Wochengebet

Die VELKD bietet zu den Sonn- und Feiertagen im Kirchenjahr sowie aus aktuellem Anlass online Gebetstexte. Sie werden jeweils Mitte der Woche für den darauf folgenden Feiertag eingestellt. Die Texte dienen sowohl dem gottesdienstlichen als auch dem privaten Beten und verbinden auf neue Weise aktuelles Geschehen mit der Struktur des Kirchenjahres.

Die Internetfürbitten werden im Auftrag der Kirchenleitung der VELKD vom Gottedienstreferat und vom Liturgiewissenschaftlichen Institut der VELKD in Leipzig erarbeitet.  

Hinweis:
Für die kommenden Fest- und Sonntage stehen weitere Fürbitten / Gebete im Archiv zur Verfügung. Das jeweilige Tagesdatum oder der Name des anstehenden Fest- / Sonntages dienen als Suchkriterium.

Sonntag, 12. August 2018
Gebet für den 11. Sonntag nach Trinitatis

Komm mit deiner Gnade,
Jesus Christus,
lebe in uns.
Komm mit deiner Gnade,
Jesus Christus,
zeige uns den Weg der Gerechtigkeit.

Wir bitten dich
für deine Schöpfung,
für alle, die unter der Hitze leiden,
für die Opfer der Dürre,
die Tiere und Pflanzen, die verdursten,
die Obdachlosen,
die Brandopfer
und für alle, die Brände bekämpfen, Feuer löschen,
Verletzte versorgen und sich um die Ernte sorgen.
Komm mit deiner Gnade,
Jesus Christus.
Erbarme dich.

Wir bitten dich
für die Mächtigen,
für alle, die mit ihren Worten Macht ausüben,
für die, von deren Verständigungswillen die Zukunft Europas abhängt,
für die, deren Worte für andere
Leben oder Tod,
draußen oder drinnen,
Zukunft oder Stillstand bedeutet.
Für die, deren Worte Hass verbreiten
und die Gewalt schüren.
Komm mit deiner Gnade,
Jesus Christus.
Erbarme dich.

Wir bitten dich für die,
deren Haltung die Zukunft unserer Gesellschaft prägen wird.
Wir bitten dich für unsere Kinder,
für alle Kinder – für die benachteiligten,
für die, denen Gewalt geschieht
und für die Kinder, deren Zukunft niemanden interessiert.
Komm mit deiner Gnade,
Jesus Christus.
Erbarme dich.

Wir bitten dich für die,
deren Wohl uns am Herzen liegt –
die Kranken,
die Trauernden.
Wir legen dir unsere Verstorbenen an dein liebendes Herz.
Komm mit deiner Gnade,
Jesus Christus.
Erbarme dich.

Wir bitten dich
für deine weltweite Kirche,
für alle, die den Frieden in die Welt tragen,
für alle, die dein Wort verkündigen.
Wir bitten dich für alle, die sich in deinem Wort bergen
und sich von deiner Kraft tragen lassen.
Stärke uns durch deinen heiligen Geist,
verwandle uns durch deine Liebe
und bewahre uns unter deinem Segen.
Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Komm mit deiner Gnade,
Jesus Christus.
Erbarme dich.

 

Gebet für den 11. Sonntag nach Trinitatis
- Sonntag, 27. August 2017

Gott wider steht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.
(1 Petrus 5, 5b)

Gnadenlos ist die Macht,
gnadenlos ist die Wirklichkeit.
Aus einem folgt das andere,
kein Entrinnen
kennt das Gesetz der Fakten.
Du aber bist die Gnade, Gott.

Wir bitten dich
angesichts bitterer Not, in der unerbittlichen Welt:
Unterbrich die Logik,
daß auf einen Schlag der andere folgt,
daß auf Gewalt die Gewalttat antwortet,
daß die Rache auf den Fuß folgt,
daß Feind und Freund zu unterscheiden sind.
Wir rufen:
Aus tiefer Not schrei ich zu dir, Herr Gott, erhör mein Rufen.
(EG 299,1, die erste Zeile)

Wir bitten dich:
Unterbrich den Gang der Welt,
daß auf Krieg der Hunger
und auf Hunger der Krieg folgt,
daß Schuld sich fortpflanzt wie ein Virus,
daß Menschen der Menschen Wölfe werden,
daß Terror und Fanatismus stärker sind
als die Sehnsucht der vielen nach Frieden.
Wir rufen:
Aus tiefer Not schrei ich zu dir, Herr Gott, erhör mein Rufen.
(EG 299,1, die erste Zeile)

Wir bitten dich:
Löse die ehernen Strukturen auf
in denen die Sprachlosen sprachlos bleiben,
in denen die Etablierten bewahren, was ihnen nutzt,
in denen die Rücksichtslosen den größten Erfolg haben
und die Feigen sich bereichern,
in denen die Schwächsten,
die Armen und alle Geschöpfe ohne Anwalt
immer nur verlieren können,
in denen die Bildungsfernen, die Langsamen, die Untergebutterten
Verachtung erfahren.
Wir rufen:
Aus tiefer Not schrei ich zu dir, Herr Gott, erhör mein Rufen.
(EG 299,1, die erste Zeile)

Wir bitten dich
um das Wunder deiner Gnade,
daß Kranke Heilung
und die Sterbenden Leben finden,
daß den Verblendeten Einsicht
und den Radikalisierten Zweifel widerfährt,
daß im immer schnelleren Hamsterrad der Pflichten
deine Stille aufscheint,
daß in Selbstsucht und der Gier nach mehr und mehr
deine Stimme laut wird und sagt:
„Gott widersteht den Hochmütigen,
aber den Demütigen gibt er Gnade.“
Wir rufen:
Aus tiefer Not schrei ich zu dir, Herr Gott, erhör mein Rufen.
(EG 299,1, die erste Zeile)

Gnadenlos ist die Wirklichkeit.
Kein Entrinnen
kennt das Gesetz der Fakten.
Du aber bist die Gnade, Gott.
Dir vertrauen wir uns an mit allem,
was wir dir in die Stille sagen:

(Stille)

Wir rufen:
Aus tiefer Not schrei ich zu dir, Herr Gott, erhör mein Rufen.
(EG 299,1, die erste Zeile)

„Gott widersteht den Hochmütigen,
aber den Demütigen gibt er Gnade.“

Amen.

 

Wochengebet für den 11. Sonntag nach Trinitatis
- Sonntag, 07. August 2016

Um Gnade bitten wir,
und du, Gott, hast sie längst verheißen.
Auf Gnade hoffen wir,
und du, Gott, teilst sie aus -
Jahr für Jahr, Woche für Woche,
Tag für Tag.
Und dennoch leben wir in Angst,
fürchten uns,
sorgen uns um den Zustand der Welt.
Wir bitten dich:
Sei gnädig und erbarme dich, du treuer Gott.

Zeig dich mit deiner Gnade,
damit wir sie trotz unserer Sorgen erkennen.
Zeig dich mit deiner Gnade,
wo sie so dringend gebraucht wird:
an den Orten des Todes,
wo Krieg herrscht,
wo Folter Körper und Seelen zerbricht.
Wir denken an Aleppo,
den Süd-Sudan, Nigeria.
Du, Gott, kennst die Schmerzen und die Toten.
Wir bitten dich:
Sei gnädig und erbarme dich, du treuer Gott.

Zeig dich mit deiner Gnade,
damit wir sie trotz unserer Sorgen erkennen.
Zeig dich mit deiner Gnade,
wo die Sehnsucht nach Heil groß ist:
bei allen, die in diesen Tagen auf Reisen sind
und bei denen, die auf der Flucht sind;
bei denen die ankommen wollen
und bei denen die andere willkommen heißen.
Wir denken an die Kranken und Sterbenden,
an die Pflegenden,
an die, die sich für andere aufopfern.
Du, Gott, kennst die Hoffnungen und die Sehnsucht.
Wir bitten dich:
Sei gnädig und erbarme dich, du treuer Gott.

Zeig dich mit deiner Gnade,
damit wir sie trotz unserer Sorgen erkennen.
Motiviere mit deiner Gnade diejenigen,
die über das Geschick anderer entscheiden:
in ihren Äußerungen über anders Denkende
und in ihren Gesprächen und Planungen;
in Behörden und Ämtern
und wo Recht gesprochen wird.
Wir denken an Journalisten und Friedensstifter,
an alle, die sich der Wahrheit und der Nächstenliebe verpflichten.
Du, Gott, kennst ihren Mut und ihre Ängste.
Wir bitten dich:
Sei gnädig und erbarme dich, du treuer Gott.

Zeig dich mit deiner Gnade,
damit wir dir nachfolgen.
Zeige dich in deiner weltweiten Kirche.
Segne die Mutigen und die Ängstlichen,
die Treuen und die Schwachen.
Segne alle, die dein Wort mit ihrem Leben verkündigen.
Du, Gott, kennst ihren Glauben.
Du, Gott, kennst unseren Glauben.
Voller Hoffnung auf die Gegenwart deines Geistes
und im Vertrauen auf Jesus Christus, deinen Sohn,
bitten wir dich:
Sei gnädig und erbarme dich, du treuer Gott.

Amen

 

Wochengebet für den 11. Sonntag nach Trinitatis
- Sonntag, 16. August 2015

Hab Erbarmen,
gütiger Gott und
heile die Wunden deiner Schöpfung.

Hab Erbarmen,
gütiger Gott und
steh allen bei,
die unter der Hitze des Sommers leiden,
deren Äcker und Pflanzen verdorren,
die nicht wissen,
wie wovon sie morgen leben werden.

Hab Erbarmen,
gütiger Gott und
tröste die Verzweifelten und Traurigen,
die inmitten von Fröhlichen weinen,
die sich nach Liebe sehnen,
die den Mittelpunkt ihres Lebens verloren haben.

Hab Erbarmen,
gütiger Gott und
schenke Frieden.

Hab Erbarmen,
gütiger Gott und
ergreife die Herzen der Mächtigen,
die über das Schicksal der Armen entscheiden,
die Verträge zu ihren Gunsten aushandeln,
die sich vom Elend der Ärmsten abwenden.

Hab Erbarmen,
gütiger Gott und
zerbrich die Waffen der Gewalttätigen,
die Wehrlose überfallen und ermorden,
die Schrecken und Angst verbreiten,
die Millionen aus ihrer Heimat vertreiben.

Hab Erbarmen,
gütiger Gott und
durchdringe die Welt mit deinem Wort.

Hab Erbarmen,
gütiger Gott und
bestärke alle,
die Schwachen und Kranken helfen,
die Flüchtlinge aufnehmen und beschützen,
die die Würde deiner Menschen verteidigen
und auf deine Gebote hören.

Hab Erbarmen,
gütiger Gott und
begeistere deine weltweite Kirche,
die dich anbetet und dich lobt,
die nach dem Brot des Lebens hungert,
die nach deinem Wort fragt.

Hab Erbarmen,
gütiger Gott und
behüte die Reisenden,
segne alle, die zu uns gehören,
und verbinde uns
durch deinen Heiligen Geist
in der Liebe Jesu Christi,
heute und alle Tage.
Amen.

 

Wochengebet für den 11. Sonntag nach Trinitatis
- Sonntag, 31. August 2014

Aus der Fremde,
aus der Unwissenheit über uns selbst,
aus Lüge und Selbstgefälligkeit
kommen wir zu dir,
Gott.
Wir hoffen, daß du uns in Gnade ansiehst,
uns verwandelst
und unsere Worte im Gebet weit machst durch deinen Geist,
weiter, als wir sehen und verstehen können.
Sei uns gnädig,
wir bitten:
Kyrie eleison.

Für alle Verblendeten,
die voll Enthusiasmus in den Krieg ziehen,
weil sie an vermeintlich Höheres glauben als Menschenleben
und sich über andere erheben,
für die Söldner in der Ostukraine, in Syrien und im Irak
bitten wir:
Kyrie eleison.

Für die Geiseln in den Händen der Extremisten in Syrien,
für die vertriebenen Christen und Jesiden im Nordirak,
für die Gefolterten,
für alle in Todesangst,
für alle, die auf der Flucht ins Ungewisse sind,
bitten wir:
Kyrie eleison.

Für alle,
die ihren Glauben gegen andere wenden,
für alle die blind geworden sind
in Rassismus und Haß,
die nicht mehr vergeben können,
für die Menschen in Gaza und Israel
bitten wir:
Kyrie eleison.

Für die Menschen in Liberia,
wo das Ebola-Virus und der Umgang damit Elend verschärft,
für die Kranken in den Isolierstationen,
in den abgeschotteten Slums,
für alle,
die aus dem Leid anderer Gewinn schöpfen wollen,
bitten wir:
Kyrie eleison.

Für die vielen in unserer Nähe,
die nur noch an sich glauben können,
deren Lebenshorizont eng geworden ist,
die verhärtet,
vereinsamt sind
oder verschlossen in Sorgen,
die den Blick nicht heben können,
bitten wir:
Kyrie eleison.

Für uns selbst,
wo uns Liebe mangelt
und Einsicht in die eigenen Grenzen,
wo uns die Demut fehlt, um uns selbst zu erkennen,
wo wir schuldig werden, ohne es zu merken,
bitten wir:
Kyrie eleison.

Aus der Fremde,
kommen wir zu dir,
Gott.
Sieh uns gnädig an und führe uns auf dem Weg ins Leben!
Durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Amen.

 

Wochengebet für den 11. Sonntag nach Trinitatis
- Sonntag, 11. August 2013

(nach Lukas 18, 9 – 14)

Aus der Fremde,
aus der Unwissenheit über uns selbst,
aus Lüge und Selbstgefälligkeit 
kommen wir zu dir,
Gott.
Wir hoffen, dass du uns in Gnade ansiehst,
uns verwandelst
und unsere Worte im Gebet weit machst durch deinen Geist,
weiter, als wir sehen und verstehen können.
Sei uns gnädig,   
wir bitten:
Kyrie eleison.

Für alle Verblendeten,
die voll Enthusiasmus in den Krieg ziehen,
weil sie an vermeintlich Höheres glauben als Menschenleben 
und sich über andere erheben,
für die Söldner in der Ostukraine, in Syrien und im Irak
bitten wir:
Kyrie eleison.

Für die Geiseln in den Händen der Extremisten in Syrien,
für die vertriebenen Christen und Jesiden im Nordirak,
für die Gefolterten,
für alle in Todesangst,
für alle, die auf der Flucht ins Ungewisse sind,
bitten wir:
Kyrie eleison.

Für alle,
die ihren Glauben gegen andere wenden,
für alle, die blind geworden sind
in Rassismus und Haß,
die nicht mehr vergeben können,
für die Menschen in Gaza und Israel  
bitten wir:
Kyrie eleison.

Für die Menschen in Liberia,
wo das Ebola-Virus und der Umgang damit Elend verschärft,
für die Kranken in den Isolierstationen,
in den abgeschotteten Slums,
für alle,
die aus dem Leid anderer Gewinn schöpfen wollen,
bitten wir:
Kyrie eleison.

Für die vielen in unserer Nähe,
die nur noch an sich glauben können,
deren Lebenshorizont eng geworden ist,
die verhärtet,
vereinsamt sind
oder verschlossen in Sorgen,  
die den Blick nicht heben können,
bitten wir:
Kyrie eleison.

Für uns selbst,
wo uns Liebe mangelt
und Einsicht in die eigenen Grenzen,
wo uns die Demut fehlt, um uns selbst zu erkennen,
wo wir schuldig werden, ohne es zu merken, 
bitten wir:
Kyrie eleison.

Aus der Fremde,
kommen wir zu dir,
Gott.
Sieh uns gnädig an und führe uns auf dem Weg ins Leben!    
Durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Amen.

Weitere Gebete zu den Sonn- und Festtagen 

Wochengebet für den 11. Sonntag nach Trinitatis
- Sonntag, 19. August 2012

Du bist unser Gott.
Deine Gegenwart ist unsere Rettung,
deine Liebe gibt uns Hoffnung,
dein Atem lässt uns leben,
Du bist unser Gott, du Quelle der Barmherzigkeit.

Wir bitten dich:
Komm mit deiner Gegenwart.
Komm und rette.
Erbarme dich der Welt,
der Felder, deren Früchte verdorren,
der Menschen, die durch Fluten und Beben alles verloren haben,
der Tiere, die gequält werden.
Erbarme dich und rette
die vergifteten Flüsse, die verstrahlte Erde,
die verpestete Luft.
Komm mit deiner Gegenwart.
Komm und rette sie.
Kyrie eleison - Christe eleison - Kyrie eleison

Wir bitten dich:
Komm mit deiner Liebe.
Komm und gib uns Hoffnung.
Erbarme dich der Menschen,
deren Hoffnung zu verlöschen droht,
der Menschen auf der Flucht vor Krieg und Hunger,
in Ostafrika, in der Sahelzone, in Syrien.
Erbarme dich der Menschen an den Orten der Gewalt,
in Aleppo, in Afghanistan, in deinem heiligen Land.
Erbarme dich der Menschen,
die sich vor dem kommenden Tag fürchten,
die in Angst um ihre Arbeit und ihre Wohnung leben,
die um die Zukunft ihrer Kinder bangen.
Komm mit deiner Liebe,
komm und lass sie hoffen.
Kyrie eleison – Christe eleison - Kyrie eleison.

Wir bitten dich:
Komm und lebe in uns.
Komm und schaffe neues Leben.
Erbarme dich deiner Kirche.
Lebe in uns und sprich durch uns.
Erbarme dich aller,
die in diesen Tagen getauft werden,
der Konfirmandinnen und Konfirmanden,
die in diesen Wochen mit dem Unterricht beginnen,
der Bischöfe und Bischöfinnen.
Komm und gib uns deinen Atem
für unsere Gemeinde,
für die geistlichen und diakonischen Gemeinschaften,
für die Kirche in aller Welt.
Komm mit deinem Atem,
komm und lebe in uns.
Kyrie eleison – Christe eleison - Kyrie eleison..

Du bist unser Gott,
du bist Beistand für die Kranken,
du bist Geleit für die Sterbenden,
du bist Trost für die Trauernden,
du bist das Licht für die Verstorbenen.
Du bist das Leben,
du bist unser Gott.
Dir vertrauen wir uns und alle, die zu uns gehören an.
So beten wir dich an:
Kyrie eleison - Christe eleison - Kyrie eleison.
Amen.

Weitere Gebete zu den Sonn- und Festtagen 

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