velkd.de - 11.09.2010 00:56
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Lutherisch weltweit - Der Lutherische Weltbund

Geschichte des Lutherischen Weltbunds

Die Zweite Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB), die im August 1952 in Hannover tagte, hatte die Einrichtung einer eigenen Abteilung „Lutherischer Weltdienst“ beschlossen, um in gemeinsamer Anstrengung aller Mitgliedskirchen des LWB den „Notständen in aller Welt“ zu begegnen. Daraufhin erarbeitete das Deutsche Nationalkomitee (DNK) im Dezember 1952 eine „Ordnung des Lutherischen Weltdienstes – Deutscher Hauptausschuss“ für seine Mitgliedskirchen. Die erste Sitzung des Deutschen Hauptausschusses (DHA) fand am 16. April 1953 im Johannesstift in Berlin-Spandau statt. Bereits zwei Wochen später wurde der erste „Deutsche Beauftragte“ als Geschäftsführer dieser neuen Abteilung des DNK berufen, der bayerische Oberkirchenrat Karl Nagengast. Es sollte „offenbar werden, ob die erfahrene brüderliche Hilfe der Auslandskirchen eine geistliche Frucht bei uns hervorgebracht habe. Wenn wir meinen, die Frage bejahen zu können, dann werden wir mehr und mehr aus dem Objekt der Hilfe selber zum Helfer werden,“ so Nagengast 1955.

Waren in den Jahren seit der Gründung des LWB 1947 bis zur Gründung des Deutschen Hauptausschusses (DHA) Lebensmittel, Kleiderspenden und andere Hilfsgüter nach Deutschland geflossen – allein im Jahre 1954 im Wert von rund 23 Millionen DM – so  überwiesen die deutschen LWB-Kirchen ihrerseits 1953 erstmals 65.000 DM an die Genfer Zentrale des LWB, um einen Beitrag zur „Weltdienstarbeit“ der lutherischen Weltgemeinschaft zu leisten. Ab 1957 erhielten die westdeutschen Kirchen selbst keine finanzielle Unterstützung mehr. Von anfänglich sechs Büros des Lutherischen Weltdienstes blieben nur die Büros in Stuttgart – in den Räumen des 1957 aus der Inneren Mission und dem Hilfswerk der Evangelischen Kirche in Deutschland gegründeten Diakonischen Werkes – und in Ostberlin, das für die Arbeit in der DDR zuständig war. Dieses wurde bereits 2003 geschlossen. Von Anfang an wurde der Austausch von Theologiestudierenden, Theologinnen und Theologen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zwischen deutschen und ausländischen lutherischen Kirchen gefördert – mehrere Tausend Stipendiatinnen und Stipendiaten haben davon in mehr als fünf Jahrzehnten profitiert.




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