Die Epistel Röm 10,9-17(18) bleibt beim Thema, wenn sie vom Ursprung und Weg solchen weltüberwindenden Glaubens handelt: »So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.« Im Glauben dieser Frau, so ließe sich demnach sagen, überwindet Jesus sich selbst. Die alttestamentliche Lesung Jes 49,1-6 sieht das im Willen und Entschluss Gottes begründet: »Ich habe dich auch zum Licht der Heiden gemacht, dass du seist mein Heil bis an die Enden der Erde.«
Die Tagesgebete spiegeln von all dem nur wenig wider. Das zweite betont den Aspekt des »Vertrauens« und der Treue auch »in den Zeiten der Not« und stellt damit die Frau als Glaubensvorbild hin. Dem folgt, stärker psychologisierend, das dritte: »Lass uns selbst wichtig nehmen, worum wir bitten.« Eindeutig und exklusiv in seinem Christusbekenntnis ist das Wochenlied: »Such, wer da will, Nothelfer viel, die uns doch nichts erworben...«
Liturgische Farbe: grün
Evangelium: Mt 15,21-28
Predigt: Mk 9,14-29
Wochenlied: Such, wer da will, ein ander Ziel (EG 346)
Gott, du Quelle des Lebens.
Du gibst uns das Leben.
Du stellst uns in diese Welt.
Du hilfst uns und machst uns heil.
Dich rufen wir an:
Wir glauben, hilf unserem Unglauben.
Gott, du Helfer der Armen.
So viel Not ist in dieser Welt.
Wir sind hilflos und unser Tun genügt nicht.
Komm du mit deiner heilenden Kraft.
Dir vertrauen wir die Armen an.
Für sie rufen wir:
Wir glauben, hilf unserem Unglauben.
Gott, du Beschützer der Bedrängten.
So viele Menschen werden geschlagen und gedemütigt.
Wir schauen achtlos vorbei und fürchten uns selbst vor der Gewalt.
Komm du mit deiner heilenden Kraft.
Dir vertrauen wir die Bedrängten an.
Für sie rufen wir:
Wir glauben, hilf unserem Unglauben.
Gott, du Tröster der Verfolgten.
So viele Menschen bekennen sich mutig zu dir.
Wir erschrecken, wenn wir von ihrem Leiden erfahren.
Wir wissen nicht, wie wir ihnen beistehen können.
Komm du mit deiner heilenden Kraft.
Dir vertrauen wir die Verfolgten an.
Für sie rufen wir:
Wir glauben, hilf unserem Unglauben.
Gott, du Hüter der Gerechtigkeit.
So viele sehnen sich nach Gerechtigkeit und Frieden.
Wir hoffen auf redliche und weise Mächtige.
Komm du mit deiner heilenden Kraft.
Dir vertrauen wir die Mächtigen an.
Für sie rufen wir:
Wir glauben, hilf unserem Unglauben.
Gott, du Freund der Verbitterten.
So viele sind enttäuscht und trauen deiner Hilfe nicht mehr.
Wir sind zu schwach, um ihren Glauben zu stärken.
Komm du mit deiner heilenden Kraft.
Dir vertrauen wir die Verbitterten an.
Für sie rufen wir:
Wir glauben, hilf unserem Unglauben.
Gott, du Herr deiner Kirche.
So viele Menschen folgen deinem Ruf.
Wir sehnen uns nach der einen Kirche und sind doch getrennt.
Komm du mit deiner heilenden Kraft.
Dir vertrauen wir deine Kirche an.
Für sie rufen wir:
Wir glauben, hilf unserem Unglauben.
Gott, du unser Leben.
So oft vergessen wir dich,
doch du bleibst bei uns.
Komm du mit deiner heilenden Kraft.
Dir vertrauen wir uns und alle, die zu uns gehören, an.
Für uns alle rufen wir:
Wir glauben, hilf unserem Unglauben
durch Jesus Christus, deinen Sohn und unseren Herrn.
Amen.
Gott, Herrscher über die Engel,
du Quelle unseres Lebens.
Deine Engel sind um dich
und singen zu deiner Ehre.
Sende deine Engel aus,
damit auch wir Menschen dir singen.
Sende deine Engel aus,
damit die Schöpfung dich preist.
Höre uns, wenn wir mit deinen Engeln singen:
Sanctus, sanctus, sanctus – EG 185.5
Deine Engel sind um dich,
dass sie dir dienen.
So bitten wir dich:
Seine deine Engel in die Welt,
damit auch wir Menschen dir dienen.
Sende deine Engel aus,
damit die Schwachen zu Kräften kommen,
die Geschlagenen sich aufrichten,
die Verzweifelten Hoffnung schöpfen.
Du kennst alle ihre Namen – Stille
Höre uns, wenn wir mit deinen Engeln singen:
Sanctus, sanctus, sanctus – EG 185.5
Du hast deinen Engeln befohlen,
dass sie uns behüten.
So bitten wir dich:
sende deine Engel zu denen,
die deinen Schutz brauchen.
Sende deine Engel zu denen,
auf die wir nicht achthaben können,
die inmitten von Gefahr leben,
die auf der Flucht sind,
die vor Trümmern stehen.
Du kennst alle ihre Namen – Stille
Höre uns, wenn wir mit deinen Engeln singen:
Sanctus, sanctus, sanctus – EG 185.5
Deine Engel kämpfen für das Leben.
So bitten wir dich:
Sende deine Engel zu den Mächtigen,
damit sie nicht dem Bösen dienen.
Sende deine Engel zu den Einflussreichen,
damit sie ihre Gaben dazu nutzen,
Recht und Gerechtigkeit zu wahren.
Sende deine Engel,
damit sie den Verfolgten beistehen und
sie vor der Heimtücke des Bösen beschützen.
Du kennst alle ihre Namen – Stille
Höre uns, wenn wir mit deinen Engeln singen:
Sanctus, sanctus, sanctus – EG 185.5
Du sendest deine Engel aus –
heute und alle Tage.
Wir danken dir für deine Engel.
Lass sie immer um uns sein –
heute und alle Tage.
Voller Dank singen wir mit deinen Engeln:
Sanctus, sanctus, sanctus – EG 185.5
Einführende Informationen zum Wochengebet
Weitere Gebete zu den Sonn- und Festtagen