Wochengebet

Seit über acht Jahren bietet die VELKD zu den Sonn- und Feiertagen im Kirchenjahr sowie aus aktuellem Anlass online Gebetstexte. Sie werden jeweils Mitte der Woche für den darauf folgenden Feiertag eingestellt. Die Texte dienen sowohl dem gottesdienstlichen als auch dem privaten Beten und verbinden auf neue Weise aktuelles Geschehen mit der Struktur des Kirchenjahres.

Die Internetfürbitten werden im Auftrag der Kirchenleitung der VELKD vom Gottedienstreferat und vom Liturgiewissenschaftlichen Institut der VELKD in Leipzig erarbeitet.  

Hinweis:
Für die kommenden Fest- und Sonntage stehen weitere Fürbitten / Gebete im Archiv zur Verfügung. Das jeweilige Tagesdatum oder der Name des anstehenden Fest- / Sonntages dienen als Suchkriterium.

Sonntag, 22. Oktober 2017
Gebet für den 19. Sonntag nach Trinitatis

Heile du uns, Herr, so werden wir heil.
Du bist unser Heiland und Retter.
Dein Atem gibt Leben.
Deine Gegenwart rettet.
Deine Liebe verwandelt die Welt.
Hilf du uns, so ist uns geholfen.

Komm mit deiner Gegenwart, du unser Heiland und Retter,
komm in die Krankenzimmer.
Allen, die pflegen, gib Kraft und Feingefühl.
Allen, die heilen, gib Wissen und Demut.
Lindere die Schmerzen,
Schließe die Wunden,
berühre du die Narben und gib neuen Atem.
Für alle Kranken und Verwundeten rufen wir zu dir:
Heile du uns, Herr, so werden wir heil.
Hilf du uns, so ist uns geholfen.

Komm mit deiner Gegenwart, du unser Heiland und Retter,
komm in die Gefängnisse und Folterkeller.
Alle, die Unrecht tun, leite zur Umkehr.
Allen, die ihre Nächsten quälen und demütigen, falle in den Arm.
Schütze die zu Unrecht verklagten,
rette alle Geiseln,
befreie Peter Steudtner, Mesele Tolu und ihre Mitgefangenen.
Für alle Gefangenen und Verschleppten rufen wir zu dir:
Heile du uns, Herr, so werden wir heil.
Hilf du uns, so ist uns geholfen.

Komm mit deiner Gegenwart, du unser Heiland und Retter,
komm in die Schaltzentralen der Macht.
Alle, die über andere herrschen, erinnere an deine Gebote.
Allen, die über Waffen verfügen, gib ein friedliebendes Herz.
Erinnere die gewählten Parlamentarier an die Rechenschaft,
die von ihnen gefordert werden wird.
Leite die, die unsere Regierung bilden wollen.
Schaffe Frieden in Syrien, Mali, Afghanistan.
Für alle Mächtigen in Politik, Militär und Wirtschaft rufen wir zu dir:
Heile du uns, Herr, so werden wir heil.
Hilf du uns, so ist uns geholfen.

Komm mit deiner Gegenwart, du unser Heiland und Retter,
komm zu deiner weltweiten Kirche.
Allen, die dein Wort verkündigen, schenke große Freude.
Alle, die sich nach deiner Gegenwart sehnen, rühre an.
Steh den Gemeinden bei, die verfolgt werden.
Nimm unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden unter deinen Schutz.
Tröste die Trauernden.
Voller Vertrauen zu dir, Jesus Christus, unserem Heiland und Retter,
rufen wir zu dir
für unsere Gemeinde, für unseren Ort, unser Land,
und für alle, die zu uns gehören:
Heile du uns, Herr, so werden wir heil.
Hilf du uns, so ist uns geholfen.
Amen.

 

Fürbitten für den 19. Sonntag nach Trinitatis
- Sonntag, 11. Oktober 2015

Ewiger Gott,
du unsere Hoffnung und unser Leben,
wir warten darauf,
dass die Welt heil wird.
Wir bitten dich:
warte nicht länger,
greif ein,
sprich heute dein heilendes Wort.

Ewiger Gott,
schau auf die Sehnsucht der Menschen nach Frieden.
Schau auf die Menschen, die in Angst vor Bomben und Raketen leben –
Wir denken an die Menschen in Syrien, in Afghanistan,
im Irak, Nigeria.
Du kennst sie und alle, von deren Ängsten wir nichts wissen.
Du kennst ihren Traum vom Frieden.
Wir bitten dich:
warte nicht länger,
greif ein,
sprich heute dein heilendes Wort.

Ewiger Gott,
hör auf die Klage der Kranken.
Hör das Weinen der Erschöpften.
Wir denken an die Menschen auf der Flucht,
traumatisiert, verwundet, ratlos.
Wir denken auch an unsere Freunde und Vertrauten,
die krank und verzweifelt sind.
Du kennst sie und alle, von deren Schmerzen wir nichts wissen.
Du kennst ihren Traum vom Leben ohne Mühsal.
Wir bitten dich:
warte nicht länger,
greif ein,
sprich heute dein heilendes Wort.

Ewiger Gott,
schau auf die Hoffnung der Menschen nach Gerechtigkeit,
beständig und unausrottbar und doch ständig bedroht.
Wir denken an die Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz,
an die gut ausgebildeten jungen Menschen ohne Chancen,
an die Kinder, die keine Schule besuchen, sondern arbeiten müssen.
Du kennst sie und alle, von deren Schicksal wir nichts wissen.
Du kennst ihren Traum vom Glück.
Wir bitten dich:
warte nicht länger,
greif ein,
sprich heute dein heilendes Wort.

Ewiger Gott,
sieh auf die einflussreichen Menschen,
ihre Macht und ihre Ohnmacht.
Wir denken an die Politiker auf der Weltbühne
und die in unserer Stadt/Region.
Wir denken an die,
die die Weltklimakonferenz in Paris vorbereiten.
Du kennst sie und alle, von deren Aufgaben wir nichts wissen.
Du kennst ihren Traum vom Erfolg.
Wir bitten dich:
warte nicht länger,
greif ein,
sprich heute dein heilendes Wort.

Ewiger Gott,
hör auf das Gebet der Gläubigen.
Hör auf unseren Glauben und unser Lob.
Du kennst uns und alle, die dir vertrauen.
Du kennst unseren Traum von deinem Reich.
Um Jesu Christi willen bitten wir dich:
warte nicht länger,
greif ein,
sprich heute dein heilendes Wort.
Amen.

 

Informationen für: 19. So. n. Trinitatis

Festzeit: Trinitatiszeit

Wochenspruch: Jer 17,14

Wochenpsalm: Ps 32

Eingangspsalm: Ps 19, Ps 36, Ps 67, Ps 84, Ps 113

 

Epistel: Eph 4,22-32

Evangelium: Mk 2,1-12

Predigttext: Mk 2,1-12

Wochenlied: 320

Fürbitten für den 19. Sonntag nach Trinitatis mit Lied EG 320
- Sonntag, 26. Oktober 2014

Gebet mit dem Wochenlied (EG 320)

Chor:
Nun lasst uns Gott dem Herren / Dank sagen und ihn ehren /
für alle seine Gaben, / die wie empfangen haben. 

Nah kommst du uns,
Gott,
und wir erkennen es meist nicht,
nah bist du uns und trägst uns,
doch wir fühlen uns oft allein.
Dass du
in jedem Atemzug, in jedem Gedanken,
jedem Schmerz und jeder Ruhe,
jedem Hoffen, jeder Ohnmacht
bei uns bist, Gott,
das lass uns dankbar erfahren, wir rufen:
Herr, erbarme dich.

Chor:
Den Leib, die Seel, das Leben / hat er allein uns geben; /
dieselben zu bewahren, / tut er nie etwas sparen. 

Mit allen, die an der Seele krank sind,
in Ängsten gefangen und ihrer selbst beraubt,
mit allen, die einer schwierigen Operation entgegensehen,
die mit einer bleibenden Einschränkung zurechtkommen müssen,  
mit allen, die krank sind zum Tode,
hoffen wir auf dich, Gott, und rufen:
Herr, erbarme dich.

Chor:
Nahrung gibt er dem Leibe; / die Seele muss auch bleiben,/
wiewohl tödliche Wunden / sind kommen von der Sünden. 

Mit allen Hungernden
und allen, die den neuen Tag in Angst erwarten,
mit den Entkräfteten,
denen in Sorge um das Überleben ihrer Kinder, 
mit allen, die sich selbst verkaufen müssen,
mit allen, an denen wir schuldig werden
ohne es zu wollen und ohne sie zu kennen,
hoffen wir auf dich und rufen:
Herr, erbarme dich.

Chor:
Ein Arzt ist uns gegeben, / der selber ist das Leben; /
Christus, für uns gestorben, / der hat das Heil erworben.

Mit unseren Schwestern und Brüdern im Nahen Osten,
deren Kirchen verbrannt,
deren Schriften und Ikonen zerstört
und deren Häuser verwüstet werden,
mit den Flüchtlingen aus Syrien und dem Nordirak,
die nirgends ankommen und nirgendwo mehr zu Hause sind,
hoffen wir auf dich und rufen: 
Herr, erbarme dich.

Chor:
Sein Wort, sein Tauf, sein Nachtmahl / dient wider alles Unheil; /
der Heilig Geist im Glauben / lehrt uns darauf vertrauen.

Mit allen Kindern,
die traumatisiert sind vom Krieg,
die nicht mehr schlafen können und nicht mehr lachen,
die nicht verstehen, was ihnen geschieht. 
Mit allen Waisen,
mit allen einsamen und mit allen ausgebeuteten Kindern
hoffen wir auf dich und rufen: 
Herr, erbarme dich.

Chor:
Wir bitten deine Güte, / wollst uns hinfort behüten, /
uns Große mit den Kleinen; / du kannst’s nicht böse meinen.

Nah kommst du uns,
Gott,
und wir erkennen es meist nicht
und wollen doch glauben,
dass du alles, was geschieht, in deinen Händen hältst.
Unser brüchiges Leben,
unsere vagen Sicherheiten,
unsere Fragen und Ängste,
unsere Bitten 
bringen wir in der Stille vor dich:

(Stille)

Dein ist der Tag und dein ist die Nacht,
dein ist das Leben und dein ist der Tod,
dein ist alle Zeit
und die kommende Welt in deiner Nähe,
so bewahre uns in dir. 

Chor:
Erhalt uns in der Wahrheit, /gib ewigliche Freiheit, /
zu preisen deinen Namen / durch Jesus Christus.

Amen.

Informationen für: 19. So. n. Trinitatis

Festzeit: Trinitatiszeit

Wochenspruch: Jer 17,14

Wochenpsalm: Ps 32

Eingangspsalm: Ps 19, Ps 36, Ps 67, Ps 84, Ps 113

 

Epistel: Eph 4,22-32

Evangelium: Mk 2,1-12

Predigttext: Mk 2,1-12

Wochenlied: 320

Gebet für Erntedank
- Sonntag, 06. Oktober 2013

Wir danken dir, Schöpfer, Gott,
du Quelle des Lebens,
aus deinen Händen strömt Schönheit und Gnade.
Wir stimmen ein in das Lob von
Himmel, Erde, Luft und Meer.
Wer ist so wunderbar wie du?

Wir danken dir, Schöpfer, Gott,
du hast den Himmel geschaffen,
er geht über allen auf.
Mit Freude sehen wir, wie er über unseren Kindern aufgeht.
Ihr Lachen wärmt unsere Herzen,
ihr Wachsen und Gedeihen macht uns stolz.
Erbarme dich der Kinder auf der Flucht,
der Kinder, die gezwungen werden -
zu Prostitution,
zu Sklaverei und Kinderarbeit,
zum Mord.
Befreie sie und lass heute deinen Himmel über ihnen aufgehen,
damit sie in unser Lob einstimmen.
Wer ist so wunderbar wie du?

Wir danken dir, Schöpfer, Gott,
du hast die Erde geschaffen.
Von ihren Früchten leben wir.
Mit Freude sehen wir die Gaben der Felder und der menschlichen Arbeit.
Die Ernte ist groß.
Es ist genug für alle da.
Erbarme dich der Menschen, die Not leiden –
die durch Flut und Sturm alles verloren haben,
die hungern,
die keine Arbeit finden.
Sättige sie, teile ihnen das Brot des Lebens aus,
damit sie in unser Lob einstimmen.
Wer ist so wunderbar wie du?

Wir danken dir, Schöpfer, Gott,
du hast die Luft geschaffen.
Mit Freude lassen wir bunte Luftballons und Drachen steigen.
Vögel fliegen durch die Lüfte.
Wir atmen reine Luft.
Erbarme dich,
wo die Luft verpestet ist,
wo Mensch und Tier krank werden,
wo jeder Atemzug gefährlich ist.
Komm mit dem Wehen deines Geistes
und fege alles Gift beiseite,
damit alle in unser Lob einstimmen.
Wer ist so wunderbar wie du?

Wir danken dir, Schöpfer, Gott,
du hast das Meer geschaffen,
mit Freude genießen wir klares, gesundes Wasser,
wir trinken es und baden darin.
Erbarme dich der Dürregebiete der Erde,
der Flüsse und Seen, die vergiftet und verstrahlt sind,
der Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Wasser finden,
der Menschen, die Wasser teuer bezahlen müssen,
weil deine Schöpfung zur Beute der Gier gemacht wird.
Lass alle Menschen ungehindert das Wasser des Lebens schöpfen,
damit sie in unser Lob einstimmen.
Wer ist so wunderbar wie du?

Wir danken dir, Schöpfer, Gott,
du Quelle des Lebens,
aus deinen Händen empfangen wir alles.
Du sprichst zu uns durch dein Wort und Sakrament.
Du lässt uns atmen und singen.
Du lässt uns tanzen und danken.
Wir stimmen ein in das Lob von
Himmel, Erde, Luft und Meer.
Wer ist so wunderbar wie du?

Amen.

 

Informationen für: Erntedank

Festzeit: Trinitatiszeit

Wochenspruch: Ps 145,15

Wochenpsalm: Ps 104

Eingangspsalm: Ps 145,15

 

Epistel: 2. Kor 9,6-15

Evangelium: Lk 12,(13-14) 15-21

Predigttext: Lk 12,(13-14) 15-21

Wochenlied: 324 und 502

Fürbitten für den 19. Sonntag nach Trinitatis
- Sonntag, 14. Oktober 2012

Du, Gott, bist das Heil.
Du bist die Quelle des Lebens.
Wir rufen dich an:
Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir
geholfen.

Du, Gott, bist das Heil.
Komm mit deinem Heil in unsere friedlose Welt.
Wir bitten für die Menschen in Syrien und
für die Flüchtlinge aus Syrien.
Wir bitten dich
für die Orte, an denen sie Zuflucht finden.
Komm mit deinem Frieden.
Wir rufen dich an:
Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir
geholfen.
 
Du, Gott, bist das Heil.
Komm mit deinem Heil in unsere zerrissene Welt.
Wir bitten dich für die Menschen in Griechenland.
Wir bitten dich für die Gemeinschaft aller in Europa.
Komm mit deiner Fürsorge.
Wir rufen dich an:
Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir
geholfen.

Du, Gott, bist das Heil.
Komm mit deinem Heil in unsere ungerechte Welt.
Wir bitten dich für alle, die Macht haben.
Wir bitten dich für die, denen es besser geht als anderen.
Komm mit deiner Gerechtigkeit.
Wir rufen dich an:
Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir
geholfen.

Du, Gott, bist das Heil.
Komm mit deinem Heil in unsere leidende Welt.
Wir bitten dich für die Kranken,
für die Verzweifelten und Trauernden.
Wir bitten dich für die,
die nichts mehr erwarten und resignieren.
Komm mit deiner Hoffnung.
Wir rufen dich an:
Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir
geholfen.

Du, Gott, bist das Heil.
Komm mit deinem Heil in unsere unvollkommene Welt.
Wir bitten dich für deine Schöpfung,
für die zerstörte Natur,
für die seufzende Kreatur.
Komm mit deiner Vollkommenheit.
Wir rufen dich an:
Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir
geholfen.

Du, Gott, bist das Heil.
Komm mit deinem Heil zu deiner Kirche.
Wir bitten dich für alle, die an dich glauben,
für die Bischöfinnen und Bischöfe,
für alle, die dich bezeugen,
für alle, die dich loben.
Komm mit deiner Liebe.
Durch Jesus Christus, deinen Sohn und unseren Bruder,
rufen wir dich an:
Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir
geholfen.
Amen.

Informationen für: 19. So. n. Trinitatis

Festzeit: Trinitatiszeit

Wochenspruch: Jer 17,14

Wochenpsalm: Ps 32

Eingangspsalm: Ps 19, Ps 36, Ps 67, Ps 84, Ps 113

 

Epistel: Eph 4,22-32

Evangelium: Mk 2,1-12

Predigttext: Mk 2,1-12

Wochenlied: 320

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