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Vom Sonntag her leben - Die Trinitatiszeit

18. Sonntag nach Trinitatis

Dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe (Wochenspruch 1 Joh 4,21): Wie ein roter Faden zieht sich das Doppelgebot der Gottes- und Bruderliebe durch die Texte der Trinitatissonntage. Das beginnt mit der Epistel zum 1. Sonntag, aus der unser Wochenspruch stammt. Das setzt sich am 4. Sonntag, am 10. Sonntag (hier begegnet schon einmal unser heutiges Evangelium, Mk 12,28-34) und am 13. Sonntag (mit der Epistel 1 Joh 4,7-12 und der Geschichte vom barmherzigen Samariter) fort.

Heute nun wird es gleichsam thematisch gebündelt. Aus dem Alten Testament liest man den Dekalog, die Zehn Gebote, mit der auch für Christen unverzichtbaren Einleitung: »Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe« (2 Mose 20,1-17). Durch Jesus bestätigt (Evangelium Mk 12,28-34), wird es von Paulus (Epistel Röm 14,17-19) auf die konkrete Situation in der Gemeinde angewandt: »Darum lasst uns dem nachstreben, was zum Frieden dient und zur Erbauung untereinander.«

Das zweite Tagesgebet bringt es auf den Punkt: »Gott, du hast uns geboten, dich von ganzem Herzen zu lieben und unsern Nächsten wie uns selbst.« Das dritte schließt hier unmittelbar an, nicht ohne auf die für diese Reihe typische ›Wendung nach innen‹ zu verzichten: »Einfach und klar sind deine Gebote, Gott. Einfach und klar möchten auch wir werden bis auf den Grund unseres Lebens.«

Liturgische Farbe: grün
Evangelium: Mk 12,28-34
Predigt: Mk 10,17-27
Wochenlied: Herzlich lieb hab ich dich, o Herr (EG 397)

Fürbitten für den 18. Sonntag nach Trinitatis
(23. Oktober 2011)

Du reicher und ewiger Gott,
in diesen Tagen,
in denen die einen Schulden anhäufen und
die anderen spekulieren,
bitten wir dich für alle,
deren Denken und Tun beständig vom Geld bestimmt wird.
Sei mit deinem Wort gegenwärtig,
damit die Sehnsucht nach deinem Reich größer wird,
als die Macht des Geldes.
Wir bitten dich:
Erhöre uns.

Du reicher und ewiger Gott,
in diesen Tagen,
in denen die Finanzkrise ein Land nach dem anderen erschüttert,
bitten wir dich für alle,
die mit Angst in die Zukunft schauen.
Sei mit deinem Wort gegenwärtig,
damit deine Verheißungen lauter hörbar werden,
als Börsenkurse und Wirtschaftsdaten.
Wir bitten dich:
Erhöre uns.

Du reicher und ewiger Gott,
in diesen Tagen,
in denen Millionen Menschen auf der Flucht sind,
bitte wir dich für alle,
die in Flüchtlingslagern leben und vom Verhungern bedroht sind.
Sei mit deinem Wort gegenwärtig,
damit die Güter dieser Welt gerecht verteilt werden und Friede wird.
Wir bitten dich:
Erhöre uns.

Du reicher und ewiger Gott,
in diesen Tagen,
in denen Krieg und Hass nicht aufhören wollen,
bitten wir dich für alle,
die politische und wirtschaftliche Verantwortung tragen.
Sei mit deinem Wort gegenwärtig,
damit sie sich nach deinen Geboten richten
und sie zu dir umkehren.
Wir bitten dich:
Erhöre uns.

Du reicher und ewiger Gott,
Kranke und Sterbende leben unter uns.
Verzweifelte und Hoffnungslose sind in unserer Mitte.
Wir bitten dich für alle,
die den morgigen Tag fürchten.
Sei mit deinem Wort gegenwärtig,
damit sie Licht auf ihren Wegen sehen
und deine Wahrheit für ihr Leben erkennen.
Wir bitten dich:
Erhöre uns.

Du reicher und ewiger Gott,
du stehst deiner Gemeinde bei.
Du schenkst ihr deine Verheißungen.
Du stärkst sei mit deinem Wort und Sakrament.
Wir bitten dich,
eine deine Kirche, bewahre sie und segne sie
durch Jesus Christus, unseren Herrn und Bruder.
Amen.

Einführende Informationen zum Wochengebet

Weitere Gebete zu den Sonn- und Festtagen