So bekennt sich denn auch Paulus in der Epistel Phil 3,7-11(12-14) zur Umwertung all seiner Lebenswerte: Dreck ist ihm alles, was er bisher als ›Gewinn‹ auf der Habenseite seines Lebens verbuchte, und für »die Gerechtigkeit ... die durch den Glauben an Christus kommt«, leert er gerne alle seine Konten. Angst hat auch der Prophet Jeremia (alttestamentliche Lesung Jer 1,4-10), als ihn der Ruf seines Gottes ereilt; ahnt er doch, was ihn erwartet. Auch hier werden Lebenspläne und -werte umgestoßen. Doch die Gabe ist groß: »Siehe, ich setze dich heute über Völker und Königreiche...«
Gut bringt die Dinge das dritte Tagesgebet auf den Punkt: »Schenkender Gott, in einer Welt, die gebaut ist auf Gewinn und Verlust, haben wir Angst, wir könnten verlieren. Mache uns Mut, dass wir mit dir rechnen.« Ja, so lässt sich auch über die ›anvertrauten Zentner‹ predigen.
Liturgische Farbe: grün
Evangelium: Mt 25,14-30
Predigt: 1.Petr 4,7-11
Wochenlied: Ich weiß, mein Gott, dass all mein Tun (EG 497)
Lasst uns danken für die Gaben,
die Gott uns zum Leben gegeben hat:
Nahrung, um nicht zu hungern
Wasser, um zu trinken
Kleidung, um uns zu bedecken
Talente, um die Welt zu gestalten
Gemeinschaft, um beisammen zu sein
unsere Nächsten, um einander zu helfen.
So reich beschenkt
lasst uns Gott bitten:
für die Hungernden in Afrika und in aller Welt
für die Verhandlungen im Nahen Osten um den gerechten Zugang zum Wasser
für die Frauen und Kinder, die in fernen Regionen unsere Kleidung nähen
für die Arbeitslosen
für die Jugendlichen auf der Suche nach einer Lehrstelle
für die Ausgeschlossenen, die keinen Ort mehr haben
für die Außenseiter, die niemand mehr beachtet.
Wir bitten dich:
Sei du nahe, Gott.
Laßt uns danken für den Glauben,
mit dem Gott uns berufen hat:
das Wort, das belebt und befreit
die Gemeinschaft, die stärkt und schützt
die Hoffnung, die aufrichtet und ermutigt.
So reich beschenkt
lasst uns Gott bitten:
für alle, die mit Worten und Taten Jesus Christus bezeugen
für die Gemeinden und alle, die in ihnen Zuflucht suchen
für die Christinnen und Christen in China
für die Einheit der Kirche.
Wir bitten dich:
Sei du nahe, Gott.
Laßt und danken für Gottes Gegenwart,
die die ganze Schöpfung erfüllt:
eine Welt voller Wunder
Liebe
Frieden
das Leben.
So reich beschenkt
lasst uns Gott bitten:
für alle, die in diesen Tagen auf Reisen sind
für die Familien und ihr Zusammenleben
für alle, die ruhelos sind,
für alle, die unter Gewalt leiden
für die Kranken und Sterbenden
für unsere Verstorbenen.
Wir bitten dich:
Sei du nahe, Gott.
Deiner Gegenwart vertrauen wir uns an, barmherziger Gott.
Amen.
Einführende Informationen zum Wochengebet