Wochengebet

Die VELKD bietet zu den Sonn- und Feiertagen im Kirchenjahr sowie aus aktuellem Anlass online Gebetstexte. Sie werden jeweils Mitte der Woche für den darauf folgenden Feiertag eingestellt. Die Texte dienen sowohl dem gottesdienstlichen als auch dem privaten Beten und verbinden auf neue Weise aktuelles Geschehen mit der Struktur des Kirchenjahres.

Die Internetfürbitten werden im Auftrag der Kirchenleitung der VELKD vom Gottedienstreferat und vom Liturgiewissenschaftlichen Institut der VELKD in Leipzig erarbeitet.  

Hinweis:
Für die kommenden Fest- und Sonntage stehen weitere Fürbitten / Gebete im Archiv zur Verfügung. Das jeweilige Tagesdatum oder der Name des anstehenden Fest- / Sonntages dienen als Suchkriterium.

Sonntag, 16. Dezember 2018
Gebet für den 3. Sonntag im Advent

Bereitet dem Herrn den Weg; denn siehe, der Herr kommt gewaltig.

Wir wissen dich auf dem Weg zu uns, Gott,
und fragen doch ängstlich:
Wo bist du?
Wir wissen dich in unserer Nähe, Gott,
und bitten doch:
Komm zu uns!
Komme bald!
Überwinde, was dir widersteht,
und schaffe dir Raum in unseren Herzen!

Komm in unsere zerrissene Welt,
   wo geschwiegen wird über die Elenden und gelacht über Schwache,
   wo Eigennutz regiert und eingefahrene Weltbilder herrschen,
   wo einer dem anderen neidet und mißtraut,
   wo die Arroganz der Etablierten auf die Ängste der Abgehängten trifft.
Wir rufen:
Nun komm, der Heiden Heiland.

Warte nicht, komm
   zu allen die Heilung erhoffen,
   wo sie fast undenkbar geworden ist,
   Heilung des Körpers, Heilung der Seele,
   Heilung der Natur,
   Heilung von bedrohten Kulturen und zerfallenden Gemeinschaften.
Wir rufen:
Nun komm, der Heiden Heiland.

Komm
   in zerstörte Städte und verbrannte Dörfer,
   in die wuchernden Metropolen,
   in die Slums und die verdorrte Fluren,
   in die Flüchtlingslager dieser Welt.
Komm
   zu allen Traumatisierten,
   zu allen, die vor sich selbst fliehen,
   zu allen, deren Leben einem schnellen Profit geopfert wird.
Wir rufen:
Nun komm, der Heiden Heiland.

Komm, warte nicht, komm,
   nur du kannst retten,
   nur du kannst erlösen, was dem Tod übergeben ist,
   sterbende Meere, vertriebene Völker,
   verlorenes Erinnern, erkaltender Glaube,
   und alle Schöpfung harrt auf dich.
Komm in unsere Welt, die in Gewalt versinkt,
Wir rufen:
Nun komm, der Heiden Heiland.

Komm zu uns,
   die wir Gefangene sind in uns selbst,
   verstrickt in unsere Ansprüche und Lieblosigkeiten,
   in Strategien des eigenen Vorteils und der Selbstgerechtigkeit,
   Verschlossene im Dunkel.
   Wir warten auf dich, ängstlich,
   denn wir wissen nicht weiter ohne dich,
und rufen:
Nun komm, der Heiden Heiland.

Du bist auf dem Weg zu uns.
Laß uns dein Nahen,
den Anbruch deiner neuen Welt spüren,
deinen offenen Himmel,
wenn du alles und auch uns verwandeln wirst,
Amen, komm Herr Jesus!

Amen.

 

Gebet für den 3. Advent
- Sonntag, 17. Dezember 2017

(mit Psalm 85)

Herr, der du bist vormals gnädig gewesen deinem Lande
und hast erlöst die Gefangenen Jakobs;

komm in unsere Welt,
wo gequält wird, gefoltert,
verschleppt und vertrieben,
geschwiegen und gelacht über Gefangene, die wehrlos sind.
Komm zu uns,
Gefangene in uns selbst,
verstrickt in unsere Ansprüche und Lieblosigkeiten,
in Strategien des eigenen Vorteils und der Selbstgerechtigkeit,
Verschlossene im Dunkel.
Wir rufen: Kyrie eleison.

Der du Missetat vormals vergeben hast deinem Volk
und all ihre Sünden bedeckt hast;

warte nicht, komm
zu allen die Heilung erhoffen,
wo sie fast undenkbar geworden ist,
Heilung des Körpers,
Heilung der Seele,
Heilung der Natur und gemeinsamer Lebensformen,
komm zu allen Traumatisierten,
zu allen, deren Gesundheit einem schnellen Profit geopfert wird,
zu allen, die vor sich selbst fliehen
und vor der Wahrheit ihres Lebens.
Wir rufen: Kyrie eleison.

Der du vormals hast all deinen Zorn fahren lassen
und dich abgewandt von der Glut deines Zorns:

Komm, warte nicht, komm,
Friedensfürst,
komm in eine Welt, die in Gewalt versinkt,
komm in all die aufgeteilten Machtsphären und Einflußbereiche,
die Märkte und Rohstoffquellen,
den Besitz, der mit Blut erkauft ist.
Komm in die zerstörten Städte und verdorrenden Fluren,
in die Flüchtlingslager dieser Welt.
Komm, der du Frieden zusagst,
in das Land deines Volkes, nach Israel und Palästina.
Wir rufen: Kyrie eleison.

Hilf uns, Gott, unser Heiland,
und laß ab von deiner Ungnade über uns!

Komm, nur du kannst uns retten,
nur du kannst erlösen, was dem Tod übergeben ist,
sterbende Meere, vertriebene Völker,
verlorenes Erinnern,
erkaltender Glaube,
und alle Schöpfung harrt auf dich.
Wir rufen: Kyrie eleison.

Willst du denn ewiglich über uns zürnen
und deinen Zorn walten lassen für und für?

Wir warten auf dich, ängstlich, denn wir haben uns verirrt
und wissen nicht, wohin wir gehen.

Willst du uns denn nicht wieder erquicken,
daß dein Volk sich über dich freuen kann?

Warte nicht, reiß den sich verdunkelnden Himmel auf,
daß in deinem Licht Gericht und Frieden sich küssen.

Herr, zeige uns deine Gnade
und gib uns dein Heil!

Vater unser ...

 

Gebet für den 3. Advent
- Sonntag, 11. Dezember 2016

Ewiger Gott,
wir warten auf dein Kommen.
Den Propheten hattest du es schon zugesagt,
den Armen im Land hattest du es versprochen,
der Schöpfung hast du es verheißen.
So komm doch, Jesus Christ.

Wir warten auf deine Ankunft
in den Stunden der Nacht,
wenn in den Großstädten die Obdachlosen frieren,
die Erschöpften nicht zur Ruhe kommen,
die Streitenden nicht voneinander ablassen.
Wir rufen zu dir:
So komm doch, Jesus Christ.

Wir warten auf deine Ankunft
in den Stunden der Verzweiflung,
wenn nichts den Schmerz der Sterbenden stillt,
die Kinder von Aleppo und Mossul uns anflehen,
die Sieger ihren Hass zelebrieren.
Wir rufen zu dir:
So komm doch, Jesus Christ.

Wir warten auf deine Ankunft
in den Stunden der Hoffnung,
wenn Kinder geboren werden,
wenn Gerechtigkeit aufscheint,
wenn wir füreinander einstehen.
Wir rufen zu dir:
So komm doch, Jesus Christ.

Wir warten auf deine Ankunft
in den Stunden dieses Advents,
wenn wir dein Lob einüben
und dir zur Ehre singen,
wenn wir das Fest deiner Menschwerdung vorbereiten
und wir dein Wort hören.
Mit allen, die deine Liebe besonders brauchen
rufen wir:
So komm doch, Jesus Christ.

Amen

 

Gebet für den 3. Advent
- Sonntag, 13. Dezember 2015

Licht, das unsere Finsternis erhellt – komm!
Jesus Christus, komm und erbarme dich.
Komm und mache das Leben hell
für alle, die auf der Schattenseite leben.
Du kennst sie alle:
die Benachteiligten,
die Enttäuschten,
die Opfer,
die Verzweifelten.
Komm, du Licht!

Liebe, die den Tod überwindet – komm!
Jesus Christus, komm und erbarme dich.
Komm und überwinde den Tod,
hülle in deine Liebe, die vom Tod getroffen wurden.
Du kennst sie alle:
die im Mittelmeer ertrunkenen Kinder,
die von Bomben Getöteten,
die durch Katastrophen ums Leben Gekommenen,
die Toten, denen niemand helfen konnte,
die Trauernden, die verzweifelt nach Antworten suchen.
Komm, du Liebe!

Frieden, der die Welt durchdringt – komm!
Jesus Christus, komm und erbarme dich.
Komm und schaffe deinem Frieden Raum.
Du kennst die friedlosen Orte,
du kennst die friedlosen Herzen:
das Heilige Land,
Syrien, Irak, Afghanistan, Mali.
Die Gewalttäter und
die, die gegen sie kämpfen,
die Verängstigten und die Ratlosen.
Komm, du Frieden!

Barmherzigkeit, die unsere Selbstbezogenheit besiegt – komm!
Jesus Christus, komm und erbarme dich.
Komm und lenke die Gewissen der Mächtigen.
Du kennst sie alle:
die Einflussreichen, deren Wort etwas gilt,
die Verhandlungsführer beim Weltklimagipfel in Paris,
die Politikerinnen und Politiker,
deren Entscheidungen über das Leben der Menschen bestimmen.
Komm, du Barmherzigkeit!

Gerechtigkeit, die die Armen rettet – komm!
Jesus Christus, komm und erbarme dich.
Komm und rette die, die ums Überleben kämpfen.
Du kennst sie alle:
die Menschen in den Dürregebieten,
die Menschen in den Flüchtlingslagern,
die Menschen in Südbrasilien, deren Land vergiftet ist,
die Menschen im Indonesien, deren Atemluft durch Brandrodung verpestet ist,
die Menschen, von uns unerkannt in der Nachbarschaft leidend.
Komm, du Gerechtigkeit!

Hoffnung, die unsere Angst überwindet – komm!
Jesus Christus, komm und erbarme dich.
Komm zu uns und bewege uns,
dich zu empfangen.
Du kennst uns:
Hoffend und ängstlich,
sehnsüchtig und erwartungsvoll,
müde und mutig,
kämpferisch und erschöpft,
dir vertrauend
voller Vorfreude,
voller Glauben.
Komm, du Hoffnung!

Retter und Erlöser,
Jesus Christus,
mache dich auf und komm!
Komm und erbarme dich heute und alle Tage.
Amen.

 

Gebet für den 3. Advent
- Sonntag, 14. Dezember 2014

Wir warten auf dich, du Menschensohn,
damit die Menschen einander achten,
damit die Gedemütigten sich aufrichten,
damit die Gequälten und Gefolterten Genugtuung erfahren.
Wir bitten dich:
Komm du Morgenstern.

Wir warten auf dich, du Weisheit,
damit die Starken klug werden,
damit die Einflussreichen die Lüge entlarven,
damit die Mächtigen dem Hass wehren.
Wir bitten dich:
Komm du Morgenstern.

Wir warten auf dich, du Friedefürst,
damit unsere Füße auf den Weg des Friedens gehen,
damit Friede wird
in Syrien, im Irak, in der Ukraine,
in deinem Heiligen Land.
Wir bitten dich:
Komm du Morgenstern.

Wir warten auf dich, du König der Welt,
damit die Hungernden satt werden,
damit die Armen gesehen werden,
damit sich deine Schöpfung von ihren Wunden erholt.
Wir bitten dich:
Komm du Morgenstern.

Wir warten auf dich, du Trost der Welt,
damit die Verzweifelten Hoffnung schöpfen,
damit die Flüchtlinge ein Zuhause finden,
damit die Trauernden aus dem Schatten des Todes treten.
Wir bitten dich:
Komm du Morgenstern.

Wir warten auf dich, du lebendiges Wort,
damit dich deine Kirche bezeugt,
damit deine Gemeinde ohne Angst lebt,
damit wir unverfälschte Freude finden.
Wir bitten dich:
Komm du Morgenstern.

Wir warten auf dich, du unser Gott,
komm und rühre uns an,
mache unsere Sehnsucht groß
und unsere Herzen weit,
damit wir dich empfangen,
du Morgenstern, du Licht vom Licht.
Amen

Gebet für den 3. Advent
- Sonntag, 15. Dezember 2013

Mitten in der Unruhe des Advents ist deine Stimme da.
Mitten in unserer Müdigkeit und Eile sprichst du uns an.
Du kommst und wir können hoffen.
Wecke die Schlafenden.
Heile die Wunden.
Verwandle diese Welt.
Wir bitten dich:
Komme bald.

Wir hoffen auf dein Kommen.
So wecke und ermutige alle,
die mit ihrem Leben für Gerechtigkeit und Frieden einstehen.
    Du kennst ihre Namen,
    du weißt, worum sie bangen und wen sie fürchten.
Schütze die, die zwischen verfeindeten Lagern vermitteln.
Wehre der Gewalt. 
    Du bist an ihrer Seite und gibst ihnen Mut.
Besiege die Angst der Machthaber.
Erfülle ihre Herzen mit Weisheit.
    Du baust in unserer Mitte an deiner Stadt,
    die keinen Hass und keine Tränen kennt.
Für die Welt und alle Mächtigen bitten wir dich:
Komme bald.

Wir hoffen auf dein Kommen.
So heile die Verwundeten und tröste alle,
denen Schmerz und Dunkelheit den Lebensmut nehmen. 
    Du kennst ihre Namen,
    du leidest mit ihnen und teilst ihre Not.
Geleite die Flüchtlinge und bewahre sie. 
    Du bist an ihrer Seite und nimmst sie unter deinen Schutz.
Behüte die Obdachlosen. 
    Du frierst mit ihnen.  
    Du bettelst mit ihnen.
Für die Kranken und alle in Not bitten wir dich:
Komme bald.

Wir hoffen auf dein Kommen.
So begeistere deine weltweite Kirche.
Öffne deinen Gläubigen das Herz. 
    Du kennst deine Gemeinde, 
    du hörst ihre Klagen und ihren Jubel.
Segne die Kinder, die sich in diesen Tagen auf Weihnachten freuen. 
    Du bist selbst ein Kind geworden. 
    Du kennst ihre Sehnsucht.
Verwandle diese Welt und mache sie zu einem Ort der Barmherzigkeit. 
    Du bist selbst barmherzig. 
    Du bist unsere Sehnsucht.
Für deine Kirche hier und an allen Orten,
mit allen Gläubigen und deiner ganzen Schöpfung bitten wir dich:
Komme bald.

Maranatha. Ja komm, Herr Jesus.
Amen.

Gebet für den 3. Advent
- Sonntag, 16. Dezember 2012

Wir warten auf deinen Trost,
so komm, du Morgenstern,
komm und leuchte.

Leuchte für die,
die in Streit verstrickt
und von Schuld gefangen sind.
Löse ihre Fesseln und komm mit deinem Frieden.
Wir rufen dich an:
O komm, o komm, du Morgenstern.

Wir warten auf dein Geleit,
so komm, du Morgenstern,
komm und vertreib das Dunkel.

Vertreib die Dunkelheit des Todes,
tröste die Trauernden,
belebe die Mutlosen,
heile die Kranken.
Lass Hoffnung wachsen und komm mit deinem Leben.
Wir rufen dich an:
O komm, o komm, du Morgenstern.

Wir warten auf deine Gerechtigkeit,
so komm, du Morgenstern,
komm und schaffe Klarheit.

Schaffe Klarheit,
wo Ungerechtigkeit die Armen arm hält,
die Tyrannen schützt
und den Flüchtlingen den Schutz verweigert.
Öffne die Ohren für die Schreie der Verzweifelten,
und hilf den Leidenden.
Wir rufen dich an:
O komm, o komm, du Morgenstern.

Wir warten auf dein Wort,
so komm, du Morgenstern,
komm und sprich.

Sprich zu denen,
die ihre Hoffnung auf dich setzen,
die sich nach deinem Kommen verzehren,
deren Glauben schwach wird.
Lass dein Licht aufstrahlen in den Herzen deiner Gläubigen.
Fülle Herzen und Hände mit deiner Liebe.
Wir rufen dich an:
O komm, o komm, du Morgenstern.
Amen.

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Es wurden 7 Fürbitten gefunden

Gebet für den Ewigkeitssonntag
- Sonntag, 25. November 2018

Der Himmel ist dein und die Erde ist dein.
Wir sind dein.
Deine Liebe trägt den Himmel.
Deine Liebe trägt die Erde.
Deine Liebe trägt uns.
Ewiger Gott,
zu dir beten wir.

Nimm dich unserer Verstorbenen an.
Birg sie in deiner Liebe.
Halte du an ihnen fest,
wenn sie uns entgleiten.
Sprich
und die Worte,
die nicht mehr gesagt wurden,
werden aufklingen.
Höre,
und die Worte,
die noch gesprochen werden sollten,
werden Gehör finden.
Wische die Tränen ab.
Tröste und heile.
Segne die Erinnerungen und
lass uns den neuen Himmel und die neue Erde schauen.

Nimm dich der Schutzlosen an.
Begleite sie.
Zeige ihnen den Weg zu den Orten,
an denen sie sicher und geborgen sind.
Sprich,
damit die guten Worte,
die gesagt werden müssen.
laut werden.
Sprich,
damit das Brot,
das geteilt werden muss,
alle satt macht.
Richte du die, die andere verletzten.
Heile die Wunden und
lass uns den neuen Himmel und die neue Erde schauen.

Nimm dich der Mächtigen an.
Begeistere sie für die Gerechtigkeit.
Sprich,
damit sie sich ihrer Verantwortung erinnern:
für das Miteinander in Europa,
für die Rechte von Flüchtlingen,
und für die Welt, die wir unseren Kindern hinterlassen.
Versöhne die Verfeindeten.
Komm mit deinem Frieden und
lass uns den neuen Himmel und die neue Erde schauen.

Nimm dich deiner Kirche an.
Ermutige sie durch dein Wort.
Stärke sie durch dein Mahl.
Beschütze sie durch deine Liebe.
Der Himmel ist dein und die Erde ist dein.
Wir sind dein.
Auf dich hoffen wir,
ewiger Gott.
Höre unsere Bitten
durch Jesus Christus und
lass uns den neuen Himmel und die neue Erde schauen.

Amen.

 

Ewigkeitssonntag

Festzeit: Trinitatiszeit

Wochenspruch: Lk 12,35

Wochenpsalm: Ps 126

Eingangspsalm: Ps 39, Ps 90, Ps 126

Epistel: Offb 21,1-7

Evangelium: Mt 25,1-13

Predigttext: Mt 25,1-13

Wochenlied: 147

Erklärung zu den Perikopen:

Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft. Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Ewigkeitssonntag ihrer Verstorbenen des letzten Jahres.

Gebet für den Ewigkeitssonntag
- Sonntag, 26. November 2017

Ewiger Gott,
vor aller Zeit und in jedem Augenblick,
an jedem Tag,
in Geburt und Tod
bist du gegenwärtig und geschiehst.
Unerwartet kommst du wie ein Dieb in der Nacht
und bist immer schon da –
auch dort, wo wir dich nicht erkennen.

So bitten wir dich für alle,
die Abschied nehmen müssen,
deren Heimat zerstört ist,
deren Lebensumstände zerrüttet,
deren seelische Grundfesten erschüttert sind,
für alle die gehen und
alle die zurückbleiben.
Wir rufen:
Herr, erbarme Dich.

Wir bitten dich für alle,
die von uns gegangen sind,
die uns fehlen und die wir vermissen,
ohne die wir uns ein Weiterleben gar nicht vorstellen können,
für unsere Toten,
die wir bei Dir, in deiner Nähe glauben,
geborgen in Deiner zeitlosen Gegenwart.
Wir rufen:
Herr, erbarme Dich.

Wir bitten Dich für alle,
die zurückschauen und verzweifeln über dem,
was geschah,
für Kinder ohne ihre Eltern,
Eltern ohne ihre Kinder,
für Fliehende ohne Hoffnung,
für Gefolterte, Traumatisierte, Verletzte
und Verstümmelte,
für alle, die nicht mehr an Menschlichkeit glauben können.
Wir rufen:
Herr, erbarme Dich.

Wir bitten dich für alle,
die auf Dich warten,
die Dein Kommen ersehnen,
die Dich vermissen,
die Dich suchen, überall,
die nach dir fragen,
dem Gott, der ihr Leben umfangen
und mit Sinn erfüllen möge.
Wir rufen:
Herr, erbarme Dich.

Ewiger Gott,
vor aller Zeit und in jedem Augenblick,
an jedem Tag
bist du gegenwärtig und geschiehst.
Wenn diese Welt vergeht - und wir in ihr,
so bleibst du - und wir in dir.
In allem,
was wir sind und haben,
was wir waren und sein werden,
warten wir auf die Vollendung Deiner Schöpfung
und Dein Kommen in unsere Welt.

Amen.

 

Ewigkeitssonntag

Festzeit: Trinitatiszeit

Wochenspruch: Lk 12,35

Wochenpsalm: Ps 126

Eingangspsalm: Ps 39, Ps 90, Ps 126

Epistel: Offb 21,1-7

Evangelium: Mt 25,1-13

Predigttext: Mt 25,1-13

Wochenlied: 147

Erklärung zu den Perikopen:

Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft. Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Ewigkeitssonntag ihrer Verstorbenen des letzten Jahres.

Fürbitte für den Ewigkeitssonntag
- Sonntag, 20. November 2016

Ewiger, treuer Gott.
Zu wem sollen wir kommen,
wenn wir trauern?
Du bist das Leben.
Nimm dich unserer Verstorbenen an.
Wir vermissen sie.
Halte sie in deinen liebenden Händen.
Erbarme dich, denn
deine Liebe hört nicht auf!

Ewiger, treuer Gott.
Zu wem sollen wir kommen,
wenn wir in Angst vor der Zukunft sind?
Du bist unsere Hoffnung.
Nimm dich der Gutwilligen und Friedliebenden an.
Wir brauchen sie.
Schütze sie vor Hass und Verleugnung.
Erbarme dich, denn
deine Liebe hört nicht auf!

Ewiger, treuer Gott.
Zu wem sollen wir kommen,
wenn wir am Hunger in der Welt verzweifeln?
Du hast Brot und Leben.
Nimm dich der Hungernden in den Dürrgebieten Afrikas an.
Schau auf die Hungernden in unserer Nachbarschaft.
Sie wollen leben.
Fülle du ihre Hände.
Erbarme dich, denn
deine Liebe hört nicht auf!

Ewiger, treuer Gott.
Zu wem sollen wir kommen,
wenn Krieg und Gewalt nicht enden wollen?
Du bist der Frieden.
Nimm dich der Menschen in Syrien und im Irak an.
Sieh auf die Menschen in Afghanistan und im Süd-Sudan.
Sie und ihre Kinder wollen in Frieden leben.
Behüte und rette sie.
Erbarme dich, denn
deine Liebe hört nicht auf!

Ewiger, treuer Gott.
Zu wem sollen wir kommen,
wenn Krankheit und Schwäche schmerzen?
Du hast Heil und Segen.
Nimm dich unserer Kranken und ihrer Angehörigen an.
Sieh auf die Sterbenden.
Sie sehnen sich danach, dass die Qual endet.
Erbarme dich, denn
deine Liebe hört nicht auf!

Ewiger, treuer Gott.
Zu wem sollen wir kommen,
wenn wir an dir zweifeln?
Du bist da.
Sieh auf deine Gemeinde.
Sieh auf unsere Sehnsucht,
wisch die Tränen ab und komm mit deinem Trost.
Stärke unseren Glauben.
Segne uns und alle,
die zu uns gehören.
Um Jesu Christi willen und
in der Kraft des Heiligen Geistes rufen wir:
Erbarme dich, denn
deine Liebe hört nicht auf!

 

Ewigkeitssonntag

Festzeit: Trinitatiszeit

Wochenspruch: Lk 12,35

Wochenpsalm: Ps 126

Eingangspsalm: Ps 39, Ps 90, Ps 126

Epistel: Offb 21,1-7

Evangelium: Mt 25,1-13

Predigttext: Mt 25,1-13

Wochenlied: 147

Erklärung zu den Perikopen:

Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft. Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Ewigkeitssonntag ihrer Verstorbenen des letzten Jahres.

Gebet für den Ewigkeitssonntag
- Sonntag, 22. November 2015

Wenn du das Unerträgliche mitträgst,
dann können wir gehen.
Wenn du dein Licht aufstrahlen lässt,
dann können wir den Weg finden.
Komm mit deinem Licht und deiner Hilfe,
du Freund und Ewiger,
du Trost und Leben.

In diesen Tagen,
in denen uns in Europa die weltweite Gewalt nahe kommt,
bitten wir dich für die Opfer des Hasses
und für die Menschen, die sich schützend vor sie stellen.
Du machst die Liebe stärker als den Hass.
Wir bitten dich:
Komm mit deinem Licht und deiner Hilfe!

In diesen Tagen der Unsicherheit und Angst
bitten wir dich für die Menschen,
die sich vor dem morgigen Tag sorgen,
sich verhärten und den anderen misstrauen.
Deine Gegenwart ist stärker als die Angst.
Wir bitten dich:
Komm mit deinem Licht und deiner Hilfe!

In diesen Tagen, in denen Millionen auf der Flucht sind,
bitten wir dich für die,
die bei uns Schutz suchen und
für alle, die ihnen helfen.
Unter deinem Schutz können sie sicher ausruhen.
Wir bitten dich:
Komm mit deinem Licht und deiner Hilfe!

In diesen Tagen des Streits und Zerrissenheit
bitten wir dich für das Zusammenleben der Menschen in unserem Land.
Du liebst die Kleinen
und gibst den Schwachen Würde.
Wir bitten dich:
Komm mit deinem Licht und deiner Hilfe!

In diesen Tagen, in denen Weltklimaabkommen in Gefahr ist,
bitten wir dich für alle,
die sich um den Schutz deiner Schöpfung mühen.
Du hörst das Seufzen deiner Geschöpfe
und willst sie retten.
Wir bitten dich:
Komm mit deinem Licht und deiner Hilfe!

In diesen Tagen der Trauer
bitten wir dich für alle Verstorbenen
und alle, die einen geliebten Menschen verloren haben.
Sammle die Tränen,
heile die Schmerzen,
hüte die Erinnerungen,
lass dein Licht aufstrahlen,
damit die Dunkelheit des Todes die Macht verliert.
Im Vertrauen auf den Auferstandenen,
der die Finsternis des Todes erlitten hat,
bitten wir dich:
Komm mit deinem Licht und deiner Hilfe!
Heute und alle Tage bitten wir dich:
Umhülle mit deinem Heiligen Geist uns und alle,
die wir lieben,
du Freund und Ewiger,
du Trost und Leben!

Amen.

 

Ewigkeitssonntag

Festzeit: Trinitatiszeit

Wochenspruch: Lk 12,35

Wochenpsalm: Ps 126

Eingangspsalm: Ps 39, Ps 90, Ps 126

Epistel: Offb 21,1-7

Evangelium: Mt 25,1-13

Predigttext: Mt 25,1-13

Wochenlied: 147

Erklärung zu den Perikopen:

Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft. Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Ewigkeitssonntag ihrer Verstorbenen des letzten Jahres.

Gebet für den Ewigkeitssonntag
- Sonntag, 23. November 2014

Gott, du Ursprung und Ziel unseres Lebens.
Du hast den Tod besiegt.
Bei dir sind wir geborgen.
Inmitten von Dunkelheit und Trauer bist du Trost und Licht.
Sei unseren Toten Trost und Licht.
Wir haben sie geliebt,
wir mussten sie hergeben,
wir vermissen sie.
Gib du ihnen die Liebe, die mehr vermag als unsere Liebe.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Sei den Menschen in deinem Heiligen Land Trost und Licht.
Wir sind ratlos,
wir erschrecken über die Gewalt,
wir hoffen auf Versöhnung.
Verwandle mit deinem Frieden die verhärteten Herzen.
Verbanne alle Gewalt.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Sei den Menschen im Irak und in Syrien Trost und Licht.
Wir sind entsetzt über die Brutalität,
wir fürchten um das Leben der Verschleppten,
wir bangen mit unseren christlichen Geschwistern.
Errichte du dein Reich in unserer Welt.
Bewahre deine Kirche und alle Menschen guten Willens.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Sei den Flüchtlingen Trost und Licht.
Wir überlassen sie ihrem Schicksal,
wir kennen ihre Not nur von Ferne,
wir erlauben den Mächtigen die Grenzen zu verschließen.
Rette sie, wie du einst dein Volk Israel gerettet hast.
Behüte die Kinder in den Flüchtlingslagern.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Sei den Kranken und Sterbenden Trost und Licht.
Wir fürchten uns vor Schmerzen und Seuchen,
wir haben Mitleid mit den Leidenden,
wir sind froh über alle, die sie pflegen.
Heile du, wo unser Mitleid versagt.
Gib Kraft allen, die sich in der Pflege anderer verausgaben.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Sei für deine Kirche Trost und Licht.
Wir leben von deinem Wort,
wir vertrauen dir unsere Kinder an,
wir sehnen uns nach Einheit.
Erfülle deine weltweite Kirche mit deinem Heiligen Geist.
Mache uns zu deinen Zeuginnen und Zeugen.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich um Jesu Christi willen,
der das Licht der Welt und unsere Hoffnung ist.

Amen

Ewigkeitssonntag

Festzeit: Trinitatiszeit

Wochenspruch: Lk 12,35

Wochenpsalm: Ps 126

Eingangspsalm: Ps 39, Ps 90, Ps 126

Epistel: Offb 21,1-7

Evangelium: Mt 25,1-13

Predigttext: Mt 25,1-13

Wochenlied: 147

Erklärung zu den Perikopen:

Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft. Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Ewigkeitssonntag ihrer Verstorbenen des letzten Jahres.

Gebet für den Ewigkeitssonntag
- Sonntag, 24. November 2013

(mit dem Lied EG 153)

Ewiger Gott,
Anfang und Ende und alle Zeit
hältst du umfangen.
Kein Heimweg und keine Flucht,
kein Aufstieg und kein Fallen,
kein Wachsen und kein Niedergang
ohne dich.
Wie unser Atem geht, wie die Tage kommen und sich neigen,
wachsen die Hoffnungen der Menschen und verlöschen,
aber du bist unsere Hoffnung, die bleibt.
Wir danken dir und singen:

Der Himmel, der ist, ist nicht der Himmel der kommt,
wenn einst Himmel und Erde vergehen.

Wir bringen vor dich all das Leid, das entsteht,
wenn im Namen der Zukunft Menschen Gewalt üben,
wenn Andersdenkende verfolgt werden,
wenn Natur zerstört und kulturelle Erinnerungen ausgelöscht werden,
wenn der technische Fortschritt über Leichen geht.
Wir denken an die Inhaftierten und die Gefolterten in Arbeitslagern  
in China, in Russland und in Nordkorea.
Du bist unsere Hoffnung, die niemanden unterwirft.
Wir danken dir und singen:

Der Himmel, der kommt, das ist der kommende Herr,
wenn die Herren der Erde gegangen.

Tote liegen in den Straßen auf den Philippinen,
Tote in Syrien, in Lybien
und in den vielen Kriegsgebieten dieser Erde,
Verhungerte in den Slums,
Ertrunkene vor Europas Küsten,
sie folgen uns wie Schatten.
Sie fragen uns nach unserem Leben und unseren Taten.
Du bist die Hoffnung auf eine andere Welt.
Wir danken dir und singen:

Der Himmel, der kommt, das ist die Welt ohne Leid,
wo Gewalttat und Elend besiegt sind.

Wir bringen vor dich
die abgeschnittenen Lebensfäden, die seelischen Wunden,
die Krater des Todes in unserem Leben:
Menschen, um die wir trauern,
schmerzlich Vermisste.
Du bist unsere Hoffnung,
dass die Toten uns vorangegangen sind ins Leben der kommenden Welt.
Wir danken dir und singen:

Der Himmel, der kommt, das ist die fröhliche Stadt
und der Gott mit dem Antlitz des Menschen.

Ewiger Gott,
Anfang und Ende und alle Zeit
hältst du umfangen.
Du bist unsere Hoffnung im Leben und im Sterben.
Was auch immer geschieht, du bist uns nah. 
Wir danken dir und singen:

Der Himmel, der kommt, grüßt schon die Erde, die ist,
wenn die Liebe das Leben verändert.
Amen.

Weitere Gebete zu den Sonn- und Festtagen 

Ewigkeitssonntag

Festzeit: Trinitatiszeit

Wochenspruch: Lk 12,35

Wochenpsalm: Ps 126

Eingangspsalm: Ps 39, Ps 90, Ps 126

Epistel: Offb 21,1-7

Evangelium: Mt 25,1-13

Predigttext: Mt 25,1-13

Wochenlied: 147

Erklärung zu den Perikopen:

Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft. Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Ewigkeitssonntag ihrer Verstorbenen des letzten Jahres.

Gebet für den Ewigkeitssonntag
- Sonntag, 22. November 2009

Christus, tröste uns,
denn wir sind traurig.
Der Tod greift nach denen, die uns nahe sind.
Er vernichtet, und niemand kann ihm entgehen.
Christus, tröste alle,
denen der Tod ihre Lieben entrissen hat.
Du kennst alle ihre Namen.
(Stille)
Christus – auf dich hoffen wir.

Christus, tröste uns,
denn wir haben Angst.
Krankheiten brechen ohne Vorwarnung über uns nahe Menschen herein.
Sie reißen die Macht an sich
und bestimmen über die Gedanken am Tag und die Träume in der Nacht.
Christus, tröste alle,
die sich nach Heilung sehnen.
Erbarme dich.
Du kennst alle ihre Namen.
(Stille)
Christus – auf dich hoffen wir.

Christus, tröste uns,
denn wir sind so machtlos.
Die Kriege enden nicht.
Sie verwüsten Stadt und Land.
Bomben zerfetzen Schuldige und Unschuldige.
Christus, tröste die Verwundeten,
hab du Mitleid mit den Opfern inmitten von Trümmern und Waffen.
Du kennst alle ihre Namen.
(Stille)
Christus – auf dich hoffen wir.

Christus, tröste uns,
denn wir sind so erfolglos.
Unrecht und Korruption bleiben ungeahndet.
Die Armen werden ärmer.
Christus, tröste die Verachteten und Armen,
hab du Mitleid mit den Kindern und Jugendlichen,
denen eine gute Zukunft verweigert wird.
Du kennst alle ihre Namen.
(Stille)
Christus – auf dich hoffen wir.

Christus, tröste uns,
denn wir sind so hilflos.
Naturkatastrophen und der Klimawandel verwandeln deine gute Schöpfung in einen unwirtlichen Ort.
Christus, tröste und heile die angegriffene Schöpfung.
Du kennst jeden Ort und jedes leidende Geschöpf.
(Stille)
Christus – auf dich hoffen wir.

Christus, tröste uns,
denn wir sind so kleingläubig.
Deine Kirche ist uneins,
deine Gemeinde ist in Sorge um den morgigen Tag.
Christus, tröste alle Bischöfe und Bischöfinnen,
stärke alle, die ein Amt in deiner weltweiten Kirche übernommen haben.
Du kennst sie alle.
Du hörst, für wen sie dich bitten.
Du hast alle ihre Namen ins Buch des Lebens eingeschrieben.
(Stille)
Christus – auf dich hoffen wir.
Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Leite und geleite uns.
Segne alle, für die wir dich bitten,
heute und alle Tage.
Amen.

Weitere Gebete zu den Sonn- und Festtagen 

Ewigkeitssonntag

Festzeit: Trinitatiszeit

Wochenspruch: Lk 12,35

Wochenpsalm: Ps 126

Eingangspsalm: Ps 39, Ps 90, Ps 126

Epistel: Offb 21,1-7

Evangelium: Mt 25,1-13

Predigttext: Mt 25,1-13

Wochenlied: 147

Erklärung zu den Perikopen:

Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft. Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Ewigkeitssonntag ihrer Verstorbenen des letzten Jahres.

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