Liturgiewissenschaftliches Institut der VELKD

Veranstaltungen

Liturgie – Körper – Medien

5. bis 7. Februar 2018, Leipzig   

Herausforderungen für den Gottesdienst in der digitalen Gesellschaft

– 22. LITURGIEWISSENSCHAFTLICHE  FACHGESRÄCH –

Im Rahmen der ,,Weltausstellung Reformation" in der Lutherstadt Wittenberg sorgt in diesem Sommer der Segensroboter der EKHN für viel Begeisterung und manche kritische Fragen. Kann ich mir den Segen Gottes durch einen freundlichen Roboter zusprechen lassen? Braucht es für liturgische Vollzüge die Begegnung von Menschen und die Interaktion von Körpern? Kann sich der ,,Leib Christi" im Gottesdienst maschinell oder auch virtuell verwirklichen?

Der Wittenberger Segensroboter reiht sich ein in eine länger werdende Kette von Diskussionen zur Bedeutung des menschlichen ,,Körpers" inmitten der Medien im Gottesdienst. Ist er selbst ein Medium? Oder markiert er den Punkt, wo menschliche Erfahrung erst wirklich wird? Insbesondere die Möglichkeit, digitale Medien und Speicher einzusetzen, gibt Anlass zu der Frage: Lässt sich der Gottesdienst abstrahieren von einer konkreten Anwesenheit von Menschen miteinander? Versetzen mich im Internet verfügbare Einsetzungsworte in die Lage, zu Hause am Wohnzimmertisch Abendmahl zu feiern, wann immer ich es will? Was bedeuten virtuelle Gottesdiensträume?

Das 22. Liturgiewissenschaftliche Fachgespräch des Liturgiewissenschaftlichen Instituts der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) wird sich diesen und weiteren Fragen annehmen und und so die Chancen und Grenzen des ,Digitalen' in liturgischer Perspektive gemeinsam ausloten.

Detaillierte Programmhinweise folgen demnächst. Für Vorabinformationen wenden Sie sich bitte an das Sekretariat, E-Mail: liturgie@uni-leipzig.de.  

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Kirchenliedseminar

19. bis 22. März 2018, Loccum                              

Heimat und Fremde      

Heute, angesichts einer wachsenden Pluralität konfessioneller, kultureller und spiritueller Wirklichkeiten und einer damit einhergehenden Verunsicherung hat die Beheimatung in der Musik eine ambivalente Ausstrahlung: Sie ermöglicht Tiefe des Erlebens und Gemeinschaftserfahrung, und sie zieht starke Grenzen nach außen. Der Mensch aber ist ein Wesen, das nie ganz bei sich ist und sich dabei immer auch dem Unbekannten öffnet. In jeder Frage »Wer bin ich?« steckt auch die verborgene Frage: »Wer bist du?«

Ausgehend von grundsätzlichen Überlegungen, wie sich Fremde und Heimat in der Kunst und in der Religion zueinander verhalten, wollen wir auf unserem ersten Loccumer Kirchenliedseminar erkunden, welche geistlichen und kulturellen Identitäten unsere Lieder pflegen und wo sie uns hinausführen über die Grenzen unserer selbst.                                 

Das Kirchenliedseminar zum Thema ,,Heimat und Fremde" findet in der Evangelischen Ahademie, Loccum statt.

Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung finden Sie hier.

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