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Vom Sonntag her leben - Die Trinitatiszeit

17. Sonntag nach Trinitatis

Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat (Wochenspruch 1 Joh 5,4c): Das Evangelium heute (Mt 15,21-28) erzählt von einer Frau, deren Glaube sogar Jesus zu überwinden mochte. Jegliche Psychologisierung und Pädagogisierung — Jesus habe die Frau ja nur au die Probe stellen wollen undsoweiter — nimmt diesem Text seine Größe und seinen Sinn. Er hält nämlich fest, wie unsagbar schwer dieser Schritt über die Grenze auch für Jesus war. Und er zeigt uns kanaanäischen Frauen und Männern, wie ›teuer‹ wir erkauft sind.

Die Epistel Röm 10,9-17(18) bleibt beim Thema, wenn sie vom Ursprung und Weg solchen weltüberwindenden Glaubens handelt: »So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.« Im Glauben dieser Frau, so ließe sich demnach sagen, überwindet Jesus sich selbst. Die alttestamentliche Lesung Jes 49,1-6 sieht das im Willen und Entschluss Gottes begründet: »Ich habe dich auch zum Licht der Heiden gemacht, dass du seist mein Heil bis an die Enden der Erde.«

Die Tagesgebete spiegeln von all dem nur wenig wider. Das zweite betont den Aspekt des »Vertrauens« und der Treue auch »in den Zeiten der Not« und stellt damit die Frau als Glaubensvorbild hin. Dem folgt, stärker psychologisierend, das dritte: »Lass uns selbst wichtig nehmen, worum wir bitten.« Eindeutig und exklusiv in seinem Christusbekenntnis ist das Wochenlied: »Such, wer da will, Nothelfer viel, die uns doch nichts erworben...«

Liturgische Farbe: grün
Evangelium: Mt 15,21-28
Predigt: Eph 4,1-6
Wochenlied: Such, wer da will, ein ander Ziel (EG 346)

 

Fürbitten für den 17. Sonntag nach Trinitatis
(2008)

Ein Herr bist du, Gott.
In dieser unübersichtlichen Welt brauchen wir dich.
Du zeigst uns den Weg zum Leben.
In allen Verwirrungen des Lebens bist du da.
Bei dir finden wir Hilfe.

Vor dich bringen wir die Menschen,
die deine Hilfe brauchen:
Die Kinder und Jugendlichen,
die sich in unserer Welt zurecht finden müssen.
Die Vielbeschäftigten,
die nicht mehr zur Besinnung kommen.
Die Enttäuschten,
die niemandem mehr trauen.
Die Hoffnungslosen,
die nichts mehr vom Leben erwarten.
Die Suchenden,
die ihre Sehnsucht nicht aufgeben.

Zeig dich ihnen allen,
du bist der eine Gott.
Bei dir ist das Leben.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Von unseren Müttern und Vätern haben wir
den einen Glauben geerbt.
Hilfe ist er uns,
denn durch ihn wissen wir,
dass wir bei dir zu Hause sind, Gott!

Vor dich bringen wir die Menschen,
die zu dir gehören:
Die Opfer von Hass und Terror.
Die verfolgten Gemeinden in Indien.
Die Mütter, die ihre Kinder in den ungezählten Kriegen verlieren.
Die Aidswaisen in Afrika.
Die Hungernden in Somalia.
Die Opfer von Naturkatastrophen.
Die Armen und Flüchtlinge.

Zeige dich ihnen allen,
du bist der eine Gott.
Gib du ihnen Heimat.
Sei du ihre Zuflucht.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Auf deinen Namen sind wir getauft,
du dreieiniger Gott.
In dir ist vereint,
was vor unseren Augen getrennt ist,
deine Kirche.

Vor dich bringen wir deine eine heilige Kirche.
Schenke ihr Einheit.
Gib ihr Mut und Gelassenheit.
Lass sie glaubwürdig sein.
Stärke ihr Vertrauen auf dich.
Segne alles Miteinander von Synoden und Konferenzen.
Rüste deine Kirche aus mit den Gaben deines heiligen Geistes.
Sei mit deiner Gegenwart in unserer Gemeinde
und bleibe bei uns heute und alle Tage.

Zeige dich deiner Kirche,
denn aus dir lebt sie.
Wirke in ihr und durch sie in deiner Welt.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.
Amen.

Einführende Informationen zum Wochengebet

Gebet für einen Einschulungsgottesdienst

Weitere Gebete zu den Sonn- und Festtagen