„Diese Vereinbarung ist nicht unumstritten geblieben. Kein Text ist dagegen gefeit, unterschiedlich verstanden und ausgelegt zu werden. Sie (Anm.: die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre) bringt jedoch unmissverständlich den Willen zum Ausdruck, das, was gemeinsam ausgesagt werden kann, auch gemeinsam zu sagen, und die verbleibenden Differenzen einer weiteren Klärung zuzuführen“, schreiben der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Walter Kardinal Kasper (Rom), und der Generalsekretär des LWB, Pfr. Dr. Ishmael Noko (Genf), in ihrem Vorwort des 1.115 Seiten umfassenden Bandes. Weiter heißt es: „Die uns noch trennenden Differenzen bedürfen einer weiteren Klärung, die sowohl auf internationaler Ebene durch den Lutherischen Weltbund und den Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen als auch im Rahmen der verschiedenen nationalen Dialoge bereits in Angriff genommen worden ist. Nach unserer gemeinsamen Überzeugung ist dieser Weg des ökumenischen Dialogs unumkehrbar geworden. Die Welt hat unser gemeinsames Zeugnis des Evangeliums von der Versöhnung und Erlösung durch Jesus Christus heute nötiger denn je. Gestärkt durch die Macht des Geistes Gottes bitten wir um die Gnade zur Wiederherstellung der vollen und sichtbaren Einheit der getrennten Christen. Darin liegt das Ziel aller unserer ökumenischen Bemühungen.“
Die Publikation wird herausgegeben vom Leiter des Amtes der VELKD, Dr. Friedrich Hauschildt, gemeinsam mit dem Pressesprecher der VELKD, Oberkirchenrat Udo Hahn, und Pastor Andreas Siemens, Assistent des Direktors der Evangelischen Akademie Loccum.
Hinweis: „Die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre. Dokumentation des Entstehungs- und Rezeptionsprozesses“ (1.115 Seiten, 169 Euro, ISBN 978-3-525-56136-2) kann beim Verlag Vandenhoeck & Ruprecht (www.v-r.de) oder über jede Buchhandlung bestellt werden.