Die Kirchen haben in der Gesellschaft „nur eine Chance, wenn wir uns nicht über alte Gegensätze definieren wollen, sondern gemeinsam das unterscheidend Christliche vor den Menschen vertreten“. In seinem Grußwort vor der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Ahrensburg sagte der Hamburger Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke am 17. Oktober, „in der gemeinsamen Diaspora unserer Zeit sind wir stark, wenn Menschen spüren, dass wir nicht auf Kosten der anderen das Eigene behaupten wollen, wenn wir uns an die Hand nehmen und einander ergänzen“. Einigkeit mache stark – und nur gemeinsam seien die Kirchen stark. Als langjährigem Ökumeniker tue es ihm weh, wenn der inzwischen erreichte Konsens ins Gerede komme. „Wir sind so weit voran gekommen, auch im Bemühen um eine gemeinsame Sprache, dass wir eine unverlierbare Basis haben müssten.“ Die Rede von dem jeweiligen Profil wirke auf ihn „eher wie ein Rückzug mit Zügen einer Verweigerungshaltung“. Sein Wunsch an die Generalsynode: „Verlieren wir uns nicht aus dem Blick! Haben wir uns weiterhin gern in Respekt und Sympathie: So wie wir sind, aber auch so, wie wir sein könnten.“
Ahrensburg, den 17.10.2006
Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) ist ein Zusammenschluss von acht Landeskirchen. Ihr gehören an: Bayern, Braunschweig, Hannover, Mecklenburg, Nordelbien, Sachsen, Schaum¬burg-Lippe und Thüringen. Die VELKD repräsentiert rund 10,4 Millionen Gemeindeglieder. Leitender Bischof ist Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), Landesbischof Hermann Beste (Schwerin) sein Stellvertreter. Dem Lutherischen Kirchenamt in Hannover steht Präsident Dr. Friedrich Hauschildt vor. Einmal jährlich tagt im Oktober die Generalsynode der VELKD. Dieses Gremium umfasst 62 Vertreter aus den Gliedkirchen der VELKD. An der Spitze der Generalsynode steht als Präsident Richter Dirk Veldtrup (Hannover).