In seinem Bericht ging der Leitende Bischof auch auf das Reformationsjubiläum im Jahre 2017 ein. Er könne sich dies „nicht anders als im engen Verbund und in gemeinsamen Feiern auch mit der römisch-katholischen Kirche“ vorstellen. Das Jubiläum solle nicht auf eine Heldenverehrung Martin Luthers hinauslaufen, sondern die „produktiven Kräfte der Reformation für Glauben und Kirche und auch für die Gesellschaft wieder bewusst machen“. Dass Deutschland weder eine klerikale noch eine bewusst laizistische Gesellschaft sei, verdanke sich ganz wesentlich Luther.
Den 75. Jahrestag der Barmer Theologischen Erklärung nahm Johannes Friedrich zum Anlass, seiner Forderung Ausdruck zu verleihen, dieses Dokument in die Reihe der für die VELKD wichtigen Bekenntnisse aufzunehmen. Er wolle an dem Ziel ihrer Anerkennung festhalten, nicht zuletzt auch deshalb, da an ihrer Entstehung maßgeblich lutherischen Theologen beteiligt gewesen seien. Ebenso wolle er das Ziel nicht aus den Augen verlieren, dass die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) die Confessio Augustana von 1530 als Grundlage anerkenne. Eine Konfessionalisierung der EKD ist seiner Meinung nach damit nicht gegeben, weil das Augsburger Bekenntnis als Basis der Reformation angesehen werden könne, auf die sich alle evangelischen Kirchen in Deutschland beziehen.
Hinweis: Der Bericht des Leitenden Bischofs kann im Internet unter http://www.velkd.de/downloads/Bericht_des_Leitenden_Bischofs_Ulm_09.pdf heruntergeladen werden.