Die Epistel Eph 2,4-10 bringt das auf den dogmatischen Punkt: »Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben ... nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.« Die alttestamentliche Lesung 2 Sam 12,1-10.13-15a erzählt, wie der Prophet Nathan den großen König David überführt: »Du bist der Mann!« David bekennt seine Sünde und wird gerettet; das Kind aber stirbt — eine Geschichte, die deutlich andere Akzente setzt als das Evangelium und deshalb nur auf den ersten Blick dazu ›stimmt‹.
Unterschiedliche Lesarten finden sich auch in den Tagesgebeten: Das erste betont Gottes »Erbarmen und Verschonen«. Das zweite warnt vor Selbstüberschätzung. Das dritte sieht auch dort Sünde am Werke, wo sich einer zu gering schätzt, und bittet deshalb: »Zeige uns, wer wir wirklich sind.« Wird das Wochenlied EG 299 gesungen (und dazu vielleicht noch die alttestamentliche Lesung vorgetragen), erhält der Gottesdienst insgesamt einen starken Bußakzent.
Liturgische Farbe: grün
Evangelium: Lk 18,9-14
Predigt: 2.Sam 12,1-10.13-15a
Wochenlied: Aus tiefer Not schrei ich zu dir (EG 299)
Du Gott des Erbarmens!
In diesen sommerlichen Tagen,
in denen viele Menschen auf Reisen sind,
bitten wir dich für alle,
die unterwegs sind:
lass sie Ruhe und Erholung finden.
Gib ihnen die Kräfte, die sie in den Urlaubstagen suchen.
Erbarme dich, gütiger Gott.
In diesen Tagen, in denen die Ernte reift,
bitten wir dich
für alle Menschen,
die nicht genügend zu essen haben,
für die hungernden Kinder,
die Obdachlosen und die Arbeitslosen:
gib, dass der Ertrag der Erne und der Arbeit
gerecht verteilt wird.
Erbarme dich, gütiger Gott.
In diesen Tagen,
in denen viele Menschen auf der Flucht sind,
bitten wir dich für alle,
die ihre Heimat verlassen mussten
und auf die Barmherzigkeit anderer angewiesen sind:
Öffne die Herzen und Hände derer,
die Obdach geben können.
Bestärke alle,
die sich der Flüchtlinge annehmen.
Erbarme dich, gütiger Gott.
In diesen Tagen,
in denen viele Menschen Angst vor der Zukunft haben,
bitten wir dich für alle,
denen Macht über andere Menschen gegeben ist:
lass sie ihre Verantwortung erkennen,
lass ihr Reden und ihr Tun von Respekt für die anderen geprägt sein,
schenke ihnen Demut und
gib ihnen Wärme und Liebe zu denen, die ihnen anvertraut sind.
Erbarme dich, gütiger Gott.
In diesen Tagen,
in denen deine Kirche auf deinen Segen und deine Begleitung vertraut,
bitten wir dich
für unsere Gemeinde und unsere Kirche,
für alle Gemeinden, die neue Formen der Zusammenarbeit suchen:
schenke den Geist der Einheit.
Wir bringen die Gemeinschaft der anglikanischen Schwestern und Brüder vor dich.
Wir denken vor dir an die Christinnen und Christen im Irak.
Gib ihnen allen dein Geleit.
Erbarme dich, gütiger Gott.
In diesen hellen Tagen,
in denen dennoch die Dunkelheit von Krankheit und Tod herrscht,
bitten wir dich
für unsere Kranken und Sterbenden:
schenke dein Licht, das heller als die sommerliche Sonne leuchtet.
Lass das Licht deiner ewigen Herrlichkeit für unsere Verstorbenen strahlen.
Erbarme dich, gütiger Gott.
Du Gott des Erbarmens, auf dich hoffen wir. Dir vertrauen wir uns an.
Amen.
Einführende Informationen zum Wochengebet