Das Verständnis von Mission als Tischgemeinschaft komme besonders eindrücklich in der Emmaus-Geschichte zum Ausdruck. „Der Gast werde zum Gastgeber. Von der Trauer befreit brechen die Jünger getröstet und gestärkt auf, um den anderen die Botschaft der Hoffnung zu bringen – das ist Mission.“ Christen könnten daher immer erneut in vertraute und fremde Lebenswelten aufbrechen.
Das Leitbild einer missionarischen Kirche komme laut Entschließung dadurch zur Geltung, dass eine „Perspektive interkultureller Begegnungen im Horizont der weltweiten Ökumene“ eingenommen werde. Begegnungen mit den Partnerkirchen seien stets beeindruckend und herausfordernd. Aufgrund unterschiedlicher geographischer, kultureller und sozialer Prägungen bleibe Mission immer mit einem Wagnis verbunden, da sie Erfahrungsräume eröffne, „in denen überraschende – bereichernde und irritierende – Begegnungen möglich“ würden. Deshalb brauche es „Respekt, Offenheit, Neugierde und die Bereitschaft, auch mit Spannungen zu leben“, so die Generalsynode. Bei all dem seien die Kirchen durch die Taufe und das gottesdienstliche Leben miteinander verbunden.
In diesem Zusammenhang würdigt die Generalsynode „den großen Einsatz der Landeskirchen, ihrer regionalen Missionswerke sowie der Gemeinden für die Förderung und Gestaltung von Begegnungen mit dem Anderen über geographische, kulturelle und soziale Grenzen hinweg.“ Beispielhaft nennt die Entschließung Freiwilligenprogramme für Jugendliche, Dekanats- und Gemeindepartnerschaften, den Weltgebetstag sowie die interkulturelle Woche. „Dieses Engagement ist ein großer Segen für unsere Kirche.“
Weitere Entschließungen der Generalsynode befassen sich mit dem Bericht des Leitenden Bischofs sowie mit dem Bericht des Catholica-Beauftragten.
Die 5. Tagung der 11. Generalsynode der VELKD findet vom 1. bis 3. und am 7. November 2012 in Timmendorfer Strand statt. Der Themenschwerpunkt steht noch nicht fest.
Weitere Informationen im Internet unter www.velkd.de/Generalsynode2011.php