Seiner Einschätzung nach habe sich die ökumenische Situation in den letzten fünfzig Jahren „enorm“ verändert. Es sei eine andere Generation, die heute ökumenische Wege suchen müsse. Dabei dürften die Errungenschaften der Konsensökumene nicht vergessen werden. Es werde heute zugleich deutlich, wie wichtig die Aufarbeitung der so genannten nichttheologischen Faktoren der Ökumene sei, die die christliche Praxis beeinflussten und den Blick aufeinander bestimmten. Auch in der theologischen Ausbildung seien noch „wichtige Weichenstellungen“ vorzunehmen. „Nur solche Seelsorger, die eine gründliche ökumenische Kenntnis haben, sind letztlich imstande, über die Betroffenheit hinaus die Gemeinden auf konstruktiven Wegen zur Einheit zu geleiten“, sagte Weihbischof Schwerdtfeger, der auch der Ökumene-Kommission der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz angehört.
Hannover, 22. Oktober 2007