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Vom Sonntag her leben - Der Weihnachtsfestkreis - Weihnachten

Letzter Sonntag nach Epiphanias

Als Fest der Verklärung Christi wird der 6. und letzte Sonntag nach Epiphanias immer begangen. Die katholische Kirche feiert dieses Fest, das im Osten schon im 5. Jh. bezeugt ist und das im 10. Jh. erstmals im fränkisch-römischen Bereich auftaucht, am 6. August. Die Entstehung des Festes hängt vermutlich mit einer Kirchweihe auf dem Berg Tabor zusammen, der in der Überlieferung als Berg der Verklärung gilt.

Hier ist gut sein: Die drei Jünger bekommen schon etwas Himmelreich zu schmecken, als sie Zeugen der Erscheinungen auf dem Berg werden. Doch sie müssen wieder hinab: Vor ihnen liegt noch der beschwerliche, schmerzhafte Weg nach Jerusalem (Evangelium Mt 17,1-9). Es handelt sich um eine der zentralen Offenbarungserzählungen des Neuen Testaments, und so ist es nur angemessen, wenn ihr die Geschichte, in der Gott dem Mose seinen Namen offenbart (2 Mose 3,1-10[11- 14]), als alttestamentliche Lesung zur Seite gestellt wird.

Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten: Die Epistel 2. Kor 4,6-10, in der der Apostel von der Leidens- und Lebensgemeinschaft mit Jesus spricht, schlägt gleichsam den Bogen von der Epiphanias- zur Passionszeit. Dazu stimmt gut das dritte Tagesgebet, das auch die ›dunklen‹ Töne anklingen lässt, die in der Festgeschichte untergründig mitschwingen: »...manchmal strahlend in unserem Vertrauen zu dir, manchmal düster und kalt wie ein erloschenes Feuer.«

Dennoch: Die liturgische Farbe dieses Sonntags ist weiß. Und so richtet er unsere Blicke — bevor die lange Wanderung durch die Passionszeit beginnt — auf Ostern aus.

Liturgische Farbe: weiß
Evangelium: Mt 17,1-9
Predigt: Offb 1,9-18
Wochenlied:  Herr Christ, der einig Gotts Sohn (EG 67)

Fürbitten für den letzten Sonntag nach Epiphanias
(29. Januar 2012)

Lebendiger Gott,
Du bist der Erste.
Du stehst am Beginn unseres Lebens.
Wir bitten dich:
Erhöre unser Beten.

In deinem Licht entsteht Klarheit.
Durch dich können die Verirrten ihren Weg finden.
Durch dich können die Bedrückten aufatmen.
Zeig dich denen, die nicht wissen, wohin sie gehören.
Zeig dich denen, die voller Sorge sind.
Mit dir beginnt neues Leben.
Wir bitten dich:
Erhöre unser Beten.

In deinem Licht wird die Finsternis hell.
Du machst Schuld offenbar.
Du rufst zur Umkehr.
Richte du.
Lenke die Herzen der Mächtigen.
Mit dir beginnt neues Leben.
Wir bitten dich:
Erhöre unser Beten.

In deinem Licht gewinnen die Schwachen Kraft.
Du gibst den Frieden, der alle unsere Möglichkeiten übersteigt.
Schaffe deinen Frieden,
besonders bitten wir dich für die Menschen in Nigeria.
Schaffe Versöhnung, die allen Streit überwindet.
Heile die Verletzungen, die wir Menschen einander antun.
Heile die Wunden, die wir Menschen deiner Schöpfung zufügen.
Mit dir beginnt neues Leben.
Wir bitten dich:
Erhöre unser Beten.

In deinem Licht verblasst die Macht des Todes.
Du schenkst die Liebe, die stärker ist als der Tod.
Du tröstest die Trauernden.
Komm mit deiner Liebe zu den Kranken.
Trockne die Tränen der Verlassenen.
Mit dir beginnt neues Leben.
Wir bitten dich:
Erhöre unser Beten.

In deinem Licht erkennen wir dich selbst.
Du sprichst zu deiner Kirche.
Du berufst uns.
Öffne unsere Herzen und Ohren für dich.
Gib uns Mut und Vertrauen.
Segne deine Gemeinde.

Lebendiger Gott,
du bist der Erste und der Letzte.
Du bist das Ziel des Lebens,
Du bist das Ziel der Welt,
Du bist unsere Hoffnung.
Durch Jesus Christus bitten wir dich:
Erhöre unser Beten.
Amen.

Einführende Informationen zum Wochengebet

Weitere Gebete zu den Sonn- und Festtagen