Liturgiewissenschaftliches Institut der VELKD

Veranstaltungen

Stille - Liturgie als Unterbrechung

23. Liturgiewissenschaftliches Fachgespräch

18. bis 20. März 2019, Leipzig

Stille ist ein Sehnsuchtsort in einer sich beschleunigenden Welt, ein utopischer Zustand, der auf das immer Unverwirklichte und Offene verweist. Die Stille liegt vor und nach allem, was da ist  und geschieht. Wenn unsere Gottesdienste in einem spirituellen und prophetischen Sinn hinausführen wollen über das von uns Gedachte und Verstandene und uns Gegebene, dann ist Stille heute ein wesentliches Element und eine grundlegende Dimension von Liturgie. Für viele Gemeindeglieder sind heute Zeiten der Stille im Gottesdienst zu den einzigen Inseln eigener Frömmigkeit in einer durchstrukturierten Alltagswelt geworden. In manchen Kirchen und spirituellen Strömungen wurde die Stille zentral. Esoterik und Psycho-Bewegungen gehen mit ihr hausieren. Aber wie lässt sich redlich mit den Paradoxen umgehen, in die sie als gottesdienstliches Element führt? Wie lässt sich das Fehlende gestalten? Was sagt die Lücke? Wohin führt die Negation?

Systematische Aspekte (Oswald Bayer, Tübingen), ostkirchliche Perspektiven (Daniel Benga, München), künstlerische Bearbeitungen und Reflexionen zur Stille in der Musik (Bernd Franke, Komponist, Leipzig) und im Theater bilden die Grundlage für liturgiewissenschaftliche Beiträge.

Programmübersicht

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Sekretariat, E-Mail: liturgie@uni-leipzig.de

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Macht und Ohnmacht 

Kirchenlied und Politik

08. bis 11. April 2019, Evangelische Akademie in Loccum

Ökumenisches Kirchenliedseminar

Kirchenlieder sind nicht nur Ausdruck von Frömmigkeit – mit ihnen wurde und wird auch Politik gemacht. Sie dienten der Legitimation gesellschaftlicher Verhältnisse, sind bis heute aber immer auch Teil von Protestbewegungen gewesen. Wie sind Lieder instrumentalisiert oder zensiert, neu gedeutet und politisiert worden? Welche Bilder von Macht und Hoffnung, Ohnmacht und Befreiung spielen in Kirchengesängen eine Rolle? Welche Lieder erklingen heute, wenn wir in Konflikten unsere Stimmen erheben?

Dozenten: Mechthild Bitsch-Molitor (Mainz), PD Dr. Johann-Hinrich Claussen (Berlin), Prof. Dr. Ansgar Franz (Mainz), PD Dr. Julia Koll (Rehburg-Loccum), Dr. h.c. Christian Lehnert (Leipzig), Dr. Stephan Schaede (Rehburg-Loccum), Dr. Christiane Schäfer (Mainz)

Detaillierte Hinweise finden Sie im Veranstaltungsprogramm. Für Vorabinforma-
tionen wenden Sie sich bitte an das Sekretariat, E-Mail: liturgie@uni-leipzig.de.    

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