Liturgiewissenschaftliches Institut der VELKD

Veranstaltungen

LITURGISCHE MACHT

Tage gelebter Liturgie

19. bis 23. September 2018, Burg Rothenfels

Seit vielen Jahren veranstaltet das Liturgiewissenschaftliche Institut der VELKD die Tagung »Praxis Liturgiae – Tage gelebter Liturgie«. Diese Tagung ist seit einigen Jahren durch die Kooperation mit der Burg Rothenfels und mit der Arbeitsgemeinschaft „Ökumenisches Stundengebet“ in einen ökumenischen Horizont gestellt.

Wir bringen auf diese Weise unterschiedliche liturgische Traditionen im Gespräch fruchtbar zusammen. Wir verbinden auf der Tagung die Feier des gemeinsamen Stundengebetes mit thematischer Arbeit als Werkstatt für heutige liturgische Aufgaben.

Gottesdienst und Gebet sind, sobald sie öffentlich sind, auch ein Feld von Macht und Abhängigkeiten. Diesem immer wieder aktuellen Spannungsfeld wollen wir uns nähern: Wie gehen wir betend mit Machtstrukturen um? Wer legt Ordnungen fest und wie wichtig ist es, diese einzuhalten? Wie verhält sich Gottes Macht zur liturgischen Macht seiner Diener und Repräsentanten? Wo dienen Gebete Fremdinteressen und wo unterwandern sie kritisch bestehende Herrschaft? „Zur Freiheit hat uns Christus befreit!“ Dieser Satz aus dem Galaterbrief steht über der Tagung.

Pfarrerinnen und Pfarrer, Kirchenmusiker und Kirchenmusikerinnen und alle am liturgischen Leben interessierten haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind herzlich eingeladen. Den Flyer zur Anmeldung für die Tagung können Sie als pdf hier herunterladen.  

Für weitere Informationen zur Tagung wenden Sie sich bitte an das Sekretariat, E-Mail: liturgie@uni-leipzig.de.  

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Stille - Liturgie als Unterbrechung

23. Liturgiewissenschaftliches Fachgespräch

18. bis 20. März 2019, Leipzig

Stille ist ein Sehnsuchtsort in einer sich beschleunigenden Welt, ein utopischer Zustand, der auf das immer Unverwirklichte und Offene verweist. Die Stille liegt vor und nach allem, was da ist  und geschieht. Wenn unsere Gottesdienste in einem spirituellen und prophetischen Sinn hinausführen wollen über das von uns Gedachte und Verstandene und uns Gegebene, dann ist Stille heute ein wesentliches Element und eine grundlegende Dimension von Liturgie. Für viele Gemeindeglieder sind heute Zeiten der Stille im Gottesdienst zu den einzigen Inseln eigener Frömmigkeit in einer durchstrukturierten Alltagswelt geworden. In manchen Kirchen und spirituellen Strömungen wurde die Stille zentral. Esoterik und Psycho-Bewegungen gehen mit ihr hausieren. Aber wie lässt sich redlich mit den Paradoxen umgehen, in die sie als gottesdienstliches Element führt? Wie lässt sich das Fehlende gestalten? Was sagt die Lücke? Wohin führt die Negation?

Systematische Aspekte (Oswald Bayer, Tübingen), ostkirchliche Perspektiven (Daniel Benga, München), künstlerische Bearbeitungen und Reflexionen zur Stille in der Musik (Bernd Franke, Komponist, Leipzig) und im Theater bilden die Grundlage für liturgiewissenschaftliche Beiträge.

Detaillierte Programmhinweise folgen demnächst. Für Vorabinformationen wenden Sie sich bitte an das Sekretariat, E-Mail: liturgie@uni-leipzig.de

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