Die aktuelle Lesepredigt

An dieser Stelle steht eine Lesepredigt zum jeweiligen Sonntag des Kirchenjahres zum Download zur Verfügung. Sie ist der Reihe „DIE LESEPREDIGT“ entnommen, die im Auftrag der VELKD vom ehemaligen Leiter des Amtes der VELKD (2000-2015), Dr. Friedrich Hauschildt, herausgegeben und im Gütersloher Verlagshaus veröffentlicht wird. Unter der Schriftleitung von Prof. Dr. Klaus Raschzok (Neuendettelsau) finden sich hier Predigten, die von Pfarrerinnen und Pfarrern aus ganz Deutschland verfasst sind.

In diesem Kirchenjahr stehen mit der Reihe II der Perikopenordnung die sonn- und festtäglichen Episteln und insbesondere Texte aus den paulinischen Briefen zur Predigt an. Als zusätzliches Angebot enthält dieser Jahrgang vier Predigten zu alttestamentlichen Texten, die im Revisionsvorschlag neu aufgenommen worden sind und bisher noch nicht gepredigt wurden.

Die
Druckfassung enthält zusätzlich weiterführende Materialien und Arbeitshilfen zum jeweiligen Sonn- und Feiertag und lädt ein, am 4. Sonntag im Advent (Hes 17,22-24), am Christfest II (1 Mose 2,15-17; 3,1-11.22-24), am Ostersonntag (2 Mose 14,1-31; 15,20.21) und am 17. Sonntag nach Trinitatis (Jos 2,1-21) sich erprobend diesen neuen Bibelabschnitten in der Predigt zuzuwenden.

Die Predigt ist in der Regel jeweils ab Mitte der Woche vor dem betreffenden Sonntag verfügbar. Aus rechtlichen Gründen können die Predigten hier nicht archiviert werden. Interessenten können die Reihe „DIE LESEPREDIGT“ über den Buchhandel oder direkt vom Gütersloher Verlagshaus (s. u.) beziehen.


Die Lesepredigt 2015/2016
Loseblattausgabe mit CD-ROM
ISBN: 978-3-579-06090-3
580 Seiten, 49,99 €
Gütersloher Verlagshaus
www.gtvh.de

         

10. SONNTAG NACH TRINITATIS
- Sonntag, 31. Juli 2016
Jahreslosung 2016
Ich will euch trösten wie einen seine Mutter tröstet. (Jes 66,13)

I.
Das Bibelwort, das uns durch das Jahr 2016 als Jahreslosung begleiten
wird, ist überraschend und hat einen ganz eigenen warmen, uns
anrührenden Klang. Es hat einen warmen Klang, weil trösten und
getröstet werden ein ganz wichtiges Geschehen zwischen Menschen
ist, die ein nahes Verhältnis zueinander haben und miteinander verbunden
sind. Überraschend ist dieses Wort, weil viele von uns vielleicht
denken: »Ich fühle mich im Augenblick gar nicht trostbedürftig,
insofern betrifft mich das Bibelwort aktuell gar nicht. Mir geht es gut.
Ich gehe vielleicht ein bisschen unsicher und gespannt ins neue Jahr,
aber des Trostes bedürftig bin ich nicht. Das entspricht nicht meiner
Stimmungslage. Bitte redet mir nicht ein, dass es mir schlecht geht
und ich Trost brauche.«

II.
Menschen, die eine schwere Last zu tragen haben, empfinden die
Lautstärke und ausgelassenes Feiern zum Jahreswechsel möglicherweise
als besonders unangemessen. Sie fühlen ihre Last und ihre
Einsamkeit umso drückender, je ausgelassener die anderen feiern.
Denn Belastungen und Schmerzen lassen Menschen einsam werden.
Sie fühlen sich angesichts der vielen ausgelassenen Menschen besonders
isoliert, an den Rand gedrängt. Sie erleben gerade ein unbegreifliches
Nein Gottes und sehnen sich nach wirklicher Nähe und Zuwendung,
nach einem sie haltenden, ihnen Geborgenheit schenkenden Ja.
Vielleicht ist es gerade unsere Aufgabe, wenn wir uns für unsere
Person nicht trostbedürftig fühlen, nun unsererseits sensibler dafür zu
werden, wo andere Menschen unseren Trost brauchen. Denn dieses Wort
aus dem Buch des Propheten Jesaja spricht – recht verstanden –
nicht nur die Empfänger von Trost, sondern auch die potentiellen
Spender von Trost als Mitarbeiter Gottes an.

III.
Was ist Trost eigentlich, wie funktioniert er? Und: Wie unterscheidet
sich wahrer Trost von bloßer Vertröstung?
Ich will drei Aspekte hervorheben und beginne mit einem Aspekt,
der, wenn man darüber genauer nachdenkt, vielleicht zuerst überrascht:
Trost schafft nämlich in der Regel das Belastende gar nicht aus der
Welt. Die schwere Enttäuschung, die Last einer Trennung oder eines
Verlustes bleiben. Der Trost ändert in gewisser Weise äußerlich gesehen
nichts. Und doch ändert er auf eine andere Weise etwas: Er kann
helfen, das Unveränderbare auszuhalten und damit das Schwere in
gewisser Weise zu lindern, zu mildern. Und wie geschieht das?
Das geschieht – und das ist das Zweite – auf eine eigentümlich
unspektakuläre Weise, nämlich in der Regel dadurch, dass ein anderer
Mensch einfach da ist, sich neben den Betroffenen stellt, es mit dem
Leidenden aushält, nicht wegläuft, sondern dem Bedrückenden – anfangs
wortlos – standhält. Schweres Leid lässt uns erst einmal verstummen,
verschlägt uns die Sprache. Oft ist dieses bloße Dasein in
sich schon tröstlich, und dann vielleicht mit einer leichten Berührung
oder einer anderen körperlichen Geste verbunden. Trost ist zuerst
etwas elementar Körperliches.
Und erst dann kommt das Dritte hinzu: Nämlich dem Leidenden die
Wertschätzung, die Zuneigung auch durch schlichte Worte zum Ausdruck
zu bringen. Und vor allem auf ihn oder sie zu hören, indem
man sich mit dem Traurigen darauf einlässt, dass dieser seine Geschichte
erzählt, vielleicht sogar mehrfach erzählen kann. Dass man
sich mit dem Traurigen im Erzählen an die »Arbeit« macht, das Geschehene
zu deuten und es so in einen umfassenden, größeren Zusammenhang
einzuordnen.
Trösten ist also in seinen unterschiedlichen Nuancen ganz unspektakulär.
Es beginnt ganz körperlich mit dem bloßen Dasein, einer
vorsichtigen Berührung, mit gewährter Nähe. Und dann erst kommen
Worte hinzu, die aus dem Hören auf den anderen kommen.
Die Ursituation des Trostes, die wir wohl so gut wie alle erlebt haben,
ist der Trost der Mutter. Sie ist in aller Regel für das Kind der
nächste, der vertrauteste Mensch. Lange bevor Worte uns erreichen,
haben ihre Gesten und Berührungen, ihr Geruch, ihre Wärme, der Ton
ihrer von uns noch unverstandenen Worte uns erreicht. Gewährte
Nähe und Zuwendung sind tröstlich. An diese Erfahrung knüpft die
Jahreslosung an.

IV.
Was wir mit uns nahen Menschen erlebt haben und erleben, das verweist
uns auf das, was Gott an uns tun will. Gott spricht:
Ich will dich trösten wie einen seine Mutter tröstet.
Gottes Nähe ist nun freilich von eigner Art, gewiss; aber wie viele
Menschen haben sich darin getröstet gewusst, dass sie Gott ganz nahe
erlebt haben.
Von allen Seiten umgibst du mich, betet der Psalmist. Und er ist
selbst darüber erstaunt: Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und
zu hoch, ich kann sie nicht begreifen staunt er. Und er erwägt die
Möglichkeit, ob man Gott entkommen könnte: Wohin soll ich gehen
vor deinem Geist und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht?
Und dann wird ihm klar, dass Gott die Wirklichkeit aller Wirklichkeit
ist: Und nähme ich Flügel der Morgenröte, so bist du doch da (Ps 139).
Diese unentrinnbare Wirklichkeit Gottes gibt unserem Leben einen
großen Ernst, aber auch eine unendliche Geborgenheit. Dieser Psalm
ist ein Zeugnis der Erfahrung: Gott ist selbst in Extremsituationen,
am Rande der Lebenswelt für uns da.
Es gibt eigentümliche Annäherungen, Gleichnisse für diese nicht
lokalisierbare und doch reale und überwältigende Nähe Gottes.
Für viele Menschen kann die Natur eine beruhigende und deshalb
tröstende Wirkung haben. Ebenso kann die Musik für viele eine tröstliche
Wirkung entfalten, weil sie uns geheimnisvoll umfasst, einhüllt
und in eine andere nichtgegenständliche Sphäre eintauchen lässt. Sie
können uns zum Bild für Gottes unendliche Weite und Erhabenheit
werden. Der Trost Gottes, der in Gottes Nähe liegt, ist höher als alle
Vernunft, er ist unverfügbar. Und wenn er uns zuteil wird, ist er beglückende
Realität.
Für uns Christen hat der Trost Gottes nun freilich ein ganz persönliches
Gesicht. Wer auf das Kreuz Christi blickt, der sieht, dass Gott
auch in der größten Verlassenheit sich nicht zurückzieht, sondern bei
uns Menschen aushält. Paul Gerhardt formuliert es so: »Erscheine mir
zum Schilde, zum Trost in meiner Not und lass mich sehn dein Bilde
in deiner Kreuzesnot« (EG 85,10).

V.
Johannes Brahms, einer der großen Komponisten des 19. Jahrhunderts,
hat nach dem Tod seiner Mutter in Erinnerung an sie ein Requiem,
eine Totenmesse, komponiert. Er hat darin nicht die traditionellen
lateinischen Texte vertont, sondern er hat aus dem reichen Schatz der
Bibel ihm wichtige Worte in deutscher Sprache zusammengestellt.
Unter diesen Worten ist auch unsere Jahreslosung:
Ich will euch trösten wie einen seine Mutter tröstet.
In der Trauer über den Verlust seiner Mutter ruft er die Trosterfahrung
auf, die er in früheren Jahren von ihr empfangen haben dürfte. Und
dieser menschliche Trost wird für ihn durchsichtig, ein Hinweis,
ein Zeichen jenes Trostes, den nur die Quelle und der Ursprung aller
Wirklichkeit geben können.

VI.
Trost auf Erden steht immer unter der Frage, ob es sich um wahren
Trost handelt oder doch nur um Vertröstung. Trost kann sich nicht
rechtfertigen, kann nicht den Beweis antreten. Trost zielt auf Hoffnung,
auf Vertrauen. Er ist auf die Bereitschaft angewiesen, sich trösten
zu lassen, den Trost für sich anzunehmen, ihn gelten zu lassen.
Die Jahreslosung will uns keine Trostbedürftigkeit unterschieben,
wo sie nicht vorhanden ist. Niemand soll meinen, er müsse erst einmal
richtig traurig werden. Es danke Gott, wer dankbar und froh sein kann.
Aber vielleicht kann uns die Jahreslosung ein Impuls sein, aufmerksamer,
wacher, zugewandter zu werden gegenüber Menschen, die des
Trostes bedürfen. Und vielleicht können wir uns stärker in den Dienst
jenes Trostes nehmen lassen, den nur Gott selbst spenden kann. Tröstende
Menschen können in aller Regel den Grund der Trauer nicht
aus der Welt schaffen. Aber sie können den Trauernden, die Trauernde
durch ihr Dasein, ihre Gesten und guten Worte gewissermaßen umarmen,
wie einen seine Mutter umarmt hat, können ihn einhüllen,
bergen, so dass die Trauer gemildert wird. Gott hat zugesagt zu trösten.
Er will uns in sein Trostwerk mit hineinziehen.
Amen.


WAHRNEHMUNGEN AUF DEM WEG ZUR PREDIGT - JES 66,13

Diese Jahreslosung hat mich zuerst etwas irritiert. Fühlen wir uns
wirklich in großer Zahl als trostbedürftig? Trost brauche ich doch erst,
wenn es mir schlecht geht. Gewiss: Vielleicht sind in den Gottesdiensten
zum Jahreswechsel besonders viele Trostbedürftige. Trifft die Jahreslosung
die Glücklichen nicht oder sollten wir doch alle irgendwie
des Trostes bedürftig sein?
Was bedeutet dieses Bibelwort für die, die sich gar nicht nach Trost
sehnen? Immerhin gilt in der christlichen Gemeinde: »Wenn ein Glied
leidet, leiden die anderen mit«; das heißt auch wenn ich selbst nicht
trostbedürftig bin, macht mir die Jahreslosung Trostbedürftigkeit in
meinem Lebensumfeld bewusst.
Vielleicht ist es sinnvoll sich noch einmal vor Augen zu halten, in
welchen Situationen wir getröstet werden müssen. Kinder müssen sehr
oft – häufig mehrfach am Tag – aus den unterschiedlichsten, manchmal
vielleicht sogar uns nichtig erscheinenden Gründen getröstet werden.
Für uns Erwachsene ist es klar: Schmerzen, Verlust, Verlassenheit,
Trennung, Scheitern, Tod – in solchen Situationen ist es wichtig, so
etwas wie Trost erleben zu dürfen.
Wenn man genauer darüber nachdenkt, stößt man auf ein eigentümliches
Phänomen: Trost ist nicht primär tätige Abhilfe, sondern das
Traurige bleibt, es wird »nur« gemildert, gelindert. Diese Milderung
geschieht häufig auf eine sehr elementare körperliche Weise, nämlich
zuerst durch bloßes Dasein, Berühren, Hand halten, in den Arm nehmen.
Und dann natürlich auch durch gute Worte, durch sensiblen Zuspruch.
Trost kann also die Belastung, den Schmerz, die Trauer nicht wegschaffen,
ausräumen; Trost kann das Schwere aber mildern.
Vielleicht kann man Trost so »kartieren«: Diese »Milderung« geschieht
auf folgende Weisen:

a) durch personale Nähe, bis hin zu Körperkontakt
b) durch Zuspruch und ausdrückliche persönliche Wertschätzung
c) durch Erzählenkönnen und Zuhören, immer wieder Durcharbeiten
d) indem das Geschehen in einen größeren Zusammenhang gestellt
wird, neu gedeutet wird, (zum Beispiel: »Ihm blieb auf diese Weise ein
langes Leiden erspart«)
e) durch Ritus und Musik.

Bemerkenswert ist, dass in Trostprozessen materielle Aspekte eine
geringe Rolle spielen, und wenn doch, dann vorzugsweise eine symbolische.
Die Seele braucht Zuwendung, Beziehung, nicht Sachen.
Trost in auswegloser Weise kann auch die Gestalt von Trotz annehmen,
nämlich dem Unveränderbaren »die Stirn zu zeigen«. Solcher
Trotz kann österliche Züge annehmen: Der Tod ist verschlungen in
den Sieg (1 Kor 15,54).
Der Trost kennt eine Fehlform. Diese Fehlform heißt Vertröstung.
Dabei ist der Unterschied zwischen Trost und Vertröstung nicht objektiv
bestimmbar, das macht es so schwierig. Dasselbe Wort kann
von dem einen als Trost, von einem anderen als Vertröstung empfunden
werden. Für »das rechte Wort zur rechten Zeit« gibt es keine objektiv-
klaren Regeln. Aus Angst, nur zu vertrösten, schweigen wir oft
auch dann, wenn wir reden sollten.
Im Trauerprozess durchlebt der Trostbedürftige unterschiedliche
Phasen, in denen er ein und dieselbe Wendung jeweils unterschiedlich
auffasst. Es kommt darauf an, wie das Gesagte bei ihm »ankommt«.
Das macht es schwer zu trösten.
Dass das Trostgeschehen, das wir aus zwischenmenschlichen Beziehungen
kennen, auch von Gott ausgesagt werden kann, ist keine
Selbstverständlichkeit. Denn die Nähe Gottes ist von anderer Art, als
die körperliche Nähe eines anderen Menschen. Aber die Frommen
aller Zeiten haben genau von solcher übergegenständlichen Nähe
Gottes gesprochen. Der Heilige Geist, die Repräsentanz des unendlich
erhabenen Gottes bei uns, wird Paraklet, der Tröster genannt. Er vergegenwärtigt,
was in Jesus geschah. Von Jesus heißt in den Evangelien
es jammerte ihn ihrer, das heißt er nahm die Verletzungen, das
Leiden, die Schuld und die Zerbrechlichkeit der Menschen wahr. Er
sagte: Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich
will euch erquicken (Mt 11,28). Er erquickt, er tröstet. Die Gesunden
brauchen keinen Arzt (Mt. 9,12).
Getröstet zu werden ist eine ganz banale, vornehmlich affektive
Erfahrung. Die besondere Bedeutung von Nähe, Dasein, Körperkontakt
haben die meisten Menschen im Trost durch die Mutter erfahren. Es
ist deshalb kein Zufall, dass Jesaja den göttlichen Trost als Trost, wie
einen seine Mutter tröstet, bezeichnet.
Trost brauche ich erst, wenn es mir schlecht geht. Trifft die Jahreslosung
die Glücklichen nicht oder sind wir doch alle in Wahrheit des
Trostes bedürftig? Die Trostbedürftigkeit erinnert an die frühkindliche
Angewiesenheit auf die Mutter. Sich trösten zu lassen wird in der
Psychologie auch als ein regressiver Bewältigungsmechanismus verstanden.
In einer bedrückenden Situation, die ich aus eigener Kraft
nicht ändern kann, kehre ich zurück in frühkindliche Verhaltensweisen,
besinne ich mich als Kind Gottes darauf zurück, dass Gott uns
mit »Mutterhänden« (EG 326,5) durch das Leben leitet.


LITURGISCHE VORSCHLÄGE

Tagesgebet: Ewiger Gott, Du Quelle der Zeit, wieder schenkst Du uns
ein neues Jahr, gewährst uns neue Möglichkeiten, führst uns in das
unbekannte Land der Zukunft. Wir bitten Dich, tröste Du alle, die die
Schwelle zum neuen Jahr mit schwerem Herzen und belastetem Gemüt
überschritten haben. Tröste Du sie. Und mache uns trostfähig und
trostbereit.
Amen.

Fürbitten: Ewiger Gott, wir danken Dir für die Zeit, die Du uns gewährst.
Wir danken Dir für Frieden und Wohlstand in diesem Land.
Mit Sorge haben wir im vergangenen Jahr erlebt, wie um uns herum
Unfriede, Aggression, und Terror von neuem ihr Haupt erheben. Es
macht uns traurig mit anzusehen, wie viel zu viele Menschen sich
gezwungen sehen, ihre Heimat zu verlassen und wie schwer sich unsere
Gesellschaft tut, Flüchtlinge menschenwürdig aufzunehmen.
Wir bitten Dich für die Menschen, denen es traurig um das Herz
ist, weil sie eine schmerzliche Trennung erleben mussten, weil ihr
Lebenstraum geplatzt ist, weil sie Abschied nehmen mussten, weil
Krankheit und Tod sie überfallen haben.
Gib ihnen Menschen an die Seite, von denen Trost ausgeht. Sei Du
selbst unser Tröster. Sende uns Deinen Trost spendenden Geist und
lasse uns zu Boten Deines Trostes werden.
Amen.

Eingangslied: Nun lasst uns gehn und treten. 58,1-6.
Wochenlied: Hilf Herr Jesu, lass gelingen. 61.
Predigtlied: Von Gott will ich nicht lassen. 365,1-5.
Epistel-Lesung: Jak 4,13-15.
Evangelien-Lesung: Lk 4,16-21.
Liturgische Farbe: weiß.

Verfasser: Pastor i. R. Dr. Friedrich Hauschildt, Händelstraße 17, 29223
Celle-Klein Hehlen, E-Mail: F.Hauschildt@gmx.de

 

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