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VELKD: Eine Kirche - Die Arbeit in den Ausschüssen und AGs

Ökumenischer Studienausschuss

Der Ökumenische Studienausschuss (ÖStA) berät die Organe der VELKD, also die Kirchenleitung, die Bischofskonferenz, die Generalsynode und den leitenden Bischof, in allen Fragen der ökumenischen Theologie. Gleichzeitig arbeitet der ÖStA in enger Abstimmung mit dem Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes.
Die zentrale Aufgabe des ÖStA ist die Erarbeitung von Stellungnahmen zu ökumenisch-theologischen Texten und Themen. Grundlage für die Stellungnahmen ist die Lehrgrundlage der VELKD, also Schrift und Bekenntnis der lutherischen Kirche. Durch die Mitgliedschaft der Gliedkirchen der VELKD im Lutherischen Weltbund und in der Gemeinschaft evangelischer Kirchen in Europa (GEKE, ehemals: Leuenberger Kirchengemeinschaft) vertritt die VELKD das Konzept der „versöhnten Verschiedenheit“, das eine Kirchengemeinschaft zwischen Kirchen verschiedenen Bekenntnisses möglich macht, sofern sie im Verständnis des Evangeliums übereinstimmen.

Einen Schwerpunkt der Arbeit des ÖStA bilden Stellungnahmen zu Texten aus dem Bereich des Lutherischen Weltbundes, in der jüngeren Vergangenheit z. B. zum Text des Lutherischen Weltbundes über Fragen des Bischofsamtes oder zum internationalen lutherisch/römisch-katholischen Dialogdokument "Die Apostolizität der Kirche". Hinzu kommt die Erarbeitung ökumenisch-theologischer Grundsatztexte. In jüngerer Zeit sind dies z. B. eine Textsammlung zur Frage des „filioque“ und Überlegungen zur Säkularisierung als ökumenische Herausforderung für die Kirchen.

Im Ökumenischen Studienausschuss arbeiten Vertreter der akademischen Theologie und Vertreter der Kirchen zusammen. Vorsitzender ist der Professor für systematische Theologie Dr. Bernd Oberdorfer (Augsburg). Kennzeichnend für die Arbeit des ÖStA ist der Austausch mit einer Reihe von Gästen aus Kirchen, kirchlichen Vereinigungen und ökumenischen Forschungsstätten, wie z. B. dem Lutherischen Weltbund, dem Institut für ökumenische Forschung (Straßburg) und der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen.