Der TA erarbeitet Texte unterschiedlicher Kategorien: Eine wichtige Gattung bilden theologische Orientierungstexte. Im vergangenen Berufungszeitraum war dies vor allem die Empfehlung der Bischofskonferenz „Ordnungsgemäß berufen“ (2006). Ausschüsse können sich von der Kirchenleitung den Auftrag erteilen lassen, zu einem selbstgewählten Thema eine Langzeitstudie zu erarbeiten. In Erfüllung eines solchen Auftrags ist eine Studie zur Visitation erarbeitet worden, die im Januar 2010 veröffentlicht wurde.
Aus gegebenem Anlass wird der TA zudem immer wieder um kürzere oder längere Stellungnahmen und Gutachten zu theologischen Texten oder Themen gebeten. Schließlich nimmt der Ausschuss auch Stellung zu ökumenischen Lehrgesprächsergebnissen, etwa zu Texten, die aus der Gemeinschaft evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) zur Stellungnahme an deren Kirchen übergeben werden.
Leitender Gesichtspunkt bei allen anstehenden Arbeitsvorhaben ist die Vereinbarkeit mit der Lehrgrundlage der VELKD, also dem „Evangelium von Jesus Christus, wie es in der Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments gegeben und in den Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche ... bezeugt ist.“ (Artikel 1 der Verfassung der VELKD). Der TA erfüllt damit die in Artikel 7, Abs. 2 der Verfassung gestellte Aufgabe, „für die Erhaltung und Vertiefung der lutherischen Lehre und Sakramentsverwaltung durch Pflege lutherischer Theologie und durch Beratung der Gliedkirchen in Fragen der lutherischen Lehre ... Sorge zu tragen“. Und der TA trägt dazu bei – wie es Abs. 3 sagt: „dass die lutherische Kirche zu den Fragen und Aufgaben der Zeit in Wort und Tat die rechte, von Schrift und Bekenntnis geforderte Stellung nimmt.“
Im TA arbeiten Professoren und Professorinnen aller Fachdisziplinen akademischer Theologie wie auch Vertreter und Vertreterinnen der Bischofskonferenz und der Generalsynode mit. Auf diese Weise ist der Dialog zwischen Theorie und Praxis im Ausschuss gewährleistet.
Den Vorsitz des Auschusses hat seit 2010 Prof. Dr. Christine Axt-Piscalar (Göttingen) inne; stellvertretender Vorsitzender ist Professor Dr. Notger Slenczka (Berlin). Geschäftsführerin ist die theologische Grundsatzreferentin im Amt der VELKD Dr. Mareile Lasogga.