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VELKD: Eine Kirche - Wie wird die VELKD geleitet? - Generalsynode - Rückblick auf die Generalsynode 2006 - Pressemeldungen

"So viel Evangelium wie möglich - so viel Ökonomie wie nötig"

Generalsynode der VELKD verabschiedet 12-Thesen-Papier "Zur Zukunft der Gemeinde" – Ehrenamtliche Kompetenzen verstärkt nutzen – Empfehlung an die Gemeinden, Veränderungsprozesse aktiv mit zu gestalten

"So viel Evangelium wie möglich – so viel Ökonomie wie nötig." Dieser Leitmaßstab soll nach Auffassung der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) kirchliches Handeln auf allen Ebenen bestimmen. In einem zwölf Thesen umfassenden Papier "Zur Zukunft der Gemeinde" empfiehlt die Generalsynode, dass bei allen Reformbemühungen theologische Grundsätze die ökonomischen Entscheidungen bestimmen. Aktuell sei die evangelische Kirche stärker als bisher gefordert, neue Formen des Organisationsmanagements für sich in Anspruch zu nehmen sowie neue, von Kirchensteuermitteln unabhängige Wege der Finanzierung ihrer Arbeit – wie etwa Fundraising – zu finden. Auch einer professionellen Öffentlichkeitsarbeit komme wachsende Bedeutung zu.

Die Generalsynode der VELKD tagte vom 14. bis 18. Oktober in Ahrensburg bei Hamburg unter dem Thema "Versammelt in Christi Namen – Gemeinde neu denken". In der einstimmig am Schlusstag verabschiedeten Entschließung weisen die 62 Vertreterinnen und Vertreter aus den acht Gliedkirchen der VELKD darauf hin, dass eine "viel zu wenig genutzte Chance" darin liege, "wenn Ehrenamtliche mit ihren besonderen Kompetenzen an verantwortlicher Stelle bei der Wahrnehmung kirchlicher Aufgaben tätig werden". Darüber hinaus ermutigt die Generalsynode, die Veränderungsprozesse in der Kirche aktiv mit zu gestalten. Die gegenwärtige Bedeutungs- und Finanzkrise zwinge zur Besinnung auf die Kernaufgabe der Kirche – "die Verkündigung des Evangeliums in Wort und Sakrament".

Hinweis: Der vollständige Wortlaut der Entschließung kann hier herunter geladen werden.
Ahrensburg, den 18.10.2006

Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) ist ein Zusammenschluss von acht Landeskirchen. Ihr gehören an: Bayern, Braunschweig, Hannover, Mecklenburg, Nordelbien, Sachsen, Schaumburg-Lippe und Thüringen. Die VELKD repräsentiert rund 10,4 Millionen Gemeindeglieder. Leitender Bischof ist Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), Landesbischof Hermann Beste (Schwerin) sein Stellvertreter. Dem Lutherischen Kirchenamt in Hannover steht Präsident Dr. Friedrich Hauschildt vor. Einmal jährlich tagt im Oktober die Generalsynode der VELKD. Dieses Gremium umfasst 62 Vertreter aus den Gliedkirchen der VELKD. An der Spitze der Generalsynode steht als Präsident Richter Dirk Veldtrup (Hannover).