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Pressemitteilung

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Für intensiven Dialog zwischen Politik und Kirche

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen betont vor der Generalsynode der VELKD die besondere Verantwortung der Kirchen, die christlichen Werte zu erhalten
Ahrensburg, den 16.10.2006

Für einen intensiven Dialog zwischen den Kirchen und der Politik hat sich Ministerpräsident Peter Harry Carstensen auf dem heutigen Empfang der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und des Landes Schleswig-Holstein anlässlich der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschland (VELKD) in Ahrensburg ausgesprochen. Politik und Kirche sollten sich gemeinsam um die Probleme in der Gesellschaft bemühen, so Carstensen. „Den Kirchen kommt dabei die besondere Verantwortung zu, die christlichen Werte zu erhalten“, sagte der Ministerpräsident vor rund 200 Gästen im Kulturzentrum „Marstall“. Aufgabe der Politik sei es, die christlichen Werte vor politischen und rechtlichen Einschränkungen zu schützten. Zu dem Empfang hatten die Nordelbische Kirche und die Landesregierung gemeinsam eingeladen.

Zum so genannten Kopftuchstreit sagte Carstensen, die Landesregierung habe auf das Verbot des Tragens von Kopftüchern an öffentlichen Schulen verzichtet, weil damit auch das Tragen christlicher Symbole hätte verboten werden müssen. Damit würde die eigene christliche Tradition geleugnet, so Carstensen. „Zahlreiche Zuschriften aus allen Teilen der Bevölkerung unseres Landes haben uns dazu bewogen, auf eine gesetzliche Regelung zu verzichten. Wir haben stattdessen den Hinweis des Bundesverfassungsgerichtes aufgegriffen, die religiöse Vielfalt an Schulen dafür zu nutzen, wechselseitige Toleranz zu üben“, sagte Carstensen.

Ahrensburg, den 16.10.2006

Diese Pressemitteilung wird auch durch den Regierungssprecher der Landesregierung Schleswig-Holstein verbreitet: Dr. Christian Hauck, Rüdiger Ewald, Düsternbrooker Weg 104, 24105 Kiel, Telefon 0431/988-704, E-Mail: landesregierung (ät) schleswig-holstein.de Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) ist ein Zusammenschluss von acht Landeskirchen. Ihr gehören an: Bayern, Braunschweig, Hannover, Mecklenburg, Nordelbien, Sachsen, Schaumburg-Lippe und Thüringen. Die VELKD repräsentiert rund 10,4 Millionen Gemeindeglieder. Leitender Bischof ist Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), Landesbischof Hermann Beste (Schwerin) sein Stellvertreter. Dem Lutherischen Kirchenamt in Hannover steht Präsident Dr. Friedrich Hauschildt vor. Einmal jährlich tagt im Oktober die Generalsynode der VELKD. Dieses Gremium umfasst 62 Vertreter aus den Gliedkirchen der VELKD. An der Spitze der Generalsynode steht als Präsident Richter Dirk Veldtrup (Hannover).


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