Beginn des Impressums
Amt der VELKD    » mehr
Zentrale: 0511/27 96-0   
Herrenhäuser Str. 12
30419 Hannover

Pressestelle
Tel.: 0511/27 96-527, -533
Fax: 0511/27 96-182
  • ABC
  • Schriftgröße Normal.
  • Schriftgröße Groß.
  • Schriftgröße Größer.
Information in English
Unser Selbstverständnis
Startseite

VELKD: Eine Kirche - Wie wird die VELKD geleitet? - Generalsynode - Rückblick auf die Generalsynode 2006 - Pressemeldungen

Ökumenische Situation in Deutschland ambivalent

Catholica-Beauftragter der VELKD, Landesbischof Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), empfiehlt, auf Gemeindeebene Verträge über das Erreichte zu schließen – Prediger- und Priesterseminare sollen kooperieren

Die ökumenische Situation in Deutschland hat der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), als „ambivalent“ bezeichnet. Um der Menschen willen müssten die Kirchen deutlicher machen, was sie verbinde. Und was sie bei der „gemeinsamen Aufgabe“, das Evangelium zu bezeugen, behindere, müsse bearbeitet werden. Vor Journalisten empfahl der Braunschweiger Landesbischof am 17. Oktober, dass auf Gemeindeebene „vertragliche Vereinbarungen über die Zusammenarbeit“ zu treffen, um das Erreichte zu sichern.

Der Catholica-Beauftragte würdigte die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre, die der Lutherische Weltbund und die römisch-katholische Kirche 1999 bestätigten. Heute wirke dieses Dokument, das einen Konsens über den Hauptstreitpunkt beschreibt, an dem die Einheit der westlichen Kirche im 16. Jahrhundert zerbrach, wie ein „Denkmal, das aber keinen Denkprozess ausgelöst hat“. Dass der Dialog mit Rom seither stagniere, habe seine Ursache in der Erklärung der Kongregation für die Glaubenslehre der römisch-katholischen Kirche „Dominus Iesus“ aus dem Jahr 2000.

Um das Gemeinsame zwischen den Kirchen zu stärken und sich eine genaue Kenntnis des evangelischen und des römisch-katholischen Partners zu erwerben, regte Landesbischof Weber an, dass Prediger- und Priesterseminare in der Ausbildung des Theologennachwuchses kooperieren. Auch auf universitärer Ebene sollte darüber nachgedacht werden, wie die Evangelischen und Katholischen Fakultäten bereits im Studium Impulse zur Stärkung der Ökumene geben könnten.
Ahrensburg, den 17.10.2006

Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) ist ein Zusammenschluss von acht Landeskirchen. Ihr gehören an: Bayern, Braunschweig, Hannover, Mecklenburg, Nordelbien, Sachsen, Schaum¬burg-Lippe und Thüringen. Die VELKD repräsentiert rund 10,4 Millionen Gemeindeglieder. Leitender Bischof ist Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), Landesbischof Hermann Beste (Schwerin) sein Stellvertreter. Dem Lutherischen Kirchenamt in Hannover steht Präsident Dr. Friedrich Hauschildt vor. Einmal jährlich tagt im Oktober die Generalsynode der VELKD. Dieses Gremium umfasst 62 Vertreter aus den Gliedkirchen der VELKD. An der Spitze der Generalsynode steht als Präsident Richter Dirk Veldtrup (Hannover).