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VELKD: Eine Kirche - Wie wird die VELKD geleitet? - Generalsynode - Rückblick auf die Generalsynode 2006 - Pressemeldungen

Gegenseitige Wahrnehmung verbessern

Generalsynode der VELKD regt Fortsetzung des Dialogs mit der Ökumene-Kommission der römisch- katholischen Deutschen Bischofskonferenz an – Aufruf an Gemeinden, die Vorbereitungen auf den Ökumenischen Kirchentag 2010 gemeinsam zu nutzen

Die Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat angeregt, erneut mit der Ökumene-Kommission der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz in ein theologisches Gespräch einzutreten, um über die Fragen zu sprechen, die auch Papst Benedikt XVI. in seinen jüngsten Äußerungen zur Ökumene aufwarf. Diese Gespräche sollen nach Meinung der Generalsynode dazu dienen, „die gegenseitige Wahrnehmung zu verbessern, in Problemen aufeinander zuzugehen und gemeinsam Lösungen zu finden“, heißt es in der einstimmig am 18. Oktober angenommenen Entschließung. Seit dem 14. Oktober tagen die 62 Vertreterinnen und Vertreter der VELKD-Gliedkirchen in Ahrensburg bei Hamburg.

Die Generalsynode will sich auch dafür einsetzen, für jüngere Theologinnen und Theologen ein wissenschaftliches Forum zu schaffen, das dazu dient, den Stand der ökumenischen Beziehungen zu vermitteln. Gemeinden, Werke, Einrichtungen und Gemeinschaften in den Kirchen werden aufgefordert, die Vorbereitungen auf den Ökumenischen Kirchentag 2010 in München zu nutzen, „um eine Weggemeinschaft zu gestalten, die auf eine gemeinsame Kundgebung des Glaubens auf dem Kirchentag hinführt“.

Ausdrücklich würdigte die Generalsynode auch die Annahme der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre durch den Weltrat Methodistischer Kirchen. 1999 hatten der Lutherische Weltbund und die römisch-katholische Kirche diese Erklärung bestätigt. Allen drei Unterzeichnerkirchen wird empfohlen, das schon erreichte Gemeinsame in der Öffentlichkeit verstärkt zum Ausdruck zu bringen. Dies könne etwa in ökumenischen Gottesdiensten am Reformationstag oder in biblischen Gesprächskreisen geschehen.
Ahrensburg, den 18.10.2006

Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) ist ein Zusammenschluss von acht Landeskirchen. Ihr gehören an: Bayern, Braunschweig, Hannover, Mecklenburg, Nordelbien, Sachsen, Schaum¬burg-Lippe und Thüringen. Die VELKD repräsentiert rund 10,4 Millionen Gemeindeglieder. Leitender Bischof ist Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), Landesbischof Hermann Beste (Schwerin) sein Stellvertreter. Dem Lutherischen Kirchenamt in Hannover steht Präsident Dr. Friedrich Hauschildt vor. Einmal jährlich tagt im Oktober die Generalsynode der VELKD. Dieses Gremium umfasst 62 Vertreter aus den Gliedkirchen der VELKD. An der Spitze der Generalsynode steht als Präsident Richter Dirk Veldtrup (Hannover).