"Gegenstand des Gesprächs war die Empfehlung der Bischofskonferenz der VELKD für den dienstrechtlichen Umgang mit eingetragenen Lebenspartnerschaften und gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften von Pfarrerinnen und Pfarrern aus dem Jahr 2004.
Das Treffen diente dazu, sich gegenseitig die jeweilige Position zu erläutern. Es war geprägt von der Bereitschaft zum Hören und Verstehen der Partner und von gegenseitigem Respekt.
Die Vertreter der HuK würdigten die Empfehlung der Bischofskonferenz als einen Fortschritt gegenüber früheren Regelungen, da deutlich gemacht wird, dass Fragen der Lebensführung keine Bekenntnisfragen sind und bei Anzeige nicht mehr zwingend Disziplinarverfahren eingeleitet werden müssen. Sie plädierten gleichzeitig für eine völlige Gleichstellung und Gleichbehandlung von Ehe und eingetragenen Lebenspartnerschaften. Die Vertreter des Lutherischen Kirchenamtes hoben hervor, dass die Bischofskonferenz an Ehe und Familie als Leitvorstellungen festhalte. Die Stärke der Empfehlung liege darin, die unterschiedlichen Interessen in der Kirche sinnvoll auszugleichen. Sie stelle damit einen tragfähigen Konsens dar.
Beide Seiten werden am Thema weiterarbeiten und dabei die im Gespräch vorgetragenen Gesichtspunkte beachten."
Hannover, den 19.01.2006