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Pressemitteilung

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Landeskirche und Gemeinde nicht gegeneinander ausspielen

Leitender Bischof der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), vor sächsischen Superintendenten: Gute theologische Gründe für Subsidiarität in der Kirche – Entscheidungskompetenzen auf andere Ebenen übertragen
Meißen/Hannover, den 28.09.2006

Meißen/Hannover – Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), hat sich dagegen ausgesprochen, Kirche auf die Gemeinde vor Ort zu reduzieren. Auf der Klausurtagung der Superintendenten der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens sagte er am 28. September in Meißen, für diesen Ansatz gebe es "weder eine biblische noch eine historische Legitimation". "Landeskirche" sei "kein zur Disposition stehender, kostenträchtiger Überbau über der Kirchengemeinde". Vielmehr handele es sich dabei zusammen mit Dekanatsbezirk bzw. Superintendentur und Kirchengemeinde um "sinnvolle, arbeitsfähige Ebenen kirchlichen Lebens und Handelns", die sich aus organisatorischen Gründen herausgebildet hätten. Der Ebene "Landeskirche" komme dabei "kirchenleitende Gesamtverantwortung" zu. Diese sei nicht ungeteilt. Es bestehe auch eine "subsidiäre Teilverantwortung". Es gebe "gute theologische Gründe", so der Leitende Bischof, für Subsidiarität in der evangelischen Kirche. "Zentralismus birgt stets die Gefahr der Hierarchie in sich. Subsidiarität ist ein antihierarchisches Gegengift." Ausdrücklich bekräftigte der bayerische Landesbischof die Dienstleistungsfunktion von Landeskirchenämtern. Wer das Subsidiaritätsprinzip ernst nehme, müsse darüber nachdenken, wie Entscheidungskompetenzen auf andere Ebenen übertragen werden könnten, die dadurch gestärkt würden.

Meißen/Hannover, den 28.09.2006


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