden, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands.

Hannover, 20. November 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD Seite drucken
„Mutig quer zur Welt, wenn es sein muss“
Leitender Bischof Gerhard Ulrich und Christian Lehnert sprechen bei Verleihung der LutherRose in Berlin - Montag, 16. November 2015

Berlin/Hannover – „Diese Welt, die aus den Fugen zu geraten scheint, braucht die Kraft des Wortes. Das Wort der Freiheit, des Friedens und der Barmherzigkeit darf gerade jetzt nicht schweigen!“ Darauf hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), heute in seinem Schlusswort zur 8. LutherKonferenz der Internationalen Martin Luther Stiftung (IMLS) in Berlin hingewiesen. Unter dem Eindruck der Attentate in Paris vom vergangenen Freitag erklärte er: „Gerade, wenn es uns die Sprache verschlägt, brauchen wir Worte, die die Enge der Angst wieder aufmachen.“

In seiner Grußrede an die Gäste der Konferenz, die heute in Berlin tagte und unter dem Titel „Credo und Credit. Zur Rolle des Geldes in Wirtschaft und Gesellschaft“ stand, thematisierte Landesbischof Ulrich auch das Verhältnis von Freiheit und Verantwortung für die Gestaltung einer Gesellschaft „mit menschlichem Antlitz“ und einer Wirtschaft, „die den Menschen dient“. Luther habe gezeigt, dass es „keine Freiheit ohne Bindung, ohne festen Grund“ geben könne.

Ulrich nahm damit einen Gedanken des Lyrikers und Theologen Christian Lehnert auf, der zuvor die Laudatio auf die diesjährige Preisträgerin der LutherRose, die Berliner Verlegerin und Schriftstellerin Ulla Unseld-Berkéwicz, gehalten hatte. Darin hatte dieser auf Luthers „großes Unbehagen“ gegenüber der damals entstehenden „frühkapitalistischen Wirtschaftsordnung“ verwiesen. Lehnert, der auch die Geschäfte des Liturgiewissenschaftlichen Instituts der VELKD in Leipzig führt, sieht diese Skepsis in der Erkenntnis des Reformators begründet, dass „der Händler mit Zukunft umgeht, als wäre sie sein eigen“. Indem dieser spekuliere, rechne er mit der Zeit. Dass es aber „lebendige Hoffnung nur jenseits der Sag- und Berechenbarkeit“ gibt, habe Luther prägnant und präzise erfasst. „Die wesentlichen Dinge im Leben sind nicht terminierbar“, so Lehnert.

Die LutherRose wurde am heutigen Montag im Rahmen der 8. LutherKonferenz der Internationalen Martin Luther Stiftung überreicht. Die 2007 gegründete Stiftung will die Impulse der Reformation in einen Dialog zwischen Kirche, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik einbringen.

Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD 

Weitere Informationen:
Laudatio        - Christian Lehnert (Leipzig) (pdf)
Dankesrede   - Ulla Unseld-Berkéwicz, Preisträgerin LutherRose 2015 (pdf)
Schlussworte - Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin) (pdf)

 

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Chat-Andacht: Am Ewigkeitssonntag auch im Netz die Trauer vor Gott bringen
Evangelische Kirchen laden auf www.trauernetz.de zur Beteiligung ein - Freitag, 13. November 2015

Hannover – Christinnen und Christen erinnern sich am Ewigkeitssonntag in Gottesdiensten an ihre Verstorbenen und befehlen sie Gott an. Dies geschieht nicht nur in Ortsgemeinden, sondern auch im Internet. Auf trauernetz.de bietet die evangelische Kirche einen Raum, wo Menschen ihre Trauer vor Gott aussprechen können. Bereits zum siebten Mal seit 2009 findet am Ewigkeitssonntag, 22. November 2015, um 18 Uhr eine Chatandacht statt.

In evangelischen Gottesdiensten werden an diesem letzten Sonntag jedes Kirchenjahres die Namen der im Kirchenjahr verstorbenen Gemeindeglieder verlesen, und die Gemeinde schließt sie und ihre Angehörigen in die Fürbitte ein. Was in den Gemeindegottesdiensten guter Brauch ist, wird über die Form des Chats auch online möglich. Angehörige oder Freunde können ab sofort unter www.trauernetz.de die Namen der Verstorbenen in ein Trauerbuch eintragen. Diese werden während der Online-Andacht im Chat eingeblendet und im Gebet vor Gott gebracht. Im Anschluss beten die Chatteilnehmerinnen und teilnehmer gemeinsam das Vaterunser und bitten um Gottes Segen.

In den vergangenen Jahren haben sich besonders solche Menschen an der Online-Andacht beteiligt, die bereits vor längerer Zeit gestorbene Angehörige oder Freunde ins Gedenken einschließen wollten. Auch wenn die Gemeinde der Verstorbenen zu weit vom Wohnort der Angehörigen entfernt ist, um dort am Ewigkeitssonntag am Gottesdienst teilnehmen zu können, bietet die Chatandacht eine Möglichkeit, im Internet namentlich der Toten zu gedenken.

„Online-Andachten wie auf trauernetz.de ergänzen die Angebote der Ortsgemeinden“, sagt Dr. Georg Raatz, Seelsorgereferent im Amt der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). „Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass die namentliche Erinnerung an die Verstorbenen wichtig ist, ob der Name im Chat eingeblendet oder von der Kanzel verlesen wird, ist dabei nicht entscheidend. Online-Angebote wie das trauernetz.de ersetzen nicht, sondern bereichern herkömmliche Orte für Trauer.“

Hinweis: www.trauernetz.de ist eine Kooperation der Evangelischen Landeskirche in Baden, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands.


Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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„Vom Abendmahl her leben“ neu aufgelegt
Kernthema evangelischen Glaubens verständlich dargestellt - Montag, 9. November 2015

Hannover – Mit der eben erschienenen zweiten Auflage des Booklets „Vom Abendmahl her leben“ ist die Heftreihe der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) zu den Themen Taufe, Beichte und Abendmahl wieder komplettaktualisiert. Die Reihe war vor drei Jahren erstmalig erschienen und seither kontinuierlich nachgefragt worden.

Die rund 50-seitige Broschüre „Vom Abendmahl her leben“ richtet sich an theologisch Interessierte und kirchlich Verbundene. Der Text vereinigt informative und betrachtende Aspekte. Auf diese Weise wird ein Kernthema des evangelischen Glaubens verständlich und einprägsam erschlossen. Das Heft kann sowohl als Grundlage für gemeindliche Gespräche als auch zur Vertiefung des jeweiligen Themas durch die persönliche Lektüre dienen.

Das Bildkonzept des Booklets wie auch der kompletten Reihe korrespondiert mit den Texten und greift Motive des Reformations-Altars von Lucas Cranach d. Ä. in der Stadtkirche St. Marien in Wittenberg auf.

Hinweis: Das Booklet „Vom Abendmahl her leben“ kann im Amt der VELKD (Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, Tel.: 0511/27 96 438, Fax: 0511/27 96 182, E-Mail: versand@velkd.de) bestellt werden, Schutzgebühr je 1,50 Euro zzgl. Versandkosten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.velkd.de/publikationen.php

Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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„Du bist mir täglich nahe …“ wieder verfügbar
Trauerbroschüre der VELKD erscheint in zweiter Auflage - Montag, 9. November 2015

Hannover – Die Broschüre „Du bist mir täglich nahe … – Sterben, Tod, Bestattung, Trauer“ der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) ist wieder lieferbar. Das Heft im Booklet-Format war im Oktober letzten Jahres komplett neu gestaltet worden und liegt jetzt in zweiter Auflage vor.

Die Schrift wendet sich an Menschen, „die trauern und an jene, die sie in ihrer Trauer begleiten“. Hierfür sei es gut zu wissen, auf „die altbewährten Worte der Bibel und der christlichen Tradition zurückkommen“ zu können, heißt es im Vorwort.

Jedes der vier Kapitel enthält situationsbezogene „Gedanken und Gefühle“ und eine Auswahl von biblischen und außerbiblischen Zitaten als „Trostworte“. Konkrete Hinweise dazu, was am Lebensende zu bedenken ist, ergänzen die Broschüre. Das Heft hat die pastorale und gemeindliche Arbeit im Blick: Es eignet sich sowohl für Besuchs-, Hospiz- und Trauergruppen als auch für die seelsorgerliche Begleitung Einzelner.

Herausgegeben wird das 92-seitige Heft von Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler (München), Prof. Dr. Kerstin Lammer (Freiburg) und Oberkirchenrat Dr. Georg Raatz (Hannover).

Hinweis: Das Booklet „Du bist mir täglich nahe … – Sterben, Tod, Bestattung, Trauer“ kann beim Amt der VELKD (Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, Tel.: 0511/27 96 491, Fax: 0511/27 96 182, E-Mail: versand@velkd.de) gegen eine Schutzgebühr von 2,00 Euro (zzgl. Versandkosten) bestellt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.velkd.de/publikationen.php.

Hannover, 9. November 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Jazz als Klangfarbe des Gottesdienstes
Saxophonist Uwe Steinmetz verstärkt VELKD-Institut für Liturgiewissenschaft - Sonntag, 8. November 2015

Hannover/Leipzig – Am heutigen Sonntag ist Uwe Steinmetz in die Projektstelle „Liturgical Jazz“ am Liturgiewissenschaftlichen Institut der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in der Nikolaikirche Leipzig eingeführt worden.

Zu den zentralen Aufgaben des Berliner Jazzmusikers und Komponisten, der seinen Dienst im September 2015 aufgenommen hat, gehört die Arbeit an der Klanggestalt des lutherischen Gottesdienstes. So soll Steinmetz erforschen und erproben, wie Jazz und improvisierte Musik zu einem in Wort und Klang stimmigen und ausdrucksstarken evangelisch-lutherischen Gottesdienst beitragen können. Auf diese Weise soll u. a. ein Beitrag dazu geleistet werden, neue Klänge für die immer internationalen werdenden evangelischen Kirchen zu entdecken.

Darüber hinaus wirkt er an der musikalischen Gestaltung von Universitätsgottesdiensten mit und arbeitet in den Seminaren und den Fortbildungen des Liturgiewissenschaftlichen Institutes mit. In seiner Verantwortung liegen außerdem die Pflege des Archivs christlicher Popularmusik des Instituts („Schallarchiv“) und die Weiterentwicklung des Evangelischen Gesangbuchs.

Die Projektstelle „Liturgical Jazz“ am Liturgiewissenschaftlichen Institut der VELKD ist auf drei Jahre befristet und wird von der VELKD mit Unterstützung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) getragen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.velkd.de und unter www.velkd.de/leipzig

Hannover, 8. November 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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2. Tagung der 12. Generalsynode der VELKD beendet
„Reformation 2017 – Christlicher Glaube in offener Gesellschaft“ - Samstag, 7. November 2015

Hannover/Bremen. Am Samstagmittag ist in Bremen die 2. Tagung der 12. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) zu Ende gegangen. Vom 5. bis 7. November 2015 waren 50 Synodale in Bremen zur ihrer zweiten ordentlichen Sitzung mit dem Schwerpunktthema „Reformation 2017 – Christlicher Glaube in offener Gesellschaft“ zusammengekommen. Die Generalsynode hat dazu die Präsentation des gerade erschienenen, neu überarbeiteten Handbuchs „Weltanschauungen, Religiöse Gemeinschaften, Freikirchen“ sowie einen Vortrag von Prof. Dr. Michael Roth (Mainz) zum Thema „Apologetische Kompetenz in der offenen Gesellschaft“ entgegengenommen. Das Handbuch wurde in Kooperation mit den Weltanschauungsbeauftragten der Landeskirchen erarbeitet. Das Nachschlagewerk ist als Orientierungshilfe gedacht, um die Vielfalt religiöser Sichtweisen wahrnehmen und beurteilen zu können. Roth legte in seinem Vortrag dar, dass die Verankerung im eigenen Glauben die Grundlage für einen konstruktiven Dialog mit Menschen anderer Konfession, Religion und Weltanschauung sei.

In der Entschließung zum thematischen Schwerpunkt sprach sich die Generalsynode heute dafür aus, das Handbuch u. a. in der kirchlichen Bildungsarbeit, in Schulen, Gemeinden und Akademien einzusetzen und vor dem Hintergrund der „zunehmenden Pluralisierung unserer Gesellschaft“ auch den Dialog mit den Konfessionslosen engagiert zu pflegen und zu fördern. Um anderen Weltanschauungen offen und neugierig begegnen zu können, sei es notwendig, sich des eigenen Glaubens gewiss zu sein und darüber Auskunft geben zu können.

Ebenfalls am heutigen Samstag hat der Catholica-Beauftragte der VELKD, Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke, vor der Generalsynode der VELKD und den Delegierten der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen (UEK) seinen Bericht gegeben. Darin würdigte er u. a. die Ergebnisse der Familiensynode in Rom aus evangelischer Sicht. Abschließend hat die Generalsynode Entschließungen und Beschlüsse zum Bericht des Leitenden Bischofs, Landesbischof Gerhard Ulrich, sowie zum Bericht des Catholica-Beauftragten gefasst. Ebenfalls haben die Synodalen das eingebrachte Verständigungspapier zwischen der Vereinigten Kirche und den Alt-Katholiken zur wechselseitigen Anerkennung von Konfirmation und Firmung angenommen.

Mit dem Mittagsgebet endete die 2. Tagung in Bremen. Zur ihrer 3. Tagung kommt die 12. Generalsynode der VELKD vom 3. bis 5. November 2016 in Magdeburg zusammen. Die 12. Generalsynode hatte sich auf der 1. Tagung in Würzburg vom 30. April bis 3. Mai 2015 konstituiert.

Weitere Informationen zur Generalsynode der VELKD finden Sie unter www.velkd.de/velkd/12-generalsynode.php.

Bremen, 7. November 2015
Gundolf Holfert                                           Pastor Matthias Freytag
stellv. Pressesprecher der VELKD                 Pressestelle der VELKD

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Entschieden den Glauben bezeugen und ökumenisch handeln
Zweiter Bericht des Catholica-Beauftragten vor der Generalsynode - Samstag, 7. November 2015

Hannover/Bremen. Der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), hat in seinem Bericht „Entschieden in der Bezeugung des Glaubens – Barmherzig in der Zuwendung zu den Menschen“ vor der Generalsynode in Bremen die Reformprozesse in der römisch-katholischen Kirche gewürdigt. Dafür seien die Ergebnisse der kürzlich stattgefundenen Bischofssynode unter dem Thema „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“ ein weiteres Beispiel. Die Familiensynode habe abschließend formuliert, „die Lehre nicht zu verändern, aber auch der Komplexität der Lebensformen in den verschiedenen Kulturen Rechnung zu tragen und eine verurteilende und abwertende Sprache zu vermeiden“. Damit sei das ökumenische Gespräch über ethische Fragestellungen auch in Deutschland „positiv gestärkt“ worden, so Manzke.

Die im Mai veröffentlichte Umwelt-Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus wertete der Catholica-Beauftrage als „eine große Ermutigung und Bestätigung für christliche Initiativen und Basisgruppen ist, die sich seit Jahren für die Bewahrung der Schöpfung einsetzen“. Die Kirchen täten gut daran, ihre Kompetenzen und Anliegen gemeinsam mit den anderen Religionen und gesellschaftlichen Institutionen in den öffentlichen Diskurs um die Zukunft dieser Welt einzubringen.

Zuletzt blickte Manzke auf das 50-jährige Jubiläum der Schrift „Gaudium et spes“, die zum Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils verabschiedet worden war. Auch für das gegenwärtige gemeinsame Handeln der evangelischen Kirchen und der römisch-katholischen Kirche halte dieser Text „Vorgaben bereithält, die noch nicht eingelöst worden sind – aber eingelöst werden können und müssen“.

Die 2. Tagung der 12. Generalsynode der VELKD findet vom 5. - 7. November in Bremen statt.

Weitere Informationen zur Generalsynode der VELKD finden Sie unter www.velkd.de/velkd/12-generalsynode.php.

Bremen, 7. November 2015
Gundolf Holfert                                                     Pastor Matthias Freytag
stellv. Pressesprecher der VELKD                            Pressestelle VELKD

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Michael Roth zur „Apologetischen Kompetenz in der offenen Gesellschaft“
Reformation und die offene Gesellschaft als Schwerpunktthema der Generalsynode - Freitag, 6. November 2015

Hannover/Bremen. Der Mainzer Theologe Prof. Dr. Michael Roth hat vor der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) betont: „Eine ‚offene Gesellschaft‘ ist darauf angewiesen, dass die einzelnen Glieder sich hinsichtlich ihrer Grundüberzeugungen Rechenschaft geben, Fragen stellen und sich befragen lassen. Kurz: Eine „offene Gesellschaft ist auf Apologetik angewiesen.“ In seinem Vortrag mit dem Titel „Nur konfessionell glücklich? Apologetische Kompetenz in der offenen Gesellschaft“ hat er am heutigen Thementag in spezifischer Weise das Schwerpunktthema der 2. Tagung der 12. Generalsynode der VELKD in Bremen aufgegriffen: „Reformationsjubiläum 2017 – Christlicher Glaube in offener Gesellschaft“. Unter apologetischer Kompetenz verstehe er jene Eigenschaften, die Christinnen und Christen befähigten, jederzeit und in verantwortlicher Weise über ihren Glauben „Rede und Antwort“ stehen zu können.
Zu Beginn seines Vortrages nahm Roth Bezug auf das neu erscheinende „Handbuch Weltanschauungen, Religiöse Gemeinschaften, Freikirchen“, an dessen Erarbeitung er als Fachberater beteiligt war. Das Werk hatte der Vorsitzende des Ausschusses „Religiöse Gemeinschaften“ der VELKD, Kirchenrat Dr. Matthias Pöhlmann, am Vormittag zusammen mit Oberkirchenrätin Christine Jahn aus dem Amt der VELKD vorgestellt.

Roth ist seit kurzem Inhaber des Lehrstuhls für Systematische Theologie und Sozialethik an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Zuvor wirkte er in Bonn, wo er 1997 promoviert wurde, sich 2001 habilitierte und seit 2007 als außerplanmäßiger Professor tätig war.

Die 2. Tagung der 12. Generalsynode der VELKD findet vom 5. - 7. November 2015 in Bremen statt.

Weitere Informationen zur Generalsynode der VELKD finden Sie unter www.velkd.de/velkd/12-generalsynode.php.

Bremen, 6. November 2015
Gundolf Holfert                                             Pastor Matthias Freytag
stellv. Pressesprecher der VELKD                   Pressestelle VELKD

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„Handbuch Weltanschauungen, Religiöse Gemeinschaften, Freikirchen“ vorgestellt
Offene Gesellschaft braucht Orientierung - Freitag, 6. November 2015

Hannover/Bremen – Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) hat auf der 2. Tagung ihrer 12. Generalsynode in Bremen das neue „Handbuch Weltanschauungen, Religiöse Gemeinschaften, Freikirchen“ vorgestellt. In ihrer Einführung hat die Gottesdienstreferentin des Amtes der VELKD, Oberkirchenrätin Christine Jahn, betont, dass eine offene Gesellschaft mehr denn je Erklärung, Auseinandersetzung und Orientierungen in Weltanschauungsfragen brauche: „Zu einer offenen Gesellschaft gehört die Pluralisierung des Religiösen und der Wettbewerb verschiedener Gestalten von Daseinsgewissheiten. Der reformatorisch bestimmte Glaube sieht sich heute einer nie dagewesenen Vielzahl von Weltanschauungen und Glaubensüberzeugungen gegenüber, die ihrerseits kaum mehr zu kategorisieren sind“, so Jahn.
Der Vorsitzende des Ausschusses „Religiöse Gemeinschaften“, Kirchenrat Dr. Matthias Pöhlmann, beschreibt es als Ziel und Anliegen des Handbuchs, einen „Beitrag zu einer religiösen Aufklärung über die Hintergründe, Geschichte und Erscheinungsformen unterschiedlicher Weltanschauungen, religiöser Gemeinschaften und Freikirchen aus evangelisch-lutherischer Perspektive“ zu leisten. Dafür werde Kirchengemeinden, Schulen und staatlichen Behörden mit diesem Handbuch ein Grundlagenwerk an die Hand gegeben.

Gemeinsam haben 17 Weltanschauungsbeauftragte aus den Gliedkirchen der VELKD, des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbunds (DNK/LWB), anderer Mitgliedskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen der EKD in Berlin insgesamt 1080 Seiten und etwa 2800 Stichworte im Stichwortverzeichnis zusammengetragen.

Die Präsentation des Buches diente zugleich als Hinführung zum Schwerpunktthema der Synodaltagung: „Reformationsjubiläum 2017 – Christlicher Glaube in der offenen Gesellschaft“. In der Fortsetzung des Themas hält Prof. Dr. Michael Roth (Mainz) am Nachmittag den Hauptvortrag.

Die 2. Tagung der 12. Generalsynode der VELKD findet vom 5. - 7. November 2015 in Bremen statt.

Hinweis: Die Publikation: „Handbuch Weltanschauungen, Religiöse Gemeinschaften, Freikirchen“, Christine Jahn, Matthias Pöhlmann (Hrsg.), Gütersloher Verlagshaus, 2015, ISBN 978-3-579-08224-0, 1080 Seiten, 98,00 EUR erscheint am 23. November 2015.

Weitere Informationen finden Sie unter www.velkd.de/publikationen/publikationen-gesamtkatalog.php?publikation=380&kategorie.

Bremen, 6. November 2015
Gundolf Holfert                                                  Pastor Matthias Freytag
stellv. Pressesprecher der VELKD                        Pressestelle VELKD

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Lutherische Generalsynode in Bremen wählt Kirchenleitung
Sieben Nichtordinierte und sechs Ordinierte führen die Geschäfte der VELKD - Freitag, 6. November 2015

Hannover/Bremen – Die 12. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat auf ihrer Tagung in Bremen eine neue Kirchenleitung gewählt. Die Wahl betraf neun der insgesamt 13 Mitglieder des Gremiums. Demnach gehören der Kirchenleitung in der Amtsperiode 2015 bis 2020 an: Pastor Jens Hauschild (Schaumburg-Lippe), Oberkirchenrat Dr. jur. Hans-Peter Hübner (Bayern), Pröpstin Kristina Kühnbaum-Schmidt (Mitteldeutschland), Pfarrer Harald Welge (Braunschweig), Oberkirchenrätin Susanne Böhland (Nordkirche), Merle Fromberg M. A. (Nordkirche), Diakon Henning Schulze-Drude (Hannover), Dipl.-Päd. Jürgen Schneider (Hannover) und Oberlandeskirchenrat Klaus Schurig (Sachsen).

Mitglieder der Kirchenleitung sind qua Amt der Präsident der 12. Generalsynode, Prof. Dr. Dr. h.c. Wilfried Hartmann (Hamburg), sowie die von der Bischofskonferenz entsandten Vertreter: der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), der den Vorsitz der Kirchenleitung inne hat, seine Stellvertreterin, Landesbischöfin Ilse Junkermann (Magdeburg), sowie Vizepräsident Arend de Vries (Hannover).

Die 2. Tagung der 12. Generalsynode der VELKD findet vom 5.-7. November 2015 in Bremen statt.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.velkd.de/velkd/12-generalsynode.php.

Bremen, 6. November 2015
Gundolf Holfert                                                Pastor Matthias Freytag
stellv. Pressesprecher der VELKD                      Pressestelle VELKD

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Weltverantwortung wichtiger Aspekt des christlichen Glaubens
Leitender Bischof der VELKD gibt Bericht vor der 12. Generalsynode - Donnerstag, 5. November 2015

Hannover/Bremen. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), hat in seinem diesjährigen Bericht vor der Generalsynode die „Weltverantwortung“ als einen Aspekt des christlichen Glaubens in den Mittelpunkt gestellt: „Als Christinnen und Christen sind wir gerufen, Verantwortung zu übernehmen in dieser Welt und, wo es denn möglich ist, auch für diese Welt.“ Insbesondere in der aktuellen Situation, in der erhebliche Flüchtlingsströme auf der Suche nach Schutz in Deutschland ankommen, seien Menschen gefordert, Verantwortung für die Welt zu übernehmen. Angesichts dieser Herausforderung ist Ulrich dankbar für den Einsatz der zahlreichen Helfenden und voller Respekt für deren Arbeit in Erstaufnahmeunterkünften und Bahnhöfen sowie in Kirchengemeinden, Diensten und Werken.

Der Leitende Bischof hat zugleich betont, dass sich eine christliche Weltverantwortung nicht auf die Flüchtlingsarbeit in Deutschland und Europa beschränken dürfe: „Der nicht abreißende Strom von Menschen, die um ihr Leben fliehen, erzählt eben auch vom Scheitern der Weltgemeinschaft, Frieden zu schaffen und endlich anzufangen aufzuhören mit dem verrückten Kriegsgeschehen“, so Ulrich. Auch dazu habe Gott den Menschen aus seiner Selbstbezogenheit befreit. „Diese christliche Freiheit ist nicht abstrakt, sie ist nicht die Freiheit des Egos, sie ist gebundene Freiheit, gebunden an die Liebe. Sie ist nicht in erster Linie eine Freiheit „von“, sondern eine Freiheit „zu“, nämlich zur Liebe.“

Im Themenjahr 2016, das unter dem Motto „Die Reformation und die Eine Welt“ steht, sei daher auch diese Dimension von Freiheit und Verantwortung zu bedenken.
Bischof Ulrich hat seinen Bericht vor der Generalsynode unter das biblische Wort, „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ (Joh. 3,16), gestellt.

Es war der vierte Bericht als Leitender Bischof der VELKD seit 2011. Die 2. Tagung der 12. Generalsynode findet vom 5. bis 7. November in Bremen statt.

Weitere Informationen zur Generalsynode der VELKD finden Sie unter www.velkd.de/velkd/12-generalsynode.php.

Bremen, 5. November 2015
Gundolf Holfert                                                     Pastor Matthias Freytag
stellv. Pressesprecher der VELKD                           Pressestelle der VELKD

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2. Tagung der 12. Generalsynode der VELKD eröffnet
Lutherisches Kirchenparlament tagt vom 5. bis 7. November in Bremen - Donnerstag, 5. November 2015

Hannover/Bremen. Am heutigen Donnerstagnachmittag ist in Bremen die 2. Tagung der 12. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) eröffnet worden. Im Anschluss an die Eröffnungsandacht des Leiters des Amtes der VELKD, Dr. Horst Gorski, hat der Präsident der Generalsynode, Prof. Dr. Dr. h. c. Wilfried Hartmann (Hamburg), die 50 Synodalen aus den sieben Gliedkirchen der VELKD begrüßt und auf eine umfangreiche Tagesordnung eingestimmt.

Im Mittelpunkt der Tagung steht die Wahl der Kirchenleitung am Freitag, dem 6. November. Die Kirchenleitung wird für sechs Jahre gewählt. Ebenfalls am Freitag prägt das Schwerpunktthema dieser Tagung, „Reformation und die offene Gesellschaft“, die anschließenden Plenumsarbeit. In diesem Zusammenhang wird das neue Handbuch „Weltanschauungen, Religiöse Gemeinschaften, Freikirchen“ präsentiert. Die Einführung in dieses umfangreiche Buch, das als Referenzwerk für die kommenden Jahre anzusehen ist, werden Pfarrer Dr. Matthias Pöhlmann, der Vorsitzende des Ausschusses „Religiöse Gemeinschaften“, und VELKD-Gottesdienstreferentin Christine Jahn übernehmen. Daran schließt der Hauptvortrag des Bonner Theologen Prof. Dr. Michael Roth an, der die „Apologetische Kompetenz in der offenen Gesellschaft“ thematisieren wird.

Im Verlauf der Tagung werden die Berichte des Leitenden Bischofs sowie der Kirchenleitung und die Vereinbarung zur gegenseitigen Anerkennung des Patenamtes, der Konfirmation und Firmung zwischen VELKD und dem Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland (AKD) eingebracht. Die Generalsyode wird außerdem Impulse zum Thema „Reformation und die Eine Welt“ aus dem Lutherischen Weltbund und der lutherischen Kirche Ungarns hören .

Der Freitagabend ist geprägt von einem gemeinsamen Gottesdienst der Generalsynode der VELKD und der Vollkonferenz der UEK in der Söderblom-Kirche in Bremen-Marßel. Daran schließt sich im angelegenen Gemeindezentrum der ebenfalls gemeinsam begangene Ökumenische Abend der Begegnung an.

Am Samstag, dem 7. November, gibt der Catholica-Beauftragte seinen Bericht. Darin wird er u.a. die Ergebnisse der Familiensynode in Rom auf evangelischer Sicht würdigen. Im Laufe des späten Vormittags wird die Generalsynode Beschlüsse u.a. zum Verständigungspapier wechselseitiger Anerkennung von Konfirmation und Firmung mit den Alt-Katholiken fassen.

Weitere Informationen zur Generalsynode der VELKD finden Sie unter http://www.velkd.de/velkd/12-generalsynode.php.

Bremen, 5. November 2015
Gundolf Holfert                                                 Pastor Matthias Freytag
stellv. Pressesprecher der VELKD                       Pressestelle der VELKD

 

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Spielräume eröffnet, ökumenische Perspektiven geschaffen
Catholica-Beauftragter der VELKD zu den Ergebnissen der Bischofssynode in Rom - Mittwoch, 28. Oktober 2015

Hannover – Der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), hat die Ergebnisse der XIV. Generalversammlung der Bischofssynode der römisch-katholischen Kirche, die am Sonntag zu Ende gegangen ist, in einer ausführlichen Stellungnahme gewürdigt.

Der Abschlusstext der Bischöfe vermeide Festlegungen und unmittelbare Empfehlungen, z.B. in Fragen des Umgangs mit Geschiedenen und deren Zulassung zum Abendmahl, und schaffe damit Handlungsspielräume für Papst Franziskus, konstatiert Bischof Manzke. Das Dokument zeige zudem „die Vielfalt innerhalb der katholischen Theologie und Kirche“ und belege „eine produktive Auseinandersetzung mit den theologischen und kulturellen Differenzen“, so Manzke.

So seien „auch Schärfen und Spitzen im Blick auf alternative Lebensformen gegenüber der traditionellen Ehe und Familie“ vermieden worden. Vielmehr plädiert der Bericht für einen „differenzierten pastoralen Umgang“: So betone der Text „den Wegcharakter der Seelsorge und schärft die Notwendigkeit für alle Seelsorger ein, genau hinzuhören in ihren jeweiligen kulturellen Kontexten“, merkt der Catholica-Beauftragte an.

Bischof Manzke hält das Dokument auch in ökumenischer Hinsicht für bemerkenswert: Denn es zeige die Bereitschaft, unterschiedliche Lebensentwürfe und -modelle in ihrer jeweiligen Dynamik stärker zu berücksichtigen, „ohne Veränderungen in der Lehre und Moraltheologie vorzunehmen.“ Damit seien Handlungsspielräume eröffnet und „das ökumenische Gespräch über ethische Fragestellungen auch in Deutschland“ positiv gestärkt worden.

Hinweis: Die komplette Stellungnahme des Catholica-Beauftragten kann unter
www.velkd.de/downloads/Stellungnahme_Catholica-Beauftragter_Bischofssynode.pdf auf der Internetpräsenz der VELKD heruntergeladen werden.

Hannover, 28. Oktober 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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„Grüner Gockel“ für VELKD-Einrichtung
Theologisches Studienseminar in Pullach erhält wichtiges Umwelt-Zertifikat - Montag, 19. Oktober 2015

Hannover/Pullach – Das Theologische Studienseminar der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Pullach bei München erhält das kirchliche Umwelt-Zertifikat „Grüner Gockel“ („Grüner Hahn“).

Das mit der Europäischen Verordnung EMAS (Eco Management and Audit Scheme) konforme Zertifikat bestätigt die erfolgreiche Einführung eines systematischen Umweltmanagements. Das Studienseminar verpflichtet sich damit u.a. zu kontinuierlicher Verbesserung in der Umweltfreundlichkeit seines Studien- und Gastbetriebs.
Hierfür haben die Mitarbeitenden nach einer umfassenden Bestandsaufnahme ein entsprechendes Programm für die nächsten vier Jahre entwickelt. Regelmäßig erhobene umweltrelevante Verbrauchsdaten belegen künftig dessen Wirksamkeit.

„Zur theologischen Bildung, für die das Studienseminar steht, gehört auch das Nachdenken über schöpfungsgemäßes Handeln“, erläutert der Rektor der Einrichtung, PD Dr. Detlef Dieckmann-von Bünau. Und beim Nachdenken soll es nicht bleiben: „Der „Grüne Gockel“ ist für Mitarbeitende und Gäste im Haus ein Zeichen unserer Selbstverpflichtung, durch umweltschonendes Handeln zur Bewahrung der Schöpfung beizutragen.“

Bereits seit vielen Jahren bezieht das Studienseminar Strom und Wärme (letztere durch Solar- und Tiefen-Geothermie) zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen. Nach der Umsetzung erster energetischer Sanierungsmaßnahmen und der Biozertifizierung der Verpflegung 2015 sei die Einführung eines Umweltmanagements der nächste konsequente Schritt, so Dieckmann-von Bünau. Die Studienleiterin und stellvertretende Rektorin Dr. Christina Costanza ergänzt: „Mich beeindruckt besonders, dass alle Mitarbeitenden im Studienseminar dem Umweltteam angehören und dieses Programm mittragen.“

Das Theologische Studienseminar der VELKD in Pullach bietet Studienkurse für Pfarrerinnen und Pfarrer sowie für Personen in kirchenleitender Verantwortung an. Die ein- und zweiwöchigen Studienkurse dienen der theologischen Vertiefung, dem Austausch über die Grenzen der Landeskirchen hinweg und der Begegnung zwischen akademischer Theologie und kirchlicher Arbeit.

Ein pressefähiges Foto der Zertifikatübergabe steht unter www.velkd.de/images/Studienseminar_Umwelt_Zertifikat_19102015.jpg und die Umwelterklärung des Studienseminars unter www.theologisches-studienseminar.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/10/Umwelterklärung-2015-10-19.pdf bereit.

Hannover, 19. Oktober 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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Claas Cordemann übernimmt theologisches Grundsatzreferat der VELKD
Referent des hannoverschen Landesbischofs wird Nachfolger von Mareile Lasogga - Dienstag, 13. Oktober 2015

Hannover – Die Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat Pastor Dr. Claas Cordemann zum neuen Referenten für theologische Grundsatzfragen im Amt der VELKD berufen. Der 43-jährige Theologe folgt auf Mareile Lasogga, die ab Dezember 2015 dem Konfessionskundlichen Institut Bensheim als Direktorin vorstehen wird.

Cordemann, der zurzeit noch als Referent des hannoverschen Landesbischofs Ralf Meister tätig ist, sagte zu seiner Berufung: „Ich freue mich sehr darauf, an der Frage mitzuarbeiten, wie wir die lutherischen Grundeinsichten von Glauben und Menschsein in unsere Gegenwart hinein übersetzen können“. Der gebürtige Bremer wird voraussichtlich ab Januar 2016 seinen Dienst im Amt der VELKD beginnen.

Claas Cordemann hat in Göttingen und Halle evangelische Theologie studiert, so auch bei Ulrich Barth und Joachim Ringleben. Nach dem ersten Staatsexamen arbeitete er von 2001 bis 2005 als Repetent am Institutum Lutheranum der hannoverschen Landeskirche. In dieser Zeit begann er auch seine Promotion zur Verhältnisbestimmung von Christologie und Humanitätsideal im Werk Johann Gottfried Herders, die er 2009 abschloss.
Nach weiteren Stationen, u.a. als wissenschaftlicher Mitarbeiter von Christine Axt-Piscalar am Lehrstuhl für Systematische Theologie an der Göttinger Universität, dem Vikariat und zweitem kirchlichen Examen, trat Cordemann 2009 eine halbe Pastorenstelle in der Johannes-Kirchengemeinde in Ellierode-Hettensen an. Seit 2012 ist er zusätzlich als Referent in der hannoverschen Bischofskanzlei tätig.

Hinweis: Ein Porträtfoto von Pastor Dr. Claas Cordemann kann unter www.velkd.de/images/Claas-Cordemann-2015.jpg heruntergeladen werden.

Hannover, 13. Oktober 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher

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VELKD-Informationen Nr. 148: „Gebt uns das Paradies zurück!“
Landesbischof July über den Kirchentag 2015 in Stuttgart - Montag, 12. Oktober 2015

Hannover – In der aktuellen Ausgabe der VELKD-Informationen schildert der württembergische Landesbischof, Dr. h. c. Frank Otfried July, seine Eindrücke vom diesjährigen Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) in Stuttgart. Unter dem Titel „Gebt uns das Paradies zurück!“ erklärt July in der Rubrik „Bischöfe zu Fragen der Zeit“, welche Bedeutung das Kirchentagsmotto („damit wir klug werden“) für ihn hatte und warum sich die Kirchentage in den letzten Jahren verändert haben. Auch in diesem Jahr haben sich die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) und ihre Einrichtungen auf dem Kirchentag präsentiert und das Programm mitgestaltet.

Im September hat der ehemalige Propst des Kirchenkreises Hamburg-West/Südholstein, Dr. Horst Gorski, die Nachfolge von Dr. Friedrich Hauschildt als Leiter des Amtes der VELKD angetreten. Mit der Auslegung des Lutherzitats „Ich meine, ihr solltet es verstanden haben und kein Gebot aus der Freiheit machen…“ stellt er sich den Lesern der VELKD-Informationen als Autor vor.

Die Pressemitteilungen der VELKD, des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) und der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) aus den zurückliegenden Monaten sind in gewohnter Weise zum Nachlesen zusammengestellt. Sie bieten damit einen Überblick über die Aktivitäten in diesem Zeitraum.

Hinweis: Die Nr. 148 der VELKD-Informationen (Juni 2015 bis September 2015) kann unter www.velkd.de/publikationen/velkd-informationen.php?publikation=377&kategorie=26 heruntergeladen und unter der E-Mail-Anschrift texte-vi@velkd.de angefordert bzw. kostenfrei abonniert werden. Weitere Informationen unter www.velkd.de.

Hannover, 12. Oktober 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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„Zäune und Mauern nicht geeignet, das Zusammenleben von Menschen zu gestalten“
Europäische LWB-Vizepräsidenten verabschieden auf Initiative von Landesbischof July Gemeinsame Erklärung in Budapest - Samstag, 3. Oktober 2015

Budapest/Stuttgart – Die drei europäischen Vizepräsidenten des Lutherischen Weltbundes, Bischöfin Helga Haugland Byfuglien (Norwegen), der württembergische Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July sowie der Bischof der Evangelisch-lutherischen Kirche Ungarns, Bischof Dr. Tamás Fabiny haben am 3. Oktober in Budapest zu einer Verständigung auf eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik aufgefordert: „Von allen europäischen Staaten erwarten wir, dass sie Flüchtlinge aufnehmen und Wege finden, wie die gemeinsame Aufgabe dauerhaft gelöst wird.“

Die drei europäischen Vizepräsidenten stehen für die lutherischen Kirchen in Europa mit rund 40 Millionen Mitgliedern, insgesamt haben die Mitgliedskirchen des Lutherischen Weltbunds 72 Millionen Mitglieder.

Angesichts der Flüchtlingsfrage, die die drei Vizepräsidenten als „die eine große Herausforderung“ bezeichnen, „der wir uns in diesen Tagen und wohl auf Jahre hinaus stellen müssen“, gelte: „Die vielfältigen Erfahrungen mit offenen Grenzen in ganz Europa rufen uns heute, 25 Jahre nach dem Ende der deutschen und der europäischen Teilung in die Verantwortung, diese tiefgreifenden Umbrüche zu gestalten. Zäune und Mauern sind keine geeigneten Mittel, um das Zusammenleben von Menschen zum Guten zu gestalten.“ Landesbischof July, der auch den stellvertretenden Vorsitz des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) innehat, erinnerte in diesem Zusammenhang an die Dankbarkeit der Deutschen gegenüber Ungarn, das 1989 die Grenzen geöffnet habe und damit einen wichtigen Beitrag zum „Zerreißen des Eisernen Vorhangs“ geleistet habe.

Landesbischof July, Initiator des Budapester Treffens, nannte dieses Treffen „ein Zeichen, um der Evangelisch-lutherischen Kirche in Ungarn und dem Vizepräsidenten für Osteuropa, Bischof Dr. Tamás Fabiny für sein Bemühen zu danken und ihn und seine Kirche zu unterstützen, Flüchtlingen auch in Ungarn eine angemessene Aufnahme zu ermöglichen.“

Gemeinsam weisen die Bischöfin und die Bischöfe die Herkunftsländer der Flüchtlinge auf ihre Verantwortung hin: „Wir appellieren an die betroffenen Herkunftsländer der Flüchtlinge, Friedensverhandlungen aufzunehmen und sichere Verhältnisse zu schaffen. Wir erinnern die Regierenden und Herrschenden in diesen Ländern an ihre Verantwortung vor Gott und den Menschen, endlich alles dafür zu tun, dass niemand seine Heimat verlassen muss. Wir fordern die Weltgemeinschaft auf, hier ihre Verantwortung zu übernehmen.“

Vom Lutherischen Weltbund (LWB) werden derzeit weltweit mehr als zwei Millionen Flüchtlinge unterstützt. Die lutherischen Kirchen stellen in diesem Jahr mehr als 200 Millionen Euro für diese Hilfe bereit. Neben finanziellen Hilfen sind das vor allem Nahrungsmittel und Wohnraum, Decken und Heizungen für den Winter.

Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher des DNK/LWB

Budapester Erklärung der europäischen LWB-Vizepräsidneten 57,77 kbSeite drucken
„Urteilskompetenz des Einzelnen fördern“
XVII. Konsultation zu „Kirche und Theologie als Moralagenturen der Gesellschaft?“ abgeschlossen - Freitag, 18. September 2015

Hannover. Drei Tage lang haben 32 evangelische Theologinnen und Theologen aller theologischen Fakultäten in Deutschland und 28 evangelische Leitende Geistliche aus Deutschland und der Schweiz das Verhältnis von Theologie und Moral diskutiert. Dabei standen insbesondere der Gottesdienst, der Umgang mit den Medien sowie öffentliche Stellungnahmen der Kirchen im Mittelpunkt. Am Freitagmittag ist die „XVII. Konsultation Kirchenleitung und wissenschaftliche Theologie“ in Eisenach zu Ende gegangen. Die Veranstaltung ist ihrer Vernetzung von Wissenschaft und Kirche einzigartig.

Stellvertretend für die Vorbereitungsgruppe dankte Oberkirchenrätin Dr. Mareile Lasogga, Referentin für Theologische Grundsatzfragen im Amt der der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), allen Referenten und Teilnehmenden für die eingebrachten Impulse und aufschlussreichen Beiträge. „Wir hatten spannende Diskussionen zur Frage, wie sich Kirche unter den Bedingungen der späten Moderne und der digitalen Gesellschaft in den verschiedenen Handlungsfeldern äußern sollte.“ Wichtig sei, dass Kirche und Theologie weniger konkrete Verhaltensvorgaben beibringen. Vielmehr sei die Urteilsbildung des Einzelnen in ethischen Fragen, beispielsweise durch kirchliche Orientierungshilfen, zu fördern, so Lasogga.

Auch der Catholica-Beauftragte der VELKD, Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), betonte den konstruktiven Diskurs. „Gegenseitige Angewiesenheit von wissenschaftlicher Theologie und Kirche im öffentlichen Diskurs ist besonders im evangelischen Kontext von großer Bedeutung. Zudem haben wir festgestellt, dass das Modell einer bloßen Gegenüberstellung von Kirchen und Gesellschaft verräterisch und hinderlich ist.“ Manzke warnte davor, dass sich die Kirche in ihren Stellungnahmen und öffentlichen Äußerungen bisweilen zu schnell ein Wächteramt anmaße. Für die Teilnehmenden der theologischen Fakultäten resümierte der emeritierte Theologe Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Beintker (Münster): „Kirche und Theologie können und sollen ethische Orientierung leiten. Das kann aber nur gelingen, wenn sie ausdrücklich nicht als Moralagenturen agieren. Der theologische Diskurs darf sich nicht auf hochspezialisierte ethische Grenzfragen beschränken, sondern muss auch Fragen des Alltags in den Blick nehmen“.

Die Theologischen Fakultäten und die Kirchenleitungen nutzten die Konsultation auch, um sich wechselseitig über die aktuellen Perspektiven und Herausforderungen auszutauschen.
Die Teilnehmenden aus den Kirchenleitungen stammen aus evangelischen Kirchen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie aus den Ämtern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und der Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK).

Eine Dokumentation der Konsultation ist geplant.

Zur „Konsultation Kirchenleitung und Wissenschaft“ laden alle drei Jahre abwechselnd die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands und die Union Evangelischer Kirchen (UEK) ein. 2018 liegen die Vorbereitungen bei der UEK.

Hannover, 18. September 2015
Pastor Matthias Freytag                                            Carsten Splitt
Pressestelle der VELKD                                            Pressestelle UEK

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„Kirche und Theologie als Moralagenturen der Gesellschaft?“
XVII. Konsultation Kirchenleitung und wissenschaftliche Theologie tagt in Eisenach - Mittwoch, 16. September 2015

Hannover. Unter dem Titel „Kirche und Theologie als Moralagenturen der Gesellschaft?“ beginnt heute die „XVII. Konsultation Kirchenleitung und wissenschaftliche Theologie“ in Eisenach.

Das Tagungsthema nimmt die Beobachtung auf, dass sozialethische Themen und moralische Sprachspiele für die theologische Rede und Arbeit in den Kirchen und Theologischen Fakultäten gegenwärtig von großem Gewicht sind. Damit verbindet sich die Problematik einer tendenziellen Theologisierung der Moral und umgekehrt einer Moralisierung des spezifisch Christlichen.

„Im Zusammenhang mit der jüngst erschienenen Orientierungshilfe ‚Zwischen Autonomie und Angewiesenheit‘ der EKD gab es zum Teil erbitterte Kontroversen. Diese haben erneut deutlich gemacht, dass die Vorstellungen und Erwartungen, wie Kirche und Theologie sich in den öffentlichen Diskurs der Gesellschaft einbringen können und sollten, innerkirchlich und gesellschaftlich weit auseinanderklaffen“ so Oberkirchenrätin Dr. Mareile Lasogga, Referentin für Theologische Grundsatzfragen im Amt der der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD).
Mit Bezug auf drei konkrete Handlungsfelder kirchlich-theologischer Praxis – Predigt und Liturgie, Umgang mit Medien sowie öffentliche Stellungnahmen und Sozialworte – werden die Teilnehmenden diese Fragen kritisch diskutieren.

Zum Austausch zwischen Kirchenleitung und Theologie laden alle drei Jahre abwechselnd die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands und die Union Evangelischer Kirchen (UEK) ein. In diesem Jahr liegen die Vorbereitungen bei der VELKD.
Die Eröffnungsandacht hält der Catholica-Beauftragte der VELKD, Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke.

Neben dem thematischen Schwerpunkt bietet die Konsultation Gelegenheit zum Austausch, zur wechselseitigen Information und zur Kontaktpflege. Eingeladen sind Vertreter aller theologischen Fakultäten und die Leitenden Geistlichen der Gliedkirchen der EKD, Österreichs und der Schweiz. Eine Dokumentation der Tagung ist geplant.

Im Rahmen der diesjährigen Konsultation wird in einer gesonderten Veranstaltung am 16. September 2015 um 18:30 Uhr auf der Wartburg die revidierte Lutherbibel präsentiert.

Hannover, 16. September 2015
Pastor Matthias Freytag                             Carsten Splitt
Pressestelle der VELKD                             Pressestelle UEK


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Horst Gorski als neuer EKD-Vizepräsident und Leiter des Amtes der VELKD eingeführt
- Donnerstag, 10. September 2015

Hannover – In einem Festgottesdienst in der Herrenhäuser Kirche in Hannover haben der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford–Strohm und der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin) am Donnerstag den Theologen Horst Gorski als neuen Leiter des Amtes der VELKD und Vizepräsident im EKD-Kirchenamt offiziell eingeführt.
„Wir begrüßen einen lutherischen Theologen, der die Weite und die Offenheit der Theologie liebt. Denn es gilt, das Verhältnis von Eigenständigkeit und Gemeinsamkeit neu zu bestimmen und dafür zu sorgen, dass die Stärken der unterschiedlichen Partnerinnen und Partner dem Ganzen der EKD zugutekommen“, betonte der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin).
„Sie sind mit Leidenschaft Theologe“, sagte der Ratsvorsitzende „Ihnen ist es wichtig, immer wieder daran zu erinnern, dass es für unser Handeln noch eine andere Dimension gibt, dass über der Erde der Himmel ausgespannt ist“, so Bedford-Strohm über Horst Gorski. „Mögen Sie diese Haltung nie aus dem Blick verlieren.“
Der 58-jährige Theologe war in den vergangenen 16 Jahren Propst in Hamburg und Schleswig-Holstein, zunächst im Kirchenkreis Altona und seit 2009 im fusionierten Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein. Seit 2004 war er zudem Vorsitzender des Theologischen Beirats der Nordelbischen Kirche und später der Theologischen Kammer der Nordkirche. Seine berufliche Laufbahn hatte Gorski schon einmal ins EKD-Kirchenamt nach Hannover geführt. Von 1983 bis 1985 war er Assistenzreferent des damaligen Vize-Präsidenten im Kirchenamt Hartmut Löwe. Horst Gorski hat am 1. September die Nachfolge von Friedrich Hauschildt angetreten, der im Sommer in den Ruhestand verabschiedet worden war.

Hannover, 10. September 2015
Pressestelle der VELKD                           Pressestelle der EKD
Matthias Freytag                                     Kerstin Kipp

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„Gottes Barmherzigkeit ist kein Blankoscheck“
Leitender Bischof der VELKD auf der Sant’Egidio-Friedenskonferenz in Tirana - Montag, 7. September 2015

Hannover/Tirana – „Wir sind aufgerufen, lebendige Kirche im Hier und Jetzt zu sein“.Mit diesen Worten hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), heute in einer Podiumsdiskussion in Tirana/Albanien zu aktiver, lebensweltlicher Beteiligung aufgerufen. Dort findet vom 6. bis 8. September das 28. Internationale Treffen der Gemeinschaft von Sant’Egidio statt, bei dem Ulrich heute einen Vortrag zum Thema „The Mercy of God: The strength for Change“ hält.

Gottes Gnade und Barmherzigkeit sind Geschenke, die nicht an Bedingungen geknüpft seien, so Ulrich. Allerdings sei damit kein allgemeiner Freibrief ausgestellt, zu tun, was man wolle.
Zwar gehöre die Befreiung durch Gottes Gnade (Liberated by God´s Grace) zum Kern lutherischer Theologie, der auch nach fast 500 Jahren nichts von seiner Bedeutung verloren habe. Sie sei vielmehr wie auch die Geschenke der zuteil gewordenen Gnade und Barmherzigkeit mit der Verpflichtung zu verantwortlichem Handeln und der Fürsorge für Gottes Schöpfung verbunden, führte der Leitende Bischof aus.

Für die Bewertung oder ‚Wert-Schätzung‘ von Mensch und Schöpfung dürften nicht Profitabilität und maximaler Gewinn als Maßstab gelten. „Sie stehen nicht zum Verkauf“, betonte Ulrich und brachte damit drei thematische Motive des lutherischen Weltbundes (Salvation – not for sale! Human Beings – Not for sale! Creation – Not for Sale!) ins Spiel, die die wechselseitige Bindung von Gottes Gnade und Verantwortung gegenüber der Schöpfung spiegeln.

Als „christliche Bürgerinnen und Bürger dieser Welt“ müsse unsere Fürsorge der Schöpfung gelten, die unter „der Knechtschaft der Vergänglichkeit“ … „bis zu diesem Augenblick mit uns seufzt und ängstigt“, forderte Bischof Ulrich in Anlehnung an den Römerbrief des Apostels Paulus (Röm. 8, 21 f).

Hinweis: Gerhard Ulrich ist Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD – www.velkd.de) und Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche – www.nordkirche.de).

Unter der Überschrift „Frieden ist immer möglich“ findet noch bis 8. September 2015 in Tirana die 28. Internationale Konferenz der Gemeinschaft von Sant’Egidio statt. Weitere Informationen finden Sie unter www.santegidio.org/pageID/7712/langID/de/Tirana-2015--Peace-is-Always-Possible.html und www.santegidio.org/pageID/7712/langID/de/event/572/PANEL-18--Misericordia-di-Dio-forza-di-cambiamento.html.

Hannover, 7. September 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

Beitrag beim Podium in der Galleria delle Arti - Galeria Kombëtare e Arteve /
PANEL 18 : The Mercy of God: The Strength of Change (7. September 2015)

Meditation – Ecumenical Closing Prayer at Orthodox Cathedral, Tirana (8. September 2015)

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DNK/LWB: Siebzigmal Reformation heute
Ergebnisse des lutherischen Weltjugendtreffens in Wittenberg vorgestellt - Donnerstag, 3. September 2015

Hannover/Wittenberg – 76 unterschiedliche Reformationsprojekte wurden heute in Wittenberg der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Teilnehmenden der „Werkstatt Wittenberg“, einem internationalen Jugendtreffen von Delegierten der Mitgliedskirchen des Lutherischen Weltbundes (LWB), haben sie während der zweiwöchigen Veranstaltung entwickelt. Die Jugendlichen werden die Projekte bis zum Reformationsjubiläum 2017 in ihren Heimatkirchen realisieren. „Die Projekte werden die Kirche bewegen und einen wichtigen Baustein zu den LWB-Aktivitäten im Jahr 2017 darstellen“, bewertet Eun-hae Kwon, Vizepräsidentin des LWB aus Südkorea. „Wir sind Kirche in andauernder Reformation. Deswegen sind wir dankbar für die neuen und kreativen Anstöße, die die junge Generation uns gibt“, so Kwon weiter.

Die Projekte wurden zu drei Themenblöcken zusammengefasst, die mit den LWB-Leitbegriffen zum Reformationsjubiläum 2017 überschrieben waren: Erlösung, Menschen und Schöpfung. Allen Projekten gemeinsam ist ihre internationale Ausrichtung auf Kooperation und Vernetzung. „Teilnehmende der Werkstatt Wittenberg aus verschiedenen Kontinenten haben ähnliche Herausforderungen in ihren Kirchen festgestellt. Daher haben sie entschieden, auch gemeinsam an den Reformationsprojekten zu arbeiten“, erläutert LWB-Jugendreferentin Caroline Bader.

Zu dem thematischen Leitmotiv „Erlösung – für Geld nicht zu haben“ sind viele spirituell und theologisch ausgerichtete Projekte entstanden. So wurden einige Teilnehmende von den Jugendgottesdiensten und -kirchen in Deutschland inspiriert. Diese Impulse wollen sie nun in ihren Heimatkirchen fruchtbar machen. In Japan soll eine ökumenische Online-Tauschbörse für Neukompositionen christlicher Lieder entstehen. Eine Projektidee, bei der Delegierte aus Australien, den USA und Deutschland zusammenarbeiten, basiert ebenfalls auf virtueller Vernetzung. Über eine digitale Portalseite sollen sich Nutzer ganz analog Postkarten schicken und darüber über ihren Glauben in Austausch treten.

Im Bereich „Schöpfung – für Geld nicht zu haben“ lag der Schwerpunkt der Ideen auf dem Klimaschutz. Eine Vielzahl von Projekten legte den Fokus auf die Entwicklung von wirkungsvollen wie kreativen Maßnahmen, um für den Klimawandel und dessen Folgen zu sensibilisieren – und dabei die Umsetzbarkeit durch Gemeinden und Einzelne im Blick zu behalten. Darunter finden sich gemeindenahe Aktionen, wie ein „Fußballturnier für Klimagerechtigkeit“ in Indonesien. Aber auch Projekte, die bereits mit Unterstützung der gesamten Kirche geplant sind, z. B. die Installation einer Biogasanlage in einer Kirche in Argentinien. Andere junge Reformer wollen die Idee des Luthergartens in Wittenberg in abgewandelter Form in ihren Kirchen verwirklichen.

Der dritte Bereich „Menschen – für Geld nicht zu haben“ widmete sich vor allem globalen Problemen wie Verletzung von Menschenrechten, Flüchtlingen und Arbeitslosigkeit. So will ein deutsches Projekt die aktuelle Diskussion um die Flüchtlingskrise in Europa aufnehmen. Andere Projekte wollen in verschiedenen Ländern die Arbeitslosigkeit verringern. So möchte ein Impuls aus Nigeria Jugendlichen durch spezielle Fortbildung zu besseren Chancen auf dem Arbeitsmarkt verhelfen. Ein Projekt in Guatemala will durch die Aufarbeitung des Bürgerkriegs den Dialog zwischen den Generationen verbessern.

Die jungen Erwachsenen werden im Rahmen des vierjährigen LWB-Jugendprogramms „Global Young Reformers Network“ weiter über die digitalen Plattformen in Kontakt bleiben. Mithilfe des Online-Instrumentariums soll die Kommunikation untereinander erfolgen und die Abstimmungs- und Beratungsprozesse gestaltet werden. Über diese Kanäle werden sie auch ihre Reformationsideen einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. Zielpunkt der Projekte ist das Jahr 2017. „Wir hoffen, dass bei der LWB-Vollversammlung 2017 in Namibia und bei nationalen Reformationsfeiern viele Young Reformer von ihren erfolgreichen Neuentwicklungen in ihren Kirchen berichten können“, so Caroline Bader. Nach der Vorstellung der Projekte am Donnerstagnachmittag beendete ein Abschlussgottesdienst in der Stadtkirche in Wittenberg die Werkstatt Wittenberg. Die darin verwendeten liturgischen Elemente wurden von den jungen Erwachsenen während des Treffens entwickelt und nun erstmals verwendet.

Hannover/Wittenberg, 3. September 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher des DNK/LWB

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DNK/LWB: LWB-Jugendkonferenz fastet am 1. September für Leidtragende des Klimawandels
Aktion richtet sich an den Pariser Klimagipfel - Montag, 31. August 2015

Wittenberg – Teilnehmende des Jugendtreffens des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Wittenberg werden am morgigen Dienstag, 1. September 2015, eine Fastenaktion durchführen. „Wir laden die jungen Reformer ein, auf eine oder zwei Mahlzeiten zu verzichten, um so ihre Solidarität mit den Leidtragenden des Klimawandels auszudrücken“, so Tsiry Endor Rakoto aus der LWB-Arbeitsgruppe Klimagerechtigkeit. Die Aktion nimmt die interreligiöse Kampagne „Fast for the Climate“ auf, die Menschen auf den Klimawandel aufmerksam machen und Regierungen zu einem Umsteuern in der Klimapolitik bewegen will. „Wir brauchen ein ambitioniertes und verbindliches Abkommen in Paris, um die Auswirkungen des Klimawandels begrenzen zu können“, so Rakoto.

In Wittenberg treffen sich zurzeit 140 junge Delegierte aus den LWB-Kirchen („Global Young Reformers Network“) unter dem Titel „Befreit durch Gottes Liebe – um die Welt zu verändern“. Bei dieser international besetzten Reformationswerkstatt ist unter dem Titel „Lutherisch zu sein bedeutet politisch zu sein“ auch die Klimakrise ein thematischer Schwerpunkt. „Es ist nicht naiv zu glauben, dass man die Welt ändern kann. Es ist naiv zu glauben, dass man dies nicht könne“, so Diogo Foss von der norwegischen Jugendorganisation Change Makers zu den jungen Reformern während einer Podiumsdiskussion am 28. August 2015. Der Klimawandel sei ein menschengemachtes Problem und müsse darum auch von Menschen gelöst werden.

„Fast for the Climate“ wurde 2013 vom LWB und anderen religiösen und säkularen, gesellschaftlichen Organisationen während der Klimakonferenz in Warschau initiiert. Die Kampagne ruft dazu auf, an jedem ersten Tag eines Monats einen Fastentag einzulegen. Dies kann das Auslassen einer oder mehrerer Mahlzeiten, aber auch ein bewusstes Verzichten auf klimaschädliches Verhalten umfassen. „Wir wollen niemandem ein schlechtes Gewissen machen. Ziel ist es, über den Klimawandel zu informieren und Menschen zum Handeln zu motivieren“, stellt Jeff Buhse fest. „Ich faste am 1. September“, kündigt der junge Kanadier an, der ebenfalls Mitglied der LWB-Arbeitsgruppe zum Weltklima ist.
Der LWB hat in den vergangen Jahren weitreichende Beschlüsse zum Klimawandel gefasst. Zuletzt rief der Rat des LWB 2014 die Mitgliedskirchen auf, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden. Im Jahr 2015 beschloss der Rat weiter, dass LWB und Mitgliedskirchen nicht in fossile Energien investieren sollen. Ganz praktisch unterstützt der LWB in seinen Programmen und Projekten weltweit Mitgliedskirchen und andere gesellschaftliche Gruppen, insbesondere in so genannten Schwellenländern, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Menschen und die Schöpfung zu verringern. Die Aktivitäten umfassen beispielsweise die Verteilung von Solarlampen, den Ersatz von ressourcenfressenden Öfen oder Katastrophenschutzprogramme.
In den Verhandlungen über ein Kyoto-Nachfolgeabkommen wird der LWB von einer Arbeitsgruppe vertreten sein, die ausschließlich aus Jugendlichen besteht.

Hannover, 31. August 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher des DNK/LWB

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Leitender Bischof Ulrich führt neuen sächsischen Landesbischof ein
Amtsvorgänger Jochen Bohl als „differenziert denkender Theologe“ gewürdigt - Samstag, 29. August 2015

Dresden – In einem Festgottesdienst in der Dresdner Kreuzkirche hat der Leitende Bischof der Vereinigen Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), heute Pfarrer Dr. Carsten Rentzing in das Amt des sächsischen Landesbischofs eingeführt.

„Sie sind ein Pfarrer, der mit Freude das Wort Gottes verkündigt“, charakterisierte Ulrich den 47-jährigen Theologen in seiner Einführungsrede, die er mit dem Hinweis auf einen Vers aus dem 119. Psalm („Ich rufe von ganzem Herzen; erhöre mich, Herr, ich will deine Gebote halten“) eröffnete. Rentzing, der sich selbst einmal als „fröhlichen Lutheraner“ bezeichnet habe, sei einer, „der sich getragen weiß von der Kraft des Geistes Gottes!“.

Zu dieser Gewissheit, auf der sein Handeln basiere, gehöre auch das Wissen darum, „dass dieses Wort [Gottes] oft quer steht zu dem, was die Welt redet“. Carsten Rentzing sei ein Theologe, der immer wieder darauf hinweise, „dass die Mitte der Schrift Klarheit braucht auch in der Auslegung“. Dahinter stehe die Sorge, dass „Buntheit und Vielfalt der Welt“ ohne Orientierung und christliches Fundament eben nicht in die Freiheit führe.
Eine solche Haltung vorschnell im negativen Sinne als „konservativ“ zu etikettierten, werde Rentzing nicht gerecht: „Sie sind den Menschen zugewandt. Sie sind, so erlebe ich Sie, in gutem Sinn bedächtig: mit Bedacht hören Sie hin, wenden sich zu, sind ganz Ohr. Sie leben den Respekt vor anders Lebenden, anders Glaubenden und Sie sehen dabei über den eigenen Horizont hinaus.“, betonte der Leitende Bischof vor der Festgemeinde, zu der zahlreiche hochrangige Gäste aus Politik und Kirche zählten.

Es seien diese Eigenschaften, die der bischöflichen Aufgabe des Brückenbauens zugutekämen. Um die Lösung dieser Aufgabe werde es künftig gehen – „in einer Welt, deren zunehmende Komplexität Furcht auslöst und die Sehnsucht wachsen lässt nach einfachen Antworten“, so Ulrich. Es gelte z. B. die Frage zu beantworten, wie wir „einladende Kirche“ sein können, ohne Menschen auszuschließen, „die von weit her kommen und andere, ganz andere, gar fremde Erfahrungen und Lebenswege mitbringen“. Das bischöfliche Amt ziele nicht auf Gleichmacherei, sondern auf Einheit – „aus der Mitte der Schrift“ und unter Bejahung vielfältiger Lebensmodelle. „Wer Brücken baut, braucht starke Fundamente – auf jeder Seite des Flusses. Ihr Fundament ist stark, lieber Bruder Rentzing“, so der Leitende Bischof abschließend.

Im Rahmen des Festaktes verabschiedete und entpflichtete Bischof Ulrich auch Rentzings Amtsvorgänger Jochen Bohl, der seit 2004 der sächsischen Landeskirche vorstand und nun in den Ruhestand geht.

Mit Bohl „verabschieden wir einen Leitenden Geistlichen, der mit Lust und Verlässlichkeit an vielen Stellen Verantwortung getragen hat“, hob Gerhard Ulrich hervor. Der scheidende Landesbischof sei „ein differenziert denkender Theologe mit großer geistlicher Kraft“. Einer, der nicht der Versuchung erliege, „über andere und anders Denkende zu richten“. Von ihm könne man lernen, „die Dinge auch mit den Augen der Anderen“ zu sehen, hob Bischof Ulrich in seiner Verabschiedungsanprache hervor.

Hannover, 29. August 2015
Gundolf Holfert

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DNK/LWB: Indische Kirche pflanzt Baum im Luthergarten
Wittenberger Reformationsprojekt umfasst bereits 263 Bäume - Donnerstag, 27. August 2015

Hannover/Wittenberg – Im Rahmen einer feierlichen Andacht hat heute die Evangelisch-Lutherische Gossner-Kirche in Chotanagpur und Assam in Indien eine Brabanter Silberlinde im Luthergarten in Wittenberg gepflanzt. Das Edelgehölz mit der botanischen Bezeichnung „Tilia tomentosa“ ist der 263. Baum, der im Luthergarten, dem „Reformationsdenkmal für das 21. Jahrhundert“ (Altbischof J. Friedrich), gepflanzt wurde.

Der Pflanzakt selbst, bei dem Wasser und Erde an den Stamm gebracht werden, wurde durch den indischen Jugenddelegierten Benison Kachhap bei der „Werkstatt Wittenberg“ durchgeführt. 140 Teilnehmende und Gäste dieses Netzwerktreffens der lutherischen Weltjugend („Global Young Reformers Network“), das noch bis 4. September 2015 in der Lutherstadt stattfindet, nahmen an der Pflanzzeremonie teil.

Der Luthergarten ist ein Projekt des Lutherischen Weltbundes (LWB) unter Mitwirkung des Deutschen Nationalkomitees (DNK/LWB) und der VELKD in Kooperation mit der Lutherstadt Wittenberg, dessen Grundstein 2008 gelegt wurde. Anlass des Projektes bildet das Gedenken an die lutherisch geprägte Reformation, die vor fast 500 Jahren in Wittenberg begann. Damit soll ihre Bedeutung für den christlichen Glauben in Geschichte und Gegenwart sowie aus ökumenischer Perspektive gewürdigt werden.

„Darum sind auch von Anfang an andere weltweite christliche Gemeinschaften zur Beteiligung eingeladen worden“, so Pastor Hans Kasch vom LWB-Zentrum-Wittenberg, der für das Projekt zuständige Koordinator. So zählten 2009 die Römisch-Katholische Kirche, das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel, die Anglikanische Gemeinschaft, der Weltbund Reformierter Kirchen, der Weltrat der Methodistischen Kirchen und der Lutherische Weltbund zu den ersten, die einen Baum im Luthergarten pflanzten. Später folgten die Mennonitische Weltkonferenz, die Utrechter Union der altkatholischen Kirchen und die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.

Bislang haben sich Weltgemeinschaften und Kirchen aus 82 Ländern an dem Projekt beteiligt. Teil des Konzeptes ist es, auch an einem prominenten Ort in der eigenen Kirche einen Baum mit dem Hinweis auf den Partnerbaum in Wittenberg zu pflanzen. So soll ein weltweites Netz von Kirchen entstehen, die sich der Reformation, ihrer Wirkungsgeschichte und einem ökumenischen Miteinander heute verbunden wissen.

Bis zum Jahr 2017 werden 500 Bäume zum Luthergarten gehören. In den Wallanlagen, die früher die Stadt als Grüngürtel umzogen, sind weitere Standorte erschlossen wurden. So wird seit der 250. Baumpflanzung der Standort am Neuen Rathaus genutzt. Dort hat nun auch die Brabanter Silberlinde der Gossner-Kirche ihren Platz.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.luthergarten.de.

Hannover, 27. August 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher des DNK/LWB

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DNK/LWB: Luther-Animationsserie feiert Weltpremiere in Wittenberg
Ungarische Filmproduktion zu Leben und Wirken Martin Luthers - Sonntag, 23. August 2015

Wittenberg – Am heutigen Montag um 20.00 Uhr erleben im Stadthaus der Lutherstadt drei Folgen der animierten Zeichentrickserie „Luther“ über Leben und Werk des Wittenberger Reformators ihre Welturaufführung. Insgesamt wird die mehrsprachige Serie von Regisseur Zsolt Richly zwölf Folgen von je 13 Minuten umfassen, die bis zum Reformationsjubiläum 2017 komplett fertig gestellt sein werden.
Die Premiere ist Bestandteil des Rahmenprogramms der Tagung des Jugendnetzwerks des Lutherischen Weltbundes (LWB), die gestern in Wittenberg eröffnet wurde. Bis zum 4. September kommen dort, am Ausgangspunkt der lutherischen Reformation, Jugendliche aus aller Welt zu einer Reformationswerkstatt zusammen.

Die Gestalt des Reformators sei in der Filmgeschichte immer wieder aufgenommen und ganz unterschiedlich interpretiert worden, erläutert Dr. Tamás Fabiny. Er ist Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn, welche die Serie in Auftrag gegeben hat. Der Film von Zsolt Richly verbindet die Genres von Animation und Zeichentrick auf gelungene Weise. „Diese unter Kindern wie Erwachsenen populäre Filmgattung ist besonders geeignet, das Zeitalter der Reformation und Luthers Kampf für die Verkündigung des reinen Evangeliums faszinierend darzustellen“, so Fabiny.

„Die Reformation selbst ist Animation“. Insbesondere ihre Protagonisten hätten die Popularität der Bilder für ihre Botschaften genutzt. Die Serie greift auf diese historische Bildsprache zurück und adaptiert sie für einen modernen Zeichentrickstil.

Das Film-Projekt ist Teil der Aktivitäten des LWB zum Reformationsjubiläum 2017 und wird durch ihn und seine Mitgliedskirchen gefördert. Die Ausführung und theologische Verantwortung liegen bei der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn. Für die künstlerische Leitung und die Regie zeichnet der renommierte Animationsfilmregisseur Zsolt Richly verantwortlich. Das Drehbuch verfasste der ungarische Schriftsteller János Lackfi.

Die Serie ist für ein internationales Publikum konzipiert. Sie eignet sich darüber hinaus besonders für den Einsatz im Religions- und Konfirmationsunterricht und in der Gemeindearbeit.

Zur Weltpremiere ist die erste Episode der Serie, die Martin Luthers Kindheit thematisiert, für drei Wochen im Internet unter www.dnk-lwb.de/episode1 zu sehen. Den Trailer zur Serie finden Sie unter www.dnk-lwb.de/luther-trailer.

Weitere Informationen zur Serie erhalten Sie per E-Mail an lutheranimation@gmail.com.

Standbildmaterial finden Sie unter www.dnk-lwb.de/luther-bild.

Hannover, 24. August 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher des DNK/LWB

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DNK/LWB: Glaube ist Kommunikation und Basis von Verständigung
Haseloff und Junkermann eröffnen lutherisches Weltjugendtreffen in Wittenberg - Sonntag, 23. August 2015

Hannover/Wittenberg – Als „wichtige Bereicherung auf unserem Weg durch die Lutherdekade hin zum großen Reformationsgedenken 2017“ hat der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff (Magdeburg), in seiner Eröffnungsrede die „Werkstatt Wittenberg“ des Lutherischen Weltbundes (LWB) gewürdigt. Zu diesem Netzwerktreffen der lutherischen Weltjugend („Global Young Reformers Network“), das vom 23. August bis 4. September 2015 in der Lutherstadt Wittenberg stattfindet, kommen junge Erwachsene aus über 80 Kirchen und 60 Ländern zusammen.

Als einer der beiden Schirmherren des Jugendtreffens hieß Ministerpräsident Haseloff die 140 Teilnehmenden aus allen Weltteilen am Abend vor dem Wittenberger Rathaus herzlich willkommen.
In seiner Begrüßung unterstrich Haseloff das kommunikative Potenzial des Glaubens, das jedoch immer wieder neu erschlossen werden müsse. Prinzipiell sei der Glaube „immer jung, immer aktuell“. Eine Herausforderung sei es heute, „Glauben in Beziehung zu den modernen Kommunikationsmöglichkeiten und zur Realität der globalisierten Welt zu setzen“, so der Ministerpräsident. Dieser Aufgabe stellten sich die jugendlichen Teilnehmenden der „Werkstatt Wittenberg“ in besonderer Weise. „Darum heiße ich Euch mit großer Freude in Sachsen-Anhalt und in meiner Heimatstadt Wittenberg herzlich willkommen.“

Zuvor hatte die zweite Schirmherrin, Landesbischöfin Ilse Junkermann (Magdeburg), im Eröffnungsgottesdienst in der Schlosskirche über das Thema des Jugendtreffens „Befreit durch Gottes Liebe – um die Welt zu verändern“ gepredigt. Heute würde Freiheit oft als Bindungslosigkeit gedeutet: So gebe es „nichts Schlimmeres, zumindest in den westlichen Gesellschaften, als von anderen abhängig zu sein“, so die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Allerdings sei auch die Idee einer unbegrenzten Freiheit ein Irrweg: „Das ist keine Freiheit. Das ist vielmehr die Illusion von Freiheit.“, so Junkermann.
Luthers großes Verdienst sei die Entdeckung, dass es Freiheit nur in der Bindung zu Gott durch Jesus Christus gebe, die wiederum frei mache. Dieses Verständnis von Freiheit empfahl sie als Leitmotiv für das gemeinsame Wirken in der „Werkstatt Wittenberg“, in deren Mittelpunkt die Entwicklung von Reformationsprojekten steht. „Ja, er [Jesus Christus] braucht uns, auch Euch Young Reformers, diese Freiheit weiterzugeben, die aus Gottes Liebe entspringt.“, so Bischöfin Junkermann. „Ich wünsche Euch, dass die Projekte, die Ihr hier entwerft, diesen Geist der Freiheit und Liebe atmen! Gottes Geistkraft selbst mache unsere Herzen leicht für ihre schöpferische Kraft.“

Hinweis: Das Globale Netzwerk Junger Reformerinnen und Reformer ist ein Programm des LWB von und für junge Erwachsene. Auf dem Weg zum 500. Jahrestag der Reformation will es junge Menschen befähigen, sich in alle Aspekte des kirchlichen Lebens einzubringen. Zur „Werkstatt Wittenberg“ trifft sich das Netzwerk unter dem Motto „Befreit durch Gottes Liebe – um die Welt zu verändern“ zum gegenseitigen Austausch und weltweiten Lernen. Außerdem werden die Teilnehmenden Reformationsprojekte entwickeln, die sie bis 2017 in ihren Heimatkirchen umsetzen wollen. 140 junge Reformerinnen und Reformer aus über 80 Kirchen und 60 Ländern treffen sich vom 23.8. bis 4.9.2015 in Lutherstadt Wittenberg.
Weitere Informationen finden Sie unter www.lutheranworld.org/content/workshop-wittenberg.

Eine Eröffnungspressekonferenz wird am Montag, 24.8.2015 um 12:30 Uhr im Stadthaus in Wittenberg stattfinden. Für Presseanfragen steht Ihnen vor Ort Florian Hübner, Referent für Öffentlichkeitsarbeit des DNK/LWB unter huebner@dnk-lwb.de und (+49) 176 92212657 zur Verfügung.

Die Pressestellen des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) und der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) werden die Werkstatt Wittenberg begleiten. Für Medienanfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des DNK/LWB oder Friedemann Kahl (EKM, friedemann.kahl@ekmd.de, (+49) 391 5346 142).

Hannover/Wittenberg, 23. August 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher des DNK/LWB

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Aufsatzband „Christliche Existenz heute“ zur Theologie Kierkegaards erschienen
VELKD dokumentiert Symposium für Nachwuchswissenschaftler - Mittwoch, 5. August 2015

Hannover/Leipzig – Die Frage nach der Existenz des Einzelnen vor Gott zählt zum Kern des theologisch-philosophischen Werkes Søren Kierkegaard (1813 – 1855). Unter dem Titel „Christliche Existenz heute“ legt die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) eine Aufsatzsammlung vor, die zentrale Grundbegriffe der Existenzanalyse Kierkegaards vorstellt und deren Bedeutung für heutige Glaubenspraxis untersucht.

Die 228-seitige Publikation umfasst insgesamt neun Beiträge, deren thematische Bandbreite die ästhetischen, ethischen und theologischen Aspekte der christlichen Existenz beleuchten. „Die Referate fokussieren zentrale Grundbegriffe des philosophischen und theologischen Denkens Kierkegaards und stellen dabei immer wieder auch Bezüge zur Theologie Martin Luthers her“, unterstreicht die Referentin für theologische Grundsatzfragen im Amt der VELKD, Oberkirchenrätin Dr. Mareile Lasogga.

„Christliche Existenz heute“ fasst die Beiträge des internationalen Symposiums für Nachwuchswissenschaftler zusammen, das anlässlich des 200. Geburtstags Kierke-gaards 2013 im dänischen Løgumkloster stattfand. Die Tagung wurde von der Göttinger Professorin für Systematische Theologie, Prof. Dr. Christine Axt-Piscalar, und Dr. Mareile Lasogga geleitet. Sie sind auch die Herausgeberinnen des Sammelbandes. Neben einem Beitrag von Axt-Piscalar, die sich im Rahmen ihrer Habilitationsschrift mit Kierkegaard befasst hat, enthält der Band Beiträge jüngerer Forscherinnen und Forscher wie Matthias Wilke, Gerhard Schreiber, Kathrin Dieckow, Klaus Henning Metz, Dorothea Glöckner und Stefan Egenberger. „Die Beiträge legen charakteristische Denkbewegungen Kierkegaards frei und erschließen deren Deutungspotenzial für den Vollzug der christlichen Existenz heute“, so die Herausgeberinnen.

Hinweis: Die Publikation „Christliche Existenz heute. Zur Bedeutung der Theologie Søren Kierkegaards für die Praxis des Glaubens“, Christine Axt-Piscalar und Mareile Lasogga (Hrsg.), Evangelische Verlagsanstalt Leipzig, 2015, ISBN 978-3-374-04176-3, 228 Seiten, 19,90 EUR, ist ab sofort im Buchhandel erhältlich.

Weitere Informationen unter www.velkd.de/publikationen/theologie.php

Hannover, 05. August 2015
Gundolf Holfert

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Geistlicher Übungsweg lutherischer Spiritualität
VELKD veröffentlicht Kurs „Hier bin ich“ zur Vertiefung geistlichen Lebens - Mittwoch, 22. Juli 2015

Schon Martin Luther wusste: Glauben will erfragt sein – und deshalb hat der Reformator in seinem Kleinen Katechismus das Fragen als wesentliches Gestaltungselement für die Einübung in den christlichen Glauben genutzt.

Unter dem Titel „Hier bin ich – ein geistlicher Übungsweg“ legt die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) zusammen mit dem Geistlichen Zentrum Kloster Bursfelde nun eine 112-seitige Publikation vor, die das Frage-und Antwort-Konzept von Luthers Glaubensunterweisung aufnimmt.

In Kooperation mit dem Kloster Bursfelde und dem Gütersloher Verlagshaus ist ein spirituelles Kursangebot entstanden. In Inhalt und Struktur orientiert sich „Hier bin ich“ bewusst an den fünf so genannten Hauptstücken von Luthers Kleinem Katechismus (zehn Gebote, Glaube, Vater Unser, Taufe und Abendmahl) und ist entsprechend auf fünf Wochen angelegt. Luther sei nicht allein das Wissen um die Inhalte des Glaubens wichtig gewesen, sondern auch die tägliche Übung darin, so die Autoren Silke Harms, Klaus Dettke und Andreas Brummer in ihrer Einleitung. Am Anfang jeder Woche steht als Auftakt eine Frage, die den Ausgangspunkt für den Übungsweg bildet. Hinweise zur Gestaltung von Gebetszeiten und Vorschläge für vorbereitende Übungen begleiten das Angebot. „Sich in den christlichen Glauben ‚einzuüben‘ – dazu sollen die Anregungen dieses Kurse helfen“, heißt es in der Einleitung.
Für das lutherisch geprägte Erlebnis von Spiritualität sei die Rückbindung an Gebet, die Begegnung mit dem Bibelwort und den Gottesdienst wesentlich, konstatiert der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin) in seinem Vorwort. „Ich wünsche allen, die den Kurs für sich entdecken, bereichernde Impulse, auf dass Glaube und Alltag einander neu begegnen“, so Ulrich abschließend.

Hinweis: „Hier bin ich – ein geistlicher Übungsweg“, erarbeitet von Silke Harms, Klaus Dettke u. Andreas Brummer, Gütersloh 2015, 112 Seiten, 14,99 €, ISBN 978-3-579-07428-3 ist ab sofort im Buchhandel oder beim Verlag erhältlich.
Weitere Informationen unter www.velkd.de bzw. www.gtvh.de.

Hannover, 22. Juli 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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VELKD-Projekt „Evangelium digital“
Wettbewerb zur „Kommunikation des Evangeliums in den digitalen Medien“ läuft noch bis Ende August - Freitag, 17. Juli 2015
Hannover – Es zirpt und knistert elektronisch, während sich langsam ein Netz von medialen Symbolen um das zentrale Kreuzmotiv aufbaut. Mit diesem Videoclip (unter https://www.youtube.com/watch?v=b5PlCsoQLXQ zu sehen) hat die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) den Wettbewerb „Evangelium digital“ flankiert und zur Teilnahme animiert.

Das Ziel des Wettbewerbs „Evangelium digital“ ist es, den Einsatz digitaler Medien in Kirchengemeinden bzw. kirchengemeindlichen Gruppen im Hinblick auf die Kommunikation des Evangeliums bekannt zu machen und zu fördern.

Noch bis Ende August 2015 können sich Kirchengemeinden, kirchliche Gruppen aus Kirchengemeinden, Kirchenkreisen bzw. Dekanaten sowie kirchliche Gruppen aus dem Bereich Bildung oder Diakonie bewerben. Das eingereichte Projekt soll einen Beitrag zur Kommunikation des Evangeliums leisten und im Zeitraum zwischen Januar 2014 und Juni 2015 durchgeführt worden sein. Es können Medien wie Audio, Video, Twitter, Blog und Mail u. a. oder ein Crossover digitaler Medien verwendet werden. Die ausgelobten Preisgelder betragen 2000 Euro (1. Preis), 1000 Euro (2. Preis) sowie 500 Euro (3. Preis).

Die Details zum Wettbewerb (Anmeldung, Teilnahmebedingungen, Zeitrahmen, Kriterien) sind unter www.velkd.de/presse/evangelium-digital.php zu finden.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.velkd.de bzw. www.evangelium-digital.de.

Hannover, 17. Juli 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD Seite drucken
Pastor Matthias Freytag verstärkt Pressestelle
Kommissarische Leitung bei Gundolf Holfert - Donnerstag, 16. Juli 2015

Hannover – Die Pressestelle der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) ist erneut zweifach besetzt. Der bisherige Medienvikar der VELKD, Pastor Matthias Freytag (29), komplettiert ab sofort das Team der Pressestelle der VELKD. Er wird Aufgaben in der Öffentlichkeitsarbeit und Publizistik der VELKD übernehmen. „Ich freue mich darauf, meine Ideen zum Reformationsjubiläum sowie zu den Kirchentagen 2017 in Berlin und Wittenberg einzubringen. Hier werden wir uns mit unterschiedlichsten Projekten beteiligen“, so Freytag. „Im Bereich der Publikationen planen wir eine weitere Booklet-Reihe.“

Verantwortlicher Ansprechpartner des Referats für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist der stellvertretende Pressesprecher Gundolf Holfert. Neben der Pressearbeit verantwortet Holfert die Internetarbeit und die Weiterentwicklung der digitalen Angebote der VELKD.

Matthias Freytag hat Evangelische Theologie in Göttingen und Leipzig studiert. Das Gemeindevikariat absolvierte er bei Northeim, in den Kirchengemeinden Kalefeld-Weißenwasser und Sebexen. Im Anschluss an das zweite Theologische Examen nutzte der gebürtige Celler das einjährige Medienvikariat in der Pressestelle der Vereinigten Kirche und qualifizierte sich im kirchlichen Medienbereich. In dieser Zeit hospitierte er zudem in der hannoverschen Redaktion des Evangelischen Pressedienstes (epd). Zuletzt war er an der Realisierung der VELKD-Präsenz auf dem 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) in Stuttgart und der damit verbundenen Pressearbeit beteiligt. Matthias Freytag hat 2012 eine Fortbildung zum Eventmanager (IHK) abgeschlossen. Seit Juli 2015 ist er Pastor der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers und hat einen Predigtauftrag in der Immanuel-Kirchengemeinde in Alt-Laatzen.

Hannover, 16. Juli 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Aus den Quellen schöpfen
Jahresprogramm 2016 des Theologischen Studienseminars der VELKD erschienen - Dienstag, 14. Juli 2015

Hannover/Pullach – Das Theologische Studienseminar der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Pullach bei München hat sein Jahresprogramm 2016 veröffentlicht. Im nächsten Jahr werden 16 Studienkurse für Pfarrerinnen und Pfarrer, Prädikantinnen und Prädikanten sowie Haupt- und Ehrenamtliche mit Leitungsverantwortung angeboten. Spezielle Seminare wenden sich an Ökumene-Beauftragte in Gemeinde und Kirchenamt, an Kirchenjuristen, Personaldezernenten und Verwaltungsmitarbeiter.

„In allen Bereichen der Kirche stellen wir eine Sehnsucht nach Theologie fest. Diesem Bedürfnis wollen wir auch 2016 im Theologischen Studienseminar einen festen Ort geben“, erläutert der Rektor des Seminars, PD Dr. Detlef Dieckmann-von Bünau. Das Studienseminar setze innerhalb der kirchlichen Fortbildungslandschaft einen „besonderen Akzent, indem es durch theologische Bildung Abstand zu den Zweckfragen des alltäglichen Geschäfts ermöglicht und so neue Perspektiven eröffnet“, ergänzt Dr. Christina Costanza, Studienleiterin in Pullach.

Das Programm 2016 bietet wieder eine große Bandbreite unterschiedlicher Themen: Neben „Auffrischungskursen“, den sogenannten Updates, in theologischen Kernbereichen finden sich zielgruppenspezifische Angebote wie „Seelsorge lernen und lehren“ für Vikariatsleitende und „Coaching in der Kirche“ für Ephoren. Das Angebot „Gott feiern!“ thematisiert die liturgischen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen evangelischen und römisch-katholischen Gottesdiensten und fragt nach dem darin liegenden ökumenischen Potenzial. Die Kursdauer liegt zwischen einer und zwei Wochen. Neben den Kursen im Haus werden auch Studienreisen angeboten; in die längeren Kurse wird meist eine themenbezogene Exkursion integriert.

Das Jahresprogramm des Theologischen Studienseminars ist über die Internetseite www.theologisches-studienseminar.de zu finden. Anmeldungen zu den Kursen sind ab 15. Juli 2015 online möglich. Das Theologische Studienseminar steht auch Gastgruppen und Einzelgästen offen. Die Einrichtung bietet seit 1960 theologische Studienkurse zu Austausch und Begegnung zwischen akademischer Theologie und kirchlicher Arbeit an.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.theologisches-studienseminar.de sowie www.velkd.de. Das Jahresprogramm 2016 kann unter der Internetadresse: www.velkd.de/downloads/studienkurse-pullach-2016.pdf heruntergeladen werden.

Hannover, 14. Juli 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Menschenfreund und prägender Theologe: Friedrich Hauschildt geht in den Ruhestand
Langjähriger Leiter des Amtes der VELKD und EKD-Vizepräsident feierlich verabschiedet - Donnerstag, 9. Juli 2015

Hannover – Im Rahmen einer Feierstunde ist heute Friedrich Hauschildt aus dem aktiven Dienst verabschiedet worden. Der 65-jährige Theologe hatte in den vergangenen 15 Jahren das Amt der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) geleitet. Seit 2007 war er zugleich Vizepräsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und leitete dort die Hauptabteilung „Öffentliche Verantwortung“.

Im Gottesdienst anlässlich seiner Verabschiedung, in dem Hauschildt auch predigte, ist der gebürtige Schleswig-Holsteiner vom Ratsvorsitzenden der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), und dem Leitenden Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin) von seinen Ämtern entpflichtet worden.

Zahlreiche Gäste und Weggefährten aus dem In- und Ausland nahmen an der Feier teil und würdigten die Lebensleistung Hauschildts. „Mit Ihnen verabschieden wir einen großen Theologen, der alle Oberflächlichkeit und Schnelligkeit der Gedanken verabscheut“, stellte Bischof Ulrich in seiner Grußadresse fest. Er beschrieb Hauschildt „als Mann des Dialoges, des Ausgleichs“ und als „Menschenfreund und Wertschätzer“, der „offene Sinne hat für Sorgen und Nöte der Mitarbeitenden, der raten und aufrichten kann“.

Bedford-Strohm würdige Hauschildts wichtige Rolle bei der Erarbeitung der öffentlichen Stellungnahmen der evangelischen Kirche. „Mit seiner ausgeprägten theologischen und ethischen Kompetenz ist er für uns zum Segen geworden.“ So habe Hauschildt stets darauf beharrt, dass sozialethische Stellungnahmen zuallererst theologisch verantwortet sein müssten. Vorbildlich sei aber auch sein menschlicher Umgang im Amt gewesen: „Friedrich Hauschildt hat sich nie selbst in den Vordergrund gedrängt, aber im Hintergrund umso nachhaltiger gewirkt.“

Hauschildt war nach Studium in Göttingen und Kiel, dem Vikariat in Kopenhagen und der Promotion zur Ethik Sören Kierkegaards 1985 bis 1991 Referent für theologische Grundsatzfragen im Amt der VELKD. Danach stand er dem Predigerseminar in Celle als Studiendirektor vor, bevor er in der Landeskirche Hannovers das Dezernat für Gottesdienstliches Leben, Kirchenmusik und Ökumene leitete. 2000 wurde er zum Präsidenten des Lutherischen Kirchenamtes, des jetzigen Amtes der VELKD, berufen.

Hannover, 9. Juli 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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DNK/LWB: Global Young Reformers Network in Wittenberg
Jugend des Lutherischen Weltbundes veranstaltet Reformationswerkstatt - Mittwoch, 8. Juli 2015

Hannover – Das Netzwerk Junger Reformerinnen und Reformer des Lutherischen Weltbundes (LWB) trifft sich zu einer Reformationswerkstatt in Lutherstadt Wittenberg. Vom 22. August bis 4. September 2015 bringt die „Werkstatt Wittenberg“ 145 Jugendliche und junge Erwachsene aus aller Welt zusammen.

Die Konferenz findet in Vorbereitung des 500. Reformationsjubiläums statt. Unter dem Motto „Befreit durch Gottes Liebe – um die Welt zu verändern“ stehen gegenseitiger Austausch und weltweites Lernen im Mittelpunkt. Außerdem werden die Teilnehmenden Reformationsprojekte entwickeln, die im Anschluss an das Treffen bis 2017 in ihren Heimatkirchen umgesetzt werden sollen. Neben den Jugendlichen werden der Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes und mehrere Vize-Präsidenten des LWB die Werkstatt in der Lutherstadt besuchen.

Auf dem Programm in Deutschland stehen u.a. Besuche von Kirchengemeinden und diakonischen Projekten der gastgebenden Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Am „Wittenberg-Tag“ (24. August) wird der LWB seine Arbeit vorstellen. Am Abend wird die Weltpremiere der Luther-Animationsserie der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn stattfinden.

„‘Ecclesia semper reformanda‘ – diesem Ziel haben Sie sich als junge Menschen aus allen Kontinenten der Erde verschrieben“, schreibt Ilse Junkermann, Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland in ihrer Grußadresse an die Gäste und Teilnehmenden der Werkstatt. „Sie entwickeln Ideen und Projekte für Ihre lutherischen Heimatkirchen und stehen dabei, weltweit vernetzt, in internationalem Austausch.“

Die Werkstatt Wittenberg wurde gemeinsam von der Steuerungsgruppe des Netzwerks junger Reformerinnen und Reformer, dem LWB-Jugendsekretariat und der EKM vorbereitet. Das Globale Netzwerk Junger Reformerinnen und Reformer ist ein Programm des LWB von und für junge Erwachsene(n). Auf dem Weg zum 500. Jahrestag der Reformation will es junge Menschen befähigen, sich in alle Aspekte des kirchlichen Lebens einzubringen. Das Netzwerk besteht aus jungen Menschen der 145 LWB-Mitgliedskirchen aus allen sieben LWB-Regionen weltweit.

Weitere Informationen zur Werkstatt Wittenberg finden Sie hier (in englischer Sprache): https://www.lutheranworld.org/content/workshop-wittenberg.

Die Pressestellen des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) und der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) werden die Werkstatt Wittenberg begleiten. Für Medienanfragen wenden Sie sich bitte an Florian Hübner (DNK/LWB, huebner@dnk-lwb.de, 0511/2796-437) oder Friedemann Kahl (EKM, friedemann.kahl@ekmd.de, 0391/5346-142).

Hannover, 8. Juli 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher des DNK/LWB

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„Ein überzeugender Repräsentant lutherischer Theologie“
Leitender Bischof der VELKD zum Tod von Eduard Lohse - Donnerstag, 25. Juni 2015

Hannover – „Mit Eduard Lohse ist ein Mensch von uns gegangen, dessen Wirken für unsere Kirche kaum zu überschätzen ist.“ Mit diesen Worten hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), seinen Amtsvorgänger, Landbischof i. R. Prof. Dr. Eduard Lohse gewürdigt, der am Dienstagabend dieser Woche im Alter von 91 Jahren gestorben ist.

Der gebürtige Hamburger, der von 1975 bis 1978 Leitender Bischof der VELKD war und zeitgleich auch den Vorsitz des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) innehatte, habe „die Verknüpfung von theologischer Wissenschaft und kirchlicher Praxis, von ökumenischer Weite und schlichter Frömmigkeit“ in einmaliger Weise verkörpert. Die Akzente, die er gesetzt habe etwa in seiner Arbeit an der Revision der Lutherbibel – „prägen unser Kirchesein bis heute“, stellt der Leitende Bischof in seinem Kondolenzschreiben fest.

„Gott hat ihm bis ins hohe Alter hinein eine ungewöhnliche Klarheit des Denkens und des Redens gegeben“, so Ulrich weiter. „Mit der ihm eigenen Verbindung von Noblesse und Bescheidenheit, mit seiner Bereitschaft, ganz hinter der Sache des Evangeliums zurückzutreten, ist er für viele ein beeindruckender Zeuge des Glaubens gewesen.“

Hinweis: Gerhard Ulrich ist Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD – www.velkd.de) und Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche – www.nordkirche.de).

Hannover, 25. Juni 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Aufforderung zum Dialog über die Zukunft der Erde
Catholica-Beauftragter der VELKD würdigt päpstliche Enzyklika „Laudato si“ - Samstag, 20. Juni 2015

Hannover – Der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), hat die Enzyklika von Papst Franziskus, „Laudato si – Über die Sorge für das gemeinsame Haus“ in einer ausführlichen Stellungnahme als Impuls für einen „neuen Dialog“ über die Gestaltung der Zukunft unseres Planeten gewürdigt.

Der vorgelegte Text – die zweite Enzyklika des seit März 2013 amtierenden Franziskus – widmet sich dem Themenpaar Schöpfung und Umwelt und zeichnet sich durch „ein hohes Maß an Sachkenntnis“ aus, stellt Bischof Manzke in seiner Stellungnahme fest.

Das Dokument weise nachdrücklich auf den unauflösbaren Zusammenhang hin, der „zwischen unserem Umgang mit der Natur und der Kultur menschlichen Zusammenlebens besteht.“ Franziskus betone „in wünschenswerter Deutlichkeit, dass die gegenwärtigen Umweltprobleme nicht nur negative Begleiterscheinungen technischer und wirtschaftlicher Entwicklungsprozesse sind, sondern eine globale Kulturkrise zum Ausdruck bringen.“ Den Ursprung dieser Krise sehe der Papst in der „Dominanz des ‚techno-ökonomischen Paradigmas“, das heute herrsche und alle Lebensbereiche durchdrungen habe, so Manzke.

Vor diesem Horizont deute Franziskus die „Umweltkrise“ als einen Aufruf zu einer „tiefgreifenden inneren Umkehr“ und Herausforderung sowohl für den Einzelnen als auch für die sozialen Strukturen und Gemeinschaften. „Ziel dieser Umkehr ist die Entwicklung einer Kultur der universalen Solidarität“, konstatiert der Catholica-Beauftragte. Auf der Basis des Schöpfungsgedankens entwickle der Papst das Konzept einer „ganzheitlichen Ökologie“, die Natur, Mensch und Gesellschaft umfasst. Er propagiere eine „ökologische Umkehr, für die „Tugenden“ wie etwa Dankbarkeit, Gemeinschaftssinn, Achtsamkeit und Demut leitend seien, führt Manzke aus. Angesicht der globalen Dimensionen der ökologischen Herausforderung täten die Kirchen gut daran, „sich in der „Sorge um das gemeinsame Haus“ gemeinsam zu engagieren und ihre Kompetenzen […] in den Diskurs um die Zukunft dieser Welt einzubringen.“

Hinweis: Die Stellungnahme des Catholica-Beauftragten kann unter
www.velkd.de/downloads/Stellungnahme_Manzke_-_Laudato_si_2015.pdf auf der
Internetpräsenz der VELKD heruntergeladen werden.

Hannover, 20. Juni 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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VELKD auf dem DEKT in Stuttgart: Alexander Deeg vom Liturgiewissenschaftlichen Institut über Predigt als „große Störung“
Dorothee Land vom VELKD-Gemeindekolleg im Gespräch mit dem Verband der Humanisten in Baden-Württemberg - Donnerstag, 4. Juni 2015

Hannover/Stuttgart – Manche Besucher eines sonntäglichen Gottesdienstes empfinden die Predigt aus unterschiedlichen Gründen als etwas Störendes im Ablauf, „als bloße Konvention“. Dagegen antworteten laut der aktuellen EKD-Mitgliedschaftsstudie (KMU V) 81 % der Befragten, dass ihnen eine gute Predigt im Gottesdienst wichtig bzw. sehr wichtig sei. „Ist sie nun die große Chance im evangelischen Gottesdienst, die Predigt – oder das große Problem?“. Mit dieser Frage beschäftigt sich am Freitag der Leiter des Liturgiewissenschaftlichen Instituts der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Leipzig, Prof. Dr. Alexander Deeg. Auf dem 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart wird Prof. Deeg unter dem Titel „Die einzige große Störung. Die Predigt im Gesamtgefüge des Gottesdienstes“ neue Predigtkonzepte vorstellen und leicht verständliche Predigtbeispiele geben. „Die Predigt, so meine ich und schließe mich gerne Luther und den anderen Reformatoren an, gehört notwendig in den Gottesdienst hinein. Denn sie kommt aus dem gemeinsamen Gebet und mündet in das gemeinsame Gebet“, so Deeg. Die Veranstaltung des Zentrums Gottesdienst beginnt um 11:00 Uhr in der Steigkirche (Auf der Steig 23).

Am Nachmittag beteiligt sich die Referentin des VELKD-Gemeindekollegs Neudietendorf, Dorothee Land, an einer Podiumsdiskussion des Zentrums Weltanschauung. Gemeinsam mit einem Pfarrer, einem Religionswissenschaftlicher und der Vorstandssprecherin der Humanisten Baden-Württemberg diskutiert sie die Themen Konfessionslosigkeit, Atheismus und die Gottesfrage. Das Podium „Ich bin nicht religiös. Ich bin normal!“ findet von 15:00-18:00 Uhr in der Pauluskirche (Paulusstraße 1) statt.

Hinweis: Besuchen Sie uns auf dem Kirchentag in Zelthalle 1, Stand A02. Dort können Sie die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche und ihre Einrichtungen kennenlernen. Weitere Informationen finden Sie unter www.velkd.de/presse/kirchentage.php.

Hannover, 4. Juni 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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VELKD auf dem Kirchentag in Stuttgart: Moderne Bibelübersetzungen und Gottesdienst 3.0
Leitung des Theologischen Studienseminars der VELKD gibt Impulse - Donnerstag, 4. Juni 2015
Hannover/Stuttgart – Was macht ein gutes Leben aus? Diese Frage stellt der Rektor des Theologischen Studienseminars der Vereinigten Evangelisch-lutherischen Kirche (VELKD) in Pullach, PD Dr. Detlef Dieckmann-von Bünau. Als Grundlage für die Bibelarbeiten am Freitag, dem 5. Juni auf dem 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart hat er die Bibelverse aus dem Buch „Prediger Salomo“ (Kohelet 3,9-13) übersetzt und ausgelegt. Darin resümiert Dieckmann in der Tradition von Kohelet unter anderem: „Gut wird ein Leben, wenn wir das Herz nicht nur grübeln lassen, sondern auch das Gute tun und aus Gottes Hand das Gute empfangen – denn beides, das Gute zu tun und das Gute zu genießen, gehört zusammen“.
Am Donnerstag, dem 4. Juni wird Dieckmann-von Bünau an einer Podiumsdiskussion über neue Bibelübersetzungen und neue Literatur teilnehmen. Als Mitglied des Projekts „Die Bibel in gerechter Sprache“ übersetzte er das Buch Kohelet. Die Veranstaltung „Vom Wortsalat zur Götterspeise“ findet von 15:00-18:00 Uhr im Paul-Lechler-Saal des Hospitalhofs statt.

Zur selben Zeit wird die Studienleiterin des Studienseminars, Dr. Christina Costanza, auf einem Podium über das Thema „Gottesdienst 3.0 - virtuell und spirituell“ diskutieren. Costanza widmete sich zuletzt mit Vorträgen und Fortbildungsveranstaltungen verstärkt dem Themenbereich der Social Media unter theologischer und praktischer Perspektive. Der Veranstaltungsort ist die Heilandskirche in der Sickstraße.

Hinweis: Besuchen Sie uns auf dem Kirchentag in Zelthalle 1, Stand A02. Dort können Sie die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands und ihre Einrichtungen kennenlernen. Weitere Informationen finden Sie unter www.velkd.de/presse/kirchentage.php.

Hannover, 4. Juni 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD Seite drucken
„Heute schon gemeinsam Kirche, gemeinsam Leib Christi sein.“
VELKD ist Projektpartner des Ökumenisches Stundengebets auf dem Kirchentag in Stuttgart - Donnerstag, 4. Juni 2015

Hannover/Stuttgart – „Denn im Singen und Beten wird die Einheit real“, steht auf der Einladung zu den ökumenischen Stundengebeten auf dem 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart. Jeweils vier bzw. drei Gebetszeiten wird der gemeinnützige Verein „Ökumenisches Stundengebet“ von Donnerstag bis Samstag in zwei Stuttgarter Kirchen anbieten. Den Tagesanfang und -abschluss können Interessierte während des Morgenlob/Laudes (08:30 Uhr) bzw. der Vigil/Komplet (23:00 Uhr) in der Leonhardskirche feiern. In den Katharinenkirche finden ergänzend dazu um 13:00 Uhr das Mittagsgebet und um 18:00 Uhr die Lichtvesper (Freitag) bzw. der Evensong (Samstag) statt.

Ein Anliegen ist es, im Ökumenischen Stundengebet „heute schon gemeinsam Kirche, gemeinsam Leib Christi“ zu sein, heißt es auf der Internetseite des Vereins. „Wenn wir miteinander Fürsprache für die Welt halten, […] wird die Einheit der Kirche real.“ Daher möchte der Verein Christinnen und Christ Mut machen, miteinander zu beten, „in einer Sprache, die sie verbindet und die doch die ihre ist“.

Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) unterstützt als Projektpartner das Ökumenische Stundengebet auf dem Kirchen und das Ökumenische Netzwerk. Die liturgische Arbeit der VELKD zielt darauf, die gestalterische Vielfalt von Gottesdiensten zu fördern. Aus diesem Grund unterhält die VELKD ein eigenes Liturgiewissenschaftliches Institut in Leipzig.

Hinweis: Besuchen Sie uns auf dem Kirchentag in Zelthalle 1, Stand A02. Dort können Sie die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche und ihre Einrichtungen kennenlernen. Weitere Informationen finden Sie unter www.velkd.de/presse/kirchentage.php.

Hannover, 4. Juni 2015
Matthias Freytag
Medienvikar in der Pressestelle der VELKD

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DNK/LWB: „Wer flieht packt keine Koffer“
Neue Kampagne des DNK/LWB zur syrischen Flüchtlingskrise vorgestellt - Mittwoch, 3. Juni 2015

Hannover/Stuttgart – „Wer flieht, packt keine Koffer“ ist das Motto der neuen Kampagne des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB), die am Donnerstag, den 4. Juni 2015, auf dem Kirchentag in Stuttgart startet.

Auf dem Gemeinschaftsstand mit VELKD und MLB (Stand A02, Zelthalle 1, Markt der Möglichkeiten) ist eine typische Szene aus einem jordanischen Flüchtlingslager zu sehen. Sie zeigt Alltagsgegenstände von syrischen Flüchtlingen, die diese bei der Flucht zurücklassen mussten: Die Exponate vom Notzelt bis zur Winterkleidung – stammen überwiegend direkt aus dem Flüchtlingslager Za’atari in Jordanien. Betreut wird die Ausstellung durch Stipendiaten des DNK/LWB, die aus LWB-Kirchen für einen Studienaufenthalt nach Deutschland kommen und teilweise selber Fluchterfahrungen gemacht haben.

Anlass der Kampagne ist der anhaltende Konflikt in Syrien, der mehrere Millionen Menschen zur Flucht aus Syrien zwang – vielfach mit wenig mehr als der Kleidung am Leib. Für Dinge des täglichen Bedarfs wie Matratzen, Decken, Kleidung, aber auch Lebensmittel und Spielzeug, sind die Menschen daher auf Hilfsorganisationen angewiesen. Der Lutherische Weltbund (LWB) unterstützt seit 2012 in Jordanien tausende syrischer Flüchtlinge, inzwischen 200.000 Menschen jährlich.

Neben dem Informationsangebot umfasst die Kampagne auch ein Angebot zum Aktivwerden. Das Motto „Wer flieht, packt keine Koffer“ wird ergänzt durch „Wer kann, der hilft!“. In einer Mitmachaktion können Besucher auf dem Kirchentag von ihrem Engagement für Flüchtlinge berichten, Gebete verfassen oder direkt Gutes tun: Alle hierfür gesammelten Spenden kommen syrischen Flüchtlingen zugute.

Die Ausstellung ist Teil des Gemeinschaftsstands der Vereinigten Evangelisch-lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) und des Martin-Luther-Bundes. Das Zentrum des Standes bildet das Luther-Café der VELKD. Hier können Kirchentagsbesucher eine Kaffeepause einlegen und sich über die Angebote von VELKD, DNK/LWB und MLB informieren. Auch die erbetenen Spenden für Kaffee, Tee und Kekse unter-stützen die Direkthilfe für die syrischen Flüchtlinge in Jordanien.

Hinweis: Sie finden das Luther-Café auf dem Kirchentag in Zelthalle 1, Stand A02. Die Ausstellung kann nach dem Kirchentag auf Anfrage ausgeliehen werden. Weitere Informationen über die weltweite Flüchtlingsarbeit des Lutherischen Weltbundes erhalten Sie unter www.dnk-lwb.de.

Spendenkonto für Direktspenden:
IBAN: DE21 5206 0410 0000 4195 40
BIC: GENO DE F1 EK1
www.dnk-lwb.de/spenden
Evangelische Bank (Konto-Nr.: 419 540, BLZ: 520 604 10)
Stichwort: Jordanien

Hannover, 3. Juni 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher des DNK/LWB

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VELKD-Informationen Nr. 147: „Wie hast Du’s mit der Religion?“
Leitender Bischof Gerhard Ulrich zu Rolle und Auftrag der Kirche im gesellschaftlichen Kontext - Dienstag, 2. Juni 2015

Hannover – „Nun sag, wie hast Du´s mit der Religion?“ Mit diesem Zitat aus Goethes „Faust“ hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich, seinen Beitrag für die jetzt erschienene Ausgabe 147 der VELKD-Informationen (VI) überschrieben. Der Charakteristik der berühmten „Gretchenfrage“ folgend, thematisiert Ulrich in seinem Text grundsätzlich nach Bedingungen und Voraussetzungen, denen etwa das Verhältnis von Religion und gesellschaftlicher Verfassheit unterliegt. Bei aller Verortung im aktuellen gesellschaftlichen Kontext sei immer auch zu fragen: „Wie verantwortest Du Deine Antworten auf die Fragen des täglichen Lebens vor Deinem Gott und Deinem Glauben?“, so Bischof Ulrich. Ungeachtet aller Mitwirkung und Einbettung der Kirche am und ins gesellschaftliche/n Leben gelte auch: „Kirche ist nicht nur Ethik-Agentur“. Wer sie darauf reduziere, verkenne ihr Potenzial als geistliche wie soziale Organisationsform.

Im Weiteren finden Sie in der aktuellen Ausgabe der VELKD-Informationen in der Rubrik „Das Lutherzitat“ eine Auslegung durch den Präsidenten der Generalsynode, Professor Dr. Wilfried Hartmann (Hamburg). Er verweist unter Bezug auf eine Passage aus der Gemeindeschrift von 1523: „Daß eine christliche Versammlung oder Gemeine Recht und Macht habe, alle Lehre zu beurteilen und Lehrer zu berufen, ein- und abzusetzen“ auf die elementare Bedeutung des synodalen Entscheidungsprozesses.
Darüber hinaus dokumentiert diese Ausgabe die konstituierende Synodentagung in Würzburg und berichtet von den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des Instituts für Ökumenische Forschung in Straßburg am 22. April 2015. Zuletzt informieren wir Sie über die Präsenz der VELKD und ihrer Partner auf dem 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart.

Hinweis: Die Nr. 147 der VELKD-Informationen (Januar bis Mai 2015) kann unter www.velkd.de/publikationen/velkd-informationen.php?publikation=362&kategorie=26
heruntergeladen und der E-Mail-Anschrift texte-vi@velkd.de angefordert bzw. kostenfrei abonniert werden.


Hannover, 2. Juni 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Leitender Bischof der VELKD gratuliert Carsten Rentzing
Gemeindepfarrer aus dem Vogtland wird neuer Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens - Sonntag, 31. Mai 2015

Hannover/Dresden – Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), hat Dr. Carsten Rentzing zu seiner Wahl zum Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens herzliche Glück- und Segenswünsche ausgesprochen.

Mit dem 47-jährigen Theologen, der seit 2010 als Pfarrer in der Kirchgemeinde Markneukirchen Dienst tut und seit 2009 der Generalsynode angehört, habe die Landessynode einen Bischof gewählt, der über die Fähigkeit verfüge, „die Frohe Botschaft fröhlich, substantiell und zugleich verständlich zu verkünden“, so Ulrich in seinem Glückwunschschreiben. Dies sei in einer „Zeit starken Wandels wie heute“ für die Kirche von großer Bedeutung.

Zudem habe sich Rentzing durch seinen Pfarrdienst und die langjährige Mitgliedschaft in den Synoden von VELKD, EKD und sächsischer Landeskirche umfangeiche Erfahrung in Leitungsprozessen – auch durch sein Wirken als Vizepräsident der 11. Generalsynode – und in der Gemeindearbeit erworben, was „Ihnen in Ihrem neuen Amt nur nutzen“ könne, führte Ulrich aus. Er freue sich, so der Leitende Bischof weiter, „dass Sie künftig mit Ihren fundierten Beiträgen die Bischofskonferenz der VELKD bereichern und damit den Chor der lutherischen Stimmen verstärken werden.“

Hinweis: Gerhard Ulrich ist Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD – www.velkd.de) und Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche – www.nordkirche.de).

Hannover, 31. Mai 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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„In ihrem öffentlichen Reden politisiert die Kirche nicht, aber sie ist notwendigerweise politisch“
Bayerischer Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm im Studienseminar der VELKD - Freitag, 29. Mai 2015

Hannover/Pullach – Das Theologische Studienseminar der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Pullach hat im Mai einen Studienkurs zum Thema „Ethik in der Öffentlichkeitsarbeit“ angeboten. Ein Höhepunkt der Studienwoche war eine Einheit zum Thema „Öffentliche Theologie und Kirche“ mit dem bayerischen Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzenden Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm (München). Er betonte, dass das Reden der Kirche in der Öffentlichkeit zweisprachig zu sein habe: „Es [das Reden] muss die Sprache der säkularen Vernunft genauso beherrschen, wie die Sprache biblischer und theologischer Begründungen“, lautete eine der Thesen Bedford-Strohms. Dies habe sie mutig und zugleich demütig zu tun, „weil das eigene Zurückbleiben hinter den für sie verbindlichen Maßstäben jede Besserwisserei oder Belehrungsmentalität verbietet“. Er ließ aber keinen Zweifel daran, dass die Kirche verpflichtet sei, sich zu äußern, wenn politische oder gesellschaftliche Entscheidungen dem christlichen Grundverständnis widersprächen.

Insgesamt eine Woche lang diskutierten Dekane und Superintendenten aus verschiedenen evangelischen Landeskirchen Deutschlands mit den Dozenten des Studienkurses, den Bedford-Strohm als Beiratsmitglied des Studienseminars mit initiiert hat, über eine ethisch-reflektierte, kirchliche Öffentlichkeitsarbeit. Anhand von praxisnahen Beispielen übten die Teilnehmer das sachgemäße Antworten auf ethische Anfragen.

Im zweiten Halbjahr 2015 bietet das Theologische Studienseminar weitere Kurse zu aktuellen theologischen, politischen und kulturellen Fragestellungen an. „Das Angebot richtet sich an Pfarrerinnen und Pfarrer, Kirchenleitende, Ehrenamtliche und weitere kirchliche Mitarbeiter“, erläutert der Rektor, PD Dr. Detlef Dieckmann-von Bünau. Im Studienseminar werde ein Raum für einen Dialog zwischen der universitären Theologie und der kirchlichen Arbeit eröffnet.

Hinweis: Weitere Informationen zum Theologischen Studienseminar der VELKD in Pullach sowie das Kursprogramm 2015 finden sie unter http://theologisches-studienseminar.de/wordpress/.

Hannover, 29. Mai 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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„Aus der Taufe leben“
VELKD-Publikation zur Bedeutung des Taufsakraments neu aufgelegt - Donnerstag, 28. Mai 2015

Hannover – Den meisten Menschen erklärt sich die christliche Taufe nicht mehr von selbst. Auch die Erinnerungen an die eigene Taufe aus Erzählungen oder das Erleben von Taufhandlungen können komplexe Fragen aufwerfen. Es besteht ein Bedürfnis nach anschaulichen und lebensnahen Antworten. Entsprechend hoch ist die Resonanz auf die Broschüre „Aus der Taufe leben“, die die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) erstmals 2012 publiziert und nun wieder aufgelegt hat.

Auf 40 Seiten erläutert vor allem der Liturgiker Karl Heinz Bieritz in anschaulicher Weise die Bedeutung des Sakraments Taufe für die christliche Lebenspraxis. Dabei klammert er auch kritische Fragen wie „Was bringt die Taufe? Es geht doch auch ohne.“ nicht aus.
Durch die Verbindung von solider Grundinformation und reflektierendem Blick ist die Publikation sowohl für Christen mit thematischer Vorbildung als auch für Interessierte, die ihre Vorerfahrungen und Kenntnisse vertiefen wollen, geeignet.

„Aus der Taufe leben“ gehört zu einer Trilogie von Publikationen, die die Kernthemen des evangelischen Glaubens einprägsam, verständlich und informativ erschließt. Neben dem Booklet zur Taufe handelt es sich um Basisinformationen über das Abendmahl und über die Beichte. Diese sind unter den Titeln „Vom Abendmahl her leben“ und „Von der Beichte leben“ erschienen.

Hinweis: „Aus der Taufe leben“ kann im Amt der VELKD (Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, Tel.: 0511/27 96 438, Fax: 0511/27 96 182, E-Mail: versand@velkd.de) gegen eine Schutzgebühr von 1,50 Euro (zzgl. Versandkosten) bestellt oder auf der VELKD-Website unter www.velkd.de/publikationen/publikationen-grundwissen.php heruntergeladen werden.

Hannover, 28. Mai 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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VELKD-Publikation von Horst Hirschler in dritter Auflage erschienen
„Christus vertrauen – Was Rechtfertigung heute bedeutet“ erneut aufgelegt - Mittwoch, 27. Mai 2015

Hannover – „Wie kann ich vor Gott gerecht werden? Wie kann ich meinem Leben einen Sinn geben? Wann ist Gott barmherzig?“ Die Auseinandersetzung mit Fragen wie diesen ist wesentlich für die Rechtfertigungslehre Martin Luthers und für viele Menschen nach wie vor aktuell. Daher hat die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) den Text „Christus vertrauen – Was Rechtfertigung heute bedeutet“ des früheren Leitenden Bischofs der VELKD, Landesbischof i. R. D. Horst Hirschler (Rehburg-Loccum bei Hannover), aufgrund des anhaltenden Interesses erneut aufgelegt.
Als Beitrag zur Reformationsdekade bietet das Booklet eine leicht lesbare Interpretation der Rechtfertigungslehre Martin Luthers. Der erneute Nachdruck setzt die Reihe von Basispublikationen der VELKD zu elementaren Fragen des christlichen Glaubens fort, die sich an ein breites Publikum wenden.

2009 war „Christus vertrauen – Was Rechtfertigung heute bedeutet“ mit einer Auflage von 6.500 Stück gestartet und sofort stark nachgefragt worden. Bis heute haben rund 15.000 Exemplare der 48-seitigen Broschüre ihren Leserkreis gefunden.

Hinweis: Die Broschüre „Christus vertrauen – Was Rechtfertigung heute bedeutet“ von Horst Hirschler, 3. unveränderte Auflage 2015, kann gegen eine Schutzgebühr von 2,00 Euro (zzgl. Versandkosten) beim Amt der VELKD, Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, Tel.: 0511/27 96-421, Fax: 0511/27 96-182, E-Mail: versand@velkd.de bestellt oder auf der VELKD-Website unter www.velkd.de/publikationen/publikationen-gemeinde.php heruntergeladen werden.

Hannover, 27. Mai 2015
Gundolf Holfert
Stellv. Pressesprecher der VELKD

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VELKD und Partner auf dem 35. Kirchentag: Luther-Café und Hilfe für syrische Flüchtlinge in Jordanien
Gemeinschaftsstand mit Angeboten für Gemeinde, Ökumene und Gottesdienst - Dienstag, 26. Mai 2015

Hannover/Stuttgart – „Damit wir klug werden“ – so lautet die Losung des diesjährigen 35. Deutschen Evangelischen Kirchentags (DEKT) in Stuttgart. An dem Wort aus dem Psalm 90 hat sich die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) bei der Konzeption ihrer Präsenz auf dem DEKT orientiert.

Auf rund 120 qm Fläche im Bereich „Markt der Möglichkeiten“, Zelthalle 1, Stand A02 können sich die Besucher über das breite Angebot an Aktivitäten und Publikationen der VELKD informieren. So werden u. a. Veröffentlichungen zu den Themen Gottesdienst, Gemeindepädagogik, Theologie und Ökumene vorgestellt. Außerdem liegen Broschüren und Basisinformationen zu Kernthemen wie Taufe, Abendmahl oder ökumenischer Dialog zur kostenlosen Mitnahme bereit. Darüber hinaus stellen die VELKD-Einrichtungen Gemeindekolleg, Theologisches Studienseminar und Liturgiewissenschaftliches Institut sowie das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) ihre Arbeit vor. Erstmals ist in die Standgemeinschaft auch der Martin-Luther-Bund (MLB) integriert.

Den Rahmen für die Gesamtpräsenz bildet auch diesmal das „Luther-Café“, das Gelegenheit zu Gespräch und Innehalten bietet und wie immer zu einem Becher frischen Kaffee oder Tee einlädt. Die dafür erbetene Spende kommt der Direkthilfe für syrische Flüchtlingscamps in Jordanien des Lutherischen Weltbundes (LWB) zugute.

Daneben wird der lutherische Gemeinschaftsstand auch musikalisch bereichert: So wird am 4. Juni gegen 12.00 Uhr auf Einladung des MLB ein Chor aus Samara in Russland auftreten; am Freitag, 5. Juni, wird der äthiopische Musiker Dawit Getachew mit seiner Band im Rahmen eines Ökumenischen Get-Together ab 18.00 Uhr am Stand zu Gast sein.

Darüber hinaus beteiligen sich Vertreter der VELKD und ihrer Einrichtungen inhaltlich am Programm des DEKT. So wird z. B. am 4. Juni Dr. Christina Costanza vom Theologischen Studienseminar der VELKD ein Podium zu „Gottesdienst 3.0“ bestreiten; parallel wird der Rektor des Seminars, Dr. Detlef Dieckmann-von Bünau, unter dem Titel „Vom Wortsalat zur Götterspeise“ den literarischen Gehalt von neueren Bibelübersetzungen thematisieren.

Wie seit dem ökumenischen Kirchentag 2010 in München gestaltet VELKD- Gottesdienstreferentin Christine Jahn das „Ökumenische Stundengebet“ in Stuttgart mit und Pfarrerin Dorothee Land vom Gemeindekolleg stellt sich am 5. Juni unter dem Titel „Ich bin nicht religiös. Ich bin normal!“ der komplexen Frage „Konfessionslosigkeit als Herausforderung für die Kirche“.

Hinweis: Den Gemeinschaftsstand der VELKD, ihrer Einrichtungen und Partner finden Sie auf dem 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) 2015 in Stuttgart auf dem „Markt der Möglichkeiten“ in Zelthalle 1, Stand A02, Cannstatter Wasen/NeckarPark. Aktuelle Informationen zu Aktionen und Teilnahmen am Kirchentagsprogramm finden Sie unter www.velkd.de/presse/kirchentage.php, Stichwort „35. Deutsche Evangelische Kirchentag in Stuttgart“.

Hannover, 26. Mai 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Horst Gorski wird neuer EKD-Vizepräsident und Leiter des Amtes der VELKD
Kirchenleitung der VELKD und Rat der EKD berufen Nachfolger von Friedrich Hauschildt - Freitag, 1. Mai 2015

Der Hamburger Propst Horst Gorski wird neuer Leiter des Amtes der VELKD und Vizepräsident im EKD-Kirchenamt in Hannover. Das haben die Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im Benehmen mit EKD-Kirchenkonferenz und VELKD-Bischofskonferenz beschlossen.

Der 58-jährige Theologe tritt damit die Nachfolge von Friedrich Hauschildt an, der im Sommer in den Ruhestand tritt. Hauschildt hat das Amt der VELKD seit 15 Jahren geleitet. Seit 2007 hat er auch das Amt des Vizepräsidenten im EKD-Kirchenamt inne und leitet dort die Hauptabteilung „Öffentliche Verantwortung“.

„Ich freue mich sehr, dass Horst Gorski dieses „Doppel“-Amt mit seinen besonderen Herausforderungen sowohl für die Profilierung lutherischer Theologie als auch für das vertiefte Zusammenwirken von EKD, UEK und VELKD übernimmt“, betonte der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin) , der wie der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, dem Findungsgremium angehörte.

Bedford-Strohm bezeichnete Gorskis Berufung als „ausgesprochenen Glücksfall für die EKD und VELKD“. „Die Erfahrungen, die Horst Gorski aus seiner bisherigen beruflichen Vergangenheit mitbringt, kommen uns bei den anstehenden Aufgaben in bester Weise zugute. In Gorski treffen wir auf eine ganz besondere Verbindung aus menschlicher Zugewandtheit, Vertrautheit mit vielen Feldern der Kirche und sachlicher Kompetenz.

Der gebürtige Hamburger Horst Gorski war in den vergangenen 16 Jahren Propst in Hamburg und Schleswig-Holstein, zunächst im Kirchenkreis Altona und seit 2009 im fusionierten Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein. Seit 2004 war er zudem Vorsitzender des Theologischen Beirats der Nordelbischen Kirche und später der Theologischen Kammer der Nordkirche. Seine berufliche Laufbahn hatte Gorski schon einmal ins EKD-Kirchenamt nach Hannover geführt. Von 1983 bis 1985 war er Assistenzreferent des damaligen Vize-Präsidenten im Kirchenamt Hartmut Löwe.

Gorski dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen: „Ich freue mich auf herausfordernde sozialethische Debatten und die Möglichkeit, lutherische Standpunkte zu Fragen der Gegenwart ins Gespräch zu bringen.“

Gorski tritt sein neues Amt voraussichtlich zum 1. September an.

Würzburg, 1. Mai 2015
Gundolf Holfert                                        Carsten Splitt
stellv. Pressesprecher der VELKD           Pressestelle der EKD

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Hartmann als Präsident der Generalsynode der VELKD wiedergewählt
Barraud-Volk und Meyer amtieren als Vizepräsidenten - Freitag, 1. Mai 2015

Würzburg/Hannover – Die Mitglieder der 12. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) haben heute auf ihrer konstituierenden Tagung in Würzburg den Synodalen Professor Dr. Wilfried Hartmann (Hamburg) zum Präsidenten gewählt. Der 73-jährige erhielt im zweiten Wahlgang 27 von 47 abgegebenen Stimmen, bei 2 Enthaltungen. In dieser Funktion ist er zugleich Mitglied der Kirchenleitung der VELKD. Hartmann, der bereits der 11. Generalsynode als Präsident vorstand, ist für sechs Jahre gewählt. Der langjährige Vizepräsident der Universität Hamburg lehrte vergleichende und internationale Erziehungswissenschaften in Hamburg. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Die Präses der Synode der EKD, Irmgard Schwaetzer, gratulierte dem Präsidenten der Generalsynode zu seiner Wiederwahl: „Wilfried Hartmann stellt sich als Präsident der Aufgabe, auf dem von der Synode eingeschlagenen Weg der Verstärkung und Vertiefung der Gemeinschaft innerhalb der EKD voranzugehen. Dafür wünsche ich ihm viel Erfolg und Gottes Segen.“

Zur ersten Vizepräsidentin wählte die Generalsynode Pfarrerin Jacqueline Barraud-Volk aus der Bayrischen Landeskirche. Als zweiter Vizepräsident amtiert ab heute Superintendent Philipp Meyer aus der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Als Beisitzerinnen des Präsidiums für die kommenden sechs Jahre wurden die Synodalen Colleen Michler aus der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und Annette Welge aus der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe.

Die Generalsynode ist das gesetzgebende, synodale Organ der VELKD, die alle sechs Jahre neu gewählt wird. In der Amtsperiode der 12. Generalsynode sind alle Mitglieder der Generalsynode, bis auf vier Delegierte, zugleich Mitglieder der Synode der EKD. Die konstituierende Tagung in Würzburg vom 30. April bis 1. Mai 2015 findet zeitlich und örtlich verbunden mit der Synode der EKD statt.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.velkd.de/12-generalsynode.php.

Würzburg, 1. Mai 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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12. Generalsynode der VELKD konstituiert sich
Leitender Bischof Gerhard Ulrich eröffnet lutherisches Kirchenparlament - Donnerstag, 30. April 2015

Würzburg/Hannover – Am heutigen Donnerstag sind die Mitglieder der 12. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Würzburg zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen gekommen. Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin) hat die Synodaltagung in seiner Funktion als Leitender Bischof und Vorsitzender der Kirchenleitung der VELKD um 16:30 Uhr eröffnet. Bis zur morgigen Wahl eines neuen Präsidiums wird Ulrich auch die Sitzungsleitung übernehmen. Diese erste Tagung der neuen Amtsperiode soll am Freitag, dem 1. Mai gegen Mittag enden.

In einem gemeinsamen Eröffnungsgottesdienst heute Abend in der Würzburger St. Stephanskirche werden die Synodalen von VELKD und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie die Mitglieder der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen (UEK) von den Leitenden Geistlichen der drei gliedkirchlichen Zusammenschlüsse verpflichtet. Seit 2009 zeitlich und örtlich verbunden, konstituieren sich vom 30. April bis 3. Mai 2015 neben der Generalsynode der VELKD auch die EKD-Synode und die Vollkonferenz der UEK.

Am 1. Mai werden die Synodalen der VELKD ein neues Präsidium wählen. Dieses setzt sich aus dem Präsidenten/der Präsidentin, zugleich auch Mitglied der Kirchenleitung der VELKD, den oder die 1. und 2. Vizepräsidenten/in sowie zwei beisitzenden Mitgliedern zusammen. Darüber hinaus finden die Wahlen in die Ausschüsse der Generalsynode statt.

Die Generalsynode ist das gesetzgebende, synodale Organ der VELKD, die in der Regel einmal im Jahr tagt. Der Generalsynode gehören 50 Personen an. 42 Mitglieder, davon 15 ordinierte, werden von den Landessynoden der Gliedkirchen gewählt. Acht Mitglieder beruft der Leitende Bischof.

Hinweis: Unter http://www.velkd.de/12-generalsynode.php finden Sie Fotos, Berichte und weitere Materialien zur Generalsynode.

Würzburg, 30. April 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Auch in „stürmischer See“ auf Kurs
Leitender Bischof gratuliert Landesbischof Jochen Bohl zum 65. Geburtstag - Sonntag, 19. April 2015

Hannover – Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), hat dem sächsischen Landesbischof Jochen Bohl (Dresden) zu dessen 65. Geburtstag am heutigen Sonntag gratuliert.

Ulrich würdigte in seinem Schreiben Bohls „große Klarheit“, die dessen Handeln auf den unterschiedlichsten Feldern besonders in den letzten Jahren seiner Amtszeit bestimmt hat. So habe dieser bei den „wirklich schwierigen und brisanten“ Themen Homosexualität und Pegida „auf großartige Weise ‚Kurs gehalten‘“ und zu letzterem eine „sehr substantielle Analyse“ gegeben. „Wir hier oben an der Küste wissen, wie schwierig es ist, in stürmischer See ein Schiff auf Kurs zu halten, und genau das ist Dir nach meinem Eindruck hervorragend gelungen!“, so Ulrich in seiner Gratulation.

Der Leitende Bischof dankte Bohl „ausdrücklich für ein stets offenes und vertrauensvolles Zusammenwirken“ und wünschte seinem demnächst in den Ruhestand tretenden Amtsbruder Gottes Segen für das neue Lebensjahr, in dem sich „ein neuer Horizont eines selbstbestimmten Lebens“ auftue.

Jochen Bohl ist seit Juli 2004 Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens und Mitglied der Bischofskonferenz der VELKD. Bis Mitte 2007 war er Stellvertreter des Leitenden Bischofs. Derzeit hat er auch das Amt des stellvertretenden Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) inne.

Hinweis: Gerhard Ulrich ist Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD – www.velkd.de) und Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche – www.nordkirche.de).


Hannover, 17. April 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD Seite drucken
„Lasst uns drüber reden: Glaubenskurse im Osten Deutschlands“
Neue Studie des VELKD-Gemeindekollegs erschienen - Samstag, 4. April 2015

Hannover/Neudietendorf – Der Osten „tickt“ anders – jedenfalls, was das Thema Glauben und Religion angeht. Zwei Jahre lang untersuchte Pfarrerin Dorothee Land im Auftrag des Gemeindekollegs der Vereinigten Evangelischen-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD) und der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) die Erfahrungen mit dem Projekt „Erwachsen Glauben“ in den neuen Bundesländern. „Ein Leben ohne Kirche und Glauben ist normal im Osten Deutschlands“, schreibt die Verfasserin in ihrer Studie „Lasst uns drüber reden! Glaubenskurse im Osten Deutschlands“, die zu Ostern 2015 erscheint. Nur noch knapp 30 Prozent der Bevölkerung gehören dort zu einer der beiden großen Kirchen. Umso mehr lohnt ein Blick auf den Osten, so Dr. Andreas von Maltzahn, Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland sowie Vorsitzender des Beirats des Gemeindekollegs, in seinem Vorwort der Studie. „Hier zeigen sich wichtige Impulse für die Zukunft von Kirche in einem stark entkirchlichten bzw. säkularen gesellschaftlichen Kontext.“

Dorothee Land beleuchtet Erfahrungen, Kontinuitäten und Neuaufbrüche in der Arbeit mit Glaubenskursen im Osten. Ausgangspunkt war das Projekt „Erwachsen Glauben“, das die Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD) im Auftrag der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in den Jahren 2009 bis 2012 umgesetzt hat, und mit dem das Angebot von Glaubenskursen „auch in den östlichen Landeskirchen breite Wirkung entfaltet (hat), nicht immer mit ganz großer öffentlicher Präsenz, aber mit einer erfreulichen Ausstrahlung in die gemeindliche und zum Teil überregionale Praxis“, so Dorothee Land. „Selten zuvor ist ein Thema, das ‚von oben‘ angeregt wurde, auf so fruchtbaren Boden gefallen.“ Allerdings fehlte bisher ein spezielles Augenmerk auf Spezifika „Ost“ mit entsprechend aufbereitetem Kursmaterial. „Diese Leerstelle soll hiermit geschlossen werden.“

Mit den in dem 144-seitigen Werkbuch vorliegenden Ergebnissen erhalten hauptberufliche und ehrenamtliche Mitarbeitende Anregungen, auch in ihrem Kontext Kurse zum Glauben anzubieten oder damit weiterzuarbeiten. Aber auch über den ganz praktisch-konkreten Rahmen hinaus sind die Erkenntnisse der Studie interessant, etwa, wenn befragte Pfarrerinnen und Pfarrer über ihre Arbeit in einer entkirchlichten Gesellschaft berichten, wie z.B. Pfarrer Reinhard Simon auf S. 20: „Von außen her gibt es diese totale Unvorstellbarkeit, wie kann man sich überhaupt mit Kirche auseinandersetzen? Das ist so fremd geworden. Das ist so, als wenn wir in eine ganz andere Kultur abtauchen.“ Dorothee Land betont die Bedeutung des Zuhörens in einem solchen Umfeld: „Dass überhaupt erst einmal eine Haltung des Vertrauens zur Kirche entsteht, ist zentraler als in Zahlen zu dokumentierende Mitgliederzuwächse. Es braucht die Fähigkeit, aus der Perspektive derer zu schauen, die kommen. So entsteht ein Lernprozess auf beiden Seiten.“

Von „beglückenden Erfahrungen“ berichten die Veranstalter von Glaubenskursen. Darüber hinaus bietet die Studie Impulse für die Praxis bis hin zu heraustrennbaren Karten mit Kernfragen, die es vor einem Kursangebot – etwa im Kirchenvorstand – zu klären gilt. Ergänzt wird die Studie durch Perspektiven aus der Forschung und Vertiefungen z.B. zu Milieuuntersuchungen und Gemeindepädagogik. Erarbeitet wurde die Studie am Gemeindekolleg der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) mit Unterstützung der AMD und der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM).

Hinweis: Das Werkbuch „Lasst uns drüber reden. Glaubenskurse im Osten Deutschlands“, ISBN 978-3-86160-270-5, kann beim Gemeindekolleg der VELKD für 5,00 € unter info@gemeindekolleg.de bestellt werden. (Leseprobe)

Interviews und Beiträge zum Nachhören:
Kulturradio rbb - "Kulturtermin. Religion und Gesellschaft" (6 min. 28 sec.)
MDR figaro - "Sinn- und Glaubensfragen" (7 min. 34 sec. )

Hannover, 4. April 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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VELKD-Bischofskonferenz in Meißen
Leitende Geistliche der lutherischen Kirchen diskutieren Luthers Judenschriften - Donnerstag, 19. März 2015

Hannover/Meißen – Auf ihrer diesjährigen Klausur vom 14. bis 17. März in Meißen hat die Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) das Thema „Die theologische und politische Relevanz von Luthers Schriften über die Juden“ behandelt.

Ein Impuls für die Beschäftigung mit diesem Thema war: Vor dem Hintergrund des Reformationsjubiläums 2017 sollten auch Seiten im Werk Martin Luthers beleuchtet werden, die eine belastende „Hypothek“ (D. Wendebourg) für die heutigen lutherischen Kirchen darstellen. Dies sollte vor dem Hintergrund der aktuellen Forschung geschehen, um die historisch wie theologisch ebenso komplexen wie strittigen Fragen zur Genese und Wirkung der Schriften angemessen einordnen zu können.

Die Diskussion wurde deshalb von Fachbeträgen (Johannes Ehmann, Ernst M. Dörrfuß und Dorothea Wendebourg) begleitet, die zum einen den historischen Kontext und damit verbunden die Wirkungsgeschichte der unterschiedlichen Schriften bis in die Gegenwart darstellten und zum anderen die hermeneutischen Orientierungslinien Luthers nachzeichneten. Darüber hinaus wurde die Bedeutung von Luthers Theologie für seine Haltung gegenüber den Juden thematisiert. Die Debatte zeigte insgesamt, dass Luthers Antijudaismus kein „Randthema“ seiner Theologie darstellt und somit eine kritische Rezeption durch die lutherischen Kirchen angeraten ist.

An der Klausur nahmen auch leitende Geistliche aus lutherischen Schwesterkirchen in Europa teil, u. a. Bischof Steen Skovsgaard (Dänische Volkskirche), Bischof Dr. Matti Repo (Ev.-Luth. Kirche Finnlands) und Bischof Geza Filo (Ev. Kirche A.B. in Slowenien).

Hinweis: Die Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) besteht aus 17 Mitgliedern. Ihr gehören die Bischöfe der VELKD-Gliedkirchen sowie aktuell sechs weitere ordinierte Inhaber eines kirchenleitenden Amtes in diesen an. Vorsitzender ist der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin). Die Bischofskonferenz tritt zweimal im Jahr zusammen. Ihre Aufgabe ist es unter anderem, bei der Beschlussfassung zu Kirchengesetzen, Agenden und Ordnungen für den Gottesdienst sowie zu Verordnungen mit Gesetzeskraft mitzuwirken.

Weitere Informationen unter www.velkd.de/velkd/bischofskonferenz.php

Hannover, 19. März 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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„Die theologische und politische Relevanz von Luthers Schriften über die Juden“
Klausurtagung der Bischofskonferenz der VELKD in Meißen - Montag, 9. März 2015

Hannover. Die Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) kommt zu ihrer diesjährigen Klausurtagung unter dem Thema
„Die theologische und politische Relevanz von Luthers Schriften über die Juden“ zusammen. Die Tagung findet vom 14. bis 17. März 2015 in Meißen statt und ist nicht öffentlich. Gastgeberin ist in diesem Jahr die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens.

Vier Vorträge prägen die bischöfliche Klausur. Prof. Dr. Johannes Ehmann (Heidelberg) wird „Luthers Judenschriften im historischen Kontext und im Spiegel ihrer Wirkungsgeschichte“ beleuchten, Kirchenrat Dr. Ernst Michael Dörrfuß (Bad Urach) referiert über „Stellungnahmen/Erklärungen von Landeskirchen, kirchlichen Bünden und Vereinigungen zum Verhältnis der ev. Kirchen zum Judentum“, Prof. Dr. Dorothea Wendebourg (Berlin) beschäftigt sich mit „Luthers Haltung zu den Juden im Zusammenhang zentraler Topoi seiner Theologie“ und Prof. em. Dr. Peter von der Osten-Sacken (Berlin) wird „Hermeneutische Orientierungslinien zur gegenwärtigen Verhältnisbestimmung der lutherischen Kirchen zum Judentum“ thematisieren.

Im weiteren Verlauf der Tagung kommt die Bischofskonferenz zu einer geschlossenen Geschäftssitzung zusammen. Die Medien werden durch eine Pressekonferenz informiert, die am 16. März um 12.30 Uhr stattfindet.

Die Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) besteht aus 17 Mitgliedern. Ihr gehören die Bischöfe der VELKD-Gliedkirchen sowie aktuell sechs weitere ordinierte Inhaber eines kirchenleitenden Amtes in diesen an. Vorsitzender ist der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin). Die Bischofskonferenz tritt zweimal im Jahr zusammen. Ihre Aufgabe ist es unter anderem, bei der Beschlussfassung zu Kirchengesetzen, Agenden und Ordnungen für den Gottesdienst sowie zu Verordnungen mit Gesetzeskraft mitzuwirken.

Hannover, 9. März 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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„Dimensionen christlicher Freiheit“
VELKD-Publikation zur „Gegenwartsbedeutung der Theologie Luthers“ erschienen - Mittwoch, 11. Februar 2015

Hannover/Leipzig. Was hat es auf sich mit der christlichen Freiheit? Welche Bedingungen sind daran geknüpft? Welche Möglichkeiten, Freiheit zu erfahren, bietet die christliche Spielart der libertas? Mit diesen und anderen Fragen befasst sich die Publikation „Dimensionen christlicher Freiheit. Beiträge zur Gegenwartsbedeutung der Theologie Luthers“ der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), die jetzt bei der Evangelischen Verlagsanstalt in Leipzig erschienen ist.

Der Band, zu dessen Autoren u. a. die Systematischen Theologen Notger Slenczka (Berlin) und Rochus Leonhardt (Leipzig) zählen, umfasst 224 Seiten und wurde von Professorin Dr. Christine Axt-Piscalar, Systematische Theologin in Göttingen und Vorsitzende des Theologischen Ausschusses (TA) der VELKD, und Dr. Mareile Lasogga, Referentin für theologische Grundsatzfragen im Amt der VELKD, herausgegeben.
Er versammelt sieben Beiträge, die jeweils einen zentralen Text Martin Luthers auf das ihm zugrundeliegende Verständnis von Freiheit hin befragen. Ziel der Autorinnen und Autoren sei es, die „zunehmend unvertrauter“ gewordenen grundlegenden Schriften Luthers, welche „die Kerngedanken seines Freiheitsverständnisses in der ihm eigentümlichen Sprachkraft entfalten, wieder näher bekannt zu machen, ihre Gedankenführung zu erhellen, sie […] für die Gegenwart zu erschließen und zur eigenen Auseinandersetzung mit Luthers Freiheitsverständnis anzuregen“, erläutern die Herausgeberinnen in ihrer Einführung.

Hinweis: „Dimensionen christlicher Freiheit. Beiträge zur Gegenwartsbedeutung der Theologie Luthers“, Christine Axt-Piscalar und Mareile Lasogga (Hrsg.), Evangelische Verlagsanstalt Leipzig, 2015, ISBN 978-3-374-03931-9, 224 Seiten, 19,80 EUR. Die Publikation ist ausschließlich über den Buchhandel erhältlich.

Hannover, 11. Februar 2015
Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD

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Evangelium digital
VELKD schreibt Wettbewerb zur „Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft“ aus - Dienstag, 3. Februar 2015

Hannover. Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) hat einen Wettbewerb zur „Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft“ ausgeschrieben. Unter dem Titel „Evangelium digital“ sind Kirchengemeinden und kirchliche Gruppen eingeladen, sich mit einem Projekt zur Kommunikation des Evangeliums in den digitalen Medien zu beteiligen.

Kirchengemeinden, kirchliche Gruppen aus Kirchengemeinden, Kirchenkreisen bzw. Dekanaten sowie kirchliche Gruppen aus dem Bereich Bildung oder Diakonie können sich ab sofort bis Ende Juli 2015 bewerben. [Redaktioneller Hinweis / 17.07.2015: Bewerbungsfrist bis 31. August 2015]
Das eingereichte Projekt soll einen Beitrag zur Kommunikation des Evangeliums leisten und im Zeitraum zwischen Januar 2014 und Juni 2015 durchgeführt worden sein. Es können Medien wie Audio, Video, Twitter, Blog und Mail u. a. oder ein Crossover digitaler Medien verwendet werden. Die ausgelobten Preisgelder betragen 2000,- Euro (1. Preis), 1000,- Euro (2. Preis) sowie 500,- Euro (3. Preis). Die Einzelheiten der Ausschreibung (Anmeldung, Teilnahmebedingungen, Zeitrahmen, Kriterien) sind auf der Internetseite www.evangelium-digital.de bzw. www.velkd.de einzusehen.

Auf die Ausschreibung des Wettbewerbs „Evangelium digital“ weist unter anderem ein Video-Clip hin, der die vier biblischen Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes anhand ihrer Symbolik Mensch, Löwe, Stier und Adler darstellt.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.evangelium-digital.de bzw.www.velkd.de.

Hannover, 3. Februar 2015
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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„Eine der prägendsten Gestalten der Ökumene“
Leitender Bischof der VELKD bestürzt über den Tod von Friedrich Weber - Dienstag, 20. Januar 2015

Hannover. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), hat die Nachricht vom plötzlichen Tod des ehemaligen Catholica-Beauftragten der VELKD, Landesbischof i. R. Prof. Dr. Friedrich Weber, mit Bestürzung aufgenommen.

„Mit Friedrich Weber verliert die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands und die Ökumene eine ihrer prägendsten Gestalten und einen großartigen Menschen. Als Catholica-Beauftragter der VELKD und als Co-Vorsitzender der dritten Bilateralen Arbeitsgruppe zwischen VELKD und Deutscher Bischofskonferenz hat er die ökumenischen Gespräche in herausragender Weise mitgestaltet.
Er war auf beiden Seiten ein anerkannter und gefragter Gesprächspartner und ist zu einer Instanz für den ökumenischen Dialog geworden. Friedrich Weber hat es vermocht, die Balance zwischen wohlwollender Zuwendung zu den ökumenischen Partnern und eigener kritischer Bestandsaufnahme produktiv einzubringen.
Neben der kirchenpolitischen Bedeutung der ökumenischen Beziehungen hat er sich zudem wissenschaftlich mit den damit verbundenen theologischen und kirchengeschichtlichen Fragen auseinandergesetzt.
Friedrich Weber war ein hoch geschätztes Mitglied der Bischofskonferenz der VELKD, der mit theologischer Klarheit und menschlicher Wärme die Menschen gewann.
Mein tiefempfundenes Mitgefühl gilt seiner Ehefrau und Familie.“

Weber war von 2005 bis 2014 Catholica-Beauftragter der VELKD und Co-Vorsitzender der dritten Bilateralen Arbeitsgruppe zwischen der VELKD und der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz.

Hannover, 20. Januar 2015
Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher der VELKD

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