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Vom Sonntag her leben - Die Trinitatiszeit

8. Sonntag nach Trinitatis

Salz der Erde, Licht der Welt: Das Evangelium für diesen Sonntag (Mt 5,13-16) steht im unmittelbaren Kontext der Seligpreisungen. Und es erhebt einen Anspruch, dem die Jünger Jesu von sich aus kaum gerecht werden können und dem sie sich darum auch immer wieder zu entziehen suchen. Aber die Gemeinde Jesu Christi ist kein ›religiöser Verein‹ neben anderen.

Hier gilt: ohne Salz, ohne Licht kein Leben auf der Erde. Die Epistel Eph 5,8b-14 macht klar, welche Konsequenzen sich für die »Kinder des Lichts« daraus ergeben: Eine Gemeinschaft mit den »unfruchtbaren Werken der Finsternis« — ja, wo begegnen die denn heute? — kommt nicht mehr in Frage. Die alttestamentliche Lesung aus Jes 2,1-5 wird da sehr konkret: »Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen ... und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.« Das zweite Tagesgebet bringt, wenn auch nicht ganz so deutlich, die Dinge ebenfalls auf den springenden Punkt: »Wecke uns aus unserer Trägheit und mache uns bereit, dir zu dienen und dein helles Licht in das Dunkel der Welt zu tragen.«

Liturgische Farbe: grün
Evangelium: Mt 5,13-16
Predigt: Röm 6,19-23
Wochenlied: O gläubig Herz, gebenedei (EG 318)

 

Wochengebet für den 8. Sonntag nach Trinitatis

Entzünde in uns dein Licht, Christus!
Du hast uns befreit,
zu dir gehören wir,
mit dir können wir die Wege des Todes verlassen.
Darum bitten wir dich für alle,
die Verantwortung für das Leben in dieser Welt haben:
für Politiker und Wirtschaftsführer.
Lass sie auf das Wohl der Menschen achten.
Lass sie zum Wohl deiner Schöpfung handeln.
Lass sie die Wege des Lebens suchen.

Erhöre uns.

Entzünde in uns dein Licht, Christus!
Du hast uns befreit,
zu dir gehören wir,
mit dir können wir die Wege der Angst verlassen.
Darum bitten wir dich für alle,
die in Angst vor der Zukunft leben:
Für alle, die um ihren Arbeitsplatz bangen.
Für die Kinder,
die sich vor den Veränderungen des Klimas ängstigen.
Für die Armen in unserem reichen Land,
die nicht wissen, wie sie ihre Würde bewahren können.
Laß sie Hoffnung finden.

Erhöre uns.

Entzünde in uns dein Licht, Christus!
Du hast uns befreit,
zu dir gehören wir,
mit dir können wir die Wege der Gewalt verlassen.
Darum bitten wir dich für alle,
die andere mit ihrer Stärke bedrohen:
Für die Herrscher in aller Welt,
für die Mächtigen in Afrika, besonders in Simbabwe und im Sudan,
für die Mächtigen in China.
Laß sie erkennen,
dass man aus Schwertern Pflugscharen schmieden kann.
Laß sie die Wege des Friedens suchen.

Erhöre uns.

Entzünde in uns dein Licht, Christus!
Du hast uns befreit,
zu dir gehören wir,
du begleitest uns auf dem Weg der Liebe.
Sei mit allen, die miteinander streiten:
in den Familien, in den Gemeinden,
in den Synoden, in deiner weltweiten Kirche.
Laß sie zur Einheit und zum Frieden finden.

Erhöre uns.

Entzünde in uns dein Licht, Christus!
Du hast uns befreit,
zu dir gehören wir,
du begleitest uns auf dem Weg des Glaubens.
Sei mit deiner Kirche,
sei mit den verfolgten Christinnen und Christen in Nordkorea.
Laß sie nicht allein.

Erhöre uns.

Entzünde in uns dein Licht, Christus!
Du hast uns befreit,
zu dir gehören wir,
du begleitest uns auf dem Weg der Hoffnung.
Sei mit den Kranken und den Sterbenden.
Steh denen bei, die sie pflegen.
Gib Zuversicht, wenn die Hilflosigkeit unerträglich wird.
Nimm unsere Verstorbenen bei dir auf.

Erhöre uns.

Christus, du bist das Licht der Welt. Du erleuchtest das Dunkel.
Du brichst die Macht des Todes. Auf dich hoffen wir.
Erhöre uns.
Amen.

Einführende Informationen zum Wochengebet